Stadtspitze contra Stadtamhof

Die Verwaltung ist sich einig: Eine Ersatzbrücke muss her. Foto: StaudingerStadtamhof ist kein einfaches Pflaster für den Oberbürgermeister. Hier gibt es mit die schlechtesten Wahlergebnisse für die CSU, bei Bürgerversammlungen wird Hans Schaidinger in schöner Regelmäßigkeit abgewatscht und ebenso regelmäßig lässt er durchblicken, dass ihn das nicht wirklich kümmert (in Stadtamhof leben ca. zwei Prozent der Wahlberechtigten). Ähnlich läuft es auch am Donnerstag in der Turnhalle der Gerhardingerschule. Die Themen Ersatzrasse für die Steinerne und Protzenweiherbrücke bescheren volles Haus. Die Stühle reichen nicht aus. Hans Schaidinger kommt zu spät. Joachim Wolbergs übernimmt – mit hochrotem Kopf – die Begrüßung. Für sein gebrochenes Wahlversprechen („Eine Grieser Brücke gibt es mit der SPD unter keinen Umständen.“) rechnet er offenkundig mit Kritik. Immerhin hat die SPD den Vorbereitungen für einen Brückenwettbewerb zugestimmt (Mehr dazu). Wolbergs‘ Anspannung ist – wie sich noch herausstellen soll – durchaus gerechtfertigt. Volles Haus in der Gerhardingerschule: Auch Verwaltung Stadtrat waren in großer Zahl vertreten. Foto: StaudingerVorneweg: Auf einen Neubau der Protzenweiherbrücke müssen die Stadtamhofer noch bis Ende 2011 warten. Diesen Zeitplan teilt Regine Paas von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung mit. „Wenn alles nach Plan läuft.“ Eine langwierige EU-weite Ausschreibung und Untersuchungen (unter anderem auf im Boden eventuell vorhandene „Kampfmittel“) seien die Gründe, weshalb Stadtamhof für weitere drei Jahre nur über die Oberpfalzbrücke erreichbar sein wird. Zwei von Applaus begleitete Anträge von Karl Heinz Prischenk (Pro Stadtamhof), die von der Bürgerversammlung nahezu einstimmig angenommen werden, ändern daran nichts. Prischenk: „Die Protzenweiherbrücke ist für uns Geschäftsleute absolut vorrangig. Wir sind dringend auf eine Anbindung an den Stadtnorden angewiesen.“ Er fordert zum einen, einen schnelleren Baubeginn für die Protzenweiherbrücke, zum anderen wenigstens eine Buslinie, mit der die Stadtamhofer Hauptstraße vom Stadtnorden her angefahren wird. Dazu der Oberbürgermeister: „Eine solche Linienführung ist unattraktiv.“ Zum Zeitplan für den Neubau erklärt Schaidinger: „Ich verstehe, dass Ihnen das zu lange vorkommt, weil Sie die notwendigen Arbeiten im Vorfeld nicht nachvollziehen können.“ (Warum es kein Provisorium für die Protzenweiherbrücke gibt, lesen Sie hier.) Ehe aber die Bürger zu Wort kommen – und dieser Antrag gestellt wird – steht ein eineinhalbstündiger Vortrag der Verwaltung, der – gelinde gesagt – mäßig aufbereitet ist und der – ohne größere Informationsverluste – durchaus hätte gestrafft werden können. Wichtig aber das Fazit: Stadtspitze und Verwaltung haben sich festgelegt. Es muss eine Ersatztrasse her. Die Frage ist nur wo. Die Argumente liefert zum einen Alfons Swaczyna (Tiefbauamt), der – in epischer Breite – darlegt, weshalb die Steinerne Brücke nach einer Sanierung frei vom motorisierten Verkehr bleiben muss. Zum anderen stellt Ute Hick, Leiterin des städtischen Planungsamtes, die Argumentation der Stadtspitze pro Ersatztrasse vor. Fundament sind die Untersuchungen der von der Stadt beauftragten „Planungsgruppe Nord“. Betroffen von der Sperrung der Steinernen sind täglich rund 2.900 Fahrgäste oder – wie es die Stadtverwaltung ausdrückt – „5.420 Fahrten (…) über die Steinerne Brücke“ – in beide Richtungen. Eine Busführung ohne neue Brücke komme zu teuer, so Hick. Um die gleiche Attraktivität zu bieten, wie mit einer Ersatztrasse seien jährliche Ausgaben von 1,8 Millionen Euro notwendig. Dazu kämen – einmalige – Investitionen von 10,4 Millionen für bauliche Maßnahmen. Die von den Donauanliegern vorgeschlagene „Bürgertrasse“ wurde dabei allerdings nicht geprüft. Hick: „Dafür hatten wir nicht die Zeit und die Mittel.“ Die Bürgertrasse sieht vor, die Linie 12 über die Pfaffensteiner Brücke zu führen. Die Linien 13 und 17 fahren via Nibelungenbrücke, Landshuter Straße, Ernst-Reuter-Platz zum Hauptbahnhof. Die Linie 4 wird über Nibelungenbrücke und Wöhrdstraße geführt (Mehr dazu.) Geballte Verwaltungspower: Eineinhalb Stunden dauerte der einschläfernde und schlecht gemachte Vortrag (Im Vordergrund: Ute Hick). Foto: StaudingerFunktioniert nicht, befindet die Stadtverwaltung. Eine 2007 durchgeführte Umfrage unter den Busnutzern der vier Linien habe ergeben: 60 Prozent der Befragten gaben als Ziel die „westliche Altstadt“ an. Die Bürgertrasse berücksichtige dieses Umfrageergebnis nicht, so Hick. „Sie bringen die Leute nicht dahin, wo sie hin wollen.“ (Anmerkung: Lediglich die Linie 12 fuhr zum Zeitpunkt der Umfrage – als Protzenweiherbrücke und Steinerne noch befahrbar waren – nicht in Richtung „westliche Altstadt“.) Ebenso sei die Führung von drei Linien über die Nibelungenbrücke auch deshalb ein Problem, weil das Donaueinkaufszentrum als „Hauptkonkurrent der Altstadt“ auf dieser Strecke liege. Raunen im Saal. Doch weiter im Text. Ein Tunnel – für den es bislang keine Machbarkeitsstudie gibt – ist „wirtschaftlich nicht vertretbar“, fährt Hick fort und folgerichtig auch ihr gebetsmühlenartig wiederholtes Fazit: „Eine Ersatzbrücke ist unverzichtbar.“ Ob nun im Osten oder im Westen. Ganz vollständig sind die Informationen trotz der langen Ausführungen nicht: Die von Hick ebenfalls vorgetragene Historie der Ersatzbrückendiskussion spart das Bürgerbegehren aus, das 1996 – gegen den Widerstand der damals alleinregierenden CSU – die Autos von der Steinernen verbannt hat. Für Neubürger muss es so wirken, als hätte auch dies die Verwaltung – den Wünschen der Bürger entsprechend – veranlasst. Das ist falsch. Walter Cerull: Philippika für den Stadtrat. Foto: AignerWalter Cerull war einer der Initiatoren des Bürgerbegehrens und ist Mitglied der Donauanlieger. Eine Sorte von Bürger also, den man gern als „Quertreiber“ brandmarkt. Cerull meldet sich auch heute zu Wort und knöpft sich in seinem 20minütigen Wortbeitrag – der von wenigen Zwischenrufen und viel Applaus unterbrochen wird – die Untersuchungen der Stadtverwaltung vor. Die Umfrage unter den Busbenutzern ist für Cerull ein Witz. „Ich komme mit dem Bus nur dort hin, wo er hinfährt.“ Leute, die in einem Bus sitzen, der in den Stadtwesten fährt, könnten kaum ein anderes Ziel angeben. Darüber hinaus werde verschwiegen, dass 50 Prozent der Fahrgäste zum Bahnhof wollten. Während man jetzt so tue, als müssten die Busse aus Richtung Lappersdorf unbedingt über eine Ersatzbrücke fahren können, habe man dieses Recht anderen Landkreisbewohnern noch nie zugestanden. Vor allem der Lappersdorfer Bürgermeister Dollinger ist es, der regelmäßig eine Ersatzbrücke fordert. Cerull: „Wer aus Wolfsegg, Steinsberg oder Diesenbach kommt, musste schon immer über die Nibelungenbrücke fahren.“ Dass das Donaueinkaufszentrum ein Konkurrent für den Einzelhandel in der Altstadt sei, bezweifelt er. „Die Altstadt ist schon lange nicht mehr das Einkaufszentrum, als das Sie es hier verkaufen wollen.“ Applaus. Ebenso seien die Ärzte zunehmend in der Nähe der Einkauszentren zu finden. Walter Cerull: \Warum die Bürgertrasse nicht eingehender von der Stadtverwaltung untersucht wurde, bleibt für Cerull ein Rätsel. Er ist vor allem vom Stadtrat enttäuscht. „Der hört sich die Vorschläge der Verwaltung an und nickt sie ab, ohne kritisch nachzufragen.“ Dasselbe gelte für die Protokolle der bisherigen Bürgerversammlungen in Stadtamhof. Dort wurden Ersatzbrücken regelmäßig abgelehnt. „Das interessiert keinen.“ Vor der Wahl sei vor allem die SPD „durch die Wirtshäuser gezogen“ und habe alle möglichen Versprechungen gemacht. „Was glauben Sie, warum 65 Prozent der Stadtamhofer Sie in der Stichwahl gewählt haben?“, so Cerull in Richtung Wolbergs. Keine Reaktion. Die erwartet Cerull offenbar auch nicht. Nach der Wahl seien eben alle Versprechungen vergessen. Selbst von Bürgermeister Joachim Wolbergs, der gerne mal von „Rückgrat“ spricht. Cerulls Fazit: „Ich stelle keinen Antrag, weil es sowieso keinen Sinn hat. Ich wollte das nur mal gesagt haben.“ Langer Applaus schließt sich an diesen Redebeitrag an. Als der Oberbürgermeister ans Pult tritt, wird einfach weiter geklatscht. Schaidinger braucht mehrere Anläufe, bis er antworten darf. Zu den inhaltlichen Kritikpunkten äußert er sich nicht. Joachim Wolbergs und Hans Schaidinger. In Stadtamhof stößt das Koalitionsduo auf wenig Gegenliebe. Foto: AignerAls eine Stadtamhoferin in einer weiteren Wortmeldung erklärt: „Wir brauchen diese Brücke nicht“, hat Schaidinger offenbar genug. „Sie fahren auch auf Straßen, die andere nicht brauchen“, kontert er unter Pfiffen und Buh-Rufen. „Regensburg besteht nicht nur aus Stadtamhof.“ Andere Bürger müssten auch Autos und Zuglärm in Kauf nehmen. So gesehen sei das Verhalten der Stadtamhofer „nicht sehr solidarisch“. Als es nach diesem Beitrag etwas lauter wird, fragt Schaidinger kaum hörbar nach weiteren Wortmeldungen und schließt rasch die Bürgerversammlung. Stadtamhof ist ein holpriges Pflaster. Man wird sehen, ob diese Art von „Bürgerinformation“ an anderer Stelle mehr Solidarität erfährt. Fortsetzung folgt in einer Veranstaltung am 2. Dezember für alle Regensburger und Landkreisbewohner.
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Kommentare (28)

