Freiheit nach sieben Jahren Forensik

Nina Hagen und die zweite Mollath

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Ist unverhältnismäßig lange Unterbringung in der Forensik Alltag? Der Fall der Regensburgerin Ilona Haslbauer sei „krasser als der von Mollath“, sagt Rechtsanwalt Adam Ahmed. Ihr Schicksal hat sogar Nina Hagen auf den Plan gerufen. Nach siebeneinhalb Jahren wird die Sozialpädagogin jetzt aus der geschlossenen Psychiatrie entlassen. Dort landete sie wegen eines Delikts, für das ihr das Gericht zunächst „nur“ vier Monate Haft aufgebrummt hatte.

Vergebliches Warten vor dem Landgericht. Nina Hagen und Ilona Haslbauer trafen sich auch am Dienstag nicht persönlich. Fotos: as

Vergebliches Warten vor dem Landgericht. Nina Hagen und Ilona Haslbauer trafen sich auch am Dienstag nicht persönlich. Fotos: as

„Wie seh ich aus?“, hört man Ilona Haslbauer noch etwas nervös hinter der halboffenen Tür des Gerichtssaals murmeln. Sie rückt sich ihre Sonnenbrille und den Federkopfschmuck zurecht. Dann geht alles sehr schnell. „Am 14. August komm ich raus“, kann sie den Journalisten, die gerade fast zwei Stunden vor der Tür gewartet haben noch sagen. Ein kurzes Lächeln. Dann wird sie von zwei Polizeibeamten zum Aufzug gebracht, runter in die Tiefgarage und von dort zurück in die Forensik Taufkirchen.

„Ich liebe Euch trotzdem“, schnieft Nina Hagen.

Ihre Unterstützer, die heute sechs Stunden lang vor dem Landgericht Landshut gewartet haben, darf Haslbauer nicht treffen. Ihr Rechtsanwalt Adam Ahmed muss den großen Beutel zum Vorplatz bringen und die Papierherzen an die Wartenden verteilen, die sie für sie gebastelt hat. Das trocknet auch ein wenig die Tränen von Nina Hagen. Die hat eben noch beklagt, dass sie von einem Polizisten recht grob behandelt wurde, als sie zu dem Polizeibus wollte, in dem Haslbauer weggebracht wurde. Doch die gute Nachricht von der bevorstehenden Entlassung der 57jährigen lässt die mit lila Stiefelchen, schwarzem Kostüm und Sonnenbrille bekleidete Künstlerin derlei Unbill schnell vergessen. „Ich liebe Euch trotzdem“, schnieft sie in Richtung der Polizeibeamten ins Mikro.

„Noch krasser als Mollath“, sagt der Anwalt.

Ein Fall, den Rechtsanwalt Adam Ahmed als „noch krasser als Mollath“ bezeichnet und über den Regensburg Digital erstmals 2008 berichtete, hat am Dienstag eine entscheidende Wendung genommen: Nach mehr als sieben Jahren in der psychiatrischen Forensik wird Ilona Haslbauer entlassen. Das ist die Entscheidung, die das Landgericht Landshut im Rahmen einer nichtöffentlichen Anhörung der Regensburgerin gefällt hat. Etwa vier Wochen muss Haslbauer noch warten, bis es so weit ist.

Nach der Anhörung sofort in den Aufzug: ilona Haslbauer wird zur Tiefgarage gebracht.

Nach der Anhörung sofort in den Aufzug: ilona Haslbauer wird zur Tiefgarage gebracht.

Seit zwölf Uhr Mittags haben etwa 20 Unterstützer, zum Teil selbst Psychiatriebetroffene und Menschen, die in der Forensik untergebracht waren, ausgeharrt, um das Ergebnis dieser Anhörung zu erfahren. Ein paar sind vielleicht auch nur gekommen, um Nina Hagen singen zu hören. Die Berlinerin engagiert sich schon länger für Insassen in der geschlossenen Psychiatrie. Schrill und schräg im Ton, aber doch deutlich in der Aussage fordert sie am Dienstag die Abschaffung des §63. Dieser verstoße gegen die UN-Behindertenrechtskonvention und sei damit illegal. In den „furchtbar gewalttätigen Forensik-Kasernen“ seien die Betroffenen aufgrund von „Orakel-Prognosen“ von Gutachtern untergebracht. Den früheren Leiter der Forensik und jetzigen Klinikchef in Taufkirchen greift Hagen mehrfach persönlich an. In seiner Jugend sei dieser ein „kommunistischer Kader“ mit einem Hang zur Gewalt gewesen. Und nun lebe er seine „maoistisch-stalinistischen, sadistischen Gelüste“ in der Isar-Amper-Klinik Taufkirchen aus.

