Der Gutti-Mob macht mobil!

Es ist eine Schweinerei! Nur weil man lügt und betrügt, Nur weil man es dann wochenlang nicht zugeben will, Nur weil man weiter lügt und damit genau das Gegenteil von dem tut, für das man politisch zu stehen behauptet, Nur deshalb muss man heutzutage in Deutschland zurücktreten! Armer, armer Karl Theodor zu Guttenberg! Eine „Medien-Mafia“ („Einzig BILD und Focus behielten Format.“), „Volksverräter“ und „Hetzer“, „Verschwörer“, „Neider“ und „Frustrierte“ haben den Verteidigungsminister zu Fall gebracht. Das und manches mehr kann man lesen bei den diversen Pro-Guttenberg-Gruppen, die sich auf Facebook gegründet haben. Sie tragen Namen wie „Wir wollen Guttenberg zurück“ oder „Die Guttenberg-Verschwörung“. Dort wird etwa die Frage gestellt, ob „Das Messer in den Rücken aus den eigenen Reihen“ gekommen sein könnte. Karl Theodor – von einer Volksverräter-Verschwörung zu Fall gebracht! Karl Theodor – ein Opfer der Neid- und Medien-Gesellschaft! Karl Theodor – im Felde unbesiegt, doch von der eigenen Partei verraten! Aber: Wo so viel Schatten ist, da wächst auch Rettendes heran. „Das ist die dunkelste Stunde in der Geschichte Deutschlands!!!!“ „Alle, die gegen Guttenberg sind, sind gegen das Deutsche Volk!“ „Jetzt wacht Deutschland auf und kämpft …“ Das und dergleichen mehr brüllt der Gutti-Volksmob via Facebook und fordert eine Rückkehr seines Erlösers. In Regensburg soll es deshalb, wie in vielen anderen Städten Deutschlands, Demonstrationen geben. Beim hiesigen Ordnungsamt liegt zwar, so die momentane Auskunft, noch keine Anmeldung vor, aber der Termin (Samstag, 13 Uhr, Domplatz) steht und wird via Facebook, Twitter & Co bereits eifrig verbreitet. Die Frage danach, was der smarte Adlige eigentlich so Großartiges geleistet hat, dass man ihm sein Lügen und Betrügen so ohne weiteres verzeiht, bleibt in den Fan-Gruppen weitgehend unbeantwortet. Stattdessen wird, darauf verwiesen, dass „die“ doch alle lügen und betrügen. Aber keiner macht’s eben so „gutaussehend“, „glaubwürdig“ und „charismatisch“ wie KT. Keiner verstand es so gut, sich mit Ehefrau und abgehalftertem Talkshow-Master vor Kriegskulisse zu inszenieren. Keiner ist so smart, dass er den Bild-Medien, die zu seinen treusten Unterstützern zählen, großzügig Anzeigenaufträge für die Bundeswehrreform zuschustert. Und niemand außer KT hat derart Chuzpe, dass er getötete Soldaten als Vorwand missbraucht, um seinen Hals zu retten und später damit seinen mehr als verspäteten Rücktritt zu begründen.

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Kommentare (44)

  • eivissa

    |

    Ich gehe fest davon aus, dass zu der Demo wesentlich mehr Leute kommen werden, als zu der „Pressefreiheitsdemo“ zugunsten des Autors des obrigen Artikels, bei der sich geschätzte 10 Leute am Domplatz letzte Woche eingefunden haben….
    Was sagt uns das?

  • Tommy

    |

    Lothar oder Kai?
    Ich hätte da noch zwei.
    Gleich grinsend und pomadig…

    Der Loddar, der kann kicken.
    Der Kai? Kampagnen stricken!
    BILD dir deine Meinung…

    Der Theo, was kann der?
    Was liebte er so sehr?
    Genau! Das war das Kriegführ`n…

    Mein Vorschlag also sei:
    Wir nehmen alle drei!
    Mit BILD und KRIEG und KICKEN:
    Die ganze Welt entzücken!

    Und was macht die JU?
    Schenkt`s Freibier noch dazu!

    http://me-blog.musikexpress.de/files/2011/02/Lothar-KTG-Dieckmann.png

    Tommy, 03.03.2011

  • grace

    |

    Trainer Meyer allemal, der hat wenigstens Ahnung vom fussball.
    Schiesser pleite. Na endlich kein Feinripp mit Eingriff mehr.

