Archiv für 27. August 2009

Im Nachgang zum 70. Geburtstag von Albürgermeister Walter Annuß hat sich der Verein Donauanlieger zu Wort gemeldet. Die SPD hatte ihren Jubilar am Samstag ausgiebig gefeiert. In einem Stück des Kasperltheaters Larifari wurden vor allem Annuß‘ Verdienste um die Rettung der Regensburger Altstadt gewürdigt. Der Vorsitzende der Donauanlieger, Oliver Wolf, hat nun in einem offenen Brief an die SPD verfasst, den wir hier ungekürzt veröffentlichen. Am Samstag hat der Ortsverein Innerer Westen der SPD den 70. Geburtstag des ehemaligen Bürgermeisters Walter Annuß gefeiert. Einen breiten Raum in der Ehrung des Jubilars haben dessen Verdienste um den Erhalt der Altstadt von Regensburg eingenommen. Zu Recht, wie man ausdrücklich anmerken sollte! Interessant war vor allem, welche Projekte nicht zuletzt durch Herrn Annuß verhindert wurden – Bayerwaldbrücke, Abriss der Keplerstraße, Umgestaltung ganz Regensburgs zur verkehrsgerechten Stadt usw. Interessant war auch, dass alle Anwesenden durch starken Beifall zum Ausdruck brachten, dass der Erhalt Regensburgs und die Bewahrung der Altstadt unumstößlich wichtige Ziele auch der SPD darstellen. Umso erstaunlicher ist es, dass sich die Fraktion der SPD im Stadtrat für eine Ersatzbrücke für die Steinerne Brücke – derzeit mehrheitlich für die Westtrasse (vom Schopperplatz zur Holzlände) – ausspricht. Streng genommen vollendet die jetzige SPD das Werk, das Herr Annuß verhindert hat, streng genommen belegt die jetzige SPD, dass sie die Verdienste des Herrn Annuß nicht einmal in Ansätzen zu würdigen in der Lage ist. Geschichte wiederholt sich – leider. Auch die von Herrn Annuß verhinderten Projekte wurden von damaligen Gutachtern als die jeweils besten Lösungen für Regensburg beschrieben. So gibt es auch heute ein „Verkehrsgutachten“ das die Notwendigkeit einer Ersatzbrücke angeblich belegt. Allerdings, damals wie heute, ein Gutachten ist eine Auftragsarbeit…. Eine Ersatztrasse für die Steinerne Brücke ist nicht notwendig – die Führung der Busse auf der „Bürgertrasse“ ist die intelligentere Lösung. Eine Ersatztrasse für die Steinerne Brücke passt nicht ins Stadtbild, und zwar nicht als Osttrasse (so wie damals die Bayerwaldbrücke) und erst recht nicht als Westtrasse. Die Donauanlieger sind gerne bereit, hierüber näher zu informieren und zu diskutieren. Die Donauanlieger bitten daher, dass die SPD ihre Haltung zu dieser elementaren Frage überdenkt. Ein zukunftsfähiger ÖPNV stirbt nämlich nicht ohne Ersatztrasse, aber viel Charme, Schönheit und Zukunft der Stadt Regensburg stirbt unwiederbringlich durch den Bau einer Ersatztrasse. Wenn die Ehrungen für Herrn Annuß ernst gemeint waren – was zu hoffen ist – sollte die SPD in Übereinstimmung mit der übergroßen Mehrheit der Regensburgerinnen und Regensburger und in Übereinstimung mit allen Denkmalschützern die Pläne für eine Ersatztrasse für die Steinerne Brücke als beerdigt erklären!

Tennessee Eisenberg: Wann hat das Warten ein Ende?

Wenngleich der von den Hinterbliebenen beauftrage Privatgutachter Prof. Bernd Karger aus Münster bereits vor mehr als zwei Wochen aus seinem Jahresurlaub zurück gekehrt ist, liegt nach Auskunft der Anwälte der Familie dessen Gutachten immer noch nicht vor. Damit ist auch nicht so schnell mit der vom Leitenden Oberstaatsanwalt Günther Ruckdäschel angekündigten Pressekonferenz zu rechnen. Warten […]

CSU-Strafanzeige: Ablasshandel für Schaidinger & Co

Die Affäre um die Strafanzeige gegen Oberbürgermeister Hans Schaidinger, Bürgermeister Gerhard Weber und den früheren Regensburger CSU-Vorsitzenden Peter Welnhofer wird immer absurder. Mit einer Erklärung haben sich die Anzeigenerstatter gestern abend an die Medien gewandt und bieten an, ihre Anzeige zurückzuziehen – unter gewissen „Bedingungen”. Die Strafanzeige wegen „banden- und gewerbsmäßigen Betrugs” wegen der Affäre […]

Fall Eisenberg: „Ermittlungen abschließen!”

Seit Gabriele Pauli von den Freien Wählern ausgeschlossen wurde hat Joachim Hanisch den Vorsitz des Innenausschusses im bayerischen Landtag inne. Der Innenausschuss heißt nicht umsonst der Kommunalausschuss. Er ist zuständig für alle Gesetze, die Gemeinden, Landkreise, Bezirke auf kommunaler Ebene berühren. Dieses Geschäft kennt Hanisch aus eigener Erfahrung gut: Er war 28 Jahre Bürgermeister in […]

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