Bischof Müller verharmlost Missbrauchsskandal

Der Uneinsichtige meldet sich wieder zu Wort

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Hinter den Spekulationen darüber, ob der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller nun nach Rom „befördert“ wird oder nicht, geht es fast ein wenig unter: Müller hat sich  gegenüber der Nachrichtenagentur dpa – wieder einmal – zum Missbrauchsskandal geäußert. Seine Aussagen sind bemerkenswert. Bemerkenswert unverschämt.

Eine kleine Auswahl mit Erwiderungen. „Wir haben keinen umfassenden Missbrauchskomplex, sondern wir haben verteilt über Jahrzehnte Einzelfälle – die schauen jetzt aus wie ein monolithischer Block.“ Es bemerkenswert, dass gerade Müller so etwas sagt. Was sind „Einzelfälle“? Und wie viele „Einzelfälle“ braucht es, um von einem Komplex sprechen zu dürfen? Es wäre schön, diese Frage anhand genauer Fakten diskutieren zu können.

Regensburg: Beispiellose Verschwiegenheit

Doch just in der Diözese Regensburg ist das nicht möglich. Hier geizt man mit Informationen zu diesen „Einzelfällen“. Beispiellos. Keine Diözese ist so verschwiegen. Nach wie vor gibt es keine konkreten Zahlen zu Tätern und Opfern. Man hört nichts über Entschädigungsanträge oder eventuelle Auszahlungen. Der „Zwischenbericht“, den Müllers Sprecher Clemens Neck (einigen ausgewählten Journalisten) vor etwa einem Jahr vorgestellt hat, ist eine Frechheit. Ein knapp gehaltenes Dokument voller Allgemeinplätze, ohne jede Offenheit. Ganz anders handelt beispielsweise die Erzdiözese München.

Das Vertuschen ist der eigentliche Skandal

Mit seiner Aussage lenkt Müller auch vom eigentlichen Skandal ab. Nicht, dass Priester Kinder und Jugendliche vergewaltigt, geprügelt und gedemütigt haben, ist dessen Kern, sondern das bewusste Verschweigen dieser Straftaten. Das Versetzen der Täter. In der Diözese Regensburg wurden allein zwischen dem Jahr 2000 und 2007 drei Fälle öffentlich, in denen die Diözese nicht durch übermäßigen Eifer beim Schutz von Kindern aufgefallen ist. „Einzelfälle“ vermutlich. Wer trägt nun die Schuld? Hier gibt Müller seinen altbekannten Sermon ab: „Die Verantwortung trägt der Täter.“ In den Diözesen und Orden sei alles Notwendige getan worden, sagt Müller. „Von den Personalverantwortlichen zu der jeweiligen Zeit sind die Einzelfälle bearbeitet worden, mehr oder weniger gut.“ So, so.

Verschweigen und versetzen

In Regensburg lief das dann wohl „weniger gut“. Hier wurden mehrfach kriminelle Priester erneut auf Kinder und Jugendliche losgelassen. Auch unter Müllers Verantwortung. Dokumentiert sind solche Fälle etwa in dem Buch „Ohne Fehl und Tadel“. Das wurde in Regensburg vorgestellt, war der Diözese aber Wurst. Auf Nachfrage fabulierte Bischofssprecher Clemens Neck lediglich von der Möglichkeit, gegen das Buch zu klagen. So hält man es eben im Reiche Müllers. Mit der Kirche sei das doch wie mit dem Kultusministerium, meint de Hardliner. Das müsse sich ja auch nicht verantworten, wenn ein Lehrer einem Kind etwas antut. Ach so. Wenn versucht wird, einen solchen Fall unter den Teppich zu kehren, geht das das Kultusministerium nichts an. Und die Kirchenleitung eben auch nicht. Bischöfliche Logik.

Relativieren und ablenken

In allen Feldern der Pädagogik, wo Erwachsene und Kinder miteinander zu tun haben, gebe es ein gewisses Gefahrenpotential, sagt Müller. „Ich warne aber davor, den Umkehrschluss zu ziehen, dass man jetzt von vornherein alle Eltern, Priester, Lehrer oder Sporttrainer unter einen Vorverdacht stellt.“ Die Frage ist: Wer tut das? Wer sagt eigentlich, dass alle Priester (und, um der Relativierung von Müller zu folgen: Trainer, Lehrer, Eltern, Kindergärtnern, Tagesmüttern etc., etc.) Pädophile sind? Immer wieder hat Müller die Priesterschaft gegen diesen Vorwurf verteidigt, der so nie ernstzunehmend erhoben wurde. Er gibt den guten Hirten, der sich vor seine Schäfchen stellt.

Der Hirte versteckt sich hinter den Schäfchen

In Wahrheit missbraucht er sie als Schutzschild, versteckt sich hinter ihnen, um davon abzulenken, worum es vielmehr geht: Dass Kirchenfürsten in leitender Position, so wie er einer ist, durch ihr Verhalten – ob nun bewusst oder aus Unfähigkeit – Missbrauchsfälle begünstigt, sie anschließend verschwiegen und nach deren Öffentlichwerden heruntergespielt haben. Jahrzehntelang. Gegen diesen Vorwurf wehrt Müller sich nicht. Aber er trifft zu.

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Kommentare (61)

  • grace

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    der papst sollte ihn als missionar in den iran oder nach saudi arabien schicken. mal sehen, was die mit ihm machen.

  • Hans-Adolf Herrmann

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    @ grace
    Eine größere papale Strafe wäre Monseigneur Müller II als Betriebsseelsorger in die Redaktion von regensburg-digital zu entsenden.

  • KeWe

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    Die Kritik ist vollstens angebracht. Aber: Es wirkt journalistisch wenig überzeugend, wenn der Artikel nur so von Grammatik- bzw. Rechtschreibfehlern strotzt!

  • J. Reicherseder

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    @KeWe
    Lieber eine ehrliche und der Wahrheit entsprechende Berichterstattung mit Rechtschreibfehlern, als eine grammatisch fehlerlose, welche dem Leser bewußt die Unwahrheit suggeriert – so wie man es von der Tgespresse gewohnt ist

  • Hans-Adolf Herrmann

    |

    @ KeWe
    Wo sind sie denn die „strotzenden Grammatik- und Rechtschreibfehler“? Der textverfassende Chefredakteur und seine RedaktionsgenossenInnen sind zwar bekennende MülltikültürlerInnen, aber die hier (leider) immer noch dominierende und die wachsende Zahl der außervölkischen Leistungsträger und Hochkültürbringer diskriminierende Amtssprache beherrschen sie allemal (noch).

  • frage

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    nur mal was zum nachdenken. es wurde geschrieben:

    „In der Diözese Regensburg wurden allein zwischen dem Jahr 2000 und 2007 drei Fälle öffentlich, in denen die Diözese nicht durch übermäßigen Eifer beim Schutz von Kindern aufgefallen ist.“

    im gleichen zeitraum wurden auch viele fälle von häuslicher gewalt und familierer gewalt gegen kinder registriert. heisst das im umkehrschluss, jede familie ist gewaltbereit? es wurden viele kinder den familien weggenommen, später allerdings wieder in die familie integriert. ist das auch komplettes versagen von behörden?

    so sehr ich der kirche kritisch und ablehnend in dieser angelegeheit gegenüberstehe, so muss man aber zugeben, dass das wort „einzelfälle“ hier durchaus angebracht ist. man kann nicht permanent alles und jeden überwachen. auch in der kirche nicht.

    sie machen es sich zu einfach herr aigner. ich verstehe ihren hass auf die kirche, aber es artet langsam in verfolgungswahn aus. es ist nichts neues hier im artikel. weder von der haltung der kirche, noch in ihren recherchen.

  • OhMeinGott

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    @KaWe
    Wieder einmal ein selten blöder Kommentar aus der untersten Schublade. Angesichts der Scheusslichkeiten seitens der Kirchen_Oberen, die Der Uneinsichtige klar und für jeden Leser verständlich beim Namen nennt, ist der lächerliche und zudem falsche Hinweis auf Grammatik- und Schreibfehler vollkommen unangebracht. Tippe auf frustrierten Oberlehrer, der sonst nix zu sagen hat.

    Si tacuisses, philosophus mansisses.

