Bistum Regensburg fragt – der Vatikan antwortet

Monsignore kirchlich entsorgt

Print page
Die Grabplatte von Johann Meier auf dem Friedhof in Falkenstein. Foto: privat

Reine Anmaßung? Die Grabplatte von Johann Meier auf dem Friedhof in Falkenstein. Foto: Archiv/ sg

Der Wunsch vieler Betroffener, dem sadistischen Gewalttäter Johann Meier seinen Ehrentitel „Monsignore“ abzuerkennen, ist bereits erfüllt. Ohne dass es jemand wusste. Auf eine Anfrage von Bischof Rudolf Voderholzer teilte der Vatikan mit: „Eine Aberkennung kann nur bei lebenden Personen erfolgen.“ Na dann ist ja alles gut… 

Von Wolfgang Blaschka

Eine der Forderungen, die ehemalige Domspatzen im paritätisch besetzten Kuratorium erhoben haben, ist bereits erfüllt, ohne dass es jemand wusste. Der päpstliche Ehrentitel des sadistischen Internatsdirektors, der Generationen von Vorschülern in Etterzhausen und Pielenhofen gequält hatte, ist bei dessen Tod bereits 1992 abhanden gekommen. So einfach geht das bei der katholischen Kirche: In genau dem Moment, in dem der sterbende Prügelpriester Johann Meier den letzten Hauch seiner deformierten Psyche ausgehaucht hatte, entschwand auch sein Monsignore-Titel ins Nichts.

Seine Seele stieg schnurstracks gen Himmel, wo sie seines diabolisch scheinheiligen Priestertums entkleidet völlig nackt und sündig „on the heavens door“ knockte, um Einlass zu finden ins Jenseits; der verwesende Leib freilich verblieb den Würmern und Mikroben zur Resteverwertung im Familiengrab zu Falkenstein. Meiers abgründiges Kernwesen musste vor den Richter treten, den er im Leben nie gesehen hatte. Ob ihm Petrus die knarzende Himmeltür geöffnet hat oder ihn gleich unbesehen zur Hölle schickte, ist nicht zuverlässig überliefert. Zumindest dürfte ein läuterndes Brutzeln im Fegefeuer angenommen werden bis zum Jüngsten Tag. Denn dann erst soll der allwissende Pankrator sein endgültiges Urteil sprechen. So glaubt die Kirche. – Wer’s glaubt, wird selig. Und: Selig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich.

Aus, Äpfel, Amen!

Wohin aber ist der Monsignore-Titel entfleucht, der dem Sadisten vom Papst verliehen ward? Nach kanonischem Recht ist er einfach erloschen. In einem Bruchteil der Sterbesekunde muss er sich aufgelöst haben, verglommen zu Rauch wie bei einer Kerzenflamme. Denn anders geht es gar nicht nach ehernem Kirchenrecht. Da ist „Can 78 § 2 CIC“ davor, der regelt das: „Ein persönliches Privileg erlischt mit dem Tod der Person, der es anhaftet“. Eine postume Aberkennung ist daher nicht möglich, da nichts aberkennbar ist, was nicht mehr ist. Nur lebenden Personen kann das Prädikat „Kaplan seiner Heiligkeit“ (Monsignore) entzogen werden, weiß auch der Sekretär des Bischofs, der nun das erzbischöfliche Schreiben N. 89.169 vom 14. Januar 2016 aus der Ersten Abteilung für allgemeine Angelegenheiten im vatikanischen Staatssekretariat übermittelte:

„Im vorliegenden Fall wurde der Name des betreffenden Monsignore bereits im Päpstlichen Jahrbuch (Annuario Pontificio) von 1994 gestrichen“.

Klarer Fall: Erledigt für immerdar! Und was war mit 1993? Stand da der Name des ungebührend Geehrten etwa noch postum verzeichnet? Nur wer im Päpstlichen Jahrbuch gewohnheitsmäßig gewissenhaft oder gar gezielt vergleichend geblättert haben mochte, hätte es wissen können: Aus, Äpfel, Amen!

Lange ein hochgeachteter "Freund der Domspatzen", bis zuletzt hochgelobt von Georg Ratzinger: der Gewalttäter Johann Meier. Foto: SWR/ Mona Botros

Lange ein hochgeachteter „Freund der Domspatzen“, bis zuletzt hochgelobt von Georg Ratzinger: der Gewalttäter Johann Meier. Foto: SWR/ Mona Botros

Meier war also schon nicht mehr der „Monsignore“, als der er bestattet wurde. Die erhabene Inschrift auf seinem Grabstein war reine Anmaßung, die Sterbebildchen unreiner Fake. Auch der lobhudelnde Nachruf des emeritierten Domkapellmeisters war demnach so verlogen wie der Laudator selbst, der dem Verblichenen attestierte: „Sein Erziehungsstil wurde nicht mehr verstanden“. Auch dieser versteht seinerseits die Welt nicht mehr: Die ganze Aufklärerei sei doch „Irrsinn“, stammelte der längst erblindete Georg Ratzinger, bevor er auf Linie gebracht werden konnte. Erst am Tag nach seiner Rückkunft aus Rom gab er sich ganz einverstanden mit dem Vorhaben des Bistums, sich mit den Betroffenen früherer Kirchenpädagogik an einen Tisch zu setzen, um nach jahrzehntelanger Vertuschung nun alles oben draufzupacken und endlich aufzudecken, was da an den Chorsängern von „Hochwürdigen Herren“ und Menschen wie Meier verbrochen wurde.

Post aus dem Vatikan (zum Vergrößern anklicken): "posthume Aberkennung nicht möglich".

Post aus dem Vatikan (zum Vergrößern anklicken): „posthume Aberkennung nicht möglich“.

Ratzinger ist übrigens ebenfalls Monsignore, und immerhin am Leben. Seine persönlichen  Beiträge zur systematischen Vertuschung von Straftaten, die grobe Vernachlässigung seiner Aufsichtspflicht im Stiftungskuratorium Etterzhausen und sein eigenes teils gewalttätiges Verhalten seinen Sängern gegenüber sind Gründe genug, ihm den päpstlich verliehenen Titel zu Lebzeiten abzuerkennen. Solange es kirchenrechtlich möglich ist, noch bevor sein Privileg sich nicht einfach still verpfeift, was danach wieder niemand bemerkt haben wird. Ratzinger wäre gewiss kein „Bauernopfer“, vielmehr war er der „Cheef“.

Schluss mit diesem falschen Gedenken!

Doch eines ist absehbar: Nach außen wird die katholische Kirche kaum kommunizieren, was ihrem Personal abträglich erscheinen mag. Von Meiers Titelverlust im Sterbestündchen war bisher nie die Rede gewesen. Im Gegenteil wurde der Verstorbene bis vor kurzem noch als Ehrenmitglied im „Verein der Freunde des Domchors“ geführt, bis diese unpassende Würdigung als allzu unwürdig erkannt wurde für die Domspatzen selbst. Kein Wort darüber nach außen, keinerlei öffentliche Distanzierung! Auf dem Grabstein noch immer die vier Buchstaben „MSGR.“ Zumindest eine klare Aufforderung des Bistums an die Grab-Inhaber, die unrechtmäßige Titelführung über den Tod hinaus zu tilgen, wäre zu erwarten gewesen. Nichts dergleichen passierte. Kein Wort der Distanzierung! 

Wird Rudolf Voderholzer sich vom vertuschenden Kardinal Müller emanzipieren können? Foto: Archiv/ as

Wird Rudolf Voderholzer sich vom vertuschenden Kardinal Müller emanzipieren können? Foto: Archiv/ as

Nun liegt es beim amtierenden Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, mit diesem falschen Gedenken Schluss zu machen und die Kosten für die ordnungsgemäße Schleifung der Inschrift zu übernehmen. Die Domspatzen sollten es von den Dächern pfeifen, damit es alle hören: „Das System Meier ist tot. Das Terror-Regime ist kriminelle Kirchengeschichte. Fortan wollen wir es anders machen“. Anders als unter den verschwiegenen Vorgängern im Bischofsamt, anders als Kardinal Müller, der jetzt der Glaubenskongregation vorsitzt, deren 25. Mitglied auch Voderholzer ist. Wird er sich von seinem früheren Lehrmeister und jetzigen Präfekten emanzipieren können?

Es sei ihm und allen Beteiligten am Aufarbeitungsprozess zu wünschen, dass die so traditionell praktizierten Gepflogenheiten im Bistum Regensburg endgültig der Vergangenheit angehören, und die heutigen Domspatzen diese als ihre Geschichte annehmen, ohne darunter täglich „leiden“ zu müssen, wie 12 Schüler- und Stufensprecher in einem Brief vom 2. Februar 2015, also nach der Erstausstrahlung der SWR-Dokumentation „Sünden an den Sängerknaben“ am 7. Januar letzten Jahres an die Filmemacherin Mona Botros beklagten:

„Wurden wir vorher als Domspatzen von der Gesellschaft geschätzt, sehen wir Schüler uns nun immer öfter mit Vorurteilen und Anfeindungen in der Öffentlichkeit und unserem außerschulischen Freundeskreis konfrontiert. Dies gilt in gleicher Weise leider auch für unsere Eltern“.

Solange die heutigen Domspatzen nicht voll umfänglich zu ihrer Vergangenheit stehen, werden sie auch keine Zukunft haben ohne akute Nachwuchssorgen. Ein damals in Aussicht gestellter Besuchstermin in der Dompräbende fand bis heute nicht statt, wohl weil die Filmautorin – wenn schon – nur in Begleitung ehemals Betroffener dort aufkreuzen wollte. 

Steingewordene Heuchelei

Büste für den Professor von Hitlers Gnaden vor dem Domspatzen-Gymnasium in Regensburg. Foto: Archiv/ Werner

Büste für den Professor von Hitlers Gnaden vor dem Domspatzen-Gymnasium in Regensburg. Foto: Archiv/ Werner

Indessen steht beim hauseigenen Wolfgangssaal um die Ecke noch immer das Denkmal für den Vor-Vorgänger des aktuellen Domkapellmeisters, den unseligen Prälaten und Prof. Dr. Theobald Schrems, der sich bei Hitler andiente und seine Knaben nach Strich und Faden zu verdreschen pflegte. Sollte diese Bronzebüste des „Begründers des Domgymnasiums“ nicht eine zeitgemäße Ergänzung zur Richtigstellung erhalten? Etwa durch drei Stelen oder auch figürliche Darstellungen für körperliche, psychische und sexuelle Gewalt, die unter seiner Ägide an der Tagesordnung waren. Sein Angedenken käme so zumindest keiner steingewordenen Heuchelei mehr gleich. Auch die Umbenennung der „Dr. Theobald-Schrems-Straße“ käme gut; sie bliebe ohnedies eine Sackgasse.
 
Was den stillschweigenden Wegfall der Monsignore-Würde Meiers anbelangt, fordern die erwachsenen Domspatzen „gegen das Vergessen“ die offizielle und öffentlich wahrnehmbare Verkündung des kirchenrechtlichen Sachverhalts durch das Bistum. Denn nur klammheimliche Entsorgung kirchlicher Altlasten aus der Vatikan-Bibliothek trägt herzlich wenig zur unabdingbaren Aufklärung bei.

Um eine offene und klare Distanzierung von Meier, „Prügel“ und Konsorten wird die Diözese nicht herumkommen, will sie künftig ernst genommen werden mit ihrem Bekenntnis zur Offenlegung aller Straftaten, die in ihrem Namen von Priestern und Priesteramts-Kandidaten an Kindern und Heranwachsenden verübt wurden. Es könnte relativ schnell gehen oder sehr lange dauern, bis die nötige Aufarbeitung und Entschädigung der Betroffenen signalisiert: Nun ist es halbwegs „gut“; und das liegt gewiss nicht in „Gottes Hand“.

Der Autor

Wolfgang Blaschka ist freischaffender Grafiker, Autor und Filmemacher aus München. Er war selbst Schüler bei den Domspatzen. Blaschka sagt von sich, „1965 sowohl die ‚Hölle‘ von Etterzhausen als auch ab 1967 das „Kaff‘ in Regensburg am eigenen Leib erlebt und gespürt, durchlitten und halbwegs ungebrochen überstanden“ zu haben. In seinem Brief an die SMV des Domspatzengymnasiums, in dem er sich als Gesprächspartner anbietet, spricht er von Sadismus und sexuellen Übergriffen auch in den Regensburger Einrichtungen und zwar bis weit in 1980er Jahre hinein (Der Brief als PDF-Download).

Trackback von deiner Website.

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (75)

  • Ehemaliger

    |

    Der Meyertyp, ehemaliger Priester und ehemaliger Domspatzendirektor der damaligen eigenständigen Stiftung Etterzhausen /Pielenhofen , soll für immer im Fegefeuer und in der Hölle brennen. Meine Eltern wurden damals regelrecht ausgenommen und mussten damals diese teueren Pensionen auch für Etterzhausen bezahlen. 10.000 DM haben meine Eltern damals für alles bezahlt. Für mich ist das bis heute ein derartiger Betrug. Ein Betrügerladen war das damals! Das Essen war damals nicht so toll und meine Sanostolflasche hat mich immer dort begleitet. Diese scheiss Zeit von damals, auch mit dem Meyer, die verfolgt mich schon mein ganzes Leben. Brenne für immer dort.

  • Angelika Oetken

    |

    Gute Darstellung Herr Blaschka!

    ,„Im vorliegenden Fall wurde der Name des betreffenden Monsignore bereits im Päpstlichen Jahrbuch (Annuario Pontificio) von 1994 gestrichen“‘

    Papier ist bekanntermaßen geduldig. Und die Auskünfte und Versprechungen irgendwelcher kirchlicher Stellen sind ganz besonders heiße Luft. Woran ließe sich das besser ablesen, als am Umgang der Kleriker mit der von ihnen verantworteten Missbrauchskriminalität. Titel werden verliehen und aberkannt. Darüber hat jemand zu entscheiden. Auch bei der Kirche. Wer war denn das? Oder will es jetzt keiner mehr gewesen sein?

    Was die Verdienste des Herrn Meier angeht, dürfte es in eine ähnliche Richtung gehen wie bei Mutter Theresa. Leibhaftig alles Andere als ein Engel, aber wegen vorzüglicher Leistungen heilig gesprochen http://www.welt.de/vermischtes/article114200253/Die-dunkle-Seite-von-Mutter-Teresa.html

    Übrigens: http://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/goldenes-kalb/ch/8c06010134760260790c2e4da4aa0279/
    „Daraufhin fertigt Aaron aus dem Schmuck der Menschen ein Gussbild an, das im Rahmen eines Festes eingeweiht wird“… man muss nur „aus dem Schmuck der Menschen“….“das Geld gutgläubiger Spender, Eltern und die Steuern der Allgemeinheit“ machen. Dann passt es!

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Robert

    |

    Toller Text H. Blaschka!

    Der Inschriftentext der oben gezeigten Grabplatte („Direktor der RGBG-Domspatzen Pielenhofen“) straft das bischöfliche Ordinariat und G. Ratzinger doch der Lüge, oder? Diese behaupten bis heute , dass die Einrichtung in Pielenhofen mit der in Regensburg nichts zu tun gehabt hätte. Oder habe ich da was verpasst?

  • Ralf Bart

    |

    Sicher?? Oder was bedeutet dann das MSGR über dem Namen auf dem Grabstein? Es läßt wohl die Interpretation „Monsignore“ zu.

  • joey

    |

    gleich vorweg: das Denkmal sollte mal geprüft werden.

    Welchen Kirchentitel irgendwer hat, finde ich hingegen völlig belanglos – ob der sich auf dem Grabstein nun MSGR, LGBT oder BMW nennt. Monsignore wird so ziemlich jeder, der lange genug lebt oder…?

