Bewährungsstrafe für städtischen Beamten

Das umfassende Geständnis und seine Erklärung, die veruntreuten Gelder zurückzubezahlen, sorgten für eine Bewährungsstrafe. Nach der Veruntreuung von einer viertel Million Euro ist ein leitender Beamter der Stadt Regensburg zu zwei Jahren verurteilt worden. Das Regensburger Amtsgericht sprach den 60jährigen allerdings in 42 Fällen mit einem Schaden von etwa 143.000 Euro schuldig. Die übrigen Fälle sind verjährt. Der Vermessungsingenieur hatte knapp zehn Jahre lang fiktive Rechnungssummen von der Stadt an seine Briefmarkenfirma überweisen lassen. Der Mann will sein Haus verkaufen, um die Schulden zurückzuzahlen. Weil gegen ihn zeitgleich ein Disziplinarverfahren läuft, wird der dreifache Familienvater auch alle Pensionsansprüche verlieren.

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Kommentare (7)

  • Omnibusfahrer

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    Das Disziplinatverfahren ist obsolet, weil bei einer Verurteilung von einem Jahr und mehr der Beamte aufgrund Gesetzes entlassen ist. Die Behörde muss nichts mehr veranlassen.
    Nur teuer wird die Chose schon, weil der Beamte bei der Angestelltenversicherung nachzuversichern ist. Und das kostet echt Geld!!!! Seine Rente (nicht mehr Pension) dürfte etwa bei 68 % des letzten Gehaltes liegen. Er ist demnach gar nicht so schlecht dran.

  • Knurrhahn

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    Richtig, dass er verurteilt wurde!
    Richtig, dass er das veruntreute Geld zurückzahlen muss!
    Aber irgend wie bin ich frustriert, weil mir einfach der Spruch nicht aus dem Kopf will:“Die Kleinen hängt man und die Großen lässt man laufen!“
    Von den ganzen Verbrechern der diversen Banken, die mit ihrer kriminellen Zockerei und ihrer sträflichen Inkompetenz dem Bürger Milliarden Steuern gestohlen haben ist bisher noch keiner derartig belangt worden.
    Da wird rumgeeiert und mit Horden von Winkeladvokaten verschleiert und um der Unverschämtheit noch die Krone aufzusetzen, Unsummen an Boni ausgezahlt. Anstatt ihnen alles wegzunehmen, was sie haben, um den Schaden wieder halbwegs zu beheben. Wie bei dem kleinen Beamten. Der verkauft deshalb sein Haus. Da hat so ein kleiner vorbestrafter Beamter noch mehr Ehre im Leib als diese Finanzbanditen. Ich könnt‘ kotzen.

  • W. Filbinger

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    Ich hatte schon „Briefmarkenfirmen“, da waren Sie, Herr Aigner, noch in „Abrahams Wurschtkessel“, mein lieber Freund!!

  • Omnibusfahrer

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    @Knurrhahn
    Ich stimme Ihnen voll zu. Die Nachversicherung dieses Beamten, vorausgesetzt die mir vorliegenden Daten stimmen, liegt bei ca. 600.000 Euro. Die muss der Steuerzahler löhnen, also Sie und ich. Bei der Versicherung ist da nichts zu holen, weil es sich nicht um einen Schaden handelt.
    Noch teuerer wird es, wenn die Zivilsache Landesbank auf uns zurollen wird. Da wird es dann echt teuer. Dank Hans Schaidinger ( „Ich habe alle Verträge verstanden“, „Dem Steuerzahler kostet die causa Landesbank keinen Cent“ etc. etc.). Sog. verantwortlich Eingeweihte sprechen von einem Betrag, der dem des Herrn Pierer nahekommt, der „freiwillig“ an SIEMENS 6 Mio Euro zahlte.
    Schönes Wochenende!

  • Bürger

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    *Noch teuerer wird es, wenn die Zivilsache Landesbank auf uns zurollen wird. Da wird es dann echt teuer. Dank Hans Schaidinger ( “Ich habe alle Verträge verstanden”,*

    und was das mit dem betrügerischen Beamten zu tun?

  • Omnibusfahrer

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    @Bürger
    Sehr geehrter Bürger,
    Betrug und Untreue liegen eng beieinander!

  • otto reicher

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    @Bürger:
    Bei beiden muß der Steuerzahler blechen! Muss ich Ihnen „blechen“ erläutern? Doch wohl nicht.

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