Die Regensburger Domspatzen

Hitlers liebster Knabenchor

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Die erfolgreiche Propaganda-Tätigkeit des Domspatzen-Chors für das NS-Regime ist bestens belegt. Wahrhaben will man das in der Domspatzen-Gemeinde offenbar nicht. Zuletzt versuchte der ehemalige Regensburger Bischof gar, den Chor in die Reihe der NS-Opfer zustellen. Ein Überblick über das Engagement des Domchors in der Nazizeit und den späteren Umgang mit den eigenen Verstrickungen.

Ständchen für den Führer: Die Domspatzen 1936 auf dem Obersalzberg. Foto: privat

Als Reichskanzler Adolf Hitler am 22. Oktober 1933 Regenburg besuchte, setzte der Domkapellmeister Theobald Schrems alle Hebel in Bewegung, „um dem Führer ein Ständchen“ darbringen zu dürfen. Schrems wollte, dass die Buben seines Domspatzen-Chors in der Farbe des Regimes, in „Braunhemden“, auftreten. Nazi-Bürgermeister Otto Schottenheim unterstützte das Vorhaben von Chorleiter Schrems und fädelte einen Auftritt im Reichsaal ein, den Bischof Michael Buchberger bereitwillig absegnete. Vorgetragen wurde das Chorstück „Wach auf“ aus Richard Wagners Meistersingern.

Der ebenso schlichtes Braunhemd tragende „Führer“ war überaus angetan von den „Domspatzen“ in „Jungvolk“-Uniformen und bat prompt um eine Zugabe. Der Chor kam dem nach und bot daraufhin „Wo ist solch herrlich Volk“ von Johannes Brahms dar. Und weil´s so schön war, folgte auf ein Zeichen des Reichskanzlers hin als weiteres Stück „Schlaf mein Prinzchen“ von Mozart. Die Chorknaben seien „überglücklichen Herzens“ gewesen. Die Stunde des Auftritts und ihr Blick „in die ergriffenen Augen“ Hitlers gehöre „für alle Zeit zu den schönsten ihres Sängerlebens“ – so der Bericht der „Bayerischen Ostwacht“ von Oktober 1933.

Auch wenn der hier zitierte Artikel schwülstig erscheint, ist er in seiner Beschreibung des aktiven Engagements des Domchors für das Naziregime doch ungleich treffender als die gegenwärtige Schönfärberei der Chorverwaltung bzw. ehemaliger „Domspatzen“. Obgleich die Propagandatätigkeit des Domchors für Nazideutschland unter Domkapellmeister Schrems bereits vor 20 Jahren von Helmut Halter, dem Fachmann für Regensburg in der Nazizeit, kritisch bearbeitet wurde, scheint die Domspatzen-Gemeinde ihre eigene NS-Vergangenheit nicht wahrhaben bzw. umdeuten zu wollen.

Zuletzt hat der ehemalige Bischof Gerhard Müller anlässlich unliebsamer Medienberichte, die über körperliche Misshandlungen und sexuellen Missbrauch bei den „Domspatzen“ in den Jahren nach 1945 informieren, versucht, den Domchor in die Gruppe der NS-Verfolgten einzureihen. Die Aufführungen des Knabenchors für das Naziregime blieben dabei wohlfeil ausgespart.

Im Folgenden sollen daher dieses Engagement des Domchors in der Nazizeit und der spätere Umgang mit den eigenen Verstrickungen thematisiert werden. Doch zunächst kurz zur Vorgeschichte und zu Domkapellmeister Schrems.

Domschule und Domchor

Laut eigener Darstellung hat das derzeitige Domspatzen-Internat einen Vorläufer in einer mittelalterlichen Domschule, die im Jahre 975 von Bischof Wolfgang gegründet wurde. Sie diente hauptsächlich der schulischen Bildung von Kleriker-Nachwuchs. Um die Attraktivität der Schule zu erhöhen, installierte man Ende des 16. Jahrhunderts eine Stiftung, die sogenannte Dompräbende, zur Einrichtung und zum Unterhalt eines Schülerinternats. Die dort untergebrachten Knaben hießen – und heißen bis heute – „Präbendisten“. Finanziert wurden der Schulbetrieb und die Unterbringung der Schüler durch das Domkapitel und den Bischof. Die Gegenleistung: eine unerlässliche Mitarbeit im Chor. Für die liturgisch-musikalische Ausgestaltung der Gottesdienste, Vespern, Beerdigungen etc. wurden die Präbendisten herangezogen.

Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Dompräbende eingerichtet. Der Name „Domspatzen“ wurde erst Anfang des 20. Jahrhunderts geläufig. Foto: Werner

Nachdem Regensburg 1810 dem Königreich Bayern zugeschlagen und säkularisiert wurde, stand auch das Domseminar jahrelang kurz vor der Auflösung. Die bayerische Schulpolitik orientierte sich anfangs am revolutionären Frankreich und wollte die Kirche aus dem Schulwesen gänzlich verdrängen. Doch es kam anders und die Domschule konnte mit staatlicher Duldung und Unterstützung notdürftig weiterbetrieben werden. In kirchenrechtlicher Hinsicht blieb der Chor jedoch dem Regensburger Bischof unterstellt.

Im Jahre 1910 unternahmen die Sängerknaben ihre erste Konzertreise überhaupt, sie führte zu einem kirchenmusikalischen Kurs nach Prag, wo man auch geistliche Lieder vortrug. Erst um diese Zeit wurde die Bezeichnung „Domspatzen“ geläufig. Das Repertoire des Chors war in dieser Zeit fast durchgängig auf liturgische Stücke und seine Bedeutung auf den Dom beschränkt.

Domkapellmeister Theobald Schrems

Nach dem plötzlichen Tod des Domkapellmeisters Franz Xaver Engelhart im Jahre 1924 wurde Schrems im Juli desselben Jahres vom Domkapitel als dessen Nachfolger ausgewählt. Der 1893 im Oberpfälzischen Mitterteich geborene Theobald Schrems wuchs in einer religiösen Familie ohne musikalische Förderung auf. In Regensburg absolvierte er das Bischöfliche Knabenseminar und das Alte Gymnasium. Nach der Reifeprüfung 1912 besuchte er das „Königlich Bayerische Lyzeum“, den Vorläufer der Philosophisch-Theologischen Hochschule, welches er 1917 mit der Priesterweihe verließ. Im Jahr 1920 übernahm Schrems die Stelle des Präfekten und Musikpädagogen am Bischöflichen Knabenseminar Obermünster. Mit großer Begeisterung und außergewöhnlichem Ehrgeiz unterrichtete er die Seminaristen und baute erfolgreich erstmals einen Chor auf.

Als Domkapellmeister geriet Schrems mit seinen ambitionierten Plänen für einen Domchor, der auch nicht-liturgische Konzerte innerhalb und außerhalb der Stadt geben sollte, unmittelbar in Konflikt mit dem weisungsbefugten Domkapitel. Dieses wollte keinen Kunstchor, „wie den protestantischen Leipziger Thomanerchor, sondern nur einen gewöhnlichen Kirchenchor“ haben. Trotzdem wurde um 1930 das liturgische Repertoire des Kirchenchors um weltliche Stücke erweitert. So gab man nun beispielsweise die Oper „Hänsel und Gretel“, sang Werke von Mozart oder Weihnachtslieder für den Bayerischen Rundfunk. Der Konflikt zwischen Domkapitel und Schrems wegen der nicht-liturgischen Auftritte sollte in den folgenden Jahren immer wieder aufbrechen, insbesondere in der Nazizeit wegen der Propagandatätigkeit für das NS-Regime.

Schrems als treuer Gefolgsmann von Papst Pius X.

Als Schrems 1924 zum Leiter der „Domspatzen“ berufen wurden, war der Chor in einem katastrophalen Zustand. Die Inflation hatte die finanziellen Ressourcen der Präbende und der Eltern aufgezehrt. Die Zahl der Schüler selbst war auf acht aktive Sänger zusammengeschrumpft. Das Quartier der Dompräbende im Domgarten war baufällig. Schrems wollte grundlegende Reformen durchführen und gründete 1925 zusammen mit ehemaligen Chormitgliedern zur Unterstützung seiner Vorhaben den Verein „Freunde des Regensburger Domchors“, der noch in der Gegenwart eine gewichtige Bedeutung hat.

Domkapellmeister Theobald Schrems um 1937. Foto: privat

In musikalischer Hinsicht orientierte sich Schrems, zusammen mit seinem Professor der Berliner „Staatlichen Akademie für Kirchenmusik“, Carl Thiel, an der kirchenmusikalischen Anordnung von Papst Pius X., dem sogenannten „Motu Proprio Tra le sollecitudini“, die im Jahre 1903 verkündet wurde. Demnach sollte der liturgische Gesang und die Beteiligung des Volkes aufgewertet bzw. die Errichtung von Gesangsschulen gefördert werden. Außer einer begleitenden Orgel waren nach Pius X. alle Instrumente sowie Frauenstimmen im Chor verboten.

Pius X. war es auch, der 1910 alle Kleriker den berüchtigten „Antimodernisten-Eid“ schwören ließ und posthum von der antimodernen „Pius-Brüderschaft“ als Vorbild auserkoren wurde. Schrems, der sich selbst als streng gehorsam gegenüber Rom bezeichnete, verfolgte mit der Umsetzung des „Motu Propio“ darüber hinaus auch missionarische Ziele. Die Krise der Katholischen Kirche sollte damit gemeistert werden. Zudem war Schrems ferner an einer Stärkung des Volkslieds gelegen, das er „als Ausdruck der Liebe zu Volk, Heimat und Vaterland“ sah.

1953 wurde Schrems vom ehemaligen Nazi-Bürgermeister Hans Herrmann die Albertus-Magnus-Medaille verliehen. Foto: privat

Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht ergriffen, glaubte Schrems, dass die von ihm avisierten kirchenmusikalischen Reformen umzusetzen seien. Nicht in einer Gegnerschaft zum Nazi-Regime wollte er seine Reformziele erreichen, sondern in ihm und mit ihm. Michael Buchberger, seit 1928 Regensburger Bischof, wusste er in diesem Ansatz stets auf seiner Seite. Dies zeigt sich beispielsweise in dem mit „Heil-Hitler“ unterzeichneten Dankesschreiben des Nazi-Bürgermeisters Schottenheim von Oktober 1933 an Buchberger. Schottenheim spricht darin dem Bischof für die „großes Liebeswürdigkeit den Domchor zur Verfügung zu stellen“ seinen „verbindlichsten Dank“ aus. In diesem speziellen Spannungsfeld erreichten die „Domspatzen“ im NS-Regime eine bislang unvorstellbare Popularität.

Die „Domspatzen“ im Braunhemd

Damit der Domchor im April 1933 seine schon länger geplante Italienreise inklusive Papstbesuch antreten konnte, musste Schrems gewisse Widerstände überwinden. Allerdings gingen diese nicht vom NS-Regime aus. Im Gegenteil. Auf Vermittlung von Gauleiter Hans Schemm, Mitglied und Schläger der Partei seit 1923 und bayrischer Kultusminister seit 1933, kamen Reichszuschüsse zustande, mit deren Hilfe die Reise erst möglich wurden. Diese Tour machte den Chor über die Grenzen des Nazireichs hinaus bekannt. Sie galt als voller Erfolg.

Kaum zurück, gaben die Sängerknaben im Juni auf dem NSDAP-Gautag im Regensburger Stadtpark ihre Sangeskunst zum Besten, was mit ausdrücklicher Unterstützung von Bischof Buchberger über die Bühne ging. Es scheint sich dabei um eine Art Gegenleistung für die finanzielle Unterstützung der Italienreise gehandelt zu haben. Das parteiunterstützende Engagement des Chors vereinbarte Schrems mit Gauleiter Hans Schemm persönlich.

Bei diesem ersten Auftritt für die NSDAP ging es nicht etwa um Erpressung durch die Partei, sondern um Missbrauch von schutzbefohlenen Sängerknaben für eine Propagandaveranstaltung der Nazipartei. Dies zeigt sich auch am vorgetragenen Stück selbst. Aufgeführt wurde, welch Wunder, kein kirchliches Chorstück, sondern das quasi-religiöse Glaubensbekenntnis der NS-Bewegung: der bereits erwähnte „Wach-Auf“-Chor des Antisemiten Richard Wagner. Die völkische Szene und Hitler verehrten Wagner abgöttisch. Der Reichskanzler bezeichnete ihn nicht zuletzt wegen dessen völkischen Antisemitismus als die „größte Prophetengestalt, die das deutsche Volk [je] besessen“ habe.

Noch auf dem Gautag 1933 kam Domkapellmeister Schrems mit Gauleiter Schemm überein, anlässlich des bereits erwähnten Regensburg-Besuchs des „Führers“ im Oktober die Sängerknaben erneut das Nazi-Glaubensbekenntnis „Wach-Auf“ aufführen zu lassen. Als Gauleiter und SA-General Hans Schemm im März 1935 nach einem Flugzeugunfall starb, ließen es sich Schrems und Domchor nicht nehmen, die staatsaktartige Beerdigung in Bayreuth musikalisch zu gestalten. Anders als die wohlfeile Schutzbehauptung von Schrems nach 1945 vorgibt, wonach ein eventueller Nichtauftritt vor Hitler eine Gefährdung des Chors bedeutet hätte, ging sogar die Initiative für diesen Auftritt von ihm selbst aus. Schrems drängte vorsorglich auf das „Ständchen“ für den Führer“, da „dies sicher auch für die Zukunft des Domchors von großer Bedeutung“ sein würde.

Die Vergangenheit wird schöngeredet

Der eingangs erwähnte Historiker Halter hat die Zusammenhänge in seiner Arbeit, „Die ‚Regensburger Domspatzen‘ 1924 – 1945“ (1992), anhand von Briefen des Chorleiters herausgearbeitet. Allerdings hat dies die Domspatzenfamilie nicht daran gehindert, die Lebenslügen von Schrems nachzubeten.

So wird beispielsweise in der vom Passauer Journalisten Karl Birkenseer herausgegebene Publikation „Die Regensburger Domspatzen“ (2009), die „Papst Benedikt XVI., dem Förderer und Mitglied der Domspatzenfamilie“ gewidmet ist, behauptet, dass es nur „Versuche der NS-Machthaber den Chor zu vereinnahmen“ gegeben habe und keine aktive Zusammenarbeit.

Das Domspatzen-Gymnasium in der Theobald-Schrems-Straße. Foto: Werner

Im November 1933 machte sich der Domchor auf, um sich in der Musikwelt der Hauptstadt des Nazireichs zu präsentieren. Sie kamen gut an und spielten zudem Aufnahmen für Schallplatten ein. So zum Beispiel „Schlaf mein Prinzchen“ von Mozart, das bereits beim erwähnten „Führerständchen“ zu Rührung und Ergriffenheit geführt hatte. Laut Zeitungsberichten besuchten die „Domspatzen“ damals auch das Grab des berüchtigten Märtyrers der Nazibewegung, Horst Wessel, und trugen dort das nach dem Beerdigten benannte Lied vor. In HJ-Uniformen versteht sich.