  • menschenskind

    |

    Monsignore ist die Anrede für einen römisch-katholischen Priester, dem ein päpstlicher Ehrentitel verliehen wurde. Monsignore ist italienisch für „mein Herr“ und wird im Deutschen mit Msgr. abgekürzt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Monsignore

    Das Staatssekretariat des Vatikans legte zu Jahresbeginn fest, daß der Ehrentitel eines Monsignore, der eines Kaplans Seiner Heiligkeit sein wird. Verliehen wird der Titel nur mehr an Priester, die das 65. Lebensjahr vollendet haben. Bisher lag die Mindestaltersgrenze bei 35 Jahren. Für Bischöfe und an der Römischen Kurie bleibt der Titel weiterhin in Gebrauch.
    http://www.katholisches.info/2014/01/11/neuregelung-des-monsignore-titels-tut-traditionsverbundenen-priester-nicht-weh/

    Übrig bleiben künftig also nur die „Monsignori“. Übersetzt heißt diese italienische Anrede etwa „Hochwürdigster Herr“. Im deutschen Sprachraum ist die Anrede den Trägern des Ehrentitels „Kaplan seiner Heiligkeit“ vorbehalten. In Italien, Frankreich und den Niederlanden werden damit alle höheren Geistlichen bis hin zum Erzbischof angesprochen. Die genaue Zahl der Monsignori wird ebenso wie jene der Prälaten und Apostolischen Protonotare in Deutschland nicht erfasst. Es dürften mehrere hundert Priester sein, weltweit gibt es mehr als 15.000. Sie werden im päpstlichen Jahrbuch namentlich aufgeführt.
    http://www.tagesspiegel.de/politik/die-reformen-des-franziskus-papst-schafft-karrieretitel-ab/9294346.html

    Konzert für einen Monsignore
    https://www.youtube.com/watch?v=kiym5Gl9cZo

    =========================================
    Bonusfilmchen
    Unsa Rudi is‘ einfach Spitze:

  • wahon

    |

    Stimmt es, dass die Ratzingerbrüder die Seligsprechung des Monsignore Meier beantragt haben?

  • menschenskind

    |

    Die Österreicher machen es richtig, in Sachen Gedenkkultur.
    Warum machen wir das nicht auch mit Msgr. Johann Meier?

    „Da die Diözese Linz den Kopf in den Sand steckt, müssen wir selbst aktiv werden“, erklärt Sepp Rothwangl von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt. Und diese Aktivität ist wahrlich gewichtig: 150 kg wiegt jener Mühlstein, der seit heute neben der Gedenktafel für den verstorbenen Kardinal Groer zu bewundern ist. Aus der Mitte des Mühlsteins ragt das Antlitz Groers, in Anlehnung an das Bibelzitat: „Wer aber eines von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, dem wäre nütze, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt, und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.“ (Matthäus-Evangelium 18:6-16).

  • G.S.

    |

    @ Ehemaliger
    Unsere Eltern, die damals auch das Schulgeld für das Internat Etterzhausen bezahlten, wurden von Meier und Co. überrumpelt und betrogen. Meine Eltern bezahlten damals für zwei ( 2 ) Schulzeiten so um die 7000 DM Pensionsgeld. Es ging dort auch um die Wirtschaftlichkeit – und viele Buben haben dort in Etterzhausen auch nur die Betten gefüllt. (( Leute , wie damals diese geteilten einzelnen Matratzen versoachelt waren )) Viele Etterzhauser Schüler blieben sitzen und mussten dort die Klassen ( 3. und oder 4. ) wiederholen, so dass man noch länger an ihnen verdiente. Es gibt wirklich sehr sehr viele Ehemalige , die min. 3 Jahre dort in Etterzhausen waren. Wer danach nicht nach Regensburg kam, ( den Übertritt nicht schaffte ) wurde auch an andere Gymnasien weitervermittelt. Wir Grundschüler, die wir in Etterzhausen festgehalten wurden, damit man unseren Eltern noch mehr Geld abknöpfen kann, haben den Domspatzenchor, das Domspatzengymnasium und Gott-weiß-was-sonst-noch-alles finanziert. Das Geld aus Etterzhausen nahm der Ratzinger mit. #(( meine Meinung )) #
    Diejenigen Ehemaligen Domspatzen, die heute die Aufklärung vielleicht behindern und vielleicht auch gegen die richtige Aufarbeitung sind, die nicht in Etterzhausen waren, sollten sich das klar machen. Wir haben für euch auch damals die Zeche bezahlt.

  • Radlertölpel

    |

    zum Foto der Schrems-Büste:
    „Büste für den Professor von Hitlers Gnaden vor dem Domspatzen-Gymnasium in Regensburg“ Der Künstler der Prof. Dr. Theobald Schrems Büste hieß Richard Triebe und hat 1975 auch die Gedenkstehle am Dachauplatz gestatltet; laut Wikipedia: das „Mahnmal der Opfer der NS-Verbrechen“ Erinnert wird mit der Stele allerdings nur 3 Personen.. vergl:http://jakob-friedl.de/download/baggern_kl/thumbnails/PICT0213_Kopie.jpg
    und http://jakob-friedl.de/download/gedenkstehle/DSC04964_text.jpg)
    Die Stele soll als einziges Element des Gedenkortes Dachauplatz im Zuge der Neugestaltung erhalten und versetzt werden, während die Duschanlage des Dachauplatzbrunnens bereits demontiert ist und der Brunnen und die Bäume dahinter weg sollen. (vergl.: http://europabrunnendeckel.de/?p=5018 ) Auf der Webseite http://www.triebe-kunst.com/ haben die Nachlassverwalter hingegen das Foto vom Prof. Dr. Theobald Schrems Denkmal entfernt…

  • Wichtige News

    |

    Man kanns auch übertreiben. Ein Streit über einen bedeutungslosen, weil im öffentlichem Bewusstsein weitgehend unbekannter und intern offensichtlich inflationär verliehener Titel soll einem Verstorbenen aberkannt werden. Was übrig bleibt sind VIER Buchstaben auf einem Stein und eine Diskussion mit denen nur ein Insider etwas anfangen kann. Viele Kommentatoren wünschen die r.k.k. vermutlich am liebsten sowieso zum Teufel. Sachlichkeit sieht anders aus.

  • menschenskind

    |

    Wichtige News meint: „Man kanns auch übertreiben… Was übrig bleibt sind VIER Buchstaben auf einem Stein und eine Diskussion mit denen nur ein Insider etwas anfangen kann. Viele Kommentatoren wünschen die r.k.k. vermutlich am liebsten sowieso zum Teufel. Sachlichkeit sieht anders aus.“

    1) Besser drüber reden, als vertuschen und so tun als ob nix gewesen wär‘.
    2) Besser immer wieder dran rühren, als vergessen.
    3) Besser denen, die gelitten haben eine Plattform bieten, auf der sie sich aussprechen können, als das scheinheilige Bedürfnis der r.k.k. nach ‚Stillschweigen‘ anerkennen.
    4) Besser sämtliche Formen der Gedenkkultur durchdiskutieren, als auch nur eine auslassen.
    5) Der Sachlichkeit dienlich ist Kommunikation, nicht hingegen andächtiges Totschweigen und „Aus und Amen“ sagen.

    6) Den Weg in die Hölle pflastert sich die r.k.k. mit Oberteufeln wie Monsignore Johann Meier allerhöchstselbst. Da bedarf es keiner Hilfe von außen.

  • Kreilinger

    |

    Sehr geehrter Herr Blaschko,

    Sie haben mein Mitgefühl, wenn Ihre Zeit in Etterzhausen Ihnen seelischen Schaden zugefügt hat. Dass das so war, steht außer Zweifel, denn Ihre Zeilen sind von Hass und Rachsucht geprägt. Nur ein Verletzter schlägt so um sich.

    In Ihrem Furor scheuen Sie sich allerdings auch nicht, Georg Ratzinger als einen Menschen hinzustellen, der besondere Schuld auf sich geladen hat. Das ist unerträglich.
    Was hat er selbst getan? Einzelne Ohrfeigen verteilt. Zu einer Zeit, zu der das in Bayern sogar gesetzlich jedem Lehrer bzw. Erzieher ausdrücklich erlaubt war. Das ist keine reine juristische Frage. Es ist ein Zeichen dessen, was damals gesellschaftlicher Stand und die Mehrheitsmeinung zu der Frage war, ob Ohrfeigen ein sinnvolles Erziehungsmittel sind. Von jemand, der in den 20er Jahren geboren ist und in seiner Schulzeit etc. körperliche Züchtigung als Selbstverständlichkeit erlebt hat, zu verlangen, dass er in den 70ern seiner Zeit voraus sein soll und die vom Staat ausdrücklich legitimierten Ohrfeigen grundsätzlich als falsch und unmenschlich erkenenn muss, ist reichlich viel verlangt. Wenn Sie Georg Ratzinger auch nur entfernt kennen und einen Funken Anstand haben, werden Sie nicht behaupten, er hätte die vereinzelten Ohrfeigen zu seinem Vergnügen verteilt. Nach Abschaffung des Züchtigungsrechtes und damit nach dem erkennbaren Signal von Staat und Pädagogik, dass Ohrfeigen ein falscher Weg sind, ist nicht ein einziger Fall bekannt.

    Sind Sie selbst derart fehlerlos und überlegen, dass Sie gegenüber jedem Einschätzungsfehler – der in vollem Einklang mit der Mehrheitsmeinung der Gesellschaft und Ihrem eigenen Erleben von Kind an steht – immun sind?

    Was hat er versäumt zu tun in Sachen Pielenhofen/Etterzhausen? Sie sagen, er hätte gegen Meier einschreiten müssen. Ja – aus heutiger Sicht und Erkenntnis hätte er das tun sollen, so wie hunderte andere auch und VOR ihm. Denn: Würden Sie mir zustimmen, dass Georg Ratzinger an den Geschehnissen in Etterzhausen/Pielenhofen (in letzterem war ich selbst und ich habe keinen Sadismus erlebt) jedenfalls weniger nah dran war, als Ihre Eltern? Was hat Sie gehindert, gleich beim Abholen durch Ihre Eltern oder auch in Briefen, diesen zu erzählen, dass Sie leiden? Was hat Ihre Eltern gehindert, deswegen tätig zu werden? Hatten Sie in Ihrer ganzen Familie niemanden, dem Sie näher standen, als Ihrem späteren Chorleiter? Gab es in Ihrer ganzen Familie niemand, der Ihnen geglaubt hätte und in der Lage gewesen wäre, staatliche oder auch kirchliche Organe zum Handeln zu bringen sowie die Handelnden wie Meier direkt zur Rede zu stellen?

    Grundsätzlich muss es doch erlaubt sein zu fragen: Was genau soll dazu führen, dass jemand ein Jahr nach einem Geschehen (kein Bub kam gleich nach den Sommerferien in den 1. Chor, den Domkapellmeister erlebten die meisten erst ab der 6. Klasse und damit über ein Jahr nach ihrer Zeit in der Vorschule) einem im Grunde „fremdem“ Menschen, den man als großen Musiker – vielleicht auch als „Diktator im Chorsaal“ erlebt, nicht aber als Familienmitglied oder persönlichen Freund, auch nur bruchteilsweise so zu berichten, wie man es gleich nach dem Geschehen bei seinen Eltern kann? Und ist es wirklich so unvorstellbar, dass jemand dadurch in Sicherheit gewiegt wird, dass tausende Eltern sich nicht beschweren, offenbar nur ein einziges Mal rechtliche Schritte eingeleitet wurden und diese scheiterten und dass eben auch die ganz überwiegende Mehrheit der ehem. Vorschüler, die in Regensburg ankamen, nicht von einer „grausamen Zeit“ berichteten, von der Sie schreiben?

    Ich finde man kann objektiv sagen: Alle Eltern mussten weit mehr, Genaueres und Aktuelleres wissen, als Domkapellmeister Ratzinger. Wenn diese die Situation alle verkannt haben bzw. offensichtlich zu tausenden (über 3.000 Buben in Pielenhofen/Etterzhausen = 6.000 Eltern, 12.000 Großeltern…) keinen Anlass sahen, konsequent tätig zu werden – wollen Sie das dann wirklich einem Dritten als persönliche Schuld anlasten? Finden Sie es wirklich so komisch, dass ein Chorleiter in Regensburg, der sich (wenn Sie ihn erlebt haben, wissen Sie das ganz genau) im Musik und Religion, nicht aber um organisatorische Belange einer Schulverwaltung kümmern wollte, die Direktoren, Geschäftsführer etc. hatte, die Dimension bzw. die Problemlage verkennt, wenn tausende Buben an der Vorschule sind, aber erst heute wirklich konkretes Leid geklagt wird?

    Jedem, der heute klug darüber schreibt, was Georg Ratzinger hätte tun müssen und wie unerträglich die katholische Kirche sei, frage ich im Übrigen: Was tun Sie selbst heute für die Menschen, die in Not sind? Was z.B. tun Sie für die Menschen, die gerade zu uns kommen und auf ihrer Flucht vergewaltigt wurden, deren Familien ausgelöscht wurden, die gefoltert wurden und zu ertrinken drohten etc.? Was tun Sie ganz persönlich gegen die Täter? Schreiben Sie den politisch Verantwortlichen mit dem gleichen Einsatz, den Sie gegen die katholische Kirche richten, dass Sie ein Einschreiten gegen dieses menschenverachtende Unrecht fordern? Achten Sie bei Ihren Einkäufen darauf, niemanden reich zu machen, der andere quält und ausbeutet? Unterstützen Sie die Entwicklung der ärmsten Länder, so wie die Kirche dies tut? Oder sitzen Sie bequem in Ihrer Couch und lassen es sich gutgehen, während in Afrika zehntausende Kinder Hungers sterben und spenden allenfalls an Weihnachten mal ein paar EUR?

    Wer in der Dimension „er wusste etwas und tat nichts“ urteilt, sollte zu allererst sein eigenes Verhalten prüfen. Medien, die in Scharen von „macht die Grenze dicht“ schreiben und mit dem Tode bedrohte mit dem Schlagbaum stoppen wollen, während sie gleichzeitig einem 92-jährigen nachstellen, weil er vor 35 Jahren nicht gegen Züchtigungen Dritter einschritt, kotzen mich an.

    Im Übrigen ist für mich durchaus akzeptabel, wenn Georg Ratzinger die aktuelle mediale Verarbeitung (nicht die Aufklärungsarbeit als solche, wie ihm böswillig unterstellt wurde!) als Irrsinn bezeichnet hat. Die Aussagen zu den Domspatzen finden häufig in einer Pauschalität statt, die den Tatsachen nicht gerecht wird. Eine Einordnung in den Maßstab einer generell leider alles andere als perfekten Welt findet nicht statt. Was meine ich: Kein Mensch schreibt von Regensburg als Stadt der Mörder und Diebe, weil in Regensburg jedes Jahr gemordet und gestohlen wird. Die Berichterstattung zum sexuellen Missbrauch bei den Domspatzen aber tut so, als seien die Domspatzen ein Hort alltäglichen sexuellen Missbrauchs gewesen, obwohl insoweit tatsächlich ganz klar Einzelfälle weit unterhalb der statistischen Gesamtwahrscheinlichkeit in unserer (leider vielfach kranken) Gesellschaft vorliegen, die fast alle vor 1970 liegen.

    Was es den Opfern bringen soll, dass die skandalgeile Medienmeute das Thema wie eine Sau durchs Dorf treibt und z.B. „Heute“ so titelt, als sei jeder 3. Domspatz vergewaltigt worden, erschließt sich mir nicht. Gleichzeitig sehe ich die Negativfolgen für die aktuelle Domspatzengeneration und für die vielen integren ehem. und aktiven Mitarbeiter der Domspatzen. Ist Ihre „Rache“ das wert? Zeigen Sie und die vielen hämisch-schadenfrohen Kommentatoren hier die Menschenfreundlichkeit, die Sie zu Recht von Dritten fordern? Ich finde nein.

  • Mr. T

    |

    Perfekt Kreilinger, so macht man Opfer zu Tätern und Täter zu Opfern. Hier gehts es auch nicht um die paar Watschen, die damals zur pädagogischen Folklore gehört haben, sondern um Prügelorgien und Vergewaltigungen. Ihre Einzelfallargumentation war die des Bistums vor fünf Jahren. Sogar dort traut man sich das nicht mehr so zu verharmlosen. Ich wünsche den Gebrüdern Ratzinger noch ein langes Leben in geistiger Gesundheit, um sich nicht wie Johann Meier ungestraft verabschieden zu können.

  • menschenskind

    |

    Kreilinger erinnert in seinen Ausführungen fatal an jene, die meinen, „Lasst doch die armen alten Männer, die damals in Auschwitz nichts anderes als ihren Dienst und ihre Pflicht verrichteten, endlich in Ruhe. Sie können doch nicht dafür. Es waren damals halt andere Zeiten, da mochte man die Juden eben nicht. Aber heute noch solche Prozesse abzuhalten, das ist doch inhuman!“

    @Kreilinger,
    Sie kennen weder die fürchterliche bayerische Geschichte, noch kennen Sie die Kriminalgeschichte der katholischen Kirche. Wenn Sie sie kennen würden, würden Sie nicht über „Rache“, über „skandalgeile Medienmeute“ und auch nicht über „hämisch-schadenfrohe Kommentatoren“ lamentieren, sondern sich nur noch schämen und demütig schweigen!

  • Kreilinger

    |

    @Menschenskind: Sie kennen zunächst offenbar nicht mal Ihren eigenen Namen bzw. sind Sie zu feige, mit Ihrem echten Namen für Ihre Äußerungen zu stehen. Das sagt schon viel.

