SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 15. Mai 2019

Studie zum Kriegsende

Chance vertan

Fünf Jahre hat es bis zur Veröffentlichung gedauert und 250.000 Euro hat sie gekostet – die von der Stadt in Auftrag gegebene Studie zum Kriegsende in Regensburg. Die beiden Autoren Roman Smolorz und Rainer Ehm können zwar viele neue Details und Personen, bislang unbekannte Zusammenhänge und Abläufe darlegen, haben aber die Gelegenheit vertan, die nationalsozialistische Geschichte Regensburgs, ihr Kriegsende und die ersten Nachkriegsjahre umfassend und vorbehaltlos darzustellen.

Am Mittwoch wurde die Studie bei einer Pressekonferenz im Alten Rathaus vorgestellt. Foto: Stefan Effenhauser/Stadt Regensburg

Um das Regensburger Kriegsende und die Gründe für die kampflose Übergabe der Stadt an die US-Streitkräfte im April 1945 ranken sich viele Legenden. Nach dem Krieg schmückten sich etliche Akteure mit ihrer gewichtigen Beteiligung an den damaligen Vorgängen, sei es zur Entlastung in Entnazifizierungsprozessen, zur Selbststilisierung als Retter der Stadt, zur Sicherung von Pensionsansprüchen oder zur Bildung von SS- und Wehrmachtslegenden.

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