100 Tage OB Wolbergs

Das neue Wolli-Gefühl

100 Tage Joachim Wolbergs: Der neue Oberbürgermeister zieht bei einer Pressekonferenz Bilanz und setzt auf Emotionen.

Joachim Wolbergs„Mit Freude und Leidenschaft“ gehe er seine Aufgaben als Oberbürgermeister an, sagt Joachim Wolbergs mehrfach. Sein Wahlergebnis und das der SPD hätten gezeigt: „Regensburg ist viel weltoffener und großstädtischer geworden. Man wählt nicht einfach CSU.“ Und die damalige Wechselstimmung, obwohl es doch in Regensburg „außer Wohnungsnot keine dramatischen Notlagen“ gebe, zeige: „Die Menschen haben auch mich als Person gewählt.“ Er habe „große Demut“ vor seinem Amt. Und es sei einfach so, dass er diese Stadt und die „Menschen in toto“ liebe. „Also nicht alle, aber die meisten schon“, fügt der SPD-Politiker noch an und bringt die zahlreich versammelten Medienvertreter im Zimmer 8/1 des Alten Rathauses ein weiteres Mal zum Lachen.

„100 Tage OB Wolbergs – ein Resümee“

Heute, am Dienstag, zieht der Oberbürgermeister eine Bilanz der ersten 100 Tage im Amt. Eine Tradition, die Politik und Medien im Kleinen wie im Großen pflegen. Und trotz des kurzen Zeitraums von etwas mehr als drei Monaten liest sich das Pressepapier „100 Tage OB Wolbergs – ein Resümee“ doch recht beachtlich.

Das (recht alte) Versprechen, die Pflegekräfte im Bürgerheim Kumpfmühl nach Tarif zu bezahlen, wurde bereits eingelöst. Die komplette Rückführung der Reinigung städtischer Gebäude in kommunale Hand ist in Arbeit. Zum 1. September soll zudem das Einstiegsgehalt am Theater Regensburg von 1.650 auf 1.900 Euro erhöht werden. Diese schlechte Bezahlung sei nämlich ein „Treppenwitz“, sagt Wolbergs. „Die Erhöhung kostet uns im Jahr gerade mal 44.000 Euro.“ Das müsse sich Regensburg zum einen leisten können, zum anderen sorge es dafür, dass nicht immer wieder Schauspieler bei der Stadt um Hilfe bitten müssten, weil sie sich von ihrem Gehalt – die 1.650 Euro entsprechen übrigens dem Tarif – keine vernünftige Wohnung leisten könnten. „Damit sorgen wir für bundesweite Diskussionen“, weiß der OB.

„Richtig Ärger“ für „radlfreundliches Regensburg“

Ebenfalls bundesweit Schlagzeilen macht Regensburg laut Wolbergs mit der Neuausschreibung des Geländes der ehemaligen Nibelungenkaserne (Hier die Pressemitteilung dazu). Das Vergabeverfahren für 40 Prozent der Fläche wurde nachträglich geändert. Anstelle des Kaufpreises ist nun das Planungskonzept des Investors entscheidend. Den Mietpreis begrenzt die Stadt für zehn Jahre auf 8,30 Euro bei öffentlich geförderten, auf 8,80 Euro bei frei finanzierten Wohnungen. „In der Fachpresse gilt Regensburg mit dieser Konzeptausschreibung als Positivbeispiel“, sagt Wolbergs. Und dass die Bürger ihm „aufs Dach steigen“ würden, wenn er diese städtischen Flächen nach Maximalgebot ausschreiben würde, verstünden selbst die Investoren.

Auch im Bereich „Kultur, Sport und Freizeit“ konnten Wolbergs und die bunte Koalition bereits einige Begehrlichkeiten erfüllen: Im Oktober gibt es demnach ein „Popkulturfestival“, das positive Ergebnis des Runden Tisches zu den Baumfällungen an der Schillerwiese findet sich in der Positiv-Bilanz und beim nächsten Bürgerfest soll es „Bonus-Punkte“ für Verkäufer von Fair-Trade-Produkte geben.

„Richtig Ärger“ bekomme er mit seinen Vorstößen für ein „radlfreundliches Regensburg“. Im September werden größere Bereiche der Altstadt für Radler freigegeben. Und bis es so weit ist, soll zunächst auf Bußgelder verzichtet werden. „Da muss ich viel argumentieren“, so Wolbergs, der sich aber zuversichtlich zeigt, dass „die Menschen“ es verstehen, „sobald man ins Gespräch kommt“.

Stadtbau: Noch nix Konkretes

Richtig ins Schwärmen kommt Wolbergs, als er über die geplante Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge spricht, die – frühestens Ende 2015 – in Regensburg eröffnen soll. Wie darüber in Regensburg geredet werde, „das macht mich richtig stolz“. Der Umgang mit Flüchtlingen in Regensburg zeige eine „völlig neue Qualität von Stadt“. Bei der Frage, „wie gut eine Stadt ist“, gehe es eben nicht nur um Brücken und Straßen, sondern darum: „Sind wir menschlich?“

Nichts findet sich in der Bilanz zum Thema Stadtbau. Die Ausrichtung der städtischen Wohnbaugesellschaft solle wieder sozialer werden, lautet eine Zielsetzung im Koalitionsvertrag. Konkretes in diese Richtung ist allerdings noch nicht passiert.

