SOZIALES SCHAUFENSTER

Kritik und Lob für die Stadt

13.000 Unterschriften für einen besseren Radverkehr

Ein knappes halbes Jahr haben die Unterstützer des Regensburger Radentscheids Unterschriften gesammelt. Nun übergaben die Initiatoren am Mittwoch der Bürgermeisterin standesgemäß die Unterschriftenlisten.

Radentscheid bereits nach einem halben Jahr erfolgreich zu Ende gebracht. Foto: Klaus Wörle

6.000 Unterschriften mussten die Initiatoren des Radentscheids sammeln, damit ihr Bürgerbegehren erfolgreich ist. Bereits ein halbes Jahr nach dem Start haben 11.300 Regensburger Wahlberechtigte das Anliegen unterstützt. Insgesamt konnten mehr als 13.000 Unterschriften gesammelt werden.  Die Freude über dieses Ergebnis ist bei den Beteiligten groß, als die Initiatoren am Mittwoch vor dem alten Rathaus Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer die Listen mit einem Lastenfahrrad vorbei bringen.

„Das wichtigste Ziel des Radentscheids ist es, die Sicherheit der Radinfrastrukur derart zu verbessern, dass alle Menschen ohne Angst auf das Fahrrad steigen und alle Ziele in Regensburg erreichen können“, erläutert Sprecher Michael Achmann. Damit künftig tatsächlich mehr Menschen auf das Rad stiegen, müsse insbesondere das Sicherheitsgefühl auf den Straßen verbessert werden. „Hier müssen zügig Maßnahmen umgesetzt werden“, ergänzt Wolfgang Bogie (Verkehrsclub Deutschland). „Denn jeder durch einen Unfall verletzte Radfahrer ist einer zu viel.“ Zusätzlicher Nebeneffekt: Weniger Autos bedeute auch weniger Stau für diejenigen, die auf das Auto angewiesen sind.

Per Lastenrat werden der Bürgermeisterin die Unterschriften auf einem roten Teppich überreicht Foto: Wörle

Ende April hatte die Initiative Regensburger Radentscheid mit einer Aktion auf dem Schwanenplatz begonnen Unterschirften zu sammeln. Seitdem haben dutzende Unterstützer mit Aktionen und an Infoständen fleißig gesammelt. Nun wurde die Mühe mit mehr als 13.000 Unterschriften belohnt. Gewertet werden allerdings nur die 11.300 Stimmen der in Regensburg Wahlberechtigten. „Die vielen Unterschriften sind auch symbolisch zu werten. Wir sind mit unseren Forderungen eben nicht alleine“, betont Achmann.

Mehr Sicherheit auf den Straßen

Geht es nach Regine Wörle und den vielen weiteren Unterstützern, sollen bestehende Fahrradwege ausgebaut und verbessert werden. So fordert Wörle eine bessere Ampelschaltung, etwa in der Landshuterstraße. „Nach wie vor wird hier der motorisierte Verkehr priorisiert.“ Die bereits stattgefundenen Anpassungen an einigen Stellen der Stadt seien noch nicht weitreichend genug.

Eine der wichtigsten Forderungen sind aber die sogenannten Hauptrouten für den Radverkehr. „Die Hauptrouten sollen aus unserer Perspektive bestenfalls abseits der Hauptverkehrsachsen des motorisierten Verkehrs angelegt werden“, stellt Wörle klar. So könnte eine dieser Routen nach Burgweinting besser entlang der Alfons-Auer-Straße geführt werden, anstatt auf der Landshuter Straße. Denn niemand wolle neben dem motorisierten Verkehr fahrradfahren. „Auf Nebenstraßen gibt es in der Regel auch keine Ampeln, was den Radverkehr attraktiver macht.“

Auf einem großen Plakat zeigen die Radlfreunde während der Unterschriftenübergabe ihre Vorstellungen von einem modernen Radwegenetz. Doch dies möchte Ingolf Radcke lediglich als Beispiel verstanden wissen. „Letztlich wissen wir, dass hier ein intensiver Austausch mit allen Beteiligten stattfinden muss, um die besten Routen zu entwickeln.“ Die Hauptrouten seien Ergänzungen zum sogenannten Lückenschlussplan der Stadtverwaltung, der ebenfalls die Verbesserung der Radinfrastruktur zum Ziel hat.

Der Lückenschlussplan der Stadt greift zu kurz

Bei den bisherigen Überlegungen und Planungen der Stadt fehle jedoch der Ansatz, durchgängige Radwege zu schaffen. Gerade auf der Prüfeningerstraße stadteinwärts, im Bereich zwischen Hedwigsklinik und Platz der Einheit,  zeige sich das Manko des Lückenschlussplans der Stadt. „Der dort geplante Radschutzstreifen endet am Jakobstor an einer Stelle, die extrem ungünstig für Radfahrer ist“, erklärt Radcke. „Der Lückenschlussplan der Stadt lässt zu, dass Lücken geschlossen werden, doch wenige Meter weiter eine andere Lücke da ist.“ Die Forderung: „Zuerst feststellen, wo Hauptrouten nötig und sinnvoll sind. Dann eine Route festlegen und dafür sorgen, dass sie durchgängig den Ansprüchen des sicheren Radverkehrs entspricht.“

Die Initiatoren fordern eine sogenannte „Protected Bikelane“ für die Prüfeningerstraße. Foto: Radentscheid