    Vielleicht wollen die Herrschaften in Deppendorf den unsrigen IHN haben?

  • Indianer

    |

    Der jüngste und beste Matrose an Bord,
    das war der kleine Kalle Theodor.
    Die Mutter, die weinte „Geh bitte nicht fort!“,
    doch ihn rief die See, den Kalle Theodor.

    Wenn der Sturm in den Wanten pfiff,
    dann schrie er laut: „Ahoi, ohe!“
    Hatte kein Heimweh, denn seine Heimat
    war jetzt die graue See.

    Ahoi, Oheeee.

    Er fuhr auf den Meeren der ganzen Welt,
    der kleine Matrose Kalle Theodor.
    Doch dann ist sein Schiff an ’nem Riff zerschellt
    und versank mit dem kleinen Kalle Theodor.

    Süderkreuz und Polarstern,
    die riefen ihm noch nach: „Ahoi, ohe!“.
    Junge, kein Heimweh, denn deine Heimat
    ist jetzt die graue See.

    Ahoi, Oheeeee

    Klabautermann nahm ihn in seinen Arm,
    er ist der beste Freund von Kalle Theodor.
    Die See ist seine Wiege,
    die See hält ihn warm,
    den kleinen Seemann Kalle Theodor.

    Wenn der Sturm in den Wanten pfeift,
    dann sagt er dir: „Ade, Ade!“.
    Hab kein Heimweh, denn deine Heimat
    ist doch die graue See.

    Aaaaade, Aaaaade …

    Kein Witz! Das stammt von Astrid Lindgren!!!

  • eieiei-vissa

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    Mal sehen. Auf jeden Fall wäre es für die KT-Demonstranten einigermaßen peinlich, wenn im Vergleich ein Regensburger Journalist mehr öffentliche Zustimmung erhält als ihr Heilsbringer.

    P.S.: des „obigen“ Artikels. Die „Obrig“keit ist das, was wohl viele in diesem Lande wieder herbeisehnen, aber als verortendes Adjektiv nicht ganz richtig.

  • Nordmann

    |

    Hallo,
    Samstag 13:00 Uhr, da wird sich seinesgleichen Treffen, alle denen es um schummeln, lügen, betrügen geht, zum eigenen Vorteil versteht sich.
    Zum Teufel mit KT, wird aber leider nicht funktionieren, der Blender, Taugenichts ist schneller wieder auf der politischen Bühne als einigen recht ist.
    Dafür werden seine Parteifreunde schon sorgen, da hat das C hristlich S ozial U plötzlich eine Bedeutung, geht es gegen oder für den Bürger, da ist es ganz schnell vorbei mit C hristlich und S ozial, da ist die U nion gegen das Volk wichtig.
    Das einzige was ich KT hoch anrechnen kann, die unsinnige Wehrpflicht ist vom Tisch, das war seit jahrzehnten überfällig, es werden keine Menschen per Zwang zum tö… ausgebildet oder müssen Zivildienst leisten.
    Jetzt sind alles Freiwillige.
    Ein dreifach Hoch auf KT.

  • Pragmatiker

    |

    Angesichts von angeblich 500.000 „Facebuk-Unterstützern“(*) und Demonstrationen (HAR-HAR!) für den Blender KTG fällt mir das hier ein:

    >> NEVER UNDERESTIMATE THE POWER OF STUPID PEOPLE IN LARGE GROUPS <<

    (George Carlin)

    ————-

    (*) keine Ahnung, was das sein soll – ich war noch nie bei diesem Facebuk, wo jetzt alle hinmüssen.

  • Thomas

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    Was ich sehr erstaunlich finde und auch in den Medien so gut wie Verschwiegen wird, ist wie er den Doktor Titel zugesprochen bekam.
    Denn schließlich müssen diese Doktorarbeit einige Wissenschaftler die sich auf diesem Gebiet auskennen und es auch komplett beherrschen. Wieso fiel diesen Leuten sowas nicht auf? Es ist doch ihre Aufgabe so etwas zu überprüfen.

    Persönlich finde ich Guttenberg hat Schuld in dem er etwas kopiert hat, jedoch hat die meiste Schuld immer noch die Universität, welche so eine Doktorarbeit durch gingen lies.
    Deshalb sollten nicht alle auf Guttenberg losgehn und auch mal diese Prüfer ankreiden!