Er sei ja dort Aufsichtsratsvorsitzender und passe auf, „dass nichts daneben geht“, sagt Wolbergs dazu auf Nachfrage. An Stadtbaugeschäftsführer Joachim Becker wolle er festhalten. Ein Vorgehen wie in der Kurt-Schumacher-Straße aber, wo alle Mieter neue Verträge unterschreiben sollten und es unter anderem deshalb heftige Konflikte mit einem dort wohnenden Ehepaar gab, werde nicht mehr vorkommen.

„Mit den Menschen zu reden“

Nach einer knappen halben Stunde beendet Wolbergs sein Resümee. Nicht ohne erneut zu betonen, wie gern er in Regensburg lebe, wie schön es sei, dass er diese Stadt jeden Tag „ein bisschen besser kennenlerne“ und dass er erst gestern Abend in der Bar Paletti gewesen sei, um dort bei einem Bier „mit den Menschen zu reden“.

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (65)

  • gruss

    |

    Kommentar gelöscht. Keine unbelegten Gerüchte.

  • Joachim Huber

    |

    Ich kanns nicht glauben, hat er das wirklich gesagt? OB Wolberg betont: ‚dass er diese Stadt jeden Tag „ein bisschen besser kennenlerne“
    Hallo Wolle, du lebst in dieser Stadt und bist vor Jahrzehnten hier geboren (zur Erinnerung am 2. März 1971) wo warst du in der Zeit?

  • Mathilde Vietze

    |

    Lieber Stefan Aigner, ich danke Dir für diesen sachlichen
    und informativen Artikel. Joachim Wolbergs taugt nicht
    fürs Heiligenpostamentl, dazu ist er zu normal. Aber, er
    hat auch bisher als Bürgermeister bereits eine sehr bürger-
    nahe Arbeit gemacht und er setzt jetzt als OB diesen Kurs
    fort. Des weiteren ist er nicht einer, der vor der Wahl et-
    was verspricht, von dem er genau weiß, daß er es nicht
    halten kann.
    Ich jedenfalls habe mit Joachim Wolbergs in all den Jah-
    ren die besten Erfahrungen gemacht und – ich habe ihm
    auch immer ungeniert und offen gesagt, wenn ich nicht
    seiner Meinung war.

  • Zur Kultur

    |

    Schon seltsam, dass das Popkulturfestival als einziger Punkt zur Kultur genannt wird.

    Das gehört gar nicht zur Bilanz, das wurde ja schon lange vor dem Machtwechsel beschlossen, auch wer’s ausrichtet usw.

    Da passiert im übrigen auch nicht viel mehr als sonst in Regenburg, halt nur alles geballt an einem Wochenende, und die Mitwirkenden bekommen mal ne Finanzspritze von der Stadt.

    An der Gesamtsituation ändert sich dadurch letztlich auch nix.

    Wesentlich positiver wäre hier herauszustellen, dass z.B. die Musikkneipen in der Altstadt endlich wieder ohne übermäßige Gängelung Kultur machen dürfen. Und dieses Verdienst kann sich der Woli persönlich an die Brust heften, k.A., warum das nicht mal erwähnt wird (von ihm selbst, in der Bilanz).

    Bleibt zu hoffen, dass in dieser Richtung mehr passiert. Also weitere Restriktionen gegen eine wirklich freie Kulturszene gelockert werden.

    Das bringt auf Dauer mehr, als bereits etablierte „Kulturmacher“ einmalig mit Geld zu fördern (auch wenn das denen bestimmt nicht schadet). Und so auch von Stadtseite zu entscheiden/verordnen, was denn nun in Regensburg an „alternativer Kultur“ gebraucht werden soll oder nicht (ihr hui – ihr pfui).

  • Jürgen

    |

    Eine schöne Bilanz nach 100 Tagen.
    Endlich mal jemand der sich an seine Versprechen halten möchte. Letztlich ist das das was ich unter Politik verstehe. Nur so funktionierts auch noch morgens wenn man als selbiger in den Spiegel schauen möchte ohne sich schämen zu müssen. Leider gibt es und gab es zuviele Politiker die hier wohl schmerzfrei waren und diesen „Beruf“ bzw diese Aufgabe mit anderen Interessen verwechselt haben.
    Hier ein Dankeschön an unsere bunte Koalition!
    Das Thema Wohnungsnot hat Wolli richtig erkannt. Wer in Regensburg bleiben möchte muss derzeit Millionär sein oder gut geerbt haben, sonst kann man sich Wohnraum nicht mehr leisten. Mit Familie wirds noch dramatischer. Entweder Stehklo für 1000 Euro kalt oder weg ziehen. Letzteres wird meine Wahl sein.
    Ob das im Sinne einer gesunden Stadtentwicklung ist, sollte sich die Koalition mal überlegen.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Joachim Huber: Ich bin vor 45 Jahren in die SPD einge-
    treten und bin Joachim Wolbergs zum ersten Mal 1990 be-
    gegnet: er war damals 19 Jahre alt. Ich erinnere mich noch genau: Es war ein eiskalter Wintertag und Joachim stand
    als Einziger frierend am Info-Stand.
    Und in all den folgenden Jahren konnte man immer wieder
    von ihm hören; er war also d a !

  • Capital-Soziale-Union

    |

    Mensch, Woli, wir danken Dir!
    Endlich als demütiger Obermenschenmeister ein Demutsmensch, der demutsmenschelnd sich für Menschen in einem bislang menschenunfreundlichen Menschenhabitat einsetzt: ein guter Mensch, dieser Menschenfreund.

  • El

    |

    @ CSU
    was soll denn Ihr zynischer Kommentar ?

    Der Vorgänger von Wolbergs hatte die menschliche Grösse, sich Schaidinger Taler prägen zu lassen ! Da kommt so ein Wolbergs wirklich ziemlich einfach rüber!.