Man erkenne durchaus die Bemühungen der letzten Jahre an, gibt Wörle zu verstehen. „Die Bunte Koalition stand vor der Mammutaufgabe binnen einer Legislaturperiode vieles nachzuholen, was auf Jahrzehnte verpasst wurde. Wir sehen, dass die Aufgabe angegangen wurde und sich an vielen Stellen im Stadtgebiet etwas getan hat.“  Die geplanten Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr an der Sinzinger Eisenbahnbrücke sieht man durchaus positiv. „Dennoch wurde bisher nicht das umgesetzt, was wir fordern: eine sichere Fahrradinfrastruktur in Form des geforderten Hauptroutennetzes.“

Ein Radlring um die Altstadt

Dieses Netz sei auch für die Altstadt entscheidend. „Zur Entlastung fordern wir einen Radlring um die Altstadt herum.“ Wichtig sei hier vor allem eine Süd- und eine Nordumgehung, um die Altstadt zum Beispiel abseits der Gesandtenstraße von Ost nach West durchqueren zu können.“ Mit dieser Forderung dürften sich auch viele Fußgänger anfreunden können. Die Öffnung der Altstadt für den Radverkehr ist manch einem Passanten ein Dorn im Auge.

Um den Konflikt zwischen Radlern und Fußgängern ebenfalls zu entschärfen, müsse es sowohl in der Altstadt, aber eben auch in den Stadtteilen und am Stadtrand mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geben. „Wenn genügend sichere Abstellmöglichkeiten, etwa entlang des Radlrings geschaffen werden, könnten viele ihre Räder dort abstellen und den letzten Weg zum Geschäft oder Café oder Arbeitsplatz zu Fuß zurücklegen“, meint Heinz Stumpe. Für den Bahnhof planen die Organisatoren des Radentscheids mit mindestens 3.000 benötigten Abstellplätzen.

Der Ball liegt nun bei der Politik

Nun sei die Politik am Zug. Die Initiatoren hoffen, dass möglichst viele Forderungen im nächsten Stadtentwicklungsplan festgeschrieben werden. Die Bürgermeisterin sendet bereits positive Signale und bietet am Mittwoch zeitnahe Gespräche an. Sobald die Stimmen offiziell ausgezählt wurden hat dann der Stadtrat vier Wochen Zeit, das Bürgerbegehren zu bewerten. Sollten sich die Stadtvertreter darauf verständigen, den Radentscheid nicht anzunehmen, käme es im kommenden Jahr zu einem Bürgerentscheid.

 

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Kommentare (31)

  • Landei

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    Mein täglicher Dienstweg beträgt 25km, mit dem RVV käme ich auf eine Fahrzeit von etwa 3 Stunden täglich und das Jobticket kostet ungefähr 900 € pro Jahr. Das macht für mich den ÖPNV zu einer nicht vorhandenen Alternative.
    Aber eigentlich bin ich damit sehr unzufrieden und würde gerne wenigstens ein Teilstück mit dem fahrrad fahren. Was mir an allen Stellen meines Arbeitsweges völlig abgeht ist die Möglichkeit, ein Fahrrad sicher abzustellen. Ich denke da an so etwas wie eine Fahrrad Tiefgarage oder abschließbare Container oder Kisten in die man die Fahrräder stellen könnte. Denn diese Möglichkeit finde ich schon gangbar, ein Teilstück mit dem Auto oder dem Bus und erst den Rest mit dem Rad zu fahren. Gibt es denn überhaupt schon Überlegungen in so eine Richtung?

  • joey

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    „für diejenigen, die auf das Auto angewiesen sind“
    Schön. Wer entscheidet, wer auf das Auto angewiesen ist?

    Vermutlich will man einfach ein paar Straßen sperren. Das BlaBla soll die Autofahrer einlullen, die wohl etwas mehr als 13.000 sind.

  • highwayfloh

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    Mit Verlaub ein längeres Statement von mir (u.a. auch aus Sicht eines Busfahrers):

    Dass es eine enorme Verkehrsproblematik in der Stadt Regensburg und dem Landkreis gibt, ist unbestritten. Wenn jedoch die „Radler-Fraktion“ für sich reklamiert, dass die Radfahrer unzureichend geschützt werden, dann muss ich diesem mit einem klarem „NEIN“ widersprechen und zwar aus folgenden Gründen und mit einem Beispiel, dass mir erst vor zwei Wochen widerfahren ist:

    Linie 16 Richtung Bad Abbach Kumpmfühler-Brücke die Große Kreuzung, Freitag:

    Aufgrund vorangegangener Linie und Berufsverkehr eh schon genug Verspätung und bin froh, dass es jetzt einigermaßen flott vorangeht, ganz unerwartet. Vor mir die 2er – Linie. Wir können beide mit einigem Abstand und Autos dazwischen über die Kreuzung bei grün durchziehen. Parallel fahren einige Radler auf ihrer Spur und mit Signal für Ihre Ampel Richtung Wolfgangskirche. Ich ziehe ebenso durch, behalte aber die Radler im Auge. An der Zwischenampel (Friedenstraße) und noch vor der Zwischenverkehrsinsel zieht eine Radlerin unvermittelt nach links um sich die Quer-Rotphase zu ersparen. Ich musste sehr scharf abbremsen und hatte verdammtes Glück, dass sich keiner meiner Fahrgäste (und ich hatte einige stehende) durch einen Sturz verletzt hat. Höhepunkt war, dass sich die besagte Radlerin dann noch über mich mit Gesten echauffierte, weil ich sie angehupt habe (sie hatte natürlich auch noch ihre überdimensionalen Kopfhörer auf udn warscheinlich nichts vom Verkehrsgeschehen um sie herum wahrgenommen) und dabei hatten wir alle Glück, dass ich sie nicht überfahren habe, obwohl ich für die Situation nichts konnte.

