Domspatzen: Vergewaltigungen bis in die 90er

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Die Mauer des Schweigens im Bistum Regensburg bröckelt weiter: Heute hat sich gegenüber dem Nachrichtenmagazin Spiegel ein erster Betroffener offenbart, der von sexuellem Missbrauch bei den Regensburger Domspatzen bis in die 90er Jahre hinein berichtet. Körperliche und sexuelle Gewalt seien allgegenwärtig gewesen, so der Ex-Domspatz, der die katholische Eliteschule 1992 verließ.

Er selbst sei im Internat von älteren Schülern vergewaltigt worden, auch in der Wohnung eines Präfekten sei es zu Analverkehr zwischen Schülern gekommen, zitiert der Spiegel den Ex-Schüler: „Die haben den Druck eines totalitären Systems eben weitergegeben.“

In der Diözese Regensburg waren bislang nur Fälle in den 50er und 60er Jahren eingeräumt worden. Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller ist derweil damit beschäftigt, seine Hasstiraden gegen die Medien in verschiedenen Sprachen übersetzen zu lassen.

Derzeit kann man auf den Internetseiten des Bistums in deutscher, französischer und englischer Sprache erfahren, dass die Berichterstattung über die Missbrauchsfälle innerhalb der katholischen Kirche mit dem „totalitären Herrschaftsanspruch des Neo-Atheismus und der Diktatur des Relativismus“ zu tun haben soll. Auch mit der Reichsparteitagsrede von NS-Propagandaminister Joseph Göbbels glaubt Müller die Medienberichte vergleichen zu müssen.

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Kommentare (35)

  • Corelli

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    Man darf gespannt sein, wann ans Tageslicht kommt, wieviel Dreck dieser Herr an seinem eigenen Stecken hat.
    Alles nur eine Frage der Zeit.
    Tick tack, tick tack, …

  • Christian

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    Wann wird die Menschheit endlich kapieren das die (Katholische) Kirche (bitte liebe Christen, versteht das nicht falsch ich meine die Institution, nicht den Glauben) eine der schlimmsten Geiseln der Menschheit ist und es, solange selbige nicht aufgelöst oder von Grund auf reformiert wird, immer wieder vergleichbare Skandale fabrizieren wird.

  • Helmut Matias

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    Alle Katholiken sollten sich schämen und die Opfer „glaubwürdig“ um Verzeihung bitten. Der geldwerte „Ablass“ könnte dann eine Basis für die Entschädigung der Opfer sein. zum entschuldigen ist Papst (privat ein sehr netter Mann) und sein Bruder unfähig. Banker = kath. Kirche. MfG

  • Thomas Pfeiffer

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    Guten Tag,

    ich finde es gut, dass Aigner das, was passiert ist, offen beim Namen nennt, nämlich „Vergewaltigung“. Der Begriff „sexueller Mißbrauch“ meint zwar dasselbe, aber die unsagbar Grausamkeit kommt dabei fast nicht rüber.

  • Joachim Datko

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    Keine Eliteschule, „Domspatzen“ nicht auf der Höhe der Zeit?

    Zitat : „Ex-Domspatz, der die katholische Eliteschule …“

    Meiner Ansicht nach sind die „Domspatzen“ einfach nur ein Überbleibsel aus dem Mittelalter. Wir leben nicht in einer Welt der Lobgesänge an einen katholischen Gott, sondern in einer von Naturwissenschaften und Technik geprägten Welt. Was soll man von Menschen halten, deren Weltbild aus einem Gott, einer Hölle, einem Teufel und einem Himmel besteht?

    Denn Eltern kann ich nur empfehlen, ihre Kinder nicht dem katholischen Weltbild auszusetzen. Das Minimum könnte sein, den Religionsunterricht zu verlassen.

