SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 7. Juni 2019

Die Büste von Walter Boll im Treppenhaus des Historischen Museums Regensburg. Foto. R.W.

Die schon vor Jahren angemahnte wissenschaftliche Untersuchung des Regensburger Ehrenbürgers Dr. Walter Boll lässt weiter auf sich warten. Der ehemalige Museumsdirektor und Kulturreferent hat wie kaum ein anderer die Entwicklung Regensburg gestaltet. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus. Nach wie vor prägen wohlwollende Erzählungen und immer wieder wiederholte Legenden das Bild. Recherchen von regensburg-digital in bislang nicht ausgewerteten Akten zeigen nun, dass Boll als Emporkömmling des NS-Regimes immer im Sinne des Nationalsozialismus funktionierte und sich nach Kriegsende als Nazi-Gegner ausgab.

Besucher des Historischen Museums treffen im Treppenhaus auf die Büste eines Ehrenmanns. Auf die des ehemaligen Museumsdirektors und Kulturreferenten Dr. Walter Boll, der vor 71 Jahren das Amberger Zuchthaus verlassen und wie kaum ein anderer die Entwicklung Regensburg gestaltet hat. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus. Der derzeit noch amtierende Kulturreferent Klemens Unger lobt seinen Vorgänger bei jeder Gelegenheit, kehrt dessen Verdienste gerne hervor.

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