  • H. Müller

    |

    …die Pressefreiheit und der „obrige“ Journalist übrigens, die es auch dir, eivissa, ermöglichen, hier deine Meinung zu veröffentlichen.

  • Tommy

    |

    Sehr gut Indianer, sehr gut….

    Seeräuber Opa Guttenberg
    kotzt bei jedem Sturm ins Meer.
    Mehr als einer Essen kann –
    Teuerhatilitander!

    Auch (fast) von Astrid Lindgren.

    http://copypastecommunism.blogsport.eu/

    Gutti, Loddar, Kai: Macht uns das Frühlingsmärchen! Die Volksmassen stehen bereit.
    Demos anmelden? Papperlapap. Das machen doch nur Linkskrimminelle…

  • Jürgen der Dritte

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    Gerade die Prostestierenden, die nun ihren Minister Guttenberg wieder haben möchte und dafür die Bedeutung des Wertes geistigen Eigentums herabwürdigen, müssen sich fragen lassen, ob sie jemals selbst “geistige Werte” geschaffen haben – denn es ist um so leichter auf etwas zu verzichten, was man gar nicht selber besitzt.

    http://www.wut-macher.de/2011/03/von-gutenberg-und-von-und-zu-guttenberg/

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Guttenberg fällt mir nur e i n Spruch ein „Die dümmsten Hunde beißen sich selbst!“

  • maria

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    Hallo Mathilde,
    natürlich hast du recht, wie immer…

  • Helmut Matias

    |

    KT ist nunmal der Star der Bildleser. Leider wurde er Frau Merkel und Herrn Seehofer zu stark. Meine These: Merkel und Seehofer selbst haben am Stuhl von KT gesägt. Armer KT.
    Zitat aus ZEITONLINE vom 03.03.2011 07:00 […] Sie (Frau Merke)l schimpft gegen die Trittins und die Gysis, von denen man sich nicht erklären lassen müsse, >>was Anstand und Ehrlichkeit in unserer Gesellschaft <<. […]
    Oder Seehofer am 04.03.2011 in RP-Online: […] Schämen und Sargnagel. Hier meint Seehofer Frau Schavan und Herrn Lammert. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Da macht KT Fehler und dann sind andere Schuld? Ich empfehle der CSU und Bayern: Macht aus Bayern ein von D unabhängiges Land und krönt KT zu Bayerischen König. Dann wäre für die CSU wieder alles im Lot. MfG

  • Kurzer Einspruch

    |

    Ich bin froh das er weg ist. Er hat gelogen und betrogen. Und das nicht in einer Mathearbeit… ;) Danke für den Youtube Link. GRANDIOSER MODERATOR!

  • Turnvater Jahn

    |

    Also ich finde dieses Video sehr treffend:

  • Mathilde Vietze

    |

    Ich habe da noch einen Spruch gelesen: Je höher der Affe auf den Baum steigt,
    desto deutlicher sieht man seinen Arsch“.

  • Andreas

    |

    Am Anfang fand ich Guttenberg auch gut, weil er im Opel-Fall konsequent seinen Standpunkt vertrat (den man teilen mochte oder auch nicht) und weil er anschließend die seit einem Jahrzehnt überfällige Abschaffung der Wehrpflicht endlich angepackt hat (auch wenn er da mit der „Aussetzung“ einen faulen Kompromiss eingegangen ist).

    Nun ist herausgekommen, dass er wohl die Sorte Mensch ist, die man an bayerischen Universitäten leider nur zu häufig trifft und die ich früher gerne mal als „RCDS-Lackaffen“ bezeichnet habe: Starker erster Auftritt, besonders überzeugend für ältere Damen, aber bei näherem Hinsehen keine Substanz dahinter.

    Und jetzt, wo sich trotz strafrechtlich relevanter Verfehlungen reaktionäre Medien und nach wie vor geblendete Menschen hinter ihn stellen, betrachte ich ihn sogar als gefährlich. Er ist geradezu prädestiniert dafür, als rechter Populist eine „Berlusconisierung“ der Demokratie in Deutschland zu bewirken.

