Holocaustleugnung: Bischof Williamson verurteilt

Wegen Volksverhetzung hat das Amtsgericht Regensburg den Piusbruder Bischof Richard Williamson zu 100 Tagessätzen á 100 Euro verurteilt. Zudem muss Williamson die Kosten des Verfahrens tragen. Damit blieb das Gericht nur unwesentlich unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die 120 Tagessätze gefordert hatte. Williamson hatte in einem Interview mit einem schwedischen Journalistenteam unter anderem die Existenz von Gaskammern geleugnet. Die Staatsanwaltschaft Regensburg hatte deshalb einen Strafbefehl erlassen, gegen den Williamson Widerspruch einlegte. Diesen Widerspruch schmetterte das Gericht heute ab. Mehr zum Prozess und zur illustren Rechtsaußen-Gästeschar lesen Sie morgen.

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Kommentare (5)

  • Veronika

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    Vielleicht verstehe ich das deutsche Rechtssystem mittlerweile zu wenig, aber mit einer Geldstrafe bringt man solche Leute in einer hervorgehobenen Position und vor allem mit weitreichendem Einfluss auf bestimmte Bevölkerungskreise nicht dazu, die Wahrheit zu sprechen.
    Bedauerlich finde ich vor allem, dass sich Überlebende des, und Nachkommen der Holocaust-Opfer nunmehr wohl nur noch über ein solch mildes Urteil wundern müssen.

  • grace

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    Die Frage ist doch, wie die das Amtsgericht Regensburg die Strafe in Grossbritannien eintreiben will.

  • Veronika

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    Ich würde mich da an den Arbeitgeber in Zaitzkofen halten. Da sind die 10.000.– Euro sicher (schnell) verfügbar. Mit der Röm.-Kath. Kirche haben diese Leute ja Gott sei Dank offiziell noch nichts zu tun.

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