    Scheinbar können Kinder sogar schon mit 14 Jahren die katholische Kirche eigenständig verlassen.
    Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Religionsm%C3%BCndigkeit

    „Ab Vollendung des 14. Lebensjahres wird in Deutschland eine uneingeschränkte Religionsmündigkeit erworben.
    Die Religionsmündigkeit beinhaltet sowohl das Recht, aus der bisherigen Religionsgemeinschaft auszutreten als auch das Recht, ….“

  • Immanuel K. Anti

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    Es ist für mich sehr gut nachvollziehbar, warum die Redaktion keinen direkten Link zu der Stellungnahme von Bischof Müller gelegt hat: eigentlich sollte dieses Schriftstück keine Verbreitung erfahren, es ist schlicht und ergreifend erbärmlich, was da zu lesen ist.

    Kurz herausstellen möchte ich Punkt 11, in welchem nicht-Gläubige kurzerhand zu triebgesteuerten, dummen Tieren herabgestuft werden. Vielen Dank.
    Ein ganz besonderes Gschmackl erhält diese Behauptung durch den in Punkt 9 hergestellten Nazivergleich und den Hinweis auf die damals übliche Sippenhaft.

    Ein weiteres Schmankerl ist es, daß jemand, der ein „Prof. Dr.“ vor dem Namen führt, seine Quellen – sofern sie nicht der Bibel entstammen – nicht vollständig aufführen mag, sondern überwiegend pauschale Behauptungen aufstellt. In allen anderen Studiengängen würde man es so nicht einmal bis zur Zwischprüfung schaffen.

    Aber lesen Sie selbst:
    http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=3989

  • Name ist der Redaktion bekannt

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    Die „Massenvergewaltigung“, die übrigen ärztlichseits bestätigt ist, wurde dem Hochwürdigsten Herr Bischof, dem Prof. Dr. h.c. Georg Ratzinger, Dem Domkapellmeister Prof. Büchner, dem Vors. der IG Domspatzen Wolfgang Brandl, dem Schulleiter usw. usw. übermittelt. Keiner hat die Staatsanwaltschaft (hat die überhaupt Interesse???) eingeschaltet. Keiner der Genannten sich gerührt. Weshalb nicht? Es war doch, lt. SPIEGEL erst 1992.
    Was weiß weiter der Hochwst.Prälat Hubert Schöner, der einmal Internatsdirektor war? Hat der auch etwas getan? Was weiß der ehem. Chordirigent der Domspatzen Prof. Josef Kohlhäufl???? Was wissen beide zusammen???? Wo sind Verbindung zwischen den zweien?
    Warum ist nirgendwo öffentlich bekannt, dass der Vorgänger -kurzzeitig- von Ratzinger sich das Leben nahm; er sprang von der Brücke. Daraufhin kam Georg Ratzinger, der schon vorher auf den Posten spekuliert haben soll.

    Und da sage einer: WIR WUSSTEN VON NICHTS! Maria von Welser meinte erst kürzlich in etwa: Wer sich an einer Kinderseele vergreift, ist ein Verbrecher!

  • Omnibusfahrer

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    Ich stelle beim Lesen dieser scheußlichen Geschichten nur eine Frage: Wie kann man mit diesem Wissen täglich an den Altar treten und die hl. Messe lesen?
    Ich verzweifle!

  • Sir Sonderling

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    Angesichts der auch in oben angesprochenem Text wieder enthaltenen Verdrehungen und freien „Interpretationen“ frage ich mich, wie es der Herr mit der pinkfarbenen Kappe mit seinem achten Gebot hält.

    Andererseits: aus dem von vielen Katholen immer wieder als *die* universelle Lebensmaxime angepriesenen Dekalog geht nicht mal indirekt hervor, dass man keine kleinen Knaben vergewaltigen oder grün und blau dreschen darf. Insofern hat man sich ja nicht versündigt.

    LOL….wann sehen die Schafe endlich ein, dass sie von Ihren Hirten seit Jahrtausenden an der Nase herumgeführt werden? Aus Ihrer universellen Lebensregel „Zehn Gebote“ lässt sich ein Gewaltverbot gegen Kinder beim besten Willen nicht ableiten. Aber das Rind seines Nachbarn zu begehren (oder seine Frau und anderes „das deinem Nächsten gehört“ – gehört, liebe Katholinnen?) – das ist untersagt. Welch großartige Regeln, die passen doch perfekt in unsere moderne Gesellschaft! Man möchte lachen, wäre es nicht so traurig dass diese Geisteshaltungen noch nicht überwunden sind.