  • Veronika

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    @frage: Es ist selbstverständlich, dass Kindesmissbrauch/ -misshandlung auch in Familien und sonst in der Gesellschaft im grösseren Umfang als in Kirchen/ der Kath. Kirche geschieht. Wer jedoch hat sich immer in besonderer Weise der Wahrheit und der Wahrhaftigkeit verpflichtet gefühlt? Die Kath. Kirche, die in Deutschland noch dazu besondere staatliche Privilegien geniesst. Ist es „unverschämt“, wenn man von dieser Kirche und deren „Oberen“ Auskünfte verlangt, diese aber nicht bekommt, weil zum einen diese Leute unerreichbar sind, zum anderen massivst vertuscht und Lobbyarbeit bei Politikern betrieben wird?
    Nein, hier besteht kein „Kirchenhass“, hier stellt sich eher die Kath. Kirche, vor allem die Diözese Regensburg wohl nahezu der Verfassung und dem Staatsvolk feindlich gesonnen gegenüber! Wer so massiv „mauert“, der scheint noch weitaus mehr zu verbergen zu haben, was laufende Veröffentlichungen unter netzwerkb beweisen können.

    @frage: Im Artikel von Herrn Aigner ist nichts Neues im Verhalten der Kirche zu finden? Richtig, genau deshalb gehört es sich immer wieder geschrieben, denn die „Haltung der Kirche“ hat sich hier verfassungsgemäss zu ändern!

  • Veronika

    |

    Zusatz: Was ist eigentlich mit der meiner Meinung nach ominösen, da bewusst immer wieder ausradierten Sache um einen ehem. Diözesan-Kirchenmusikdirektor Georg Friedrich Zimmermann (+1984)? Dieser darf – so habe ich mittlerweile selbst herausgefunden – weder in der Wikipedia bei seinem Heimatort genannt werden (Hier blockieren wohl OD-nahe Leute!), noch wird er in dem Zwischenbericht der Diözese genannt. Dort heisst es nur „ein Fall aus dem Jahr 1945“. Wenig, wenn man berücksichtigt dass Zimmermann schon mal Präfektenkollege des Bruders einer sehr hochgestellten Person, kurze Zeit bis zu seiner Entdeckung sogar Chef dieser Person gewesen ist.

  • Veronika

    |

    Leider noch ein Zusatz, der aber wichtig sein könnte:
    Vom 27.02. bis 01.03.2012 tagt die Dt. Bischofskonferenz erstmals in Regensburg. Gibts ne Demo? Herr Aigner, Sie haben sich (hoffentlich) schon akkreditiert?

  • Pragmatiker

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    KeWe hat recht. Der Artikel strotzt nur so vor Grammatik- bzw. Rechtschreibfehlern. Nach langer, penibler und mehrfacher Suche habe ich folgende schlimme Fehler gefunden:

    1. Ein fehlendes „ist“.
    2. …? – Äh. Naja, also ain Fehler ißt ja auch schon was. Ächt wahr!!!

  • OhMeinGott

    |

    @KaWe und Kommentar vom Praktiker:

    Falsch vermutet:
    KaWe ist kein frustrierter Oberlehrer, sondern eher ein Studienabbrecher mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.

  • Wolfgang T.

    |

    Man darf in Deutschland eine Kinder­ficker-Sekte (Katholische Kirche) eine Kinderficker-Sekte nennen.

    Siehe Urteil vom Amtsgericht Tiergarten
    http://www.schockwellenreiter.de/blog/2012/02/09/gotteslasterungs-update-3/

    Jörg Kantel hat geschrieben:

    Neues vom Ayatollah von Köln
    Mittwoch, 29. Juni 2011
    von Jörg Kantel.

    Das Kölner Oberhaupt der Kinderficker-Sekte hat sich mal wieder zu Wort gemel­det: Haßprediger Kardinal Joachim Meisner hat die Abtreibung als »täglichen Super-GAU« verurteilt. Wer um die Zukunft Deutschlands besorgt sei, solle sich mehr um dieses Thema kümmern als um die Atomkraft. Ach ja? Und wo sollen die ganzen Wechselbalge hin, die die katholischen Priester mit kleinen Mädchen gezeugt haben? Ach nein, die mißbrauchen ja vornehmlich Jungen. Ich kann gar nicht so ville fressen, wie ich kotzen möchte! [Spiegel Online]

  • Mathilde Vietze

    |

    Ich teile die Meinung von „regensburg-digital“, daß Müllers
    „Antworten“ bemerkenswert unverschämt sind. Aber, wer
    hat sich denn von ihm etwas anderes erwartet? Vertuschen
    und totschweigen hat in reaktionären katholischen Kreisen
    doch Methode.
    Allerdings wehre ich mich gegen Pauschal-Verurteilungen
    und gegen die Bezeichnung „Kinderficker-Sekte“. Es gibt
    eine Vielzahl ehrenwerter und untadeliger Priester und
    um deretwillen müssen die Mißstände aufgedeckt und die
    Übeltäter zur Verantwortung gezogen werden.

  • KeWe

    |

    Seltsam – Aggressionen wohin man blickt…dabei ist der Artikel doch gerade ein Mahnmal gegen Aggressionen und Gewalt sowie deren Vertuschung…
    @ Menschen, die hier meinen, sie hätten Anspruch darauf, sich über mich eine Meinung zu bilden: Bitteschön.
    Ich bleibe bei meiner Beobachtung – interessanter Artikel, aber für mich machen Fehler das Ganze journalistisch weniger überzeugend.
    Wer damit ein Problem hat, der möge dieses haben.
    In diesem Sinne eine gute Nacht allerseits.

  • Pragmatiker

    |

    Aggressionen? Iwo! Lieber KaWe, wir können gerne ganz gemütlich auf ein Weißbier gehen, und vielleicht erklären Sie mir dann ja auch mal, so zwischen Breze und Bier, wieso Sie einen Text formal schlecht machen (in punkto angeblicher Rechtschreibfehler), der Ihnen womöglich inhaltlich nicht gefällt. Denn diese Strategie kapier ich irgendwie nicht.

  • Rufus

    |

    Bemerkenswert ist heute , dass das Bistum Regensburg
    noch bis heute keinen ordentlichen Abschlußbericht
    von dieser einen Stiftung aus Etterzhausen abgegeben hat, obwohl diese Stiftung eben auch zu den Regensburger
    Domsptzen gehört.
    http://www.intern-at.de/internat-schule/internat-schule1/
    Zetzt versuchen Sie diese Stiftungen zu verschmelzen, aber kümmern sich nach meiner Meinung in keinster Weise
    um eine anständige Vergangenheitaufarbeitung!

    Ich finde , dass sich die Verantwortlichen heute eben zu diesen Themen so richtig vom Acker machen !!!
    http://www.intern-at.de

  • Franz Schuhwerk

    |

    Unabhängig ob neu oder nicht, Müller bleibt Müller und wird sich nicht mehr ändern, da kann man noch so viel schreiben.
    Fast ärgerlicher finde ich den Kurzkommentar in der „mz“ direkt neben dem Müller-Artikel. Es geht um die vor allem Frauen drohende Altersarmut und die Diözesanvorsitzende des KDFB (?Katholischen Deutschen Frauenbundes?), Elisabeth Popp, ist (sich) nicht zu blöde für die Feststellung „Dass geringfügige Beschäftigungsverhältnisse schlecht für die Rente sind, daran denken viele Frauen nicht“.
    Wie christkatholisch-himmelwärts abgehoben muss frau sein, um ernsthaft zu glauben, dass Frauen freiwillig als Putze oder Regaleinräumerin arbeiten? Oder wie unverschämt muss frau sein, um dies den dummen Geringverdienerinnen einfach zu unterstellen?