    (Ironie oder bewusste Demut der Prägemaschine machte jedenfalls aus den Schaidinger Talern echte Schaindinger )

  • Ewa Tuora-Schwierskott

    |

    GO Wolli GO !!!!

  • Capital-Soziale-Union

    |

    @ El 13.08.2014, 10:24h

    Mein Kommentar ist nicht zynisch, sondern dankbar.

    Dankbar dafür, daß ich es selbst erleben darf, wie unser humanistisch beschulter Woli, leider nicht im altsprachlichen Zweig – trotz seiner väterlichen Vorbelastungs-Erbmasse -, zeigt, daß diese Art schulischer Ausbildung dank der klassischen Vorbilder – Philemon (mit äta!) = Woli und Baukis = Anja W. – immer noch geeignet ist, gaaaanz gute Menschen mit gaaaanz viel gaaaanz echter Demut zu erziehen – nicht nur im fernen Sezuan, sondern auch hier im Weltkulturerbe Regensburg: Danke, Woli; Danke, humanistisches Gymnasium; Danke, griechisches Weltkulturerbe; schade nur, daß das alles unser viel zu früh von uns gegangener Bert B. aus Augsburg nicht mehr verwursten kann.

  • Stefan Aigner

    |

    Aus gegebenem Anlass weise ich drauf hin, dass Nutzer, die glauben, unter diversen Pseudonymen (z.B. „gruss“) haltlose Gerüchte verbreiten zu müssen, dauerhaft gesperrt werden. Das Internet ist groß, verbreiten Sie Ihren Bullshit woanders.

  • franz streibl

    |

    Freut mich aurichtig. Was macht eigentlich der „DER KANNS!“?

  • Barbara Junghans

    |

    @ Stefan Aigner, 13. August 2014

    Lieber Stefan Aigner,

    gratuliere zu Ihrem Mut, Leuten den „Redefaden“ abzuschneiden, die das Internet nur zu benutzen scheinen, um andere Menschen mit unqualifizierten Behauptungen in die Pfanne zu hauen. Es wird sicher der Qualität der Kommentare gut tun, wenn jeder weiß, dass ihm, ggfs. Grenzen gesetzt werden.

    Weiter so!

  • Joe Mansfield

    |

    Was soll dieser unwirkliche Hype um Herrn Wolbergs, der soll seine Arbeit machen dann sehen wir weiter.

    -Heben wir denn abermals an, uns selbst zu preisen? Oder bedürfen wir, wie etliche, der Lobebriefe an euch oder Lobebriefe von euch?-
    2.Korinther 3:1

  • Rosco Runners

    |

    Ich sehe auch noch keine Veranlassung Herrn Wolbergs nach 100 Tagen bereits in den Himmel zu loben. Wenn ich Bus fahre, applaudiere ich auch nicht, wenn der Busfaher die die Haltestelle verlassen habe. Herr Wolbergs wird an den großen Brettern gemessen werden müssen, die er zu bohren hat, nicht an den kleinen, die er bis jetzt gebohrt hat.

  • TJ

    |

    Die Sache ist doch einfach, dass sich viele einen Wechsel des Klimas in der Stadt gewünscht haben. Und mit einem bürgernahen Bürgermeister, der eben für die Menschen wichtige Themen bemerkt, ist da schon viel getan. Einen kompletten Politikwechsel hat niemand erwartet und den wird es in vielen Dingen auch nicht geben, aber Themen wie ein positives Verhältnis zu Flüchtigen/Flüchtlingen auszusprechen oder die Ausrichtung der Stadtbau werden eine Signalwirkung haben, die der Stadt sehr gut tun wird.

  • jbg1

    |

    Wenn das die einzigen Probleme sind, die Regensburg hatte, dann muss Schaidinger ja ein Top-Bürgermeister gewesensein.
    Sicher, Wolbergs hat schon einiges angepackt, jedoch die richtig heißen Eisen noch nicht. Es wäre schon noch was zu tun, aber auf dem richtigen Weg ist er zweifellos…

  • frage

    |

    nach 100 tagen hat herr wollbergs tatsächlich einiges angepackt, was seine vorgänger tunlichst vermieden haben. positiv ist hier zweifellos der umgang mit flüchtlingen, die bessergestellte bezahlung im pflegebereich oder die stadtbauplanung hervorzuheben.

    die vorgänger haben die wirtschaft hofiert, jetzt sind die schwächer gestellten dran.

    ich frage mich allerdings, was mit dem rest dazwischen ist. nämlich die leute, die in der mehrheit hier in regensburg leben und das ganze finanzieren. es wird derzeit fleissig geld ausgegeben, das vorhanden ist, weil eben die vorgänger geld dagelassen haben (was allerdings kein lob sein soll, weil wie sie es rangeschafft haben, ist doch eher zweifelhafter natur). was passiert wenn diese gelder aufgebraucht sind?

    mir wird derzeit zu viel auf die leute gehört die laut schrein und irgendwelche wünsche erfüllt haben möchten, anstatt dass man ein konzept vorlegt, wie man das alles auch in schwächeren jahren finanzieren möchte. wo ist der businessplan?`allerorten hört man derzeit jemanden der etwas fordert (und es auch postwendend bekommt). sei es aus der kulturszene, seien es radfahrer, mietshausbewohner die nicht ausziehen wollen und denen nach kurzer unterhaltung alles nachgeschmissen wird (rd berichtete darüber) und und und. ich höre aber keine stimmen, die sagen „wer etwas fordert, muss auch einen beitrag leisten“. es sollte nicht nur auf die schreihälse gehört werden, sondern auch auf die mehrheit der leute, die mangels zeit nicht so laut schreien können…

    nach 100 tagen sind das nur gedanken. ich schaue mir alles in ruhe an und werde für mich persönlich die konsequenzen ziehen. ich habe herrn wollbergs gewählt, weil ich tatsächlich eine veränderung haben wollte. die csu in regensburg ist unwählbar geworden und ich bereue meine entscheidung sicher nicht.

    ein komisches gefühl, nämlich wie man das aber alles in den kommenden jahren finanzieren möchte, steigt langsam in mir hoch. noch sind die konten gefüllt… was aber passiert, wenn schlechte zeiten eintreten?

