Archiv für 3. August 2010

Es ist ein durchaus bemerkenswerter Vorschlag, den Christian Schlegl am heutigen Dienstag macht. Nachdem die UNESCO das umstrittene Gutachten zur Welterbeverträglichkeit einer Ersatzbrücke nicht behandelt hat, regt der Fraktionschef der Regensburger CSU nun einen Ideenwettbewerb für die südliche Abfahrtsrampe der Westtrasse an. Er erwarte sich „eine Versachlichung der Debatte, wenn einmal visualisierte Lösungsansätze auf dem Tisch liegen“, so Schlegl. Damit räumt auch er ein, dass die bisherigen Darstellungen der Westtrasse diese Problemstelle weitgehend aussparen – seien es nun jene der Stadt Regensburg selbst oder die Fotomontagen im Welterbeverträglichkeitsgutachten.
Harmonische Montage der Westtrasse im WEV-Gutachten. Wie sieht die Abfahrtsrampe aus? Fotomontage: Stadt Regensburg
Tatsächlich gibt es bislang keine aussagekräftigen Visualisierungen davon, wie die Brücke auf der Altstadtseite in die Straße einmünden soll. Eine eventuelle Lösung bliebe damit dem 600.000 Euro teuren Architektenwettbewerb vorbehalten. Erfolgsauassichten unbekannt. Bleibt abzuwarten, wie die Stadtverwaltung auf Schlegls Vorschlag reagieren und ob der von ihm angeregte Ideenwettbewerb billiger kommen wird. Auf Seiten der Denkmalpflege stößt die Westtrasse bislang auf einhellige Ablehnung.
Modelle der Stadt Regensburg: Auch hier wird die Problemstelle ausgespart.
Der Verein Donauanlieger e.V. hat die Stadt zwischenzeitlich aufgefordert, ihre Planungen einzustellen. Die Westtrasse werde am Widerstand der Denkmalpflege, die Osttrasse an dem der Bürger scheitern.

Bettenburg am Donaumarkt

Was eine Bedarfsanalyse der Stadt Regensburg ebenso angedeutet hatte wie erste Konzepte des Stadtplanungsamts aus dem Jahr 2007 wird nun zunehmend konkreter: Auf dem Donaumarkt, Filetgrundstück in Besitz der städtischen Tochter Stadtbau GmbH, soll ein Hotel gebaut werden – genauer gesagt, auf dem Rasenkunstwerk am Ostermeier-Gelände. Bei der Stadt wurden dazu bereits Ende 2009 zwei […]

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