  • Veronika

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    @KeWe: Entschuldigen Sie bitte, aber ich komme mit Ihrer Ansicht auch nicht zu Potte! Wo sind denn hier in den Kommentaren Aggressionen vorhanden? „Aggressiv“, wenn man dieses Wort schon verwenden will, war ja wohl dennoch ein Bischof GLM, der nicht nur gegen R-Digital, sondern auch die Welt, den Spiegel und andere Presseveröffentlichungen geklagt hatte. In welcher Welt leben wir eigentlich, wenn sich hier die Kath. Kirche irgendeinen Sonderstatus herausnehmen will? Weltbild etc. zeigen mittlerweile auch mir als Katholikin immer deutlicher, dass es sich bei der Kath. Kirche in Deutschland mehr um ein als „Kirche“ getarntes Wirtschaftsunternehmen zu handeln scheint. Sonst nämlich würde der Papst ein Machtwort sprechen, die Bischöfe würde dies (wie z. B. den Verzicht auf die staatlichen Privilegien) unverzüglich umsetzen, und zumindest das Ansehen der Röm.-Kath. Kirche wäre einigermassen gerettet. Die Realität aber ist, dass der Papst nichts Klares von sich gibt, und die Bischöfe meinen, jetzt neben der Bibel schon Papstworte exegetisch auslegen zu müssen. Zu Gott kommen die gar nicht mehr, weil hier scheinbar längst Mammon dessen Stelle eingenommen hat. Na, wieder zu aggressiv? Dann kann Ihnen wirklich niemand (mehr) helfen!

  • Veronika

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    @Pragmatiker: Doch, diese Strategie, einen Artikel aufgrund inhaltlicher grammatikalischer und Rechtschreibe-Fehler „runterzumachen“, hat mit der „psychologisierenden“ Strategie zu tun, welche einige kirchliche Kreise schon seit jeher verfolgen. Damit will man JournalistInnen ins Lächerliche ziehen, wenn man gerade mal keine Interna weiss, mit denen man die schreibende Zukunft ad personam „kleinkriegen“ kann.

  • Gondrino

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    Wegen solcher Leute, wie dem Bischof Müller , bin ich aus der Kirche ausgetreten. Es ärgert mich jedoch, dass trotzdem sein Gehalt und vieles andere in der Kirche von meinen Steuergeldern bezahlt wird.

    Deshalb:
    Schluss mit der Alimentierung der Kirche aus allgemeinen Steuermitteln!

    Schluss mit den Sonderrechten der Kirche!

  • H. Müller

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    Sehr geehrter Herr Aigner,

    Vielen Dank für diesen wichtigen Artikel.
    Noch immer greift Müller die Aufklärer an, ohne je ein aufrichtiges Mitgefühl für die Opfer zu zeigen. Ein kalter Bürokrat wie aus einer anderen Zeit, der die Pfründe einer autoritären und diskriminierenden Organisation verteidigen muss.

    Zu manchen Kommentaren muss ich sagen, dass eine sachlichere, weniger aufgeheizte und persönliche Herangehensweise nötig wären, um vielleicht dem Niveau und Anspruch dieser Seite auch mal einen gewissen Respekt entgegenzubringen.

    Von den dümmlichen Provokationen von Leuten mit brauner Matsche in der Birne mal ganz zu schweigen.

  • Mathilde Vietze

    |

    Wir verehr’n unsren Bischof, den hohen Herrn
    er möcht‘ in der Kirche gern noch was werd’n.
    Drum glaubt er, daß es jeden freu‘,
    wenn er besonders romgetreu.
    Die Gläubigen hält er für dumme Schafe,
    er aufmuckt, den erreicht seine Strafe.
    Dabei gleichen seine Heldentaten,
    denen des Elefanten im Porzellanenladen.
    Das weiß inzwischen auch der Vatikan,
    weshalb man ihn dort auch nicht brauchen kann.
    Die Mehrheit der Diözese hätt‘ ihn gern los
    und überlegt, was machen wir bloß.
    Vielleicht wird er Gesandter an der Elfenbeinküste
    oder Gesandter in der Wüste.
    Für letztere Lösung ich empfehl‘
    ein besonders widerstandsfähiges Kamel.
    Ich reiste gerne durch das Land,
    mit der Sammelbüchse in der Hand.
    Mobilisierte freudig die halbe Welt,
    denn so ein Vieh, das kostet Geld.
    Doch wenn die Leute erführen, wofür wir’s verwenden,
    täten sie doppelt und dreifach spenden.
    Purpurbehangen reitet er dann
    und die Gläubigen treten eine Dankwahlfahrt an.

  • Pragmatiker

    |

    @Veronika: … Sie haben natürlich recht – aber bitte, hey: EIN Fehler (und noch dazu ein vergleichsweise harmloser) in einem Text, der aus > 3700 Zeichen bzw. > 600 Wörtern besteht – das ist SEHR WENIG! Ich kann Ihnen versichern: Selbst FAZ und SZ kommen nur selten auf solch niedrigen Fehlerraten.

    Und die hiesige Tageszeitung schafft derlei regelmäßig nicht annähernd (vor allem, nachdem sie ihre fest angestellten Korrekturleser schon vor Jahren abgeschafft hat).

    Wir sollten im Hinterkopf behalten (geht an die Adresse von KeWe), dass der Mann im RgbgDig-Hintergrund seinen Laden weitgehend alleine schmeisst – und dies offensichtlich wesentlich besser als vergleichsweise gutbezahlte Tageszeitungsredakteure.

  • Luna Schneck

    |

    hallo ihr alle, was hackt ihr hier auf rechtschreibfehlern herum. es geht um teils zerstörte kinder- und dann erwachsenenseelen, ganze familien die es in abgründe reisst. lest ihr eigentlich selbst was ihr schreibt?
    muß man großkotzakademiker sein um seine meinung kund tun zu dürfen. ich bins nicht. tschuldigung, dass ich mich trotzdem mitteile.
    müller ist für mich kein mensch, gefühllos, kalt, karrieregeil. jeder vorgesetzte eines lehrers der kinder missbraucht hat, muß seinen hut nehmen, wenn er den täter still und heimlich versetzt und dieser wissentlich wieder auf kinder losgelassen wird. aigner ist sicher kein kirchenhasser, er hatte, wie auch ich, das große vergnügen mit dieser katholischen kirche regensburg näher zu tun zu haben. es wird sofort versucht einen einzuschüchtern. lügen, heuchelei, scheinheiligkeit so habe ich kirche mein ganzes leben gesehen und erleb sie weiterhin ständig, zumindest hier, so.
    ein gewalttätiger pfarrer sitzt auch seit 09/2011 in seiner neuen pfarrei und ist dort sehr beliebt. uppppps, bekomm ich wohl wieder einen drohbrief vom rechtsanwalt !!! komisch in deutschland dürfen täter den ofpern den mund verbieten, die opfer dürfen aber den tätern nicht den mund verbieten. da stimmt doch was nicht … oder?
    meldet euch bei mir, geht sicher über stefan aigner, machen wir ne demo, ich bin sofort dabei.

  • Veronika

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    @Pragmatiker u.a.:
    Dies meinte ich ja mit meinem Kommentar zu KaWe, und Luna Schneck hat es wieder einmal (Danke!) auf den Punkt gebracht!

  • Corinna

    |

    @ Luna Schneck

    Man merkt immer wieder, dass ihr persönliches Problem mit ihrem Leben und ihr persönliches Problem mit der Kirche bei Ihnen keine sachliche und wertungsfreie Diskussion zulässt. Wo bitteschön muss ein Direktor gehen, wenn einer aus dem Lehrerkollegium ein Kind missbraucht?

    Und was ich wirklich krass finde, ist, dass sich unter den Kommentatoren in ihrem ihrem “ Der Bischof ist scheiße“- Wahn keiner darüber aufregt, dass Herr Aigner schreibt, dass das vergewaltigen und der Missbrauch der Kinder nicht das eigentliche Problem ist, sondern das Vertuschen!!! Gehts noch? Das heißt, man darf Kinder missbrauchen und vergewaltigen, solange der Arbeitgeber des Täters dieses immer sofort zur Anzeige bringt oder wie??????

  • Pragmatiker

    |

    „Wo bitteschön muss ein Direktor gehen, wenn einer aus dem Lehrerkollegium ein Kind missbraucht?“

    – Naja, meine liebe Corinna… falls dieser fiktive Direktor dafür sorgen würde, dass der Übeltäter sein Treiben munter anderswo fortführen kann, während ebendieser Direktor stillschweigend zum langjährigen Mitwisser der Übeltaten wird – spätestens dann wäre er wohl nicht mehr haltbar. Oder was meinen Sie?