    So rücksichtslos brettern leider mittlerweile 80% der Radler durch Regensburg, ohne Rücksicht auf Verluste, ohne (wirklich ausreichendes)ei Licht (vorne _UND_ hinten!) bei Dämmerung / Nacht usw. usw. Ebenso völlig entgegen jeglicher Verkehrsregeln oder dem gesundem Menschenverstand. Man kann von Glück reden, dass Regensburg offenbar mehrere Armeen an Schutzengeln ab befohlen sind, sonst würde es jeden Tag einige Tote deshalb geben!

    Ja, Radfahren ist sinnvoll und eine gute Alternative zum Auto und auch akzeptiert, aber dann sollen sich auch die Radfahrer an die etablierten Verkehrsregeln halten und auch, wie es sich gehört, beim Richtungswechsel ein deutliches Armzeichen vorher geben!

    @Landei:

    Gegenrechnung:

    Ein Bus der gehobenen „Standardholzklasse“, wie er im Linienverkehr eingesetzt wird, kostet so ab die 350-tausend Euro aufwärts. Da ist noch nicht mal die Sonderausstattung wie Fahrkartendrucker und Haltestellen-Display etc. mit drinn. Wir Busfahrer müssen auch was zum futtern haben und Miete etc. bezahlen, ebenso das Werkstattpersonal, die Putzkolonne, die Verwaltung. Arbeitet Du zum „Nulltarif“? Ich denke nicht. Und was den Preis anbelangt…. da gibt es Regionen, da ist es weit teurer.

    Man darf eines nicht vergessen:

    ÖPNV ist _KEIN_ „persönliches Sammel-Anruftaxi“! Ein Fahrplan wird von der zuständigen Bezirksregierung genehmigt und auf ettliche Jahre fix festgelegt. Dann wird der gefahren, egal ob die Busse, welche für den Takt vorgesehen sind, leer fahren oder nicht. Es liegt an Euch selbst, den ÖPNV attraktiv zu machen, indem Ihr in auch nutzt, Eure Fahrkarte ordnungsgemäß erwerbt und damit das Defizit somit verringert, was über Steuergelder zustätzlich bezuschusst werden muss. So einfach ist der Sachverhalt.

  • Johanna

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    highwayfloh:
    Endlich äußert sich mal jemand, der beruflich tagtäglich mit dem Fahrverhalten von Radfahrern konfrontiert ist. Ich habe seit langem den Eindruck, dass alle anderen Verkehrsteilnehmer – ob motorisiert oder nicht – auf die Radfahrer „aufpassen“ müssen, weil die das einfach selbst nicht können. Verkehrsregeln gelten für alle anderen – für diese Zunft aber nicht. Das einzige was sie kann ist fordern, fordern, fordern – mit null Gegenleistung.
    Kürzlich stand mein Bus in der D.-Martin-Luther-Str. Richtung Galgenbergbrücke Höhe ehemaliges Finanzamt an der roten Ampel. Auf dem ca. 50cm breiten Streifen zwischen Bus und Bürgersteigkante zwängte sich eine Radfahrerin an dem Gelenkbus vorbei zur Ampel vor. Der Busfahrer öffnete die Türe und fragte sie, was nun mit dem von der Radfahrerzunft geforderten 1,5m Abstand ist, denn den beansprucht er für sich und seinen Bus auch … Die Radfahrerin hievte daraufhin ihr Rad kommentarlos auf den Bürgersteig, was die Sache nicht besser macht, da Radfahren für Erwachsene auf Bürgersteigen verboten ist.
    Ich fahre täglich mit einer Landbuslinie zur Arbeit und höre häufig, dass man früher, wenn man Klamotten brauchte, in die Fußgängerzone fuhr. Das geht jetzt nicht mehr, weil man vor lauter Aufpassen auf die wilden Radler ja gar nicht mehr dazu kommt, einen entspannten Schaufensterbummel zu machen. Jetzt steigt man gleich beim DEZ aus, da gibt’s auch alles …
    Ich selbst war aus gleichem Grund seit Jahren nicht mehr in der Altstadt.

  • Bürni

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    Ich fahre seit circa einem Jahr jeden Tag 30 km von Prüfening nach Neutraubling zur Arbeit (hin und zurück) und bin für die einfache Strecke jeweils 40 Minuten unterwegs. Obwohl ich gerne radle, wäre ich sehr glücklich über eine möglichst ampelfreie „Radler-Autobahn“, um noch ein bisschen Zeit einsparen zu können. Denn mit dem Auto brauche ich für die gleiche Strecke nur 20 Minuten. Vor allem morgens, wenn es viele eilig haben, geht es schon manchmal ganz schön wild auf den Straßen zu. Allerdings waren meine Begegnungen mit anderen Radlern und auch mit Autofahren bisher meist sehr positiv. Trotz mancher Zwischenfälle (ja, fast jeder passt manchmal nicht auf, macht Fehler oder brettert noch schnell über die dunkelorange Ampel – egal, ob Fußgänger, Radler oder Autofahrer), habe ich das Gefühl, dass die meisten Verkehrsteilnehmer freundlich und möglichst rücksichtsvoll sind. Trotzdem denke ich, dass die Stadt noch Einiges tun muss, damit auch in Zukunft noch mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen. Das würde sich schließlich auf alle positiv auswirken.