  • Corelli

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    Wo bleibt das Gedicht, Frau Vietze?
    Gehen Ihnen die Reime aus?

  • Arbeiterstimme

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    Unter Klerikern geht derzeit folgender Witz um:
    Georg Ratzinger bekam einen Dauerparkplatz: In der Augustenstrasse!

  • Matthias

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    Erschütternd diese Berichte! Warum konnten in den katholischen Einrichtungen diese sexuelle und körperliche Gewalt solange im verborgenen gedeihen?

  • Herbert W.

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    @Sir Sonderling

    Sorry, wenn man keine Ahnung hat, einfach mal.. .Wobei, wer schon „Katholen“ schreibt…
    Es ist niemand gezwungen, das nötige theologische Wissen zu haben, nur wenn mans nicht hat und dann trotzdem über die tiefen des Dekalogs plaudert, wirds peinlich.

    Nur mal so:

    das 5. Gebot: „Du sollst nicht töten“ gilt nicht nur für den physischen Mord !!!!

    und schon mal was vom 6. Gebot gehört? Sexuelle Handlungen auserhalb der Ehe gelten als klarer Verstoß gegen dieses Gebot.

    Also lässt sich „ein Gewaltverbot gegen Kinder beim besten Willen“ sehr wohl ableiten.

    Was aber letztlich auch egal ist, ich mein,das einzige, was diese ganze verfahrene Situation noch retten kann sind nicht die Staatsanwälte, nicht die Psychologen oder das Bedauern der Priester, auch Entschädigungen finanzieller oder welcher Art auch immer helfen niemandem. WIchtig in dieser Situation ist, dass Frau Vietze jedem potentiellen (Mit-)täter ein Gedicht schreibt…nur so können wir dem Missbrauchsskandal ordentlich entgegentreten.

  • gifthaferl

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    @ Herbert W.

    Ach guter Mann, man sollte wohl meinen, wirklich „peinlich“ sei, dass Leute, die über dieses „theologische Wissen“ verfüg(t)en, sich dadurch nicht im geringsten davon abhalten lassen, Kinder und Jugendliche systematisch und in Massen (man bedenke die Heimkinder) körperlich geistig und sexuell zu misshandeln und missbrauchen.
    Sex in jeglicher Form ist ja vollkommen ganz und gar verboten ohne Ehe (und darin noch sofern er nicht ausdrücklich der Zeugung von Kindern gilt), sie erwähnten das ja.
    Mönche und Nonnen, die ihm ja sogar Keuschheit extra gelobten………..

    Und ist es nicht höchst erstaunlich, dass all diese seine ausdrücklichen Diener/innen ihren allwissenden Gott und dessen Höllenstrafen ebenfalls nicht im mindesten zu fürchten scheinen?

    Vergibt er all das gerne, wenn es nur in seinem Namen geschieht?
    Er ist ja ein eifersüchtiger Gott, sagt er selbst, ist ihm Volkes Gefügigkeit unter seinen von der katholischen Kirche einzig wahr verkündeten Willen doch wichtiger als alles andere, egal wie es zustande kommt?

  • Herbert W.

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    Ach gute Frau, hab ich Sie so getroffen mit dem letzten Absatz? Anscheinend ja.

    Nur mal zur Info: Ich verurteile das alles aufs schärfste was da passiert ist in meinem Beitrag ging es lediglich darum zu verbessern, was ein Nichtwissender über die Kirche verbreitet. Es ist keinem geholfen auch noch Unwahrheiten zu verbreiten. Wem nützt denn das???

  • Sir Sonderling

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    @Hairbird:

    „Wobei, wer schon “Katholen” schreibt…“

    …feins Argument…aber ist klar… wer schon „Herbert“ heisst…. ;-)

    „das 5. Gebot: “Du sollst nicht töten” gilt nicht nur für den physischen Mord“

    Wenn es so gemeint ist, warum steht es dann nicht so da? Interpretieren kann man alles, wie man will…..darin sind die Katholen, sorry, Katholiker ja Weltmeister.