  • Pragmatiker

    |

    Liebe Corinna,
    Sie beziehen sich in ihrem Furor vermutlich auf diese Passage im Artikel:

    „Mit seiner Aussage lenkt Müller auch vom eigentlichen Skandal ab. Nicht, dass Priester Kinder und Jugendliche vergewaltigt, geprügelt und gedemütigt haben, ist dessen Kern, sondern das bewusste Verschweigen dieser Straftaten. “

    Das kann man zu Ungunsten Aigners missverstehen (muss man aber nicht).

    Ich verstehe diese Passage jedenfalls NICHT so, dass Aigner die Taten verharmlosen oder entschuldigen würde. Wer Aigner so etwas Absurdes vorwirft, der wirft dem Regensburger OB wohl auch vor, er sei ein Parteigänger der Grünen, weil er Hans S. schon mal im Hofbräuhaus beim Salatessen beobachtet hat.

  • corinna

    |

    naja, das würde vermutlich daran scheitern, dass natürlich und zurecht vorher die Eltern der Kinder soviel Radau machen, dass es nicht soweit kommt.
    nur komisch, gerade im “ Fall“ Riekofen war das nicht der Fall. Wenn man von “ Vertuschung“ spricht, sollte man der Fairness halber aber alle Vertuscher anprangern.

    Es nützt den missbrauchten Kindern aus Riekofen nichts, wenn mutter Treimer aus Viechtach JETZT durch alle Talkshows dieser Welt tingelt und vor dem bösen Pfarrer warnt, hätte sie das mal 5 Jahre eher gemacht wäre es nämlich auch nicht dazu gekommen. Aber lieber erst mal schön Schweigegeld oder sonstwas abgrasen und wenn der Topf leer ist dann sämtliche Auftrittsgagen einsacken oder wie?

    Das soll jetzt das Verhalten sämtlicher Entscheidungsträger nicht beschönigen, sicher nicht, aber wenn ichs selber besser machen kann, mach ichs besser und bin nicht so feige wie gewisse Entscheidungträger selber, ärgere mich aber dann gleichheit über die Feigheit und Vertuschung der Kirche, oder?

    Ahja, und bevor jetzt andere (Luna Schneck oder sonstwer) mit “ die Kirche schüchtert aber solche Menschen ein blabla“ ankommen, würd ich mal sagen: Wenn das Wohl von anderen, fremden Kindern in Gefahr ist, wäre mir das herzlich egal! Man muss auch Prioritäten setzen! Und grad die Viechtacher Familie sind doch eh allesamt ausgetreten, gehen nicht auf eine kirchliche Schule, arbeiten nicht in einem kirchlichen Betrieb etc etc von daher könnten ihnen etwaige „Drohungen“ seitens der Kirche sonstwo vorbeigehen…

  • Corinna

    |

    @ Pragmatiker “Mit seiner Aussage lenkt Müller auch vom eigentlichen Skandal ab. Nicht, dass Priester Kinder und Jugendliche vergewaltigt, geprügelt und gedemütigt haben, ist dessen Kern, sondern das bewusste Verschweigen dieser Straftaten.

    ich seh das eben anders. Ich lese hier heraus, dass der “ der Kern“ des “ eigentlichen Skandals“ nicht, das ist, dass „Priester Kinder und Jugendliche vergewaltigt, geprügelt und gedemütigt haben“, sondern “ das bewusste Verschweigen dieser Straftaten“. So lese ich das.

    Der Skandal am sog “ Missbrauchsskandal“ ist also nicht der Missbrauch selber, sondern dessen Vertuschung

  • Hans

    |

    @corinna

    Das glaube ich lesen Sie ganz richtig.

    Oder war es Ihnen neu, dass es häufiger „Übergriffe“ von Geistlichen auf Kinder und Jugendlich gegeben hat und gibt? Waren Sie total überrascht, als das herauskam? War überhaupt jemand überrascht?

    Neu waren zwei Dinge: Das endlich öffentlich darüber geredet wurde. Und die vielen Fälle, bei denen eben herauskam, wie die Vorgesetzten ihre Priester gedeckt und Opfer (mit Geld und sozialem Druck) zum Schweigen gebracht haben. Das war, neben dem andauernden Skandal, der „eigentliche Skandal“. Punkt. Ihre Empörung über diese Textpassage ist scheinheilig.

  • Luna Schneck

    |

    Liebste frau corinna, mit ihren oberflächlichen aussagen machen sie uns ihre kirche und ihre kirchlichen kollegen oder vorgesetzen nicht sympatischer. fakt ist, verbrechen bleiben verbrechen, fakt ist, weiterhin wird gedroht, eingeschüchtert, versetzt. ürigens zu ihrer beruhigung, nicht nur „in ihren augen wohl dumme“ opfer werden eingeschüchtert sondern auch die geistlichen. etliche sind so ausgebrannt, dass sie plötzlich verschwinden, zusammenbrechen. dann werden sie in kirchlichen einrichtungen sozusagen kirchlich wieder aufgebaut, das heißt gehirnwäschen werden wieder durchgeführt und die psychisch labilen typen stehen irgendwann wieder vor ihren altären vollbringen ihre seltsamen rituale und schwätzen die gedanken von müller nach. denn das müssen sie.
    zu mir, klar erzähl ich von dem was mir passiert ist, ist ja auch sinnvoll. aber sie müssens ja besser wissen. informieren sie sich erstmal über traumaverarbeitung, posttraumatisches belastungssyndrom bevor sie hier dummheiten verbreiten. aber was soll man von kirche erwarten, sicher kein mitgefühl und wohl auch keine nächstenliebe. meine kollegen waren und sind geistliche. bin mit geistlichen aufgewachsen. meine erfahrungen und erlebnisse beziehen sich nicht auf eine begebenheit, sondern auf jahrzehnte. ihre aussage zu familie und mutter traimer ist erbärmlich.

  • H. Müller

    |

    @corinna

    Ist Ihnen eigentlich klar, dass Sie sich mit Ihrem an Luna Schneck gerichteten „…dass ihr persönliches Problem mit ihrem Leben und ihr persönliches Problem mit der Kirche bei Ihnen keine sachliche und wertungsfreie Diskussion zulässt“ erheblich im Ton vergreifen?
    Wenn L.S. ein solches durch kirchliche Täter verursachtes Problem hätte, was Sie und mich aber überhaupt nichts angeht, dann wäre dies nur eine weitere Demütigung eines Opfers.
    Womit wir genau wieder bei Müller und seinem Seelen-Klau-Verein wären, die Sie ja hier verteidigen wollen.
    Zur Frage, was schlimmer ist, Missbrauch oder Vertuschen, muss ich sagen: geht’s noch?
    Die Vertuschung war ja eben der Grund, warum Jahrzehnte (Jahrhunderte?) lang der Missbrauch möglich wurde. Und somit Systemimmanent. Auf welcher Seite stehen denn da Müller und Konsorten?

  • Dubh

    |

    Corinna: „Es nützt den missbrauchten Kindern aus Riekofen nichts, wenn mutter Treimer aus Viechtach JETZT durch alle Talkshows ……“

    JETZT ist der Sohn kein Kind mehr und hat seine Meinung geändert – sind Sie in der Lage das zu begreifen?

    SIE aber würden sich locker über den ausdrücklichen Wunsch Ihres Kindes den Missbrauch nicht öffentlich zu machen/anzuzeigen hinwegsetzen?!

    Tja, wenn man die (eigenen) Kinder nicht respektiert, und sie bedenkenlos allem aussetzt was folgt, auch wenn sie das nicht wollen und zu recht fürchten………
    Aber dann kann man freilich behaupten nicht feige zu sein, ob es den Kindern noch mehr schadet, wäre Ihnen ja offenbar wurscht.

    Ansonsten nützen den missbrauchten Kindern aus Riekofen Ihre sinn- und inhaltsleeren Anfeindungen gegen einen Journalisten, der sich nicht einschüchtern ließ und die Mutter eines Opfers sicher ganz besonders!