  • radispona

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    @highwayflo
    Ich fahre jeden Tag 10 Kilometer mit dem Rad in die Arbeit, und die von Ihnen beanspruchten „80% Kampfradler“ kann ich in keinster Weise nachvollziehen.
    Ein paar schwarze Schafe gibt es natürlich, aber das ist bei den Autofahrern auch nicht anders.

    Zu Ihrer These „Radfahrer werden (bereits) ausreichend geschützt“:
    Hier die Schuld komplett auf die Radfahrer abzuwälzen und jeglichen Handlungsbedarf zu negieren finde ich sehr gewagt.
    Die vom statistischen Bundesamt ermittelten Daten von 2017 ergeben deutschlandweit folgendes Bild:
    „Bei Unfällen mit einem Pkw waren 25 Prozent der Radfahrer hauptverantwortlich, bei Unfällen mit Güterkraftfahrzeugen 20 Prozent.“
    „Unfälle zwischen Güterkraftfahrzeugen und Radfahrern (…) : Bei etwa jedem dritten Verkehrsunfall dieser Art handelte es sich um einen Abbiegeunfall. Trotz verhältnismäßig geringer Geschwindigkeiten starben dabei 37 Radfahrer, 961 wurden verletzt.“
    Quelle: https://www.runtervomgas.de/verkehrsteilnehmer/artikel/verkehrsunfaelle-von-radfahrern.html

    Zu meinen persönlichen Erfahrungen:
    Ich war in Regensburg schon mehrmals kurz davor „unter die Räder zu geraten“, jeweils durch achtlos abbiegende PKW- und LKW-Fahrer die mir die Vorfahrt nahmen.
    Ich habe mir angewöhnt (vor allem in hochfrequentierten Bereichen wie der Landshuter Straße) niemals ohne Schulterblick auf den nachfolgenden KFZ-Verkehr eine Kreuzung zu überqueren.
    Hier sehe ich allgemein großes Verbesserungspotential, sei es durch bauliche Maßnahmen („rote Fahrradwege“) oder angepasste Ampelschaltungen.

    Beim Thema Sicherheitsabstand sind mir in letzter Zeit speziell Ihre Kollegen Busfahrer negativ aufgefallen:
    Ich fahre oft auf der Markomannenstraße, auf der Brücke über die Autobahn.
    Fast schon wöchentlich werde ich dort von RVV-Bussen mit Abständen < 0,5 m überholt. Anscheinend wird davon ausgegangen, dass der Abstand zum Radfahrer egal ist, so lange der (schmale) Fahrradschutzstreifen nicht tangiert wird. :-(

  • me

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    @highwayfloh und johanna: Schön, dass Sie hier Anekdoten aus Ihrem Alltag zum Besten geben. Anekdotische Evidenz wird nur leider auch dann nicht empirisch und aussagekräftiger, wenn man man sie mit Prozentzahlen schmückt: 80% der Radler brettern durch Regensburg. Aha.
    Sie schreiben doch selbst, dass Sie für Radverkehr sind. Dann hören Sie bitte auf, die schwarzen Schafe unter den Radfahrern als Argument dagegen zu verwenden, dass die Sicherheit von Radfahrer*innen in R verbessert werden muss. Sie kennen doch als Busfahrer die Situation auf den Straßen ganz genau und wissen, dass es zum Teil nicht mal Radwege gibt oder die einfach aufhören.
    Können wir uns darauf einigen, dass wir uns mehr Polizeikontrollen von Geisterradler/inne/n etc wünschen und ansonsten prinzipiell für die Anliegen des Radentscheids sind?

  • daraufundschluss

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    @Landei
    „Gibt es denn überhaupt schon Überlegungen in so eine Richtung?“
    Ich glaube es gibt in Wirklichkeit überhaupt keine Überlegungen für Lösungen!
    Bestenfalls darüber, welcher Wortwahl den Bürger überzeugen könnte, dass Überlegungen angestellt werden.

  • Regensburgerin

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    Seit ich in der Altstadt arbeite und sie jeden Tag zu Fuß durchquere , bin ich schon ein paar Mal nur mit Glück dem Überfahren-Werden durch Radfahrer entkommen. Viele fahren schnell, überholen ohne Klingelzeichen und sind quasi plötzlich da. Ich weiß auch von Fällen im Bekanntenkreis, die angefahren und auch verletzt wurden. Nur, wie will man dieser Radler habhaft werden, wenn sie einfach weiterfahren und ja auch ohne Kennzeichen auf dem Rädern sind?

  • Theo Zwanzger

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    Der Vergleich Pkw braucht zuviel Platz, aber der Radfahrer ist das platzsparende, sichere Bewegungungsmittel der Zukunft, ist nicht wirklich richtig.
    Wenn man bedenkt, daß das Auto mehrere Personen und zusätzlich Gepäck (im Normalfall ohne Schlangenlinien!) befördern kann, so ist der Radlfahrer schon auf Grund der physikalischen Gesetze ein Verkehrshindernis. Wenn mehrere Radler unterwegs sind, vervielfachen sich die Gefährdungspotentiale.
    Für alle Fahrzeuggattungen ist ein Verbot im Fußgängerbereichen (außer Notfallfahrzeuge dergl.) zwingend erforderlich.
    https://www.zukunft-mobilitaet.net/78246/analyse/flaechenbedarf-pkw-fahrrad-bus-strassenbahn-stadtbahn-fussgaenger-metro-bremsverzoegerung-vergleich/

