Gefahrenzone Stobäusplatz

Trotz Warnung und Unfällen: Ordnungsamt reagiert schleppend

Die geänderte Verkehrsführung für Busse am Stobäusplatz und in der Luitpoldstraße birgt erhebliche Gefahren für Fußgänger. Das belegen drei Unfälle, nach denen das Regensburger Ordnungsamt nun reagiert hat. Gewarnt davor wurde schon vor einem Monat – doch die E-Mail-Adresse auf den Stadtseiten lief offenbar ins Leere.

Wurden nach drei Unfällen am Dienstag dieser Woche aufgestellt: Schilder, die vor den Bussen aus ungewohnter Richtung warnen. Foto: privat

„Blick nach links!“, „Blick nach rechts!“ prangt seit Dienstag von mehreren auffällig gelben Schildern an Fußgängerübergängen am Stobäusplatz, versehen mit dem Verkehrskennzeichen für Gefahr. Damit reagiert das Ordnungsamt der Stadt Regensburg auf mehrere Unfälle, die sich seit Mitte Juni in diesem Bereich ereignet haben. Und das geschieht reichlich spät.

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Polizei: Geänderte Verkehrsführung braucht lange Umgewöhnungszeit

Der Hintergrund: Wegen der Baustelle in der Landshuter Straße und der damit einhergehenden Sperrung fahren seit dem 7. Juni sämtliche Busse stadteinwärts über die Luitpoldstraße – bislang eine Einbahnstraße, ausschließlich stadtauswärts. Eine ungewohnte Situation für Fußgänger oder Radler, die dort die Straße queren und es bislang gewohnt waren, nur auf eine Fahrtrichtung achten zu müssen.

Das bestätigt ein Sprecher der Polizeiinspektion Süd. Man habe schon häufiger die Beobachtung gemacht, dass es oft sehr lange dauere, bis sich Verkehrsteilnehmer an eine geänderte Verkehrsführung gewohnt hätten. So auch am Stobäusplatz und in der Luitpoldstraße. Und das hat Konsequenzen.

Drei Unfälle seit 20. Juni

Am 20. Juni wurde eine Radfahrerin von einem Bus touchiert, als sie die Straße überqueren wollte. Es entstand zum Glück nur Sachschaden. Am 5. Juli passierte dasselbe einer 14-jährige Schülerin, die zu Fuß über die Straße wollte. Das Mädchen wurde leicht verletzt. Und zwei Tage später schließlich lief ein junger Mann am Stobäusplatz vor einen Bus und erlitt so schwere Verletzungen, dass er stationär im Krankenhaus aufgenommen werden musste.

Der junge Mann war bei Rot über die Ampel gegangen und hatte nach Angaben von Anwohnern nur auf eine Richtung geachtet. Nach Angaben der Polizei haben sich seine Verletzungen aber mittlerweile als nicht so schwerwiegend herausgestellt, wie zunächst angenommen. Der Bus hatte ihn am Kopf getroffen.

Von einer besonderen Unfallhäufung wolle man angesichts dessen zwar noch nicht reden, so der Polizeisprecher. „Allerdings bekommen wir es auch nur mit, wenn tatsächlich etwas passiert.“ Beinahe-Unfälle blieben außen vor.

Fußgänger, die nicht schauen und Busse, die „brettern“

Liane Schuster kennt die Verkehrssituation an dieser Gefahrenstelle sehr genau. Sie wohnt gegenüber und kann die Bushaltestelle, eine der größten im Innenstadtbereich mit vielen Umsteigebeziehungen, von ihrem Fenster aus gut sehen. Und die Straße, die täglich hunderte Menschen, darunter viele Schulkinder queren, ohne in beide Richtungen zu schauen. Mal an der Ampel, mal weiter Richtung Luitpoldstraße hinter der Kurve mit dem Mäuerchen (siehe Video), um die die Busse vom Stobäusplatz kommen oder, wie es Schuster ausdrückt, „brettern“. Vor allem die roten Busse aus dem Landkreis, die nicht an der Haltestelle stehenbleiben, würden vor der Kurve häufig nochmal ordentlich aufs Gas treten.

