Tennessee Eisenberg: Wann hat das Warten ein Ende?

Tennessee5Wenngleich der von den Hinterbliebenen beauftrage Privatgutachter Prof. Bernd Karger aus Münster bereits vor mehr als zwei Wochen aus seinem Jahresurlaub zurück gekehrt ist, liegt nach Auskunft der Anwälte der Familie dessen Gutachten immer noch nicht vor. Damit ist auch nicht so schnell mit der vom Leitenden Oberstaatsanwalt Günther Ruckdäschel angekündigten Pressekonferenz zu rechnen. Warten muss auch Tennessee Eisenberg selbst auf seine letzte Ruhestätte. Da sich sein Bruder und seine Mutter in Urlaub befinden, liegt er immer noch in einer Kühlkammer des Dreifaltigkeitsfriedhofs. Das Interesse der Öffentlichkeit an einer lückenlosen und auch schonungslosen Aufklärung ist hingegen ungebrochen. Auch Angehörige der Polizei – die namentlich nicht genannt werden wollen – fühlen sich von ihrem Dienstherrn inzwischen allein gelassen und hilflos in Anbetracht des verordneten Schweigens, welches sich auch die Anwälte der Familie inzwischen auferlegt haben. Lediglich Rechtsanwalt Helmut von Kietzell äußerte sich aktuell gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Es werde „wohl einige interessante Abweichungen“ zu den bisher vorliegenden Ermittlungsergebnissen geben, so Kietzell zur SZ. Details gibt es allerdings erst nach Abschluss des Gutachtens, Mitte September. Allerdings bleibt es nicht aus, dass immer mehr und neue Ungereimtheiten durchsickern. Kurz nach dem tragischen Ereignis vom 30. April wurde durch die Staatsanwaltschaft Regensburg verlautbart, dass die Kripo Amberg die Ermittlungen übernommen habe. Der Redaktion liegen jedoch Informationen vor, denen zufolge die am Tatort anwesenden Polizeibeamten wenige Stunden nach dem Geschehen von Regensburger Kollegen als Zeugen vernommen worden sein sollen. Kritisiert wird hierbei auch die Art der Vernehmung. Es sollen lediglich Niederschriften ihrer Schilderungen aufgenommen worden sein, ohne die Darstellungen – wie sonst bei Vernehmungen üblich – zu hinterfragen oder Ungereimtheiten abzuklären. So soll der von Eisenberg „bedrängte Schlagstockführer“ ausgesagt haben, dass er „nach den ersten Schüssen“ fliehen konnte – doch niemand hat (und dies bei insgesamt 16 Schüssen!) hinterfragt, nach wie vielen er den Rückzug angetreten hat. Auch wollte niemand von ihm wissen, warum er nur den linken Arm und möglicherweise den Oberkörper, nicht jedoch den das Messer führenden rechten Arm getroffen hat. Ruckdäschel äußerte sich kurz nach der Tragödie sinngemäß dahingehend, dass „zwischen Eisenberg und dem Beamten das Treppengeländer war, weshalb Schläge auf den rechten Arm nicht möglich gewesen seien“. Sollte es so gewesen sein, dann stellt sich die Frage nach einer konkreten Bedrohung – oder hat Eisenberg etwa dazu angesetzt, sich über das Treppengeländer zu schwingen? Behauptet wurde dies bislang von keiner Seite. Selbstverständlich gilt auch für Polizeibeamte bis zum Abschluss eines Verfahrens die Unschuldsvermutung. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass – gerade wenn sich die Behörden wie hier so bedeckt halten – eine kritische Hinterfragung ausgeschlossen wäre. Beispiele aus der Vergangenheit – wie beim Tod von Friedhelm Beate (1999) und René Bastubbe (2002) – belegen, dass dies unumgänglich ist.