  • Mathilde Vietze

    |

    Lieber Stefan Aigner, ich danke Dir ganz herzlich dafür, daß
    Du diesen unsäglichen Schreiberlingen, die unter einem
    Pseudonym Schrott zu verbreiten suchen, den Marsch ge-
    blasen hast. Damit hast Du dem Ansehen von „regensburg
    digital“ einen großen Gefallen getan.
    Kritik äußern und Dreckkübel ausgießen sind zweierlei
    Paar Stiefel!

  • Einer aus Regensburg

    |

    Was hat der Wolbergs denn so Tolles vollbracht bisher? Also, außer dem, für was man als Bürgermeister halt so sein Geld kriegt …?

    Ein Vorschlag: Wie wäre es, wenn er sich – nur zum Beispiel mal – darum kümmert, dass Regensburg nicht komplett verschandelt wird ausserhalb der weltkulturellen Altstadtgrenzen? Jedes halbwegs original-originelle Haus mit Garten wird seit Jahren plattgemacht (in Kumpfmühl; in Sallern; in Reinhausen; in – ach, eigentlich überall, wo’s noch erhaltenswürdige, ungenormte Bausubstanz aus den 1910ern bis 1950ern gibt!) und durch doppelt so viele, gewinnmaximierte, maximal hässliche, gartenlose und dennoch kaum bezahlbare 08/15-Normbauten ersetzt.

    In 20 Jahren ist Regensburg ein von Touristen überflutetes Disney-Weltkulturerbe mit einem gesichtslos-hässlichen Zweckbaugürtel drum herum. Aber das scheint niemand zu interessieren. Hey, zur Kultur und zum Wohlgefühl in einer Stadt gehören auch die Häuser und Bauten, die einen umgeben.

  • Einer aus Regensburg

    |

    … und um ein Beispiel (von vielen!) zu nennen aus einer Gegend, die recht viele kennen dürften: der Galgenberg.

    Außer der Mälze und etwas weiter entfernt den beiden Friedhöfen steht dort kein einziges Haus mehr, das mich an das gemütliche, liebenswerte Regensburg erinnert, das ich aus den 1980ern und 1990ern kenne. Rund ums Nagler-Gelände: alles platt gemacht. Rund um die ehemalige Taxis-Brauerei: alles platt gemacht. Das kleine Wäldchen vis-a-vis der Mälze (wer erinnert sich noch daran?): plattgemacht.

    Sieht inzwischen dort genauso aus wie in den Münchener Trabantensiedlungen. Nur noch gesichtslose Insektenstaaten-Plattenbauten mit Flachdach und kahlen Betonflächen drum herum. Schlimm.

  • dugout

    |

    Mit Freude zitiere ich aus einer allseits bekannten in/out Liste eines großen Politkenners und intergalaktischen Wahlkampfmanagers vom März 2014.
    In besagter Liste, die konsequent aus 75% Eigenlob und 25% Verunglimpfung der politischen Gegner besteht, stehen die weisen Worte zum TV Duell Wolbergs/ Schlegl:

    “ Und ganz schnell wurde klar: Die SPD wird in Regensburg wohl so schnell keine Füße auf den Boden bekommen. […..]
    Unser Tipp: Die nächste Regierung stellt ein Bündniss aus CSU, FW, FDP und Grüne.
    Wolli, Meister inhaltsarmer Worthülsen kann im Jobcenter schon mal eine Nummer ziehen „

  • Jochen Schweizer

    |

    Ja, wer war woll der große Politkenner und intergalaktische Wahlkampfmanager im Kommunalwahlkampf der CSU und dessen Kreisvorsitzenden?
    Könnte es die gleiche Person gewesen sein, die diese Gartenausstellung und den Christkindlmarkt im Park des T&T Schlosses veranstaltet?

  • hf

    |

    @einer aus regensburg:

    man kann es neimandem recht machen, da sind sie keien ausnahme. schön sind die neuen wohnunbebauungen wirklich nicht, aber ohne gehts leider auch nicht.

    rein sachlich: solange die csu regiert hat, wurde eben auch so geplant und gebaut. billig. schnell. egal obs dazu passt. laufende entwicklungsvorhaben haben bestandschutz – falls sie selber mal irgendwo investieren, verstehen sie vielelicht, warum das so sein muss.

    woli kann da also gar nix ändern, selbst wenn er wollte. wie es mit bauplänen weitergeht müssen wir sehen, jedenfalls ist selbst bauen und vermieten (siehe stadtbau im wahlprogramm) besser, als sich auf investoren zu verlassen, die halt dann einfach nicht bauen, wenn ihnen irgend eine städtische satzung nicht in den kram passt…

    und weder sie noch ich haben bisher berechtigten anlass, an den gleich lautenden wahlversprechen zu zweifeln.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Dugout“ – Ihr Kommentar ist eine Frechheit!
    Wenn Sie schon von „inhaltsarm“ ätzen, sollten Sie das
    auch mit Beispielen belegen. Dumm daherreden kann
    jeder!

