In eigener Sache: Vor der Entscheidung im Rechtsstreit Diözese Regensburg ./. regensburg-digital.de

Am 25. Februar heutigen 11. März, 12 Uhr, verkündet das Landgericht Hamburg seine Entscheidung im Rechtsstreit der Diözese Regensburg gegen regensburg-digital.de. Aus diesem Anlass veröffentlichen wir heute einen Text des Webevangelisten Luis Pistor, der den Sachverhalt intensiv beleuchtet. Leider müssen wir aufgrund der derzeit gültigen Einstweiligen Verfügung die strittigen Passagen zensieren.

Bild Dir Deine Meinung – so lange Du noch darfst!

von Webevangelist Luis Pistor Am 25. Februar tagt in Hamburg die Heilige Inquisition. An diesem Tag entscheidet das dortige Landgericht darüber, ob der Journalist Stefan Aigner weiter seine Meinung zu einer Schweigevereinbarung, Geldzahlungen und einem eventuell bestehendem (von der Diözese mit gerichtlicher Hilfe bestrittenem) Zusammenhang äußern darf. Derzeit ist Aigner seine Meinung per Einstweiliger Verfügung des Landgerichts Hamburg verboten – bei einer Strafandrohung von 250.000 Euro. Dank der breiten Solidarität im Netz wehrte er sich aber dagegen und steht mit der Diözese derzeit vor Gericht. Zeit, bekannte und unbestrittene Fakten auf den Tisch zu legen. Schließlich soll sich jeder seine eigene Meinung bilden können. Und Gott bewahre mich davor, hier einen falschen Eindruck zu erwecken. Ich habe keine 250.000 Euro.

Wie kam es zu der Einstweiligen Verfügung gegen Aigner?

Am 7. März veröffentlichte er im Online-Magazin regensburg-digital.de unter dem Titel „Aufklärung auf katholisch“ einen Kommentar. Der Tenor: Es ist grotesk, wenn die katholische Kirche – insbesondere in Regensburg – ankündigt, Missbrauchsfälle aufzuklären, die bei der katholischen Kirche stattgefunden haben. Es ist grotesk, wenn sie nun um das Vertrauen der Opfer bittet. Es ist grotesk, dieser Kirche Glauben zu schenken. Für diese, seine Meinung führt Aigner mehrere Beispiele an, unter anderem schreibt er:

Diese Aussage ist uns derzeit durch eine Einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg untersagt.

Diese Passage verlinkt Aigner komplett auf einen juristisch nie angegriffenen Spiegel-Artikel aus dem Jahr 2007 mit der Überschrift „Schweigen gegen Geld“. Ende März erhält Aigner von der Diözese Regensburg die Aufforderung, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen. Folgende Formulierung sei unrichtig:

Diese Aussage ist uns derzeit durch eine Einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg untersagt.

Gegen den Spiegel habe man wegen einer ähnlichen Formulierung (in einem Artikel aus dem Jahr 2010 wohlgemerkt) schon ein Einstweilige Verfügung erwirkt, so die Rechtsanwälte der Diözese. Aigner unterschreibt nicht. Er erklärt sich aber rechtsverbindlich bereit, die Formulierung

Diese Aussage ist uns derzeit durch eine Einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg untersagt.

bis zum Ende des Rechtsstreits der Diözese mit dem Spiegel nicht mehr zu wiederholen. Stattdessen schreibt er:

Diese Aussage ist uns derzeit durch eine Einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg untersagt.

Von der Diözese kommt keine Antwort. Stattdessen folgt kurz darauf eine Einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg, die Aigner bei Strafandrohung von bis zu 250.000 Euro beide Formulierungen verbietet. Aigner dürfe nicht den Eindruck erwecken, dass

Diese Aussage ist uns derzeit durch eine Einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg untersagt.

Kommen wir zu dem „in Rede stehenden Vorfall“. Anders ausgedrückt, den sexuellen Missbrauch eines elfjährigen Jungen im niederbayerischen Viechtach durch den Kaplan Peter K. im Jahr 1999. Die Eltern erfuhren davon und wandten sich an die Diözese. Sie hatten seinerzeit Angst, dass ihr Sohn in dem erzkatholischen Örtchen öffentlich an den Pranger gestellt werden könnte. Nach monatelangen Verhandlungen trafen Diözese und Kaplan auf der einen und die Eltern des missbrauchten Jungen auf der anderen Seite eine Vereinbarung mit folgenden wesentlichen Punkten: 1. Es wurde beiderseitiges Stillschweigen vereinbart, „auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern und im wohlverstandenem Interesse der Kinder“. 2. Es wurde die Zahlung eines Schmerzensgeldes von 6.500 Mark vereinbart. 3. Die Diözese sagte zu, sämtliche „medizinisch indizierten“ Therapiekosten für den elfjährigen Jungen und seine beiden Geschwister, die den Missbrauch mitbekommen hatten, zu übernehmen. Wenig später zeigte ein Mitglied aus der Therapiegruppe des Vaters den Priester an. Die Familie erhielt daraufhin ein Schreiben der Diözese, in dem es unter anderem heißt:

„Inzwischen läuft ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Deggendorf gegen Herrn K[…]; deshalb waren wir etwas überrascht, dass die Vereinbarung bei uns eingegangen ist, kurz nachdem sich die Staatsanwaltschaft gemeldet hat. Man sollte zunächst das Ergebnis der Ermittelungen und eines möglicherweise folgenden gerichtlichen Verfahrens abwarten, bis weitere Leistungen erbracht werden. Die Vereinbarung haben wir auf Aufforderung der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt. Wir hoffen, dass die Angelegenheit für beide Seiten zu einem erträglichen Ergebnis führt, Wir bedanken uns für Ihre Bemühungen und verbleiben […]“

Das Ergebnis der Ermittlungen: Der Priester wurde per Strafbefehl zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Der sexuelle Missbrauch wurde ansonsten nicht öffentlich. Die Diözese bezahlte Therapiekosten. 2007 erfuhr die Familie des missbrauchten Jungen, dass Peter K. bereits seit über fünf Jahren in der Gemeinde Riekofen arbeitet. Dort wusste niemand etwas von seiner kriminellen Vergangenheit. Die Familie ging an die Öffentlichkeit. Zeitgleich flog auf, dass Peter K. auch in Riekofen mindestens einen Ministranten über Jahre sexuell missbraucht hatte. Er wurde dafür zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Bei der Familie aus Viechtach brachen die Ereignisse aus dem Jahr 1999 wieder auf. Sie beantragte bei der Diözese erneut Therapien. Über einen Rechtsanwalt lehnte die Diözese die Übernahme von Therapiekosten für die Mutter, die Geschwister und den 1999 missbrauchten Jungen ab. In dem Schreiben heißt es unter anderem: Die Zahlungen in der Vergangenheit „basierten auf dem wohlwollenden Entgegenkommen des Ordinariats.“ Der Vorwurf, dass es sich bei den Zahlungen um

Dieser Begriff ist uns derzeit durch die Einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg untersagt.

handle sei „unredlich“. Die nun beantragten Therapien seien entweder von der Vereinbarung nicht gedeckt oder medizinisch nicht notwendig. Auch das vereinbarte Schweigen wird in dem Anwaltsschreiben erwähnt. Natürlich, ohne einen Zusammenhang mit den abgelehnten Zahlungen herzustellen. Die Familie ist bislang auf Kosten von mindestens 1.000 Euro sitzengeblieben. Wie bei der ersten Verhandlung gegen Aigner zu erfahren war, bestreitet die Diözese, jemals die Zahlung irgendwelcher Therapiekosten verweigert zu haben. Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk hat die Mutter des missbrauchten Jungen kürzlich angegeben, sie empfinde die Zahlungen der Diözese Regensburg im nachhinein als

Diese Formulierung ist uns derzeit durch die Einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg untersagt.

Erweckt damit die Formulierung, die Aigner derzeit verboten wird, einen falschen Eindruck?

Noch einmal zum Mitlesen:

Diese Aussage ist uns derzeit durch eine Einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg untersagt.

Bild Dir Deine Meinung, so lange Du noch darfst… Epilog: Der Spiegel hat sein Verfahren gegen die Diözese Regensburg in erster Instanz verloren und diskutiert noch darüber, ob er in die zweite Instanz gehen will. Aigner hat für den Fall einer Niederlage vor Gericht bereits Berufung angekündigt.

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Kommentare (32)

  • Roger Burk

    |

    Wie wäre es denn, wenn der Mainstream anstatt des „Plagiatiors“ Guttenberg das zum Hauptthema erheben würde?
    Wichtig genug wäre dieser Skandal.
    Hier bewahrheitet sich mal wieder der Spruch: „Nach vorne beten – nach hinten treten“

  • wastl

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    In diesem Zusammenhang sei nochmals auf die Demonstration für Meinungs- und Pressefreiheit und für regensburg-digital.de die vom BfG organisiert wird verwiesen!

    Genauere Details findet ihr im Flugblatt des bfg Regensburg, auf das hier nicht verwiesen werden darf. Einfach googlen.

    Diese Demo wird ist Stefan Aigner bekannt und wird von ihm auch unterstützt.