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Kommentare (27)

  • eduard buchinger

    |

    „Keine Rechtsgrundlage“ für tödliche Polizeischüsse

    ** Achtmal schoss ein Berliner Polizist in der Silvesternacht auf einen unbewaffneten 26-Jährigen. Dennis J. wurde tödlich getroffen. Jetzt gab die Staatsanwaltschaft ihr vorläufiges Ermittlungsergebnis bekannt: Danach waren die Schüsse durch nichts gerechtfertigt. **

    Link: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,635683,00.html

    …Erschreckend und Traugrig zugleich, ist die Tatsache, dass der in Regensburg mit Zwölf Polizeikugeln getötete Musikstudent Tennessee Eisenberg, kein Einzelfall/-Schicksal ist!

    Bereits im Vorfeld des StA-Abschlußberichtes
    zeigen sich beeindruckende Parallelen in der
    Vorgehensweise der Polizeikräfte. Nicht über-
    raschend, ein bewährtes Muster der Justiz, im gegebenen Fall StA Regensburg, bei der Abwehr gegenüber berechtigten Ansprüchen, wie z.B Nebenklagebegehren und zügiger Aufklärungs-arbeit.
    Nach dem Motto: „Stress und Überforderung schützt vor Strafe!“
    Das bisher Geschehene verstärkt den Eindruck,
    das LOSTA Günther Ruckdäschel Ähnliches im
    Schilde führt?

    Beim vorbez. 26 Jährigen Dennis J. aus Berlin,
    schoss ein Polizist Achtmal auf ihn, im Gegen-
    satz zu Tennessee E., war bereits die erste
    Kugel tödlich. Bei Tennessee grotesker Weise
    eine der letzten Kugeln…“!

    Von wesentlicher Bedeutung werden in der
    „Regensburger Variante“ die Zeugenaussagen
    der „am Tatort anwesenden Kollegen“ der beiden
    Todes Schützen sein.
    Rein Vorsorglich für Schützen wie auch Kolle-
    igalen Zeugen, folgender Hinweis:

    „Im Visier der Staatsanwaltschaft stehen auch zwei Kollegen des Mannes. „Die Ermittlungen gegen sie zum Verdacht der versuchten Strafvereitelung dauern ebenfalls noch an“, sagte Lodenkämper. Beide wollen am Tatort nichts gehört oder gesehen haben.“

    Hierzu führe ich u.a. die Aufklärungsarbeit,
    hinsichtlich „Polizeilicher Übergriffe – Miss-
    handlungen und den Einsatz unverhältnismäßiger
    Gewalt, führe ich folgende Belege an:

    **Während Aktion Courage nach fünf Berichten aus den 1990er Jahren bereits zum sechsten Mal das Ausmaß polizeilicher Gewalt gegen Ausländer dokumentiert, legt amnesty mit Erneut im Fokus: Vorwürfe über polizeiliche Misshandlungen und den Einsatz unverhältnismäßiger Gewalt in Deutschland (http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/windexde/LB2004001) nach 1995 und 1997 zum dritten Mal einen entsprechenden Bericht vor. Beispielhaft werden 20 Fälle ausführlich dargestellt, die sich auf persönliche Befragungen der Opfer, Presseberichte und Rechtsdokumente stützen.**

    Ich wünsche mir für Regensburg einen glaub-
    würdigen Aufschrei durch das Bürgertum!

  • waldorf

    |

    ++war bereits die erste
    Kugel tödlich. Bei Tennessee grotesker Weise
    eine der letzten Kugeln…”!++

    Das läßt sich relativ leicht erklären.
    die zu Hilfe herbeigeholten Polizeibeamten wollten die Angriffe des Eisenberg auf einen Kollegen unterbinden und haben, als er den Aufforderungen von den Angriffen abzulassen und die Waffe abzulegen nicht Folge leistete, auf die Beine gezielt. Erst als dies nicht gelang, und Eisenberg nicht von seinen Angriffen abzubringen war, blieb kein anderer Weg mehr.

  • hans

    |

    @Waldorf

    Wenn jemand sagt:“Erschießt mich doch!“, dann ist das zwar eine gewisse Provokation aber mit Sicherheit kein Angriff. Es ist Sache der mächtigen Schusswaffenträger hier die Ruhe zu bewahren und sich eben nicht provozieren zu lassen wie ein schlecht erzogener Hund vor der Wurstscheibe!