  • Bernhard Segerer

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    Diese Veranstaltung war – gelinde gesagt – ein Witz. Ich war selbst dabei. Es stimmt schon: Viele „Fakten“ wurden vorgetragen – teils in ermüdender Detailliertheit. Das kann man aber kaum jemanden vorwerfen, als Bürger will man ja informiert werden. Ob sich allerdings die anschliessenden Fazite auch – wie suggeriert – auch zwangsweise aus diesen Fakten ergeben sei dahingestellt. Ich zweifle dies an. Tatsache ist: Stadtamhof will keine Brücke – in Abwandlung eines Sprichwortes: Die Abstimmung wurde zwar nicht herbeigeführt, geschah aber trotzdem – und zwar mit den Händen. Auch die Wahlergebnisse sprachen hier eine deutliche Sprache. Aber wie auch immer: Es geht hier nicht um eine vom OB unterstellte mangelnde Solidarität der Stadtamhofer mit den Lappersdorfern – sondern eine mangelnde Abwägung der Pro`s und Contra`s. Einmal benutzte eine der Vortragenden den Ausdruck „in den sauren Apfel beissen“ – schon wahr, aber welcher saure Apfel da serviert wird bestimmt wohl alleine die Stadtführung. Das wurde auch bei dieser „Bürgerversammlung“ klar: Bevor es zu einer Diskussion überhaupt kommen konnte brach der entnervte OB die Veranstaltung einfach ab. Gerade gefehlt hätte noch wenn er dazu aufgerufen hätte den Saal zu räumen.

  • Schilda Schildhausen

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    Ja das war fast wie im Böhmich-Bayrischen Amtsgericht – besonders der Abbruch von Hr. Schaidinger am sogn. Ende der Veranstaltung – ich frage mich, wer hat so schon mal seine Gäste rausgeschmissen?