Karl Frank, ein ehemaliger „Domspatz“, der im September 1945 selbst von den US-Offizieren nach Auftritten des Kapellmeisters in Parteiuniform befragt wurde, echauffiert sich in seinem Aufsatz „Apostolat und Propaganda“ (1993) über die angebliche Falschmeldung vom Auftritt am Grab, die nichts als eine „diffamierende Unterstellung“ sei.

Als Kronzeugen für seinen verzweifelten Rettungsversuch bietet er auf: zwei damals mit nach Berlin gereiste Sängerknaben, die in den 1990ern von einem Grabbesuch nichts wissen wollen. Selbst wenn die zwei besagten Sängerknaben nicht einer Schutzbehauptung erlegen wären, wie zu vermuten ist, reichte das allein für das Jahr 1933 angeführte Engagement des Chors für das Naziregime in Braunhemden längst aus, um zu einer anderen Schlussfolgerung als Frank zu kommen. Frank zufolge sei die unbestrittene Propagandarolle des Domchors weniger zu gewichten als die Standhaftigkeit des kirchentreuen Priesters Schrems, der nach dem Ende des NS-Regimes Opfer von neidvoller Denunziation geworden sei.

Nach dem Krieg, so Frank, scheuten sich gewisse Kreise nicht, „anonyme Pamphlete an Kirchtüren anzubringen, die völlig unwahre Behauptungen enthielten“ und sogar zu einem Entzug der Lizenz für öffentliche Auftritte des Chors führte. Wer diese „gewissen Kreise“ waren, behält Frank für sich.

Auf der nazistischen Ruhmesleiter

Der weltliche Aufstieg des Regensburger Domchors, dessen eigentliche Aufgabe eine liturgische Gestaltung der Gottesdienste gewesen wäre, war 1933 längst nicht zu Ende. Das Goebbelsche Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda, das Bayerische Kultusministerium und der Regensburger Bürgermeister und SS-General Otto Schottenheim sponserten den Chor mit Geldmitteln, die ein Vielfaches des üblichen Etats erreichten. Schon 1934 konnte deshalb vom Domkapitel in der Orleanstraße ein Anwesen erworben werden, das ein Jahr später von der Dompräbende bezogen wurde. Die Gegenleistung: Konzerte für Staat und Partei, wie beispielsweise Auftritte beim Reichskanzler auf dem Obersalzberg und Konzertreisen zur Repräsentation Nazideutschlands, unter anderem nach Schlesien, Polen, Italien und Südamerika.

Die Domspatzen 1938 in „Jungvolk“- Uniformen auf dem Obersalzberg nach einem Konzert für Reichskanzler Adolf Hitler (v.l.n.r.: Reichsminister B. Rust, A. Hitler, Theobald Schrems, Martin Miederer). Foto: Wikipedia

Der Emporkömmling Schrems war in der NS-Gesellschaft so stark verankert, dass er ein Regensburger Musikgymnasium unter seiner Leitung vorbereiten konnte. Hitler sorgte Ende 1936 persönlich für einen Planungsauftrag über ein 300 Schüler fassendes Schulgebäude und stellte vier Millionen Reichsmark Zuschuss in Aussicht. OB Schottenheim machte den Weg frei für ein Baugrundstück in bester Lage, im begehrten Stadtpark. Obwohl Baugenehmigung und Finanzierung schon standen, wurde daraus allerdings wegen eines Kompetenzgerangels nichts.

Auch im Titelrang stieg der Domkapellmeister auf. Aus Gefälligkeit bedachte Hitler Schrems zum „Führergeburtstag“ 1937 mit einem Professorentitel, ohne den die Domspatzen-Familie bis heute nicht auskommen mag, wie auch das Schrems-Denkmal beim Domspatzen-Gymnasium zeigt.

Nachdem Hitler von den „Domspatzen“ seit der ersten Begegnung im Reichsaal überaus angetan war, finanzierte seine Reichskanzlei unter anderem die dreimonatige Südamerikareise mit 50.000 Reichsmark. Beim Verlassen des Luxusdampfers „Cap Arcona“ im Juli 1937 in Richtung Brasilien versprach Schrems, „treuste Pflichterfüllung im Dienste an deutscher Kultur und Deutschland.“ Das entsprach dem vereinbarten Deal.

Die Domspatzen 1937 auf Südamerika-Reise. Der Großteil des Budgets kam von der NSDAP. Foto: privat

Doch damit war das Ende der Ruhmesleiter im Nazideutschland nicht erreicht. Auf den Wunsch Hitlers hin jubilierten die „Domspatzen“ auf dem „Parteitag des Großdeutschen Reichs“ 1938 in Nürnberg der Partei und dem „Führer“ zu Ehren. Neben dem Deutschlandlied wurde das obligatorische Horst-Wessel-Lied angestimmt. Folgt man dem offiziellen Bericht des Parteitags, war der Auftritt des Domchors – vor „Führer“ und höheren Chargen aus Partei, Wehrmacht, HJ, SS, SA, etc. – mit dem „Wach-Auf“-Chor als quasi-liturgisches Glaubensbekenntnis der Nazigemeinschaft der Höhepunkt des Abends: „Der herrliche ‚Wach-Auf‘-Chor aus den ‚Meistersingern‘, von dem Regensburger Dom-Chor unter Domkapellmeister Professor Dr. Theobald Schrems wundervoll gesungen, erfüllt Ohr und Herz und läßt an dieser für die Geschichte der Bewegung und damit des neuen Deutschen Reiches so bedeutsamen Stätte für einen Augenblick Zeit und Raum vergessen.“

Wie geht die Domspatzen-Familie heutzutage mit diesen enormen braunen Lorbeeren für den damaligen Auftritt beim Reichsparteitag um? Kurz gesagt: gar nicht. Der Auftritt wird als Faktum und in seiner Bedeutung überhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder analysiert.

Daher kann beispielsweise Karl Frank nach seinem ausführlichen Aufsatz, „Apostolat und Propaganda. Der Regensburger Domchor unter Theobald Schrems im Dritten Reich“ (1993), zu dem selbstbetrügerischen Resümee gelangen, Schrems habe seine „weltanschaulichen und künstlerischen Grundsätze den unheilvollen Absichten des NS-Regimes nicht“ preisgegeben. Frank klittert die eigene Geschichte, indem die pompöse Aufführung des Chors auf der größten Propagandaveranstaltung des kriegsvorbereitenden NS-Regimes nicht thematisiert wird.

Filmstars nach dem Wunsch des „Führers“

Der mit Hilfe des Naziregimes erlangte Weltruhm als konzertierender Domchor scheint Schrems, Professor von Diktators Gnaden, nicht gereicht zu haben. Offenbar wollte er auch im damals aufkommenden Medium Kinofilm eine gewisse Berühmtheit erreichen. Dies geschah bezeichnenderweise im grottenschlechten antikatholischen Propagandafilm des NS-Chefagitators Veit Harlan „Das unsterbliche Herz“.

Die fiktive Filmgeschichte spielt im Nürnberg des 16. Jahrhunderts, dessen katholische Bürgerschaft als abergläubische Rückständige und ihre reformatorischen Gegner als Sympathieträger dargestellt werden. Luthers Thesenschlag wird in einer eigenen Sequenz freischwebend eingeführt. Heinrich George, weithin berühmt, spielt im Hauptstrang des Films einen reformatorisch gesinnten Uhrmacher, der seine junge Frau, dargestellt von Harlans Gattin Kristina Söderbaum, über seine Arbeit an der Entwicklung einer Taschenuhr, die er wie besessen verfolgt, vernachlässigt. Kurz nach der Fertigstellung einer tragbaren Uhr, damals eine Weltneuheit, verstirbt der Uhrmacher, der daraufhin in einer für den NS-Film typischen Massenszene als Held Nürnbergs beerdigt wird.

Der Auftritt der „Domspatzen“ hat weder im eigentlichen Handlungsstrang einen erkennbaren Sinn, noch ist ihr Erscheinen im Messgewand in der Lorenzkirche in irgendeiner Form religiös sinnhaft. Es findet weder ein Gottesdienst noch eine liturgische Feier statt. Zusammen mit der jungen Uhrmacher-Ehefrau singen die Knaben, als gemischter Chor, eine Schnulze, die keine weitere Bedeutung hat.

Domspatzen-Auftritt in Veit Harlans antikatholischem Propagandafilm „Das unsterbliche Herz“ 1939.

Schrems hat diese Filmrolle seinerzeit vielerlei Kritik eingebracht. Eine solche kam nicht nur aus dem Domkapitel und von Weihbischof Johann B. Höcht, sondern auch von Laien. Zu Recht, da der Filminhalt mit einem katholischen Domchor überhaupt nichts zu tun hatte bzw. der Katholizismus als dümmlich überkommen dargestellt wurde. Bischof Buchberger hingegen nahm an dergleichen keinen Anstoß. In einem Schreiben von April 1936 an die Reichskanzlei bedankte er sich für die erhaltenen Zuschüsse und versprach „dem Wunsche des Führers und Reichskanzlers“ wie bislang „in weitgehendstem Maße entgegenzukommen … soweit es der kirchliche Charakter und die liturgischen Aufgaben des Chores gestatten“.
Offenbar war das Engagement des Domchors im Harlan-Film, den die US-Militärregierung von 1945 bis 1953 auf den Index stellte, allein dem Wunsch nach gesteigerter Berühmtheit einerseits bzw. Erhöhung der Zuschauerzahlen andererseits geschuldet. Die Erstaufführung des Films fand im letzten Februar vor dem Zweiten Weltkrieg statt.

Der Domchor zur Seelsorge im Vernichtungskrieg

Im Verlauf des Kriegs veränderte sich auch der Alltag in Schule und Chor, der schon mit den regulären Aufgaben, wie der Absolvierung der Schulausbildung, Stimmtraining und der musikalischen Gestaltung der liturgischen Feiern, ein dichtes Arbeitspensum hatte. Die vielfachen Konzerte außerhalb des Doms und die teils lange andauernden Konzertreisen führten jahrelang zu einer zusätzlichen Belastung für die Sängerknaben. Nach 1939 mussten außerdem Auftritte in Lazaretten und bei Totenmessen für Gefallene abgehalten werden. Teile der Dompräbende waren später, wie im Fall von anderen öffentlich finanzierten Einrichtungen auch, an kriegsrelevante Einrichtungen abzugeben. Bereits geplante Auslandsreisen, in „Feindesländer“ wie die USA, wurden gestrichen.

Stattdessen reiste der Domchor in die von der Deutschen Wehrmacht besetzten Gebiete, an die Orte des Vernichtungskrieges. So zum Beispiel 1940 auf den Wunsch Hitler hin zur Erbauung der Truppen ins verwüstete Polen, wo in den ersten Kriegsmonaten bereits über 50.000 Menschen von den Deutschen ermordet worden waren, oder in die zerschlagene Tschechoslowakei, nach Sofia und Budapest. Die von Hitler dafür ausgesprochene Anerkennung, sei die „größte Belohnung für die Domspatzen“ gewesen, so Schrems.

Auf Wunsch Hitlers reiste der Chor 1941 nach Brüssel, Paris und auf die Iberische Halbinsel. Auf diesen Reisen trug man, dem Zeitgeist angepasst, in einer Abwandlung des Orlando-di-Lasso-Liedes „Gebet für den Kaiser“ das „Gebet für den Führer“ vor. Das Jahr darauf bereiste man erneut das von den deutschen Truppen besetzte Westeuropa. In den Jahren 1943 und 1944 gab es nur noch kleine Auslandsreisen, ansonsten trat der Chor in bayerischen Städten auf.

Das anfangs einvernehmliche Verhältnis mit den zuständigen NSDAP-Funktionären wurde in den 1940ern zusehends problematisch, insbesondere nachdem ein Streit um die Dominanz im Verein „Freunde des Regensburger Domchors“ entbrannte. Zudem weigerte sich Schrems Parteimitglied zu werden. Gewisse antiklerikale Nazifunktionäre wollten ihren Einfluss auf Domchor, Verein und die Repräsentationsaufgaben weiter steigern und die liturgischen Dienste minimieren. Hitler hielt jedoch seine schützende Hand über den Domchor und ordnete das Goebellsche Propagandaministerium 1942 an, die Aktivitäten der „Domspatzen“ nicht zu behindern, sondern bis Kriegsende wie bisher zu fördern.

Als wenige Wochen vor Kriegsende die Dompräbende als Lazarett zur Verfügung gestellt werden musste, bezogen die restlichen 60 Sängerknaben Quartier im Sommerhaus bei Etterzhausen. Wenige Tage nach der kampflosen Übergabe der Regensburgs kam der Chor zurück und umrahmte einen Dankgottesdienst zur Rettung der Stadt.

Schrems als erfolgreicher Zuchtmeister

Als sich zum 100jährigen Geburtstag des Domkapellmeisters ehemalige Chormitglieder in einer Festschrift (Christel Erkes (Hg.): Die Regensburger Domspatzen, 1993) zu Wort meldeten, gab es viel Lob und Anerkennung für Schrems. Mit höchster Spannkraft und äußerster Konzentration habe er dirigiert. „Überall strömte Energie und Autorität, die zur Bestleistung aufforderten“, erinnert sich beispielsweise Kurt Erkes, der 1943 als „Domspatz“ bei Schallplatten-Aufnahmen mitsingen durfte – und vermutlich Bestleistungen abliefern musste.

Professoren-Titel von Hitlers Gnaden: Schrems-Denkmal beim Domspatzen-Gymnasium. Foto: Werner

Ganz nebenbei erzählt Erkes, der später Chorregent wurde, auch von den Ereignissen, „wenn Meister Schrems zum Taktstock griff“. Jeder Sänger habe dann gewusst, „was es geschlagen hatte.“ Es sei gewesen, „wie wenn ein Kutscher nach der Peitsche griff“. Obgleich der Taktstock manchmal auf dem Sängerschädel zertrümmert wurde, habe dies nicht zu Verletzungen geführt, „vielmehr wich einer gewissen Angst klammheimliche Schadensfreude“. Noch schlimmer sei es jedoch, laut Erkes, gewesen, vom Dirigenten wegzusehen, den Einsatz zu verpassen, oder Ton nicht zu treffen. Ein heftiges Donnerwetter habe dann getobt und für Abhilfe gesorgt. Schrems habe „Zuckerbrot und Peitsche, Schelte und Lob“ gepaart, der Erfolg habe ihm recht gegeben.

Wenn ein alter Herr so affirmativ über seine Angst vor körperlicher Züchtigung zur Erlangung von Höchstleistungen spricht, verwundert es nicht, dass er auch die Lebenslüge seines Zuchtmeisters für die Auftritte der „Domspatzen“ vor der Nazipartei wiederkäut: Da auch diese Konzerte mit geistlicher Chorliteratur eröffnet worden seien, handelte es sich dabei, so Erkes, um „eine seelsorgerische Aufgabe, der sich Schrems immer stellte, auch vor Parteimitgliedern“. All dies sei aber „nicht ungefährlich für seine Person und die ganze ‚Sache’“ gewesen.