  • Corinna

    |

    ehm ja ganz genau, es war ausdrücklich wunsch des KINDES von frau treimer nichts zu sagen. warum gab es dann aber monatelang die diskussion, ob es sich nun um ein schweige-oder sonstwasgeld gehandelt hat? wenn es nur der wunsch des buben war, zu schweigen, warum nimmt die mutter dann noch geld von der kirche, hm??? warum berichtet herr aigner ständig vom schweigegeld, dass gezahlt wurde, wenn die mutter ohnehin geschwiegen hätte???

    und auch wenn es so gewesen sein sollte, was ich nicht glaube, nimmt die mutter dennoch in kauf, dass andere kinder in gefahr kommen wenn sie nichts sagt und macht sich mitschuldig.

    und ganz genau, das leben von frau luna schneck geht uns alle nichts an, seh ich genau so, leider tritt sie es doch selber in sämlichen postings breit. ich habe mich auch nicht über sie lustig gemacht oder ähnliches was mir hier unterstellt wird sondern einfach darauf hingewiesen, dass mit ihr keine sachliche diskussion möglich ist und sie nich tobjektiv ist in ihrem hass auf die kirche ( der wo auch immer herkommt). sie bezeichnet doch sämtliche geistliche als psychisch gestörte labile personen die irgendwo eingesperrt sind und die am altar „seltsame rituale“ vollbringen. da soll mir doch mal einer sagen, dass das objektiv ist. und sorry dass ich mich als katholik angegriffen fühle wenn ständig sämtliche geistliche oder die kirche an sich über einen kamm geschwert werden bzw ich mir als christ unterstellen lassen muss dass ich in einer „kinderschänder-sekte“ oä bin und dass der gottesdienst nur „seltsame rituale“ sind. mit den katholiken kann mans ja machen. bin mal gespannt ob einige sich hier trauen würden dasselbe über muslime oder juden zu sagen, dann wär aber was los…

  • Veronika

    |

    @Corinna: Danken Sie Gott, dass Sie nicht in die Situation gekommen sind, die Luna Schneck, aber auch diese Frau Treimer und deren Sohn erleben mussten! Ich verstehe durchaus, dass man hier – auch wenn es den umstehenden Personen auf den Geist gehen dürfte – nicht mehr schweigen mag. Warum die Frau Geld genommen, und geschwiegen hat?
    Ganz einfach, weil Geistliche es so an sich haben (Ich kenne nunmehr bis zu sog. „höchsten Geistlichen im Vatikan“ genug Priester!), dass diese einem sogar bei eigener Verfehlung noch Positives einreden, und einem ein Einlenken nahelegen können. Der Begriff „Seelsorger“ besagt, was Geistliche grds. für Fähigkeiten haben müssen. Diese kann man positiv, aber auch negativ verwenden. Verherrend für die gesamte Kath. Kirche ist aber, dass hier immer noch geschwiegen wird, und die Priesterausbildung nicht der Allgemeinheit offen gelegt wird. Mir ist da eine Sache eines „Diakon Gehr“ bekannt, über den ich im Internet gelesen hatte. Der wurde gegängelt, weil er in Regensburg promovieren wollte, bis er das Handtuch warf, und aus der Kirche austrat. Andere dagegen konnten acht Jahre – bis der Prof. auf dem Sterbebett lag – promovieren, und sind jetzt sogar für solche Personalien zuständig, die hier mit einem ehem. Pfarrer Peter K. immer noch Probleme bereiten. Wo solche Leute Personalchefs sind, da wundert mich überhaupt nichts!

  • Pragmatiker

    |

    Liebe Corinna, in einzelnen Punkten mögen Sie ja recht haben.
    Sie sollten aber nicht vorschnell über die betreffende Mutter urteilen, ohne diese und die Situation wirklich gut zu kennen. Ganz ehrlich: Mich nervt ihr TV-Hopping auch etwas, und ich würde es in der selben Situation wohl auch nicht so machen (oder doch?-wer weiß!) – aber wer von uns kennt schon die Hintergründe in allen Details? Vielleicht gibt’s ja triftige Gründe, die derlei Verhalten rechtfertigen. Daher vielleicht nicht vorschnell jemanden verurteilen, der in einer Krisensituation in Ihren Augen nicht adäquat reagiert.

    – Und warum – wie Sie vorhin fragten – die mutter in kauf nimmt, dass andere kinder in gefahr kommen wenn sie nichts sagt und sich dadurch mitschuldig macht?
    – Nun ja, vielleicht ist genau dies eben eine Erklärung für ihr späteres, derzeitiges Verhalten. Dass sie ihr langes Schweigen eben – mit zeitlichem und damit innerlichem Abstand – vielleicht doch quasi gutmachen bzw. revidieren möchte. Aber dies ist eben pure Spekulation, also lassen wir das doch.

    „sorry dass ich mich als katholik angegriffen fühle wenn ständig sämtliche geistliche oder die kirche an sich über einen kamm geschwert werden“

    – Nun ja, aus ganz persönlicher Erfahrung muss ich leider sagen, dass auch ich – trotz mehrfachem Versuchs, mit der Kirche (kleiner Ortsteilpfarrer bis hin zu Müller und Ratzinger) in einen Dialog zu treten (ich war über das aggressive Verhalten gegenüber missliebigen Journalisten mehr als erstaunt und wollte schlicht erfahren, wie die KK damit und dem Gesamtkomplex umgeht) – kein einziges Mal eine Reaktion irgendwelcher Art erhalten habe. Es kam auf meine mehrfachen schriftlichen Kontaktaufnahmen kein einziges Mal eine Entschuldigung/Rechtfertigung/Erklärung/Gesprächsangebot/Dialog/sonstwas.

    Nur Schweigen. Gegenüber mir kleinem Schäflein.

    Dass die Kathol. Kirche es nicht für nötig befindet, einem ihrer Mitglieder (damals war ich das noch) auch nur zu antworten, spricht nicht für sie, aber irgendwie dafür, dass Luna Schneck – bei aller spürbaren und unsachlich daherkommenden Verbitterung – irgendwie doch recht hat.

  • Dubh

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    Corinna: „ehm ja ganz genau, es war ausdrücklich wunsch des KINDES von frau treimer nichts zu sagen. warum gab es dann aber monatelang die diskussion, …………“

    Sie haben also die gesamte Story nicht kapiert, tja, da kann man dann nichts machen, nicht wahr?
    Die Diskussionen über Schweige – oder sonstwas Geld verdanken sie Ihrem Bischof Müller, gute Frau, der hat deswegen u.a. gegen Herrn Aigner geklagt – und doppelt verloren!

    „und auch wenn es so gewesen sein sollte, was ich nicht glaube, nimmt die mutter dennoch in kauf, dass andere kinder in gefahr kommen wenn sie nichts sagt und macht sich mitschuldig…..“

    Das glauben Sie also nicht?
    Nun ich hörte das den Sohn selber sagen im TV – aber der ist wohl auch nicht glaubwürdig für ach so gute KatholikInnen wie Sie ?

    Siehe heutigen Artikel

    Jaja, wie immer – römische KatholikInnen voll der Nächstenliebe, die nur Gutes über jeden reden…………..ganz wie Sie.

    Das hat mir schon als Kind am besten am römischen Katholizismus gefallen – Gift und Galle über jeden auszuschütten, der/die nicht stromlinienförmig gut katholisch hirnlos alles aber auch wirklich alles mitmacht, was die Kirche/ der Pfarrer anschafft.

    Diese Häme und Bösartigkeit von ganz besonders guten KatholikInnen – einfach klasse!
    Ich fragte mich schon als Kind, ob die ihren Gott denn nicht fürchten, oder am Ende gar nicht an den glauben – wie sonst könnte eine angebliche Religion der Nächstenliebe soviel Bösartigkeit produzieren – es sei denn man bleibt halt doch immer beim AT Gott, der ja seinen eigenen Sohn umbringt aus lauter Menschenliebe……….

    „und die am altar “seltsame rituale” vollbringen. da soll mir doch mal einer sagen, dass das objektiv ist. und sorry dass ich mich als katholik angegriffen fühle wenn ständig sämtliche geistliche oder die kirche …………“

    Schön doch, dass Sie es selber so klar und eindeutig äußern, worum es IHNEN einzig und allein in Wirklichkeit geht: Um nichts anderes als die Schuld wo auch immer hinzuschieben – nur die RK hat nicht das geringste damit zu tun – und wiederum ganz klassisch römisch katholisch – die Mutter!
    Jaja, Väter gibt es sowieso keine die in punkto Kinder verantwortlich wären – schon gar keine Kirchenväter………………

    Tja und glauben Sie es mir, ritualisierten Kannibalismus als ein Hauptritual haben meines Wissens weder Juden noch Muslime anzubieten, nicht einmal Protestanten – nicht jede Sekte isst ein Drittel ihres Gottes regelmäßig leibhaftig auf, das darf man doch seltsam finden, wie man auch Leute die so etwas ernsthaft glauben seltsam finden darf.
    Davon abgesehen, dass „seltsam“ doch ausgesprochen milde ist, gegenüber der Häme und Bösartigkeit die Sie und Gleichgesinnte so zu bieten haben.