  • lenz

    |

    In Ihrem Text heißt es:

    Warten muss auch Tennessee Eisenberg selbst auf seine letzte Ruhestätte. Da sich sein Bruder und seine Mutter in Urlaub befinden, liegt er immer noch in einer Kühlkammer des Dreifaltigkeitsfriedhofs.

    Das ist leider falsch recherchiert. Es ist zwar schon so, dass T. Eisenberg noch nicht beigesetzt wurde, aber er wurde längst eingeäschert und liegt Gott sei Dank nicht mehr in einer Kühlkammer.

  • waldorf

    |

    +:”Erschießt mich doch!”, +

    Ein erster Erfolg zur Versachlichung. Wenigstens wird wenigstens dies zugegeben. Der Umstand, daß der Eisenberg eine Waffe mit sich führt, diese trotz Aufforderung nicht ablegt, damit andere Menschen bedrohte, angriff und von diesen Angriffen trotz Aufforderung nicht abließ, wird allerdings immer noch bestritten?

  • hans

    |

    @waldorf
    Der Ausspruch „Erschießt mich doch!“ wurde von den beteiligten Polizisten behauptet. Der erschossene junge Mann kann sich dagegen nicht wehren. Dies können also einige Polizisten behaupten und sich von den beteiligten Kollegen bestätigen lassen, leider sind einige davon ganz still um sich nicht selbst zu belasten.
    Das sind die Fakten!!

  • eduard buchinger

    |

    an @waldorf …

    ** Wenigstens wird wenigstens dies zugegeben. Der Umstand, daß der Eisenberg eine Waffe mit
    sich führt, **

    Schmarrn, niemand „gibt etwas zu…“, (Was zudem womöglich gar nicht war)! Vielmehr sind
    es (erlaubte) Schutzbehauptungen der Todes-
    schützen evtl. Kollegiale – Chorgeiststärnkende womögliche Gefälligkeitsaussagen der damals noch
    beteiligten Beamten…!“

    Und wehrter Waldorf hör endlich mit deiner, jetzt für jedermannn ersichtlichen womöglich „fremdbestimmten
    Propaganda“, auf. Von Forum zu Forum bringen Sie diese, warum auch immer. Vielleicht müssen, sie selbes auch tun?

    Unabhängig davon ist es mehr als schäbig und
    pietätlos, wenn (hier) aus dem Zusammenhang heraus behauptet wird: „“ …Warten muss auch Tennessee Eisenberg selbst auf seine letzte Ruhestätte. Da sich sein Bruder und seine Mutter in Urlaub befinden, liegt er immer noch in einer Kühlkammer des Dreifaltigkeitsfriedhofs „“

    Es geht weder der Regensburger MZ noch dem Wochenblatt, noch der hiesigen Staatsanwaltschaft/Polizei und …last but not least UNS etwas an…“, OB und
    WARUM die Familie Eisenberg in Urlaub ist!!

    Zudem JEDER, bei solch einem durch die Polizei
    verursachten und aber dazu auch noch abwendbaren Verlustes („…die hätten nicht
    schiessen müssen“)… eines Bruders – Sohnes –
    und Freundes. JEDER auch „Sie waldorf“ hat das
    ungeschriebene Recht auf eine AUSZEIT!
    Verstanden …??

  • waldorf

    |

    +++Dies können also einige Polizisten behaupten und sich von den beteiligten Kollegen bestätigen lassen, leider sind einige davon ganz still um sich nicht selbst zu belasten.
    Das sind die Fakten!!+++

    Nein Hans, das sind weiß Gott keine Fakten. Das sind Behauptungen. Und zwar welche von Menschen, die zwar nicht dabei waren, die keinen anderen Kennntisstand als ich haben, die aber unbedingt zu dem Ergebnis kommen wollen, die Folgen des ausrastens vom Eisenberg sei den zu Hilfe gerufenen Polizisten anzulasten. Zur Erinnerung, einige Poster(im übrigen mit dem selben Kenntnisstand)haben sogar geglaubt, von „Mord“ und „Hinrichtung“ sprechen zu müssen.