    Gruss
    Wastl

  • Dr. Rauskucker

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    @ Roger Burk:

    Keine Sorge, das wird sich ergeben, sobald es herauskommt, daß der Lügenbaron Mitglied in einer römisch-katholischen Sekte ist.

  • Veronika

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    Es ist sehr zu bedauern, dass die Diözese Regensburg als Teil der Röm.-Kath. Weltkirche noch immer nicht auf die Idee gekommen ist, auf die Menschen zuzugehen, statt deren Recht über die profane Gerichtsbarkeit einfordern zu wollen.
    Schlimm genug ist es, dass bei einem Peter K., wie auch bei einem Franz K., wie auch bei anderen Fällen scheinbar niemand auf die Idee gekommen war, näher hinzusehen.
    Man kann eigentlich nur darauf aufmerksam machen, dass einige Personen in der Röm.-Kath. Kirche derzeit immer noch schweigen müssen, weil es deren Amt so erfordert. Ich weiss nicht, ob dieses Schweigen bei weiterer „Sturrköpfigkeit“ der Diözese Regensburg so andauern wird. Bei der Präfektur der Glaubenskongregation liegen seit Jahren Dinge, die wohl sehr bald an die Öffentlichkeit müssen, um hier einen bestimmten „Gleichklang“ erzeugen zu können.

  • Mathilde Vietze

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    Zu mir sagte einmal ein reaktionärer Scharfmacher „Ich bin so froh, daß es in der katholischen Kirche keine Demokratie
    gibt.“ Daraufhin erwiderte ich ihm „ja, damit man diejenigen, die die Sauereien aufdecken, leichter als Kirchenfeinde
    diffamieren kann, worauf er wie eine beleidigte Leberwurst reagierte.

  • Roger Burk

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    @Dr. Rausgucker: Ist er doch eigentlich schon. Wenn der mal nicht das römisch-katholische „Parteibuch“ hat… ;-))

  • AnnaF

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    Es besteht zwar wenig Hoffnung, dass das Gericht sich für die Meinungsfreiheit entscheidet, aber vielleicht werden die RichterInnen ja doch noch erleuchtet.
    Jedenfalls dürfte dieses Vorgehen weiteren Noch-Mitgliedern dieses Vereins (und einen anderen Status haben die Kirchen bald nimmer, knapp 50 % sind noch religiös organisiert) deutlich machen, dass diese Institution noch immer nicht in der Neuzeit angekommen ist, siehe auch Zölibat, Frauen als Priester. Sollen sie doch weiterhin ihre alte Linie fahren, dann müssen sie aber auch bald wieder zum Schwert greifen, um Missionserfolge zu erzielen.
    Stefan Aigner und Rgbg Dig alles Gute, kommt zur Demo!

  • Thomas Bauernfeind

    |

    Brecht die mach der Kirchen.
    Ich weiß nicht, ob du Stefan,den Prozess Gewinnen wirst. Ich wünscht es dir… Kämpfe weiter so und last dich nicht Untergriechen Werde dich, auch weiter helfen. Komme auch zur der Demo am Freitag den 25.2.2011 um 14 Uhr. Wir müssen endlich die mach der Kirchen brechen. Das wird sehr schwierig sein.Weil die beiden Unternehmer – Kirche (Katholisch wie Evangelisch) sehr viel Subventionen von Staat bekommen..Das gehört endlich mal abgeschafft. Damit den beiden, die Macht gebrochen wird
    http://www.stop-kirchensubventionen.de/
    Normalerweise ist der Statt und Kirche getrennt.
    Servus
    Bauernfeind