    Dass Sie Auschwitz mit Prügelstrafen in Pielenhofen vergleichen, das weist Sie dann natürlich als „echten Kenner der Geschichte“ aus. Ein solcher Vergleich ist derart saudumm und eine solche Verachtung gegenüber den Opfern der Shoa, dass man nur sagen kann: Hätten Sie die letzten Worte Ihres vorstehenden Kommentars doch bloß selbst befolgt!

    Abgesehen davon danke ich sehr herzlich für Ihren Kommentar. Denn er bestätigt vollständig meinen Eindruck: Den meisten hier ist das Schicksal der Opfer und Gerechtigkeit für diese ebenso vollkommen gleichgültig, wie eine ehrliche Faktenanalyse. Es geht um einen Kampf gegen „die Kirche“ mit ihrer „Kriminalgeschichte“ und am besten gleich noch gegen Bayern mit seiner „fürchterlichen Geschichte“. Klarer hätten Sie es nicht auf den Punkt bringen können.

  • Ehemaliger

    |

    @ Kreilinger
    Prima Herr Kreilinger!
    Anscheinend waren Sie auch nie in Etterzhausen, also können Sie auch nichts davon wissen und auch darüber nichts schreiben. Sie Trommeln und ziehen mit ihrem langen Text ins Gefecht. Wie schon oben einmal in einem Kommentar erwähnt, haben wir damaligen Etterzhausener für Euch Regensburger Kaffler auch ausführlich die Zeche mitgezahlt! Also, wieso schreiben Sie so ein Zeugs und nehmen noch den Ratzinger in Schutz?

  • Angelika Oetken

    |

    „Denn: Würden Sie mir zustimmen, dass Georg Ratzinger an den Geschehnissen in Etterzhausen/Pielenhofen (in letzterem war ich selbst und ich habe keinen Sadismus erlebt) jedenfalls weniger nah dran war, als Ihre Eltern?“

    @Kreilinger,

    wie nahe Georg Ratzinger an den Geschehnissen dran war, wird wohl nur eine unabhängige Aufklärung unter staatlicher Leitung ermitteln können. Auch wenn er schon lange nicht mehr unterrichtet und es die Einrichtung der Vorschule mittlerweile nicht mehr gibt: die Gebrüder Ratzinger sind nicht irgendwer und gingen bei Johann Meier ein und aus. Einem Mann, der nachts Kinder vor der Toilette abfing, denen etwas einflößte, das dazu führte, dass sie sich an nichts mehr erinnerten und die sich irgendwann in Meiers Wohnung auf seinem petrolblauen Sofa wiederfanden.

    Allein das ist Besorgnis erregend, da typisches Verhalten von Pädokriminellen. Und die Hinweise darauf, dass es viele Täter gab sind deutlich. Organisierter Missbrauch hört erst auf, wenn er aufgeklärt, geahndet und fortan verhindert wird. Geschieht das nicht, müssen wir leider mit Fortsetzungen rechnen. Im Falle der Domspatzeneinrichtungen also bis heute.

    Sollten sich durch die Untersuchungen der Unabhängigen staatlichen Kommission die Verdachtsmomente nicht erhärten, kann alles für abgeschlossen erklärt werden. Kommt sie zu einem anderen Ergebnis ist es Sache der Allgemeinheit über das weitere Verfahren zu entscheiden.

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    ‚“Es geht um einen Kampf gegen “die Kirche” mit ihrer “Kriminalgeschichte” und am besten gleich noch gegen Bayern mit seiner “fürchterlichen Geschichte”. Klarer hätten Sie es nicht auf den Punkt bringen können.“‚

    @Kreilinger,

    neben vielen Unklarheiten was „kirchlichen“ Missbrauch angeht, steht eine Sache fest: ohne die vielen Whistleblower, die den kirchlichen Organisationen angehören, wäre bis heute kaum etwas an die Öffentlichkeit gedrungen. Mir persönlich macht das sehr viel Mut und ich habe vollstes Verständnis dafür, dass diese Menschen anonym bleiben wollen. Es gibt ja schließlich Andere, die offen sprechen können.

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • menschenskind

    |

    @Kreilinger,
    speziell für Sie, Sie braver, unbelesener Katholik, 10 Bände, die es in sich haben, geschrieben von einem Bayern:
    http://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/deschners-kriminalgeschichte-des-christentums-vollendet
    http://www.amazon.de/Kriminalgeschichte-Christentums-Fr%C3%BChzeit-Karlheinz-Deschner/dp/3499199696
    http://www.rowohlt.de/hardcover/karlheinz-deschner-kriminalgeschichte-des-christentums-band-10.html
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kriminalgeschichte_des_Christentums
    http://www.deschner.info/

    Ein weiterer Bayer, der seine Landsleute über kirchliche Verbrechen aufklärte, ein Bayer, der heute noch einen guten Ruf genießt:
    http://www.hagalil.com/2009/05/doellinger/

    Und weil Sie, Kreilinger, von bayerischer Geschichte ebenfalls keine Ahnung haben:
    http://www.sintiromabayern.de/
    http://www.judenundbayern.de/

    Hier ein knapper Überblick zu den Ruhmesblättern der bayerisch-katholischen Geschichte, einer Geschichte, die in der Tat, fürchterlicher nicht sein kann: http://www.hagalil.com/2012/01/bayer-2/

    Jetzat, Kreilinger, müsst ma halt nur noch lesen können, und vor allem wollen!

  • aucheinehemaliger

    |

    Der Vergleich Etterzhausen/Pielenhofen/Kaff mit Lager/KZ ist absolut gerechtfertigt!

    Typen wie Kreilinger kotzen mich nur noch an.

  • Kreilinger

    |

    @Mr. T:

    Wären Sie so freundlich konkret zu schreiben, von welchen „Vergewaltigungen“ Sie schreiben und was diese mit den „Gebrüdern Ratzinger“ (aha, auch hier bestätigt sich die Vermutung, worum es den meisten eigentlich geht..) zu tun haben sollen? Ich habe bisher nicht einen einzigen Hinweis gelesen, dass Georg Ratzinger etwas von einer Vergewaltigung wusste, die er hätte verhindern können oder wegen derer er Maßnahmen ergreifen hätte müssen, weil sie nicht die Zuständigen schon ergriffen hatten. Dass er ex post davon erfahren hat, dass zwei ehem. Internatsdirektoren Schweine waren, bezweifle ich nicht – allein, hätte er deswegen vielleicht seinen Beruf aufgeben sollen?

    Bitte nennen Sie also konkret: Was ist wem geschehen? Wer war der Täter? Wann ist es geschehen? Wann und wie hat Georg Ratzinger davon erfahren und was genau hätte ausgerechnet er in diesem Moment tun sollen bzw. können, was er Ihres Erachtens schuldhaft versäumt hat? Wenn Sie mir diese Fragen nicht – und da wären Sie wie gesagt der Erste – nachvollziehbar beantworten können, so belegt das genau das, was ich kritisiere: Eine pauschalisierende Verunglimpfung und die Vermengung von Dingen, die nicht zusammengehören.

  • Kreilinger

    |

    @Ehemaliger: Wenn Sie meine Zeilen gelesen und verstanden hätten, wüssten Sie, dass ich 2 Jahre in Pielenhofen war. Ich kenne Meier also persönlich und kann nur nochmal sagen, dass ich ihn nicht als Sadisten erlebt habe. Über frühere Zeiten in Etterzhausen erlaube ich mir kein Urteil. Ihre These, Pielenhofen/Etterzhausen hätten einen positiven Finanzbeitrag für das Hauptinternat abgeliefert, ist im Übrigen schlicht absurd. Haben Sie den Hauch einer Ahnung, was allein die Sanierung und der laufende Unterhalt des Gebäudes in Pielenhofen gekostet haben und in welchem Verhältnis dazu die „Pensionsgelder“ standen? Entweder kennen Sie die Zahlen nicht, Sie haben ein Dyskalkulieproblem oder Sie schreiben absichtlich Unfug.

    Wenn ich Ihre Zeilen richtig verstehe, waren Sie Ihrerseits nie in Regensburg. Kennen also Georg Ratzinger nicht, geschweige denn seinen Bruder. Aber urteilen können Sie natürlich… Schon klar…

  • Kreilinger

    |

    @ Angelika Oetken:
    Wären Sie so freundlich anzugeben, woher Sie Ihre detaillierten Kenntnisse dazu nehmen, wer bei Herrn Meier „aus und ein ging“? Von einem persönlichen Näheverhältnis, das Sie damit insinuieren, ist mir nichts bekannt und ich vermute, die Betreffenden besser zu kennen, als Sie. Ganz abgesehen davon, dass ein „Aus- und Eingehen“ nichts bedeutet. Einer meiner besten Freunde aus dem Studium – freundlich, höflich, lustig und mit hervorragendem juristischen Staatsexamen und Dissertation an einem renommierten Lehrstuhl auch objektiv das, was man „akademisch erfolgreich“ nennt – hat seine Mutter getötet. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass sich in ihm solche Abgründe auftun, nie im Leben erwartet, dass so etwas passieren könnte. Sie werden mir zustimmen, dass gerade intelligente Menschen sich zu verstellen wissen. Es widerspricht dem allgemeinen Gerechtigkeitsgefühl auch nur die Ehefrau oder Mutter eines Vergewaltigers für dessen Taten verantwortlich zu halten. Sie wollen aus berufsbedingten Kontakten und offiziellen Besuchen eine solche Verantwortung unter letztlich Fremden ableiten?

    Im Übrigen verstehe ich auch die Aussage mit dem „Einflößen“ nicht. Gibt es nach Ihrer Kenntnis irgendjemand, der behauptet, Opfer pädokriminellen Verhaltens von Dir. Meier geworden zu sein? Mir ist bisher von solchen Vorwürfen nichts bekannt. Wenn es solche Verfehlungen gäbe, würde das mein Bild von Dir. Meier in der Tat grundlegend erschüttern. Denn so verurteilenswert Prügelstrafen sind und so fern es mir liegt, ihn dafür zu entschuldigen – dabei kann man trotz allem annehmen, er habe es aus falschen Vorstellungen darüber getan, welchen „Wert“ sie in der Erziehung haben. Sexueller Missbrauch dagegen ist automatisch und ohne jeden Interpretationsspielraum ein kriminelles, selbstsüchtiges und (seelische und körperliche) Verletzung des Opfers bewusst um des eigenen Vorteils/Lustgewinns herbeiführendes Verhalten. Der Unterschied ist in meinen Augen enorm. Daher: Wenn Sie konkrete Informationen haben, dass Dir. Meier sich derartiges zu Schulden kommen ließ, teilen Sie diese mit mir.

  • Angelika Oetken

    |

    „Entweder kennen Sie die Zahlen nicht, Sie haben ein Dyskalkulieproblem oder Sie schreiben absichtlich Unfug.“

    @Kreilinger,

    wenn Sie die Zahlen kennen, dann sorgen Sie doch bitte dafür, dass sie veröffentlicht werden. Dann muss niemand mehr spekulieren.

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Im Übrigen verstehe ich auch die Aussage mit dem „Einflößen“ nicht. Gibt es nach Ihrer Kenntnis irgendjemand, der behauptet, Opfer pädokriminellen Verhaltens von Dir. Meier geworden zu sein? Mir ist bisher von solchen Vorwürfen nichts bekannt.“

    @Kreilinger,

    das ist leicht zu erklären. Die Betroffenen, Mitbetroffenen, Zeugen und Whistleblower möchten Ihnen nichts anvertrauen. Oder Sie hören denen nicht richtig zu.

    Aber auch unabhängig davon: allein hier auf Regdigi gibt es unter den vielen Beiträgen zum Thema einige, in denen genau das beschrieben wird, was ich oben geschildert habe. Lesen Sie sie doch mal bei Gelegenheit.

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Kreilinger

    |

    @Menschenskind:
    Wenn Sie mir Ihren Namen nennen bzw. direkten Kontakt ermöglichen, bin ich gerne bereit, einer objektiven Prüfung zuzuführen, wer von uns belesener ist oder mehr oder weniger Ahnung von Geschichte hat. Ihre Äußerungen sind unhöflich. Im Übrigen geht es hier (angeblich) nicht um eine Aufarbeitung historischer Versäumnisse von Kirchenvertretern oder staatlicher Gebilde – es geht um die Domspatzen und konkrete Vorwürfe gegen konkrete Personen. Auch Ihnen danke ich aber für die Offenkundigkeit der ganz anderen Motive und der viel generelleren Hintergründe der Teilnahme an der Hatz.

  • Kreilinger

    |

    @Nocheinehemaliger

    Haben Sie im Geschichtsunterricht geschlafen oder nie einen besucht (Ehemaliger vielleicht nur an der Grundschule)? Wissen Sie, was in Auswitz geschehen ist? Offenbar nicht . Vielleicht lesen Sie mal lieber ein bisschen dazu, statt solchen groben Unfug zu posten. Ihre „höfliche“ Schlusszeile gibt im Übrigen ein gutes Bild davon, dass in Ihrer Erziehung mehr schief gelaufen sein muss.

  • aucheinehemaliger

    |

    Zitat Georg Ratzinger:
    “Männer, geht’s von de Buben weg“.

    Kam immer dann, wenn der “Sicherheitsabstand“ versehentlich oder um ihn nervös zu machen unterschritten wurde.

    Kreilinger kotzt mich an.

  • Kreilinger

    |

    @aucheinehemaliger Häh? Was soll denn dieses Zitat. Er hat das häufig auf Konzertfahrten gesagt, weil nicht gewollt war, dass Männerstimmen (16-19-Jährige) und Knabenstimmen (9-14-Jährige) Unfug miteinander machen, was schon wegen der unterschiedlichen Körperkräfte ungut enden konnte. Ob Domspatzen oder linkes Jugendzentrum: altersgemischte Gruppen von 9-19 findet kein Pädagoge toll. Was das mit dem Thema hier zu tun hat, erschließt sich wohl nur Ihrer Logik.

    @Redaktion: Wozu wird dieses Forum moderiert, wenn wiederholte direkte Beleidigungen kein Problem sind. Möge sich der feig-anonyme „aucheinehemaliger“ doch bitte bei sich zu Hause alle zwei Minuten auskotzen.

  • Kreilinger

    |

    @Angelika Oetken
    „Entweder kennen Sie die Zahlen nicht, Sie haben ein Dyskalkulieproblem oder Sie schreiben absichtlich Unfug.“
    @Kreilinger, wenn Sie die Zahlen kennen, dann sorgen Sie doch bitte dafür, dass sie veröffentlicht werden. Dann muss niemand mehr spekulieren.:

    Ich kenne keine detaillierten Zahlen zum Vermögensbestand, -ertrag etc. der Stiftungen. Diese sind aber veröffentlicht – in den Jahresberichten und mindestens bei der Stiftungsaufsicht auch einsehbar.

    Aber für die hier gegenständliche Frage bzw. die von mir kritisierte Behauptung, das „Pensionsgeld“ der Buben in der Vorschule habe das Domgymnasium subventioniert , helfe ich gerne mit konkreten Zahlen weiter: Selbst zu meiner Zeit, 1984-86, betrug das monatliche Entgelt weniger als 400 DM, zu zahlen 11 mal im Jahr (August frei). Für diese 400 DM = ca. 13 DM/Tag gab es: Ein i.d.R. 3-Bettzimmer, Vollpension (frisch gekochtes Essen), Schule (Privatschule – Kosten nicht voll vom Staat getragen…), Instrumentalunterricht (mind. 1/2 Stunde/Woche), Chorunterricht (1 h/Tag), Hausaufgabenbetreuung. Etwa 90 Schülern standen ca. 20 feste Vollzeit-Mitarbeiter außerhalb des Schuldienstes (Küche, Putzfrauen, Erzieher, Musiker) gegenüber. Wenn mir jemand eine Jugendherberge zeigt, die bei 13 DM/Tag (heute mit Inflation also rund 10 EUR/Tag) für Vollpension im 3-er Zimmer Gewinne macht, würde mich das echt überraschen. Wenn man mir dann noch erklärt, wie man von dem gleichen Geld bzw. 90 * 400 DM abzüglich der Kosten für Essen und Gebäude 20 VZP finanziert, bin ich echt platt…

    Die Sanierung des Klosters für Zwecke des Internats hat etliche Millionen gekostet. Das können Sie in den Jahresberichten nachlesen. Wenn Sie sie sonst nirgendwo mehr finden, dann mindestens bei der Stiftungsaufsicht.

  • Stefan Aigner

    |

    @Kreilinger

    Ohne die Aussagen von @aucheinehemaliger bewerten zu wollen, ist die Formulierung, dass jemand sich von jemandem „angekotzt“ fühlt keine persönliche oder gar justiziable Beleidigung. Da bewegt sich Ihre Aussage, mit der Sie meinen, Herrn Blaschka einen seelischen Schaden attestieren zu müssen, weit näher an der Grenze zur Löschung.