    Falls es keiner gemerkt hat – 35 % der Menschen von Norden kommend wollen in die Altstadt (z.B. Kaufhof, Müller, …) einkaufen – o.k. das ist gut. Die Stadtverwaltung und die Abgeordneten empfehlen (bitte ganz genau durchlesen!!!) einen Umweg um 7′ – das versteht keiner – ja haben auch die Abgeordneten nicht verstanden? Ganz einfach – von Stadtamhof zum Kaufhof hat man 700 meter – vom Arnulfplatz zum Kaufhof hat man… (google earth fußgänger) 700 meter! – Ja aber mit der Westtrasse muß man (armes Volk!) weitere 7 Minuten im Bus sitzen um dann vom Arnulfsplatz zum Kaufhof zu laufen. Wer begreift die 15 Millionen Euro die dafür ausgegeben werden, daß die Leute 7′ länger brauchen um in die Stadt zu kommen? Ich bin mir ganz ganz sicher – das haben nicht alle die bei der Abstimmung am 14.10. dabei waren gewußt. Aber Marketing – top – verkaufen wir doch den Nachteil als Vorteil und wenn wir den richtig teuer machen, merkt keiner den Bug! Das Problem – das sind Steuergelder und das könnte man/frau/bürger ja zur Anzeige bringen!

    ja sorry, aber bitte nachprüfen und dabei auch über den Eisernen Steg laufen, der abgerissen werden soll, damit dann die Fußgänger wirklich 10 Minuten länger brauche um in die Stadt zu kommen … Schildhausen, das Buch wird 2008 und 2009 die Bestzellerliste erklimmen… danach wird’s ruhiger – die Wahlen nahen, alle 4 Jahre poppt da was hoch – letzer Brückendialog? … ja 2005 weil die Stadt 2004 dieses Thema aufgelegt hat…

  • Bernhard Segerer

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    Als ich den Kommentar von Fr. Schildhausen durchgelesen habe ist mir spontan der Stoiber eingefallen: „10 Minuten!“ Das ruft ja direkt nach einem neuen Satirebeitrag der Domtauben!

  • Veits M.

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    „Bürgerversammlung“

    Der Abend begann, wie er endete: bürger- und demokratieunfreundlich.

    Trefflich wies MB Wolbergs auf die Regelung der einschlägigen Kommunalsatzung hin: Es bedürfe der Zustimmung der anwesenden Stadtamhofer, wenn alle Anwesenden das Rede- und Abstimmungsrecht erhalten sollten.

    Leider unterließ er es dann, Herrn Cherull, der vorab schriftlich einen solchen Antrag eingereicht hatte, das Wort zu erteilen, damit er seinen Antrag mündlich begründen konnte.

    In der Folge hätte dann den anwesenden Stadtamhofer das Recht gewährt werden müssen, vor (!) der Abstimmung hierzu ihre Redebeiträge abzugeben.

    All das ist nicht geschehen!

    Es ist üblich und guter Brauch, dass regelmäßig bei solchen stadtteilbezogenen Versammlungen ALLE Bürger zu Wort kommen und auch abstimmen dürfen. Schlleßlich geht uns das Thema alle an. Und sind wir nicht alle „Welterbeschützer“ (OB Schaidinger)?

    Ein Stück verpasste Basisdemokratie in der Domstadt, in welcher die Verantwortlichen gerne davon reden, sie sei eine „Stadt des Dialoges“. Bei MB Wolbergs fehlt es insoweit schon am „Handwerklichen“.

    Schluss:
    Ich danke für den Artikel des Herrn Aigner. Vergleicht man seine Arbeit mit der Berichterstattung – der wenig aussagekräftigen – der heutigen MZ, dann weiß man, was man an ihm hat.

  • Veits M.

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    Fehlerkorrektur
    Setze BM statt MB

  • Schreiner F.

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    Wenn wir uns darauf verständigen können, dass die Stadtamhofer und Oberen Wöhrdler nicht mehr in einem Bus bei mir – mit den aus Stadtamhof verdrängten Bussen – vorbeifahren können wir darüber reden auf die Ersatzbrücke zu verzichten. Es lebe der heilige St. Florian – liebe Stadtamhofer und Bürgertrassler.

    Mitdem gleichen Recht, mit dem sich kemand gegen die Westtrasse wendet, weil da Anlieger drann wohnen könnte man morgen früh die Wöhrdstraße für die Busse sperren und übvermorgen die Augsburger Straße und am Dienstag die Luitpoldstraße, weil da wohnen auch überall Regensburger Bürger.

    Was haben denn die Träumer erwartet, was bei der Bürgerversammlung herauskommen sollte. Hat jemand geglaubt, der Herr Cerull können die Plaungsreferentin bekehren oder der Ob den Herrn Cerull?
    Wir sind da, wo wir in Regensburg immer sind jeder hat seine eigene Wahrheit und die wird ohne Rücksicht auf Verluste (Andere) vertreten, weil jeder die Weisheit glaubt mit Löffeln gefressen zu haben. Sachargumente interessieren in dieser Stadt seit mindestens 20 Jahren keinen mehr. Es lebe der Egoismus, die Egomanie und die Selbstdarstellung. Auf diesen 3 Gebieten steht ein Herr Cerull oder ein Herr Veits dem OB in nichts nach. Oder wia mei Großmuata allerweil gsagt hat: Da drah i mei Händ need um.

    In diesem Sinne weiter – Jeder gegen Jeden, auf dass das Gemeinwesen irgendwann den Bach runter geht und die Ellenbogengesellschaft endlich ihre höchste Vollendung erreicht.

  • tn

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    Königsmechanismus, das trifft eigentlich ganz gut den Regierungsstil in R. „ER“ möchte vielleicht ganz gern ein Sonnenkönig sein…

  • Bert

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    @schreiner f.

    wieder mal schafft es der OB, die stadtgesellschaft zu spalten. es geht doch hier nicht allein um die stadtamhofer. am unteren wöhrd zerstört man ein einmaliges naherholungsgebiet, dass jedem regensburger, der klaren verstandes ist, etwas wert sein sollte.
    mit der westtrasse werden sich denkmalpflege und unesco beschäftigen. dass es von denen rücken wind gibt, wie ER immer gern behauptet … tschuldigung, aber der lügt doch, wenn er den mund aufmacht. herr cerull wird wohl der nächste, den ER von willfährigen bürgern diffamieren lässt. schön, dass SIE mitspielen.

  • Hans

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    walter cerull hat in seinem leben mit andere schon mehr irrsinnige planungen verhindert (regentalautobahn, bayerwaldbrücke etc.) als der OB in seinem verpfuschten leben durchgesetzt hat. warum wird jetzt die bürgertrasse nicht ausprobiert? hat der schai angst, dass sie funktionieren könnte? den „sachargumenten“ einer verwaltung (=schaidinger) stehe ich skeptischer gegenüber als denen von walter cerull.

  • Schreiner F.

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    ich glaube weder Schaidinger noch Cerull, Beide sind Egomanen erster Güte.

    Das Cerull ein großer Verhinderer ist, ist mir durchaus bekannt. Aber diesmal liegt er falsch.