  • gustl

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    in einer Stadt, in der der grüne Bürgermeister öffentliche Ladestationen für e-bikes ablehnt und lieber E-Parkplätze für BMW und Audi bauen lässt, wird es keine Änderungen zugunsten des Fahrradverkehrs geben

  • mfeilner

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    @Landei: Nur 900 Euro im Jahr? Für 25 Km täglich? Das ist der Hammer, sie sind gesegnet. :-) Das sind dann 50 Wochen mal 125 km gleich ca. 6300 km. Das wiederum entspricht bei konservativen 25 cent pro Km 1500 Euro wenn sie das mit dem Auto machen.
    Ja, das Auto ist schneller – aber meist nicht billiger – und schon gar nicht die beste Lösung für Ihre Kinder.
    Ich find’s auch skandalös, wie schlecht der Nahverkehr auf dem Land ist. Daran sollte wir arbeiten, politisch. Aber innerhalb und zwischen den großen Städten ist das hierzulande schon sehr fortschrittlich. Wird sich eh von selbst lösen, es dauert halt nur noch ein wenig, bis die Dinosaurier verschwinden (also die Autos). :-)

  • CK

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    Ich geniesse jeden Kilometer denn ich mit dem Rad statt mit dem Auto durch Regensburg fahren kann. Für mich ist es nicht nachvollziehbar wie man angesichts der massiven durch die Autos verursachten Verkehrsprobleme die Vorteile dieser Fortbewegungsform innerhalb der Stadtgrenzen liegen sollen.
    Natürlich gibt es leider auch unter den Radfahrern unvernünftige Raser, die sich mit nicht angemessener Geschwindigkeit bewegen, aber nach meiner Erfahrung überschreiten auch nicht wenige Autofahrer die zulässige innerörtliche Höchstgeschwindigkeit.

    @Theo Zwanzger
    Natürlich kann ein Auto mehr als eine Person transportieren. Leider wird dies nicht gemacht. Die überwiegende Zahl an Autofahrern sitzt alleine im KFZ.
    Zum Platzbedarf stellen Sie sich bitte einmal vor, dass alle die normalerweise mit dem Rad in die Innenstadt fahren mit dem Auto kommen. Vielleicht wäre dies einmal eine wirklich wirkungsvolle „Raddemo“.

  • not sure

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    @me: „Können wir uns darauf einigen, dass wir uns mehr Polizeikontrollen von Geisterradler/inne/n etc wünschen und ansonsten prinzipiell für die Anliegen des Radentscheids sind?“

    mir wäre schon geholfen, wenn es für solche Fälle ( Geisterradler auf Brücken, bsw. ) ungeschriebene Verhaltensweisen für Radler gäbe, auf die man als Radler zurückgreifen kann. Kein Radfahrer sagt sich: oh, ich hab heut Lust auf ein bisschen Geisterradeln und Mitmenschen necken, also let´s go.. meist ist der Grund eine fehlende Infrastruktur, bzw. eine vorhandene, aber den eigenen Umständen nicht zweckdienliche Infrastruktur. Das macht das Ganze nicht besser, aber seien wir mal ehrlich, jeder kennt solche kleinen Stellen, und jeder ist in seinem Leben schon mal rumgegeistert. Ich wäre schon happy, wenn sich Geisterradler ihres unrechtmäßigen Verhaltens bewußt wären, und daher, bsw. auf Brücken ( wie Nibelungen,.. ) wenn sie schon geisterradeln, 1. langsam fahren, 2. auf dem Bürgersteig fahren ( und nicht den auf der richtigen Seite entgegenkommenden Radler dazu nötigen, den Gehweg benutzen zu müssen ) und 3. wenn zugleich noch Fußgänger auf dem Gehweg sind, einfach mal kurz am Geländer anhalten.

  • Ute Kährlich

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    @CK wenn du auch dafür bist, wäre doch eine Demo für Gemeinschaftfahrten mit PKW doch sicherlich sinnvoller, als die Radler aufzurufen mit dem Auto herumzukurven.
    Gleichzeitig wäre @highwayfloh glücklich weil sein Feinbild beseitigt ist (rücksichtslos brettern leider mittlerweile 80% der Radler).

  • CK

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    @ Ute Kährlich
    Das wir uns nicht falsch verstehen es war natürlich ironisch gemeint, aber wenn alle Radfahrer umsteigen würden wäre das sowohl für Busfahrer als auch für Autofahrer die wesentlich größere Beeinträchtigung als das vereinzelte Fehlverhalten von Radfahrern. Diese müssten demzufolge eigentlich für jeden Radfahrer dankbar sein.
    Die Behauptung 80 % würden ohne Rücksicht durch die Stadt rasen liegt soweit von der Realität entfernt, dass man es nur als lächerlich bezeichnen kann und wie schon gesagt auch Autofahrer bewegen sich „ab und zu“ jenseits der Straßenverkehrsordnung.

  • Mr. B.

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    Die hier geschilderten Erlebnisse der Rad-und Autofahrer beruhen m. E. auf den stark geförderten Egoismus der letzten Jahre und bei vielen seit der Kindheit. In dieser Ellenbogengesellschaft gibt es größten Teils in dieser Stadt viel Scheinheiligkeit, was Rücksicht und Umsicht betrifft Man kann es täglich erleben, egal mit was man unterwegs ist, selbst zu Fuß!