Seelsorge für Hitler mit geistlicher Chorliteratur? Leider blieben solche selbstbetrügerische Umdeutungen, wie Erkes sie freimütig ausbreitet, keine Ausnahme. Sie scheinen die vorherrschende Regel zu sein. So will zum Beispiel ein anderer ehemaliger Sängerknabe als alter Mann glauben, Kapellmeister Schrems habe mit dem Naziregime nicht zu tun haben wollen, da er „sogar auf dem Obersalzberg“ im Priesterrock dirigiert und zu seiner Religion gestanden habe.

Seine Affinität zum NS-Regime brachte der Domkapellmeister Schrems jedoch früh und unmissverständlich zum Ausdruck. Er, so Schrems in seinem mit „Heil Hitler“ unterzeichneten Brief an OB Schottenheim vom Oktober 1933, lege allergrößten Wert darauf „vor dem Führer zu singen, weil wir auch als Domchor unsere innere Verbundenheit mit dem Führer nach aussen hin kund tun wollen“.

Betrachtet man die strukturelle Unfähigkeit ehemaliger Chormitglieder, sich von dem prügelnden Kapellmeister abwenden oder die Gewalt gegen Schutzbefohlene verurteilen zu können, tut sich eine Parallele auf.

Einerseits eben diese Unfähigkeit und andererseits, das Unvermögen, das Engagement des Domchors unter Schrems für das NS-Regime bzw. die NSDAP beim Namen nennen zu können. Es scheint, als ob die gesellschaftlich weit verbreitete Unfähigkeit im deutschen Nachkrieg, sich von Adolf Hitler, dem „geliebten Führer“ (Margarete Mitscherlich), zu distanzieren, sich in der Domspatzenfamilie widerspiegelt, die auch strukturelle Missbrauchsbedingungen und gewalttätige Übergriffe in ihrem sozialen Umfeld bis heute ausblendet.

Katholische Kirche als immerwährendes Opfer

Hinter der realitätsfremden Verleugnung des Engagements des Domchors für das Nazi-Regime steht eine unhistorische Eigensicht, wonach katholische Einrichtungen und ihre Mitglieder immer nur Opfer des Naziregimes sein konnten. Nie billigende Zuschauer, verdeckte Unterstützer oder überzeugte NS-Täter. Ein dogmengleicher Wunsch, den kaum einer besser im politischen Tagesgeschäft äußern kann als der vormalige Regensburger Bischof Gerhard L. Müller.

Die Domspatzen 1936 vor dem Hermann-Denkmal im Teutoburger Wald. Foto: privat

Nach der breiten Berichterstattung im Jahre 2010 über die Missbrauchsfälle bei den „Domspatzen“ ging Bischof Müller wie bereits erwähnt zum Gegenangriff über und stellte unliebsame Journalisten in die Nazi-Ecke. Müller behauptete, der erfolgreiche Domchor, ja die gesamte Kirche befände sich in einer gewissen Verfolgungssituation, „wie 1941“, als auf Anordnung des Gauleiters die Schulkreuze abgehängt werden sollten. Der Bischof schrieb den Medien in diesem Zusammenhang sogar „Phantasien von Lynchjustiz“ zu.

Nimmt man Bischof Müller ernst, stellt sich die Frage: Wie erging es den „Domspatzen“ um 1941?

Zum Jahreswechsel bereiste der Chor das besetzte Polen und konzertierte unter anderem in den leidtragenden Städten Posen, Łódź und Danzig. Allerdings nicht in den dort bereits errichteten Ghettos für Juden und den Lagern für polnische Zivilisten und Kleriker, sondern vor den Akteuren des Vernichtungskrieges, der Wehrmacht und SS. Im Frühjahr 1941 trat der Domchor in besetzten westeuropäischen Ländern mit nazifreundlichen Stücken auf und sang nicht etwa gegen den Krieg, sondern wiederum zur Erbauung der deutschen Krieger und ihrer Helfer. Die Domspatzen gehörten weder zu den NS-Verfolgten, noch haben sie sich für diese engagiert.

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Kommentare (60)

  • bubu

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    Was für eine Sensation… interessiert vermutlich so gut wie keinem ob Hitler gern dem Knabenchor gehört hat, ob Hitler gern Luft geatmet und Wasser oder Bier gern getrunken hat.

    Der österreichische Ausländer Adolf Hitler ist seit gut 60 Jahren tot und gut ist. Achtet lieber mal was hier und jetzt passiert… insbesondere mit der EU Diktatur, EMS, ACTA usw.

  • Is scho recht

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    Interessiert auch kaum jemand, ob „bubu“ ein echtes Problem mit dem Dativ hat…

  • Bernhard Segerer

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    Also ich fand es recht interessant! Auch wenn es nicht wirklich wundert, dass sich auch die Domspatzen bzw. deren Leitung dem Naziregime andienten. Ebenso wenig erstaunlich ist leider der Umgang mit der eigenen Geschichte.

  • Student

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    Ich bin schockiert! Die Domspatzen waren Nazis!!! (und sind es wahrscheinlich auch noch!) Gut, dass das endlich einmal aufgedeckt worden ist! Ich hatte die ganze Zeit schon so ein ungutes Gefühl.

    Und schlimmer noch: Mozart hat ein Lied komponiert, über das sich Hitler gefreut hat! Pfui! Wer kann da noch guten Gewissens Mozart hören!!

    Also eigentlich zähle ich mich ja schon zu denen, die entnervt die Augen rollen, wenn irgendjemand sagt, man solle doch mal endlich die Vergangenheit ruhen lassen und nicht ständig wieder in den gleichen Geschichten vom Dritten Reich rumrühren. Mitnichten – diese ständige Erinnerung ist und bleibt wichtig!
    Aber welchen Beitrag dieser Artikel in diesem Zusammenhang leistet, wird mir nicht ganz klar. Ich finde ihn diesbezüglich relativ banal. Aber vielleicht erfahren hier wir ja demnächst auch noch, dass Hitler mal das Kneitinger-Bier getrunken und für gut befunden hat und dass es er dann aus Freude der Brauerei nicht einmal dafür zahlen musste, ohne dass die Brauerei bis heute bereit gewesen wäre, sich mit diesen düsteren Verquickungen mit dem Nazi-Regime in ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen…

  • Britt

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    Ach, Student! Schön, dass Sie „entnervt die Augen rollen, wenn irgendjemand sagt, man solle doch mal endlich die Vergangenheit ruhen lassen und nicht ständig wieder in den gleichen Geschichten vom Dritten Reich rumrühren“.

    Schade, dass Sie jetzt genau dasselbe tun.

    Wo wird denn hier unterstellt, dass die Domspatzen Nazis sind/waren?

    Hier lässt sich endlich mal nachlesen, dass nicht nur Hitler gerne Domspatzen-Gesang gehört hat, sondern dass der Chor unter Schrems aktiver Unterstützer der NS-Propaganda war und sich das auch entsprechend hat vergelten lassen. Sie blenden das eben aus und kommen mit irgendwelchen komischen unpassenden Vergleichen.

    Es wäre eben nur angenehm von den vorgeblich und so auch vom Bischof inszenierten Verfolgten des NS-Regimes, die in Wahrheit Profiteure waren, eben dieses Eingeständnis zu hören anstatt relatvierende und verschleiernde Falschdarstellungen aus der Feder ehemaliger Domspatzen (z.B. Karl Birkenseer). Das würde übrigens für die gesamte katholische Kirche gelten, die eben als Institution nicht verfolgt wurde, sondern willfähriger Kollaborateur des NS-Regimes war. Katholische Opfer – mutige Priester und Laien – nimmt diese Organisation nun dafür her, sich zur Widerstandsorganisation hochzustilisieren.

    Ihr Vergleich mit dem Trinken von Kneitinger-Bier ist einfach nur dumm. Sie bewegen sich genau auf derselben Argumentationslinie wie all jene, die es „doch endlich mal gut sein lassen“ wollen. Bloß nix Negatives mehr von damals über Ihren Verein (?).

    Lassen Sie doch zu, dass die Vergangenheit eines katholischen Aushängeschilds so aufgearbeitet wird, wie es sich gehört.

    Nach einem Theobald Schrems muss jedenfalls weder eine Straße benannt werden noch muss ihm eine Büste mit dem Professorentitel von Hitlers Gnaden aufgestellt werden.

    Und ein Domspatzen-Chor sollte auch in der Lage sein, die dunklen Seiten seiner Geschichte aufzuarbeiten (dass man dazu nicht in der Lage ist – siehe Vergewaltigungen).

    Das mag Ihnen alles zu banal sein. Mir nicht. Aber ich bin auch nicht katholisch.

    Entnervt die Augen über so viel Ignoranz rollend…

  • Bert

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    Es ist wahrhaft ein Skandal, zu veröffentlichen, dass ein Bischof Buchberger und ein Domkapellmeister Schrems Kinder dazu benutzt haben, sich beim Führer anzubiedern und Kohle abzugreifen.

    Da blutet manch katholisches Studenten-Herz. So sehr, dass es einfach Fakten ausblendet.

    Darauf ein Kneitinger.

  • Rufus

    |

    @ Student
    Wieso waren die Domspatzen alle damals auch Nazis „?

    Das war damals bistimmt auch eine sehr sehr prikäre Zeit ,
    die die Domspatzen haben damals auch durchleben müssen!

    Ich finde diese Wortwahl
    “ Die Domspatzen waren damals auch Nazis „,
    wirklich sehr sehr verwerflich!
    ( …sind dann alle Domspatzen von damals und heute , auch im 21. Jahrhundert wirklich noch Nazis „?…)

    Jetzt bleibts mal bitte alle auf dem Teppich!

    Mitschwimmen und / oder untergehen?
    Wenn , dann müsste man den damaligen Verantworlichen
    dieser Intitution eine Mitschuld gebe,
    aber heute nach so
    langer Zeit eben alles über einen Kamm zu scheren, die
    unschuldigen Buben von damals als Nazis zu beschuldigen, finde ich wirklich sehr ungeheuerlich!!!
    Glaube , damals haben alle nur ums Überleben gekämpft!

    Zitat von Vergil:
    Felix qui potuit rerum cognoscere causas

    Ein ehemaliger Domspatz

  • iggy

    |

    Saure Gurkenzeit: Da sind wir dann alle mal gespannt welche Kamellen der investigative Journalismus in Regensburg demnächst zu Tage bringt. So kann man sich tatsächlich in die Bedeutungslosigkeit schreiben.

  • Marizzia

    |

    Bilder lügen nicht.

  • iggy

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    @Marizzia
    eine durchweg falsche Aussage; und wie Bilder luegen (koennen).

  • Ulrich Lechte

    |

    Der Domkapellmeister hat es geschafft, dass die Institution erhalten blieb. Er hat vor dem Krieg den Staat dazugebracht, ein Schulhaus zu errichten – das war bestimmt sinnvoller, als dass davon Panzer gekauft worden wären. Er hat eine Reise nach Südamerika für seine Jungs rausgeschlagen – ein Reiseziel, das damals traumhaft war. Er hatte nicht den Mut, öffentlich aufzubegehren… Aber wissen wir, was für ein Mensch er war? Wissen wir, wie und ob er im Stillen geholfen hat? Ob er seine Position nur genutzt hat, um den Chor zu schützen und gar einige der Jungs so vor der Front gerettet worden sind…

    Und wie naiv ist der Gedanke, dass der Chor ins Warschauer Ghetto hätte reisen können oder gar dürfen, um dort eine Aufführung zu geben. Es gab offenkundigst eine Form der Kollobaration, wie leider in 99,9 % der Fälle bei anderen Einrichtungen. Auch ein Oberst Stauffenberg hat angegeben, zunächst von Hitler und seinen Zielen fasziniert gewesen zu sein und erst spät – zu spät – erkannt zu haben, gegen das Regime vorgehen zu müssen.

    Mich selber widert es ebenfalls an, dass unsere Vorfahren den Schrecken dieser Zeit zugelassen haben. Aber heute mit den Fingern auf diese und jene Geschichte zu zeigen und das zu skandalisieren, ist abzulehnen. Ich danke jedoch für die Information als solche, die einen neuen Denkanstoß gegeben hat.

    Die Kirche und Ihre Institutionen hat sich wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert, aber die Medien, die Parteien und Gewerkschaften der damaligen Zeit haben sich auch sehr schnell gleichschalten lassen. Aus unserer aufgeklärten Sicht unfassbar, kann man selber immer nur wieder bei der kleinsten Ungerechtigkeit heute aufbegehren und alles daran setzen, dass sich dieses Leid nie wieder wiederholen darf. Jeder ist aufgefordert, für die Menschen- und Freiheitsrechte zu streiten und diese zu verteidigen.

  • Georg Auer

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    Domspatzen und die Nazis:

    Es zeigt sich einmal wieder. Wer die (seine) Vergangenheit (Geschichte) ignoriert oder gar verleugnet, der wird von ihr in einer Art und Weise wieder eingeholt, so der öffentliche und persönliche Schaden hieraus dann viel größer ist, als wenn zur rechten Zeit (Kriegsende) ein wahres öffentliches Bekenntnis zur eigenen Rolle in der NS-Zeit erfolgt wäre.
    Aber ein Grund für die 57 jährige Verleugnung und Verdrängung der Rolle als damaliger Nazi-Sympathiewerber ist, dass nach dem Krieg dieselben vorbelasteten Personen den Domspatzenchor aufs neue weiterhin leiten dürften.

    Dieser Fakt war besonders nach Kriegsende ganz augenscheinlich in der Vorschule der Domspatzen in Etterzhausen, wo der dortige Internatsleiter (Direktor M….) in dieser Bildungsanststalt die Knaben gleich KZ-Sträflingen behandelte. Das Essen war misserabel und die Heimzucht war von täglicher Gewalt und Demütigung geprägt. Die einzelnen Sängerknaben standen tagtäglich in einem gnadenlosen und grausamen Wettbewerb und Klassenkampf untereinander. Dazu kam für ein paar Knaben (wie mir) noch dazu, dass sie von ihrem Heimerzieher zur Befriedigung seiner pädophilen Veranlagung als Sexsklave missbraucht wurden. Man ging mit Angst zu Bett und wachte mit der Angst wieder auf. Man ging zu Bett mit der Angst, holt mich diese Nacht der Präfekt wieder in sein Zimmer? Und morgens erwachte man mit der Angst, ob das Bett wieder eingenässt ist. Als Strafe hierfür rieb einmal mir der Präfekt mein Gesicht mit einem urindurchträngten Waschlappen ab.

    Und dafür mussten die Eltern der Knaben auch noch dafür (nicht wenig) bezahlen.