Bereits am 13. Juni hatte Schuster deshalb eine E-Mail an den zuständigen Mitarbeiter für Straßenverkehr und Baustellen beim Regensburger Ordnungsamt geschrieben. Schon wenige Tage vorher hatte sie mit dem Mann Kontakt. Damals ging es um ihre Ausfahrt, die sie aufgrund der veränderten Verkehrsführung von heute auf morgen nicht mehr nutzen konnte. Sie habe den Mann sehr positiv und lösungsorientiert in Erinnerung gehabt, so Schuster. „Deshalb habe ich mich dann auch direkt an ihn als Zuständigen gewandt.“

Anwohnerin warnte schon am 13. Juni

In besagter E-Mail vom 13. Juni, warnt Schuster dann eindringlich vor der gefährlichen Situation und ihren „beunruhigenden Beobachtungen“:

„Wie Ihnen wahrscheinlich klar ist, wechseln sehr viele Menschen, die dort in den Bus aus- und einsteigen, die Straße nicht an Ampeln und Fußgängerwegen, sondern laufen in der Regel kreuz und quer über die Kreuzungen (vor allem Kinder und Jugendliche). Dabei kucken sie natürlich (meist), ob ein Auto kommt, allerdings in die gewohnte Richtung stadteinwärts.

Ich konnte bereits jetzt Menschen beobachten, die beim Überqueren der Straße natürlich stadteinwärts schauen und da dann kein Auto kommt gemütlich die Straße überqueren, ohne sich der Gefahr bewusst zu sein, dass sich jederzeit ein Bus mit hoher Geschwindigkeit nähern kann, den sie wegen der Mauer nicht sehen und in dessen Richtung sie auch gar nicht schauen – und der Busfahrer den Fußgänger genau aus diesem Grund auch nicht.“

Die dreifache Mutter bat eindringlich – eine Woche vor dem Ende der Pfingstferien – etwas zu unternehmen:

„Eine Möglichkeit wäre es zum Beispiel, ab der Kreuzung bei der Mauer für die Busfahrer ein Schild anzubringen: ‘Ab hier Schritttempo wegen Fußgänger/Schüler’, denn auch wenn da keiner über die Straße darf, im Alltag machen das die Leute trotzdem.“

Eine Antwort bekam Liane Schuster nicht. Und auch sonst passierte nichts am Stobäusplatz und in der Luitpoldstraße bis zu dem schweren Unfall am 7. Juli, den ihre Nachbarin direkt miterlebte und erste Hilfe leistete.

Reaktion erst nach dem dritten, schweren Unfall

Geschockt von dem Unfall und verärgert darüber, dass sie vor genau solchen Situation gewarnt hatte, aber ignoriert worden war, schrieb Schuster nun noch einmal eine knappe E-Mail an das Regensburger Ordnungsamt. Sie informierte die Behörde darüber, dass sie ihre Schreiben sowohl an die Staatsanwaltschaft als auch an die Angehörigen des Unfallopfers und die Presse weitergeben werde.

Der direkte Weg zur Bushaltestelle liegt unmittelbar hinter einer nicht uberschaubaren Kurve, wo seit neustem Busse stadteinwärts fahren.

Nun reagierte die Straßenverkehrsbehörde. Am Freitag wurden Tempo-30-Schilder für die Busspur angebracht, am Dienstag dann besagte gelbe Warnschilder. Erst nach einer Nachfrage unserer Redaktion bei der Stadt Regensburg erhielt auch Liane Schuster eine Antwort – über einen Monat nach ihrer ersten Mail.

Ein verschwundener Abteilungsleiter und E-Mails ins Leere

Nun bedankt sich ein Abteilungsleiter des Ordnungsamtes für den Hinweis, den sie gegeben habe. „Da Sie für Ihr erstes Anschreiben das persönliche Postfach unseres ehemaligen Mitarbeiters verwendet haben, hatten wir darauf keinen Zugriff.“ Ähnliches schreibt die städtische Pressestelle auch unsere Redaktion.