    Besonders bedenklich stimmt mich, dass er im Rückzug keinerlei Einsicht gezeigt hat. Nicht etwa ein „Ich hab Scheiße gebaut, nun muss ich büßen“ bewog ihn zum Rücktritt, sondern nur dass seine Kräfte zur Abwehr nicht mehr ausreichten. Da gibt es kein Nachdenken über Richtig und Falsch, sondern nur das Kalkül, ob man die berechtigten Angriffe Anderer überstehen kann oder eben nicht. In Verbindung mit der ihn unterstützenden Medienmacht erinnert das stark an Berlusconi.

  • grace

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    Mich würde interessieren, wieviel Plagiatoren denn überhaupt in unseren Räten und Parlamenten sitzen.

    Und weiter: welche Politiker vor der Wahl blumige Versprechungen machen und nach der Wahl als Entscheider von rätselhafter Amnesie befallen werden und das Gegenteil entscheiden von dem was sie versprochen haben.
    Das halte ich für den wirklichen Skandal, weil ich das ethisch zutiefst verdorben finde.
    Aber die können sich ja jetzt wieder für lange Zeit sicher fühlen, weil das mediale Stahlgewitter noch lange Zeit von ihnen ablenken wird. Und bei der nächsten Wahl, da…

  • Bronzebogen

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    Hervorragender Beitrag, vielen Dank dafür!

  • Helmut Matias

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    @grace: Selbstverständlich gibt es überall Lumpen und Abstauber, das ist doch ganz menschlich.

    Aber KT hat nach mehrmaligen (öffentlichen und offiziellen) Befragungen nur unter Zwang falsch und zögerlich seine „Verfehlungen“ nur teilweise zugegeben. Dieses erkennbare untypische Verhalten eines anfänglich von seinen Parteifreunden hochgelobten promovierten Juristen bestätigt doch: Er ist ein miserabler (nur eingebildeter) Jurist und wird von Seehofer schon wieder hochgelobt. Sorry.
    Aber typisch CSU, ich erinnnere -noch höflich- an die Verfehlungen von Wiesheu, Jaumann und anderen CSU-Spezies-Amigos.
    Im Klartext: Müsste ich KT meine Hand geben, ich täte das nur mit Handschuh, den ich dann wegwerfen würde.
    Neueste PR-Meldung: Er siedelt mit seiner Familie nach USA um, hoffentlich, dann kann Merkel und Seehofer ein paar Tage ruhiger schlafen. Was kann er denn dort arbeiten und was kann er denn dort leisten? MfG

  • Kurzer Einspruch

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    „Was kann er denn dort arbeiten und was kann er denn dort leisten?“ … ich hoffe er hält sich als ehemaliger Wirtschaftsminister von den Banken fern…

  • Andreas

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    Sie lenken in bester Bild-Zeitungs-Manier vom Wesentlichen ab. Wenn Sie Vorwürfe gegen andere Paramentarier vorzubringen haben: immer raus damit!

    Und: Warum glauben Sie, dass Guttenberg jemand wäre, der seine Wahlversprechen einhält? Es ist kaum anzunehmen, dass Guttenberg Skrupel hätte, seine Wähler zu bescheißen. Schließlich hat er auch seinen Doktorvater und die Uni Bayreuth beschissen.

    Und er hat nach wie vor keine Einsicht erkennen lassen.

  • Barbara Junghans

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    @ grace
    Zitat aus dem „Sommernachtstraum“ (Shakespeare):

    „Gut gebrüllt, Löwe!“

  • Heribert

    |

    Geiler Link.

    „Diese blinde Gefolgschaft findet sich auch in Massenmedien und Künstlerkreisen wieder, die wie einst der „Völkische Beobachter“ und die UFA-Stars ungeachtet aller Verfehlungen propagandistische Artikel verbreiten und ungebrochene Sympathie bekunden.“

    Das passt wunderbar auf Bild und Co und – leider – auch das Wochenblatt!

  • Helmut Matias

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    Nur, wenn man lügt, betrügt kommt man in der CSU weiter? So ist es, aber nicht mehr lang!!.
    Markus Sackmann, ein ehrlicher SS in der CSU kommt nicht weiter nach oben. Armer Seehofer!
    MfG