  • W.Müller

    |

    Verehrte Kommentatoren
    Nach dem Lesen der Kommentare ist Ihnen sicher Allen klar geworden, wohin der Zug der Diözese Regensburg mit ihrem Anführer Bischof L. Müller fährt. In ganz Deutschland hat er bereits traurige Berühmtheit erlangt als Nachfolger des Haudraufbischof Mixa, den er ja bis zu Letzt massiv verteidigt hat.
    (Darum konnte er auch nicht Kardinal werden)Gerade die Tatsachen, die die katholische Kirche massiv unterdrücken will, gelangen um so besser in aller Munde. Bischof Müller hat nicht begriffen, dass es heute das Internet gibt und Meinungen nicht mehr so problemlos unterdrückt werden können wie früher. Da musste noch der berühmteste bayerische Dichter Ludwig Thoma ins Gefängnis wegen seinen unbequemen Kritiken. Selbst gegen den ehemaligen Ministranten und heutigen Kabarettisten Jonas aus Passau wurde der Staatsanwalt eingeschaltet (Verfahren eingestellt), als er nachfragte wie es mit der Jungfrauenschaft des Maria war, da sie schon mehrere Kinder hatte vor der Geburt von Jesus. ( Vater war höchstwahrscheinlich der römische Legionär Namens Panthera)
    Treten sie aus seiner katholischen Bischofs AG aus, es ist die einzige Möglichkeit des Protestes gegen die undemokratischen Maßnahmen des Bischofs Müller, Kritiker durch hohe Zahlungsandrohungen mundtot zu machen. Über die unzähligen Proteste lacht er höchstens und die christliche Karavane zieht weiter und er kassiert weiterhin pünktlich mindestens 10.000€ + Zusätze monatlich vom Steuerzahler inclusiv der Ungläubigen, deren Herde durch seine undemokratischen Maßnahmen ständig wächst und bereits größer ist als die Katholische. Lassen sie sich keine Angst mehr vor Fegefeuer und Hölle machen, es gibt sie garantiert nicht. Im Mittelalter konnte die Kirche noch ein riesiges Geschäft machen:
    “wenn das Gold im Beutel klingt, die Seele aus dem Feuer springt Ha-Ha. Schon Martin Luther hat diesen Unsinn angeprangert.
    Kinderficker bleiben Schweine auch wenn sie eine Soutane tragen

    W.Müller

  • Bronzebogen

    |

    Dieser Beitrag hat Applaus verdient, Herr Müller.

  • Rosa

    |

    Auszug aus einem Gedicht zu diesem Thema (in Erinnerung an Falco):

    Drah di net um, um, um
    Schau, schau
    Der Kommissar geht um um um
    Alles klar, Herr Kommissar!?
    Noch kein reiner Wein?
    Nein?
    Im Nebel lieget noch die Welt
    Noch träumen alle
    Doch siehe wenn der Schleier fällt
    Ist VIELLEICHT Halligalle

    XY

    Drah di net um, um, um
    Schau, schau
    Der Kommissar geht um, um, um
    Au, au

    Schattenkinder
    Farbig grün und blau geschlagen
    In das bunte Leben diese
    mühseligen Plagen
    ffffffffffffffff
    Punkt
    Betrogen belogen
    Geschwärzt

    Wer will was sagen?
    Fragen, verraten…?
    Verräter, Nestbeschmutzer!
    ffffffffffff
    Geschwärzt

    Autorität automatisch praktisch
    Quadratisch taktisch normiert
    Menschen zu Maschinen
    schlagen
    ffffffffffff
    Verrat
    Verräter:

    Der Priester im Heim:
    Mit Auto Rigidität tät tatkräftig
    Schlagkräftig… durchsetzungsfähig tätig
    Täter a tät
    Äh

    Prügelnde Nonnen sonnen sich
    Unschuldig im geweihten Kerzenlicht

    Lebenslügen

    Lügen
    trügen
    Betrügen
    Lug
    Selbstbetrug
    Im Heiligem Schein

    und nun: der „Verräter“ wäre der Täter

    Vergeben, vergeben
    Wir beichten irgendwann, irgendwie und sowieso
    Unsere Leichen
    Im Keller
    Esst
    Alles vom Teller
    Und vergeben euch und uns…
    und
    wir sühnen
    im Dunkeln
    im Kerzenschein
    aber
    nicht
    im
    Tageslicht
    Vergeben, vergeben

    Böser Verräter Täter

    Oh Herr segne uns
    Und lass die Leichen weichen
    Und zum Troste gibt es morgen
    (Schniefi die Schneufi die Nase geputzt)
    Einen Orden
    Es bleibt ja unter uns
    Und bald verjährt

    Wir leben,
    uns geht’s gut,
    wir haben keine Sorgen
    heute nicht und morgen
    diese Bösewichte
    Märchengedichte

    Wissen – Gewissen
    Suchen – suchen – suchen
    Bei uns?
    Bei uns doch nicht!
    Wollt ihr uns morden?
    Den guten Ruf?
    Rufmord!
    Ehrenwort!

    Geh Wissen!
    Geh!

    Eh
    Öh

    Wir sind Nonnen und sind Priester
    Behängt mit Orden

    Orden, ordentlich wir
    Verdiente Menschen, verdiente Menschen,
    den Menschen dienend
    Seht nicht dahinter
    Kalter gefrorener Winter

    Lebt alle, alle weiter heiter in Frieden
    Sonnenschein
    heiligen Schein
    Schein Schein Heiliger Schein Schein Heiliger Schein

    Image
    Unser Erscheinen
    Polieren am Glanz
    Heilige Allianz
    Engelstanz

    Imagine all the people
    If they all would know

    oh

    Leaker leak whistle blower
    Kummt a krouher

    (….)