  • Wintermute

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    Hatte schon ein paar DIskussionen über das Thema … und gefühlsmäßig würd ich sagen, dass es bei jedem Verkehrsmittel einen vermutlich doch eher kleinen Anteil von Leuten, die sich doof und/oder andere-gefährdend verhalten. Und zwar unabhängig vom Verkehrsmittel, ob zu Fuß, Rad, Auto oder als Busfahrer*in. Ist eigentlich auch kein Wunder, da ja alle irgendwann mit unterschiedlichen Mitteln unterwegs sind, also in unterschiedlichen Rollen, aber halt doch die gleiche Person bleiben. Um meine Erfahrungen zum besten zu geben: ich hab mit allen meinen Verkehrsmitteln grenzwertige Aktionen anderer Verkehrsteilnerhmer*innen mit diversen Verkehrsmitteln erlebt. Mit weitereichenden Gefährdungspotenzialen.
    Langer Rede kurzer Sinn: Ich glaube es hilft, nicht, auf eine spezielle Gruppe von Transportmitteln mit dem Finger zu zeigen und die alle für gemeingefährlich zu erklären, das geht doch an der Realität vorbei. Wichtig wäre es eher, für einen sicheren, gefährdungsfreien Verkehr für alle zu sorgen. Und da sind wir ganz bei den Forderungen des Radentscheids, der eigentlich sichereren VErkehr für alle will und auch das Spannungsfeld zwischen Rad und Fußgänger*innen nicht übersieht.

  • Mr. T.

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    Wintermute hat da ganz recht. Das Problem ist die selektive Wahrnehmung, die manchen weniger reflektierenden Personen die Quote der „Kampfradler“ bei 80% vorkommen lässt. Genauso wie für machen Radler fast jeder Autofahrer keine Rücksicht auf sie nimmt.
    Der einzige Untersachied, den ich mittlerweile schon öfter erlebt habe ist, dass sich manche der Radler ihre Rücksichtslosigkeit damit legitimieren, dass sie wenigstens nicht die Umwelt verpesten. Stimmt ja auch, legitimiert aber kein Geisterradeln oder ähnliches.
    Wichtig wäre es, die Radinfrastruktur und auch den ÖPNV deutlich attraktiver zu machen, um noch mehr Menschen vom Auto weg zu bewegen, denen es bislang noch als beste Option vorkommt. Die Bequemlichkeit und Flexibilität rechtfertigt für viele noch die deutlichen Mehrkosten.

  • Joachim Datko

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    Hinter mir ist ein Fahrrad in die Hauswand eingeschlagen.

    Zu Mr. T. 12:35 „Das Problem ist die selektive Wahrnehmung, die manchen weniger reflektierenden Personen die Quote der „Kampfradler“ bei 80% vorkommen lässt.“

    Auf dem Neufahrplatz hat ein jugendlicher Raser die Kontrolle über sein Rad verloren. Das Rad schlug knapp hinter mir in die Hauswand ein.

  • Mr. T.

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    Sehr gut, Datko, die erste Zahl hätten wir schon. Und jetzt schauen sie noch, wie viele der Räder am Neupfarrplatz nicht kanpp hinter Ihnen eingeschlagen sind, und schon kann man die Quote der rücksichtslosen Radler herausfinden. Um das auszurechnen, bräuchte es nicht mal einen Physiker, Philosophen oder Phaschistenfan.

  • Joachim Datko

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    Slalom-Radfahrer auf Rekordkurs:

    Zu Mr. T. 14:32: „Und jetzt schauen sie noch, wie viele der Räder am Neupfarrplatz nicht kanpp hinter Ihnen eingeschlagen sind, und schon kann man die Quote der rücksichtslosen Radler herausfinden.“

    Wer kennt sie von uns nicht, die Slalom-Radfahrer auf Rekordkurs, in der Regensburger „Fußgängerzone“?

  • Giesinger

    |

    Ein Kommentator, ich weiß nicht mehr welcher, hat nach Radfahrer-Schnellwegen verlangt. (Er pendelt von Prüfening nach Neutraubling).

    Wie soll das gehen, quer durch Regensburg durch?

    Es gibt etwa eine Planungsstudie für die äußere Region München über Radschnellwege und mögliche Routen.

    Die enden aber alle vor dem Stadtzentrum, wenn ich das richtig sehe.
    https://www.pv-muenchen.de/leistungen/ortsplanung/verkehrskonzepte/radschnellwege/potenzialanalyse-radschnellwege-in-der-region-muenchen/

    Ansonsten bin auch ich der Meinung, Radfahrer benehmen sich überwiegend rücksichtslos gegenüber Fußgängern und Autofahrern.

    Zunehmend wird auch grundsätzlich ohne Licht gefahren und dann auch noch mit dunkler Kleidung.

    Was mich auch schon immer aufregt:

    Es wurden entlang der Staatsstraßen die letzten Jahre massiv Fahrradwege gebaut. Nicht einmal die Tourenradler im Sommer benutzen die, geschweige denn die Rennradfahrer!
    Insbesondere die Rennradfahrer fahren dann auch noch gerne im Pulk hinter – und nebeneinander so daß man unmöglich überholen kann. Ich habe oft das Gefühl, die wollen nur provozieren.

    Im Übrigen weiß ich nicht, was bei E-Bikes (oder E-Automobilen) ökologisch sein soll.

  • Tobias

    |

    Ja, die Radfahrer… Als Fußgänger und Busmitfahrer sind die Radlfahrer die, die mit Abstand am häufigsten schlecht auffallen. Linie 3 Richtung Museum der bayerischen Geschichte: Radfahrerin, in den 20ern, Typus: Studentin, fährt mittig in der Kolpinghausunterführung und wir zuckeln mit 10 km/h hinterher. Auf einmal macht die eine Vollbremsung, weil man links beim Barbarossa/Leder Lärm abbiegen will und steht (!) auf der Straße. Wir auch. Mit einem Brems-Ruck, der glücklicherweise niemanden umgeworfen oder verletzt hat.