Das Tempo-30-Schild und die Absperrungen wurden erst am vergangenen Freitag aufgestellt. Vorher sah die Stadt dazu keine Veranlassung. Foto: privat

Doch tatsächlich wird der Mann auf den Internetseiten der Stadt im Bereich „Bürgerservice“ nach wie vor als Ansprechpartner der Straßenverkehrsabteilung für Baustellen geführt, mit Telefonnummer und einer E-Mail-Adresse, bei der entsprechende Schreiben gemäß der Presseauskunft spätestens seit 13. Juni ins Leere laufen.

Stadt sah „keine Veranlassung für Maßnahmen zur Gefahrenabwehr“

Versäumnisse sieht die Stadt laut Antwort der Pressestelle bei sich offenbar nicht. Nach Einrichtung der Umleitung mit Busspur in die neue Richtung stadteinwärts habe es „unmittelbar keine Veranlassung für weitere Maßnahmen zur Gefahrenabwehr“ gegeben. Schließlich seien die ersten Wochen „ohne Probleme“ verlaufen (Nimmt man den ersten Unfall am 20. Juni, dann waren es nicht einmal zwei Wochen.). Und bezüglich der überhöhten Geschwindigkeit der Busse, da solle man sich doch an das Stadtwerk Regensburg wenden.

Für Liane Schuster ist diese lässige Haltung nicht nachvollziehbar. „Anscheinend muss wirklich erst etwas Schlimmes passieren, bis sixch jemand verantwortlich fühlt.“ 

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Kommentare (32)

  • Hmm

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    Wahrscheinlich hat die Stadt zu wenig Mitarbeiter.

    Oh, Moment.

  • Mr. B.

    |

    Da verschwinden einfach wichtige Mitarbeiter und die Lohnkosten der Stadt steigen immer weiter?
    Gut dass es die CSU gibt, die sich jetzt die Sache mit den Miarbeitergehältern ausschaut!?

  • Theo

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    Das Busse „brettern“ ist leider Alltag in Regensburg. Ob 30 Zonen oder Fahrradstraßen, selbst in der Altstadt wird jeder Fußgänger vom grünen Bus weggeklingelt. Das Recht des Stärkeren?

  • Holger

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    Leute gehen bei Rot und/oder nicht am Übergang über die Straße, aber Schuld ist die Stadt? Hallo?

  • joey

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    interessant wurde es wohl erst, als das mit der Staatsanwaltschaft erwähnt wurde.

  • Meier mit "ei"

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    Die Regensburger Busfahrer sind mir schon oft negativ aufgefallen.
    Auch wenn sie oft Vorfahrt haben. Aber manche blinken links und fahren sofort, ohne Rücksicht, aus ihrer Bushaltestelle raus. Gegenseitige Rücksichtsnahme sieht anders aus!
    Das ist nur ein Beispiel von mehreren.

  • MaSlos

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    Die reale Welt per Händy & Ohrstöpsel 24/7 abzuschalten und sich dann beschweren wenn sich ein 13 Tonnen Bus von hinten anschleicht. Naja jeder wie er meint…

  • Karl Straube

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    Die präsentierten – offenbar für repräsentativ gehaltenen – negativen Erfahrungen mit regensburger (und anderen) Busfahrern sind nach meiner Beobachtung ebenso ungerechtfertigte Pauschalverurteilungen wie man sie häufig gegenüber LKW-Fahrern findet: ehe man hier losbellt, sollte man sich versuchshalber gedanklich auf den Fahrersitz setzen und sich vorstellen, wie es denn wäre, wenn man sich selbst 6 Stunden durch den Verkehr schlängeln müsste, mit Autofahrern, die nicht einfädeln lassen, Radfahrern, die blitzartig den Zebrastreifen nutzen, Fahrgästen, denen der Bus zu langsam oder zu schnell fährt. Zu “Theo”: Geschwindigkeitsschätzungen gehören zu den fragwürdigsten Schätzungen: ein Bus mit 3 m Höhe, 18 m Länge und 29 t zul. Gesamtmasse wirkt nun mal schneller als ein gleich schneller Smart, weil das Gehirn das Gefahrenpotential aus Größe und Annäherungsgeschwindigkeit “zusammenrechnet”.