 „Wie unser Karl Valentin in Augschburg.“

In dieser von Negativschlagzeilen geplagten Forensik ist Haslbauer untergebracht. Sie kam zu etwas größerer Bekanntheit als die Fixierungspraxis in Taufkirchen in den Fokus geriet. Haslbauer war mehr als 25 Stunden ans Bett gefesselt und in ihrem Urin liegen gelassen worden. Damals hat Nina Hagen angefangen, mit Haslbauer zu telefonieren und die Mitschnitte im Internet zu veröffentlichen. Haslbauer sei eine „der besten Lyrikerinnen und Kabarettistinnen in Deutschland“, ruft Hagen ins Mikro, „wie unser Karl Valentin in Augschburg“. Anschließend rezitiert sie ein Gedicht von Haslbauer und kündigt an, dass es demnächst eine CD geben werde, auf der mehrere Prominente sich der Haslbauerschen Lyrik widmen würden. Dann folgt ein kurzes „Halleluja“, erst gemurmelt, dann gesungen.

Bei der Kundgebung vor dem Landgericht: "§63 ist illegal."

Bei der Kundgebung vor dem Landgericht: „§63 ist illegal.“

Ende 2006 wurde die Sozialpädagogin Ilona Haslbauer vom Landgericht Regensburg zu Maßregelvollzug verurteilt. Im Zuge eines langjährigen Nachbarschaftsstreits soll sie ihre Kontrahentin zu zwei verschiedenen Anlässen im Supermarkt mit einem Einkaufswagen gerammt haben. Die Betroffene erlitt dabei eine Prellung am Rücken und verletzte sich die Zehe. Bereits zuvor hatten sich bei Haslbauer über zehn Jahre hinweg mehrere Vorstrafen wegen Beleidigung, Körperverletzung und Sachbeschädigung angesammelt.

 „Vier Monate Haft tat- und schuldangemessen“, sagt das Landgericht. Aber…

Das Landgericht Regensburg sah seinerzeit eine Freiheitsstrafe von vier Monaten ohne Bewährung für tat- und schuldangemessen an. Weil ein psychiatrischer Sachverständiger Haslbauer aber eine „paranoide wahnhafte Störung“ und ein Verhaltensmuster vom Typ rachsüchtiger Stalker attestierte, wurde ihre Unterbringung in der Forensik des Isar-Amper-Klinikums Taufkirchen angeordnet. Haslbauer sei eine Gefahr für die Allgemeinheit und durchweg krankheitsuneinsichtig. Eine Revision gegen dieses Urteil wurde 2007 vom Bundesgerichtshof verworfen. Bei sämtlichen Anhörungen und Gutachten, die folgten wurde diese Einschätzung bestätigt und eine Fortdauer der Unterbringung angeordnet. Bis zum gestrigen Dienstag. Hier wurde Haslbauers Entlassung verfügt.

Engagiert sich seit Jahren für Haslbauers Entlassung: Dr. Doris Simon.

Engagiert sich seit Jahren für Haslbauers Entlassung: Dr. Doris Simon.

Das ausschlaggebende Argument für diese Entscheidung, so Ahmed: „Wegen einer Tat, für die Frau Haslbauer zunächst zu vier Monaten Haft verurteilt wurde, sitzt sie jetzt seit siebeneinhalb Jahren in der Forensik. Das ist einfach nicht verhältnismäßig.“ Und Ahmed merkt kritisch an, dass seine Vorgänger – drei oder vier Rechtsanwälte waren bereits für Haslbauer tätig, ehe er das Mandat übernahm – „darauf schon früher hätten hinweisen können“. Auch dass diese Rechtsanwälte es nie gerügt hätten, dass frühere Anhörungen Haslbauers nur von einem anstelle von drei Richtern durchgeführt wurden, verwundere ihn doch sehr. Doch es sei weder ein Einzelfall, dass Gerichte die geltende Rechtslage nicht einhalten, noch dass es oft lange dauere, bis sich ein Anwalt finde, der sich ernsthaft um solche Verstöße kümmere.