    Generell bitte ich alle Beteiligten an dieser Diskussion um einen sachlicheren Ton. Andernfalls wird das Forum geschlossen.

  • Domspatz67

    |

    @einige Kommentatoren
    Mit Interesse und Verwunderung verfolge ich die Scharmützel auf dieser Seite.
    Die von Blaschka geschilderten Vorkommnisse sind wahr. Ich war nicht nur Zeuge, sondern auch selbst persönlich betroffen. In Blaschkas Artikel geht es um den Wunsch der Opfer nach Aberkennung des Ehrentitels für Meier. Ich für meinen Teil kann diesen Wunsch verstehen. Für den, der über Jahre den Demütigungen und Übergriffen im Internat ausgesetzt war, kann ein solcher Ehrentitel wie Hohn oder wie eine persönliche Missachtung der Opfer wirken.
    Ich kann mich der Meinung von Stefan Aigner nur anschließen. In Anbetracht der Schwere der Vorkommnisse ist jegliche Polemik fehl am Platze. Wer einmal selbst beobachten konnte, was es heisst, einen seelischen Schaden davongetragen zu haben (d.h. traumatisiert zu sein), der hat Respekt vor den Opfern und deren Anliegen.
    Es gibt eine Reihe ehemaliger Mitschüler, die sich an keine Gewaltpraktiken erinnern können. Das mag psychologisch erklärbar sein und ich möchte es auch gar nicht in Abrede stellen wie gut das Erinnerungsvermögen von Einzelnen sein mag. Eines steht jedoch fest: Rechtsanwalt Weber, der vom Bistum mit der Aufklärung der Übergriffe der Vergangenheit beauftragt ist, hat jeden einzelnen Schüler, der sich bei ihm gemeldet hat kontaktiert und allen ähnliche Fragen gestellt, um ihre Aussagen zu validieren. Dabei wurden die Vorkommnisse, wie Blaschka sie schildert, vielfach bestätigt.
    Fazit:
    -entweder es gibt hunderte von ehemaligen Schülern, die sich irgendwie organisiert haben müssen, um gemeinsam ähnlich lautende Phantasiegeschichten in Umlauf zu bringen (das Motiv hierfür wäre noch zu ergründen)
    -oder der ein oder andere leidet an selektiver Amnesie in Anbetracht seines ins Schwanken geratenden Idealbildes…..

    für mich persönlich sind diese drei Punkte wichtig:
    1. den Opfern von damals Erleichterung verschaffen (einige leiden auch heute noch erheblich an den Folgen)
    2. die heutigen Domspatzen in der Prävention gegen Gewalt unterstützen
    3. das Image der heutigen Domspatzen verbessern, denn sie trifft an den Ereignissen keine Schuld (auch wenn sie sich in der bisherigen Aufarbeitung nicht immer positiv hervorgetan haben). Es wäre schade um die musikalischen Errungenschaften und die Freude, die sie vielen Menschen bringen.

  • Ehemaliger

    |

    @Kreilinger
    Guten Morgen Herr Kreilinger,
    da Sie nie in Etterzhausen waren, ja diese damalige Epoche bis zum damaligen letzten dortigen Schuljahr 1980/1981 überhaupt nicht einschätzen können, ja dann frage ich mich warum sie sich wirklich so ins Zeug legen und hier Texte in Überlänge schreiben. Ihr damaliges Pielenhofen war wirklich auch ein wenig anders und hat mit Etterzhausen wirklich nichts zu tun. Und wenn sie von manchen Themen wirklich nichts wissen, dann halten sie doch bitte in höflicher Form zum Thema auch einen Abstand. Bitte lesen sie doch nochmals die letzte Pressekonferenz von Herrn RA U. Weber nach, denn da können sie auch zum Thema Etterzhausen mehr erfahren.
    Ihnen auch ein happy Weekend , :)

  • Kreilinger

    |

    @Frau Oetken: (Von Ihnen insinuierter sexueller Missbrauch durch Meier mit ko-Tropfen oder was immer – Antwort Ihrerseits dazu, warum mir davon nichts bekannt ist: „Das ist leicht zu erklären. Die Betroffenen, Mitbetroffenen, Zeugen und Whistleblower möchten Ihnen nichts anvertrauen. Oder Sie hören denen nicht richtig zu. Aber auch unabhängig davon: allein hier auf Regdigi gibt es unter den vielen Beiträgen zum Thema einige, in denen genau das beschrieben wird, was ich oben geschildert habe. Lesen Sie sie doch mal bei Gelegenheit.“

    Aha – so funktioniert das bei Ihnen. Irgendwer schreibt anonym was irgendwo. Möglicherweise genau so ohne jede direkte Quelle wie Sie, die Sie ja auch einfach so behaupten, wer bei wem „aus- und eingegangen“ ist. Sie schreiben es hier nach und ergänzen Ihr Lieblingsstichwort pädokriminiell, weil Sie – wie Ihre Äußerungen bei der MZ belegen – geradezu versessen darauf sind, bei den Domspatzen müsse es bis in die jüngste Zeit einen ganzen Ring von Sex-Tätern gegeben haben wie an der Odenwaldschule.

    Und wenn jemand noch schreibt, Pielenhofen habe Regensburg finanziert, sind Sie gewiss elektrisiert, ähnlich wie Sie der TAZ das erklärt haben. Denn dann passt auch noch Ihr Bild vom Zusammenhang zwischen Korruption und Missbrauch. Doch nicht überall, Frau Oetken, ist alles gleich. Nicht überall gehen körperliche Misshandlung und sexueller Missbrauch einher. Doch überall muss es den Anspruch geben, den konkreten Sachverhalt schonungslos aber auch ohne Hinzufügungen aufzuklären.

    Soweit mir bekannt ist, gibt es auch nach Jahren des Skandals und trotzdem, dass mit RA Weber unbestritten jemand da ist, der nichts, was ihm vor- bzw. zugetragen wird, unter den Teppich kehrt, keinen Hinweis auf sexuellen Missbrauch durch Dir. Meier. Laut Weber konzentrieren sich die Vorwürfe insoweit auf Regensburg und die 50er bis 70er. Und das bei seiner recht breiten Definition vom „Streicheln bis zur Vergewaltigung“, eine Darstellung, die man sich in dieser Vermischung bei keiner Strafprozessberichterstattung leisten könnte ohne presserechtliche Schritte auszulösen. Meier wird als „unumschränkter Gewaltherrscher“ dargestellt und in der Tat hatte er „Macht“ über die Buben bzw. war uneingeschränkt der Chef in der Vorschule. Wenn er solche Neigungen gehabt hätte, wären seine Gelegenheiten unzählig gewesen. Dass davon bis heute nicht ein einziger konkreter Vorfall ans Licht gekommen sein soll, ist absolut unwahrscheinlich.

    Wenn im Übrigen jemand schildert, dass er nachts „etwas“ bekommen hat – haben Sie schon mal überlegt, dass das schlicht Medizin gewesen sein kann. Von wem glauben Sie denn gab es nachts Hilfe, wenn man sich erbrochen hat wie ein Reiher oder Fieber und Schüttelfrost sich ablösten? Auch dass Eltern baten, individuelle Medizin, Baldrian oder Ähnliches zu geben, ist vollkommen plausibel. Ich bin mir ziemlich sicher zu wissen, was Sie jetzt denken „so eine dumme Ausrede für einen Dritten, wer soll das glauben“. Und genau das ist das Problem: Die Unschuldsvermutung, die in unserer Gesellschaft aus gutem Grund gilt, ist Ihnen vollständig abhanden gekommen. Offenbar ohne jede persönliche Kenntnis zum Regensburger Sachverhalt (meine Frage zur Grundlage Ihrer Behauptungen, wer bei Meier ein und ausging, lassen Sie unbeantwortet…) verbreiten Sie den Vorwurf der Pädokriminalität und vorverurteilen, um dann noch schnell nachzuschieben, dass ja alles prima sei, wenn die staatliche Aufklärstelle beweist, dass nichts gewesen ist. Damit verkehren Sie die Unschuldsvermutung zur Schuldvermutung – und das praktischer Weise bei einem Toten.

    Ich habe hohes Verständnis für jeden, der von Meier geschlagen wurde, darunter gelitten hat und das heute sagt und anklagt. Ich anerkenne auch die positiven Wirkungen wenn Menschen wie Sie sich für Aufklärung einsetzen und Opfern Hilfestellung geben. Ich bin froh, dass unsere Gesellschaft heute nicht mehr ist wie in den 70ern. Dass Sie aber gleichzeitig bedenkenlos schwersten Verdacht in die Welt setzen, wo längst ordentliche Aufklärung passiert und die Betroffenen ihre Angaben direkt in diese einfließen lassen können, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn es Menschen gibt, die einen solchen Vorwurf gegen Meier erheben können und darüber in Foren schreiben wollen, erwarte ich, dass sie sich an RA Weber wenden und möglich machen, dass dies konkret geklärt wird. Solange das nicht passiert, müssen Behauptungen der Pädokriminalität als unanständige Verleumdungen angesehen werden.

  • Kreilinger

    |

    @Domspatz 67

    Möglicherweise war mein Beitrag zu lang, als dass Sie ihn hätten lesen wollen. Jedenfalls geht Ihre Erwiderung vollkommen an meinem Beitrag vorbei. Habe ich ein einziges Wort davon geschrieben, dass ich nicht glaube, dass Meier in Etterzhausen geprügelt hat? Das einzige was ich dazu schrieb ist, dass ich Meier in Pielenhofen nicht als sadistisch erlebt habe. Sadismus ist bekanntlich Lustgewinn aus dem Quälen anderer, was keineswegs zwangsverknüpft mit Prügeln ist, sonst hätte die Mehrheit aller Väter bis 1950 Sadisten sein müssen, denn jedenfalls bis dahin war auch harte Prügel in Deutschland weit verbreiteter Erziehungsstil. Das mag eine Fehleinschätzung sein, es mag daran liegen, dass Meier in Pielenhofen anders war als in Etterzhausen – aber es ist meine Wahrnehmung. Ihre Unterstellung, ich würde hunderten Betroffenen die Glaubwürdigkeit absprechen bzw. behaupten, niemand sei geschlagen worden, ist absurd.

    Warum schrieb ich überhaupt so viel? Ganz einfach: Weil auch ein Mensch, den ich sehr schätze und von dessen Integrität ich zutiefst überzeugt bin, Ziel zerstörerischer Angriffe ist und die Kirche allgemein gleich dazu. Herr Blaschka – und noch deutlicher einige Kommentatoren – beschränken sich nämlich bei weitem nicht darauf, Meiers Züchtigungen zu kritisieren und die Aberkennung des Würdentitels von Meier zu fordern. Er vermischt es mit anderen Dingen. Sätze wie „So glaubt die Kirche. – Wer’s glaubt, wird selig. Und: Selig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich.“, die letztlich jeden Glaubenden als dumm bezeichnen, haben z.B. mit Prügelpädagogen nichts zu tun.

    Auch die Angriffe gegen Georg Ratzinger, Kern meiner Kritik an Blaschka, blenden Sie vollkommen aus, um statt dessen so zu tun, als habe Blaschka nur Tatsachen zu Meier geschrieben und ich diese bzw. die Aufklärungserkenntnisse von Weber bestritten.
    Da wird z.B. wahrheitswidrig geschrieben: „Die ganze Aufklärerei sei doch „Irrsinn“, stammelte der längst erblindete Georg Ratzinger, bevor er auf Linie gebracht werden konnte.“. Weder stammelt Georg Ratzinger, noch war er auf Linie zu bringen. Als Irrsinn hat er die mediale Verarbeitung bezeichnet, wenn z.B. die Heute-Sendung so titelt, als sei jeder 3. Domspatz bis in die 90er hinein vergewaltigt worden. Diese Kritik an der überzogenen Medienreaktion, die den Betroffenen selbst keinerlei Linderung bringt und – wie der Film, dem Blaschko lubhudelt, die heutigen Domspatzen(verantwortlichen) als Teil eines einzigen Sündenpfuhls darstellt, wurde nicht missverstanden. Sie wurde von der SZ-Redakteurin absichtlich als Kritik an der Aufklärung und dem Gespräch mit den Betroffenen fehlinterpretiert. Und die Klarstellung, dass die Kritik sich nicht auf die Aufklärung als solche bezog, die wird dann natürlich zum „auf Linie bringen“.

    Auch die Behauptung „Ratzinger ist übrigens ebenfalls Monsignore, und immerhin am Leben. Seine persönlichen Beiträge zur systematischen Vertuschung von Straftaten, die grobe Vernachlässigung seiner Aufsichtspflicht im Stiftungskuratorium Etterzhausen und sein eigenes teils gewalttätiges Verhalten seinen Sängern gegenüber sind Gründe genug, ihm den päpstlich verliehenen Titel zu Lebzeiten abzuerkennen“ ist alles andere als von erwiesenen Fakten geprägt. Was genau sollen seine „persönlichen Beiträge zur systematischen Vertuschung von Straftaten“ sein? Was genau sein „gewalttätiges Verhalten“? Genau zu diesen Punkten habe ich geschrieben, wie ich die Sache sehe.
    Blaschka meint, auch Georg Ratzinger sei „verlogen“, er fordert, Ratzinger müsste man Ehrungen aberkennen. Das ist für mich inakzeptabel und dagegen erhebe ich mein Wort.

  • Angelika Oetken

    |

    Kommentar gelöscht. Unterlassen Sie Ihre beleglosen Spekulationen.

  • Kreilinger

    |

    @Ehemaliger: Sie fordern Abstand vom Thema. Was haben Sie denn als mein Thema verstanden? Mein Thema war und ist nicht, ob Meier in Etterzhausen geprügelt hat. Ich war dort nicht, ich kann zur Erkenntnis nichts beitragen. Meine Themen sind mein eigenes Erleben in Pielenhofen, die Frage des sexuellen Missbrauchs durch Meier, die hier eine Kommentatorin einfach mal so in die Runde wirft und mein Thema sind die bösartigen Anwürfe gegen Georg Ratzinger, denen ich konkrete Fragen und Argumente entgegengestellt habe. Interessanter Weise antwortet aber niemand auf meine Frage, z.B. dazu, warum Ratzinger klüger als tausende Eltern hätte sein müssen. Und auch sonst hat noch niemand geschrieben, welche meiner Aussagen unrichtig sein soll. Ich versuche eine sachliche Diskussion zu führen, bei der ich auf Fragen und Aussagen der anderen Diskutanten konkret eingehe. Wie es scheint, bin ich damit allein.
    Nur weil ich nicht in Etterzhausen war, werde ich mir von Ihnen nicht das Wort zu Vorgängen der jüngsten Zeit und zu Personen wie Georg Ratzinger verbieten lassen.

  • Haimo

    |

    @Kreilinger
    Um Ihrem Kenntnisstand ein wenig auf die Sprünge zu helfen , ein
    paar Fakten .
    Das erste mal in meinem Leben war ich zusammen mit Ratzinger auf der Zugspitze . Damals blieben mir so Dinge , wie ein Zug nur für Domspatzen , die Jugendherberge , und vor allem das Gespräch mit Ratzinger genau in Erinnerung .
    Wir umringten ihn und er konnte gar nicht fliehen als wir von der Behandlung in Etterzhausen erzählten , weil ihm der Rückweg versperrt war . Als wir davor zu Schrems Beerdigung in Regensburg singen mußten , hofften wie alle jetzt wird es besser .
    Das Gegenteil geschah . Darum fühlten wir uns in Etterzhausen verraten und verkauft von Ratzinger . Diese Eindrücke bleiben mir 50 Jahre im Gehirn .
    Zu jedem neuen Stück erwähnte Erkes immer wieder “ auf Wunsch von R. müssen wir dies und das in Vertretung singen können “
    Also hatte R. offensichtlich doch großen Einfluß in Etterzhausen genossen .
    Und als weitere Hilfe würde ich Ihnen anbieten die Zusammensetzung des Stiftungsvorstandes der Vorschulen damals zu studieren . Dann wüßten Sie mal was über deren Zusammensetzung und deren Einflußmöglichkeiten , die die RKK natürlich nie ausnützte .
    Haimo
    Etterzhausen 1962 – 1964

  • Kreilinger

    |

    @Haimo
    Danke für Ihre Information. Was mir helfen würde, wäre, zu verstehen, was genau Sie ihm erzählten und in wie weit sich daraus erkennen ließ, dass es um Körperverletzung – nicht die damals zulässigen Ohrfeigen bzw. das staatlich legitimierte Züchtigungsrecht – geht. Ich tue mich schlicht schwer, mir das vorzustellen: Da sind Sie und Ihre Mitschüler zum ersten Mal mit dem großen Chor unterwegs, aufregend mit dem eigenen Zug etc. und treffen zum ersten Mal auf den neuen Domkapellmeister. Zu meiner Zeit war das eine einzige Domamt, das man als Vorschulchor pro Jahr gestalten durfte, ein Großereignis. Der Domkapellmeister erschien uns wie ein Staatsgast. Seine Anwesenheiten beim Singspiel und einmal jährlich beim Vorsingen war bedeutsamer als die der Fürstin – und die meisten Kinder gehen wohl nicht unbefangen auf eine international die Gazetten füllende Fürstin von T&T zu… Mehr als einen freundlichen Satz hatte niemand zu wechseln Zeit. Undenkbar, da besondere Vertraulichkeit zu entwickeln.