    Und die Vergewaltigungen von Kindern mit „Ehebruch“ zu umschreiben doch auch etwas schräg. Warum so verquast, wenn es bei Besitztümern wie Weib und Rindviech auch konkret geht? Wobei das zehnte Gebot abgesehen davon dass es Frauen als Besitz deklariert natürlich völliger Unfug ist. Welcher Gott erlässt schon ein Gebot, welches sein Volk samt und sonders in die Hölle einfahren lässt, den Menschen möchte ich kennenlernen (oder besser nicht) der noch nichts heimlich „begehrt“ hat. Allen voran die Pfaffen, denen nach Beachtung der konkreten Gebote ja nur das Begehren bleibt…was Ihnen dann postwendend zum Verhängnis wird. Autsch!

  • gifthaferl

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    @ Herbert W.

    Häää?
    mit dem letzten Absatz?

    Sie halluzinieren, zuviel Weihrauch geschnüffelt was?
    Ihre innervereinlichen Querelen gehen mir, Sie können sich gar nicht vorstellen wo vorbei, ich habe zudem keinerlei Gedichte verfasst.
    Hätten sie mal lieber meine Fragen beantwortet statt abzulenken.

    Tja, wie der Bischof, das lernt man dann wohl hier im Städtchen.

  • Helmut Matias

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    Auch der amtierenden Papst hat diese Info’s über Vergewaltigungen in seinem Verantwortungsbereich in seiner (verantwortlichen) Zeit unterdrückt. Weshalb denn? Aus Unsicherheit? Eine Schweinerei, was die kath. Kirche jetzt noch mit uns (und unseren Kindern gemacht hat) .
    Vielleicht will eine Gruppe unseren „Regensburger Papst ablösen“. Wetten: Er wird bald aus „gesundheitliichen Gründen“ zurücktreten. So wird es der Vatikan machen. Genau so, wie unsere unfähigen, aber hochgelobten Politiker. MfG

  • Christian

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    @Helmut Matias

    Sie glauben doch nicht ernsthaft, das ein Mensch, der sich für Unfehlbar und Gottgesant hält zurücktritt?

    Die Wahrscheinlichkeit dass selbiger einen Unfall in den Mauern des Vatikan hat ist weitaus höher…..

  • Hubert Karte

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    Solange diese Obertunten in ihren bunten Kleidchen das Sagen in Rom haben, wird das nichts mit dem Zölibat. Mir wird speiübel.

  • Dr. Roland Poje

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    zur Sendung Stern TV vom 17.03.2010 – Georg Ratzinger

    Ihr gestriger Gast in Stern TV , Herr Alexander Probst, stellte auf die Frage von G. Jauch bzgl. Georg Ratzinger folgendes fest: Für Ihn den ehem. Domspatzen war der Domkapellmeister Georg Ratzinger ein „cholerischer Sadist“ – Ich kann diese Bewertung subjektiv wie objektiv nur bestätigen.

    Georg Ratzinger war in den 50er Jahren in Traunstein u.a. in der Funktion als „Chordirektor“ tätig. Wir Schüler von der kath. Knabenschule Traunstein hatten wöchentlich einmal Chorgesang in der Klosterkirche Traunstein. Für die damaligen Schüler im Alter von ca. 9-13 Jahre waren diese 2 Stunden Chorgesang alles andere als angenehm, für viele wurde die Veranstaltung zum Albtraum. Zum einen war das Heruntersingen von durchweg geistlichen Liedern für uns wenig erfreulich zum anderen waren die Erziehungs-/Disziplinierungsmethoden des Georg Ratzinger martialisch bis hin zu brutal. Unter den Schülern erhielt der Vertreter der Kirche dafür den Beinamen „Der Ratz“ (schriftdeutsch: die Ratte)

    Nachfolgend ein Auszug aus dem praktizierten Strafmaßnahmen-Register des damaligen Chordirektors Georg Ratzinger, den Ihnen die Traunsteiner Schüler aus dieser Zeit bestätigen werden:

    Wenn einer beim „Schwätzen“ in den dicht besetzten Kirchenbänken während der 2 stündigen Veranstaltung erwischt wurde, den holte Ratzinger persönlich aus der Kirchenbank heraus. Die „Zeremonie“ lief jeweils wie folgt ab: Der Delinquent wurde am Haarschopf oder am Ohr gepackt an den anderen Schülern vorbei aus der Kirchenbank heraus und nach vorne zum Altar gezogen. Der entwürdigende Gang von der Kirchenbank bis zum Altar musste dabei von dem so Erfassten in gebückter Haltung erfolgen, da Ratzinger mit dem Griff am Haarschopf / am Ohr den Schüler in diese unnormale Haltung zwang. Bei der Herausbeförderung des Schwätzers oder durch andere Störart entdeckten Schülers verabreichte Ratzinger fallweise auch heftige Ohrfeigen. Am Altar reihten sich im Laufe einer Chorgesangsveranstaltung zwischen 2 bis 6 so erfasste Delinquenten in knieender Position auf. Die Knie-Position am Altar, betrug je nach Erfassungszeit für die 9-13 jährigen Schüler bis zu 2 Stunden. Nach Abschluss des Chorgesangs wurde den Schülern ca. 10 Minuten lang die Leviten gelesen, wobei es je nach Gemütslage des Chordirektors wieder Ohrfeigen setzte.

    Ich wurde von Ratzinger einmal als Störenfried identifiziert. Abgesehen von dem schmerzhaften und entwürdigenden Gang von Kirchenbank bis zum Altar und des folgenden einstündigen Kniens am Altar und den bis heute verbliebenen „düsteren Eindrücken“ vom Chorgesang in der Traunsteiner Klosterkirche, habe ich „Gott sei Dank“ keinen bleibenden psychischen Schaden erlitten. Von ehemaligen Schulkameraden weiß ich jedoch, dass sie stark unter den entwürdigenden Strafritualen gelitten haben. Über mögliche psychische Schäden gibt es erfahrungsgemäß keine genauen Resultate.

    Ich möchte mit meiner Info zur Sache die damalige Situation, wo körperliche Züchtigung an Schulen durchaus üblich war, nicht dramatisieren. Eines kann ich jedoch, vertretend für die meisten meiner damaligen Volkschulkameraden in ca.1956 bis 1958, dem gestrigen TV Stern Gast und ehem. Regensburger Domspatzen Alexander Probst bestätigen:

    Georg Ratzinger war/ist(?) ein „cholerischer Sadist“. Dem ihm von den Traunsteiner Schülern verabreichten Beinamen „Der Ratz“ ist er im wahrsten Sinne des Wortes gerecht geworden.

    Dr. Roland Poje / 18.03.2010

  • tommy

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    @karte

    „Solange diese Obertunten in ihren bunten Kleidchen…“

    Wenn dies dein Hauptproblem an der dogmatisch-hierarchischen, gewalttätigen, ultrakonservativen, homophoben, mörderischen etc. Grundstruktur der katholischen Kirche ist, dann solltest du dich einreihen in den bigotten Haufen staatskatholischer Menschenverachter.

  • harakatun barakatun

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    Naja die ganze Missbrauchsproblematik ist wohl ein epidemisches Phänomen und eine Massenerscheinung.

    Wenn da was bei den Katholiken passiert sind da natürlich alle ziemlich scharf drauf, bei DEN moralischen Ansprüchen…

    Aber der Grund ist wohl nicht im Zölibat zu suchen (ein Thema für sich). Sondern in der Biologie des Menschen. Er ist nun mal ein gewalttätiges Triebwesen, das seine eigenen egoistischen Interessen rücksichtslos verfolgt und durchsetzt, wenn man ihm nur die Gelegenheit gibt, dies straffrei zu tun.

    Da das jeder im Grunde seines Herzens weiss, diesen Gedanken aber ablehnt, stürzt man sich auf einen Sündenbock („mit ihren schwarzen Kutten und ihrem Zölibat sind sie ja SO ANDERS ALS WIR“) in diesem Fall halt die Katholen.

    Wenn sie dann noch hilflos sind, weil sie teilweise ausgemachte Holzköpfe als Bischöfe haben, dann gibt es eine mediale Hinrichtung.

    Das ist wohl die Mechanik.