    Ich gebe zu bedenken, dass die Haltung des VCD und dessen Vorsitzenden Peter Seyweald, sicherlich nicht im Verdacht stehend ein Schaidingerianer zu sein, eindeutig für die Ersatzbrücke ausspricht. Jener Peter Seywald, der die Sperrung der Steinernen für den Individualverkehr (zusammen mit Leuten wie Cerull und Wild, MdL, und anderen) erreicht hat und der für die Sperrung des Domplatzes kämpft sagt hier JA zur Ersatzbrücke und erbelegt sein JA mit Fakten (nicht mit Emotionen). Darüber sollten wir alle mal nachdenken, wenn wir es noch nicht getan haben.

    Übrigens die Osttrasse hält doch niemand für ernsthaft realisierbar, das ist eine reine Placeboveranstaltung, dass geben selbst CSUler zu und die SPD (vgl Presseerklärung des OV Altstadt) hat sich längst auf die Westtrasse festgelegt.

    Und jetzt mal zum Eisernen Steg. Jeder der diese Bauwerk für eine im entferntesten akzeptable Lösung hält sollte mal zu Fuß! einen Rollstuhlfahrer von der Badstraße zum Arnulfsplatz bringen und auf dem Rückweg einen gehbehinderten Senior mit Gehwägelchen mitnehmen oder einer Mutter mit Kleinkind und Baby im Kinderwagen beim Überqueren des Eisernen Stegs zuschauen. Wenn er dann eine Ersatzbrücke auf der Westtrasse immer noch nicht als Verbesserung für große Teile unserer immer älter werdenden Gesellschaft erkennt sollte er sich eine neu Brille kaufen und seine ideologischen Scheuklappen ablegen.

    700 Meter „Fußweg“ von Stadtamhof zum Punkt x in der Altstadt sind für Herrn Cerull (gut zu fuß) ein Klacks, für einen Rollstuhlfahrer oder eine 78 jährige Seniorin der Horror. Vieleicht sollte man Herrn Cerull mal auffordern die Wege rund um Stadtamhof aus der Rollstuhlfahrerperspektive zu erkunden, dann geht ihm wahrscheinlich ein Kornleuchter auf und seine Argumentation erscheint selbst ihm in anderem Licht.

    Wenn Herr Veits die Berichterstattung des Herrn Aigenr so hoch lobt. Ist ja Schön. Aber Herr Aigner ist genau so wenig objektiv in seiner „Berichterstattung“ wie die MZ. Die MZ verbreitet „Essers-Meinung“ als Wahrheit und Herr Aigner verkauft seine persönlichen Vorlieben und Animositäten als Wahrheit.

  • Jolantha Weintinger

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    1. Diese Verkehrsexperten haben gefragt: „Wo fahren Sie hin?“ W. Cerull sagt ganz richtig, die Frage müsse lauten: „Wo wollen Sie hin?“ Diese grauhaarige Damer der Stadtverwaltung hat offensichtlich – ganz her matsers voice – einen Vortrag halten müssen, der dem sauberen Herrn OB recht ist!

    2. dass die Mehrheit der anwesenden Stadtamhofer allen anderen ein Frage- und Antragsrecht verwehrt haben, zeugt nicht gerade von Stil und Weitsicht. Und wenn sie nun tatsächlich – wie schon einmal geplant – „eingemauert“ sind und werden: selber schuld!

    3. Das „ypsilantieren“ von Herrn Bürgermeister Wolbergs wird sich 2014 für die SPD bitterlich rächen!!! Leider spielen Hartl und Wild (von Frau Neunen ganz zu schweigen!) das Spiel, denn nicht mehr scheint es für sie zu sein, mit.

    4. Die Wohnqualität ist in Stadtamhof ist seit 1. August 2008 erheblich besser geworden.

    5. Vertreten die Geschäftsleute in Stadtamhof und in der Altstadt nicht auch – so oft schon von Schaidinger und Co.(nsorten) beklagt – „Partikularinterssen“?

    6. Und wenn der Umweg per RVV – wohin auch immer – 10 Minuten beträgt, immer noch besser als ein Naherholungsgebiet zu zerstören, um das viele andere Städte uns beneiden. Mit anderen Busabfahrtszeiten haben sich ALLE, auch die Lappersdorfer doch bestens arrangiert. Das Stadtgefüge ist meines Wissens nicht zusammengebrochen, seit Steinerne und Protzenweiher-Brücke nicht mehr passierbar sind.

    Ihre Jolantha Weintinger

  • Richard Spieß

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    Wenn dem so wäre, dass sich alle einig sind, dass eine Brücke über den Gries nicht durchsetzbar ist, dann stellt sich doch die Frage – warum wird die Osttrasse nicht einfach aus der weiteren Planung heraus genommen?
    Und – warum wird eine artenschutzrechtliche Untersuchung zu einer Brücke über den Gries unter Verschluss gehalten, die offensichtlich die Gefährdung streng geschützter Tierarten beweist?
    Ich stelle mal folgendes Szenario zur Debatte:
    Die Planungen für die West- und die Osttrasse werden weiter betrieben, bis beide baureif sind. Jetzt entscheidet die UNESCO, dass die Brücke im Westen aus Gründen des Denkmalschutzes nicht gebaut werden kann, ohne den Welterbestatus zu gefährden. Was dann bleibt ist ein Beschluss die Brücke über den Gries zu bauen.
    Und dann?

    Für mich scheint die Planung der Ostvariante nur dann sinnvoll, wenn man die Brücke über den Gries will. Es macht keinen Sinn, Steuergelder zu verschwenden, für eine Planung, die eine große Mehrheit nicht will.
    Es ist, mit Verlaub, eine große Verarsche.
    Wer keine Brücke über den Gries haben will braucht auch keine zu planen. Die SPD wird von ihrem Fraktionsvorsitzenden in eine Situation manövriert in der sie nur verlieren kann. Sie wird zum Erfüllungsgehilfen der CSU und negiert den Wählerwillen.

    Richard Spieß
    Stadtrat
    DIE LINKE

  • Schreiner F.

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    zu Spieß

    als sTadtrat haben Sie ein Antragsrecht. Warum haben Siees in der Frage dieses ominösen artenschutzrechtlichen gutachtens bisher nicht genutzt.

    Sie könnten beantragen in einer Stadtratssitzung einige Fragen zu beantworten, u.a. ob ein solches Gutachten vorliegt, bzw. ob es eine artenschutzrechtliche Stellungnahme für den Bereich am Greis/Unterer Wöhrd gibt.

    Mal sehen, was dann dazu gesagt wird, dann reden wir weiter hier.

  • Hans

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    @schreiner f.