    Das kenn ich allerdings von Juden und Muslimen nicht persönlich, es mag allerdings bei ultraorthodoxen Juden und radikalen Muslimen auch so sein.
    Alle Fundis aller Religionen fühlen sich ja permanent schwer angegriffen, wenn jemand ihr Zeug auch nur einfach nicht glaubt, geschweige denn was dagegen sagt.

    Bei römischen Katholiken allerdings gibt es ja nur radikale Fundamentalisten – sonst nämlich sind die längst automatisch exkommuniziert – auch wenn sie es nicht checken – das dürften dann heutzutage niedrig geschätzt gut 90% der in Deutschland noch eingeschriebenen römisch Katholischen sein.

    Dass Sie einer Kinderschändersekte angehören ist übrigens objektiv sachlich falsch, einer Sekte, die Kindsmissbraucher seit Jahrzehnten, um nicht zu sagen Jahrhunderten, systematisch schützt, und den Missbrauch ebenso systematisch vertuscht, und dadurch erneut anderenorts sogar den selben Tätern wieder die gleichen Taten ermöglicht, ist aber sachlich richtig.
    Desgleichen, dass die Opfer nicht der Rede wert sind, und am liebsten sie selber oder deren Mütter – oder wer auch immer – zu Tätern gemacht werden – was wiederum bei jeglichem sexuellen Missbrauch, wo und durch wen immer dieser stattfindet, gern allseits angewandt wurde und wird, und bis weit in die 1980er Jahre hinein allgemein bestens funktioniert hat.

    Schuld tragen aber die Täter und die Organisation die genau diese Täter warm in ihrem Schoße belässt und hütet, damit deren weitere Täterschaft befördert, und der die Opfer sowieso vollkommen egal sind, ganz wie Ihnen – und DAS allerdings ist dann das speziell römisch katholische an dem Skandal.

  • Veronika

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    Da ich mir diesen Artikel nun noch einmal durchgelesen habe, noch etwas ganz Schönes:
    „Hier gibt Müller seinen altbekannten Sermon ab: „Die Verantwortung trägt der Täter.““
    Wieso hat dann die Kath. Kirche den Tod Jesu bis zum heutigen Tag „allen Christen in die Schuhe geschoben“? Täter waren die damaligen Hohepriester (Pharisäer und Schriftgelehrte), die deren von Rom (vom Staat) gegebene Pfründe behalten wollten, und Herodes instrumentalisierten. Da kommt man ganz ohne „Weltanschauungsvorwürfe“ aus, es ging einfach nur – wie heute??? – um Macht und Besitzstandswahrung. So würde es wohl ein/e AtheistIn dem Bischof vor die Füsse werfen, und dieser würde … schweigen und nicht antworten!

  • Hans-Adolf Herrmann

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    @ Veronika 16.02.12, 11.47h
    „Wieso hat dann die Kath. Kirche den Tod Jesu bis zum heutigen Tag ‚allen Christen in die Schuhe geschoben‘? Täter waren die damaligen Hohepriester (Pharisäer und Schriftgelehrte) …“
    Ja, was ist denn das, Epochales?
    Haben Sie etwa an der katholischen Fakultät der Uni Regensburg Theologie studiert? Oder vielleicht an der entsprechenden Fakultät der Uni Tübingen?
    Melden Sie sich unverzüglich in der hiesigen Synagoge und auch im Priesterseminar Herz – Jesu in Zaitzkofen mit Ihrer epochalen Erkenntnis.

  • Dubh

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    Ich bin auch voll geplättet ob derartig epochaler Erkenntnisse – sprachlos sozusagen!

  • Corinna

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    @ Dubh

    Gääähn, Ihr wirres Zeug langweilt mich. Sie haben in ihrem Schwall an Kirchenhass mir immer noch nicht plausibel erklären können, warum die gute Frau ihr Maul gehalten hat.
    Ich wiederum habe nirgendwo geschrieben dass ich Vertuschungen seitens der Kirche gut heiße, sie aber heißen die Vertuschung von Talkshow-Tingel-Treimer gut, na Prost Mahlzeit! Jeder, der Missbrauch vertuscht und verschweigt macht sich mitschuldig, da ist die gute Frau keinen Funken besser. Und ich bleib dabei, auch wenn Sie mir auch hunderte von noch so seltsamen Gegenargumenten liefern, warum es recht und billig ist, bei Missbrauch nichts zu sagen und sagen zu müssen, wenn man nur kein Priester ist….

    Und zu ihrer „Kinderf…-Sekten“-Bezeichnung, an der Sie weiterhin beharren: Ich unterstelle Ihnen einfach mal eventuelle fehlende Bildung, hätten Sie im Lateinunterricht gelernt, was “ secare“ bedeutet, wüssten Sie, das die Kirche schon rein etymoligisch nicht als “ Sekte“ bezeichnet werden kann…

  • Pragmatiker

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    „Sekte (von lateinisch secta ‚Partei‘, ‚Lehre‘, ‚Schulrichtung‘) ist eine ursprünglich wertneutrale Bezeichnung für eine philosophische, religiöse oder politische Gruppierung, die sich durch ihre Lehre oder ihren Ritus von herrschenden Überzeugungen unterscheidet und oft im Konflikt mit ihnen steht. Insbesondere steht der Begriff für eine von einer Mutterreligion abgespaltene religiöse Gemeinschaft.“

    — Tja, liebe Corinna, das nennt man wohl klassisches Eigentor Ihrerseits. Nach dieser allgemein anerkannten Definition von „Sekte“ ist die katholische Kirche eindeutig eine Sekte – egal, ob man jetzt Altkatholik, Jude oder schlicht ein aufgeklärter Bürger des 21. Jahrhunderts ist, dessen herrschende Überzeugung eher auf Charles Darwin als auf einer Legende von sieben Schöpfungstagen beruht…

  • corinna

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    Tja Pragmatiker, Sie haben wohl auch noch nie einen Stowasser oder ähnliches in der Hand gehabt. Und kleiner Tipp: wikipedia gilt bei Akademikern sicherlich nicht als ernstzunehmende Quelle. Von daher netter Versuch, aber das nächste mal vielleicht nicht einfach blind copy und paste machen.

    Man bringt eigentlich schon 5.-Klässlern im Lateinunterricht bei, dass das Wort “ Sekte“ von lat. “ secare“ kommt, was u.a. “ sich absondern“, “ abschneiden“ heißt. Man bezeichnet damit die ganzen Untergruppierungen, die sich von den großen Weltreligionen absondern und abspalten.

    Ich wüsste nicht, von was sich die Katholische Kirche hätte zu Ihrer Entstehung bitte abspalten sollen, es gibt sie ja bereits seit 2000 Jahren.

    Also, ich würde mal sagen, selber Eigentor, und das nächste mal vielleicht einfach mal einen Stowasser, einen Langenscheidt oder ein Etymologisches Wörterbuch zu Rate ziehen und sich selbst bilden. Wikipedia macht jetzt nicht wirklich einen guten Eindruck…

  • Pragmatiker

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    Liebe Corinna, wenn Sie schon Haare spalten wollen anstatt aufs traurige Thema des Artikels zurückzukommen – gut, spalten wir: Jesus war, falls es ihn gab, Jude.

    Preisfrage: Von welchem Glauben hat sich die von ihm gegründete Kirche abgespalten? (lassen wir mal hintangestellt, ob er überhaupt eine Kirche o.ä. gründen wollte).

    PS: „Einen Stowasser“ hatte ich noch nicht in der Hand. Wir hatten die Schulbücher anderer Verlage. Allerdings bin ich nach dem Abschluss und insgesamt 8 Jahren Latein nicht auf dem Schulwissen stehengeblieben, liebe Corinna.
    – Nicht jeder hier hat es allerdings nötig, andauernd und aufdringlich mit angeblichem Hintergrundwissen zu protzen. Si tacuisses, amabilis mansisses.