  • Vogl Sebastian

    |

    Bin Anwohner in der Roritzerstraße und wurde, nachdem die neu installierte Ampel grün wurde beim links abbiegen auf die Luitpold bereits zweimal beinahe von einem Bus von links kommend abgeräumt, wenn ich nicht gebremst hätte. Habe vor Wochen dazu die Polizei informiert, habe vermutet die Ampel wäre defekt.
    Mich würde aber eigentlich viel mehr interessieren, wieso es 8 Wochen dauert auf 300m Straße eine Gasleitung zu erneuern.

  • xy

    |

    Das mit den “bretternden Bussen” ist mir auch schon aufgefallen. Seitdem die grünen Busse jetzt mit Klingeln ausgestattet sind, wird man in der Altstadt als Fußgänger zwar nicht mehr mit 100 db weggehupt, aber die ewige Klingelei der eiligen Emilpiloten ist als “Schallzeichen” ebenso rechtswidrig und bußgeldbewehrt (§ 16 Abs. 1 StVO). Unser Rechtsreferent sollte zu dem Thema mal eine Weisung entwerfen.

  • Rene

    |

    @Karl Straube
    Geschwindigkeitsschätzungen fragwürdig?
    Das hat weniger mit dem (dämlichen) Gehirn zu tun, sondern mit Technik.
    Heute hat fast jeder Fahrgast ein Smartphone, da wird die Geschwindigkeit ruck zuck über GPS sehr genau gemessen.

  • Mathilde Vietze

    |

    Auch in der Fußgängerzone gibt es Bürgersteige. Manche Leute aber rennen einfach
    dahin, als wären sie alleine im Wald. Und dann sind sie erstaunt, wenn der Altstadt-
    bus sie “wegklingelt.”

  • Mr. B.

    |

    Zu MaSlos
    15. Juli 2022 um 17:58 | #
    Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht!
    Das coole, arrogante und maßlos übertriebene Auftreten der “High-Tech”-Bürger kann zu schweren Unfällen führen!

  • Mr. B.

    |

    Zu Rene
    16. Juli 2022 um 06:21 | #

    Das dürften aber nicht viele sein, die meisten sind auf Insta….., sonst wo oder beschäftigen sich mit Schießspielen!
    Als täglicher Busnutzer kann ich nur ein Lied davon singen, was sich viele Radfahrer in dieser Stadt mittlerweile herausnehmen. Für viele ist die Straßenverkehrsordnung abgeschafft! Viele Radfahrer haben heutzutage gar keine Ahnung mehr, was passieren kann, wenn der Bus stark bremsen muß! Hupt der Busfahrer dann, so kommt oftmals auch der Mittelfinger vom “ökologischen Radfahrer”.
    -Egoistentum pur!!!
    Nur miteinander würde es gehen!

  • Weichser67

    |

    Ach ja die Ämter in Regensburg und vor allem in Bezug auf Verkehrssicherheit und Hinweise auf Gefahrenstellen… ein Drama, worüber ich mehrere Geschichten zum Besten geben könnte. Reaktionszeiten von Wochen oder wenigen Monaten halte ich noch für hochperformant. Ich hatte zwei Fälle, wo es mehrere Jahre gedauert hat…

    In einem Fall kam dann von einem Abteilungsleiter auf die Drohung einer Klage die Antwort, ich solle das ruhig tun, dass „die Herrschaften in der Führung“ mal die Lage erkennen würden… auf meinen Verweis, wenn ich so mit meinen Kundenanfragen umgehen würde, wäre ich arbeitslos erhielt ich eine belustigte Antwort, dass das eben der Unterschied zwischen mir und ihm sei…

    Mir scheint es, als wäre die Verwaltung-besonders in Regensburg- kaum noch unter Kontrolle…und wenn dann keinesfalls von der OBin, die ein Bild der völligen Hilflosigkeit und Gefügigkeit gegenüber der Verwaltung abgibt. Ich denke es mir immer wieder…schade um die Stimme bei der Wahl….