    „… Stadtratssitzung einige Fragen zu beantworten, u.a. ob ein solches Gutachten vorliegt, bzw. ob es eine artenschutzrechtliche Stellungnahme für den Bereich am Greis/Unterer Wöhrd gibt“
    Herr Spieß hat nachgefragt.
    Lesen Sie doch mal nach:
    http://www.regensburg-digital.de/?p=1806

    und dann schön weiter herrn cerull diffamieren …

  • Richard Spieß

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    @ Schreiner

    Natürlich habe ich mein Recht wahrgenommen und Einsicht in die artenschutzrechtliche Untersuchung gefordert. Leider wurde mir diese verwehrt.
    Es gibt keinen Zweifel, dass es diese Untersuchung gibt und es zeugt von einer unerträglichen Intransparenz, dass dieses Dokument nicht öffentlich zugänglich ist. Jeder hat das Recht und die Pflicht die Prioritäten selbst zu setzen. Wenn jemand der Meinung ist, dass es egal ist ob auf dem Grieser Spitz der Eisvogel brütet oder eine Fledermausart ausstirbt, dann ist das seine Meinung und ein anderer hat eine andere Meinung aber die Fakten müssen auf den Tisch und dann wird entschieden.
    Es hat nichts mit demokratischen Gepflogenheiten zu tun, wenn den Entscheidungsträgern derart relevante Informationen vorenthalten werden.
    Der Dank gilt in diesem Fall Herrn Aigner für seine engagierte Beichterstattung, ohne die keiner wüsste, dass es diese Untersuchung gibt. Die hiesige Presse hat darüber noch keinen einzigen Satz geschrieben, obwohl sie anwesend waren als ich im Stadtrat danach fragte. Die Hofberichterstatter haben wohl geschlafen. Aber vielleicht hatten sie auch Angst vor rechtlichen Schritten, mit denen Herr Aigner bedroht wird, an statt ihn zu Beglückwünschen für seine Recherchen.

    Richard Spieß

  • Schreiner F.

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    Tipp für Herrn Spieß

    mal im Kommunalrecht nachschauen – einzelner Stadtrat hat kein Recht auf Akteneinsicht, aber er hat ein Recht darauf, dass seine Anträge bzw. Anfragen in den Stadtratsgremien behandelt respektive beantwortet werden.

    Sie sind dem OB mit dem Verlangen nach Akteneinsicht (Einsicht ins artenschutzrechtliceh Gutachten) „wunschgemäß“ aufs Glatteis gefolgt und ausgerutscht. Kontern Sie ihn mit einer detaillierten Anfrage für die nächste Stadtrats bzw. Ausschussitzung in Stil: Trifft es zu, daß
    1. …
    2. …
    3. …

    usw.

    PS: Es liegt mir fern irgendjemanden zu diffamieren. Ich erlaube mir aber auf den Widerspruch zwischen zwei bekannten Vertretern von Bürgerinteressen, hier Cerull und Seywald, hinzuweisen.
    Ich finde im konkreten Fall Seywalds Argumente schlüssiger.

  • Jolantha Weintinger

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    Nachtrag
    7. Der Stadtrat bewilligt über 600.000 Euro für den Ausbau des intakten Baseballstadions, um vielleicht bei der WM einen gewissen Werbeeffekt zu erzielen. Problemlos geht so etwas durch! Und 500.000 Euro für ein Provisorium für die Protzenweiher-Brücke sind nicht zu stemmen? Ja, da langt man sich wirklich ans Hirn!

    Ihre Jolantha Weintinger

  • Veits M.

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    Dem Stadtrat Richard Spieß ist zuzustimmen. Es fehlt, wie so oft, an einem ergebnisoffenen, transparenten Abwägungsprozess, der der Bürgerschaft und dem Stadtrat bisher verweigert wurde. Ggf. ist dieser eben durch ein Bürgerbegehren herbeizuführen.

    Es gilt, abzuwägen

    zwischen

    1. der Schutzwürdigkeit eines unter dem Welterbeschutz stehenden Stadtquartiers. Was das bedeutet, können Sie nachlesen im sog. Wien-Memorandum der UNESCO (findet sich auf aktionboss.de)

    2. der unstreitg notwendigen Verbesserung der – stadtweiten(!) – Attraktivität des ÖPNV in Verbindung mit der Förderung des Fußgänger- und Radfahrerverkehrs (Erreichbarkeit der historischen Altstadt, wobei das vorgelebte Ziel aller fortschrittlichen Kommunen die Herausnahme des individuellen PKW-Verkehrs aus den Innenstädten ist – lesen Sie dazu die vielen Beispiele im aktuellen VCD.org Heft; besorgen Sie sich ein Freiexemplar und vertiefen Sie sich doch in die dort aufgeführten Beispiele; vor etwa 10 Jahren hat der Regensburger VCD eine Broschüre herausgebracht; sie beinhaltet u.a. mehr als ein handvoll Brückenvorschläge zur Verbesserung eben nicht nur des BUS-Verkehrs; auch diese gute Arbeit gehört auf den Tisch!)

    3. der Schutzwürdigkeit der Natur auf den Wöhrden (Die Schutzwürdigkeit der Wöhrde im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung: Auf der Grundlage der FFH-Richtlinie und der EU-Vogelschutzrichtlinie wurde auch in Regensburg das Netz „Natura 2000“ gewoben. Die vorhandene Lücke schloss die Bayerische Staatsregierung, indem sie weitere Stadtgebiete in Regensburg nach Brüssel meldete. Bereits „das Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP) für die Stadt Regensburg, das OB Hans Schaidinger am 3.5.1999 im Umweltministerium in Empfang genommen hatte, bestätigte die große Bedeutung der Uferbereiche für das Stadtklima und die hohe Wertigkeit als Lebensraum. Die Überschwemmungsflächen am Unteren und Oberen Wöhrd zählen wegen der dort brütenden Rote-Liste-Arten zu den wertvollsten Lebensräumen für Vögel im Stadtgebiet (z.B. Eisvogel, Gartenrotschwanz, Pirol und Grünspecht). Die Donauarme im Stadtgebiet haben auch große Bedeutung als Rast- und Überwinterungsgebiet für viele Wasservögel.“

    So trefflich Dr. Peter Streck, 1. Vorsitzender BN KG Regensburg und stellvertr. Mitglied des Naturschutzbeirates unter
    .regensburg.de/steinerne/downloads/streck_uferbereiche_050413.pdf

    3. …
    4. …

    Die Tatsache allein, dass die Verwaltung unter Verantwortung nicht nur des OB eine wohl vorliegende sog. spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP) dem Stadtrat in rechtswidrigerweise vorenthält, ist auch deutliches Zeichen von INTRANSPARENZ, was die Frage nach sich zieht:

    Was hat die Verwaltung zu verstecken?

    Die demokratische Kette Transparenz-Vertrauen-Glaubwürdigkeit-Legitimation wurde dadurch greifbar unterbrochen.