    Aber bei Ihnen war diese Situation mit ihm so vertraut, dass Sie ihm sofort deutlich all das erzählten, was Sie Ihren Eltern/Großeltern etc. nie erzählt haben? Und das so, dass man die Brisanz erkennt, also nicht als allgemeine Beschwerde über Strenge, bunt durcheinander mit Beschwerden über schlechtes Essen, kalte Zimmer oder ungerechte Lehrer?

    Wenn Sie alle dazu in der Lage waren – warum haben Sie es dabei belassen, Georg Ratzinger anzusprechen, statt Ihre Familie, den Heimatpfarrer, das Bistum oder auch den Staatsanwalt zu bemühen? War ein Ausflug mit Georg Ratzinger zur Zugspitze tatsächlich die einzige Gelegenheit, Hilfe zu holen und zu verhindern, dass kommende Domspatzen-Generationen das gleiche erleiden? Personen wie Herr Blaschka nehmen ja für sich in Anspruch, genau diese Sorge für heutige Domspatzen sei ihr Ziel bzw. ihr Verdienst, den sie mit ihren Anwürfen leisten müssten. Dumm nur, dass nach meinem eigenen Erleben, also spätestens seit 1984, schon längst ganz andere Zustände bei den Domspatzen herrschen. Meier ist seit 1992 tot. Ich habe noch nirgends gelesen, dass einer seiner Nachfolger geprügelt hätte. Nirgends habe ich die Namen der Internatsdirektoren in Regensburg nach Zimmermann (musste 1959 gehen) als Täter gelesen. Die „Medienkünstler“, die 2015 Filme machen, die eine aktuelle Domspatzen- und Erziehergeneration unter Generalverdacht bringen, tun das also nicht wirklich, um die Fortsetzung der Zustände von 1964 zu verhindern!

    Und woraus entnehmen Sie, dass Ratzinger Sie „verraten hat“ bzw. seinetwegen alles schlimmer wurde?

    1964 war das Jahr, in dem Ratzinger selbst gerade erst in Regensburg als einer von zwei Chorleitern neben Hans Schrems (leitete den „Lasso-Chor“, der allein für Konzerte und Reisen zuständig war) installiert wurde. Unter der Geschäftsführung eines weiteren Mitglieds der Schrems-Familie. Wenn Sie die jüngere Domspatzen-Geschichte kennen, wissen Sie, dass Georg Ratzinger in dieser Zeit meilenweit von einer gefestigten Position, geschweige denn einer Alleinleitung der Institution entfernt war. Anzunehmen, er hätte damals einfach so einen Personalwechsel in Etterzhausen erzwingen können, ist ganz weit von den damaligen Strukturen entfernt. Dass er im für den Domdienst zuständigen Chor das Sagen hatte und sich auch gekümmert hat, was in der Vorschule geprobt bzw. musikalisch beigebracht wird, glaube ich sofort. Das war sein Aufgabenbereich und seine Funktion. Daraus darauf zu schließen, er wäre für Internatsfragen zuständig gewesen, verkennt Strukturen und Größe des „Betriebs“ Domspatzen.

    Was Aufsichtsgremien angeht so haben Sie sicher Recht. Dort hätte man deutlicher hinsehen müssen, es nicht bei den Rügen und Briefen an Meier, die es lt. Zwischenbericht Weber offenbar gab, belassen dürfen. Gleichzeitig sage ich aber auch: Es ist nicht schwer, ein Aufsichtsgremium hinters Licht zu führen bzw. dort Fehleinschätzungen über Brisanz und Größe eines Fehlverhaltens zu erzeugen. Von der Bayern-LB bis zum VW-Abgasskandal – immer kann man die Frage stellen, warum „die Aufseher“ das nicht verhindert haben. Dabei tagen solche Gremien regelmäßig, haben Mitarbeiterstäbe und bekommen einen Batzen Geld. Ein ehrenamtliches Stiftungskuratorium, das sich ein oder zweimal jährlich trifft, ist da ungleich leichter im Unklaren zu lassen.

    Gleichzeititg kann ich sagen, dass sich die Situation, die ich in Pielenhofen und Regensburg zu einer Zeit erlebt habe, zu der Ratzinger tatsächlich eine gefestigte Position hatte, offensichtlich ganz massiv und positiv von dem unterschieden hat, was Sie für Etterzhausen beschreiben. Auch beim Thema sexueller Missbrauch in Regensburg deutet alles darauf hin, dass sich parallel zur Festigung der Position von Georg Ratzinger die Zustände massiv verbessert haben. So schrecklich jeder – ggf. bisher auch noch unbekannte – verbliebene Einzelfall ist, so ist doch offenbar nicht von einer Täterstruktur oder Risiken bzw. Fallzahlen jenseits dessen, was in unserer kranken Gesellschaft statistisch üblich ist, auszugehen. Der bereits 1959 entlassene Zimmermann war nach allem was ich bisher weiß der letzte Fall eines Täters aus der Leitungsebene.

  • Angelika Oetken

    |

    Zu zwei Fragen:

    1. Warum haben sich die misshandelten Kinder nicht an ihre Eltern gewandt?
    Ein zentraler Punkt, wenn man verstehen will, wie eine Einrichtung zur „Täterinstitution“ werden kann. Einige Ehemalige Domspatzen haben sich hier auf Regdigi dazu schon geäußert. „Die“ Antwort gibt es nicht, weil die Bedingungen unterschiedlich waren. Ein Teil der Eltern hat die Gewalt befürwortet, andere haben ihre Kinder einfach abgemeldet und beschlossen, nichts öffentlich zu machen. Manche haben sich bei der Internatsleitung beschwert oder versucht, ihrem Nachwuchs zu helfen. Berücksichtigen sollten wir auch, dass das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern in früheren Jahrzehnten oft wenig vertraut war und eher von gegenseitiger Ablehnung geprägt, denn von Zuneigung. Natürlich gab es auch Eltern, die ihre Kinder geliebt haben. Aber die hätten ihren Nachwuchs wohl eher nicht auf ein Internat gegeben, erst recht nicht so früh. Hier wäre eine Bestandsaufnahme (Interviews mit Betroffenen und Mitbetroffenen) ein Weg, um diese Sache aufzuklären.

    2. Zur sexuellen Konnotation bei Gewalttätigkeiten gegen Kinder:
    Heutzutage sind Körperstrafen verpönt, Sadomaso ist aber gesellschaftsfähig geworden, gilt teilweise sogar als schick. Noch vor wenigen Jahrzehnten war das genau andersherum. SMler hatten wenig Möglichkeiten, sich auszuleben. Wir müssen damit rechnen, dass die von Sadismus geprägten Erwachsenen ihre Neigungen deshalb an (ihren) Kindern ausgelassen haben. Sofern kein Erwachsener zur Verfügung stand. Das war damals eine gesellschaftlich akzeptierte Form diese Art der Persönlichkeitsstörung auszuleben. Hier zu den Hintergründen von Sadomasochismus und seiner Verbindung zur Pädophilie http://www.seele-und-gesundheit.de/diagnosen/sadomasochismus.html Bedenken muss man, dass es Formen des Sadismus gibt, wo das Quälen Handlungen, die normalerweise dem Bereich des Sexuellen zugeordnet werden vollkommen ersetzt.

    Wer von den Erwachsenen, die in den Domspatzeneinrichtungen Kinder misshandelt haben, das aus einer sadistischen Motivation heraus tat, sollte wissenschaftlich untersucht werden. Genauso wie der Bezug zur faschistischen Ideologie, der sich daraus ergab. Gelungen in dem Zusammenhang: http://dddd.ettaler-missbrauchsopfer.de/130307_ipp_Studie_Ettal.pdf

  • Angelika Oetken

    |

    „Und wenn jemand noch schreibt, Pielenhofen habe Regensburg finanziert, sind Sie gewiss elektrisiert, ähnlich wie Sie der TAZ das erklärt haben. Denn dann passt auch noch Ihr Bild vom Zusammenhang zwischen Korruption und Missbrauch. Doch nicht überall, Frau Oetken, ist alles gleich.“

    @Kreilinger,

    Sie meinen bestimmt dieses Interview: http://www.taz.de/!5055198/ Als „elektrisierend“ empfand ich das große öffentliche Interesse am Missbrauchsthema. Und der Zusammenhang von sexueller Ausbeutung/Missbrauch und anderen Arten des vorsätzlichen Übertretens sozialer und/oder gesetzlicher Normen, den ich als „Begleit- und Beschaffungskriminalität“ bezeichne, wird im Artikel erläutert. Auf den Missbrauch bei den Domspatzen trifft er genauso zu wie auf jede Familie, die über einen längeren Zeitraum duldet, dass Kinder sexuell ausgebeutet werden. Nur der Nutzen ist jeweils individuell.

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Kreilinger

    |

    @Angelika Oetken

    Ihre Erklärung, warum sich die Betroffenen nicht an die Eltern wandten, ist gewiss tauglich, einige Fälle zu erklären. 260? Das erklären sie eher weniger. Zumal es ja auch Freunde, Großeltern etc. gibt und es nicht nur um ein Schweigen im Jahr des Geschehens, sondern um ein Schweigen im Wesentlichen bis 2010 geht. Davon unabhängig aber gilt: Dass die Aussage, Eltern und Kinder seien sich ggf. zu fremd gewesen, um offen miteinander zu sprechen, mir erklären soll – UND DAS WAR MEINE FRAGE – warum ich glauben soll, dass die Betroffenen ausgerechnet dem ihnen reichlich, ja teil völlig fremden Menschen Georg Ratzinger so viel Besseres, Eindringlicheres erzählt haben sollen, dass ausgerechnet er die Tragweite von Meiers Verhalten erkennen hätte müssen, sehe ich nicht.

    Im Übrigen danke ich recht schön, dass Sie mir erklären, dass meine Eltern mich nicht lieben, weil sie mich ja so früh in ein Internat gaben. Vorurteile und Verallgemeinerungen scheinen mir wirklich „Ihr Ding“ zu sein. Dass Sie meinen klarstellen zu müssen, dass es (sozusagen vereinzelt, Ihres Erachtens gewiss aber nicht unter denen, die Ihre Kinder in Internate gaben…) auch früher Eltern gab, die Ihre Kinder liebten, belegt ein Negativbild, das Ihr persönliches Erleben rechtfertigen mag, das so aber nicht verallgemeinerungsfähig ist.

    Ihre wissenschaftlich-psychologischen Äußerungen zu Sadismus in allen Ehren. Sie schreiben darüber – genau so wie über ko-Tropfen – ohne jede Fallkenntnis. Ich maße mir nicht an, abschließend zu beurteilen bzw. sicher sagen zu können, was die Motive waren. Ich bin auch sehr dafür, dass Weber in jede Richtung untersucht. Doch Vorverurteilungen in diese Richtung sind wie jede Vorverurteilung gegen das, was wir aus gutem Grund als Konsens im Bereich von Strafrecht und Moral haben. Und ich erlebte im Gegensatz zu Ihnen immerhin den Betreffenden persönlich und habe dabei absolut kein Indiz dafür gesehen, dass da Lustgewinn oder Egoismus im Spiel waren. Ein cholerisches Wesen, ein Selbstverständnis als „letzte Instanz in schweren Fällen“, eine falsche Vorstellung von Erziehung, statistisch gesehen mit höchster Wahrscheinlichkeit auch die eigene Gewalt beinhaltende Erziehung – all das sind plausible Erklärungen für sein Prügeln. Wie sie selbst schreiben, unterlagen solche Vorstellungen auch weit weniger der gesellschaftlichen Kritik. Diese wiederum entsteht als Summe aus Sozialisation bzw. Prägung und Meinung der jeweiligen Erwachsenengeneration. Es ist daher ganz überwiegend wahrscheinlich, dass die Motive die gleichen waren, wie bei hunderttausenden Eltern, die ihre Kinder schlugen. Wenn man dann für die Disziplinierung von 90 Kindern gleichzeitig zuständig ist, zu denen man nicht die Nähe wie ein Elternteil hat, ist die Schwelle zur körperlichen Misshandlung noch geringer.
    Das ist schlimm genug und ich entschuldige es nicht.

    Aber machen Sie doch bitte angesichts der naheliegenden nicht-sexuellen Erklärung für die körperlichen Strafen die Ausnahme einer sexuellen Motivik nicht zur Regel, auf deren Basis Sie eine Vorverurteilung aussprechen auch dahin aussprechen.

    Ihre Behauptung, bei den Domspatzen habe es andere Arten von Übertreten gesetzlicher Normen gegeben, um sexuellen Missbrauch zu ermöglichen oder zu decken, sehe ich ebenfalls durch nichts belegt. Aber nach Ihrer Ferndiagnose dazu, dass früher kaum eine Familie ihre Kinder liebte und solche, die ihre Kinder in Internate gaben, schon ganz sicher nicht, ist wohl für jeden objektiven Leser eindeutig, dass Sie sich nicht um Belege oder Richtigkeit Ihrer Aussagen bekümmern. Einfach mal staten – aliquid semper haeret. Mit dieser Haltung tun Sie der Sache keinen Gefallen. Im Gegenteil: Jede haltlose Unterstellung, jede Vorverurteilung zur Unzeit, jede „Ferndiagnose“ ohne jede eigene Erkenntnisbasis führt dazu, dass diejenigen, die wirklich Erlebtes zu berichten haben, weniger ernst genommen werden. Verschaffen Sie den Opfern Gehör, indem Sie sie unterstützen und ermutigen, ihre Kenntnisse einer Aufklärung zuzuführen. Aber fügen Sie nicht einfach deutschlandweit Ihre eigenen Unterstellungen hinzu.

  • Angelika Oetken

    |

    „warum ich glauben soll, dass die Betroffenen ausgerechnet dem ihnen reichlich, ja teil völlig fremden Menschen Georg Ratzinger so viel Besseres, Eindringlicheres erzählt haben sollen, dass ausgerechnet er die Tragweite von Meiers Verhalten erkennen hätte müssen, sehe ich nicht.“

    @Kreilinger,

    das mit dem „Glauben“ wird schwierig, wenn Aussage gegen Aussage steht. Allerdings kann ich Georg Ratzingers Position und sein Verhalten durchaus nachvollziehen. Für ihn und vor Allem seinen Bruder Joseph stand viel auf dem Spiel.

    „Als der ehemalige Domkapellmeister Georg Ratzinger im März 2010 zu den körperverletzenden Erziehungsmethoden des Internatsdirektors Johann Meier nach Tagen der Verweigerung doch noch Stellung beziehen musste, gab er sich in einem Exklusiv-Interview in der PASSAUER NEUEN PRESSE (PNP) vom 9. März 2010 teils reumütig, teils unwissend. Zwar habe er während seiner Zeit als Domkapellmeister (1963 bis 1994) auf Konzertreisen von Schülern über die Prügel in Etterzhausen erfahren. Ihre Berichte seien bei ihm aber nicht so angekommen, dass er „glaubte, etwas unternehmen zu müssen“. Das Ausmaß der brachialen Methoden Meiers sei ihm nicht bekannt gewesen. So Ratzinger im PNP-Interview.“
    http://www.regensburg-digital.de/ein-steg-ueber-den-gemeinsamen-domspatzen-sumpf/15122015/

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    @Kreilinger,

    wir beide haben konträre Positionen. Das ist nun einmal so. Denn Sie vertreten die Sicht der Institution, ich versuche die Angelegenheit aus der Perspektive von Opfern zu betrachten. Wenn Sie sich vor Augen halten, wie schwierig so eine Debatte ist und wie schwer es fällt, dabei sachlich zu bleiben, dann können Sie ggf. nachvollziehen, warum ich dafür plädiere, dass die Aufklärung institutioneller Missbrauchskriminalität nicht von den Institutionen selbst betrieben werden sollte. Sondern in die Hände einer unabhängigen Kommission unter staatlicher Aufsicht gehört.