    Was niemand weiß
    Macht niemand heiß
    Wolken von Staub
    Der Flüchtigen
    Flucht vor den Gewissensbissen
    Schlaf Schaf im Ruhekissen

    Vor Bild lich
    Ich
    Im Spiegel
    Bischöflich
    Höflich
    Ich
    Schäfchen
    Geschwärzt
    Siegel

    Schuf
    Bischof
    Schaf
    Geschwärztes Geschwätz? Geschwätz!
    Verleumdung
    Hetz
    Schweige!
    Heide!

    Auf diesem Fels?
    Jesus!
    Auf diesem Fels?
    Der Intrige
    Der Lüge
    bauen?
    Vertrauen??!
    Stürm den Tempel
    Wisch
    Vom
    Tisch
    Wischi waschi wisch mit Schwammi

    Wie einst

    Die Lügen
    Wischi waschi wisch mit Schwammi
    Den Fels,
    Der löchrigen Käse gleichet
    Durch den jedweder Esel leicht entweichet
    Aber die Wahrheit, die Wahrheit aber nicht.
    Ich bin das Licht
    –sag es ihnen doch irgendwann noch-
    Ich bin das Licht
    Ihr nicht.

    Irrlicht, Irrlichter
    Die Burg
    schutzlos
    Im Regen steht

    (…)
    Offenheit?
    Hoffnung?
    Dialog?
    Lügen – logen,
    – haben gelogen
    Geht es munter und heiter schamlos so weiter?

    Rosa

  • Veronika

    |

    Liebe W.Müller:

    Bitte nicht böse sein, aber bitte nicht so „gehässig“. Man kann solchen Geistlichen nur dann gerecht werden, wenn man direkt bei der Sache bleibt, und sich „nicht runterziehen“ lässt. Dies bitte auch im Hinblick auf „R-Digital.de“ beachten, denn wir wollen ja nicht, dass sich das BOR dazu herablässt, „R-Digital.de“ deswegen disqualifizieren zu wollen.
    Übrigens: Niemand bereit unter http://www.wikia.com ähnlich dem „GuttenPlag“ kostenlos eine Info-Plattform anzumelden? DA könnte man dann alle Missbrauchsfälle der KKD listen, die Personen beim Namen nennen, und den jeweiligen Deutschen Bischof (Kath.net lässt in Bezug auf die Anti-Rom-Initiative grüssen!) nennen.

  • Veronika

    |

    Ich finde es schade, dass es jetzt so weit kommen musste, aber mit den Leuten reden, scheint meiner Kirche nicht so dienlich zu sein, als mit Politikern Kaffee zu trinken. So sei es denn, was noch alles kommen wird und muss, um diese Kirche zu reinigen:

    Strafanzeige gegen den Papst mit Datum vom 14.02.2011
    http://netzwerkb.org/

  • Rainer Hirthammer

    |

    Die RegensburgerInnen können, wenn sie wollen:
    „In Regensburg hatten sich am Abend des 21. Februar 1951 mehrere tausend Menschen auf dem Rathausplatz versammelt. (…)
    Das liberale Bürgertum wehrte sich gegen die Absetzung der ‚Sünderin‘ (…) Vor dem bischöflichen Palais äußerten Demonstranten massive Beschimpfungen gegen die Geistlichkeit, außerdem beschädigten sie das Gebäude. (…)
    Die schärfsten Worte fand der Regensburger Erzbischof Michael Buchberger. Er sprach von einem ‚Vorgeschmack auf einen bolschewistischen Angriff, der die christliche Grundordnung zerstören‘ wolle. Seine Äußerungen zeigen, so Kuchler, dass man im katholischen Milieu das Ringen nicht nur als eine Konfrontation um einen Film ansah. Gerade im Bistum Regensburg war man erschüttert, welch hohe Mobilisierungskraft die antiklerikalen Kräfte entfalteten.“
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/die-suenderin-in-regensburg-der-filmkrieg-1.1062499

  • Veronika

    |

    Danke, Herr Hirthammer!
    Hoffen wir einmal, dass die RegensburgerInnen auch in der aktuellen Sache „können“, damit Regensburg lebenswert bleibt!
    Übrigens: Kaum hatte ich bei kath.net gepostet, dass eine Strafanzeige gegen den Papst läuft (Oh, wie peinlich muss es ein!), hat kath.net jetzt komplett auf kommentarlos umgestellt. Schön, dass wir jetzt scheinbar „katholistisch“ werden.