  • dugout

    |

    Ganz cool bleiben Frau Vietze :)
    Nichts liegt mir ferner als so etwas zu behaupten.

  • Kein Wolli-Fan

    |

    @Frau Vietze: Ganz ruhig bleiben bitte! Dugout hat lediglich zitiert. Es spricht für Sie, dass Ihnen die Quelle offensichtlich nicht bekannt ist.

    Ansonsten möchte ich anfügen, dass ich kein Wolbergs-Anhänger bin und seine pseudo-emotionalen Worthülsen reichlich unangebracht finde. Da war mir der arrogante Schaidinger ja von hinten lieber als der nach allen Seiten schleimende Wolli von vorne. Aber gut, mein persönlicher Geschmack und mein persönliches Problem. — Dennoch hat Wolbergs natürlich eine faire Chance verdient: Er soll in den knapp 5,75 Jahren seiner restlichen Amtszeit zeigen, was er drauf hat. Daran werde ich ihn messen. Und der Maßstab kann natürlich nur sein Wahlprogramm sein. Ich bin sehr gespannt!

  • Mr. T

    |

    „dugout“ hat hier nur aus der Kittelbayrischen zitiert. Das kann wohl schwarz auf weiß belegt werden, wenn die noch jemand aus dem Papiermüll fischt.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu allen „Kittelbayerisch-Lesern“ – Sage mir, was Du liest
    und ich sage Dir, wer Du bist.

  • Dugout

    |

    Selbstverständlich kann das schwarz auf weis belegt werden.
    In besagter Ausgabe widmet der Herr Möchtegern Spin-Doctor eine ganze Seite dem politischen Werdegang Joachim Wolbergs.
    Einziger Grund: das absprechen jeglicher Kompetenz für irgendwas.
    Das Wahlergebnis und die mehr als erfreulichen ersten 100 Tage sprechen eine andere Sprache.
    Er ist und bleibt hald was er immer war der Herr Fürstinnenspezi, ein Glühweinverkäufer.

  • Mathilde Vietze

    |

    Es ist weder verboten, in Sachfragen anderer Meinung zu
    sein, wie OB Wolbergs, noch seine Arbeit mit konstruktiver
    Kritik zu begleiten. Und man muß auch kein „Wolli-Fan“
    sein, um sachlich zu argumentieren.
    Was da aber manche an Schund und Schrott absondern,
    läßt die Vermutung zu, daß hier Neidhammel und Co.
    Regie geführt haben.

  • Einer aus Regensburg

    |

    @hf:

    („falls sie selber mal irgendwo investieren, verstehen sie vielelicht, warum das so sein muss.“)

    Aus Ihren Worten trieft die Arroganz…

    („laufende entwicklungsvorhaben haben bestandschutz“; „woli kann da also gar nix ändern“)

    Ach nein, erzählen Sie was Neues. Ich habe ja auch ganz klar dafür plädiert, jedes Haus, das mir nicht gefällt, sofort sprengen zu lassen…

  • Helmut Pfifferling

    |

    Es sollte nach der ersten Regierungsperiode Bilanz gezogen werden. Alles Andere waere dem neuen OB gegenueber nicht fair. Ausserdem regiert er nicht Alleine. Es ist wieder demokratischer in Regensburg. Ob die neue sehr offene Art zu regieren Fruechte traegt wird sich zeigen. Mir persoenlich wuerde dies sehr gut gefallen. Ob der neue Fuehrungsstil auch im Stadtrat und bei seinen Bediensteten funktioniert……we will see..einige Aeusserungen zur Stadtentwicklung vorher-nachher J.W. sind wirklich laecherlich.

    Es waere schoen wenn sich die bunte Mischung im Stadtrat geschlossen hinter den OB stellt. Denke die Politik der CSU wuerde auch wieder nachhaltiger und persoenlicher werden…….:-)

  • susa2907

    |

    Nachbetrachtung 100-Tage-Bilanz des OB:
    Kann eine 100-Tage-Bilanz wirklich Erhellendes bringen? Wohl eher nicht! Die Präsentation einer solchen Bilanz ist die Fortsetzung des Wahlkampfes mit anderen Mitteln. Nach der Wahl ist schließlich vor der Wahl. Die Ausgangssituation des Ob ist im Vergleich zu seinem Vorgänger, der von Beginn an hektische Betriebsamkeit öffentlich zelebrierte, durchaus komfortabel, weil ihm seine 6 Jahre als dritter Bürgermeister eher zur Versorgungssicherheit verhelfen. Der Vorgänger musste 2002 wiedergewählt werden, wenn er nach seinem Ausscheiden in den Genuss der Versorgung eines kommunalen Wahlbeamten kommen wollte. Der amtierende OB ist unter diesem Aspekt von einer Wiederwahl unabhängig. Er könnte mutig ans Werk gehen und einen Paradigmenwechsel einleiten. Das kann nicht nach 100 Tagen präsentiert aber bis zur Halbzeit erkennbar werden. Der OB hat das Zeug dazu, wenn er sich von dem denkbaren Trauma eines fehlenden Bildungsabschlusses befreien kann. Ein Bildungsabschluss hat nicht den Wert, der ihm in unserer Gesellschaft beigemessen wird. Für einen Poiltikgestalter sind Kommunikationsfähigkeit, Menschenkenntnis und das Entwickeln einer tragfähigen Vision der Stadtgesellschaft wesentlich wichtiger. Erstes und letzteres dürfte der OB besitzen. Seine Menschenkenntnis wir der in der Auswahl der Führungsmannschaft der Stadtverwaltung unter Beweis stellen müssen. Die derzeitige Führungsmannschaft ist nach 30 Jahren unter CSU-OB und CSU-Mehrheit eher konservativ geprägt. In erster Linie verfolgen sie ohnehin ihre persönlichen Ziele, die mit denen der politischen Mehrheit nicht übereinstimmen dürften. Diese Auswahl wird das Ergebnis der Wahlperiode und damit die Aussicht auf eine Vertragsverlängerung durch den Wähler bestimmen. Wobei die Wähler als undankbare Wesen Vergangenes schnell vergessen, in ihre Entscheidung Naheliegendes mit Erwartungen für die Zukunft verbinden. Es ist somit einerseits noch Zeit, andererseits sollten auch zu Beginn der Amtszeit nicht nur Weichen gestellt, sondern auch nach Möglichkeit Fehler, die in die Zukunft wirken, vermieden bzw. korrigiert werden.