  • urbs

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    Als Ehemaliger bei den Domspatzen fühlt man sich durch die Vielzahl der gehässigen Kommentare verletzt, gerade auch wenn man eigentlich Mitgefühl mit den Opfern hat. Die Berichterstattung ist wichtig und sinnvoll: als Vater gehe ich davon aus, daß Kinder heute und künftig besser vor Mißbrauch geschützt sind als früher.
    Was man aber hier und in vielen anderen Foren zu lesen kommt, ist erbärmlich. Die Internetforen sind wohl der ideale Ort, unerkannt einfach jede noch so billige Gehässigkeit loszuwerden.
    Vor Alexander Probst habe ich Respekt; seine Geschichte über den Mißbrauch an ihm ist glaubwürdig. Andererseits stellen sich mir Fragen: ich war etwa zu der fraglichen Zeit bei den Domspatzen und kenne ihn nicht. In meiner Klasse war er ganz sicher nicht; evtl. in einer höheren; dann muß er aber nach kurzer Zugehörigkeit bei den Domspatzen abgegangen sein (was nach seiner Geschichte Schlüssig wäre). Damit würde ihm aber doch das Gesamtbild fehlen, das die meisten nach mehrjähriger Schulzeit haben (das er leider nicht haben konnte).
    Ich kann für mich sagen, keine sexuellen Übergriffe in meiner 9jährigen Zeit in den 70ern bei den Domspatzen erlebt zu haben. Der Umgang verschiedener Betreuer in Internat und Chor, auch von Georg Ratzinger, mit den Kindern ist nach heutigen Maßstäben sicher kritikwürdig. Ich spreche aber jedem, der nicht dabei war, das Recht ab, hier seine Suppe der billigen Sprüche, Halbwahrheiten und unfundierter Kommentare zu kochen.

  • gifthaferl

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    „Vor Alexander Probst habe ich Respekt; seine Geschichte über den Mißbrauch an ihm ist glaubwürdig. Andererseits stellen sich mir Fragen: ich war etwa zu der fraglichen Zeit bei den Domspatzen und kenne ihn nicht. In meiner Klasse war er ganz sicher nicht; evtl. in einer höheren; dann muß er aber nach kurzer Zugehörigkeit bei den Domspatzen abgegangen sein (was nach seiner Geschichte Schlüssig wäre). Damit würde ihm aber doch das Gesamtbild fehlen, das die meisten nach mehrjähriger Schulzeit haben (das er leider nicht haben konnte).“
    urbs, 28. März 2010 um 18:57 Uhr

    Man könnte ihm glauben können, aber eigentlich doch nicht, und wenn, dann darf er nur was sagen wenn er nun wirklich 9 Jahre ausgehalten hätte?

    Das ist genau die Taktik, Opfer als letztlich unglaubwürdig darzustellen.

    „Ich kann für mich sagen, keine sexuellen Übergriffe in meiner 9jährigen Zeit in den 70ern bei den Domspatzen erlebt zu haben.“

    Der urbs hingegen war 9 Jahre da, und hat nie was gehört oder gesehen an sexuellen Übergriffen.
    Das kann ja viele mögliche Gründe haben:
    Jeder Schüler war ja nun mal nicht betroffen, aus wiederum diversen Gründen.

    Wenn man nun wiederum nicht zu den Vertrauten, Freunden derer gehörte, die betroffen waren, dann muss man nicht mal was gehört haben davon.

    Auch wenn man Augen und Ohren immer schon zu hält, sich fernhält, oder sich andere fernhalten, weiß man grundsätzlich ohnehin von nichts, hat nicht den Hauch einer Ahnung.

    Das hat in Deutschland schon mal nahezu ein ganzes Volk jahrelang durchgehalten, dass es von nichts auch nur ne Ahnung hatte…………, eine gute alte Tradition sozusagen.

    “ Ich spreche aber jedem, der nicht dabei war, das Recht ab, hier seine Suppe der billigen Sprüche, Halbwahrheiten und unfundierter Kommentare zu kochen.“

    Ja, das kennen wir auch!
    Man muss bei den Domspatzen nicht dabei gewesen sein, aber anderswo war es ja nicht anders – gilt das?

    Die Zeitzeugen der Nachkriegszeit leben größtenteils noch.
    Und die haben noch direkte Informationen aus allererster Hand aus der Vorkriegszeit, bzw. sogar aus der vor dem WK I.