  • KW

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    Es ist eine bekannte Tatsache, dass Änderungen von Vorfahrtsrechten oder der Verkehrsführung, vom Gewohnheitstier Mensch nicht sofort oder erst nach längerer Zeit erkannt und beachtet werden (außer vielleicht bei manchen der unfehlbaren Vorkommentierenden, Achtung, der Satz in Klammern kann Ironie enthalten). Das sagt einem der gesunde Menschenverstand.
    Ist man jedoch in solch einem Bereich als EntscheiderIn tätig, sollte es zum Pflichtwissen gehören und entsprechende Warnhinweise ebenso verpflichtend aufgestellt werden.
    Ich kann ein weiteres Beispiel einer jüngst erfolgten Änderung von Vorfahrtsrechten nennen, ebenfalls OHNE große gut sichtbare Warnhinweise:
    Die Burgunderstraße wurde kürzlich zu einer der weiteren (Placebo-) Fahrradstraßen umgewandelt und ist jetzt auf kompletter Länge Vorfahrtstraße, vorher galt hier überall Rechts vor Links. Auch hier sind Unfälle wegen Missverständnissen vorprogrammiert, hoffen wir, dass nichts Schlimmes passiert, sind es doch gerade die RadfahrerInnen die nun Vorfahrt haben sollen, aber ggf. von lokalen Gewohnheitstieren vom Rad geholt werden.
    Ich bin der Meinung, dass bei solchen Änderungen das Nichtaufstellen von zusätzlichen, großen, gut sichtbaren Warnhinweisen unter grob fahrlässig einzuordnen ist.
    Aber die Verwaltung macht ja bestimmt wieder alles richtig.

  • Anwohner

    |

    Alle Nachbarn die ich kenne sind auch der Meinung, dass es mindestens schwere Unfälle durch die Situation geben wird. Warhscheinlich wird noch jemand sterben. Die Busse rasen mit 50+ durch und könnten auf keinen Fall bremsen, wenn jemand “ohne zu schauen” auf die Straße tritt. Weil alle Anwohner hier eine Einbahnstraße über Jahre gewohnt sind. Ich wäre schon 3x fast vor einen Bus gelaufen. Zum Glück guckt man doch in die andere Richtung weil öfter Radfahrer den Gehsteig benutzen, aber nicht mit der Geschwindigkeit wie die Busse durchrauschen, die neue Zielgerade des “RVV Racing Teams”.

  • OTTO

    |

    Blöde Idee, mitten in der Stadt Busse ‚brettern’ zu lassen. Man kann doch mit dem Rad zum Stadtrand fahren und dort in den jeweiligen Bus einsteigen. Die Landkreisbevölkerung und Touris können dann mit dem Bike in die Stadt fahren.

  • Mr. B.

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    Otto hat wohl eine Immobilie mitten in der Stadt, wie auch immer!

  • peter sturm

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    “blick nach l i n k s” und zwei pfeile zeigen nach rechts! da überlebt nur der akademiker.

  • Tobias

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    Viele Kommentare hier sind borderline lächerlich. Warum stellt man Schilder auf, wenn grundlegende Selbsterhaltungstriebe nicht funktionieren? Wie kann man an einer Straße, an denen gelbe Markierungen, Baustellen-Baken, gelbe Fahrbahntrenner, durchgestrichene Pfeile, hunderte Meter Kabel, große, gelbe Baustellenampeln aufgestellt werden bitte schön überfahren werden?
    Bin ich einer der wenigen, der noch irgendwie einen Funken Selbstreflektion oder gar Selbstverantwortung aufweisen? Jetzt sind dort diese tollen Schilder. Aber liest diese jemand? Wer die oben genannten Dinge schon übersieht, der liest auch die Schilder nicht. Und wer in eine Richtung guckt, der ist 120% selber Schuld. Das war früher mal Fahrlässigkeit, heute ein Grund, einen Social-Media-Empörungs-Shitstorm zu starten? Dieselbe Gruppe Menschen, die nächtliches Lärmen und Vermüllen auf Jahnsinsel fordern…?