  • waldorf

    |

    ++Vielmehr sind es (erlaubte) Schutzbehauptungen der Todes-
    schützen evtl. Kollegiale – Chorgeiststärnkende womögliche Gefälligkeitsaussagen der damals noch
    beteiligten Beamten…!”++

    Sieh an. Der Eduard Buchinger war dabei und kennt den Geschehensverlauf. Er weiß. daß es sich um „Schutzbehauptungen“ handelt und ferner, daß es sich bei den Zeugenaussagen um um „Gefälligkeitsaussagen handelt. Ja dann…..

    **Unabhängig davon ist es mehr als schäbig und
    pietätlos, wenn (hier) aus dem Zusammenhang heraus behauptet wird: “” …Warten muss auch Tennessee Eisenberg selbst auf seine letzte Ruhestätte. Da sich sein Bruder und seine Mutter in Urlaub befinden, liegt er immer noch in einer Kühlkammer des Dreifaltigkeitsfriedhofs “”`**

    Das hat mit mir nichts zu tun.

    ***Zudem JEDER, bei solch einem durch die Polizei verursachten und aber dazu auch noch abwendbaren Verlustes…**

    „Verursacht“? Ja. Es ist objektiv richtig, daß der Eisenberg durch Schüsse aus Polizeipistolen umgekommen ist. Und ja, das wäre abwendbar gewesen, wenn sich der Eisenberg anders verhalten hätte.

  • Manfred Veits

    |

    Sehr geehrter Herr Waldorf,

    mich jedenfalls langweilen Ihre sich wiederholenden Statements.

    Zudem „arbeiten“ Sie unsauber (siehe nur Ihre letzte Bezugnahme auf Herrn Buchinger, worin Sie dessen sicherlich von ihm mit Bedacht gewähltes „evt.“ außen vor lassen. Sie lassen sich also mit Wissen und Wollen hier falsch ein. Damit muss man sich mir Ihren Beiträgen, die sich alleine zu Tode repetieren, nicht weiter auseinandersetzen – sie sind unseriös.

  • hans

    |

    Also Waldorf, Sie sind ja ein Meister im Wortverdrehen mit Meinungsändern und anschließendem Gegenteil behaupten.
    Wo lernt man so etwas?

  • waldorf

    |

    *mich jedenfalls langweilen Ihre sich wiederholenden Statements.*

    Geschätzter Herr Veits,

    ich bin an persönlichen Auseinandersetzungen nicht interessiert. Zudem bedaure ich, wenn Sie sich langweilen. Ein Tipp, lesen Sie ein guten Buch, oder gehen Sie eine Runde joggen.

    Niemand zwingt Sie meine Beiträge zu lesen oder gar zu antworten. Nur so nebenbei – ich habe auch eine Meinung über die Qualität Ihre Beiträge. Aber, siehe eingangs….

  • eduard buchinger

    |

    an @waldorf…

    *** sieh an. Der Eduard Buchinger war dabei und kennt den Geschehensverlauf. Er weiß. daß es sich um “Schutzbehauptungen” handelt und ferner, daß es sich bei den Zeugenaussagen um um “Gefälligkeitsaussagen handelt. Ja dann….. ***

    „…wehrter @Waldorf ich sprach (juristisch ab-
    gesichert) von „erlaubten Schutzbehauptungen“,
    -„eventuelle Kollegiale – Chorgeiststärkende
    …und womögliche Gefälligkeitsaussagen“
    Besser kann ich, eben weil nicht dabei war, den
    Konjunktiv für die beteiligten ehrenwerten
    Beamten und insbesondere Sie, nicht
    formulieren…“

    Belege allerdings mit folgenden Zitat (Quelle: SPIEGEL ONLINE vom 12.07.2009)…

    *** “Im Visier der Staatsanwaltschaft stehen auch zwei Kollegen des Mannes. “Die Ermittlungen gegen sie zum Verdacht der versuchten Strafvereitelung dauern ebenfalls noch an”, sagte Lodenkämper. Beide wollen am Tatort nichts gehört oder gesehen haben.” ***,
    die „Womöglichkeit von, dann nicht mehr er-
    laubten Schutzbehauptungen (da STRAFVEREITELND)
    und Kollegialen Gefälligkeiten“ …Verstanden??