    Einige Beispiele:
    In der Wochenendausgabe der MZ wurde unter der Überschrift :“Ungeliebtes Bild soll verschwinden“ über einen Vorgang berichtet, der den Stadtrat in der vergangenen Periode beschäftigte. Das vom damaligen OB bei einem Treffen mit dem Galeristen Bäumler im HB für die Stadt Regensburg erworbene Triptychon von Peter Wittmann soll aus dem Sitzungssaal des Neuen Rathauses entfernt und wieder durch einen Spiegel ersetzt werden. Die Kosten dafür mindestens 10.000 EUR. Das Triptychon, das, so hört man ca. 50.000 EUR kostete, soll im Depot verschwinden. Geht man davon aus, dass die mit der Bildaufhängung abgenommenen Spiegel ebenfalls 10.000 EUR kosteten, kommt man bei wohlwollender Betrachtung auf 70.000 EUR, die auch für etwas Besseres verwendet hätten werden können. Das Gefasel des Kulturreferenten über einen Sponsor, der nicht genannt werden möchte, ist ein glatte Lüge, wie aus der Stadtverwaltung zu vernehmen ist. Durch Buchungstricks wurden die wahren Kosten verschleiert. Warum kümmert sich darum eigentlich niemand? Gibt es in der Stadtverwaltung und im Stadtrat keine Prüfungsinstanz, die sich solcher Vorgänge annimmt?
    Ein Kulturreferent, gegen den die Staatsanwaltschaft schon mal wegen falscher eidesstattlicher Versicherung ermittelte, ist auch der Lüge gegenüber Stadtrat und Öffentlichkeit verdächtig. Warum wird er aber vom amtierenden OB gestützt? Warum wurde er unter tätiger Mitwirkung des damaligen 3. Bürgermeisters und heutigen OB und seiner Partei wiedergewählt, trotz fehlender positiver Arbeitsergebnisse ?
    Warum wurden unter Mitwirkung der SPD und des amtierenden OB für eine Defizitgesellschaft wie die Arena zwei Geschäftsführer aus der Stadtverwaltung bestellt, die ihre Aufgabe während der Dienstzeit erledigen, aber dafür neben ihrem Gehalt ein Salär in Höhe einer Beförderung erhalten?
    Warum stützt der OB eine GF die mit einer MA in den USA Bäumchen pflanzt?
    Warum gibt es gerade im Finanzreferat eine Konzentration von GF-Posten (RBD, R-Tech und Biopark) mit zusätzlichem Einkommen der Beamten, Dienstautos, Flugreisen in der Buisnessclass und teueren Hotelübernachtungen?
    Gibt es in der Stadtverwaltung dafür keine Regeln? Das öffentliche Haushaltsrecht ist vom Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit geprägt. Wer kümmert sich in der Stadtverwaltung darum? In München werden jetzt nach dem Abgang des lange „herrschenden“ OB Ude Seltsamkeiten bekannt, die die Opposition vermutet, aber kaum jemand aus der Stadtgesellschaft angenommen hätte.
    Sollte das nicht Aufgabe des OB sein? Dass er sich nicht um jedes Detail kümmern kann, ist naheliegend. Dafür braucht er fachkundiges Personal, das loyal zu ihm steht und ihm mit Rat und Tat zur Verfügung steht. Für dessen Auswahl ist er auch verantwortlich. Es wird spannend werden, wer die Positionen der zusätzlichen Referenten ausfüllen werden. Sollten die Personen das Rennen machen, die in der Stadtverwaltung gehandelt werden, so wären es interessante Entscheidungen. Beide stehen der CSU nahe und einer ist ein Jagdfreund des Herausgebers der Regensburger Stadtzeitung. Interessant, nicht wahr?

    Von derzeit amtierenden Referenten tragen zwei nicht das Risiko einer Nichtverlängerung ihrer Amtszeit, weil sieals Laufbahnbeamte wieder in die Hierachie zurückkehren könnten. Nur zu welchem Preis! Sie würden den neuen Referenten demontieren, wann immer es möglich ist. Der Kulturreferent kann am Ende seiner Amtszeit in Pension gehen, die sei ihm gegönnt, weil er dann der Stadtkultur nicht mehr schaden kann. Weder der Rechtsreferent noch der Finanzreferent werden von der Macht und ihrem öffentlichen Auftritt lassen können, deshalb werden sie versuchen beides für die Zukunft und ihre Wiederwahl abzusichern. Keine gute Aussicht!