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Is scho recht

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    @Ulrich Lechte

    Die Fragen, die Sie zu Schrems stellen, sind legitim. Darüber kann man aber eben erst dann sprechen, wenn man sich nicht in Totschweigen und Beschönigen ergeht, sondern auch einmal die Kollaboration als solche benennt und eben nicht wie bisher (abgesehen von Helmut Halter) geschehen – schönredet. Bücher wie das eines Karl Birkenseer sind auf jeden Fall nicht hilfreich, wenn es um eine Aufarbeitung von Vergangenheit geht. Eine solche Aufarbeitung ist auch kein Vorwurf, so wie es einige „Lasst es doch endlich gut sein“-Kommentatoren hier im Forum behaupten und aufjaulen, sondern notwendig, um eben in Gegenwart und Zukunft anders zu handeln.

  • Fr. Streng

    |

    @ Georg Auer
    @ Rufus
    Mich würde interessieren wie Sie als zwei ehemalige Domspatzen die Nachkriegszeit erlebt haben. Was hat man den Schülern nach 1945 erzählt, was haben sie gewußt von dem vormaligen Engagement des Domchohr für Nazideutschland.

  • Georg Auer

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    Domspatzen als Braunhemdler und die Gewissenserforschung der kath. Kirche zu ihrer Rolle in der NS-Zeit:

    Berichtigung zu meinem letzten Forumbeitrag:
    (- Aber ein Grund für die 57 jährige Verleugnung und Verdrängung der Rolle als damaliger Sympathiewerber ist, …)
    Es sind nicht 57 Jahre der Verleugnung, dass der Domspatzenchor in der Hitlerära als politscher Werbeträger von den Domspatzenoberen missbraucht wurde, sondern es sind schon sogar 67 Jahre der Verleugnung und Verträngung von Schuld und Sünde, was die Causa der Rolle der Kirche während der NS-Zeit betrifft.
    Jetzt geht man mit den kath. Wiederstandskämpfern hausieren, obwohl diese von den damaligen Kirchenoberen kaum Unterstützung fanden und viele von diesen gar in den NS-Konzentrazionslagern von der Kirche schlechthin vergessen wurden.

    Aber wahrscheinlich sagt man (wie Erzbischof Müller zum sex. Missbrauch „…die Kirche ist keine Täterin, sondern
    nur der / die einzelne Täter/in.“), die kath. Kirche ist keine Sünderin, sondern nur der einzelne Mensch in ihr. So wälzt man Schuld und Verantwortung für Verbrechen und Fehlverhalten von kirchl. Heimvorgesetzten und Erziehern einfach ab und erklärt hiermit die kath. Kirche zu einem rechtsfreien Raum. Man wähnt sich frei von Schuld und Sünde, so die Kirche kein Gewissen hat, sondern nur der einzelne – gottgläubige – Mensch. – Ist die Kirche somit nur ein gewissenloser Verein, deren Moralwerte bestimmt sind vom Gewissensinhalt seiner Mitglieder? –
    Wenn sich die kath. Kirche so definiert, dann hat sie wirklich nichts mit den nazitreuen Priestern und Bischöfen und mit den sexuellen Missbrauchsfällen in kirchlichen Institutionen am Hut und darf sich auch als eine „Heilige Kirche“ betiteln.
    Aber ob sie damit eine „gottgefällige“ Kirche ist, möchte ich persönlich als Katholik sehr bezweifeln.
    Fakt ist aber, der Domspatzenchor wurde als Werbeträger für NS-Propaganda missbraucht und Domspatzen-Buben wurden von kirchl. Erziehern sexuell missbraucht und misshandelt, weil hierfür der geistige und moralische Handlungsrahmen durch die Kirche gegeben war.
    Und wo nicht, dann ist die Kirche das Opfer von kirchenfeindlicher Verleumdung und der einzelne Priester oder Erzieher das Opfer eines sexgierigen neun oder zehn jährigen Knaben.

    Ich selbst war als neunjähriger Knabe im Jahre 1961 in der Domspatzen-Vorschule in Etterzhausen und wurde dort auf schlimmste sexuell missbraucht, gedemütigt und misshandelt.
    Aber warum spreche ich erst heute darüber?
    Weil es mir erst jetzt möglich geworden ist, hierüber offen zu sprechen.
    Frühere Versuche, von meinem Erlebten zu erzählen, wurde einfach als Phantasie oder Lüge abgetan. Man bekam darauf nur zur Antwort: Die Schläge wirst du schon verdient haben und den sexuellen Missbrauch infolge deiner Verderbtheit selbst herausgefordert haben.
    Von anderer Seite hörte man dann sogar auch den Spruch:
    Du Glüchlicher! Mir war solche Lust nicht vergönnt.

    So hatte ich im Jahre 2010 – als die Kirche sexuellen Missbrauch thematisierte – die große Hoffnung, dass ich nun nach über fünfzig jährigem Schweigen mein unsägliches Leid von damals endlich offen aussprechen kann und darf.
    Aber mit dem Bescheid – zwei Jahre später- von der Diözese Regensburg auf meinen Entschädigungsantrag wurde ich wiederum als ein Lügner hingestellt (…ihre Schilderung eines sexuellen Missbrauchs kann unsererseits nicht nachvollzogen werden).
    So bleibt alles wie schon gehabt. So trage ich selbst als ein Missbrauchsopfer weiterhin an Stelle des Missbrauchers den Mühlstein um den Hals und sühne selbst hiermit bis zu meinem Tod fremde Schuld und Sünde.

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Fr. Streng

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    Werter Herr Auer,
    in Erweiterung ihrer Ausführungen möchte ich noch auf folgende Masche hinweisen. Wenn man jetzt „mit den kath. Widerstandskämpfern hausieren“ geht, möchte man sich mit den wenigen positiven Ausnahmen schmücken, diese als vorbildliche Akteure der „Mutter Kirche“ einverleiben. Die bekannt gewordenen Missbräuche und deren Täter werden jedoch externalisiert, als sündige Ausnahmen abgestoßen.

    Zum NS-Engagement des Domchors. Nicht nur „gestandene“ Journalisten wie Karl Birkenseer, P. Winterer oder L. Faust sind als Ehemalige m.E. nicht in der Lage die Dinge beim Namen zu nennen. Da könnte ja schlechtes Licht auf die eigene Biografie fallen. Welch unreife Menschen .
    Bgm Schaidinger hat dem Chor in einem Grußwort zu 50Jahre Musikgymnasium „eine gute Zukunft in Kontinuität und ungebrochener Tradition und eine erfolgreiche Entwicklung zum Besten der ihm anvertrauten Jugend“ gewünscht. Schöne Worte, die die historische Realität nicht sehen wollen oder können.

  • Flo

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    @ werte Frau Streng,

    Mein Vater hat damals noch mit fast 16 Jahren die gesa,m,mte Ausstattung + Stahlhelm bekommen, eben kurz vor 45.
    Was uns nach der _Zeit erzählt wurde?
    Mir wurde heute erzählt , dass die……..
    ………………die Domspatzen damals waren auch in der Hitlerjugend , ( sollen gewesen sein ) so heisst es. Der Schrems hat damals immer geschimpft und gepoltert, weil viele nicht zur Chorprobe kamen…
    Ein großer Pulk soll da damals in dieser damaligen speziellen Jugend eben gewesen sein…..
    Aber das man heute alles über einen Kamm schert,
    Sie heute nach vielen Jahrzehnten eben alle Nazis nennt , finde ich auch sehr sehr ungeheuerlich.

    Wenn die Kath. Kirche heute die Themen auch nicht richtig anspricht , eben die Vergangenheit nicht richtig aufarbeitet, oder nicht richtig aufarbeiten will , dann haben Sie alle einfach großartig versagt!
    Für mich ist das ein großes Armutszeugnis, was da eben abgegeben wird.
    Bin gespannt was das Bistum Regensburg und die Stiftung der Domspatzen heute dazu sagen oder auch schreiben
    werden…

    Ut sementem feceris, ita metes

    …………………………………………………………………………………….

    cu

  • Georg Auer

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    @Fr. Streng

    Grüß Gott! Fr. Streng,
    hiermit will ich Ihnen auf Ihre Frage anzworten: („… wie haben Sie als Domspatz die Nachkriegszeit erlebt und was wussten Sie über die Domspatzen aus der Kriegszeit?“).

    Wie ich schon öfters in meinen Forumsbeiträgen sagte, kam ich 1961 zu den Domspatzen in deren Vorschule in Etterzhausen, insofern kann von einer unmittelbaren Nachkriegszeit nicht mehr gesprochen werden. Außerdem verbrachte ich im dortigen Internat nur etwa acht Monate, bis Ende des dritten VS-Unterrichtsjahres. Zum neuen Schuljahr 1661/1962 schickte mich meine Mutter (trotz Anfrage von Direktor J. Maier) nicht mehr ins Internat zurück. Meine Traumatisierung infolge der wenigen Monate meines Aufenthalts bei den Domspatzen war wohl unübersehbar.

    Mein Wissen über die Domspatzenzeit vor und nach 1945 bezog ich (wahrscheinlich wie auch Sie selbst) aus öfftl. Medien- und Informationsquellen. Während meines Heimaufenthalts in Etterzhausen erfuhren wir Sängerknaben aus der Domspatzengeschichte überhaupt nichts, außer von den heldenhaften Kriegserlebnissen von Direktor Meier in Russland, welcher dieser uns im Religionsunterricht zum Besten gab, wenn er mal eine gute Stunde hatte bei seinem sonst höchst cholerischen Charakter, den man oftmals ganz schmerzlich zu spüren bekam.
    Ansonsten war unser Alltag im Internat streng geregelt bezüglich Schul-, Sing- und Instrumentalunterricht, so dass keine Zeit und kein Raum blieb für eigene Interressen, welche sonst 9/10jährige Knaben so haben.
    Der Tag begann mit Wecken, Waschen oder kalter Dusche (warme Dusche nur am Wochenende) und mit der tägl. Morgenmesse. Dann erst war Frühstücken angesagt, dem dann der Unterricht in der eigenen Schule folgte. Nach dem kargen (teils ungenießbaren) Mittagessen war Freistunde (Spielen, Spaziergang). Am Nachmittag war dann oftmals mehrstündiger Gesangunterricht, Instrumentalunterricht (Violine oder Klavier) als auch Hausaufgabenzeit und Instrumentenübungszeit. Ich selbst lernte das Geigenspiel, was mir als einziges Freude bereitete im sonst so freudlosen Knabentag im Domspatzenheim zu Etterzhausen.
    Der Sängerknabentag endete dann mit Abendbrot, Abendmesse und früher Schlafenszeit, wobei wir Buben keinen Laut oder Mucks mehr von uns geben durften, denn sonst wurde man mit Nacktprügeln bestraft.

    Meine berufstätige Mutter mit sechs Kindern (Vater war damals schon 5 Jahre tot) gab mich eigentlich in die Obhut der Regensburger Domspatzen aus dem Grunde, – so ich als achtjähriger am Heimatort von einem erwachsenen Burschen vergewaltigt wurde, dass ich dort geschützt bin und dort mein schlimmes Erlebnis vergessen kann. Es ist anzunehmen, dass die Internatsleitung über dieses Geschehen an mir von meiner Mutter informiert war.

    Aber ich war dort nicht beschützt, sondern wurde dort auch durch den Präfekten sexuell missbraucht und auf das übelste gedemütigt und gequält. Ich war so dort wiederum auch in den Fängen eines kranken Satisten, aber diesesmal eingeschlossen in einem Internat der kath. Kirche.

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Fr. Streng

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    @Auer, Flo
    Vielen Dank die Ausführungen.
    Herzlichen Dank Herr Auer für ihre sympathische Offenheit.

  • Short - News

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  • toni

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    Interessant ist auch, unterwelchen Bedingungen die Domspatzen an das Domizil in Etterzhausen gekomen sind..

    Der vorherige Eigentümer, der Regensburger Trachtenverein Almrausch Stamm wurde von den Nazis gezwungen das Areal zu verkaufen um der Enteignung zu entgehen.

    siehe: 1940 bei
    http://www.almrausch-stamm.de/public/chronik/chronik.html

    Das das Gebaude nicht an eine Nazi-organisation gegangen ist ist schon merkwürdig, wenn man bedenkt, das sich die sonst so ziemlich alles unterden nagel gerissen haben.

    Es müssen schon besondere Verbindungen gewesen sein, das es möglich wurde dort seitens der Domspatzen einzusteigen.
    Welch ein Zufall, dass Hitlers Lieblingschor da wahrscheinlich recht kostengünstig einsteigen konnte.

  • Short - News

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    @ Toni

    Laut meinen Informatinen haben nicht die Stiftung Regensburger Domspatzen aus Regensburg diese Almrauschhütte in Etterzhausen mit dem dazugehörigen Grund gekauft , sondern genauer gesagt “ diese damalige eigenständige Stiftung Etterzhausen – Elitevorschule der Regensburger Domspatzen – haben das alles eben nur damals gepachtet und dem Bistum Regensburg immer nur einen Pachtzins zahlen müssen – oder auch dürfen. Nach dem großartigen Verfall Ende der 80er und Anfang der 90 er Jahre , ( die Stiftung Etterzhausen zog dann auf Anordnung des Bistums Regensburg nach Pielenhofen ins dortige Kloster um ) wurde das ganze Gelände eben oben auf dem Berg so für 2 Millionen DM pauschal verkauft. Es hieß damals – dass dies das teuerste Immobilien-Projekt im Umkreis von Regensburg war. Schon klar , denn dort hat man die Sonne pur !!! Der damalige Direktor Johann Maier hatte damals großartige Bauprojekte für diese Eliteschule der Stiftung Etterzhausen der Regensburger Domspatzen , durfte aber seine Illusionen ( unmöglichen Projekte ) nicht verwirklichen. Heute nach so langer Zeit ist diese dortige Domspatzenstrasse eben immer länger geworden und es wurden heute – und die letzen 20 Jahre – dort wirklich sehr sehr viele schöne Häuser und kleine Villen darauf gebaut.

  • Bemerkenswert...

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    Bemerkensert…
    ist wieder dass die Mittelbayerische Zeitung
    aus Regensburg sich wieder einmal ausführlich aus
    diesen ganzen Themen raushalten und nicht mit den Domspatzen mitmischen.
    Für mich sind das großartige Mauscheleien …
    Dieser heutige Domkapellmeister Büchner hätte
    schon längst von seinem Posten zurücktreten müssen,
    oder sollen, wenn heute diese Stiftungsoberen sich in keinster Weise sich um diese ganze Vergangenheit der Domspatzen kümmern möchten!

    Da werden Kinder = Schutzbefohlene vergewaltigt / Missbraucht und die Verantwortlichen der Kirche ,
    Bistum Regensburg und Stiftung Regensburg trauen
    sich nichts sagen!

    Bemerkenswert…

    http://www.domspatzen1937.de/

    http://www.abendblatt.de/vermischtes/article110042146/Geheimakte-offenbart-Missbrauchskandal-in-den-USA.html

  • Bernd Lauert

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    Wessen Brot ich ess`, dessen Lied ich sing`
    Passt doch!

  • Fr. Streng

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    Am 11. November 1993 hat die von der MZ einverleibte Wochenzeitung DIE WOCHE über die Domspatzen unter T. Schrems in der Nazizeit berichtet: „Theobald Schrems – begnadeter Musiker und Opportunist. Der hohe Preis des Ruhms“.
    Ein guter und kritischer Bericht, den die überangepasste MZ heutzutage nicht mehr drucken würde – glaube ich.