  • Student

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    Offenbar wissen Sie sehr wenig über Doktorarbeiten und Prüfverfahren. Gerne möchte ich Ihnen Ihre Frage – die sehr oft gerade auch vom Pro-Guttenberg-Lager ins Feld geführt wird und deren Unwissen offenbart – beantworten: Der Prüfer (und der Zweitgutachter) können selbstverständlich nur den INHALT der Arbeit auf Stimmigkeit prüfen. Das haben sie getan, da gibt’s auch keine allzu schwerwiegenden Einwände. Sie können aber selbstverständlich NICHT sämtliche Artikel der FAZ und sonstiger Zeitungen, sämtliche jemals geschriebenen Bücher (inklusiver der englischsprachigen) daraufhin überprüfen, ob irgendwelche Absätze daraus illegalerweise in die Arbeit übernommen wurden. Andernfalls wären sie zwei Jahre mit nichts anderem beschäftigt, als eine einzige Doktorarbeit zu überprüfen. Ich denke, das ist nachvollziehbar. Auch Fischer-Lescano fand nach längerer Suche gerade einmal ca. 15 plagiierte Stellen in der Arbeit. Erst durch Guttenplag (an dem wohl mehrere hundert „Prüfer“ mitwirkten) konnten in recht kurzer Zeit dann die weit über 200 Plagiate aufgedeckt werden. Ein Professor hat für sowas faktisch nicht die Zeit bzw. nicht das Personal, das dafür erforderlich wäre. Aus diesem Grunde muss ja schließlich auch jeder Doktorand bei der Abgabe eine ehrenwörtliche Erklärung unterzeichnen, dass er genau so etwas eben NICHT getan hat. Wissend, dass ihm der Titel aberkannt wird, wenn er hier eine falsche Angabe macht und das z.B. bei Stichproben auffliegt. So einfach ist das. Die Schuld liegt hier eindeutig zu 99 % bei Guttenberg und bestenfalls zu 1 % bei der Universität. Ich hoffe, das ist jetzt klar.
    Das wäre sonst ja so, als würden sie sagen, ein Falschgeldbetrüger könne ja auch nichts dafür, wenn die Bäuerin am Marktplatz so dämlich ist, seinen falschen 50-Euro-Schein für einen echten zu halten, und sie sei die eigentlich Schuldige, wenn sie da so gutgläubig ist. Aber so verdreht denken offenbar die Guttenberg-Jünger.
    Der Zweitgutachter ist übrigens ehemaliger CSU-Stadtrat gewesen. Ist vielleicht auch ganz interessant zu wissen. Einfach mal unter wikipedia unter „Plagiatsaffäre Guttenberg“ nachlesen, da sind viele interessante Daten zu finden, die den Weg noch nicht so in die Medien gefunden haben.

  • Tommy

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    Dr. der Wehrkunde. Sehr gutti Idee!

    „Höchststrafe für Rufmörder!“

    http://www.youtube.com/watch?v=T5gt5st4n6E

    Am besten finde ich diesen ca. 17jährigen individual Volksmob ab Minute 3.18.
    Die CDU mit ihrem FPÖ-Ableger CSU ist und bleibt einfach Straßenbeherrschend in der Republik (ausser in Kulmbach, da haben sie`s mal wieder verkackt…) ;-)

  • peter sturm

    |

    ich war heute als zaungast auf der plagiatorendemo.
    es waren 9(!) unterstützer auf dem domplatz.
    gegenüber stand herr aumer mit zwei begleitern. wenn wir die dazuzählen waren es also 12.
    die von ihnen angsprochene demo für regensburg-digital hatte nach angaben der polizei 100 teilnehmer.

  • Plagiator

    |

    Wer mag kann ja mal die Dissertationen „Der Einwilligungsvorbehalt
    Voraussetzungen, Wirkungen, Probleme“ und „Scheidung und Scheidungsunterhalt im spanischen Recht“ lesen. (Uni Bib; derzeit entliehen) Viel Vergnügen!

  • Veits M.

    |

    Wir waren Guttenberg. Wir sind Schaidinger.

    Ein erhellender Blick in die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 6. März 2011

    „Guttenberg führte höchstpersönlich die Bewegung derer an, die nicht hinschauen wollten, unterstützt von zahllosen Unionspolitikern, die damit beschäftigt waren, der Öffentlichkeit einzureden, dass Lügen und Betrügen vielleicht nichts Großartiges ist, aber bei großartigen Menschen nicht weiter ins Gewicht fallen. Sie machten sich zu Einpeitschern von Personen, die unübersehbar das Urteil durch den Affekt ersetzten.“ ……….. „Wie wunderbar, dass es Menschen gibt, für die keine Regeln mehr gelten!“ …..

