SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 14. Oktober 2009

buntes-hausDas bunte Haus bleibt wie es ist. Die Regensburger Stadtverwaltung will sich wegen der mittlerweile bundesweit bekannten Fassade auf keine gerichtliche Auseinandersetzung einlassen. Das teilt man heute Nachmittag in einer Presseerklärung mit. „Ein bauordnungsrechtliches Einschreiten ist nicht angezeigt, weitere Arbeitskapazität der Verwaltung sollte auf diesen Vorgang nicht mehr verwendet werden”, heißt es im besten Verwaltungsdeutsch. Malermeister Rebl hatte mit einer Klage gedroht, sollte die Stadt auf ihrer Forderung bestehen bleiben, das Haus umzustreichen. Das erübrigt sich nun. An der Haltung zur Fassadengestaltung hat sich bei den Verantwortlichen freilich nichts geändert. Wörtlich: „Die Stadtverwaltung ist unverändert der Ansicht, dass die plakative und künstlerische Inszenierung des Gebäudes an der Drehergasse 16 den Zielen der Stadtgestaltung in Regensburg widerspricht. Insbesondere die Farbwirkung und die unsensible Disharmonie von Fassaden- und Farbgestaltung sind Verstöße gegen anerkannte Gestaltungsprinzipien.” Spürbar verärgert ist man über das breite mediale Echo, das die Diskussion um das Haus des Malermeisters Franz Rebl gefunden hat. Von einer „ über Monate inszenierten Aufregung” ist die Rede, an der man sich freilich nicht beteiligt habe. „Vielmehr wurde gelassen geprüft, wie mit diesem Einzelfall umzugehen ist.” Zum Beispiel unter Einbeziehung des Gestaltungsbeirats, was zu neuerlicher breiter Berichterstattung führte – das Verständnis für die Haltung der Stadt hielt sich dabei – gelinde gesagt – in Grenzen. Und so steht „am Ende des Abwägungsprozesses (…) die Erkenntnis, dass dieser Fall nicht zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung führen sollte”. Es gebe ungleich wichtigere Fälle, die man vor Gericht austragen müsse, heißt es fast schon ein bisschen beleidigt. Am Ende der Mitteilung steht der moralische Zeigefinger, hinter dem auch eine gewisse Machtlosigkeit spürbar wird: „Die Stadt setzt auf die Vernunft ihrer Bürgerinnen und Bürger und ist überzeugt, dass dieses Negativbeispiel nicht zu einem Nachahmungseffekt führen wird.” Warten wir’s ab.

Eine Kastanie verschwindet im Sprachdickicht

Das Thema Malteserkastanie ist endgültig abgehakt. Der Baum wird gefällt. „Das ist Ergebnis ihres einstimmigen Beschlusses”, erklärte Oberbürgermeister Hans Schaidinger am Dienstag den Mitgliedern des Planungsausschusses. Das Dumme: Ein Großteil der Stadträte hatte den Beschluss, den sie am 15. September gefasst hatten, ganz anders verstanden. Ein Blick zurück: Mit den Stimmen von CSU, SPD-Fraktionschef Norbert […]

Schule als Lebensraum

Kinder sind verschieden und entwickeln sich in unterschiedlichem Tempo. Viele Eltern überlegen deshalb, auf welche Schule sie ihr Kind schicken sollen, zumal die staatliche Versorgung nicht immer den individuellen Bedürfnissen der Kinder (und Eltern) entspricht. Neben der Staatsschule gibt es immer mehr Privatschulen, die mit individueller Betreuung oder neuen Unterrichtskonzepten werben. Die Herder-Schule in Pielenhofen […]

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