    Die grundsätzliche Frage ist: Welchen Preis ist die Bürgerschaft bereit zu zahlen, um die Schutzwürdigkeit all dieser Faktoren zu sichern, auch wenn es darum geht, das eigene Mobilitätsverhalten zu überdenken; darum, zum Schutze des Welterbes eine zumutbare zeitliche Verlängerung der fraglichen Busfahrt zu akzeptieren; darum, jenen, die zwingend auf einen fahrbaren Untersatz angewiesen sind, kreativ einen emissionsfreien altstadtinneren Buscircle anzubieten. Es geht auch darum, Stadtentwicklung als Querschnittsaufgabe zu verstehen. Also beispielsweise auch den gesundheitlichen Aspekt in die Waagschale zu legen, wenn es darum geht, einen humanen Maßstab anzulegen, der da lautet: „Das Maß des Menschen ist der Fuß“.

    Ich wünsche mir, dass neben dem Stadtrat Spieß alle(!) Stadträte langsam zu Potte kommen. Greifbar lassen sich alle – wissend oder nicht – von der Verwaltung an der Nase herumführen. Der Stadtrat hat ein jederzeitiges Wiedereintrittsrecht in die Thematik. Insoweit gilt es, ein Bündnis zwischen den „Kleinen“ und den Vernünftigen in der SPD zu schmieden mit dem Ziel, ALLES AUF DEN TISCH ZU LEGEN und DANN erneut zu entscheiden, auch ggf. ein Bürgerbegehren zum Schutze des Vorstehenden vor Augen.

  • Veits M.

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    @ Schreiner F. und alle

    Mag auch der einzelne(!) Stadtrat kein Recht auf Akteneinsicht haben, wie Schreiner F. zurecht schreibt, so eröffnet das Gemeinderecht doch zwei Möglichkeiten des Handelns, damit der Auftrag, die Verwaltung zu kontrollieren, erfüllt werden kann.

    Das Recht des Stadtrats (als Gremium), Akteneinsicht zu nehmen, ist u.a. in § 4 Absatz 5 der Satzung über die Geschäftsordnung für den Stadtrat der Stadt Regensburg geregelt. Die Stadträte bräuchten hierzu nur das Gesetz des Handelns an sich ziehen.
    vgl. unter
    .regensburg.de/stadtrecht/satzungen/1-1-1_a.shtml

    Der Gemeinderat (in seiner Gesamtheit) überwacht die gesamte Gemeindeverwaltung, so steht es in Art. 30 Abs. 3 GO. Das Informationsrecht aus Art. 30 Abs. 3 GO schließt das Recht auf Akteneinsicht ein.

    Gebildet werden könnte beispielsweise (als Lehre aus dem T+T Baugenehmigungsverfahren!!)ein „Brücken-Bau-Überwachungsausschuss“,dem entsprechende Aufgaben und Befugnisse einschließlich des Rechts auf Akteneinsicht übertragen werden kann.

    Darüberhinaus ist es jedem einzelnen(!) Stadtrat unbenommen, „sein Auskunftsersuchen [hinsichtlich der saP] dem Stadtrat zu unterbreiten, der dann darüber Beschluss zu fassen hat, ob dem seitens des [OB] bzw der Verwaltung nachzukommen ist ( vgl. Bayerische Kommunalgesetze, Kommentar Bauer, Böhle, Masson, Samper, Art. 30 Randnummer 4 und 5)

    Die Frage ist allein, wann endlich ein „Ruck“ durch dieses Hohe Haus geht. Frei nach dem aktuellen Motto „YES WE CAN“.

    Damit die vertretene Bürgerschaft sagen kann: Es gibt noch Stadträte in Regensburg!

  • Schilda Schildhausen

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    Ja – das ist positiv und gut für Regensburg – das Thema interessiert viele! Ja und manches ist nicht leicht verständlich – bewußt möchte ich hier neutral bleiben.

    700 m Fußweg Stadtamhof => Neupfarrplatz – nochmals – es macht für NIEMANDEN! (ob Marathonläufer oder Rolli) keinen Sinn sich 7 Minuten in den Bus zu setzen um dann vom Arnulfsplatz 700 m zum Neupfarrplatz zu laufen. Im Gegenteil dies ist absoluter Unsinn. Weil dabei auch 14 Millionen Euro für eine Brücke liegen und 7′ mehr Zeit bzw. Busfahrt liegen.

    Wenn die Brücken nicht gebaut werden, haben die wenig gut zu Fuß Leute, aber die Möglichkeit z.B. auch an der Steinernen Brücke Stadtseite oder Fischmarkt auszusteigen. Dies würde Ihren Fuß-Weg verkürzen mit ca. 5 Minuten Busfahrt. Die Westtrasse würde diese Möglichkeit ausschließen – siehe Trassenführung der Stadt!

    Der Behindertenverband fordert bei kleinen Rampen z.B. in einen Speisesaal max. 6% Steigung! Die Westtrasse hätte über 7% Steigung ja und wäre etwas länger als eine Rampe zum Speisesaal! Also eindeutig nicht behindertengerecht. Der Vorschlag (2005 Brückendialog) am Eisernen Steg einen Behindertengerechten Fahrstuhl zu realisieren wurde von der Stadt nicht realisiert! Was überhaupt kein Problem wäre! keines, wenn man nur wollte.

  • Uwe Fritz

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    Was haben diese Stadtamhofer und Regensburger denn immer zu meckern. Soweit ich beurteilen kann, lief diese Bürgerversammlung demokratisch ab.
    Herr Schaidinger hat seine Truppen zusammengezogen. Von subversiver Netzwerkbildung sollten Demokraten nicht sprechen, denn die Herren Stadträte und Innen wurden namentlich begrüßt. Die meisten gehörten zwar nicht nach Stadtamhof, dennoch für den Ernstfall flankierte unserer lieber Jet die Versammlung. Des Öfteren wurde er vom OB als so genannter versöhnender Trumpf aus dem Ärmel bezogen. Die „Roten“ waren auch zahlreich vertreten, warum meckert hier wer?

    Herr BM Wolbers, Herr OB Schaidinger, Herr Alfons Swaczyna, Frau Regine Paas und Frau Ute Hick haben aus ihrer Sicht ihre Argumente vorgetragen. Sie brauchten auch nur über ¾ der Versammlungszeit.

    Diese Damen und Herren halten sich befähigt, für Regensburg und damit auch für Stadtamhof, das Beste machen zu können, nur der Cerull war wieder mal nicht gefällig. Der stellte ja schon im Vorfeld so einen komischen Antrag, auf so etwas stellt sich natürlich eine Demokratie ein.