  • Renitenter Radlrabauke

    |

    Also es tut mir ja leid, aber ich sehe das Problem nicht. Selbstverständlich muss man auch als Fußgänger im Straßenverkehr auf seine Umgebung achten (machen viele leider grundsätzlich nicht, auch in den Wohnverkehrsstraßen in der Altstadt, in denen man natürlich zu fünft nebeneinander laufen muss). Spätestens die gelben Baustellenmarkierungen auf der Straße sollten ausreichend stutzig machen, dass man nochmal in die andere Richtung schaut. Generell gilt, dass man sich nicht darauf beziehen kann, was die letzten fünfzig Jahre war, sondern jeweils die aktuelle Situation einschätzen muss. Wer das nicht kann, den würde mancher Betreuungsrichter auch mal ein paar Wochen im BKH unterbringen wegen Selbstgefährdung…

  • Ratsuchender

    |

    Was ist den das für eine Behörde, die solche unglaublichen Begründungen verlauten lässt:
    ‚Da Sie (!) für Ihr erstes Anschreiben das persönliche Postfach unseres ehemaligen Mitarbeiters verwendet haben, hatten wir darauf keinen Zugriff‘
    „Sie“ ist also Schuld, weil sie die Organisation der Stadt nicht kennt?
    Es gibt seit Jahren Gesetze und Vorgaben wie mit Emails (wie auch für jedes andere Schreiben) umgegangen werden muß.
    Warum gehen Emails bei der Stadt nicht automatisch in den Geschäftslauf?
    Wie soll in einem Chaos eine Verwaltung richtig funktionieren?
    Welches Wissen hat überhaupt noch ein Abteilungsleiter?
    Wie werden die Emails archiviert?
    Was sagt zu diesem Vorfall eigentlich der Datenschutzbeauftragte der Stadt?
    Es gab mal bei Verwaltungen, so was wie eine Poststelle mit Eingangsstempel und allem Drumherum.

  • Gscheidhaferl

    |

    @Tobias, Renitenter
    Immer wieder schön, wenn jemand das Hohelied der Selbstgerechtigkeit und Unfehlbarkeit anstimmt. Und so hilfreich. Als ob sie sich noch nie in ihrem Leben dumm angestellt hätten. Aber ja, in so einem Kommentar kann man ja mal so tun als ob.

  • Jürgen

    |

    @ Mathilde Vietze / 16. Juli 2022 um 08:45 | #
    Liebe Mathilde, in Fußgängerzonen gilt Schrittgeschwindigkeit.
    Sollte ein Fahrzeug einen Fußgänger oder einen anderen Teilnehmer überholen wollen, so ist er vermutlich schneller gefahren. Es gibt im Übrigen in Fußgängerzonen keinen “Bürgersteig”, sondern allenfalls Zonierungen, wo z.B. Fahrzeuge, sofern ihnen die Durchfahrt erlaubt ist, sich bewegen dürfen.
    Schrittgeschwindigkeit sind lt. StVO 15 km/h.

    Zum Artikel sei angemerkt:
    Jede Behörde hat eine allgemeine E-Mail Adresse. Selbst wenn man die persönliche Adresse eines Mitarbeiters kennt oder einmal verwendet hat, ist es nicht selbstverständlich, dass die Adresse noch existiert oder bei Abwesenheit gelesen wird. Der Datenschutz wird bei den Behörden sehr ernst genommen.