  • Georg Auer

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    @Bemerkenswert

    Mich wundert das gar nicht, dass die Mittelbayerische Zeitung sich nicht mit der Vergangenheit der Domspatzen als Hitlers liebster „Braunhemdler“-Knabenchor beschäftigen will, da diese als des Bistums Hausorgan, ja schon (gemeinsam mit den Domspatzen) für die „Hosianarufe/Halleluia-Gesänge“ zum nächsten Katholikentag in Regensburg 2014 vom Bistum vorbestellt ist. Und schließlich müssen auch schon jetzt alle geschäftlichen Eventualitäten im Auge behalten werden, die ein neuer Bischof als sein Inthronisations-Geschenk der MZ zukommen lassen wird. Aus diesen Gründen wird die MZ die Bistums- und Domspatzenleitung sicher nicht verärgern wollen mit der Aufforderung an diese zu einer öfftl. Beichte zur Rolle der Domspatzen in der NS-Zeit als Hitlers liebster Knabenchor.
    Und für die MZ gilt gleich auch wie für viele Regensburger Katholiken mit den Domspatzen – infolge des Ratzinger Brüderpaares – der rk. Ausruf: „Halluia! Wir sind Papst!“

  • Bemerkenswert...

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    Wenn am kommenden Wochenende
    Samstag, 3. November 2012 – Sonntag, 4. November 2012
    das Ehemaligentreffen 2012 der Regensburger Domspatzen und die Mitgliederversammung des Vereins „Freunde des Regensburger Domchors“ e.V. (nur für Mitglieder) stattfinden wird, muss man sich heute schon fragen was die Verantwortlichen dort beschließen , sprechen möchten – ansprechen werden – ……..

    http://domspatzen.de/chor/Ehemaligentreffen.html
    Infos über
    Anforderung an die E-Mail-Adresse chormanagement(at)domspatzen.de.

  • Georg Auer

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    Kirche startet weltweite Online-Schulung gegen Missbrauch:

    Diese Pressemeldung ist heute in den Tageszeitungen zu lesen. So diese Initiative durchaus zu begrüßen ist, fehlt mir als ein Missbrauchsopfer der Kirche hierzu der Glaube an die Ernsthaftigkeit der rk. Kirche hinsichtlich von sexuellen Missbrauch durch Priester und kirchl. Erziehungspersonal. Dieses mein Misstrauen in dieser Angelegenheit beziehe ich auf die Behandlung meines Missbrauchsfalles bei den Regensburger Domspatzen in Etterzhausen und dem weiteren sexuellen Missbrauchs einer Nonne an mir im Jugendhaus Bonbruck. Im ersten Falle war ich gerade mal neun Jahre alt, als mich der Präfekt im Domspatzenheim in Etterzhausen oftmals des Nachts in sein Zimmer holte. Im Jugendheim Bonbruck (ein kath. Kinderheim) war ich 11/12 Jahre alt, wo sich eine Klosterfrau im Badehaus sexuell sich an mir verging.
    Im Falle der Regensburger Domspatzen heißt es in dem Ablehnungsschreiben der Diözese Regensburg auf meinen Antrag auf Entschädigung: „… Ihre Schilderungen eines sexuellen Missbrauchs ist unsererseits nicht nachvollziehbar. …“
    Im zweiten Missbrauchfall im Kinderheim in Bonbruck durch eine Nonne, heißt es in dem Schreiben der zuständigen Klosterleitung: „…, die Schwester (Name) war zu dieser Zeit dort gar nicht tätig“. Diese Aussage ist für mich um so erschütternder, so ein mit mir dort gewesener Mann bezeugen kann, daß diese Schwester in der von mir genannten Zeit in diesem Kinderheim sehr wohl beschäftigt war.

    Ich denke, diese Missachtung eines Missbrauchsopfers durch die Kirche sagt alles, wie ernst es der rk. Kirche in Bezug derAufarbeitung kirchlicher Missbrauchsfälle wirklich ist.
    Und solange die bisherigen Missbrauchsopfers in der Kirche nicht ein Teil der Prävention (Anerkennung des Leids und Entschädigung als Missbrauchsopfer) gegen sexuelle Gewalt und Missbrauch – durch Priester und Erzieher in kirchlichen Erziehungseinrichtungen – sind, solange fehlt mir der Glaube, dass die rk. Kirche dieses Übel in ihren Erziehungs- und Bildungsinstitutionen ernsthaft bekämpfen will.
    Wer die bisherigen Missbrauchsfälle mit solch Niedertracht behandelt, kann nicht erwarten, dass ihm von diesen bei solch Vorhaben Glauben geschenkt wird.

    Ein paar Seiten weiter in der Zeitung liest man dann einen Bericht über den Dankgottesdienst für die neue Heilige Anna Schäffer im Dom zu Regensburg, wobei in der Predigt der Weihbischof R. Pappenberger über den „Sinn des Leids“ spricht.
    In meinem Missbrauchsfalle kann ich wirklich keinen Sinn des Leids erkennen, wo dieses – mein Leid – bisher von den Kirchenoberen mit Füssen getreten wurde. So fehlt mir nun jegliches Vertrauen gegenüber allen Präventionsvorhaben der rk. Kirche gegen sexuellen Missbrauch in den eigenen Reihen.

    Hierbei halte ich es lieber dann mit dem Ausspruch des alten Lenin: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“

    Und deshalb bedürfen gerade auch kirchliche Internate und Erziehungsanstalten in Zukunft regelmäßiger Kontrollen durch staatliche Aufsichtsbehörden.

    Ein ehemaliger Domspatz

  • F. Wagner

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    Was heißt hier: Bilder lügen nicht? Wie stockblind muß man eigentlich sein, um solche Verteidigungsargumente aufzufahren wie der von Robert Werner zitierte Ex-Domspatz:
    „Kapellmeister Schrems habe mit dem Naziregime nichts zu tun haben wollen, da er ’sogar auf dem Obersalzberg‘ im Priesterrock dirigiert und zu seiner Religion gestanden habe.“
    Der Herr Schrems ist hier auf zwei Fotos auf dem Obersalzberg zu sehen, einmal von hinten und einmal von vorn, und beidemal hat er alles an, nur keinen Priesterrock! Vermutlich ist es die gleiche untrügliche Erinnerung wie bei den beiden anderen Ex-Domspatzen, die Stein und Bein schwören, niemals nicht am Grab von Horst Wessel dessen schmieriges Propagandalied gesungen zu haben. Das ist schon phänomenal, wie sich die alten Herren selber in die Tasche lügen.
    Da schwingt halt der begnadete Domkapellmeister und Professor von Hitlers Gnaden immer noch die Peitsche.
    P.S. Bekanntlich gibt es immer wieder Nazis, die die Schnauze voll haben und sich von dem Gesindel und ihrem Bullshit verabschieden. Und die dann aus dem Nähkästchen plaudern. Von daher weiß man seit langem, woher solche Argumente wie das im ersten Kommentar stammen:
    „Was für eine Sensation… interessiert vermutlich so gut wie keinem ob Hitler gern dem Knabenchor gehört hat, ob Hitler gern Luft geatmet und Wasser oder Bier gern getrunken hat.“
    Sowas (inklusive falscher Dativ) wird den Kameraden seit Jahr und Tag bei NPD-Schulungen eingebleut. Mit dieser Masche soll jedwede historisch-kritische Beschäftigung mit der Nazizeit lächerlich gemacht werden. Das Lächerlichmachen ist die Voraussetzung und Ausgangsbasis für die anschließend folgende nationalsozialistische Wiederbetätigung. Das Mördertrio, das sich dann NSU genannt hat, hat nichts anderes gemacht in seinen Anfangsjahren, sprich: bevor es zum Morden überging. Es ist schon eine Zumutung für den Autor einer derart fundierten historischen Recherche wie Robert Werner, daß er sich hier in aller Öffentlichkeit von Neonazis begeifern lassen muß.

  • Short - News

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    …das sind aber schon viele…….

    ………………….

    20 Priester unter Missbrauchsverdacht

    Kaum ein Tag ohne Missbrauchsverdachtsfälle in der katholischen Kirche: Allein im Bistum Trier sind jetzt neue Vorwürfe gegen insgesamt 20 Priester bekannt geworden. Auch in Weimar und Essen sind weitere Priester ins Zwielicht geraten.

    http://www.stern.de/panorama/bistum-trier-20-priester-unter-missbrauchsverdacht-1554663.html

    ………………………………………………………………………………….

    29.10.2012
    Kirche zieht Zwischenbilanz im Kampf gegen Missbrauch
    „Auf dem richtigen Weg“

    http://www.domradio.de/aktuell/84783/auf-dem-richtigen-weg.html

    ……………………………………………………………………………………

    http://www.nordsee-zeitung.de/nachrichten/norddeutschland_artikel,-Kirche-schult-Mitarbeiter-zur-Praevention-von-Missbrauch-_arid,827467.html

    …………………………………………………………………………………..

    http://nachrichten.at.msn.com/inland/vorw%C3%BCrfe-gegen-pfarrer-initiative-zu-missbrauch-1

    ……………………………………………………………………………………

  • Georg Auer

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    Der missbrauchte Mensch, der missbrauchte Gott:

    Zum letzten Mal will ich hier als ein Missbrauchsopfers der Regensburger Domspatzen öffentlich meine Meinung und Betroffenheit kundtun, um der Wahrheit seine Geltung zu geben.

    Die Bistums- und Domspatzenleitung ist anscheinend 67 Jahre nach Kriegsende immer noch im Nazi-Trauma gefangen, gleich wie die Missbrauchsopfers der Domspatzen noch immer in ihrem Missbrauchs-Trauma verhaftet bleiben. So die Regensburger Bistumsleitung und Domspatzenleitung die unrühmliche Chorhistorie der Domspatzen während der Hitlerzeit immer noch verleugnet und weiterhin die Missbrauchsfälle der letzten Jahrzehnte in den Domspatzeninternaten als eine antikirchliche Hetze der Medien abtut, werden diese für die rk. Kirche so heikle und brennende Themen auch in Zukunft im öfftl. Fokus stehen.
    Denn: „Wer zeigt keine Einsicht zur rechten Zeit, der lebt weiterhin in der Lüge und aller Falschheit!“

    Wie die Regensburger Bistumsleitung die Missbrauchsopfer bei den Domspatzen zum Schluss mit einem Serienbrief mit Ablehnungsbescheid auf deren Anträge auf Entschädigungsleistung abgefertigt hat, ist schon als die höchste Stufe des Spotts (Giga-Spott) zu werten. ………
    ‚Bistum Regensburg. …Betrifft: Ihr Antrag auf Anerkennungsleistung. … Wir konnten dabei Ihre Aussagen zur Frage eines sexuellen Missbrauchs leider nicht nachvollziehen. Eine Leistung in Anerkennung von erlittenen Leid erscheint auf diesem Hintergrund deshalb nicht gerechtfertigt. …‘ (Schreiben vom 23 01.2012)

    Am 07.06.2006 (also schon fast 4 Jahre früher als die Veröffentlichung der kirchl. Missbrauchsfälle 2010) schrieb ich einen Brief an die Domspatzenleitung, worin ich meine Erlebnisse des sexuellen Missbrauchs durch den damaligen Präfekten im Vorschulheim der Regensburger Domspatzen in Etterzhausen schilderte. Außer eines kurzen Anrufs vom Leiter der Vorschule (Nachfrage nach meinem weiteren Vorgehen) hörte ich fast vier Jahre von dort auf meinen Brief gar nichts mehr. Erst dann im Jahre 2010 ( nach Bekanntwerden vieler Missbrauchsfälle in der Kirche) bekam ich überraschenderweise wieder einen Abruf von der Domspatzenleitung, dass mein Brief aus dem Jahre 2006 an die Missbrauchsbeauftragte des Bistums Regensburg weiter geleitet wurde. Ich selbst solle mit dieser Person in Kontakt treten. Dies habe ich sogleich getan und schilderte dieser all mein mir angetanes Leid in meiner Zeit im Vorschulinternat der Domspatzen. Von der Missbrauchsbeauftragten erhielt ich später dann einen Jahresbericht mit Gruppenbildern der Schüler aus dem Jahre 1961, obwohl beim ersten Telefonanruf des Vorschulleiters bei mir dieser sagte, es gäbe keine Unterlagen (mehr), dass ich dort Schüler gewesen bin. Auf ein paar Fotos konnte ich mich wieder erkennen und auf einem Bild meinen Missbrauchstäter auch identifizieren. Leider verweigerte die Missbrauchsbeauftragte die Herausgabe der dazugehörigen Schülernamensliste, aus Datenschutz gegenüber der anderen aufgeführten Schüler.

    Im April 2010 vereinbarte ich mit der Missbrauchsbeauftragten ein geneinsames Treffen (Psychologin und mir) mit dem damaligen Leiter der Domspatzenschule in Etterzhausen, so ich dort an Ort und Stelle meine schlimmen Erinnerungen nochmals erzählen wollte. Außer dem alten Bahnhofsgebäude habe ich in Etterzhausen nichts mehr erkennen können, da das frühere Domspatzeninternat ja nicht mehr existierte und ich seit 1961 nicht mehr in diesem Ort war. Der Vorschuldirektor war sehr freundlich zu mir, aber gab mir keine Möglichkeit, meine leidvollen Erinnerungen aus meiner Heimzeit nochmals darzutun.

    Im Oktober 2010 traf ich mich dann – gemeinsam mit der Missbrauchsbeauftragten an einem fremden Ort – mit meinem Missbrauchstäter aus meinem Heimaufenthalt in Etterzhausen. Nach anfänglichen leugnen seiner Missbrauchstaten an mir, bat er mich dann doch unter Tränen um Verzeihung, die ich ihm dann auch zusagte.
    Umso mehr verwundert mich nun im Nachhinein, dass das Bistum dann gegenüber dem BR (Sendung Kontrovers „Im Zweifel gegen die Opfer) behauptet, in meinem Falle stehe Aussage gegen Aussage. Wollte man mit dem Treffen meines damaligen Täters mich nur ruhig stellen? Was hätte ich diesem dann eigentlich verzeihen können, wenn er nachträglich öffentlich alles wieder leugnet?
    Eigentlich wollte ich gar keinen Entschädigungsantrag stellen und habe mich erst auf langes Zureden von nahen Angehörigen hierzu entschlossen. Erst dadurch ist mir aber bewusst geworden, dass die Bistumsleitung mit mir eine makabere Missbrauchsgesprächsrunde inszeniert hatte. Man wollte meinen Missbrauchsfall mit vorgegebenen Drehbuch aus der Welt schaffen. Und eine Psychologin (Missbrauchsbeauftragte) spielt dabei ihre vom Bistun vorgegebene Rolle bei diesem Missbrauchs-Drama.
    Welch große nachträgliche Entäuschung für meine Person.
    Aber erst dadurch wurde so List und Tücke des Bistums offenbar.