  • Neues von der …-Sekte – Der Schockwellenreiter

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    […] Verschweigen, vertuschen und versetzen: Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller hat sich gegenüber der Nachrichtenagentur dpa — wieder einmal — zum Mißbrauchsskandal geäußert. Seine Aussagen sind bemerkenswert. Bemerkenswert unverschämt. Findet regensburg-digital. Und ich kann mich dieser Einschätzung nur anschließen. Teilen:Verschweigen, vertuschen und versetzen: Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller hat sich gegenüber der Nachrichtenagentur dpa — wieder einmal — zum Mißbrauchsskandal geäußert. Seine Aussagen sind bemerkenswert. Bemerkenswert unverschämt. Findet regensburg-digital. Und ich kann mich dieser Einschätzung nur anschließen. […]

  • Immanuel K. Anti

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    @corinna

    Dass die Wikipedia „unter Akademikern“ nicht als ernstzunehmende Quelle gilt, kann man durchaus so sagen. Aber man muss dazu anmerken, dass dies für alle Enzyklopädien gilt. Im Lesesaal steht der Brockhaus, aber der dient nur dazu, sich kurz über etwas fremdes schlauzumachen, also z.B. beim Lesen eines Fachbuchs oder Artikels einen Begriff, der einem nicht geläufig ist, nachzuschlagen. Wer daraus zitiert, macht sich lächerlich, das stimmt.

    Die Qualität des Inhalts in Frage zu stellen hat sich längst erübrigt. Hierzu hat man Fachleute (Professoren) aus unterschiedlichen Gebieten Artikel aus Brockhaus, Bertelsmann usw. mit den Einträgen der Wikipedia vergleichen lassen. Das Ergebnis war, dass die Wikipedia im Detail die gleiche Anzahl an Fehlern wie die gedruckten aufwies, aber durch die Bank aktueller war. Ja, in Enzyklopädien finden sich Fehler! Das liegt hauptsächlich daran, dass die Redaktionen nicht alles lesen können, was zu allen Fachgebieten publiziert wird. Und im Allgemeinen sind es nur kleine, nur für Spezialisten wirklich auffällige.
    Dass sich die Erde um die Sonne dreht, steht da wirklich nicht.
    Die gedruckte Ausgabe habe ich längst entsorgt, aber wenn Sie nachforschen wollen, wurde das etwa 10/2004 in der c’t veröffentlicht (suchen Sie auf heise.de), der Artikel steht leider nicht online – aber Fachzeitschriften werden halt immer noch auf Papier ausgeliefert. Die Unibibliothek hat sicher ein Exemplar, sollten Sie zweifeln.

    Ich habe den starken Eindruck, dass Sie den Wikipedia-Artikel zu „Sekte“ nicht einmal überflogen haben. Dort stehen unter „Begriffsgeschichte“ ca. zwei getippte A4 Seiten, die durch sechs Fussnoten belegt werden.

    Auch sehr aufschlussreich ist das Wiktionary, da erhält man einen schnellen Überblick und kommt, wenn man nicht genug hat, zum DWDS-Wörterbuch mit Etymologie, aktuellem Referenzkorpus etc. und kann sich darauf berufen, dass ein Projekt der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften durchaus auch im akademischen Kontext zitierfähig ist. Wenn man copy & paste dann noch für unsportlich hält und ein Eigentor fürchtet, kann man es ja erst ausdrucken und dann nochmal abtippen.

  • Veronika

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    @Hans-Adolf Herrmann:
    Habe ich Ihnen irgendwas getan, oder wieso verweisen Sie mich nach Zaitzkofen oder auf die theologische Schiene.
    Noch mal zur Erklärung: Meine Darstellung ist kaum epochal, aber eben dahingehend, dass die Kath. Kirche grds. einmal der gesamten Christenheit die Schuld für etwas gibt, was realiter Wenige in deren Amtseigenschaft verschuldet haben.
    Daraus folgt für mich, dass die Kath. Kirche als Institution gefälligst deren institutionellen Probleme auch innerhalb deren „Amtsträger“ klären, und nicht die Gesamtheit der sich zur Kirche gehörig fühlenden Personen belästigen soll. Noch mal: Ich sehe Pharisäer und Schriftgelehrte hier nicht in deren (damaliger) Religionszugehörigkeit im jüdischen Glauben, sondern ganz allgemein als „religiöse Amtsträger/ Amtsträger einer Religion“. Solche „religiösen Amtsträger“ – gleich welcher Weltanschauung können grds. immer wieder Schaden anrichten, wenn sich diese zu sehr mit Staatswesen verbünden!

  • Veronika

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    @Dubh: Verstanden? Hoffentlich, denn eigentlich habe ich dieses „Wer hat Jesus umgebracht?“ eigentlich satt. Es ist nur einmal zu erwähnen, weil es eben nicht die damalige Bevölkerung war, sondern „Amtsträger/ religiöse Amtsträger“, die das zu derem eigenen persönlichen, egoistischem Wohl, vom damaligen Staat bewerkstelligen liessen. Also hier nix mit „altem Ritus“, Pius X.-Bruderschaft. Einfach nur die mir vielleicht im Post etwas missglückte Konkretisierung damaliger wie heutiger Sachlagen, und die Hoffnung, dass wir bald einen wirklich säkularen Staat bekommen.

  • gabbel

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    @Alle
    Auch meine Meinung…
    Es ist ein Skandal, mir tun alle die Opfer leid, welche Übergriffe erleiden müssen oder haben.
    Ja dadurch werden ganze Leben zerstört, denn jeder trägt seine Vergangenheit als Rucksack und die Last traumatischer Erlebnisse wiegt schwer.

    Es ist eine Frechheit sich über Rechtschreibefehler aufzuregen und so die Täter indirekt in Schutz zu nehmen, weil dadurch nicht mehr über den eigentlichen Sachverhalt gesprochen werden kann.

    Die Privilegien der etablierten Sekten müssen weg.
    Das erste Mal, als mir meine Entscheidungsfreiheit genommen wurde, war als ich getauft wurde.
    Ich finde, dass jeder seinen spirituellen Weg selbst gehen soll, dies ist echte Freiheit.

    Die Täter und Mittäter sollen nach den Gesetzen der jeweiligen Länder verurteilt werden.
    Sexuelle Übergriffe dürfen nicht verjähren.
    Priester sind Menschen und müssen vor Gesetz die gleichen Strafen wie „normale Bürger“ erwarten.

    Ich finde das vertuschen ein Skandal, jeder der vertuscht trägt meiner Meinung eine Mitverantwortung.
    Beispiel: In einem Mordfall werden die Leute welche den Mord ermöglichten ja auch der Beihilfe angeklagt.

  • Pragmatiker

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    Lieber Immanuel K. Anti, liebe Corinna, liebe sonstige Akademiker-Kollegen,

    jaja, die schlauen Akademiker und der Besuch einer Hochschule als Maß für das Gewicht eines Arguments… – ich denke ja, dass Sie’s gar nicht so meinen – trotzdem möchte ich hier mal ein paar akademisch geblidete Personen in die Runde werfen, denen man vielleicht nicht alles abkaufen sollte:

    – Kary Mullis (US-Biochemiker; 1993 Nobelpreis für die Entwicklung der PCR; Sympathisant der Astrologie; glaubt, dass er einst von Ausserirdischen entführt wurde und leugnet, dass HIV etwas mit AIDS zu tun hat);

    – Radovan Karadžić (ehem. Präsident Serbiens; Studienabschluss 1971 als Doktor der Medizin, danach Karriere als Psychiater (er therapierte u.a. Spieler des FC Barcelona); zuständig für hunderte Morde in den Jugoslawienkriegen; arbeitete bei seiner Festnahme 2008 als esoterischer Wunderheiler in Belgrad);

    – Otto Rössler (Professor für Physikalische und Theoretische Chemie in Tübingen; einer der Pioniere der Chaosforschung; glaubt dass der LHC bei Genf künstliche Schwarze Löcher erzeugt, welche die gesamte Erde verschlingen werden);

    – Ryke Geerd Hamer (Studium der Humanmedizin und der evang. Theologie an der Uni Tübingen; Promotion 1963; Antisemit, Verschwörungstheoretiker und AIDS-Leugner, der z.B. Krebs-Erkrankungen als “ Teil des natürlichen Heilungsprozesses“ bezeichnet).