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • HutzelWutzel

    |

    @Angelika Oetken:

    „das mit dem „Glauben“ wird schwierig, wenn Aussage gegen Aussage steht. Allerdings kann ich Georg Ratzingers Position und sein Verhalten durchaus nachvollziehen. Für ihn und vor Allem seinen Bruder Joseph stand viel auf dem Spiel. “

    Richtig, Frau Oetken!

    In jungen Jahren aus dem freiheitlich, demokratisch und umtriebigen Tübingen in die damals wirklich allerletzte Provinz abgeschoben. Wo der „Händlmeier“-Senf noch in einer kleinen Spelunke in der Gesandtenstrasse produziert wurde, wo die ehem. Schnupftabakfabrik noch aussah, als wäre gerade erst die Industrialisierung eingetreten, wo die „Braunen Herren im Priesterrock“ regierten und Jede/r ehrfürchtigst nicht vor Jesus oder Maria, sondern bereits vor dem Hausl des Bischofs oder des Bezirksregierungspräsidenten im Boden versank.
    Wo es „T&T“e und jeder dem Fürsten mehrmals täglich gerne das Klopapier eigenhändig aufgerollt hätte, weil nichts, aber rein gar nichts los war.
    Kamen die Mißbrauchstäter hier nicht passend? Man hätte dem Vatikan hier was „anbieten“ können? Gegen entsprechende „Gegenleistung(en)“?
    ————–
    Danke Herr Blaschka!

    Wirklich toller Artikel! Der Inhalt zeigt wieder, dass Aufklärung für die Kirche ein Fremd-, wenn nicht sogar ein Haßwort
    ist.
    Nachfolgern einer, so muß man es schreiben, „Täterorganisation“ die Aufklärung deren Verfehlungen zu überlassen, hatten wir in Deutschland schon sehr oft.
    Was ist dabei rausgekommen? Opfer wurden weiter drangsaliert, Täter wurden belobigt.
    Diese „Regensburger Dinge“ sind für mich auch der Lakmus-Test für den Freistaat Bayern, vielleicht die gesamte Republik.
    Bringt man die Aufklärung hier im, gem. GG religionsfreien Bayern nicht „hin“, zeigt es nach weit außen, dass Deutschland auf die Religionsfreiheit pfeift,
    man andere als die christlichen Religionen nicht will, und die Politik dermassen von den christlichen Großkirchen abhängig ist, dass
    die Grundrechte nicht mehr gewahrt werden.
    Klar die Großkirchen sind immer noch auf Missionierung aus, wollen deren Präambel aus dem Grundgesetz gleich einer künftigen EU-Verfassung aufzwingen.
    Es geht höchstwahrscheinlich wieder einmal nur ums Geld, um die Privilegien die letzten Endes sogar wegen TTIP fallen müssen.

    Ich kann es mir auch nicht verkneifen zu behaupten, dass hier scheinbar Generationen von Kirchenzöglingen ob deren Dulden und/ oder Schweigen fürstlichst mit
    Arbeitsstellen und/ oder Ämtern „belohnt“ wurden.
    Stellen wir uns also die Frage ob sich die Oberpfalz in diesen immer miesen werdenden Zeiten überhaupt noch emanzipieren kann.
    In einer Region in der fast 90% des Grund- und Waldbesitzes der Kirche oder dem Adel gehören soll, ist man eben darauf angewiesen.

  • Angelika Oetken

    |

    Kommentar gelöscht. Auch in Fragen gekleidet bleiben Unterstellungen Unterstellungen.

  • Kreilinger

    |

    @diverse:
    Auch wenn meine Aktivität der letzten 24 Stunden hier einen anderen Eindruck erzeugt haben mag – meine Zeit ist sehr knapp bemessen und ich bin kein „ehrenamtlicher Forist“ wie Frau Oetken sich selbst in der TAZ nannte. Daher bin ich nicht in der Lage, die Kommentare hier beständig weiter zu verfolgen oder zu beantworten. Zumal ich den Eindruck habe, dass wir uns immer weiter vom konkreten Thema entfernen – die Besitzverhältnisse in der Oberpfalz und TTIP etwa sind denke ich weder das Thema der Opfer von Missbrauch bei den Domspatzen noch des hier kommentierten Artikels bzw. der sich anschließenden Diskussion. Der Spruch mit dem „Senf dazugeben“ erscheint passend, wenn hier jetzt Produktionsstätten von Luise Händlmeiers Firma Gegenstand der Betrachtungen werden. Überdies möchte ich mich mit Betroffenen und nicht mit professionellen Foristen ohne eigene Kenntnis der hier relevanten Sachverhalte austauschen.

    Deshalb klinke ich mich jdf. vorerst an dieser Stelle aus mit der Klarstellung, dass Schweigen im Weiteren in keinem Fall Zustimmung bedeutet.

    Meine Kontaktdaten kann jeder bequem finden und wenn noch jemand tatsächlich konkrete Antworten auf meine Fragen oder auch konkrete Belege gegen meine Thesen hat, so kann er mich gerne direkt kontaktieren.

    Abschließend bitte ich nochmals jeden Betroffenen: Gehen Sie zu RA Weber (direkt oder über professionelle Hilfestellen für Opfer) und liefern Sie Ihre Informationen und etwaigen Belege zu, damit wirklich Klarheit entsteht und sowohl die Verantwortung, die konkreten Taten und Namen der Täter benannt als auch der pauschale Generalverdacht gegenüber dem gesamten Domspatzenpersonal aufgehoben werden können.

  • HutzelWutzel

    |

    @Kreilinger:
    In Ihrem Urteil über Dr. Meier, diesen nie sadistisch erlebt zu haben, möchte ich ihnen zustimmen.
    Kath. Priester – ich weiß wovon ich schreibe – lernen schon sehr früh sich zu verstellen und bravurös „Theater zu spielen“:
    1. In den Heimatpfarreien meist vielleicht sogar in der eigenen Familie, denn wer es sich mit dem Heimatgeistlichen verscherzt wird den Beruf(ung)swunsch schnell ablegen.
    2. In zumeist kirchlichen internaten, da sie es dort mit über Jahrzehnten kaserniertem Haus- und Lehrpersonal zu tun haben, dem sie gefällig erscheinen müssen, um dies durchzustehen.
    3. Im Priesterseminar, da dort der Regens und die Präfekten für sie die Könige sind, der Bischof der zur regelmässigen instructio kommt, erwartet auch keine Widerrede, und je nach Theol Fakultät haben sie meist ebenfalls einige lehrende Geistliche, welchen Wissen um deren IDC10-Klassifizierung nicht schaden könnte.
    Außerdem wechseln sie grundlos nie eine kirchliche Einrichtung ohne dies auf Fürsprache eines oder mehrerer Geistlicher zu tun. Sonst sind sie in Ungnade gefallen, und ihr „Beruf(ung)swunsch“ ist gestorben.
    _____________-
    So etwas erleben Sie nur bei Kirchen/ Glaubensgemeinschaften egal welcher Art. Nur die Röm.-Kath. Kirche aber hat Geistliche die nicht in einer Beziehung leben dürfen, womit man geistig gestörtes Personal leider nicht früh genug entdecken und aus dem Ausbildungswesen nehmen kann.
    Solche Kandidaten stehen dann jungen Erwachsenen quasi als Vorbild eines „geglückten kath. Priesters“ vor.
    _____________
    Benennen Sie mir einen in Ausbildungsverantwortung stehenden Geistlichen der Röm.-Kath. Kirche, der sich von kirchlich neutralen Psychologen auf dessen Ausbildereignung im diffizilen Bereich der Seelsorge prüfen liess, und während der Zeit seiner Verantwortung außer am Bußsakrament und Gesprächen mit dem jeweiligen Bischof – seinem Dienstvorgesetzten – an einer psychologischen Supervision teilgenommen hat.
    Sie werden niemand finden, und die Röm.-Kath. Kirche weiß auch warum sie dies mittlerweile zwar durch kirchennahe Psychologen bei Priesterseminaristen, nicht aber beim Leitungspersonal durchführen lässt.

  • HutzelWutzel

    |

    Ein Beispiel gefällig? Warum meldete sich bisher kein einziger Priesteramtskandidat um seinen Bischof, seine altvorderen Geistlichen in der Diözese, oder zumindest Papst em. Ratzinger zu verteidigen?
    _______
    Weil es nicht vorgesehen ist, dass ein (angehender) kath. Priester – außer bei politisch offenkundigen Themen – seine eigene Meinung öffentlich äußert.
    Über den internen Bereich darf sich schon gar nicht öffentlich geäußert werden, was für mich dem gleicht, was die Großkirchen mit deren Sektenbeauftragten anderen Glaubensgemeinschaften zum Vorwurf machen.
    Sehen so Personen aus, denen man Minderjährige überlässt?

  • Coffin Corner

    |

    @Kreilinger

    Was benötigen Sie eigentlich noch, um Ihren total unkritischen Blick auf die Amtskirche (hier speziell von Regensburg) auch nur leicht zu schärfen?
    Nichts gegen Ihren Glauben, der sei Ihnen unbenommen.
    Ich glaube auch. Aber das berechtigt mich nicht, Mißstände oder Mißbrauch zu übersehen oder zu dulden. Anderenfalls mache ich mich selbst schuldig.

    Im speziellen Fall Regensburg würde es sicher helfen die Götzen Ratzinger (beide!) und Müller etwas von ihren Sockeln herab zu holen. Und daß das zu deren Lebzeiten nicht passieren soll, scheint mir hier eines der vielen Übel zu sein.
    Wie soll man die Berufung Müllers auf genau diese Stelle anders benennen als letztlich Kumpanei ? Der Mann hatte doch in Regensburg „sein Pulver schon lange verschossen“ wie man so sagt. Und mit Tebartz van Elst ist es doch nicht anders.

  • joey

    |

    @Hutzelwutzel
    „In einer Region in der fast 90% des Grund- und Waldbesitzes der Kirche oder dem Adel gehören soll, ist man eben darauf angewiesen.“
    Von welchem Jahrhundert reden Sie?
    Zahlreiche (in meinem Sichtkreis) Waldgrundstücke der Fürstin wurden schon vor 10 Jahren verkauft, weil mit denen kein nennenswerter Gewinn zu erzielen ist. Die Wälder um Regensburg sind alle unter verschiedensten Arten von Umwelt- und Naturschutz. Die Leibeigenen sind auch schon lang nicht mehr gesehen worden.
    Lassen wir mal Hammer und Sichel weg, es geht heute nicht mehr um Territorien, ob nun in Schlesien oder neuerdings wieder auf der Krim.

    Besser wäre die Frage, wieviel Krankenhäuser in Ostbayern kirchlichen Organisationen gehören und dieses spezielle Arbeitsrecht haben dürfen. Ja, die Barmherzigen Brüder haben viel übernommen, weil den kommunalen Vetternwirtschaften vor lauter Filz das Moos trocken geworden ist.

    Hier geht es ja um Schulen.
    Gewaltanwendung in äußerer Form (schmerzhafte Kopfnüsse) oder psychisch wirksamere Bloßstellungen vor der Klasse, … bis hin zum (nach langen Jahren) gerichtlich nachgewiesenen sexuellen Mißbrauch gabe es auch in staatlichen Schulen noch in den späten 80ern, den Mißbrauch sogar noch in die 2000er.

    Lehrerkollegien, die logischerweise zusammenhalten und sich von irgendwelchen Schülern oder gar deren Eltern „nichts bieten lassen“. „Das ist alles nicht passiert… wer hat was gesehen soll aufstehen… wer versteht denn hier keinen Spaß mehr… Sie sollten die Schule wechseln, denn es kann nicht garantiert werden, daß sie so hier bis zum Abitur vorrücken werden…“ Zitate, die ich persönlich erlebt habe.

    Erregt Euch von mir aus noch länger über die Domspatzen, aber denkt nicht, daß das der einzige Sumpf im Lande war.

    Habe gehört, daß dort vor kurzem ein Schüler einen Penis in einen nagelneuen Tisch geritzt hat. Na, da möchte man spontan eine Kopfnuß ausgeben, was uns die westliche Zivilisation schon moralisch nicht erlaubt… aber bei den Domspatzen ist – außer einer Ermahnung – nichts passiert.

  • Angelika Oetken

    |

    „Meine Kontaktdaten kann jeder bequem finden und wenn noch jemand tatsächlich konkrete Antworten auf meine Fragen oder auch konkrete Belege gegen meine Thesen hat, so kann er mich gerne direkt kontaktieren.“

    @Kreilinger,

    wenn ich „Kreilinger“ in der Suchmaschine eingebe, werden verschiedene Personen benannt.

    Was die Motivation, hier zu kommentieren angeht: zu einigen der Menschen, die sich hier im Forum zum Thema äußern habe ich Kontakt. Alle verdienen ihr Geld auf ehrliche Weise und sind ausgelastet. Das öffentliche Kommentieren wird auf dem Hintergrund des bürgerschaftlichen Engagements betrieben. Etwas das Sie in Ihrem Kommentar vom 19. Februar 2016, eingestellt um 19,46 Uhr sehr ausführlich eingefordert haben. Nach dem Motto „Jeder kann etwas gegen Unrecht und Ausbeutung tun“.

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • HutzelWutzel

    |

    @joey:
    Wir reden schon von diesem Jahrtausend. Wenn Sie mal genauer hinsehen, haben sich die Eigentumsverhältnisse an den relevanten Grund- und Waldstücken, Ländereien bestenfalls temporär geändert. Hier tritt niemand mehr mit Klarnamen auf.
    In puncto „Kliniken“ und „Schulen“.
    Die gehören im Regierungsbezirk Oberpfalz bis auf einige EU-bezogen notwendige Fremdkonzern-Lösungen (durchaus jederzeit rückkaufbar) entweder der Regionalregierung oder einer Großkirche bzw. deren Untereinheit wie Caritas, Diakonie o. Ä.. Mir gefällt es immer wenn jemand denkt, dass diese getrennten Sozialeinheiten einer Kirche von diesen unabhängig wären. Wie dumm Leute doch sein können!

  • Angelika Oetken

    |

    @Kreilinger,

    ein paar Erläuterungen zu Ihren Anmerkungen:

    „Aha – so funktioniert das bei Ihnen. Irgendwer schreibt anonym was irgendwo.“

    Nein. Ich tausche mich mit Betroffenen, Mitbetroffenen und Whistleblowern aus. Die meisten davon möchten anonym bleiben. Manche arbeiten allein, andere sind in Gruppen organisiert. Um gegenseitig Vertrauenswürdigkeit gewährleisten zu können, hat sich etwas etabliert, was wir als „diffundierendes System“ bezeichnen. Heißt im Klartext: in das Netzwerk kommt nicht jeder rein. Die Gefahr der Unterwanderung ist groß. Harald Requardt hat das in seinem Vortrag, „Arbeit mit Opfern organisierter Gewalt in einer Welt des Verrats“ veranschaulicht und Lösungsvorschläge entwickelt http://www.alternatief.org/buchbestellung.htm

    „Wenn im Übrigen jemand schildert, dass er nachts „etwas“ bekommen hat – haben Sie schon mal überlegt, dass das schlicht Medizin gewesen sein kann“

    Sicherlich wird es Unterlagen darüber geben, welche Medikamente den Internatszöglingen verabreicht wurden. Im Zuge einer unabhängigen, seriösen Aufklärung könnte dann überprüft werden, inwieweit diese Mittel zu „Filmrissen“ geführt haben könnten. Oder ob die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass unrechtmäßig Betäubungsmittel verabreicht wurden. Um mehr Licht ins Dunkel zu bringen, wäre ein zweiter wichtiger Punkt, festzustellen, welche Ehemaligen spezifische Körperschäden davon getragen haben, insbesondere solche am Unterleib. Dafür müsste man ExpertInnen für Urologie, Sexualmedizin und den Missbrauch an männlichen Opfern hinzuziehen. Hinweisen möchte ich auch darauf, dass es bei den Domspatzeneinrichtungen Jahrgänge gibt, bei denen die Rate an frühzeitigen Todesfällen auffällig ist. Es gibt also noch viel zu tun.

    „Ihre wissenschaftlich-psychologischen Äußerungen zu Sadismus in allen Ehren. Sie schreiben darüber – genau so wie über ko-Tropfen – ohne jede Fallkenntnis.“

    Mein Blickwinkel ist der einer Erfahrungsexpertin. Wie viele Andere, die hier kommentieren, habe ich sexualisierte Misshandlungen am eigenen Leib erfahren. Genauso wie ich seit frühester Kindheit eine klare Vorstellung davon habe, wie Sadismus sich äußert. Ich betrachte das als einen Wissensvorsprung, wenn auch auf einen, auf den ich unter anderen Umständen lieber verzichten würde. Wo zielführend, unterfüttere ich meine Sachkenntnis mit Hinweisen von ExpertInnen oder nutze Fachliteratur. Die Schlussfolgerung, dass beim Missbrauch in den Domspatzeneinrichtungen der Einsatz von Betäubungsmitteln eine Rolle gespielt hat, ziehe ich aus dem Austausch mit Betroffenen und Mitbetroffenen und nach Rücksprache mit ExpertInnen für Psychotraumatologie zu denen ich durch meine ehrenamtliche Tätigkeit beim Ergänzenden Hilfesystem für Missbrauchsopfer Kontakt habe.

