Eine Kontroverse über die Definition von Antisemitismus bei Volt Europa erreicht Regensburg und bringt auch OB-Kandidatin Lisa Brenner in Bedrängnis. Für scharfe Vorwürfe gegen sie fehlen konkrete Belege, doch die Stellungnahme von Volt Regensburg sorgt auch nicht für Aufklärung.
Von Robert Riedl
Was ist Antisemitismus? Wie definiert man ihn? Und vor allem: wer? Auf diese, zugegeben sehr diffizile Frage, gibt es keine einfache Antwort. Um im politischen Alltag trotzdem damit umgehen zu können, wurden sogenannte Arbeitsdefinitionen geschaffen. Im Gegensatz zu wissenschaftlichen Definitionen, die nach Präzision, Klarheit und (universeller) Gültigkeit in ihrem Fachgebiet streben, ist eine Arbeitsdefinition ein pragmatischer Ansatz, um gegenüber einer Fragestellung politische Handlungsfähigkeit zu erlangen.
Ghost Town Radio: Am Sonntag ab 18.30 Uhr haben wir Horst Meierhofer, OB-Kandidat der FDP, bei uns zu Gast um mit ihm über Regensburg und den Wahlkampf zu plaudern. Ein lockeres Gespräch, 90 Minuten lang.
Die Stadtbau Regensburg braucht Geld von der Stadt, um ihrer Aufgabe nachzukommen und mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Das sehen bei einer Befragung durch das Armutsforum alle OB-Kandidaten so – außer Astrid Freudenstein (CSU).
Bäume in bunten Pflanzkübeln mögen zwar schön aussehen, aber sie bringen nichts. Etwas bringen könnte eine Art Regensburger Wahl-O-Mat, den ein 29-Jähriger für die Kommunalwahl aufgesetzt hat. Etwas bringen könnte auch eine Schulung für die Verantwortlichen am Uniklinikum – in vernünftiger Kommunikation.
Die 40-Prozent-Quote für geförderten Wohnraum steht in der Kritik von Bauträgern. Die CSU plädiert für eine Aussetzung. Andere Fraktionen lehnen dies ab. Jetzt steht nächste Woche ein Kompromissvorschlag des Planungsreferenten auf der Tagesordnung.
Gut integriert, erfolgreich absolvierte Deutschkurse und Arbeitsangebote aus der Pflege – dennoch soll eine Familie mit drei Kindern nach Äthopien abgeschoben werden. Ein Versuch am Mittwoch scheiterte am Flughafen. Die Schulfamilie an der Pestalozzi-Grundschule will das nicht hinnehmen.
Die Audi BKK hat sich bereit erklärt, nun doch die Kosten für die außerklinische Intensivbetreuung von Neven Pirk zu übernehmen. Zuvor war der öffentliche Druck auf die Krankenkasse gestiegen.
Knapp ein halbes Jahr nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe gegen die frühere Tafel-Vorsitzende Jonah L. erhebt die Staatsanwaltschaft Regensburg Anklage. Oberstaatsanwalt Thomas Rauscher bestätigte das unserer Redaktion.
Fehler passieren, doch bei Fehlern in Serie könnte man Absicht vermuten, wie ein Blick nach Sinzing zeigt. Absicht steckt mit ziemlicher Sicherheit hinter den rassistischen und verzerrenden Videos eines jungen AfD-Kandidaten, doch mit Sicherheit hatte das Museum der Bayerischen Geschichte nie die Absicht, Hans Well in seiner Ausstellung zur WAA zu vergessen. Außerdem unser neuer Podcast.
Der siebenjährige Neven Pirk braucht dringend eine außerklinische Intensivbetreuung – sonst droht akute Lebensgefahr. Vier Jahre wurde das von der Krankenkasse übernommen. Doch nun schaltet die Audi BKK auf stur – mit fadenscheiniger Begründung.
18 Jahre saß Irmgard Freihoffer im Regensburger Stadtrat. Die meiste Zeit für die Linke. Ihr Wechsel zum Bündnis Sahra Wagenknecht hat nun das politische Aus für Freihoffer besiegelt.
Die Gruppe „Scientists for Future“ stellte am 14. Januar den Klimaaufruf mehrere Fachgesellschaften in Regensburg vor. Es gibt zehn konkrete Forderungen an die Politik. Im Anschluss folgte eine Podiumsdiskussion, begleitet von einer hitzigen Fragerunde.
Nach der Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe im November 2024 muss sich Manfred H. seit heute wieder vor Gericht verantworten. Erneut geht es um nicht gezahlte Sozialabgaben – und um Steuerhinterziehung.
Ghost Town Radio: Am Sonntag ab 18.30 Uhr haben wir Helene Sigloch, OB-Kandidatin der Grünen, bei uns zu Gast um mit ihr über Regensburg und den Wahlkampf zu plaudern. Ein lockeres Gespräch, 90 Minuten lang.
Nach einem Brand bei dem Postdienstleister City-Mail erheben Beschäftigte schwere Vorwürfe. Akkus, die das Feuer auslösten, wurden demnach nicht ordnungsgemäß gelagert. Beschäftigte wurden unmittelbar nach dem Feuer ins Gebäude geschickt, um es auszuräumen – trotz der offenkundigen Gesundheitsgefährdung ohne Schutzausrüstung.
„Hier entsteht der Eindruck, dass nicht auf Klärung, sondern auf Zermürbung gesetzt wird“, sagt die stellvertretende Regensburger SPD-Vorsitzende Anna Gmeiner zum Vorgehen von IKEA gegen einen langjährigen Betriebsrat.