SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 13. August 2009

HaackProfessor Alfred Haack (Foto) hört sich gelassen an. „Die Fragen der SPD sind nicht unsinnig”, sagt der Tunnelbauexperte, „es gibt aber keinen Punkt, wo ich Argumentationsschwierigkeiten hätte”. Haack gehört zu den Unterzeichnern der Machbarkeitsstudie für eine Tunnellösung, die vor gut einem Monat von den Freien Wählern vorgelegt wurde. Er hat im Namen der renommierten Studiengesellschaft für unterirdische Verkehrsanlagen (STUVA) daran mitgearbeitet. Der Tunnel soll vom Unteren Wöhrd auf einer Länge von 480 Metern unter dem Gries geführt werden und an der Grässlschleife in Stadtamhof wieder an die Oberfläche kommen. Die SPD hat als Reaktion auf die Studie einen vierseitigen Fragenkatalog vorgelegt, der unter Federführung des Fraktionsvorsitzenden Norbert Hartl erstellt wurde. Insbesondere Sicherheitsbedenken – auch die „gefühlte Sicherheit” (Hartl) – prägen diesen Katalog, in dem mit plakativen Vergleichsbeispielen wie dem Seilbahnunglück in Kaprun oder dem Tunneleinsturz in Köln gearbeitet wird. Diese Bedenken ließen sich alle ausräumen, erklärt Haack. Er hat angekündigt, die Fragen detailliert zu beantworten und seine Ausführungen dem Regensburger Stadtrat bei seiner nächsten Sitzung vorzulegen. „Aus den Fragen ergibt sich kein K.O.-Kriterium”, verrät er vorab. „Die Machbarkeit ist eigentlich keine Frage.” Letztlich sei es aber ausschließlich eine politische Frage, ob nun ein Tunnel in Regensburg gebaut werde oder nicht. Solche Diskussionen gebe es immer wieder, insbesondere bei größeren Vorhaben als dem in Regensburg. Haack zeigt sich davon aber unbeeindruckt. „Ich bin weder in die Regensburger Zusammenhänge involviert noch gehöre ich einer der Stadtratsfraktionen an und beurteile das rein technisch – ohne politische Ambitionen oder Emotionen.” Die aktuell ins Gespräch gebrachte (teurere) Variante mit spurgeführten Bussen hält Haack übrigens nicht für erforderlich. „Das ist nur notwendig bei einem schmalen Durchmesser des Tunnels.” Bei der aktuellen Machbarkeitsstudie habe man den Tunnel bereits entsprechend größer geplant. Rückendeckung erhält eine Tunnellösung mittlerweile von der CSU. Der Kreisvorstand hat bei seiner gestrigen Sitzung mit großer Mehrheit die „ernsthafte Prüfung” eines Tunnels befürwortet, allerdings ohne sich dabei auf eine bestimmte Variante festzulegen. Ob das die CSU-Fraktion im Stadtrat interessieren wird ist – angesichts der Zerstrittenheit der Regensburger Christsozialen – wieder eine ganz andere Frage.

Skelett im Garten: Identität geklärt

Die Identität der menschlichen Skelettteile, die am Donnerstag vergangene Woche auf einem Grundstück im Regensburger Stadtsüden gefunden wurden, ist geklärt. Es handelt sich dabei um einen 1972 in Regensburg geborenen Mann. Das teilt das Polizeipräsidium Oberpfalz heute mit. Der Grundstücksbesitzer hatte am erwähnten Tag bei Aufräumarbeiten in seinem neu erworbenen Grundstück zunächst Turnschuhe aus dem […]

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