  • Rosa

    |

    Spiegel, Spiegel an der Wand

    Beschreibung des Beicht-Spiegels (intern):

    Hintergrundlegierung:
    1. Schuld
    2. Schuld
    3. Eure große übergroße Schuld
    4. unsere moralische Integrität
    5. Schuld
    6. Schuld

    Historischer Urgrund:
    1. Schau dich an du Sünder
    2. schäme dich und bereue
    3. und zahle für deine Sünden, zahl zumindest Steuern
    4. damit du in den Himmel kommest
    5. (und wir hier auf Erden zu Geld kommen, um unseren Betrieb zu erhalten, die Peterskirche zu Rom bereits steht – doch heißt es dies alles zu verwalten)

    Anwendung des Spiegels:
    Wichtig:
    1. Den Spiegel anderen vorhalten

    Auch wichtig:
    2. aber ja nicht umdrehen!

    Weiter ist noch wichtig (für Mitglieder):
    1. Beichte und Reue helfen aus der Schuldenfalle
    2. im Beichtstuhl
    3. Der Stuhlgang reicht aus, nichts dringt raus
    4. Geld bleibt im Haus

    Wichtig noch:
    1. Die Nonnen und Priester finden Vergebung
    2. und werden versetzt
    3. um sie zu schützen
    4. um uns zu nützen

    Rosa

  • Franz Josef Avestruz

    |

    Michel Foucault hat Kritik einmal als die Kunst bezeichnet nicht „dermaßen regiert zu werden“.
    Regensburg Digital kritisiert in diesem Sinne mit viel Bravour, denn die herkömmliche Berichterstattung und die Interessen der Mächtigen (oder besser Machthaber) gehen eindeutig zu Lasten derjenigen, die sich intellektuell nicht unterdrücken lassen und weiter bilden wollen.
    In diesem Sinne sei der Redaktion ein Urteil zu wünschen, das sich in den Kategorien Journalistischer Anspruch, Pressefreiheit und Meinungsfreiheit bewegt und Richter, die diese Kategorien über Establishment, schnöde Interessen und Rechthaberei stellen.
    Alles Gute, aber trotzdem auch: viel Glück!

  • W.Müller

    |

    Verehrte Rosa
    In dieser Angelegenheit haben sich eine große Anzahl von Leuten engagiert um Regensburg Digital zu unterstützen, damit auch weiterhin die eindeutig nachgewiesenen Schweinereien der Diener Gottes aus der Diözese Regensburg unter Führung des verantwortlichen Bischofs L. Müller, an das Licht der Öffentlichkeit kommen und nicht wie seit Jahrhunderten weiterhin unterdrückt werden können.
    Mit Nazivergleichen, angeblichen Missbrauch der Pressefreiheit und Abmahnkeule versucht man das Mittelalter ( mit Index von verbotenen Schriften, Regensburg-Digital wäre auch auf dem Index ) zurück zu holen. (die Piusbrüder helfen mit )
    Einen Auszug aus einer Erklärung von Betroffenen, der an Deutlichkeit nicht zu übertreffen ist, füge ich an:

    „Bis zu 25 Prozent der Bevölkerung sind unmittelbar betroffen von sexualisierter Gewalt.
    Jedes dritte Mädchen und siebter Junge wird sexuell misshandelt.
    Zu viele der misshandelten Opfer begehen Suizid, weil sie diese Realität, die ihr ganzes Leben bestimmte und ihre Seele zerstörte, nicht mehr ertragen
    Sexualisierte Gewalt ist nicht nur ein abstrakter Begriff, sondern heißt übersetzt: extreme Gewalt, Perversität, Demütigung, schwerste Verletzungen und Seelenmord.

    Leider benutzen sie Frau Rosa dieses Forum für ihre krusen poetischen Anwandlungen und werten es damit weitgehend ab. Versuchen sie es doch mal in der Bütt.
    Verehrte Regensburg-Digital, bitte veröffentlichen sie doch nicht jeden Erguss frustrierter Hausfrauen.
    Unser Motto:Keine Gnade für Kinderficker

    vielen Dank
    W.Müller

  • Trollfresser

    |

    Ein paar Gedanken zum aktuellen Vorgehen der kath. Kirche:

    Warum erwirkt man eine Verfügung vor dem Landgericht Hamburg?

    Wieso kommuniziert man die eigene Sicht der Dinge nicht?

    Welche Aussenwirkung durch dieses Vorgehen erwartet man gerade auf junge Gläubige, welche ja besonders netzaffin sind?

    Wie wird in diesem Zusammenhang die christliche Nächstenliebe und Vergebung bewertet?

    Ist der katholischen Kirche in Regensburg der Streisand Effekt bekannt?