    Linie 1 Richtung DEZ. Ampel für Autos auf Rot, Fußgänger rot. Grüner Pfeil und ÖPNV-„Grün“ schalten. Radfahrer? Fährt bei Rot drüber, Grünpfeil-Autofahrer muss stark bremsen, wir auch.

    Ecke ALEX-Center, ich als Fußgänger. Will Ampel überqueren, muss dabei Radweg kreuzen. Schulterblick, sehe Radlfahrer, bleibe stehen, warte… und der fährt rechts weiter. Handzeichen? Was, für die Ego-Radler in Regensburg?

    Samstagmorgen im 34er, wir fahren Richtung Innenstadt. Vor uns die IHK, links der Ernst-Reuter-Platz. Kommt uns ein Radlfahrer auf der doppelten Einbahnstraße entgegen. Junger Mann, Kurierdienst, also „Berufsradler“.

    Diesen Sonntag überfährt mich fast eine Radfahrerin ohne Licht nahe der Reinhausener Kirche, weil aus Seitenstraße mit Vollspeed kommend und dabei Gehweg schneidend.

    Alberstraße: Busse haben Rot, folglich auch der Radverkehr. Radfahrer fahren bei Rot und forcieren ein Einfädeln in den ein.

    An Ampeln wird kein Blickkontakt gesucht, da wird einfach „LALALALA Ich bin der Schwächere Verkehrsteilnehmer“ in Downhill-Manier sämtliche Kreuzungen – auch Fußgängerüberwegen – „mitgenommen“.

    Geisterradeln ist normal, und wer behauptet, die Infrastruktur sei Schuld, lügt. Man kann doch keine 50 Meter fahren, ohne auf eine Ampel zu stoßen; es ist die Faulheit. Und solange wir zwar eine „Busspur“ haben, dort aber Omas auf ihren Fahrrädern mit 5 km/h entlangzuckeln (Weißenburgstraße) und in FUSSGÄNGERZonen Pedelecs mit bis zu 25 km/h unterwegs sein dürfen brauchen wir von einer „Radfahrerfeindlichen Stadt“ gar nicht sprechen.

  • Zacherl

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    @Tobias,
    meine Bitte, bleib künftig lieber Zuhause du ziehst ja das Unglück förmlich an.

  • Felix

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    Über 13.000 Unterstützer für das Radbegehren!!! Das zeigt, wie nötig in der Stadt Regensburg ein Umdenken ist. Kompliment an die Initiatoren und Mitstreiter des Bürgerbegehrens! Sie haben viel Zeit und Energie für eine Sache aufgewendet, die eigentlich Aufgabe der Stadt Regensburg wäre. Und lasst euch von ein paar Fahrradhassern (8 habe ich hier gezählt) nicht die Freude über euer tolles Ergebnis vermiesen: 13.000 Regensburger Bürgerinnen und Bürger stehen hinter eurer Forderung für eine bessere Fahrrad-Infrastruktur in unserer Stadt!

  • Landei

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    @highwayfloh: Schade, dass sofort wieder scharf geschossen wird:-( ich finde ja gar nicht, dass es zu teuer ist um kostendeckend zu arbeiten. Und natürlich sollten sie und ihre Kollegen gut bezahlt werden. Meine Frage geht in eine ganz andere Richtung: ich würde sehr gerne Bus fahren, und dafür wäre ich auch bereit etwas zu bezahlen. Ich finde nur, dass mehr als drei Stunden täglich einfacher Dienstweg fast nicht mehr zumutbar sind wenn man noch Familie hat. Ich würde gerne eine kombinierte Lösung wählen, im Teilstück mit dem Bus und ein Teilstück mit dem fahrrad fahren. Das ist leider nicht möglich, da die busstagung nicht zu meinen Arbeitszeiten passt und es wie gesagt keine Möglichkeit gibt, das Fahrrad sicher abzustellen.

  • highwayfloh

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    @Landei: alles gut, es war nicht als „Scharfschiessen“ gemeint von mir. Die Problematik ist eben auch die, dass der ÖPNV irgendwo geplant werden muss, mit Bedarf, welche Fahrzeuge zu welchen Uhrzeiten eingesetzt werden usw. Dies braucht eben auch seine Vorlaufzeit und da sind einige Behörden und Ämter mit im Spiel. Daher ist es eben nicht so einfach einen Fahrplan / eine Linie mal eben anzupassen. Ich habs vor einiger Zeit schon mal in einem Beitrag erläutert, wo eine ähnliche Diskussion gelaufen ist.

    Natürlich gibt es immer Verbesserungsbedarf, aber ich erlebe tagtäglich, wie viele den ÖPNV mit einem persönlichem Anruf-Sammeltaxi verwechseln. Da soll man mal eben 5 Minuten auf die Tochter warten, weil die ja gleich kommt und vieles mehr. Andererseits rufen dann die gleichen Leute, wenn man verkehrsbedingt zu spät an der Haltestelle ankommt, warum man denn nicht pünktlich da ist u.v.m.

    Hierüber kann man endlos diskutieren… können wir ja mal via IRC machen und evtl. richtet die RD-Redaktion ja mal einen fixen IRC-Channel ein, für Live-Diskussionen.

    Derzeit lässt es mein Dienst zeitlich nicht zu.