    Neulich sah ich im Stadtpark den Wettbewerb „dümmster Hund“. Es wurden zweihundert Viebeiner geladen. Einhundertzwanzig wurden Maulkorbfixiert. Die anderen achtzig standen am Start und jagten einen sehr weit geworfenen Knochen nach während die Jury den Schinken fraß.
    Nun noch ein kleines Einwortgedicht, heute für meinen Freund BM Wolbergs: Brückengegnerumfallerneubaubefürworter.

    Und nun zur Sache, habe ich Fragen gehört wie zum Beispiel:
    Gibt es ein Gutachten, welches speziell den Neubau und AUCH eine Reparatur untersucht hat?
    Wenn eine Frau aus dem Wasserstraßen-Neubau, Frau Regine Paas (hat die überhaupt Befugnis, Googler wissen hier auch nicht mehr), vortragen darf, warum auch immer, ich habe nicht gehört, dass die Bürgerversammlung das gewünscht hat, warum wurde nicht ein Brückenreparaturfachmann eingeladen?
    Ich bin nicht fachkundig und dennoch habe ich ein ganz ungutes Gefühl.
    Mit Nichtwissen behaupte ich, dass die vorhandenen Fundamente nicht beschädigt, bzw. nicht so beschädigt sind, dass deren Neubau und Gestaltung von Nöten ist.
    Mit Nichtwissen behaupte ich, dass die Brücke zu weit niedrigeren Kosten zu reparieren ist.
    Wir haben gehört, dass sich die Brücke in der Vergangenheit gesenkt hat und auch, dass eine Suche nach Blindgängern nochmalig notwendig sein soll. Auch soll der Baugrund problematisch sein, aber die Brücke in ähnlicher Form da wieder aufgebaut werden.

    Nach meinen physikalischen Kenntnisse müsste der Untergrund der Fundamente sehr verdichtet sein. Durch herausnehmen der Fundamente, bzw. durch eine erneute Suche nach unterirdischen Blindgängern, wird höchstwahrscheinlich diese Verdichtung negativ beeinflusst, was zwangsläufig zu unnötigen Kosten führt und auch Unsicherheiten für die Zukunft bereit stellt.

    Es gab und gibt Deutsche, die in den letzten 64 Jahren bewiesen haben, dass Sie Brücken sprengen und schlecht bauen können.

    Amerikaner hatten in der Vergangenheit einen weit schlechteren Stand der Technik, sie hatten auch nicht Material, bzw. Geld im Überfluss an der Hand. Dennoch ist es Ihnen gelungen, Brücken behelfsmäßig in sehr geringer Zeit wiederherzustellen. Manche sollen heute noch stabil stehen. Diese hatten dem Gewicht von Panzern standhalten müssen, welches deutlich höher ist, als das Gewicht von Bussen. Daraus ziehe ich für Regensburg nachfolgenden Schluss:

    DIE ABWESENHEIT VOM POLITIK, PLANUNGSWAHNSINN UND GELDVERSCHWENDUNG KANN AUCH FISKALISCH ERFOLGREICH SEIN.

    Über die Steinerne und den Ausführungen erspare ich mir eine detaillierte Begründung der Sperrung.
    Die Brüstung, Die Sicherheitsbedenken, Der vom Schwächeanfall geplagte Busfahrer, usw. dass empfinde ich mit Verlaub als „gefälligen Schwachsinn“.

    Wenn Prioritäten mit Bezug auf die Sicherheit in Regensburg ernst genommen werden würden, dann dürften Busse schon lange nicht mehr durch die Thundorfer- und Keplerstraße fahren. Wenn ein Busfahrer, vor lauter Stress in diesem Streckenabschnitt einen Nervenzusammenbruch oder Schwächeanfall bekäme, könnte ich das verstehen. Zone 30, die armen Busfahrer, Raser entgegenkommend, keine Busspur, Stau, Zeitdruck, besoffene Passanten am Gehweg, Hunde nicht angeleint, Lärmpegel im Buss extrem erhöht. Älteres Ehepaar weicht Gehweg blockierenden Punks aus, parkender Lieferwagen mit Warnblinkanlage, Kollege Busfahrer wartet weil zwei Busse nicht zugleich aneinander vorbeikommen, Radfahrer usw.

    Nun wird der geneigte Leser denken, woher weiß der Fritz das so genau?

    Gestern ging ich vom Laden meiner Mutter (Goldene-Bären-Straße) zu unserem Wirtshaus (Keplerstraße). Bei der extrem gefährlichen Bushaltestelle, Einbuchtung Fischmarkt, Richtung Westen, öffnete der Bus seine vordere Tür, diese hätte mich fast erfasst.
    Das Wirtshaus „Zum Sauseneck“ erkennt man an den vom Bus angefahrenen Erker. Heute verhindert ein Pfosten das Anfahren des Erkers, sodass die Busse maximal auf der Bordsteinkante fahren können oder sich am Pfosten reiben, Spuren zeugen davon.
    Ich könnte Ihnen nun mitteilen, dass es sich wie ein Knall anhört, wenn die Busse von der Trottoirkante in auf die Straße fallen. Den Abstand der Spiegel dürfen Sie sich selbst schätzen, der ragt in den Gehweg hinein. Achten Sie mal auf die Reifenspuren, deutlich sind Spuren der Bordsteinkanten zu sehen.

    Die Breite des Trottoirs bei der Wurstkuchl sollte den geneigten Leser bekannt sein. Die Unfallrate, wenn diese bekannt ist, nicht.

    Ich werde bei der Stadt Regensburg, bzw. bei dem zuständigen Sicherheitsbeauftragten anfragen wie er oder Sie diesen Sachverhalt einschätzt und nun bei Kenntnis dessen reagiert werden sollte, müsste, mussssssss und wer schlimmstenfalls dann Verantwortung zu tragen hat.

    Ich möchte Sie wissen lassen, dass ich ganz in der Nähe der Brunnleite wohne. Es habe nicht den Wunsch einer Donauquerung westlich, da ich sowieso alles private per Fuß oder Rad erledige.

    Dennoch besteht ich die Notwendigkeiten von Donauquerungen, aus meiner Sicht sogar östlich und westlich. Leider wird diese Wichtigkeit von Menschen geplant die erstens mobil sind, sich zweitens ein Auto oder sogar einen Chauffeur leisten können und drittens nicht im Umland wohnen und viertens hörig sind, so wie es mir erscheint.

    Wie eine Ohrfeige für die Naherhohlung empfand ich die Argumentation Bauland „Oberer Wöhrd“. Für die Planungen von Flussquerungen wären andere Prioritäten sinnvoll, wie zum Beispiel:
    Verringerung des CO 2 Ausstoß durch Vermeidung von Umwegen.
    Schulweg und Arbeitswegverkürzungen mit selbigen Effekt.
    Schutz des Ökosystem und des Artenschutzes.
    Ehrliche Argumentationen und Datenmaterialien.

