Archiv für 12. Mai 2019

Auf ein Gespräch mit Architekt Traxler

Heimlich am Museum

„Für einen Satiriker ist es ein großes Lob, wenn jemand anruft und sagt, das was Sie machen, das ist aber geschmacklos“, sagt Stefan Traxler. „Für einen Architekten eben nicht“, erwidere ich. Wir stehen vor dem Museum für Bayerische Geschichte. Traxler ist der Architekt und ich bin der Schreiberling, der dieses Gebäude kürzlich durch den Kakao gezogen hat. Doch Traxler ist Satire gewohnt – sein Vater hat das Satiremagazin Titanic mitgegründet. Also haben wir uns einfach getroffen.

Von Marius Cramer

Ein bisschen konspirativ ist das schon, als wir dann endlich zum Gebäude gehen. „Erwähnen Sie bloß nicht, dass Sie von regensburg-digital sind, wenn jemand fragt“, schärft mir mein Begleiter ein. „Man hat mich schon vor Ihnen gewarnt. Also einfach nur grüßen, wenn wir jemandem begegnen.“ Stefan Traxler ist der Architekt des derzeit wohl umstrittensten Gebäudes in Regensburg – des Museums der Bayerischen Geschichte. „Betonklotz“ nennen es viele – obwohl die Fassade aus Keramikkacheln besteht. Parkhaus andere – obwohl es doch den bisherigen Parkplatz am Donaumarkt ersetzt und eine „Wunde“ heilen soll, die die Stadt Regensburg selbst geschlagen hat. Damals in den 60er Jahren, als ein funktionierendes Stadtviertel für ein größenwahnsinniges Verkehrsprojekt – vierspurige Stadtautobahn – abgeräumt wurde.

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