    Ich bezweifle zwar, dass sich hier ein Vertreter der Kirche einfindet aber vielleicht können wir ja gemeinsam diese Fragen klären, was denken meine Mitkommentatoren? Ich sehe hier jedenfalls viele Widersprüche und gerade der letzte Punkt führt das Vorgehen der kath. Kirche ad absurdum.

    So habe ich, bis zur Abmahnung, Regensburg-Digital.de keine Beachtung geschenkt.
    Nun lese ich regelmäßig und bekomme das dringende Bedürfnis aus dieser Kirche auszutreten, da ich einen starken Widerspruch zwischen dem tatsächlichen Handeln der Kirche und deren erklärten Zielen sehe.

    Und natürlich, die Kirche kann diesen Weg weiterhin beschreiten und sicherlich, sie wird auch in Zukunft Gläubige haben. Die Frage ist nur: wieviele?

    Und da die lateinische Liturgie wieder so im Kommen ist (Welchen Grund gibt es hierfür?):
    Iniqua numquam regna perpetuo manent

    Noch ein letzter Satz zum deutschen Recht: es ist schon erstaunlich, wie schnell man Kritiker mundtot machen kann. Man sucht sich ein passendes Gericht und setzt den Streitwert schön hoch an. Natürlich, in den höheren Instanzen siegt oft die Meinungsfreiheit aber das kostet Geld…

  • kirchen-was ist das??

    |

    weiter so herr eigner,treten sie diesen vermaledeiten kinderschändern in die weichteile,verbal versteht sich.

    es wäre den kirchenfürsten wohl ganz recht,noch ein paar hundert jahre früher dran zu sein,dann würden sie herr aigner auf dem scheiterhaufen landen.

    im 21.jahrhundert zieht man halt gegen die freie meinungsäusserung der presse vor gericht.
    lassen sie sich nicht unter kriegen,auch wenn die reiche kirche sie mit zwangsgeld zum schweigen bringen will,die bekommen ihre quittung mit den austritten.

  • Veronika

    |

    KEINE SORGE! Man sieht ja, dass es auch etwas „langwieriger“ geht. Übrigens hat die Deutsche Bischofskonferenz um diesen neuen „Verkündungstermin“ deren nächste Generalversammlung.
    Ich bin mir sicher mit Gottes Hilfe und ein klein wenig Nachhilfe in Sachen „Nächstenliebe“ (welche durchaus auch einmal aus dem Vatikan kommen könnte) wird es schon werden.

    Unter http://www.petitionen.com könnt Ihr an einer von mir erstellten Petition mitmachen, die die höchsten Würdenträger der Röm.-Kath. Kirche in Deutschland zu einer Stellungnahme in Sachen „Diözees R. ./. R-Digital“ auffordern soll.

  • Martin Mitchell

    |

    .
    Mal etwas zu einem anderen Rechtsstreit als den in Hamburg: Strafanzeige gegen deutschen Staatsbürger Dr. Joseph Ratzinger.

    Strafanzeige gegen deutschen Papst — Strafanzeige gegen Dr. Joseph Ratzinger

    Strafanzeige gegen oberstes Oberhaupt der Katholischen Kirche eingereicht beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag am 14.02.2011

    Formal criminal complaint lodged against Joseph Ratzinger / Pope Benedict XVI in The Hague on 14.02.2011

    Der Blogbetreiber hier kann ja auch einen eigens DAFÜR eingerichteten Diskussionsfaden / Thread aufmachen, wenn er möchte.

    Ich möchte Euch alle – die werte Leserschaft – in diesem Zusammenhang auch unbedingt auf meinen gestrigen Blogbeitrag @ http://heimkinderopfer2.blogspot.com/2011/02/die-klage-im-internationalen.html hinweisen: »Die Klage im Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gegen Benedikt. Es ist nichts zu diesem Thema in den deutschsprachigen Medien zu finden.« ( Man muß diesen gesamten Blogbeitrag genau durchlesen um zu verstehen was da wirklich abgeht ! )

    _________________________________________

    „Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf ‚Landesverrat‘ genannt wird.“ ( Erich Kästner )

  • Rosa

    |

    Sehr geehrter W. Müller,
    danke für die Kritik. Hausfrau ist kein schlechter Beruf, aber ich bin voll berufstätig und Hausfrau. Mein erster „Erguss“ ist nicht aus der Luft gegriffen und es ist nicht einfach.
    Mit freundlichem Gruß

  • W.Müller

    |

    Verehrte Rosa
    Hat ihr Mann schon von ihren Ergüssen die Nase voll und das Weite gesucht.
    Darum, Schuster bleib bei Deinen Leisten.