    Und, es ist ja keineswegs „alles“ vorbei seit den 1970ern.
    Es sei dir unbenommen, allen möglichen Leuten Rechte abzusprechen da mitzureden, aber wir halten uns nicht dran.

    Sollte es im Einzelfall unfundiert etc. sein, das ist erstens von ausdrücklich berufener Seite nicht anders, und zweitens in dem Fall wurde doch geschwiegen genug – von allen Seiten.

  • schieferl sebastian

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    Wie lange noch müssen wir, wieviele ekelhafte Kommentare, dieser Herren der katholischen Glaubensgemeinschaft noch ertragen.
    Ich war in den 50-er Jahren ein brutal verprügeltes Opfer eines PRÜGELKAPLANS.!!!!
    Dieser Mann wurde Jahre später Weihbischoff in Regensburg.
    In den alten Schulannalen wäre dieser Vorgang evtl. noch nachzuweisen ??
    Zeitzeugen In Form von Klassenkameraden leben noch und sind zur Bestätigung bereit, denn diese Entgleisung eines Pfarrers mir gegenüber haben etliche der damaligen Kinder nicht vergessen können!!`!!!

  • Hitlers liebster Knabenchor | Regensburg Digital

    |

    […] bei den „Domspatzen“ ging Bischof Müller wie bereits erwähnt zum Gegenangriff über und stellte unliebsame Journalisten in die Nazi-Ecke. Müller behauptete, der erfolgreiche Domchor, ja die gesamte Kirche befände sich in einer […]

  • Angelika Oetken

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    Nachrichten von heute:

    “ Der Krankenpfleger soll nach MZ-Informationen sexuelle Handlungen mit einem minderjährigen Schüler der Regensburger Domspatzen durchgeführt haben. Die Vorfälle liegen schon einige Zeit zurück. Es ist das nunmehr dritte Verfahren, in dem gegen den 30-Jährigen ermittelt wird.

    Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft handelt es sich um mehrere Fälle mit einem möglichen Opfer. Nach Informationen der MZ kam es unter anderem auf einer Party zum Austausch von Zärtlichkeiten zwischen dem damals noch nicht volljährigen Schüler und dem einige Jahre älteren Christian F. Dieser war selbst Schüler an dem Regensburger Gymnasium. “
    http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/oberpfalz-bayern/artikel/neue-ermittlungen-gegen-baumer-verlobten/1131703/neue-ermittlungen-gegen-baumer-verlobten.html

    „Gegen den Krankenpfleger läuft noch ein weiteres Verfahren. Ihm wird vorgeworfen, einer Frau einschläfernde Medikamente verabreicht zu haben.“ (1)
    http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/ermittlungen-verlobter-maria-baumer-100.html

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    (1) mein Kommentar dazu:

    „“Einschläfernde Medikamente verabreichen“… bei Missbrauchskriminellen beliebt. Es handelt sich um hoch wirksame Mittel, volkstümlich „KO-Tropfen“ genannt. Medizinisches Personal kommt besonders leicht an sowas ran.

    Der Mörder von Kalinka Bamberski ist Arzt. Er hat mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls solche Betäubungsmittel verwandt, um das Mädchen leichter missbrauchen zu können. Kalinka ist in Folge dessen gestorben.

    Solche Drogen sind gefährlich. Die Täter gehen heimtückisch vor. Meistens ticken sie auch nicht ganz sauber. Gut, dass die Polizei so hartnäckig war und diesen Krankenpfleger in die Mangel genommen hat.

    Missbraucht zu werden ist ebenfalls kaum zu ertragen. Viele Opfer werden sehr krank. Manche sterben in´Folge der Taten.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von 9 Millionen Erwachsenen in Deutschland, die in ihrer Kindheit und/oder Jugend Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden“

  • Gosch

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    @ Angelika Oetken

    Dieser heutige Krankenpfleger Christian F. war damals selbst Schüler im Gymnsasium bei den Regensburger Domspatzen.