Rechtsanwalt Adam Ahmed: "Wir denken über einen Wiederaufnahmeantrag nach."

Rechtsanwalt Adam Ahmed: „Wir denken über einen Wiederaufnahmeantrag nach.“

Die wahnhafte Störung, nicht wahnhaft zu sein…

Doch das sind nicht die einzigen Auffälligkeiten bei dem Fall. Die Mainzer Diplom-Psychologin und Buchautorin Eva Schwenk („Fehldiagnose Rechtsstaat“) hat mehrere Gutachten unter die Lupe genommen, die Haslbauers Verbleib in der Forensik anregten. Sie hat zahlreiche Ungereimtheiten herausgearbeitet. Unter anderem werde Haslbauer verschiedentlich attestiert, dass es zu ihrem Krankheitsbild gehöre, unkorrigierbar der Auffassung sei, nicht wahnkrank zu sein. „Einen Wahn, nicht wahnkrank zu sein, den gibt es jedoch nicht“, fasst Schwenk die Absurdität dieser Diagnose zusammen.

Auch das Gutachten für die aktuelle Anhörung des Landgerichts Landshut überzeugt Schwenk nicht. Auf Basis der Aktenlage (Haslbauer verweigerte ein Explorationsgespräch) bescheinigt dessen Verfasser, der Medizinaldirektor der JVA Straubing, Haslbauer ein „Risiko weiterer Gewalttaten“ von „5,5% – 31%“. Dieser doch recht breit angelegten Wahrscheinlichkeitsprognose folgt dann eine detaillierte Aufzählung möglicher Delikte. Schwenks Fazit: Für das Gutachten würden keinerlei diagnostische Kriterien zum Beleg der angeblichen Wahnerkrankung herangezogen. Haslbauer habe dass Pech, Betroffene einer psychiatrischen Praxis zu sein, „in der alles, was sie tut oder nicht tut, sagt oder nicht, mit einer psychiatrischen Nosologie (Krankheitslehre, Anm. d. Red.) belegt wird“.

Gutachten der Forensik-Leiterin: „nicht die geringste Kenntnis, geschweige denn Verständnis“

Noch härter geht Schwenk mit dem Sachverständigengutachten ins Gericht, dass die jetzige Leiterin der Forensik in Taufkirchen über Haslbauer erstellt hat. Dieses könne „nicht als psychiatrisches Gutachten bezeichnet werden“, so Schwenk. Und weiter: „Es ist ein eklezistisches Sammelsurium, in dem persönliche Einschätzungen mit psychopathologischen Begriffen formuliert werden, von deren Bedeutung nicht die geringste Kenntnis, geschweige denn Verständnis vorhanden ist.“

"Ich liebe Euch trotzdem!" Nina Hagen zwischen Wut- und Freudentränen.

„Ich liebe Euch trotzdem!“ Nina Hagen zwischen Wut- und Freudentränen.

Wiederaufnahmeverfahren?

Solche Stellungnahmen dürften sicher interessant werden, wenn das umgesetzt wird, was Adam Ahmed kurz nach der Anhörung in Landshut andeutet: Sobald Ilona Haslbauer entlassen sei und sich im „normalen“ Leben wieder einigermaßen zurecht finde, werde man einen Wiederaufnahmeantrag für ihr Verfahren prüfen. Bislang hat Haslbauer für die sieben Jahre Forensik keinerlei Anspruch auf Entschädigung. Den Steuerzahler kostete ihre Unterbringung schätzungsweise 700.000 Euro.

Alle unsere Berichte über Ilona Haslbauer.

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Kommentare (48)