    Abschließend noch höflicherweise einen Querverweis
    auf vorbze. „ähnlichen Parallelfall“ aus der
    Silvesternacht in Berlin (Dennis J.). Hier
    als Link für Sie und alle Interessierte
    zur gefälligen Kenntnisnahme vorlegen:

    Link: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,635683,00.html

    Warum kämpfen Sie so sehr @Waldorf, auch mit „Wortverdrehen und unsauberer Methodik?“

    Sind Sie womöglich Polizist im Dienst und „fühlen sich daher bei jedem kritischen Beitrag“ selbst#
    angegriffen …?
    Sie wissen, Sie müssen mir nicht antworten
    (juristiche Absicherung …“)

  • deejay12345

    |

    schön dass das thema, obwohl es nichts neues gibt, wieder auf seite 1 ist… schon kann man sich wieder streiten und zieht die massen an (ohne hintergedanken wegen werbung)

    @ eduard buchinger
    in dem bericht von ihnen geposteten link sind mir ein paar interessante sachen aufgefallen:

    „Der Schuss war tödlich, der 26-Jährige aber nicht sofort handlungsunfähig.“

    wird hier nicht darüber diskutiert dass so etwas gar nicht möglich ist?

    das zweite: das ganze fand in der silvesternacht statt. im juli aber kam erst das vorläufiges ermittlungsergebnis. anscheinend dauert eine gründliche recherche doch länger.

    trotzdem frage ich mich, ob die beiden fälle vergleichbar sind. bis dato liegt im fall eisenberg noch kein bericht vor. daher kann ich mich nach wie vor nicht dazu hinreissen lassen den regensburger beamten fahrlässigkeit zu unterstellen. sie unterstellen gerne anderen menschen (wie z.b. mir oder waldorf) propaganda. waldorf sagt das gleiche wie ich: so lange man nichts weiss, sollte man keinen anderen vorverurteilen. darum verstehe ich auch herrn veits kommentare als rechtsanwalt in keinster weise. meines wissens ist er nicht der rechtsbeistand der familie. daher sollte er, gerade als rechtsanwalt, wissen dass man ohne einsicht in akten sich nicht vorab auf etwas festlegen sollte.

    sie können doch jeden und alle immer noch niederschreiben sollte sich ihr nichtwissen bestätigen. die zeit wird es zeigen.

  • waldorf

    |

    ++darum verstehe ich auch herrn veits kommentare als rechtsanwalt in keinster weise. meines wissens ist er nicht der rechtsbeistand der familie. daher sollte er, gerade als rechtsanwalt, wissen dass man ohne einsicht in akten sich nicht vorab auf etwas festlegen sollte.++

    Ich meine jetzt nicht den Herrn Veits persönlich. Nur eine grundsätzliche Anmerkung. So ein Rechtsanwalt wird im volksmund auch „Mietmaul“ genannt.
    Erklärung: Zwei Parteien, A + B, streiten sich. Dann nimmt A einen Anwalt. Der streitet dann für A und behauptet irgendwelche Sachen, die für A günstig sind. Der Anwalt hätte aber ebensogut von B engagiert werden können. Dann hätte der anwalt eben das Gegenteil behauptet. Für Geld tun manche Leute halt (fast) alles.

  • bert

    |

    @deejay
    @waldorf

    sie sind beide vorbildliche staatsbürger, nein: untertanen. sie fragen wenigstens nicht nach. die staatsgewalt wirds schon richtig machen. wer nachfragt oder ungereimtheiten aufzeigt, hasst den staat, die polizei oder ihr kuschel-wohlfühl-dasein.

    waldorf hat in diesem forum vermutlich am häufigsten die worte „mord“ oder „hinrichtung“ gebraucht, um alle skeptiker über einen kamm scheren zu können. zu unterstellen, dass veits hier für bares schreiben würde (anders ist das trotz ihrer scheinheiligen vorbemerkung nicht zu verstehen), ist nur eine konsequente fortsetzung dieser diffamierungsversuche. braver, braver untertan waldorf.

    mal darüber nachgedacht, dass skepsis gegenüber der staatsgwalt nicht zugleich hass auf den staat bedeutet? das skepsis gegenüber einem staatsapparat für eine demokratie unabdingbar ist? sie gestehen in ihrer obrigkeitsgläubigkeit nicht einmal anderen diese skepsis zu. armselig.

    ich halte es übrigens für ein interessantes detail, wie bei der vernehmung der beamten verfahren wurde.