    Ich habe in vielen Fragen noch keine Antwort auf meine Frage: Warum erklärt Frau Freudenstein und andere zum Teil „fachkundige“ Planer, dass Tunnelrampen schädlicher für die Stadtansicht wäre als Brückenrampen/auffahrten. Herr Riepl sollte dem Stadtrat zum Verständnis den Unterschied zwischen Hochtunnelen und Tiefbrücken erklären.
    Der Beginn der Streckenführung zur östlichen Querung sollte nach meiner Meinung anfangs der Wöhrdstraße sein. Beim Jakobigelände wäre eine geeignete Möglichkeit zur Verbindung der Verkehre Eiserne Brücke / „neu geschaffene Wöhrdstraße“ Eine Tunnellösung wäre wegen des Artenschutzes geboten.
    Mit dieser Lösung könnte man die aus meiner ebenso Unfall trächtige Wöhrdstraße entlasten und dem Wohnviertel zurückgeben.

    Westlich wäre die Verbindung, beginnend an der Pettendorfer Straße, also Querung bei Kneiting, einfließend in die Clermont Ferrand Allee, fortführend Altdorferstraße und dann über eine Brücke auf den Oberen Wöhrd.

    So könnte Stadtamhof sinnig angebunden werden. Als Nebeneffekte möchte ich nur drei Vorzüge benennen:
    Eine Hoch- und Wertschätzung des Welterbestatuses, die Altstadt beinhaltet nämlich auch den Herzugspark.
    Eine effektive Reduzierung von CO 2 Emissionen.
    Verkehrssicherheit

    Dass der ÖPNV Vorrang erhalten soll und dass die Durchfahrten Stadtamhof geregelt werden sollten, versteht sich von selbst, z.B. mittels Plaketten.

    *‘;-) Schöne Woche

  • circus maximus

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    Wann hauen die Regensburger endlich den Herrn Schaidinger davon? Es wird langsam Zeit.

  • Imperator

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    Lieber circus maximus, das hängt noch immer von meinem Daumen ab und nicht dem Geschrei des plebs ratisbonensis.

    Sei Du dankbar für Brot und Spiele

  • Reinhold Breuer

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    Die Ursache unterschiedlicher Angaben über tägl. Fahrgäste der Buslinien über die Steinerne Brücke ist aufgeklärt: Die „Donauanlieger“ gingen bei knapp 3000 Fahrgästen von durchschnittlich 2 Tagesfahrten pro Fahrgast aus, so dass sich knapp 6000 Fahrgastfahrten pro Tag ergeben ähnlich zur Erhebung des von Lappersdorf beauftragten Gutachters.
    http://www.regensburg-digital.de/?p=1659

    Unkommentiert ist nach wie vor, dass mehr als doppelt so viele Fahrten gewünscht wurden wie angeboten, so dass nirgends so viel ungenutztes Buspotential besteht wie auf der zentralen Donauquerung mit Keplerstraße. Versucht der neue Nahverkehrsplan, versucht Verkehrsberater Schmechtig dies Potential zu aktivieren? Oder müssen die sich auf Mangelverwaltung beschränken wegen der Mittelkürzungen aus München? http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=3076&pk=32083

    Hier habe ich der (neuen Europa- und) bisherigen Wirtschafts- und Verkehrsministerin am 26.9 ein günstiges Signal für 2009 entlockt. Damit hatten offenbar die zuvor gefragten lokalen Abgeordneten aller Parteien nicht gerechnet. Wer kann sich über neu eingeplante 30 Mio zur Busförderung freuen? http://www.kandidatenwatch.de/emilia_mueller-120-16921.html

    Die Stadtverwaltung hat ermittelt, dass die Mehrheit der aus Norden in die Altstadt strebenden Fahrgäste bereits im Altstadtwesten aussteigen will (Arnulfsplatz). Die „Donauanlieger“ behaupten seit einiger Zeit, letztlich sei das typischste Ziel im Stadtzentrum der Neupfarrplatz. In ihrem Streckenvergleich setzen sie diese eigene These aber noch nicht um, sondern bleiben beim gemeinsamen Zielpunkt „Bhf“.

    Warum sollten Busfahrgäste aus dem Norden am Arnulfsplatz im Bus bleiben, zum Bhf fahren und erst von dort zum Neupfarrplatz gehen? Schließlich ist der Fußweg vom Bhf. zum Neupfarrplatz deutlich länger als vom Arnulfsplatz.
    Für eingefleischte Brückengegner mag solche Argumentation ja ausreichen …

  • Veits M.

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    @Reinhold Breuer

    Frage:

    Was macht den Unterschied aus, ob ich

    1. am Arnulfsplatz aus dem Bus aussteige und zu Fuß zum Neupfarrplatz gehe

    oder

    2. am Bahnhof aus dem Bus aussteige und zu Fuß zum Neupfarrplatz gehe?

    Gerne zu ergänzende Antworten:

    Die unterschiedlich stets nur kurze Zeitspanne, während der ich das mittelalterliche Wunder genießen kann?

    Die übercoole Maxstraße?

    Die Freude darüber, dass in absehbarer Zeit die gesamte Altstadt Fußgängerzone sein wird?

    Dort dann nur noch emissionsfreie, geräuscharme, kleine Fahrzeuge zugelassen sein werden?

  • circus maximus

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    Ave, imperator! Dein Daumen langt da nicht! Das Geschrei der plebejer ist nicht groß. Ich höre immer die dumpfe Wut der Bevölkerung und die Hilflosigkeit von vielen. Und solange Feiglinge und Speichellecker in öffentlichen Positionen sitzen, kann der große Hans machen, was er will. Wir hatten doch schon einmal deratige Zeiten und wunderten uns nach 1000 Jahren!

  • Uwe Fritz

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    Hinweis für die, die mein agieren noch nicht verstehen können.
    Als ich in die CSU eingetreten bin hielt ich diese Partei und auch unseren OB, sowie die weiteren Bürgermeister und auch den Stadtrat befähigt, für Regensburg das Beste machen zu wollen und zu können.
    Ergo, unterstützte ich diese Personen und auch die Partei.
    Heute sehe ich, dass Regensburg und deren Bürger durch manche Personen und deren Handeln Schaden zugefügt wird. Ich sehe auch, dass das demokratische Grundverständnis mit Füßen getreten wird. Die Demokratie wird gebogen schön geredet, aber dennoch verletzt.
    Glücklicherweise ist die CSU noch eine demokratische Partei, die es wieder lernen wird mit Kritik umzugehen, auch wenn es derzeit nicht so erscheint.
    Von daher möchte ich nochmal auf den Politischer Abendschoppen im Sauseneck, siehe Termine hinweisen.
    Um juristische Unterstützung sei heute schon gebeten, wer weiß was alles auf uns zukommt. ‚;-))

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