    „Aber machen Sie doch bitte angesichts der naheliegenden nicht-sexuellen Erklärung für die körperlichen Strafen die Ausnahme einer sexuellen Motivik nicht zur Regel, auf deren Basis Sie eine Vorverurteilung aussprechen auch dahin aussprechen.“

    Sinnvoll wäre im Zuge einer unabhängigen Aufklärung, sich in dieser Frage mit ExpertInnen für Missbrauchskriminalität, respektive Tätertypen zu beraten. Dazu müssten die Schilderungen dieser Opfer von Gewalt daraufhin analysiert werden, inwieweit es bei den Schlägern Hinweise auf sexuelle Erregung gab. Wobei sich die auch zeitverzögert geäußert haben kann. Nicht wenige Missbrauchskriminelle „sammeln“ Situationen, setzen sie dann im stillen Kämmerlein neu zusammen und geben sich so unbeobachtet ihrer perversen Lust hin. Selbiges gilt für die Konsumenten von entsprechenden Photos und Filmen.

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • menschenskind

    |

    Für die Einigkeit in der Ablehnung Kreilingers und für die guten Argumente gegen Kreilinger möchte ich, der ich zwei Tage offline war, allen Beteiligten, besonders Frau Oetken und HutzelWutzel, herzlich danken.

    Sehr geehrter Herr Aigner, seien Sie bitte nicht zu streng mit Frau Oetken, selbst wenn sie bisweilen dazu neigt, über die Stränge zu schlage, meint sie es dennoch gut mit uns Bayern und ich mag ihre Gedanken und Anregungen nicht missen.

    Übrigens, wo bleibt denn der Schlusskommentar von Frau Vietze?

  • Angelika Oetken

    |

    Danke menschenskind!

    Bei der Gelegenheit: ich kann mich hier grundsätzlich in jede Perspektive hineinversetzen. Auch in die Derjenigen, die die Verantwortlichen verteidigen oder sogar verantwortlich sind. Denn neben ethisch-moralischen und juristischen gibt es ja noch ganz pragmatische Aspekte, was die Haltung zur Missbrauchskriminalität in den Domspatzeneinrichtungen angeht. Und da bin ich, da ich keinerlei persönliche Verflechtungen, weder private, noch berufliche in die Oberpfalz habe, einfach in einer besonders glücklichen Lage. Deshalb habe ich sehr großes Verständnis dafür, dass nicht alle meine Beiträge hier frei geschaltet werden. Es gibt auch andere Orte, an denen man etwas platzieren kann ;-)

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • menschenskind

    |

    Kreilinger beschwerte sich darüber, dass wir hier auf Regensburg.digital den ehrenwerten Ruf des Georg Ratzinger herabwürdigen würden.

    Haben wir ganz und gar nicht. Wir haben uns lediglich an die publizistisch und gesellschaftlich üblichen Standards gehalten. Als Beleg diene der Abschnitt „Missbrauch und Misshandlung“ im Wiki-Artikel zu Ratzinger:

    Zitat Wiki: Körperliche Misshandlungen und sexueller Missbrauch in den Einrichtungen der Domspatzen
    In einer Festschrift zum 50-jährigen Gründungsjubiläum des Musikgymnasiums von 1998 würdigte Ratzinger das Werk des als gewalttätig und übergriffig geltenden Direktors der Grundschule der Regensburger Domspatzen Johann Meier. Demnach sei Meiers Erziehungsstil nach beinahe 40 Jahren selbstloser Tätigkeit „in der modernen Zeit nicht mehr verstanden worden“.
    Im März 2010 geriet der pädagogische Führungsstil Ratzingers in die Kritik. Er selber räumte ein, „Früher waren Ohrfeigen einfach die Reaktionsweise auf Verfehlungen oder bewusste Leistungsverweigerung.“, und somit habe auch er solches Verhalten der Sängerknaben am Anfang seiner Chorleitertätigkeit (1964ff.) gelegentlich mit Ohrfeigen bestraft. An das gesetzliche Verbot körperlicher Züchtigungen habe er sich striktissime gehalten, und das habe ihn innerlich erleichtert. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins Der Spiegel bezeichneten ehemalige Sänger der Regensburger Domspatzen Ratzinger als „extrem cholerisch und jähzornig“. Er soll „noch Ende der achtziger Jahre bei Chorproben erzürnt Stühle in die Männerstimmen hineingeworfen“ haben. Andere ehemalige Domspatzen, welche sich kurz darauf an die Mittelbayerische Zeitung wandten, nahmen Ratzinger dagegen in Schutz und betonten, es habe zu ihrer Zeit keine derartigen Gewaltanwendungen gegen Sänger gegeben.
    Ratzinger gab 2010 darüber hinaus an, dass er keine Kenntnis von sexuellen Missbrauchsfällen bei den Domspatzen habe, im Haus sei über diese Dinge nie gesprochen worden. Dem stehen Berichte von mehreren Betroffenen gegenüber, die sich ihren Angaben zufolge 1970/71 mit den Eltern an Ratzinger gewandt und sexuelle Übergriffe gemeldet haben. Eine im Auftrag der Diözese eingeleitete Untersuchung durch einen Rechtsanwalt kam im Januar 2016 zu dem Ergebnis, dass Ratzinger als Vorstand der Stiftung der Regensburger Domspatzen und langjähriger Leiter des Chores „seit spätestens Ende der 80-er“ von den zahlreichen Misshandlungsfällen bei dem Knabenchor „gewusst haben“ müsse. Ratzinger wies diese Darstellung erneut zurück. Zitat Wiki Ende.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Ratzinger_(Kirchenmusiker)

    Die tschechische Wikipedia berichtet nur kurz, aber ganz im gleichen Sinne:
    V roce 2010 byl připraven svědčit proti tvrzení že ve sboru Regensburger Domspatzen došlo k zneužívání. Německý týdeník Der Spiegel oznámil, že se terapeuti v regionu starají o oběti zneužívání ve sboru. https://cs.wikipedia.org/wiki/Georg_Ratzinger

    Ausführlicher geht en.wiki zu Werke:
    Allegations of sexual and physical abuse under his directorship
    A man who lived in the choir-linked boarding school until 1967 has contended that „a sophisticated system of sadistic punishments in connection with sexual lust“ had been installed there. Der Spiegel quoted the man, a composer Franz Wittenbrink, as saying it would be inexplicable that the pope’s brother did not know anything about it. Ratzinger has admitted slapping pupils in the face. He commented: „At the start, I also slapped people in the face, but I always had a bad conscience“. He claims to have been relieved when corporal punishment was forbidden in 1980. Ratzinger has denied any knowledge of sexual abuse. A Vatican spokesperson stated that the allegations are a campaign aimed against the pope and the Roman Catholic Church. A lawyer commissioned by the choir to look into the accusations concluded that over 200 young singers were abused to various degrees, with at least 40 of the cases involving sexual violence, and that he must assume that Ratzinger had known. https://en.wikipedia.org/wiki/Georg_Ratzinger

    Auch die Niederländer verschweigen nix:
    In 2010 bleek dat bij de Regensburger Domspatzen pedofilie begaan werd in de jaren 1950 en 1960. Ratzinger beweerde van niets te weten, maar erkende wel dat hij kinderen van het jongenskoor klappen in het gezicht heeft gegeven. https://nl.wikipedia.org/wiki/Georg_Ratzinger

    Da der liebe Gott zumindest Tschechisch kann, steht dem Schorschl Ratzinger in jedem Fall das Fegfeuer bevor (Da nützt des Totschweigen der Schweinereien durch Wiki-Polen, -Frankreich, -Italien und -Spanien auch nix).

  • Angelika Oetken

    |

    Der Philosoph Slavoj Žižek analysiert den klerikalen Korpsgeist, dessen negative Folgen sich besonders anhand des Umgangs mit Missbrauchskriminalität zeigen, in einem Artikel, der 2013 in der „Lettre“ veröffentlicht wurde
    https://www.lettre.de/beitrag/%C5%BEi%C5%BEek-slavoj_vom-geistigen-tierreich

    Erzeugt werden die von Žižek beschriebenen Einstellungen durch das Prinzip der „ontologischen Umgestaltung“, der Priester während ihrer Ausbildung unterzogen werden.

  • aucheinehemaliger

    |

    Kommentar gelöscht. Geburts- und sonstige Daten anderer Diskussionsteilnehmer haben hier nichts verloren.

  • aucheinehemaliger

    |

    Solange Typen wie Kreilinger eine Schleimspur um die Regensburger Domspatzen legen, den Opfern dieser Institution verbal in das Gesicht spucken und in ihrer Arroganz jeglichen Respekt gegenüber den Autoren und Kommentatoren auf Foren, die sich mit Gewalt und Mißbrauch befassen, vermissen lassen, werde ich mich dahingehend äußern, dass selbige mich einfach nur ankotzen.

    Es würden mir im Übrigen weitaus gröbere Ausdrucksweisen einfallen, die ich zuvorderst im sogenannten „Kaff“ gelernt habe, aber die gute Erziehung a u ß e r h a l b dieser Einrichtung, vor Allem aber ein Charakter der dem Kreilingers komplett entgegensteht, verbieten dies.

    Und zu noch geschraubterer Sprache wäre ich selbstverständlich auch fähig.

    Feige finde ich diejenigen, die sich an Schwächeren vergreifen.
    Erbärmlich, dass keiner zu seinen Taten steht.
    Niederträchtig, diejenigen, die sie schützen.

    Danke an Alle, die für Aufklärung kämpfen.

  • Angelika Oetken

    |

    @aucheinehemaliger,

    Danke für Ihren Hinweis.

    Ich kann das Verhalten einiger der ForistInnen hier, die pro-Domspatzen kommentieren gut nachvollziehen. Denn: ohne die „Alma Mater“ (nährende, gütige Mutti) Domspatzennetzwerk/Bistum müsste man/frau sich ja in der freien Wildbahn behaupten. Es ist doch vergleichbar mit jemandem, der in einer Firma gelernt und jahrzehntelang nur dort an einem ganz bestimmten Arbeitsplatz war. Setzen Sie so jemanden mal um. Erst recht, wenn das, was er gearbeitet hat, direkt und speziell nur auf seinen Arbeitgeber zugeschnitten und der Einsatzort sehr komfortabel war. Und genau diese „Aussetzung“ haben all Diejenigen, die vom und mit dem Bistum bzw. den Domspatzen leben mit dem Abstieg der Domspatzen vor Augen. Die müssen das doch als ziemliche Bedrohung empfinden. Unsereins hat gelernt sich selbst zu helfen. Wer abhängig ist, schlägt um sich, wenn die Felle wegzuschwimmen drohen.

    Übrigens: es ist schon interessant, wie manche Firmen ihr Impressum gestalten. So was würde in Berlin nicht lange geduldet. In der Oberpfalz ist der Arm des Bistums wohl ziemlich lang, wie es scheint.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • rb

    |

    @ Peter Kreilinger
    Betreff: Ihr Leserbrief
    http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/Domspatzen-Die-Berichte-sind-Irrsinn;art1172,353915
    Sehr geehrter Herr Peter Kreilinger , Sie reden sich hier um Kopf und Kragen.
    Zum Thema: In Ihrem Beitrag ist überhaupt nicht von der ehemaligen Schule Etterzhausen die Rede. Sie müssen bitte auch die Bereiche mit all den vielen Themen
    bezüglich Etterzhausen, Pielenhofen und auch Regensburg, bitte ausführlich trennen.
    Sie giften hier im Blog ausführlich die Leute an, heute schrieben Sie einen Leserbrief an das Wochenblatt.de . Sie dürfen jetzt nicht alles über einen Kamm scheren, und bitte nur klar und deutlich bei den Fakten bleiben. Wenn von allen Meldungen ( Gewalt und Missbrauch ) zu 99 % die ehemaligen damaligen Mitarbeiter damals Hand angelegt haben, dann sind auch gewissen Aussagen zum Thema in Ordnung, und ich finde das auch sogar legitim! Ich finde, dass man bis heute allen damaligen Opfern ( Gewalt und Missbrauch ) auch nicht den nötigen Respekt zollt! Wenn , dann müssen Sie dem Bistum und auch den heutigen Verantwortlichen der Stiftung Domspatzen heute auch Ihre Beschwerden zutragen, denn in den Blogs oder auch mit irgendwelchen Leserbriefen erreichen Sie heute so auch nach meiner Meinung zu Ihrem Thema nichts.

    Betreff: Sündenpfuhl. Es ist schon bekannt , und ich kann das auch beweisen, dass es in den letzten Jahrzehnten dort in der Reichstrasse auch derartige Liebschaften unter den Mitschülern gegeben hat. Es gibt heute sehr viele Aussagen zum Thema , dass über 50 % der damaligen Domspatzen ( auch die aus Ihrer Zeit ) heute eben Bisexuell oder auch Phädophil sind. Wieso sollen heute in der Gegenwart eben die heutigen Domspatzen auch die Opfer sein? Ich finde , dass eben schon seit 2010 dieses ganze Thema eben von den vielen Verantwortlichen der Stiftung Domspatzen eben ausführlich verschludert wird, bzw. wurde.Da sie auch RA sind , kann ich nicht verstehen, dass sie einen Kollegen, eben RA Weber , heute so in ihrem Leserbrief so derart anpfeiffen. Der RA U. Weber macht wirklich eine sehr gute Arbeit! Wenn heute auch ehemalige Domspatzeneltern von einem Sytem mit Angst und Druck schreiben und davon reden, dann verstehe ich nicht was sie eigentlich mit Ihrem Leserbrief wollen.

    „System basierend auf Angst und Druck“
    http://www.donaukurier.de/lokales/pfaffenhofen/Geisenfeld-System-basierend-auf-Angst-und-Druck;art600,3180930

    Verschwiegene Taten
    Schwierige Aufarbeitung des Missbrauchs bei den Regensburger Domspatzen
    http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/stationen/stationen-dokumentationen/stationen-dokumentation-missbrauch-regensburger-domspatzen-katholische-kirche-100.html

    Herr Kreilinger , Sie waren damals nie in Etterzhausen, aber nehemen ihren Ratzinger so sehr in Schutz. Der ehemalige DKP Ratzinger wusste damals sehr sehr viel vom Direx Meyer aus Etterzhausen und Pielenhofen, aber schreitete nach meiner Meingung nicht ausführlich ein. Der heutige Domspatzenbetrieb besteht doch heute auch nur noch von ehemligen Domspatzen, die heute Ihre Kinder dort ausfhührlich hinschicken. Ich als Vater habe heute auch sehr große Angst , wenn Sie in so einem kath. Heim sind , dann anders und gestört zurück kommen. Kinder sind heute ausführlich Schutzbefohlene , daher muss man zu einer Vielzahl von Themen eben einschreiten und auch einiges heute auch ausführlich ausmerzen.

    http://www.domspatzen.de/de/internat/aktuelles/detail/article/ag-praevention-aktualisierte-leitlinien-zur-praevention-und-intervention-bei-gewalt-und-missbrauch.html

  • Angelika Oetken

    |

    „Ich weiß bis heute nicht wo zum Thema eigentlich der Datenschutz und die
    Persönlichkeitsreichte aller Opfer von Gewalt und Missbruch bleiben!!!“

    @Ehemaliger,

    ich auch nicht. Aber das betrifft nicht nur das Bistum Regensburg, sondern wird überall bei der deutschen katholischen Kirche so gehandhabt. Beispiel:

    http://www.bistum-essen.de/info/soziales-hilfe/hilfe-bei-sexuellem-missbrauch/

    Na und was fehlt unten auf der Homepage in der Riege der Downloads?!?! Die Datenschutzinfo, Schweigepflichtserklärung, -belehrung… egal wie man es nennen will. Einer Institution, die das bei einer derart heiklen Sache nicht Allem voran stellt, kann ich leider kein Fatz Vertrauensvorschuss schenken. In Regensburg werden aktuell auch eifrig Daten eingesammelt. Ebenfalls ohne klare Ansage darüber, wie die Persönlichkeitsrechte der Auskunftgebenden gewahrt werden sollen. Was dann mit den Infos passieren soll, darüber herrscht ebenso Stillschweigen wie darüber ob und wenn ja welche Hilfen bzw. Genugtuungsleistungen die Opfer erhalten. Ich wette, es wird dann irgendwann Ende August heißen: „Stellen Sie doch einen Antrag beim EHS“. Das ja erstens am 31.8. ausläuft und dessen Entscheidungen zweitens für die Institutionen unverbindlich sind.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Kreilinger

    |

    Nun habe ich mir doch noch einmal die Zeit genommen, zu lesen, ob es hier noch irgendeine sachliche Antwort auf meine Fragen gab. Direkt erreicht hat mich nämlich nichts. Ich stelle fest, dies ist leider nicht der Fall. Betroffene, die mir wirklich ganz konkret antworten könnten, tun es nicht. Nur Frau Oetken aus Berlin, ohne den Hauch einer persönlichen Erkenntnis zu den Domspatzen-Vorgängen, hat zu allem und jedem eine Erkenntnis parat (ganz sicher wird sie das auch zu diesem Beitrag wieder haben).
    Leider kann man ohne Übertreibung oder Hinzufügung die „Ergüsse“ auf dieser Seite wie folgt zusammenfassen

    Achtung für den flüchtigen Leser! Das Nachfolgende ist (abgesehen von den Klammerzusätzen, die mit „Hinweis“ eingeleitet sind) weiß Gott nicht meine Meinung. Ich fasse hier nur zusammen, was diejenigen, die mich hier angreifen, vorstehend so von sich gegeben haben!