    Frage: Wenn ein erwachsener Domspatz später dann einen kleinen Knaben liebt, dann wurde dieser heutige Täter Christian F. damals eben nach meiner Meinung bei den Domspatzen auch Missbraucht. Anders kann ich mir das nicht vorstellen.

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/mordfall-baumer-neuer-verdacht-gegen-ex-verlobten-1.2164254

  • Angelika Oetken

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    Ob der mutmaßliche Mehrfachmissbraucher und Mörder Christian F. überhaupt zu so etwas wie Liebe fähig ist oder ob es sich bei ihm um einen schwer gestörten Menschen handelt, werden hoffentlich Polizei, Gericht und kompetente Gutachter klären.
    Falls dieser ehemalige Domspatzenschüler in Folge von sexueller Ausbeutung und sexualisierter Misshandlung durch Angehörige der entsprechenden Domspatzentäterkreise zu dem wurde, was er vermutlich ist, könnte die juristische Aufklärung der Sache inklusive der entsprechenden Berichterstattung sehr gut für die Sache der Domspatzenopfer sein.
    Eine Kultur der sexuellen Ausbeutung, wie sie bei den Domspatzen über Jahrzehnte ausgebaut und gepflegt wurde, verschwindet nicht so einfach. Die Opfer sowieso nicht. Und da es leider einen Teil Missbrauchter gibt, die selbst zu Tätern werden, wird da noch eine Menge zu Tage zu fördern sein.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

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    „Der Krankenpfleger soll einer 21-Jährigen ohne deren Wissen betäubende Medikamente verabreicht haben. Die Frau, eine Patientin des Bezirksklinikums, habe sich nicht erinnern können, was in den folgenden gemeinsamen Abendstunden geschehen sei.“
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/mordfall-baumer-neuer-verdacht-gegen-ex-verlobten-1.2164254

    Hat Christian F. etwa im Bezirksklinikum gearbeitet?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Die haben den Druck eines totalitären Systems eben weitergegeben.“

    Ich frage mich nach wie vor, welche Zwecke dieses System bzw. die es betreibende Gruppe verfolgt.

    Auf rein pragmatischer, bzw. ökonomischer Ebene interessiert mich, über welches Vermögen und welche Güter die Stiftung Regensburger Domspatzen verfügt http://www.domspatzen.de/de/chor/institutionen/stiftung.html

    Und: gibt es darüber hinaus noch andere Geldquellen?

    Neben ganz handfesten Interessen folgen totalitäre Gruppen auch immer irgendwelchen mehr oder minder kruden Ideologien. Welche ist das im Falle der doch schon recht lange bestehenden Institution der Domspatzen eigentlich?

    Woran macht die sich fest, wie wird die transportiert? Welche Funktion hat dabei, dass hübsche Jungen als Chor singen und so auftreten?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

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    http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/Sexueller-Missbrauch-zweier-Domspatzen-Staatsanwalt-klagt-Baumers-Ex-Verlobten-an;art1172,361625

    Vielleicht kann sich Christian F. ja dazu entschließen, etwas von der Wahrheit zu offenbaren. Mit großer Wahrscheinlichkeit würde das auch zur Aufklärung der systematisch betriebenen Missbrauchskriminalität an den Domspatzeneinrichtungen beitragen. Und irgendwann kann man dann auch mit echter Aufarbeitung beginnen.

  • Angelika Oetken

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    „Zudem soll er gegenüber den Beamten von Misshandlungen während seiner Schulzeit bei den Domspatzen berichtet haben. Als er die Misshandlungen öffentlich machen wollte, sei er in die Psychiatrie eingewiesen worden, so seine Vorwürfe gegenüber der Polizei…..“Man hätte viel eher etwas machen müssen“, sagte die Schwester, die den Kontakt zu ihrem Bruder aus Angst vor ihm 2010 komplett abgebrochen hat. Auf die Frage des Richters, was man machen hätte sollen, meinte die 23-Jährige, ihr Bruder hätte eine Therapie machen sollen, aber ihre Mutter sei dagegen gewesen. “
    http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/Prozess-um-Unterbringung-29-Jaehriger-soll-bei-den-Domspatzen-misshandelt-worden-sein;art1172,353187

    Was ist denn aus dieser Sache eigentlich geworden?

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