    Quelle: Drei Geschichten, von Volker Zastrow

    Wir waren Guttenberg.

    Un für Regensburg und Bayern gilt:

    Wir sind Schaidinger.
    Was ein Blick in den immerwährenden Sumpf am Donaumarkt noch heute jedermann vor Augen führt, der Augen hat, zu sehen; der die Grundrechnungsarten auch nur leidlich beherrscht; der um die Mutlosigkeit all jener weiß, die vorgeben, den Staat zu vertreten. Vielen mag es wie der Ministerin Schavan gehen – aber (fremd)schämen reicht nicht.

    Wir haben es mit einer Politikerkaste und ihren – feigen – Erfüllungsgehilfen zu tun, die wohl glauben, für sie gelten „keine Regeln mehr“.

    Noch ein Zitat aus dem oben erwähnten Artikel:
    “ Einem Mann, der kurz zuvor einen veritablen Betrug begangen hat, kann man nicht Führungsaufgaben anvertrauen, schon gar nicht an der Spitze des Staates und in der Armee. Jeder weiß das.“

  • domiNO

    |

    @veits
    Es gibt zwischen Guttenberg und Schaidinger einen deutlichen Unterschied. Guttenberg ist jung und ein Ende seiner politischen Taten war nicht absehbar, Schaidinger hingegen wird nicht mehr als OB kandidieren. Gegen Schaidinger anzukämpfen ist also nichts weiter als Schattenkämpfen und kostet die Energie, die benötigt würde, demnächst in Regensburg keinen CSU-OB zu haben. Das ist doch nicht nur mein, sondern auch Ihr Ziel?

  • Veits M.

    |

    Das von @domiNO ausgewiesene Ziel bedingt die Bündelung von Enerige – gewiss.
    Ansonsten: Ob JUNG oder ALT – beider Regelbrüche sind mit Händen greifbar; das (versuchte) Festhalten an diesen Personen besagt nichts anders, als sie über dem Gesetz stehend zu behandeln. Darauf hinzuweisen, auch wiederholt, ist beides: Mahnung und demokratische Verpflichtung.

  • Lothgaßler

    |

    Freund, Feind, Parteifreund, Facebook-Freund. Die Steigerungsform ist gefunden!
    Wer Facebook-Freunde hat, der braucht keine Parteifreunde mehr!
    Jetzt tut mir der Gegelte schon fast leid.

    Das mit Facebook muss man sich schon sehr gut überlegen, denn die „Freunde“ wird man nimma mehr los;-))))

  • wollwirker

    |

    Ihr Artikel tut wohl!
    Die TV Inszenierung des T.v.G. der letzten Jahre hat ein
    Heer von gleichgeschalteten TV-Zombies
    hervorgebracht, die jegliche Erdung bezüglich Anstand, Moral
    Ehrlichkeit verloren hat.
    Nur von Bankberatern oder Bäckermeistern erwartet diese Klientel solche Tugenden….

  • Helmut Matias

    |

    @Stefan Aigner: Herzlichen Dank für deinen Artikel. Mach weiter so!
    Hierzu seriöse Presseinfos, wie ich meine:
    Das Handesblatt wrote am 02.03.2011 unter “Holt das Netz Guttenberg zurück?” Wenn hier von nur ein Teil war ist, verweifelt man.
    Zitat: “Allerdings gibt es Vermutungen […] kosten100.000 Unterstützer 4.999€ […], meint Tobias Huch (Mainzer Medienunternehmer)”. D.h. Es gibt die Möglichkeit sich Pro-Stimmen zu kaufen Siehe: Ende Zitat.
    Oder wörtlich in der ZEITONLINE am 03.03.2011 die Headline „Guttenbergs bester Freund ist ein Erotikunternehmer“ und führt die Huch Mediengruppe auf.

    Das passt genau zu den Meldungen Rhönklinikum soll zeitlichn nahe zur Dissertation von KT 700T€ an die UNI Bayreuth gespendet haben. Bei uns in D ist alles möglich und legal, auch wenn Guttenbergs Vater die Schläge unter Gürtellinie beklagt (MZ 05.03.2011).

    Hierzu passt auch die Meldung vom Hamburger Abendblatt ( 08.03.2011): […] Die Überprüfung von Dissertationen war 2006 noch nicht üblich gewesen und […]mit den verfügbaren technischen Mittel“ kaum möglich“ gewesen.
    Kannte die Uni Bayreuth kannte 2006 noch kein aufgeblasenes Win-Word, die haben vielleicht für den KT noch auf Schiefertafeln geschrieben und geprüft.