  • Harry H.

    |

    Wie wäre es wenn man sich mal neben Radwegeröffnungen, Geburtstags- und Goldenen-Hochzeitsglückwünschen, Kuchen auf Kinderfesten verteilen, Töpfern in der Ferienbetreuung, künstlerischen Fotowettbewerb für das eigene Amtszimmer und sonstigen Gutmenschentum schön langsam mal um so Nebensächlichkeiten wie Wirtschaft, Verkehrs- und Infrastruktur, Mittelstand, Haushalt, nachhaltige Sicherung des Zukunftsstandortes Regensburg usw. annimmt?

    Habe ich noch nicht viel mitbekommen zu diesen Themen.

  • Rosco Runners

    |

    Ich stimme Harry H. vollumfänglich zu!

  • Freund

    |

    Wolli hat nicht nur den Job vom Schaidinger übernommen sondern seine Freunde aus der Wirtschaft gleich mit.

  • Hans May

    |

    @Harry H. deine Aufzählung liest sich wie die Arbeitsplatzbeschreibung eines Frühstücksdirektors. Der Wähler wollte aber doch einen OB oder verwechsle du etwas was?

  • Taxifahrer

    |

    Für die einen sind Verbesserungen im sozialen Bereich klein und unwichtig. Für die anderen nicht.

  • Theo Walz

    |

    Alles schon millionenfach kopiert, jeder blamiert sich halt so gut erkannt.

  • Mathilde Vietze

    |

    Eine Frage an all die „Wolbergs-Belehrer“ – wie würden Sie
    es denn machen, wenn Sie an dieser Stelle wären?

  • Joachim Datko

    |

    Das dringendste Problem : zusätzliche Wohnungen

    Zu Mathilde Vietze 01.09.14 – 20:07 „Eine Frage an all die “Wolbergs-Belehrer” – wie würden Sie
    es denn machen, wenn Sie an dieser Stelle wären?“

    Ich bin zwar kein “Wolbergs-Belehrer”, er ist schwer in Ordnung, mir wären allerdings die von beiden großen Parteien im Wahlkampf versprochenen zusätzlichen Wohnungen wichtig. Dazu gehört ein guter „Regionalverkehr“, damit die Menschen auch ins Umland ziehen und im Umland massiv gebaut wird.

  • Mathilde Vietze

    |

    Egal, wie jemand zu Wolbergs steht, würde ich mir doch
    bei manchen Kommentatoren mehr Sachlichkeit und vor
    allem mehr Fairneß und menschlichen Anstand wünschen.
    Es gibt allerdings Leute, denen kann kein Politiker etwas
    recht machen. Sitzt er nur am Schreibtisch, macht er kei-
    ne bürgernahe Politik, geht er unters Volk, macht er sich
    zum Kasperl.
    Und – innerhalb von 100 Tagen kann keiner all das, was
    er angepackt hat, verwirklichen. Oder – kann einer von
    den klugen Kommentaroren Herrn Wolbergs beibringen,
    wie man zaubert?

  • erik

    |

    zu Kommentar: „Fairneß und menschlichen Anstand wünschen“ die SPD hat mit ihrer Agenda 2010 bzw. Hartz-Reformen auch keine Fairneß und Anstand gegenüber den Menschen (und großen Teilen ihrer früheren potentiellen Wählerschaft) in diesem Land gezeigt, sondern sie (die Arbeitslosen und zukünftigen Arbeitslosen, die nicht Vermögenden) durch die Hintertür mit oben genannten Gesetzen enteignet! Der Umbau des Gesundheitswesen und die damit verbunden Streichungen von Leistungen der gesetzlich Versicherten kommt da noch erschwerend oben drauf! Daran ändern auch manipulierte Statistiken (wie z.H. die Arbeitslosenstatistik, Statistiken zur Vermögensverteilung usw.), die von der Medien-Mafia gebetsmühlenartig verbreitet werden, nichts!

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Erik: Offenbar kennen Sie den Unterschied zwischen
    Bundespolitik und Kommunalpolitik nicht. Es gibt ja
    auch Leute, die nicht kapieren wollen.
    Jedenfalls ist es unredlich, OB Wolbergs das anzulasten,
    was er nicht beeinflußen kann, auch wenn die, die das
    verbockt haben, zufällig Sozialdemokraten waren.
    Also bitte: Nicht Äpfel und Birnen miteinander ver-
    mischen!

  • erik

    |

    Kommentar gelöscht. Ersparen Sie sich und uns persönliche Angriffe.

  • (Kultur)Erben Regensburg

    |

    Da war doch noch was? Ach ja, bezahlbare Wohnungen – wann kommen die denn jetzt in Regensburg??? Ich sehe nur allerorten Luxus-Neubauten sprießen. Die werden aber doch den Mietspiegel, der ja Anfang 2014 bereits schon zu einer Verschlechterung für die Mieter geführt hat, noch höher treiben. Versprochen ist versprochen. Oder tut sich da was, und ich hab´s verpasst?