    Zu allerletzt zitiere ich nochmals meine Überschrift “ Der missbrauchte Mensch, der missbrauchte Gott“, ein Artikel zum sexuellen Missbrauch an Kindern, geschrieben von dem Theologen Erwin Möde. In diesem lesenswerten Artikel schreibt er unter anderem über den Genuss-Gott als Götze des Menschen:

    ‚Im religiösen Missbrauch wird aus Gott, dem Ganz-Anderem, der „kleine Andere“. Es ist der „Gott mit uns“, wie es auf den Koppeln der Wehrmachtssoldaten eingraviert stand. So wird auf dem Weg der Vorstellung aus dem unverfügbaren Gott ein nützlicher, begehrter „Gott mit uns“. Der jüdisch-christliche Gott jedoch ist jenseits von Begehren und Genuss. Man kann Gott nicht genießen. Der genießbare Gott ist ein Götze.‘

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Schorn

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    @ Georg Auer

    Anscheinend ist der missbrauchte Mensch auch heute nach so langer Zeit hier nichts mehr Wert! Man sieht die Haltung vom Bistum Regensburg/ Bischöfliches Ordinariat- oder auch von der heutigen Stiftung der Regensburger Domspatzen, dass __Sie in keinster Weise von den damaligen Ereignissen -aus Etterzhausen oder vom Domspatzeninternat aus Regensburg – Bericht erstatten wollen oder möchten. Die lassen das Gras darüber wachsen und warten eben bis wieder eine gewisse Ruhe eingekehrt ist. Alles wird dadurch so sehr in die Länge gezogen und ein Niemand möchte für diese Geschehnisse aus der Vergangenheit die Verantwortung übernehmen.
    Die Missbrauchsbeauftragte Böhm und die Gewaltbeauftragte Hofmann – Glas , haben vielleicht nur Informationen gesammelt , damit Sie heute im Domspatzeninternat alles NEU umstellen haben können oder konnten ?
    http://domspatzen.de/schule/praevention.html
    Schlimm genug ist dass eben viele , auch Heimkinder ,
    auch damals verführt wurden, Schwul gemacht wurden,
    ja sogar von älteren Mitschülern Missbraucht wurden, vergewaltigt wurden, und heute möchte ein Niemand mehr darüber reden.
    Für mich sind das sehr sehr verwerfliche Handlungen,
    die nicht sein dürfen und abgestellt werden sollen.
    Es kann nicht sein…
    Wenn die Jungen dort in Regensburg nichts mit Mädchen haben dürfen, dann ist das auch bestimmt ein normales Erscheinungsbild – eben für diese Sprößlinge – eben auch homoerotische Liebschaften im Internat pflegen zu dürfen.
    Heraus kommen dann nach meiner Meinung wieder andere Themen und niemand will es dann gewesen sein….
    http://www.kein-taeter-werden.de/regensburg

    Man bekommt keine richtige Stellungnahme wegen den Themen Nazidomspatzen, Missbrauch in Etterzhausen / Regensburg und der brachialen Gewalt der eigenständigen damaligen Stiftung Etterzhausen, der Elitevorschule der Regensburger Domspatzen.
    Einige sagen heute das wir in Etterzhausen ein Kinder-KZ hatten, und andere wieder fanden alles ja nicht so schlimm, ja eigentlich normal – denn sie machten ja Jahre später das Abitur dort in Regensburg.
    Nach meiner Meinung war eben auch diese große Erbschaft ( Gut Elsendorf aus der Hallertau ) daran Schuld, weil so viel eben schief gelaufen ist. Anscheinend hat damals schon dieser große Guthof mit Jagdrecht , einigen vielen so sehr den Kopf verdreht!?
    Diese verdammte Gewalt…
    „Ansehen, Ehre, Ruhm – wer darin sein Entzücken findet, der füttert sich mit Wind.“ Thomas Morus

    Schützenswert ist der Mensch, nicht das ansehen

    http://jojasper.de/selbstwert.html
    http://jojasper.de/uploads/media/_Heim_weh_Jo_Jasper.pdf

    Das Bistum in Regensburg will anscheinend mit der damaligen Wahrheit nichts wissen…..oder nichts mehr wissen.
    Dort wurden Kinder Vergewaltigt und kaputt gemacht, und das Bistum und die Stiftung der Regensburger Domspatzen schweigen zu diesen Themen ausführlich.

    Dieses Heim in Etterzhausen war wirklich damals in einem sehr sehr desolaten ( = de·so·lat Adj. de·so·lat (geh.)
    so heruntergekommen = ) Zustand.
    Ich erinnere mich, denn 1974 vielen damals im Neubau auch immer große Gesteinsbrocken von der Decke.
    Erschlagen wurde aber damals niemand , aber wir hatten alle auf der Bude damals nur Angst!

    Es werden gewisse Themen nur schön geredet, oder es wird wieder einmal von Themen abgelenkt.
    Anscheinend weiß wirklich niemand in Regensburg wie man diese Themen von damals eben heute in unserer Gegenward richtig aufarbeiten kann-soll-oder möchte.

    Der Herr Bischof Müller redet nach meiner Meinung ein wenig am Thema vorbei….
    Erzbischof Müller über den Mißbrauch –
    und dessen Mißbrauch in unfairen Kampagnen

    http://charismatismus.wordpress.com/2012/07/28/zeitdokument-erzbischof-muller-verwirft-den-misbrauch-und-dessen-misbrauch-durch-antikatholische-kampagnen/

    Ein ehemaliger Domspatz

    PS: Georg Auer, wir können froh sein dass wir damals nicht nach Regensburg haben gehen müssen!

  • Ehemaliger Etterzhausener

    |

    Ja, diese ehemalige Zeit in Etterzhausen war für viele eine sehr sehr schlimme Zeit! ‚Auch möchte ich hier diese Berichte
    vom Wolfgang Blaschka ansprechen….

    Vergewaltigungen und Prügelstrafen bei den Regensburger Domspatzen
    Der Dom, die Spatzen und der Pfaff – Teil I + Teil II

    Von Wolfgang Blaschka

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15049

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15061

  • Ein Gedenkkranz für den Nazi-Bürgermeister | Regensburg Digital

    |

    […] um das KZ-Außenlager Colosseum, die Aufarbeitung der Messerschmitt-Historie oder der Missbrauch des Domspatzen-Chors für NS-Propaganda und das heutige Schweigen darüber sind dafür nur ein paar Beispiele. Dass die Stadt aber des einstigen Nazi-Bürgermeisters […]

  • Bemerkenswert

    |

    Wo bleibt der vorläufige Abschlussbericht zu den Themen Missbrauch und Gewalt?

    In Etterzhausen und in Regensburg wurden in kath. Einrichtungen ausführlich Kinderseelen gequält + missbraucht und man frägt sich heute warum das bischöfliche Ordinariat in Regensburg nach fast 3 Jahren noch immer keinen vorläufigen Abschlußbericht präsentiert.

    Anscheinend soll zu bestimmten Themen einiges schief
    laufen, damit die Opfer heute “ von dem “ eben die
    Finger lassen?
    Glaube , einige in Regensburg haben so sehr
    eine große Angst vor “ dieser Wahrheit “ , deshalb auch dieses große Schweigen!
    Missbrauch und Gewalt in kath. Einrichtungen und das Bischöfliche Ordinariat schweigt dazu ausführlich.

    Bemerkenswert ist auch die Haltung!

    Diese Texte vom Blaschka Wolfgang , siehe unten, sind sehr gut geschrieben und gehen schon ein wenig unter die Haut “
    Aber so war das damals!!!
    Quer durch die Jahrzehnte haben wir die Jungen damals in Etterzhausen schlimmes erlebt – erleben müssen.

    Und der Junge der damals auch in Etterzhausen missbraucht wurde ……..

    http://www.donaukurier.de/nachrichten/kultur/Regensburg-Wenn-ich-spiele-bin-ich-frei;art598,2495775

    Fast so wie damals, als Greza mit achteinhalb Jahren ins Internat der Regensburger Domspatzen nach Etterzhausen kam.
    ………………………………………………………………………………………
    http://www.intern-at.de

    http://www.intern-at.de/links-presse/

  • Georg Auer

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    Domspatzen auf großer Reise in China
    – Lied: „Kleine Kinder – kleine Sorgen“ –

    Nach dem euphorischen Zeitungsbericht über die Reise der Regensburger Domspatzen als Bayerns Botschafter nach China, will ich mich in diesem Internet-Nachrichtenportal doch noch weiterhin zu Wort melden; und dies so lange, bis die Diözesanleitung endlich den im Jahre 2010 zugesagten Schlussbericht über die Missbrauchsfälle bei den Domspatzen – früherer Zeit – veröffentlicht. Aus diesem Grunde revidiere ich meine getane Aussage vom 06. November (Domspatzen als Braunhemdler … NS-Zeit), so dies nun auch mein letzter „Kontrovers-Beitrag“ sein soll, was die Causa – Missbrauch -der Domspatzen betrifft.

    Aber bei all meiner Kritik an der bisherigen öfftl. Darstellung des Chors jetzt und in seiner Geschichte durch die Bistumsorgane ( u.a. MZ) und der Domspatzenleitung, halte ich doch den Domspatzenchor für einen der besten Knaben-/Männerchöre der Welt und ich gönne jedem Domspatzensänger dessen Berühmtheitsstatus; gleichwohl ich auch die unkritische und uneinsichtige öfftl. Darstellung der Chorverantwortlichen, was die Chorhistorie in der Hitlerzeit und auch den früheren Missbrauchsfällen in den Internaten betrifft, forthin weiter – als ein Opfer von sexueller Gewalt – kritisieren werde.
    So bin ich von Zeit zu Zeit immer mal wieder sonntags in der Messe im Dom und höre mit großer Inbrunst den Gesängen der Domspatzen zu und stimme dann mit ihnen gemeinsam an das Credo: „…Patrem omnipotentem, factorem caeli et terrae, visibilium …“.
    So bin und bleibe ich trotz all meiner schlimmen Erlebnisse in der Vorschule in Etterzhausen ein großer Fan der Regensburger Domspatzen.
    Und sie waren – in der Vergangenheit und auch jetzt – immer gute Kulturbotschafter des geistlichen sowie auch des deutschen Volks- Liedguts; gleichwohl von welcher politischen Coleur sie zu gegebener Zeit zu deren Zwecken gebraucht oder gar missbraucht wurden und auch noch werden. Hierbei tragen große Schuld in der Vergangenheit immer noch die politischen, kirchlichen und chorleiterischen Führungspersönlichkeiten, welche dem damaligen – als auch heutigen – Zeit-/Ungeist untertan waren.
    So ist die Chinareise den Domspatzen – als musikalische Begleiter der bayerischen Regierungsdeligation – von Herzen gegönnt, auch wenn den Domspatzen-Missbrauchsopfern bis jetzt eine Wiedergutmachung ihres Leids versagt bleibt.
    Hier handelt man nach dem Grundsatz: Ein missbrauchter Domspatz ist ein totgesagter Domspatz!

    Wenn ich dann zum Ende des Zeitungsartikels lese, …’Besonders viel Begeisterung kam bei den Konzerten bei dem Lied „Kleine Kinder – kleine Sorgen“ auf’… dann kommen bei mir ganz andere Assoziationen in den Sinn und ich werde noch einmal von schlimmen Missbrauchsbildern in der erneuten Erinnerung gequählt.
    So zum Beispiel mit dem Bild, wo ich des Nachts im Zimmer des Präfekten bin und vornübergebeugt nackt stehend auf einem niederen Stuhl – dessen Lehne mit eisernen Händen umgreifend -, den nichtendenden Einschub unzähliger Zäpfchen erdulde und zum Abschluss dieses verwerflichen Tuns noch einen Trank des Vergessens verabreicht bekomme, dass mir gar die Sinne entschwinden und ich am Morgen wie tot erwache.
    Für mich damaligen neunjährigen Sängerknaben lautet der Refrain dieses Kinderliedes somit ganz anders:
    … “ Kleine Kinder – große Sorgen, wo Unholde Kinderseelen morden.“
    Und so war mein Lieblingslied in der Vorschule 1961 bei den Regensburger Domspatzen die letzte Strophe des Liedzykluss „Es waren einmal zwei Königskinder …“:

    „Da hörte man Glockengeläute,
    Da hörte man Jammern und Not,
    Da lagen zwei Königskinder,
    Die sind alle beide tot.“

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Schorn

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    @ Georg Auer

    Deine schlimmen damaligen Erlebnisse von Etterzhausen, der eigenständigen Stiftung – Elite-Vorschule der
    Regensburger Domspatzen , tun mir – und auch bestimmt vielen vielen anderen draußen auch – sehr sehr Leid!

    Wie können die Jungs von damals Dir helfen , damit Du nur ein wenig darüber hinweg kommst?
    ———————————————–

    Sollte jetzt doch auch vom Bischöflichen Ordinariat- Bistum Regensburg – eine Stellungnahme dieser ganzen richtigen Vorfälle aus der Vergangenheit kommen, dann ist es aber damit auch nach fast 3 Jahren sicherlich nicht getan!
    Einen solchen Abschlußbericht laße ich so dann nicht ganz gelten, eben weil….
    Denn wenn es um diese eigenständige Stiftung Etterzhausen geht , dann müssen auch diese ganzen Betrügereien eben lückenlos – aufgedeckt werden.
    Wir alle – eigentlich alle damaligen Jungen ( die Rede ist von bis zu 1500 Jungen , die damals dort waren ) die in Etterzhausen waren – wurden alle auf die eine oder andere Weise so derart von diesem Direktor Johann Maier oder den Präfekten ungerecht behandelt! Auch bin ich der Meinung , dass wir, die alle in Etterzhausen waren, wir auch die Domspatzen in Regensburg eigentlich richtig groß gemacht haben!
    Hätte es diese eigenständige Stiftung in Etterzhausen nicht gegeben , dann würden auch die Domspatzen heute nicht so sehr in der Champions League spielen.
    Vielen Jungen wurde damals auch nach meiner Meinung die Zukunft genommen , viele wurden damals kaputt gemacht, wurden vergewaltigt, wir wurden einer brachialen Gewalt ausgesetzt – wir hatten auch Prügelknaben dort in Etterzhausen – und viele durften einfach nichts werden, weil der Direx Maier Johann Sie dann wieder heim geschickt hat. Ja , diese Kirche und diese Stiftung von damals , haben damals von vielen Jungen eben unsere Zukunft so sehr mit beeinflußt. Unsere Eltern bezahlten damals wirklich sehr sehr viel für diese Pensionen , und viele wurden nur – so heißt es draußen auch – als Bettenfüller für diese Stiftung gebraucht- oder auch – bzw. missbraucht! Viele mussten damals auch die Klassen (die 3. oder 4. Klasse) wiederholen, nur damit auch immer die Betten für diese eigenständige Stiftung gefüllt waren. Auch werden Stimmen laut, eben wenn in Regensburg die Betten der 5. Klassen schon fürs jeweilige neue Schuljahr immer belegt waren ,und der Maier Johann dann von der Elite-Vorschule aus Etterzhausen zu viele Übertritte nach Regensburg eben schicken wollte, es dann immer große Probleme gegeben haben soll. Auch muss man sich die Frage stellen , wer eigentlich für diese ganzen Folgeschäden aufkommt!?! Nach meiner Meinung müssten man uns damaligen Opfern eben heute nach so langer Zeit eine dementsprechende Rentenzahlung zusprechen.