  • waldorf

    |

    +++waldorf hat in diesem forum vermutlich am häufigsten die worte “mord” oder “hinrichtung” gebraucht,++

    Eingeführt wurden die, im übrigen im Zusammenhang mit den tragischen Geschehnissen völlig deplatzierten Begriffe „Mord“ und „Hinrichtig“ von einem der (im Unterschied zu mir, der ich ja ein „Untertan“ sein soll) aus den Reihen der aufrechten Demokraten, die naürlich nicht vorverurteilen, sondern lediglich skeptisch nachfragen.
    Waldorf hat lediglich einen dieser Leute zitiert. Soviel zum „alle über einen Kamm scheren.

    Nur nebenbei bemerkt von diesen „skeptischen Nachfragern“ hat sich bislang noch niemand von diesen ebenso unbewiesenen, wie ungeheuerlichen Vorwürfen distanziert

    ++mal darüber nachgedacht, dass skepsis gegenüber der staatsgwalt nicht zugleich hass auf den staat bedeutet?++

    Schon einmal darüber nachgedacht, was diese ungeheuren, unbewiesenen vorwürfe (Mord, Hinrichtung usw.) für die betroffenen Polizisten und deren Familien bedeutet?
    Nein, natürlich nicht! Das ist nicht mehr nur „armselig“!

  • hans

    |

    Was deejay und waldorf nicht akzeptieren wollen:
    Ein junger Mann wurde durch 12-13 Treffer aus Polizeipistolen getötet. Keine andere Person wurde verletzt. Die Umstände der Tötung sind ungeklärt und es bestehen erhebliche Zweifel an der von den Polizisten behaupteten Notwehr-Situation. Es kann nicht sein, dass sich ein hochrangiger Politiker vor Klärung der Umstände hinstellt und sagt, er gehe von einer Notwehr-Situation aus. Das ist das allerletzte.

  • bert

    |

    @waldorf

    du wiederholst dich. wieder gehst du nur auf „mord“ und „hinrichtung“ ein. wie immer ignorierst du den rest, bei dem du ganz schön ins schwimmen kommen würdest. jetzt muss sich schon jeder, der hier was schreibt von vorwürfen distanzieren, die er selbst nicht erhoben hat, ehe er einer waldorfschen antwort würdig ist. du machst einfach mit deiner diffamierung weiter. braver untertan!

  • bert

    |

    @waldorf

    zur ergänzung noch einen auszugsweisen kommentar von mir vom 06.08.2009 um 13:55.

    „@waldorf

    (…) traumatisierte beamte haben durchaus mein mitgefühl, aber dieses mitgefühl ist kein vorwand, um offensichtliche ungereimtheiten bei diesem einsatz permanent zu relativieren. das tun sie.“

    schon damals waren sie nicht in der lage, zu antworten.ich bleibe dabei: sie vertreten hier ihre obrigkeitsgläubikeit, wie man sie sich nur wünschen kann, wenn man kein interesse an einer lebendigen demokratie hat. staaten wie china wenden eine menge auf, um untertanen wie sie zur norm zu machen.

  • waldorf

    |

    ++wieder gehst du nur auf “mord” und “hinrichtung” ein.++

    Das ist richtig. Ich halte es für unerträglich, wie Menschen ohne jegliche Beweise derart massiv vorverurteilt und diffamiert werden. Und leider muß ich feststellen, daß die staatskritische Fraktion der Poster hier, nicht bereit ist, sich von diesen Diffamierungen zu distanzieren.

    Ich halte es für meine Person geboten, diesen Missstand aufzuzeigen. Weiter kann ich damit leben, von den Leuten, die glauben, nach wie vor von „Mord“ und „Hinrichtung“ reden zu müssen, bzw. nicht klarstellen möchten, daß hier nicht von „Mord“ geredet werden kann, als „Untertan“ oder „obrigkeitsgläubig und was weiß ich noch alles hingestellt zu werden.

    wie immer ignorierst du den rest, bei dem du ganz schön ins schwimmen kommen würdest. jetzt muss sich schon jeder, der hier was schreibt von vorwürfen distanzieren, die er selbst nicht erhoben hat, ehe er einer waldorfschen antwort würdig ist. du machst einfach mit deiner diffamierung weiter. braver untertan!