  • Doris Franz

    |

    Schluss mit dem Welpenschutz für OB Wolbergs,
    auch wenn etliche ältere Damen in ihm einen Wunschschwiegersohn zu erkennen glauben. Herr Wolbergs ist 43 Jahre, hat immer mit seinen 6jährigen Erfahrungen als Bgm kokettiert und hat zur Unterstützung eine Stadtverwaltung mit Töchtern von über 5000 Fachleuten.
    Ferner stellt er sich vor Studis und erklärt ihnen sein „Chefsein“.
    http://www.oth-regensburg.de/hochschule/aktuelles/einzelansicht/article/wolbergs-spricht-vor-studierenden-zum-thema-fuehrung.html

  • Joachim Datko

    |

    Zu 04.09.14 01:12 „[…] bezahlbare Wohnungen – wann kommen die denn jetzt in Regensburg? […] nur allerorten Luxus-Neubauten sprießen. Die werden aber doch den Mietspiegel, der ja Anfang 2014 bereits schon zu einer Verschlechterung für die Mieter geführt hat, noch höher treiben. Versprochen ist versprochen. Oder tut sich da was, und ich hab´s verpasst?“

    — Da haben die Parteien vor der Stadtratswahl den Mund sehr voll genommen.
    — Es ist aber nicht einfach, der Zuzug nach Regensburg ist massiv.
    Z.B: Bevölkerungsstand:
    06.2014 ## 155.683 ## plus 1.390
    06.2013 ## 154.293 ## plus 1.668
    06.2012 ## 152.625

    Baufertigstellungen: Neue Wohnungen
    z.B. 2013: 541
    Die Statistikseite der Stadt ist sehr detailliert, siehe:
    http://www.statistik.regensburg.de/menue/informationen_u_zahlen.php

    — Auch „Luxus-Neubauten“ sind Neubauten und erhöhen den Wohnungsbestand.

  • Mathilde Vietze

    |

    Ich freue mich immer, wenn Silvia Gross, die ich persönlich
    kenne und schätze, sich zu Wort meldet. Auch ich stelle im-
    mer wieder fest, das das seriöse Internetportal „regensburg-
    digital“ zu einem Sammelsurium von geistigen Kleingärt-
    nern verkommt. Die immer wiederkehrenden Jammer-
    Tiraden z.B. im Fall „Weißer Ring“ waren unerträglich
    und ich bin Stefan Aigner sehr sehr dankbar, daß er jetzt
    endlich einen Schlußstrich gezogen hat.
    Ich halte kritische und kontroverse Auseinandersetzung auf fairem Niveau für unentbehrlich, weil es sonst Stillstand gibt. Aber nicht jeder, der gerade mal 3 Zeilen fehlerfrei schreiben kann,ist berufen, seinen Schrott ausgerechnet bei RD abzusondern.

  • semmeldieb

    |

    frau vietze, bitte bleibens doch tolerant.

    warum sollten denn geistige kleingärtner ihren senft überall und somit auch als kommentatoren bei rd nicht abgeben dürfen?

    sie finden ihren herrn wolbergs ganz toll, andere finden ihn halt ganz schlimm. die zeit wird’s zeigen. darüber auch in schärferen tönen zu sprechen ist würdig und recht.

    sie müssen ihn nicht be-gluck-schützen. der kommt garantiert selber iwie durch.

    in sachen weisser ring haben sie ja insofern recht, als bei dem artikel eben jemand, dem es schlecht geht, seine stimme erhoben hat und tiefen einblick in ein gehetztes, unglückliches seelenleben gab. das tut weh, zumal

    na, lassen sie die leute doch!

    oder lesen sies halt nicht.

  • Taxifahrer

    |

    Was ich nicht ganz verstehe, ist die Kritik, dass nicht innerhalb von 100 Tagen die gesamte Problematik auf dem Wohnungsmarkt gelöst wurde. Zumal nicht 10.000 Wohnungen versprochen wurden (das war der CSU-Altstadt-Untertunneler), sondern einer Erhöhung der Zuschüsse für den städtischen Wohnungsbau.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Taxifahrer: Endlich mal ein vernünftiger, weil realisti-
    scher Kommentar. Wer sich wirklich informieren will,
    anstatt ins Blaue hinein Unsinn zu schreiben, wird fest-
    stellen, daß im Rathaus durchaus eine bürgernahe Poli-
    tik gemacht wird. Und wer seinen gesunden Hausver-
    stand benutzt, wird einsehen müssen, daß nicht alles
    von heute auf morgen geschehen kann.
    Übrigens: Wenn ich einen Politiker Scheiße finde, dann
    gehe ich in dessen Versammlung und sage es ihm direkt.
    Das ist nämlich nicht verboten.
    Warum also verstecken sich so viele hinter Pseudonymen,
    um ungestraft Dreckkübel ausgießen zu können.
    Haben sie bei der persönlichen Ansprache Angst vor den
    besseren Argumenten ihres Gegenübers?

  • B.s. & W.s.

    |

    1oo Tage Wolbergs waren der härteste Entzug,
    den wir je von CSU hatten, auch digital!
    Zur Substitution: Eine Konsumeinheit „Stadtzeitung“;
    billig und legal.

    Bei uns waren früher fast alle auf CSU…….

  • Götz van Berlichingen

    |

    zu Mathilde Vietze.
    Ich glaube es reicht allmählich mit ihren Ausdrücken aus Fäkalsprache und ihren auf Menschen bezogen Tiernamen.

    Bezüglich unbeliebten Politiker nenn ich mal den ‚Herrn aus Niederbayern‘. Ich habe ihm bereits vor langer Zeit zu verstehen gegeben, dass ich ihn ’net amal net mit nem Steckerl anlanga dad‘.

    Sie können sicher sein der ‚Herr‘ hat sogleich verstanden, da erübrigt sich jeglicher ‚Schwäbische Gruß‘ .

  • Stadtbau: Wo bleibt die Wahlkampf-Knete? | Regensburg Digital

    |

    […] die bereits umgesetzt wurden oder aktuell in Arbeit sind. Vieles deckt sich mit dem, was OB Wolbergs bereits in seiner 100-Tage-Bilanz präsentiert hat und es liest sich auch nach fünf Monaten Regierungszeit nicht […]

Kommentare sind deaktiviert