    freundlichst
    W.Müller

  • Michae K.F. Frank

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    Sehr geehrte Damen und Herren,

    das Gericht hat Herrn Aigner doch aufgefordert seine Behauptung zu beweisen, das konnte er nicht.
    Man muß bei der Preßefreiheit schon bei der Wahrheit bleiben. Nicht einfach eigene Wahrheiten erfinden und denken, nur weil ich es oft genug behaupte wird es wahr.
    Wenn sie denn Pädophielen auf die Füße treten wollen gehen sie doch mal in die Familien, es sind immerhin fast 80 % aller Täter Verwandte!
    Ihren Haß auf die Kirche kann ich nur durch persönliche Entäuschung verstehen, sonst wäre dieser recht irrational.
    Und das Hamburger Gericht mit der Heiligen Inquisation gleich zu setzten halte ich für falsch! Das Amtsgericht ist nicht heilig sondern von dieser Welt und damit nur an Fakten Interresiert und lässt sich leider nicht durch Plumpe Polemik beeinflußen.

    Gott mit Ihnen,

    Michael K.F. Frank
    P.s.: Leute die mit Synonymen schreiben sind mir zutiefst suspekt.

  • Angelika Oetken

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    Ich hoffe, dass hier möglichst viele Menschen mitlesen, die in katholischen Gemeinden aktiv sind und den Vertrauensvorschuß, den sie kirchlichen Mitarbeitern und Würdenträgern üblicherweise geben auf ein realistisches Maß reduzieren.

    Oder wie es Barbara Garcia Boehland, eine US-amerikanische Aktivitstin der Organisation SNAP, deren Sohn von einem Geistlichen sexualisiert misshandelt wurde und In Folge dessen Suizid beging, so klar ausgedrückt hat „Warum vertrauen wir diesen Menschen unsere Kinder an, was wissen wir denn über sie?“.
    Eben- meist so gut wie nichts.

    Also: bei wem in der Gemeinde in nächster Zeit ein Amt neu besetzt wird mit einem bis dato noch nicht so gut bekannten Mitarbeiter oder Würdenträger – Erkundigungen einholen.

    Es ist traurig, wenn Eltern davon ausgehen müssen, dass ihre sexualisiert misshandelten Kinder von der Gemeinde ausgegrenzt werden, weil die Mitglieder die Realitäten nicht anerkennen können und sich ihre eigene Gutgläubigkeit und ihren Leichtsinn nicht eingestehen wollen.

    Die Erwachsenen sind voll und ganz verantwortlich, nicht die Kinder.

  • VonFernSeher

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    Auch Sie schreiben hier unter Pseudonym, auch wenn es zu 100% mit Ihrem bürgerlichen Namen übereinstimmt.
    Das ist aber nicht der Grund, warum Sie mir suspekt sind.

    Das kommt schon eher daher, dass sie Stefan Aigner perfiderweise einen Strick aus den Fangseilen drehen, die die Kirche in Regensburg für ihn ausgelegt hat. Die einstweilige Verfügung verbietet ihm das Thema in einer brauchbaren Weise umzusetzen und sie machen daraus: Er hat keine Beweise.

    Stefan Aigner und viele vor ihm haben ausreichend Belege gesammelt, um sich eine eindeutige Meinung zu bilden. Dass nun die Freiheit, diese Meinung zu äußern, weggenommen wurde, heißt mit Sicherheit nicht, dass damit auch die Belege für das Handeln der Regensburger Amtskirche nicht existieren. Die sind da und sie bleiben.

  • Veronika

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    Sie haben wirlicht ins Schwarze getroffen! Sagen wir aber auch einmal, dass sich die Röm.-Kath. Kirche im, und in Abgrenzung zum Staat selbst etwas anders definiert, als es sonstige Institutionen oder auch StaatsbürgerInnen tun können/ dürfen.

    Reduzieren wir das Mass des staatlichen Entgegenkommens gegenüber der Röm.-Kath. Kirche auf diese Realität, so hätte schon allein die Diözese Regensburg aufgrund der Missbrauchsfälle Konkurs anmelden müssen. Sehen Sie bitte in die USA, denn so, und nur so können demokratisch korrekt Staat und Kirche zueinander stehen.

  • Nordmann

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    Hallo,

    immer mehr Menschen wenden sich mit Grauen von dieser Kirche und seinen irdischen Vertretern.
    Wann wird Gott es tun ?
    Diese Massenflucht hält hoffentlich lange an und verstärkt sich noch.
    Diese Menschen wenden sich nicht von Gott ab, nur von der menschenverachtenden Kirche.
    Diese schafft es nicht mal selbst, das Grundlegende, die zehn Gebote Gottes einzuhalten.
    Wenn der Chef noch leben würde, hätte er so manchen Mitarbeiter zum Teufel gejagt.

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