    MfG

  • wahon

    |

    Alle näheren Umstände der Guttenberg-Affäre deuten daraufhin, dass es sich um einen seit Jahrzehnten üblichen, d.h. ganz normalen Korruptionsvorgang im Promotionswesen handelt. So könnte es gewesen sein:
    KTzG erwirkt als Aufsichtsrat der Rhön-AG eine 700.000 €-Spende an die Uni Buyreuth, die für die Einrichtung eines Lehrstuhls „Gesundheitsmanagement“ verwendet wird. Im Gegenzug erklären sich zwei renommierte Professoren der Uni Buyreuth (Häberle und Streinz) bereit, die Promotionsabsicht des Spendenvermittlers KTzG tatkräftig zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass KTzG auch ohne große Eigenbeteiligung eine Doktorarbeit vorlegen kann, die äußerlich (Umfang, Bestandteile, Layout) einer echten Doktorarbeit entspricht. Mangels Kenntnis des zeitsparenden Internet-Bibliografierens beauftragen die beiden Professoren und Parteifreunde von KTzG einen hilfswilligen Ghostwriter, der anhand einer gemeinsam erarbeiteten Gliederung nicht nur das umfangreiche Textmaterial aus dem Internet beschaffen, sondern auch das Textkonglomerat so umformulieren und transskribieren soll, dass möglichst wenige wörtliche Zitate auftreten und dadurch der Eindruck einer weitgehend eigenständigen Arbeit entsteht. Der Ghostwriter verändert, um Zeit und Aufwand zu sparen, die kopierten Texte nur wenig und oberflächlich, weil er ja weiß, dass die Arbeit nur von den „Doktorvätern“ gelesen und geprüft wird.
    Das beschriebene Verfahren wird so oder ähnlich vor allem an Hochschulen praktiziert, die Großspenden und Sponsorengelder akquirieren, und schon in den 1970er und 80er Jahren war es in Fachkreisen bekannt, dass der Doktortitel an einigen Hochschulen auch ohne wissenschaftliche Eigenleistung zu erwerben war: Über den „Dr. Inns(bruck)“, „Dr. Würz(burg)“ und „Dr. Salz(burg)“ hat man schon damals gespottet. Jetzt kommt noch ein „Dr. Bay(reuth)“ hinzu, allerdings mit einem technologiebedingten sehr hohen Verfallsrisiko.

  • Helmut Matias

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    Das ist schon ok und menschlich verständlich. Dann soll aber KT sofort den Kauf seines Dr. zugeben und nicht erst mit der „Moral“ und „seiner“ Ethik herumeiern. Oder: Nur reiche Kinder können promoviert werden. Hoffentlich gerate ich nicht einmal an einen Mediziner der seinen Dr. gekauft hat. Nehmen wir einmal an: Ich brauche einen Rechtsanwalt und nehme (das war noch im Januar 2011 möglich) und gerate an (Dr.) KT. Einfach schrecklich wäre dies. MfG

  • Helmut Matias

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    MZ am 10.3.2011:
    „Seehofer schwört CSU auf Leitkultur ein“.

    Seehofer fordert KT wieder für die CSU-Politik an.
    Gilt die bayerische Leitkultur nicht für KT?
    Arme CSU, armer Seehofer!
    MfG

  • Ungläubiger

    |

    Seehofers christliche LEID-Kultur:

    „Er ist einer von uns, möge Guttenberg zurückkehren!“ so mal ganz fröhlich frei gesagt.

    Oje, CSU, „einer von uns“ also einer von allen Betrügern und Plagiatoren.

    „Wann, lieber Gott, bist du eigentlich lieb?“ fragte sich schon Heinrich Böll.

    Geheimnis des Glaubens…..Kreuz, Kreuz, Kreuz!

  • Konrad Fehn

    |

    Es ist immer wieder bemerkenswert, wie schnell so ein Hype verglüht. Durch Libyen und Japan ist zu Guttenberg von einem Tag auf den anderen entschwunden. Man hat noch den Großen Zapfenstreich mit Smoke on the water in Erinnerung, seit dieser Zeit liest und sieht man nichts, weder von Guttenberg selbst noch von seinen angeblich vielen Fans.

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