  • Anwohner

    |

    Lösungsvorschlag:
    Auf der Seite der Busse könnte man “sleeping policemen” also so Hubbel provisorisch aufbauen indem man die für Baustellen üblichen Kabelschutzschächte nimmt über die man auch mit schwerem Gerät fahren kann. 2-3 über die Luitpoldstraße verteilt sollten reichen damit die Busse gar nicht erst auch 50 beschleunigen. Dadurch verliert das RVV Racingteam zwar ein paar Sekunden auf der Geraden, aber die Sicherheit für die Anwohner und Passanten die teilweise schon knapp erfasst werden wenn sie nebeneinander auf dem Gehweg gehen, könnte dadurch erhöht werden.
    Das funktioniert wahrscheinlich besser als darauf zu hoffen, dass Leute jedes mal die Schilder lesen oder über Jahre eintrainiertes Verhalten plötzlich abgelegt wird.

    Deal?

  • Heidrun

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    Vielleicht wäre ggf. ein (Hubbel-)Schild ‚sleeping bus driver’ oder ‚ sleeping pedestrian’ eindeutiger und preisgünstiger als ‚sleeping policemen‘

  • Karl Straube

    |

    an Jürgen:
    “Schrittgeschwindigkeit sind lt. StVO 15 km/h.”
    Die achtenswerte Meinungsfreiheit in diesem Forum ist kein Freibrief dafür, Unsinn zu behaupten: die StVO definiert “Schrittgeschwindigkeit” nicht. Die Bundeswehr strebt eine Marschgeschwindigkeit von 6 km/h an.

  • Gscheidhaferl

    |

    @Karl Straube
    Danke für das Geraderücken. Es ist wirklich verblüffend, wie dreist sich die Leut zum Teil die Welt zurecht biegen.

    Was auch nett ist in diesem Zusammenhang: Genau weil Schrittgeschwindigkeit nicht näher definiert ist, sah sich Stadt in einem mir bekannten Fall auch nicht in der Lage, deren Einhaltung (auf Wunsch der Anwohner*innen) zu kontrollieren. Weil die Bürger*innen abert sehr beharrlich waren, wurde das seitens des Verkehrsamts auch noch dahingehend auf die Spitze getrieben, dass schließlich trotzdem eines der hinlänglich bekannten Fahrzeuge so offensichtlich wie nur irgendmöglich positioniert wurde und – oh Wunder! – bei den damit durchgeführten Messungen (deren Ergebnisse nicht einsehbar waren) praktisch keine nenneswerten Überschreitungen festgestellt wurden. Ist ja auch gar nicht so leicht, von einem nicht definierten Wert nenneswert abzuweichen.

    Sie können schon originell sein, die Damen und Herren in der Verwaltung. Irgendwie scheint sich dieser Esprit aber regelmäßig zu v erflüchtigen, wenn es darum geht, etwas ausdrücklich für die Bürger*innen zu machen. Die Abwehr entsprechender Anliegen scheint demgegenüber aber sehr inspirierend zu sein.

  • Renitenter Radlrabauke

    |

    Soll jetzt wirklich der ÖPNV in Schrittgeschwindigkeit dahinzuckeln, nur weil ein paar Regensburger als Kinder nicht gelernt haben, dass man nicht einfach ohne zu schauen auf die Straße läuft? Das kann doch nicht die Lösung sein.

  • Mr. B.

    |

    Zu Renitenter Radlrabauke
    18. Juli 2022 um 22:30 | #

    Nicht nur zu Hause offensichtlich nichts gelernt, sondern nur noch als Egoisten erzogen? Ich bin der…., wenn auch nicht der Hellste und muss da jetzt sofort hin. Was interessieren mich die anderen Menschen?
    Deutschland und auch Bayern 2022!

  • St. Schrödinger

    |

    Im Gegensatz zu den zwei “Fronten” hier, sehe ich ja schon eine Bandbreite zwischen “ÖPNV Schrittgeschwindigkeit” und “Muß man halt aufpassen als Fußgänger”.
    Immerhin gibt es ja mittlerweile eine provisorische Absperrung gegen wildes Überqueren der Fahrbahn und eine Beschilderung der zul. Geschwindigkeit als Erinnerung für die Busse.
    Ist halt schade, dass die zuständigen Stellen (mal wieder) nicht selbst darauf gekommen sind, dass es hier evtl. Handlungsbedarf gibt.

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