    Wenn , dann müsste bitte das Ordinariat in Regensburg einmal auch ausführlich Ihre Hausaufgaben machen und Sie
    könnten auch einmal das Thema Etterzhausen – von der entwicklungspsychologischer Sicht auch die Rückschlüsse der Psychopathologie aller betroffenen Jungen von Etterzhausen – auf die Belastungen aus der damaligen Zeit ziehen.

    Nach meiner Meinung wissen Sie ja schon alles von damals , wollen aber für uns Opfer anscheinend nicht die Börse öffnen. Da wird das ganze Vermögen der ehemaligen eigenständigen Stiftung Etterzhausen / Pielenhofen eben nach Regensburg umgeschichtet und schon war es das!?!

    Deswegen fordere ich schon auch einen vorläufige
    Abschlußbericht , aber dann auch einen Bericht zu den Themen “ Betrügereien „.

    Georg Auer , wünsche Dir viel Glück und Gesundheit im Alter und rege Dich bitte nicht so sehr über diese Kirche auf!

  • Short - News

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    Der Käse ist gegessen und ich Glaube dass sich das Bistum Regensburg oder auch die Institution – Regensburger Domspatzen zu diesen ganzen Themen nicht mehr so derart bemühen werden. Die werden die Themen so lange in die länge gezogen , bis ein wenig Gras darüber gewachsen ist.

    Da sich ja auch schon Domspatzen umgebracht haben sollen , bin ich bei diesem Bericht schon ein wenig erschrocken.

    Nr. K 169 / 2012 – Selbstmordrate bei missbrauchten Kindern und Jugendlichen bei fast 30 % / Kirche beharrt auf Verjährungsfristen –

    http://www.theologe.de/schwarzbuch_katholische-kirche.htm

    Bischof Gerhard Ludwig Müller erklärt Kirche bei Kinderschänderverbrechen von Priestern für „unschuldig“.

    http://www.theologe.de/schwarzbuch_katholische-kirche.htm#Schuld_an_Kinderschaenderverbrechen

    Nr. K 165 / 2012 – Katholische Kirche könnte auf Verjährung der Sex-Verbrechen von Priestern verzichten, tut es aber nicht

    http://www.readers-edition.de/2012/04/07/bischof-stefan-ackermann-beharrt-auf-verjahrung-aber-vertraulich/

    Der Wolfgang Blaschke , damals auch Domspatz , hat zum Thema wirklich zwei gute Berichte geschrieben ,

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15049
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15061

  • Schorn

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    Der Käse ist gegessen und der Zug schon lange angefahren!

    Warum sich die Herrschaften nach fast 3 Jahren immer noch nicht mit einem vorläufigen Abschlußbericht melden, das steht bestimmt immer noch in den Sternen!

    ………………………………………………………………………………………
    Auch möchte ich hier einmal alle Heimkinder grüßen,
    eben weil wir alle damals auch viel mitgemacht haben!
    ………………………………………………………………………………………

    http://heimkinderinsel.de/index.php?page=Index&s=759be382cb045c15ee192528c4c42cd9327eae5c

    http://www.imheim.net/index.php?page=Board&boardID=1123

    http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Heimkinder-Schicksale_-_Wie_gepruegelte_Hunde_-_Panorama_-_SPIEGEL-ONLINE_-_11-02-06.html

    http://www.onlinezeitung24.de/article/2409

    http://www.theologe.de/schwarzbuch_katholische-kirche.htm

    http://www.theologe.de/sexuelle_vergehen.htm

    ………………………………………………………………………………………

    Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis,
    beharrlich im Gebet!

  • Georg Auer

    |

    @Short – News: „Der Käse ist schon gegessen…“

    Ihre weiteren Hinweise auf sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen im Verantwortungsbereich der rk. Kirche zeigen doch, dass der Käse längst noch nicht gegessen ist. Denn dieser Käse kann gar nicht mehr gegessen werden, so er ungenießbar ist. Denn dieser Käse stinkt momentan wieder gewaltig zum Himmel, so man ihn im Jahr 2010 von seiner mehr als fünfzigjährigen Schimmelschicht befreit hat. Nun versucht die rk. Kirche bei dem stinkenden Käse das Schimmelwachstum wieder anzuregen, indem sie sich in die Geschichtslosigkeit flüchtet und den Missbrauchskäse als ein antikirchliches Dämonieprodukt hinstellt. Gleiches geschieht ja auch mit dem Thema die Rolle des Domspatzenchors währen der NS-Herrschaft. Aber der Gestank dieses Missbrauchskäses ist einfach unverwechselbar hinsichtlich seines Erzeugers. Und es ist somit Aufgabe aller Demokraten und kritischen Geister, um eine Umettiketierung dieses Stinkkäses durch die rk. Kirche zu verhindern.

    Tatsache ist nun mal, dass ich nach meinem Brief an die Leitung der Regensburger Domspatzen wegen des sexuellen Missbrauchs an mir im Jahre 1961 in der Vorschule in Etterzhausen durch den damaligen Internatspräfekten knapp sechs Jahre später erst die einzige schriftliche Antwort vom Bistum erhielt, nähmlich das Ablehnungsschreiben hinsichtlich meines nachträglich gestellten Entschädigungsantrags an die Diözese Regensburg. Mit dieser Methode lassen sich auch evtl. Verjährungsfristen in einer zu erwartenden rechtlichen Auseinandersetzung schon im Vorfeld auch erlangen.
    So hat man mich als ein Missbrauchsopfer in meiner Kindheit unter kirchlicher Obhut einfach ignoriert, gleich eie bei einem billigen, wertlosen Objekt.
    Wie tut es doch weh, wenn man sich als bisher treuer und
    gläubiger Katholik sich von seiner eigenen (Mutter) Kirche verstoßen weiß. Wie kalt, berechnend und unbarmherzig
    sind doch die Herzen der Kirchenfürsten, welche die Liebe und Barmhetzigkeit Gottes den Menschen überbringen sollten.

    Als ich 2010 mich mit der Missbrauchsbeauftragten und dem Internatsleiter der jetzigen Vorschule in Etterzhausen zur Aufarbeitung meines Missbrauchs bei den Domspatzen traf, wurden dort all meine schlimmen Erlebnisse aufs Neue wieder ganz lebendig und bewegten zutiefst mein Herz und das Gemüt. Um zu verdeutlichen, was Retraumatisierung eines Missbrauchsopfer bedeutet, will ich hier einen Auszug meiner damaligen Erinnerungsniederschrift wiedergeben:

    „Ich sitze im Zugabteil und betrachte die Donaulandschaft, welche an meinen Augen im Fenster vorbeizieht. Heute, Samstag, 17. April – eine Woche vor Ostern – Fahre ich wieder nach Etterzhausen, wie ich es auch früher als neunjähriger Bub es getan habe, als ich aus den Schulferien von Zuhause wieder in das Internat der Regensburger Domspatzen gefahren war. Bei der Zugfahrt damals wuchs mit jedem Kilometer näher dem Ort Etterzhausen auch meine Angst proportional. Diesmal fahre ich aber dorthin, um mich, wie mit der Missbrauchsbeauftragten und dem Direktor der Domspatzenvorschule vorher vereinbart – meinem erlittenen Trauma des sexuellen Missbrauchs durch den damaligen Präfekten mich an Ort und Stelle neu zu stellen. In Etterzhausen angekommen, steige ich aus und stehe vor dem Gebäude des Bahnhofes an dem mit großen Lettern der Name Etterzhausen geschrieben steht. Der Bahnhof ist mir noch aus meiner Erinnerung vertraut und ich gehe vom Bahnsteig zum Bahnhofsgebäude und dann zu dessen Vorplatz. Dort schaue ich in alle Richtingen des Naabtales im der Absicht, den Internatsstandort ausfindig machen zu können. Aber die beiden Naabuferhänge rechts und links des Bahnhofs sind jetzt mit vielen neuen Häusern bebaut, wo früher nur Wiesen und Sträuchet waren. Etwas verwirrt verlasse ich den Bahnhof und gehe zu nahen Kirche, um für mein heutiges Vorhaben zu beten.
    In der Kirche setze ich mich in die erste Kirchenbank und betrachte das Altarbild vor mir. Der Erzengel Michael kämpft mit dem Bösen in Gestalt eines Drachen. Plötzlich erscheint vor meinen Augen das Klassenbild, bei dem ich in der untersten Reihe ganz rechts auf dem Boden sitze, wobei ich mit beiden Händen mit auf den Knien aufgestützten Ellenbogen meinen gesengten Kopf bedecke und gleichzeitig damit auch meine Augen dahinter verstecke. Denn ich war nur leicht bekleidet und es fröstelte mich. Denn der Präfekt holte mich noch nachträglich zu diesem Fototermin hinzu, weil ich wegen Magenbeschwerden krank im Bett lag. Er ließ mir keine Zeit, mich richtig anzukleiden. So trug ich nur die kurze Hose, das kurzärmlige Hemd und die Strümpfe und die schwarzen Halbschuhe.Ohne Unterhemd und Unterhose setzte ich mich ins Gras zum fotografieren. Dabei spürte ich die kalte Erde unter meinem Po und die Kälte erfasste meinen ganzen Leib. Mir war, als wäre ich völlig nackt, allen Blicken um mich ausgeliefert.
    Traumabild:
    „- Ich stehe nackt unter der Brause. Alle Zöglinge sind im Baderaum versammelt. Dort hängen viele Duschköpfe von der Wand. Unter jedem stehen drei nackte Knaben Leib an Leib. Der Präfekt steht dabei am Zentralhahn, mit dem er alle Duschen auf einmal in Betrieb setzt. Heute gab es auch warmes Wasser aus der Dusche weil Wochenende war. Sonst, unter der Woche, gab es zum Duschen nur kaltes Wasser, der Abhärtung des Leibes wegen. Während des heutigen Duschens spüre ich auf einmal des Präfekten Augen auf mich gerichtet. Ich schaute kurz zu ihm auf. Seine Augen versprühten dabei Verlangen und Gier. Ich wendete mich von ihm ab, indem ich mich umdrehte. Da ruft der Präfekt uns Kindern zu: „Alle jetzt einseifen, auch zwischen den Beinen! Georg, Dreh dich um zu mir, so dass ich sehen kann, ob du dich auch ordentlich einseifst!“ Mit gesenkten Augen drehe ich mich zu ihm hin und seife meinen ganzen Leib dabei ein, immer noch seinen gierigen Blick auf meinen Leib verspürend. -“

    Noch viele weitere schlimme Erinnerungsbilder könnte ich hier erzählen, die während dieses Missbrauchs-Ortstermins in mir aus meinem Innersten hochkamen.

    Noch einmal! Der „Missbrauchskäse der Domspatzen“ ist längst noch nicht gegessen, so er zum Verzehr schon längst ungenießbar ist. Aber ich glaube, so dass das Bistum Regensburg bei diesem stinkenden Käse auf die neue Schimmelkruste des Vergessens hofft, bei den folgenden Missbrauchsfällen in der Kirche wird dieser Käse noch gewaltiger dann in den Himmel stinken.

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Memo

    |

    Auch möchte man zum Thema auf diesen Bericht
    hinweisen….
    ………….

    Wie der Missbrauch kirchenpolitisch instrumentalisiert wird.

    Gedanken von Generalvikar Michael Fuchs zu den Thesen der Memorandum-Theologen.

    Generalvikar Msgr. Michael Fuchs setzt sich kritisch mit dem Memorandum einiger Theologen und seinen Thesen auseinander und möchte mit seinen Gedanken und den hinterlegten Links zum Weiterdenken anregen. Die Zitate aus dem Memorandum sind kursiv wiedergegeben.

    ……..

    http://newsletter.bistum-regensburg.de/newsletter/newsletter_73/

    -siehe rechte Seite….

    STATEMENTS ZU ZÖLIBAT UND MEMORANDUM

    ……..

  • Schorn

    |

    Diesen Beitrag liest man auch in Israel:

    http://www.hagalil.com/

    http://www.hagalil.com/archiv/2012/11/19/domspatzen/

    …………………………………………………………………………………….

    Auch könnte man dem Ordinariat in Regensburg einmal vorschlagen- oder auch mitteilen – , dass Sie sich auch heute nach so langer Zeit – sich auch um die die traumatisierten Opfer von damals aus Etterzhausen – auch anständig kümmern!

    …………………………………………………………………………………….

    Schröder stellt Initiative gegen sexuellen Missbrauch vor

    Über 12.000 gemeldete Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs gab es im vergangenen Jahr, die Dunkelziffer ist weit höher. Jetzt hat Familienministerin Schröder eine Initiative zur Prävention gestartet.

    http://www.stern.de/panorama/schroeder-stellt-initiative-gegen-sexuellen-missbrauch-vor-1930042.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=politik&utm_content=snippet-links

  • Georg Auer

    |

    „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“

    Dieser Ausspruch des früheren russischen Präsidenten Michail Gorbatschow zu dem damaligen DDR-Vorsitzenden Erich Honecker, anlässlich der inneren Unruhen (friedlichen Revolution) in der DDR zeigt -in der geschichtlichen Folge des unausweichlichen Niedergangs der SED-Klicke -, dass die Personen oder Institutionen, welche nicht die Zeichen der Zeit erkennen in der Zukunft in die Bedeutungslosigkeit und Nichtigkeit der Geschichte entschwinden.

    Dies betrifft insbesondere auch die rk. Kirche mit ihrem ganzen – total unzeitgemäßen – Hirarchieaperat. Sie entschwindet in die Bedeutungslosigkeit, so sie sich niemals zu ihrer regiemtreuen Rolle während der NS-Zeit bekannt hat, sondern dies im Nachhinein immer als eine Verleumdung durch Gottlose und Kirchenkritiker abtut. In die Nichtigkeit, so sie nicht gewillt ist, sich ihrer geschichtlichen Verantwortung zu stellen, wo die Kirche und deren Verantwortlichen dem Bösen nicht widersagt haben, –
    sprich: Kreuzzüge, Inquisition, Hexenverbrennung, Teufelsaustreibung und Zwangsbekehrungen von Andersgläubigen.
    So hat die rk. Kirche auch nicht in aller Konsequenz dem Bösen wiedersagt, als diese in Gestalt des Faschismus ins Land zog und rühmt sich nun im Nachhinein der wenigen Widerstandskämpfer in ihren Reihen, welche von vornherein auf verlorenen Posten standen infolge des mangelhaften Rückhalts durch die eigenen Kirchenoberen.