    @ll zum Radfahrerthema:

    Es geht mir nicht darum, die Radfahrer pauschal zu verunglimpfen, aber bitte geht und fahrt doch mal objektiv durch Regensburg und achtet, wie mit sämtlichen Rad-Gattungen durch die Stadt gebrettert wird. Teilweise nur grauenhaft. Neuderings fallen ja diese Supermountenbikes mit den Traktor-Schwerlastreifen ganz besonders negativ auf.

    Gar kein Licht und wenn dann ein Maglite am Lenker und das so montiert, dass es den Gegenverkehr blendet. Nur ein Beispiel von vielen.

  • "Stadtrad"

    |

    Hallo,
    von mir auch herzlichen Glückwunsch zu der überwältigenden Menge an Unterschriften in so kurzer Zeit! Ich halte das für ein starkes Mandat (wenn man das so sagen darf). Mal seh’n, was von den umfangreichen Forderungen übrig bleibt.

    Ansonsten vermisse ich bei den teils sehr langen Ergüssen der Kommentatoren hier auf r-d in den meisten Fällen die Konstrukt- und die Objektivität – ganz zu schweigen von der Weitsicht.

    P+R für Räder finde ich eine interessante Idee! Das würde allerdings für Parkhäuser (inkl. Radlstellplätzen) am (Alt-)Stadtrand sprechen.

    Eine Querung der Altstadt ist seit der Freigabe der Fußgängerzone und der Allee für Radler das geringste Problem. Aber auch mit Verbot gab es schon immer genügend Routen.

    Ab und zu bekomme ich direkt Lust auf Slalomfahren in der Gesandtenstraße, aber auch daneben sind Begegnungen mit Fußgängern an der Tagesordnung. Dass ich gerne mal als Kampfradler wahrgenommen werde, kann ich gut nachvollziehen. Viele Fußgänger erschrecken förmlich beim vorbeifahren. Aber das hat für mich eher was mit mangelnder Awareness zu tun. Es wird gar nicht mit Rädern gerechnet. „Nur ich, das Schaufenster und meine Einkaufstüte“. Oh, hab‘ ich jetzt was gegen den Einzelhandel gesagt? Entschuldigung.

    Andersherum kann ich die unbekümmerte Fahrweise, die viele Radler an den Tag legen auch selbst nur schlecht vertragen. Zu grelles Licht kann übrigens blenden…

    Mir mangelts an Vorausschauendem Verhalten in allen Bereichen. Zwischenmenschlich, egal mit welcher Fortbewegungsart. Egoismus, aber vielleicht auch „nur“ Verplantheit ist sehr verbreitet, finde ich.

    Das Fass mit den Autofahrern, die schludrig oder gar nicht blinken, lass ich jetzt mal einfach so in den Raum gestellt.

  • highwayfloh

    |

    @ll und RD-Redaktion:

    Wie sieht es aus? Machen wir mal bezüglich diesem Thema mal einen IRC-Channel auf oder diskutieren live irgendwo vor Ort? Ich bin jederzeit offen dafür.

    Um es nochmals herauszustellen:

    Mir geht es nicht darum, „Feindbilder“ aufzustellen und zu schaffen, doch ich vermisse es insgesamt, dass offenbar nur sehr wenige den §1 der StVo kennen und praktizieren:

    Auf den jeweiligen schwächeren Verkehrsteilnehmer Rücksicht zu nehmen etc.

    Und ja, auch ich mache meine Fehler hierbei und bin nicht perfekt, was ich offen zugebe… selbiges verlange ich auch nicht von anderen Verkehrsteilhnehmern. Was ich jedoch schon erwarte ist, dass die Verkehrsregeln beachtet werden. Inzwischen ist es doch so, dass viele so agieren, dass die StVo nur eine „Empfehlung“ ist … trifft auch zu 90% auf die Fußgänger in der Albertstraße / Hauptbahnhof zu … .

    Hierzu ein Beispiel:

    Ich fuhr grade auf meine Parkposition zu, da zwängt sich partout jemand noch mit wüsten Gesten und Beschimpfungen in meine Richtung zwischen mir und meinem Kollegen. Darauf bin ich ausgestiegen und hab lauthals diese Person angesprochen:

    „Da vorne ist eine Ampel keine 10 Meter entfernt. Warum benutzt Du nicht diese? Wäre ich meinem Vordermann ins Heck gefahren würdest mir wahrscheinlich noch unter dem Bus durchrobben, oder wie?“

    Antwort: „Arschloch!“

    Und das gibts nicht nur einmal täglich….

    Und auch wenn ich bezüglich den Radfahrern etwas drastisch formuliert haben mag, aber wenn man genau diese Kampfradler 80% am Tag vor die Nase bekommt, dann sagt man dazu auch mal entsprechend deutliche Worte, auch wenn man weiss, dass es gottseidank auch noch welche gibt, die sich an die Regeln halten.

    Insgesamt gehts doch darum, dass wir alle jederzeit sicher und heil an unsere Ziele gelangen, egal, mit welchem Verkehrsmittel wir unterwegs sind. Damit dies auch weiterhin der Fall ist, müssen _alle_ ihren Beitrag leisten. Darüber nachzudenken geht es mir, auch wenn ich es sehr drastisch formuliert haben mag.

  • highwayfloh

    |

    Ich lade alle gerne ein, mal eine komplette Schicht mitzufahren und damit mitzuerleben, was wir Busfahrer alles aushalten müssen, was aber via Facebook & Co, dann immer so dargestellt wird:

    „RVV — unkompetent … unfreundlich … unter aller Sau“ usw. usf. … .

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