    Diese Reihe ließe sich beinahe endlos fortführen. Falls es jemand wünscht, mache ich das gerne.

    Oh, es gibt auch viele, viele vernünftige Akademiker, keine Frage! Diese zeichnen sich allerdings durch das Gewicht ihres Wortes aus und nicht dadurch, dass sie andauernd lauthals kreischen „Ich bin aber doch AKADEEEMIKER!!! Und habe das LATIIIINUM!!“

    Mein Schreiner ist übrigens kein Akademiker. Er hat Hauptschulabschluss und baut wunderschöne Möbel. Er kann logisch denken und ist verstandesmäßig mehr auf der Höhe als so mancher Akademiker.

  • Immanuel K. Anti

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    @Pragmatiker
    Hätte ich das, was ich meine, in wenigen Worten gesagt, wär es sicher sehr grob rübergekommen.

    Doktortitel kann man kaufen, eine Gesellenprüfung nicht. Aber auch das hat rein garnichts mit dem Bischof zu tun.

  • Dubh

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    Veronika:“Daraus folgt für mich, dass die Kath. Kirche als Institution gefälligst deren institutionellen Probleme auch innerhalb deren “Amtsträger” klären,“

    Genau das tut sie doch seit Jahrzehnten, Jahrhunderten insbesondere auch bei sexuellem und sonstigem Missbrauch – DAS nennt man dann Vertuschung!
    Blöd dann wenn das Thema doch mal öffentlich aufgegriffen wird.
    Ich frage mich wirklich, wovon zum Teufel Sie reden!

    Wie auch hier:
    „dass die Kath. Kirche grds. einmal der gesamten Christenheit die Schuld für etwas gibt, was realiter Wenige in deren Amtseigenschaft verschuldet haben.“

    Hä, wo gibt die Katholische Kirche ausgerechnet der Christenheit die Schuld für den „Gottesmord“?

    Sie bzw. Christen des 1. JH n.u.Z. schieben diesen den Juden in die Schuhe, wie Sie meine Gute – das ist die „Erfindung“ des Antisemitismus – VERSTANDEN?!

    Pilatus der römische Statthalter von Judäa ist nämlich eine historische Figur, über den weiß man allerhand.
    Pilatus war zu der Zeit der durchaus weltliche Amtsträger, der ALLEINE entschieden hat, wer hingerichtet wurde.

    „Die Hände in Unschuld waschen“ und eroberte und besetzte Völker, Amtsträger oder nicht, entscheiden lassen, DAS war NICHT römische Art!
    Das waren selbstherrliche Imperatoren, die Barbaren eroberten und besetzten, und der festen Überzeugung waren denen nur Gutes zu tun, und Widerständler oder „Störer“ wurden gnadenlos beseitigt – ganz wie heute………..

    Ein römischer Statthalter, der sich gegen religiöse Amtsträger besetzter Völker nicht hätte durchsetzen können, hätte den Job nicht lange behalten, Pilatus behielt den aber im Verhältnis ziemlich lange.

    Aber schön Veronika, dass Sie rein christliche Quellen für historisch bare Münze halten, und nicht mal checken, wie Sie damit dem christlich geschürten Antisemitismus das Wort reden.

    Dass dieser angeblich doch allmächtige Gott und Menschenerschaffer sich nicht anders zu helfen wusste, als sich selber seinen Sohn zu opfern, um die gesamte aber ach so pöhse Menschheit zu retten – DAS liebe Veronika wäre dann wiederum eine ganz andere Geschichte……………….

  • Dubh

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    Corinna:“Ich wüsste nicht, von was sich die Katholische Kirche hätte zu Ihrer Entstehung bitte abspalten sollen, es gibt sie ja bereits seit 2000 Jahren.“

    Vorher war also nichts und niemand?

    Ah ja, angeblich Latein gelernt, aber nicht mal zur Existenz von Römern, geschweige denn Juden vorgedrungen.
    Mehr Eigentor geht kaum!

    Religionsunterricht hatten Sie auch nicht?
    Auch der römisch katholische kommt mit Sicherheit nicht ohne Juden und jüdischen Glauben aus – zumindest doch als „Gottesmörder“………………

    Wie auch immer, selbst wenn „Sekte“ von „secare“ käme, was nicht der Fall ist, kann ich die Römisch Katholischen eindeutig Sekte nennen, davon abgesehen, dass ich es sowieso kann, was immer Sie sich einbilden zu wissen.

    Und noch was: SIE jedenfalls würde Wiki mächtig voranbringen in Ihren Kenntnissen von der Welt incl. Ihrem eigenen Glauben!

    Latein aus Wörterbüchern ist offenbar nicht der Bringer, und an Schulen auch nicht üblich.
    Sogar mit kleinem Latinum lässt sich ein gewisser nachhaltiger Einblick in die griechisch- römische Antike kaum vermeiden – was Ihnen offensichtlich vollständig gelungen ist.

    Vielleicht nehmen Sie wenigstens mal ne Bibel zur Hand, auch wenn sogar das bei römischen Katholiken gar nicht gern gesehen ist.
    Vielleicht können Sie dann das Rätsel, das Pragmatiker Ihnen aufgegeben hat doch lösen, obwohl…….

  • Pragmatiker

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    Die Chance, den Regensburgern die Peinlichkeit namens Müller künftig zu ersparen und sich selbst damit strategisch einen Gefallen zu tun, hat der Vatikan gestern nicht genutzt. Keiner der beiden neuen deutschen von insgesamt 22 neuen Kardinälen kommt aus Süddeutschland.

  • Veronika

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    @Pragmatiker: Sind wir doch froh, dass Bischof GLM wohl kaum Präfekt der Glaubenskongregation wird. Lieber in Regensburg als im Vatikan, wo er dann für die Weltkirche sprechen würde. Der zeitweilige Ersatz, der in Regensburg die Diözese „verwesen“ würde, wäre ja wohl auch nicht das „Gelbe vom Ei“, oder?
    @Dubh: Vertuschen wäre dann noch leichter möglich, weil zu Regensburg ja bislang nicht viel geklärt wurde.
    Irgendwie wird doch immer wieder vorgegeben, dass Alle am Tod Jesu schuld sind, dabei waren es nur „Amtsträger“, nicht einfache Gläubige welchen Glaubens auch immer! Die „einfachen Gläubigen“ sitzen immer miteinander im selben Boot, während die Amtsträger der Kirche(n) vorgeben, für diese zu sprechen/ sprechen zu wollen.

  • Veronika

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    Hier http://www.bistum-regensburg.de/download/borMedia1385705.PDF ein 8seitiges Formular, welches ich auf der Diözesan-Homepage (Regensburg) gefunden haben. Will man da von Missbrauchsopfern nur Informationen abziehen, denn anders ist dieses Formular juristisch kaum zu werten.

  • Dubh

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    „@Dubh: Vertuschen wäre dann noch leichter möglich, weil zu Regensburg ja bislang nicht viel geklärt wurde.

    Hä?!

    Und nicht nur in Regensburg wurde nicht viel geklärt, DAS ist die allgemeine Praxis in der RKK.
    In Regensburg gibt man lediglich kaum vor anderes zu wollen.

    „Irgendwie wird doch immer wieder vorgegeben, dass Alle am Tod Jesu schuld sind, “

    NEIN – wird es SO nicht°!

    „dabei waren es nur “Amtsträger”, nicht einfache Gläubige welchen Glaubens auch immer! Die “einfachen Gläubigen” sitzen immer miteinander im selben Boot, während die Amtsträger der Kirche(n) vorgeben, für diese zu sprechen/ sprechen zu wollen.““

    Wenn Sie das nun noch dutzendfach wiederholen, wird es nicht richtiger.
    Pilatus war weder Christ noch jüdischen Glaubens, und um Glauben ging es dabei sowieso nicht mal am Rande.

    In der RKK allerdings zählt nur was der Vatikan als Glaubenslehre vertickt, und das gilt auch für Amtsträger.

    Haben Sie eigentlich irgendeine Ahnung, was die RKK anbetrifft?

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