    Dies alles gilt insbesondere auch betreffend für die Historie des Braunhemden-Domspatzenchors in Regensburg während der NS-Zeit (Hitlers liebster Knabenchor). Deshalb reist man mit dem Chor zu Auftritten lieber auch nach China, so dort der deutsche Führer Hitler immer noch als der größte und bewundernswerteste Mann in der deutschen Geschichte gilt. Im Staate Israel wäre der Regensburger Domspatzenchor wohl hingegen eher unerwünscht.

    Das vorher Gesagte trifft auch zu, was die sexuellen und gewalttätigen Missbrauchsfälle in der Vergangenheit in den Internaten der Domspatzen betrifft, auch wenn ein bischöfl. Generalvikar Michael Fuchs diese Vorkommnisse mit folgender Bemerkung zu bagatellisieren versucht: … -”das Missbrauchsfälle durch kirchliche Verantwortliche vermutlich im Promillebereich der Fälle in der Gesellschaft liegen. … -” (Statements zu Zölibat und Memorandum). http://www.bistum-regensburg.de/borPage003376.asp

    Dies sieht aber der Theologe und Kirchenkritiker Hans Küng ganz anders, welcher der Kirche und deren obersten Vertretern dabei eine große Mitschuld gibt, so diese mit ihrer immer noch mittelalterlichen Weltanschauung und unrealen Dogmenlehre den idealen Rahmen für sexuellen Missbrauch und Gewalt schafft, gleichgültig aller nun in großer Hektik schnell herbeigeführten Präventionsmaßnahmen ( Ratzingers Verantwortung – Ein Gastbeitrag von Hans Küng – www. sueddeutsche.de).

    So ich auch ein Missbrauchsopfer von sexueller und körperlicher Gewalt durch kirchliches Erziehungspersonal bin, und von der Kirchenleitung (Diözese) hinsichtlich meines Entschädigungsantrags als Lügner abgestempelt wurde (Serienbrief des Generalvikars Michael Fuchs http://www.regensburg-digital.de/demuetigung-in-serie/29022012/), rate ich nun allen Mit-Missbrauchsopfern dringend ab, sich in Bezug ihres Missbrauchs in kirchlich geleiteten Organisationen zu outen, sondern gleich in die Öffentlichkeit zu gehen, sprich Medien und Presse. Denn einmal Opfer sein in der Kirche bedeutet: immer Opfer sein in der Kirche. Keiner weiß das besser als ich selbst, der vom 4. – 15. Lebensjahr in fünf katholischen Heimen aufgewachsen ist und in zwei Kinderheimen schwerst sexuell missbraucht wurde.
    Seit fast nun sieben Jahren, wo ich mich in der Kirche wegen meines Missbrauchfälle in meiner Kindheit offenbarte, fand sich kein Geistlicher, der darüber mit mir sprechen wollte, oder gar mir hierüber sein Mitgefühl oder Mitleid gezeigt hätte.
    Im Gegenteil, man begegnete mir dabei nur mit Skepsis und Häme und ich wurde als ein Lügner und Nestbeschmutzer betitelt, der die kirchliche Wohlfahrt an mir nun versucht in den Dreck zu ziehen, anstatt Dankbarkeit zu zeigen.

    Aber die zweite große Zeitära der Aufklärung der Menschheit jetzt im Europa der Nachkriegszeit ist schon längst im Gange und lässt sich auch von den katholischen Klerikerbetonköpfen im Vatikan nicht mehr aufhalten. So wird eines Tages die rk. Kirche in der Gesellschaft bedeutungslos werden, so sie immer noch an ihren lebensfeindlichen Kirchengeboten und -verboten stoisch festhält und die Menschen mit ihrer verlogenen Moral immer noch zu ködern versucht.
    So schrumpft die Kirche unausweichlich in die gesellschaftl. Nichtigkeit, da sie nicht die Zeichen der Zeit sehen will.

    “Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!”

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Leo

    |

    Betreff:
    Es sei im Grunde vierzig Jahre nichts gemacht worden, ….

    Also wenn Sie heute erst zum Thema „“ Regensburger Domspatzen““ zu dieser Erkenntnis kommen , dann weiß ich auch nicht mehr weiter!

    Der Hochmut kommt vor dem Fall , und wenn man nach fast 3 Jahren nicht einmal einen richtigen und / oder vorläufigen Abschlu?bericht vorlegen kann, den damaligen Opfern heute nach so langer _Zeit keine Anerkennung und/ oder Respekt zukommen lassen kann, dann muss man auch heute nach Regensburg keinen neuen Bischof schicken!

    http://www.br.de/radio/bayern1/sendungen/mittags-in-niederbayern-und-der-oberpfalz/gegenfurtner-bischof-bistum-regensburg-100.html

    ____
    Bemerkenswert:

    http://www.gottes-suche.de/12.2.12.Missbrauch%202012.html

    http://www.gottes-suche.de/

  • Georg Auer

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    Millionenschwere Investitionen bei den Regensburger Domspatzen:

    Bei einer Pressekonferenz vor einigen Tagen in Regensburg, kündigte der derzeitige Diözesanadministrator Wilhelm Gegenfurtner für den Domspatzenchor erhebliche finanzielle Investitionen von mehreren Millionen Euro an, so beim Chor – laut seiner Aussage – die letzten 40 Jahre nichts getan wurde.

    Ich, als ein Missbrauchsopfer der Regensburger Domspatzen vertrete aber die Meinung, man sollte erst einmal die Altlasten bei den Domspatzen abarbeiten, bevor man neue Investitionen in Millionenhöhe tätigt. Unter Altlasten meine ich die finanzielle Entschädigung von Domspatzen-Missbrauchsopfern früherer Jahre, welche die Diözese per Serienbrief alle eingereichten Entschädigungsanträge in dieser Angelegenheit unisono ablehnend beschied.
    Dies wäre zum Beispiel schon mal ein glaubwürdiger und menschenfreundlicher Akt eines neuen Bischofs von Regensburg.

    Aber mir fehlt der Glaube hierzu, so dass Thema Domspatzen-Missbrauch vom Bistum weiterhin totgeschwiegen wird (kein Abschlussbericht).
    So glaube ich nun, dass das Thema „Sexueller Missbrauch in der Kirche“ infolge eines geheimen päpstlichen Orders an alle Ortskirchen als erledigt gilt, so Papst Benedikt XVI. bei seiner letzten Pastoralreise in Ostdeutschland dieses Thema schon wohlweislich aussparte. Der neue päpstliche Großinquisitor und frühere Bischof von Regensburg, G. L. Müller, hatte hierzu noch die restliche Drecksarbeit zu leisten, um die rk. Kirche wiederum im göttlichen Scheine der Sündenunschuld und Unfehlbarkeit aufleuchten zu lassen. Er wurde auch für dieses Tun honorig befördert zum neuen Großinquisitor im Vatikan.

    Und sollte es wirklich eintreffen, was die „Gerüchte-Spatzen“ schon von allen Dächern (Domen) pfeifen, dass der päpstliche Privatsekretär, Georg Gänswein, vom Papst zum neuen Bischof zu Regensburg gekürt werden soll, so bekommt das Bistum Regensburg statt bekömmlichen Messwein nur einen Gänsewein (schales Wasser) zum neuen Bischof.

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Is scho recht

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    @ Georg Auer

    Da liest man doch schon gleich , dass Sie sich in keinster Weise um diese Themen aus der Vergangenheit bemühen!

    Sorge um die Domspatzen

    Gegenfurtner selbst liegt dabei vor allem die Schule der Domspatzen am Herzen. „Es ist nicht wegzuleugnen, dass uns der Nachwuchs fehlt.“

    http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10008&pk=853054

    Die haben Sorgen und tun so als sei nichts gewesen!

    Dieser Schülerschwund der Domspatzen in Regensburg wird noch sehr sehr lange andauern.

    http://domspatzen.de/schule/Schuelerstand.html

    Und wenn Herr Gegenfurthner auch noch in diesem Stiftungsrat mit integriert ist , ,,,

    http://domspatzen.de/institutionen/Stiftung-RD.html

  • Georg Auer

    |

    @Is scho recht

    Auf deinen kritischen Einwurf will ich Dir folgend antworten:

    Es stimmt, dass ich mich zu wenig was die Geschichtsinterna der Domspatzenschule betrifft auskenne. Diese Kritik an meinen Beiträgen ist somit wohl berechtig.
    Ich selbst will hierüber aber gar keine Hintergrundrechersche betreiben, so dies ja gar nicht mein Problem mit den Domspatzen tangiert, sondern in erster Linie nur der jetzige unwürdige und beschämende Umgang der Bistumsleitung mit meinem Missbrauchsfall in der Vorschule in Etterzhausen.
    Was bekümmert mich, ob der Domspatzenchor Nachwuchssorgen hat. Mich bekümmert seit über 50 Jahren in erster Linie der massive sexuelle Missbrauch dort an mir, während meiner Schulzeit 1961 in Etterzhausen. Denn das Trauma des sexuellen Missbrauchs lähmt immer noch mein Herz und mein Gemüt. So ist es nur langjährigen Therapien und mehrmaligen Nerverklinikaufenthalten zu verdanken, dass ich noch am Leben bin. Es ist ja unterdessen ja bekannt, dass nicht wenige ehemalige Domspatzenschüler Suizid begangen haben.
    Noch einmal! Was interessiert mich nun, ob der Chor der Domspatzen Nachwuchssorgen hat. Dies zeigt doch nur, dass dem Domspatzenchor (wie auch schon zu früherer Zeit) die öffentliche Wahrnehmung und Zustimmung fehlt, was die Chorkonzeption (reiner Knaben- und Männerchor) betrifft. Es gibt in Regensburg mehrer gute gemischte Chöre, die auch geistliches Liedgut beherrschen und somit auch die Messen im Dom mit Liturgiegesang begleiten könnten.
    Freilich geht bei diesem Gedanken allen Domspatzen-Stiftungsratsvorständen der „A….“, so dies ja den Domspatzenchor in jetziger Form infrage stellt und ja auch ihre Organisation (Stiftungsrat) und auch alle sonstigen Domspatzeninstitutionen überflüssig macht. Welch eine Horrorvision für alle Domspatzen-Freunde?
    Aber so die Bistumsleitung die Zeichen der Zeit nicht sehen will, wird wohl der Domspatzenchor in der Zukunft in einem Millionen-Investitions-Grab für immer beerdigt werden.

    Dies alles ist aber nicht mein Problem mit den Domspatzen, sondern der sexuelle Missbrauch an mir durch kirchliches Erziehungspersonal während meiner Schulzeit In der Domspatzen-Vorschule in Etterzhausen und dem daraus resultierenden Traumas, das mein Leben und meine persönliche Entwicklung in der Folgezeit sehr erschwert hat.

    Denn keiner, der niemals von sexueller Gewalt betroffen war, weiß um den vernichtenden Einfluss eines sexuellen Missbrauchs an einem Kind in dessen weiterem Lebensvollzug. Denn der Tod ist während des Missbrauchs dem Kind ein willkommener und erlösender Freund und bleibt es auch weiterhin in seinem späteren Leben.

    Diesen Umstand habe ich viel später dann in einem Gedicht wiedergegeben:

    „Trauerkleidung trägt heut‘ der Tag
    und ich weiß nicht an was es lag,
    dass der Wind die Schwermut mir hat ins Herz geweht.

    Voll Melancholie ist die Natur,
    lethargisch folg ich ihrer Spur,
    bis angekommen ich bin am schwarzen See.

    An seinem Ufer ich dann lange saß
    und darüber ganz vergaß,
    dass zum sterben ich kam her.

    Seine Wellen sangen mir ein Lied,
    bevor ich wieder von ihm schied,
    ein Lied von Tränen und von Leid.

    Mir die Noten klingen noch im Ohr
    und höre singen auch den Chor,
    von der Totenschaaren ew’gen Zeit.“

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Is scho recht

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    @ falsche interpretation..

    Hi, ich meinte mit “ Sie “ ja auch nur das
    Bistum von Regensburg ,
    sonst niemanden.
    Es wurde da eben auch bestimmt etwas falsch verstanden oder auch falsch interpretiert.

  • Fr.Streng

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    Helmut Wanner hat sich in der MZ bemüht, den lädierten Ruf von Theobald Schrems zu retten und dabei keine Verrenkung gescheut.
    Wanner, der MZ-Spezialist für die widerrechtliche Verteidigung aller Schulkreuze und für jüdische Stadtgeschichte, ist dabei in der Bestimmung der „Rasse“ so scharf wie vormals die Nazis vorgegangen. In seinem Artikel, also erst im Nachhinein, deklarierte er einen ehemaligen Domspatzen nach dem „rassischen“ Abstammungsprinzip zum Juden (wegen eines angeblichen jüdischen Vaters). Um dann im zweiten Schritt behaupten zu können, Schrems habe damals einen „jüdischen Domspatzen“ gerettet. Blöd nur, dass außer Schrems und der Mutter dieses Domspatzen niemand von seiner angeblichen jüdischen Herkunft wusste, es also auch keine Notwendigkeit zu schützen gab.

    http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg/artikel/juedischer-domspatz-sang-vor-hitler/860779/juedischer-domspatz-sang-vor-hitler.html

  • Horst Walter

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    Ich war auch in Etterzhausen und Regensburg. Von 1959 bis 1964.
    Direktor Meier in Etterzhausen und ein Präfäkt namen Oth (??) sind mir noch sehr in Erinnerung.
    Waren alles Gängster.

    Weiß jemand, wann der Meier gestorben ist und wo sie ihn beerdigt haben.
    Gibt es noch Unterlagen von ihm?
    Würde mich gerne mit Ehemaligen unterhalten. Ich bin Jahrgang 52

  • Magnus Meyer

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    War in den Jahren 1982 bis 1983 im Lager Pielenhofen. Nach meinen Recherchen war Direktor Meier bis in die 90iger Jahre noch im Amt. Walter Hansch war damals Präfekt. Es war ein ehemaliger Bergmann um so mehr ein guter Schläger. Dieser ist auch verstorben. In einer guten Stunde erzählte er mir dass er aus der Zone stamme. Als ich das Heim verließ kam mir zu Ohren, dass er aus der damaligen DDR ausgewiesen wurde. Obwohl ich 1982 in Pielenhofen war haben sich die Methoden zur Züchtigung nur geändert. Geschlagen wurden dennoch Alle auch Meier hat wahrend der Hl. Messe Watschen verteilt.

  • G 1

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    @ Horst Walter

    Der Monsignore Meier Johann ist schon vor über 20 Jahren gestorben – und der Präfekt Hansch ist auch schon tot.

    Wenn Du willst kannst auch mit mir einen Kontakt aufnehmen , dann kann ich dir von damals auch einiges besorgen.
    Gruss
    G1Ett@t-online.de

  • Der exzessive Gewalttäter und seine (Ex-)Freunde » Regensburg Digital

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    […] um den seinerzeit dahinsiechenden Domchor wieder aufzupäppeln. Was bald glückte. In der NS-Zeit, als der Domchor und Schrems nach Weltruhm strebten und Nazi-Propaganda betrieben, versuchte die Vereinsführung, darunter die NS-Bürgermeister Otto Schottenheim und Hans Herrmann, […]

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