  • eduard buchinger

    |

    an @deejay 12345

    ** sie können doch jeden und alle immer noch niederschreiben sollte sich ihr nichtwissen bestätigen. die zeit wird es zeigen. **

    Vielen Dank für ihre kritische Meinung, über die ich ernsthaft nachdenken werde. Wusste aber nicht, dass „waldorf das gleiche sagt wie sie“,
    nehme sie trotzdem als Einzelperson wahr…!“

    Bitte höflichst um keine Verallgemeinerung,
    da ich nicht beabsichtige: „…jeden und alle
    niederzuschreiben.“ Vielmehr den Diskurs, wie auch sie (hoffentlich), mit jeden und allen
    zu suchen, womöglich auch zu finden.

    Ich hoffe aufrichtig, “ dass sich mein (berechtigtes) Nichtwissen (so wie sie es
    nun ausdrücken) bestätigt. So könnte zumindest
    dem Andenken des Getöteten, seiner Rehabilitation und seinen lieben Angehörigen,
    letztendlich der Gerechtigkeit (insbesondere hier in Regensburg) Genüge getan werden …!“
    werden.

    :-) mit besten Grüßen …edi

  • eduard buchinger

    |

    an den wehrten @waldorf …“

    „“ Ich meine jetzt nicht den Herrn Veits persönlich. Nur eine grundsätzliche Anmerkung. So ein Rechtsanwalt wird im volksmund auch “Mietmaul” genannt.
    Erklärung: Zwei Parteien, A + B, streiten sich. Dann nimmt A einen Anwalt. Der streitet dann für A und behauptet irgendwelche Sachen, die für A günstig sind. Der Anwalt hätte aber ebensogut von B engagiert werden können. Dann hätte der anwalt eben das Gegenteil behauptet. Für Geld tun manche Leute halt (fast) alles.

    Von waldorf am 29. Aug 2009, 02:33 Uhr „“

    „…ganz schön „starker Moral Tobak“, wehrter @waldorf, SIE meinen zwar jetzt nicht den
    Herrn Veits, ABER es kommt (und das haben SIE
    schlau eingefädelt) ganz anders an, … rüber!“

    Ich meine jetzt nicht SIE, aber für Geld tun manche Leute halt (fast) alles wehrter waldorf.“
    :-) …wie klingt „solches in IHREN Ohren?“

  • eduard buchinger

    |

    an @bert

    Hallo bert sie haben ganz einfach RECHT und
    sprechen mir aus der Seele (aus dem Herzen).
    Tennessee E. hat kurz vor seinen furchtbaren
    Tod, bei Freunden noch gesagt: „…ich folge
    meinem Herzen und das ist sehr einfach.“

    Es soll keine Polemik sein, aber ein Schuss
    ging mitten durch sein Herz. Ob dieser
    sofort tödlich war, wissen nur die Todesschützen und der liebe Gott!

    Eines aber weis ich, …wissen wir auch, die
    Vernehmung der Beamten entbehrt womöglich
    jeglicher Rechtsgrundlage…!

    „“ mal darüber nachgedacht, dass skepsis gegenüber der staatsgwalt nicht zugleich hass auf den staat bedeutet? das skepsis gegenüber einem staatsapparat für eine demokratie unabdingbar ist? sie gestehen in ihrer obrigkeitsgläubigkeit nicht einmal anderen diese skepsis zu. armselig.

    ich halte es übrigens für ein interessantes detail, wie bei der vernehmung der beamten verfahren wurde.

    Von bert am 29. Aug 2009 „“

    Beste Grüße :-)von einem skeptischen Demokraten

  • Sternenfee

    |

    tja, meine Herren Buchinger und Veits.Die neuen Erkenntnisse schon gehört? Ich denke, da wird jemand hier in diesem Forum wohl sehr leise werden.

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