    • Wer an Gott glaubt, ist geistig minderbemittelt.

    • Da ich im Internat war, haben meine Eltern mich sicher nicht geliebt.

    • Da ich bei den Domspatzen war, bin ich mit über 50% Wahrscheinlichkeit mindestens bisexuell, vermutlich aber pädophil.

    • Ein KZ der Nazis und ein Internat, in dem es Prügelstrafen gab, sind das Gleiche.

    • Wer Differenzierung einfordert, kotzt andere nur an.

    • Man konnte 1967 einem wildfremden Menschen, den man mit 100 anderen auf die Zugspitze begleiten durfte, Dinge erzählen, die man seinen Eltern und Großeltern nicht erzählen konnte und von denen man auch Behörden (Schulaufsicht, Jugendämter etc.) bis 2010 nichts sagen konnte, so dass man leider erst jetzt – Jahrzehnte nach dem Ableben des Hauptbeschuldigten, zum „Schutz der heutigen Domspatzen“ einen öffentlichen Wirbel auslösen kann.

    • Das Domgymnasium hat Schläge in der Vorschule geduldet, weil Domspatzen und Kirche sich an den enormen Pensionsgeld-Zahlungen für das Vorschulinternat bereichert haben.

    • Wenn Georg Ratzinger sinngemäß sagt „ich wusste, dass es körperliche Bestrafung in Pielenhofen gab, aber meine Kenntnis über Art und Ausmaß waren nicht die, die es heute gibt und ich erkannte nicht die Notwendigkeit einzuschreiten, habe die Lage falsch eingeschätzt, bitte dafür um Verzeihung“, dann ist es ein Beweis für das Gegenteil, dass er in einer Grabrede für Meier von Erziehungsmethoden sprach, die die heutige Zeit nicht mehr versteht. (Hinweis: Hallo? Wenn man einen Beweis sucht, dass er das Ausmaß und die Folgen von Meiers Prügelstrafen nicht erkannt hat und dass er nie die Absicht hatte, da etwas Unrechtes zu vertuschen, dann ist die Grabrede genau das. Sie belegt sehr gut, dass er tatsächlich glaubte, Meier mache nichts anderes als das, was selbst staatlichen Lehrern in Bayern bis 1980 ausdrücklich erlaubt war und in konservativen Kreisen immer noch als normale Erziehung gilt. Mitwisser und Vertuscher halten keine verteidigenden Grabreden, in denen sie genau den Punkt ansprechen, um den es geht!).

    • Obwohl RA Weber von zig Beschuldigten bzgl. Prügeln in der Vorschule schreibt, davon 90% weltliches Personal , dann sind es trotzdem die Verkommenheit in den Priesterseminaren und allein die Person Meier, die die Missstände in der Vorschule erzeugt haben.

    Achtung für den flüchtigen Leser! Das Vorstehende und Nachfolgende dieser „Statement-Liste“ ist (abgesehen von den Klammerzusätzen, die mit „Hinweis“ eingeleitet sind) weiß Gott nicht meine Meinung. Ich fasse hier nur zusammen, was diejenigen, die mich hier angreifen, im Grundbericht und den Kommentaren dazu so von sich gegeben haben!

    • Wenn Leute, die auch hier bloggen und dem inneren Kern der Domspatzen-Gegner zugehören, auch Zeit haben, auf WIKI zu schreiben, dann sind diese WIKI-Beiträge Wahrheitsbeweise.

    • Wenn es keine „Akten“ gibt, in denen steht, welcher Bub vor 35 Jahren wann wieviel Wick Medinight bekommen hat, wissen wir, dass in Pielenhofen ein Ring von Sextätern am Werk war, die mit Psychopharmaka verhindert haben, dass jemand das berichten kann. (Hinweis: Ich schließe im Übrigen ausdrücklich nicht aus, dass Schüler Psychopharmaka auf ärztliche Verordnung bekommen haben – ich verwahre mich aber gegen die nach meiner Kenntnis von Frau Oetken vollkommen an den Haaren herbeigezogene Behauptung, es seien derartige Mittel unrechtmäßig eingesetzt worden und das auch noch zu sexuellen Zwecken. Wenn jemand um die Ecke biegt und sagt, er habe Psychopharmaka von Meier bekommen, wäre das für mich überhaupt nicht ungewöhnlich. Denn wenn jemand derartige Medikamente verschrieben bekam, durfte er sie sicher nicht in seinem Kleiderschrank lagern und nach eigenem Gutdünken einnehmen oder „zum Ausprobieren“ an Mitschüler geben. Frau Oetken, wie hoch ist denn bitte die Prävalenz einer Medikation mit Psychopharmaka von Ritalin bis zu Risperidon unter den heutigen Kindern? Ist es im Groben zutreffend, dass allein die Prävalenz von Schizophrenie in Deutschland zwischen 0,4 und 1% liegt, so dass statistisch gesehen 14 bis 35 Schüler der Domspatzenvorschule diese Krankheit gehabt haben? Und halten Sie es für undenkbar, dass Eltern, die mit Hilfe übereifriger Kinderpsychiater Ihre Kinder Psychopharmaka ggf. ohne korrekte Indikation nehmen ließen, das den Erziehern auftrugen und weder damals ihren Kindern erklärten noch heute gegenüber ihren erwachsenen Kindern offen zugeben?)

    • Die Domspatzen sind eine Organisation der organisierten Kriminalität und müssen abgeschafft werden, „das bedeutet ja nicht, dass jetzt gleich alle dort Beschäftigten arbeitslos werden müssen“ (Hinweis: Hier überschreite ich den Rahmen dieses Bloggs ausnahmsweise, weil der betreffende zweite Kommentar von Frau Oetken in MZ-Online (unter dem „Mehltau-Artikel“), der mittlerweile allerdings von der MZ gelöscht wurde (als Berufs-Foristin teilt Frau Oetken eben ihre Beiträge professionell auf, damit nur gelöscht wird, was gar nicht mehr geht…), sehr schön zeigt, worum es Frau Oetken eigentlich ganz offen geht: Um ein Ende für die Regensburger Domspatzen).

    • In Berlin-Köpenick geht Mathematik so: 7 Millionen Wahlberechtigte Bundesbürger wurden in ihrer Kindheit sexuell missbraucht. Bezogen auf die 64,4 Mio. Wahlberechtigten, die wir 2015 in D. hatten, sind das 10,87%. Wenn vom Domgymnasium für die Jahre nach 1975 von etwa 15 Fällen (inkl. unbestätigter Verdachtsfälle) „vom Streicheln bis zur Vergewaltigung“ die Rede ist und mithin (bei etwa 4.000 Schülern in dieser Zeit) 0,33% derjenigen, die zumeist 24 Stunden am Tag, 6-7 Tage die Woche dort waren, also ihre gesamte Kindheit dort verbrachten, betroffen sein sollen, sind „die Domspatzen“ ein besonderer Schwerpunkt der Pädokriminalität und eindeutig so zersetzt und verdorben, dass nur eine Abschaffung noch helfen kann. (Hinweis: Jeder einzelne Vorfall ist dramatisches Unrecht und unerträglich. Trotzdem ist auch objektiv richtig: Wer darüber urteilen will, ob eine Institution strukturell „böse“ oder gar wie Frau Oetken behauptet, unverbesserlich verdorben und zu schließen ist, der darf diese Institution nicht an dem messen, was sich jeder geistig gesunde Mensch wünscht – also an der heilen Welt. Vielmehr muss man für eine objektive Beurteilung einer Institution vergleichen, wie verbreitet menschliche Verfehlungen und Unrecht bzw. auch kriminelles Handeln dort waren/sind und wie verbreitet eben diese Verfehlungen und Taten allgemein in unserer Gesellschaft sind.)

    • Wenn ich eine andere Meinung habe, dann sicher nur, weil ich „vom Domspatzen-Netzwerk lebe“ und keine Chance habe, mich auf dem freien Markt zu behaupten bzw. ohne Domspatzen-Verbindungen mein Leben zu finanzieren. Leute wie Wittenbrink oder Oetken dagegen, haben natürlich keinerlei berufliche und ökonomische Interessen daran, dass ihr Künstlerschaffen oder ihre Praxisarbeit von der Bekanntheit eines Skandals profitieren.

    • Grundübel sind am Ende ohnehin die Besitzverteilung von Forst und Acker-Flächen in Bayern, die Allianz zwischen Adel und Kirche und der Händlmeier-Senf.

    Achtung für den flüchtigen Leser! Das Vorstehende dieser „Statement-Liste“ ist (abgesehen von den Klammerzusätzen, die mit „Hinweis“ eingeleitet sind) weiß Gott nicht meine Meinung. Ich fasse hier nur zusammen, was diejenigen, die mich hier angreifen, im Grundbericht und den Kommentaren dazu so von sich gegeben haben!

    Bei diesem Niveau klinke ich mich hier nun wirklich endgültig aus und überlasse es jedem Leser selbst, sich in Ruhe zu überlegen, ob angesichts solcher „Debattenbeiträge“ wirklich unverständlich ist, wenn Ehemalige wie ich unter Aufklärung und Opferhilfe etwas anderes verstehen, als das, was derzeit so auf der Welle mitschwimmt. Ich bleibe insbesondere bei meinem Vorwurf, dass alle diejenigen, die ihre persönlichen Kampfziele gegen die Kirche oder auch ihren gut gemeinten Furor gegen Missbrauch zum Anlass nehmen, in der Domspatzen-Debatte den Boden der Tatsachen zu verlassen und Aufklärung durch wilde Behauptungen zu behindern, statt zu befördern, den Opfern schaden. Ich wiederhole insbesondere an Ihre Adresse Frau Oetken: Mit Ihren phantasiebegabten Spekulationen und Ihren Behauptungen, die Domspatzen müssten geschlossen werden, weil es eine unrettbar verderbte Institution sei, leisten Sie den Opfern einen Bärendienst. Denn viele Menschen werden auch den echten Opfern nicht mehr glauben, bzw. zuhören, weil man die wahrhaften Opferberichte in der von Ihnen miterzeugten Kakophonie aus Kirchenfeindlichkeit und Ihrem Wahn, immer und überall müssten ganze Sextäter-Netzwerke bestehen, gar nicht mehr heraushört.

  • menschenskind

    |

    Kommentar gelöscht. Keine Beleidigungen.

  • Angelika Oetken

    |

    „Direkt erreicht hat mich nämlich nichts“

    @Kreilinger,

    warum setzen Sie voraus, dass den ForistInnen, die hier ggf. erwägen, Ihnen privat zu schreiben, Ihre Adressdaten bekannt sind? Der Name „Kreilinger“ ist doch so selten nun auch wieder nicht.

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • HutzelWutzel

    |

    Herr RA Kreilinger,

    bitte nicht so pessimistisch!
    Trotzdem: Hier wird verschwiegen was das Zeug hält. Mir scheint mittlerweile eher, dass es katholischen Geistlichen der Diözese Regensburg schon immer egal war und ist, wie hier mit Minderjährigen, ebenso Erwachsenen umgegangen wird.
    Die so genannte „Menschenwürde“ scheint es in dieser Diözese nicht zu geben, oder diese scheint den Geistlichen egal welcher Amtshöhe sch….egal zu sein.
    Wichtig scheint nur die Mitglieder über einflußreichere Mitglieder unter Kontrolle zu halten, diese „bei der Stange“ zu halten um politisch weiterhin den Einfluß geltend machen zu können, den man braucht um weiter „herrschen“ zu können.

    Was die Diözese Regensburg bisher abgeliefert hat, qualifiziert die Röm.-Kath. Kirche über deren so bezeichneten „Sekten-Beauftragten“ – ist richtig nett, eine sich als „universal und einzig richtig bezeichnende Kirche andere Glaubensgemeinschaften qualifizieren zu lassen – als „Sekte“, und zwar als „Psycho-Sekte“.
    Von den „Großkirchen“ so bezeichnete „Psychosekten“ – nehmen wir gerne die „Scientology Church“ bieten soweit ich mittlerweile weiß nur Kurse an, dies für Erwachsene. Nur die Röm.-Kath. Kirche „bietet“ deren Dienste bereits Neugeborenen an, ob diese wollen oder nicht.

    Wo liegt hier das größere Problem?

  • HutzelWutzel

    |

    @Kreillinger:

    Sehen Sie mal, als Rechtsanwalt dürften Sie dies ja hinreichend wissen:
    Die Diözee Regensburg beauftragte wieder einmal jemanden Ihres Standes, der zu seiner Auftraggeberin stehen muß, ansonsten das Mandat niederzulegen hat.
    Gegen die eigene Mandantschaft zu agieren ist einem Rechtsanwalt verboten, wenn ich dies richtig erkenne.

    Wieso beauftragt die Diözese Regensburg nicht wirklich unabhängige Leute mit der Aufklärung?
    Darf man diesen keine geheimen Daten geben? Falsch, zumindest pensionierte Bundesverfassungsrichter dürften über Zweifel erhaben sein.
    Will man nicht Abhängigen keine geheimen Daten geben?
    Wohl eher, denn wie bei Prof. Dr. Christian Pfeiffer zu sehen, lassen sich Personen die einen Ruf zu verlieren haben nicht verdummblöden. Sorry, aber so sieht die Sache für mich aus.

  • Angelika Oetken

    |

    „Wohl eher, denn wie bei Prof. Dr. Christian Pfeiffer zu sehen, lassen sich Personen die einen Ruf zu verlieren haben nicht verdummblöden. Sorry, aber so sieht die Sache für mich aus.“

    @HutzelWutzel,

    ich bin gespannt, wie das Team des Mannheimer Zentralinstituts das Problem mit dem Zugang zu Informationen lösen will https://www.zi-mannheim.de/forschung/forschungsverbuende/mhg-studie-sexueller-missbrauch.html
    Denn: suchen bzw. fragen kann ich nur nach Dingen, von denen ich auch weiß. Wer Unterlagen unauffällig bunkern will, der wird auch einen Weg finden. Und Prof. Dreßing und Team hatten meines Wissens eine Anhörung von Betroffenen und Mitbetroffenen geplant. Stattgefunden hat die bisher aber offenbar noch nicht. Wahrscheinlich wurden die ForscherInnen zwischenzeitlich schon von Whistleblowern aus den Reihen der Kirche darüber aufgeklärt, worauf sie achten müssen.

    Alles in Allem: Souveräne, d.h. von der Katholischen Kirche unabhängige Aufklärung und Aufarbeitung tut not.

    VG
    Angelika Oetken

  • menschenskind

    |

    Der Wikieintrag zu Rudolf Voderholzer enthält noch keine Bezüge zum Missbrauchsskandal:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Voderholzer
    Dabei hat er doch zumindest mitvertuscht.

    Muss man also weiter unter Georg Ratzinger, Domspatzen oder Kurienkardinal Müller, bzw. gleich unter Johann Meier nachlesen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Meier_(Regensburg)
    „Der ehemalige Domkapellmeister Georg Ratzinger, der seinerzeit im Kuratorium der Schulstiftung gesessen hatte, gab in einem Interview von Anfang März 2010 an, nichts von den brachialen Methoden Meiers gewusst und nicht über sexuelle Übergriffe in den Einrichtungen der Domspatzen gesprochen zu haben. In einer Festschrift zum 50-jährigen Gründungsjubiläum des Musikgymnasiums hingegen würdigte Ratzinger das Werk Meiers.“

    Erfreulich, der fünfte Nachweis zu Meier bezieht sich auf den Regensburg.digital-Beitrag vom 15.12.15.

    An dieser Web-Plattform führt kein Weg (mehr) vorbei!

Kommentieren