  • Student

    |

    „Einen Wahn, nicht wahnkrank zu sein, den gibt es jedoch nicht“

    Naja, den gibt es mehr oder weniger schon, aber man bezeichnet ihn tatsächlich nicht so, sondern spricht von „fehlender Krankheitseinsicht“. Was eine Behandlung in der Regel nicht einfach macht. Und das grundlegende Dilemma deutlich macht: es ist ein unverhältnismäßiger Eingriff in die persönliche Freiheit eines Menschen, ihn wegen – noch dazu krankheitsbedingter – aggressiven Verhaltens allenfalls mittleren Ausmaßes dermaßen lange einzusperren. Andererseits möchte ich (und wahrscheinlich die meisten anderen) auch kein Opfer dieser Aggressivität werden. Einen sicheren Schutz davor bietet jedoch nur die geschlossene Unterbringung. Möglicherweise auch eine adäquate Therapie, aber einer solchen verweigern sich krankheitsuneinsichtige Patienten leider oft.
    Ich finde das eine schwierige Sache, in der es leider wahrscheinlich keine Ideallösung gibt. Ich hoffe, Regensburg digital berichtet, wenn die Dame wegen erneuter Aggressivität gegen irgendjemanden, der ihr nichts getan hat, angezeigt wird. Hoffen wir, dass es dazu nicht kommt und dass sich die jahrelange Unterbringung als unberechtigt herausstellt. Wirkliche Freude stellt sich bei mir angesichts der Entlassung nicht ein, ebensowenig wie ich die Unterbringung erfreulich fand. Wie gesagt: eine wirklich befriedigende Lösung sehe ich nicht.

  • stimmviech

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    Ich befürworte lange Haftstrafen für Stalker,dann bräuchte man keine Psychiatrie. Das Opfer von Frau Haslbauer wird sich nun berechtigterweise fürchten müssen vor einer Fortsetzung des Terrors.

  • Jürgen R.

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    Sowohl im Fall Ilona Haslbauer, als auch im Fall Gustl Mollath vermisse ich die Unterstützung der „Sozialen Initiativen“. Haben die daran kein Interesse oder lediglich Angst vor eventuellen, negativen Folgen durch Politik und Justiz ?

  • Georg H.

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    Kommentar gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Rudolf Winzen

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    @ Jürgen R.: Es gibt durchaus „Soziale Initiativen“, die Ilona Haslbauer unterstützt haben und weiter unterstützen. Die machen halt nicht so ein Brimborium wie Nina Hagen. Ich selber gehöre einer solchen Initiative an, ein Kollege von mir hat sie jahrelang monatlich besucht. Auch in Regensburg, ihrer Heimat, und anderswo gibt es tatkräftige Unterstützer. Oder wen meinen Sie mit „Soziale Initiativen“?

  • Thik

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    @Student
    Was der Anwalt meint ist, dass das kein Unterscheidungskriterium ist: sowohl nicht Wahnkranke als auch Wahnkrane halten sich für nicht wahnkrank. Das heißt, eine solche Angabe hat, wenn es darum geht, zu prüfen, ob jemand wahnkrank hat von vorne herein keinen Wert. Damit hat sie auch nichts in einem Gutachten oder vor Gericht verloren.

    Für unsinnig halte ich aber sein Argumnen, die Dauer der Unterbringung müsse irgendwie in einem Verhältnis zur Dauer der Haft stehen. Die Unterbringung ist keine Ersatzstrafe, sondern eine Schutzmaßahme. Das ist Populärjuristerei, die sich gut für die Medien anhört, aber wer tatsächlich eine Gefahr für die Allgemeinheit ist, den muss man von dieser fernhalten, notfalls lebenslänglich, ganz egal, wie hoch eine Strafe gewesen wäre. Ist natürlich des Anwalts gutes Recht, das anders zu sehen. Er ist ja seiner mandantin verpflichtet.

  • Student

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    @Thik

    Eine Unterbringung in der Forensik geht über eine „Schutzmaßnahme“ [für die Gesellschaft] weit hinaus: Grundsatz ist vielmehr „Therapie statt Strafe“, es geht gerade NICHT nur darum, jemanden „von der Gesellschaft fernzuhalten“ (DAS wäre eine reine Schutzmaßnahme und würde durch das Gefängnis bereits zur Gänze erfüllt), sondern es geht um die Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung, die zur Delinquenz geführt hat. Mit dem realistischen Ziel, dass nach der Ausheilung auch das delinquente Verhalten nicht mehr wiederkehrt. Im übrigen ist – Taufkirchen möglicherweise ausgenommen – die Forensik meiner Erfahrung nach deutlich besser als ihr Ruf, zumindest besser als der des Gefängnisses. Unter den Suchtkranken, die ich kenne, ist eine „Therapie nach §64 in der Forensik“ jedenfalls deutlich beliebter als ein Gefängnisaufenthalt. Diese Leute sind in der Regel allerdings auch krankheitseinsichtig.

    Das auch noch zur Ergänzung: natürlich kann eine wahnhafte Störung nicht dadurch diagnostiziert werden, dass jemand fest überzeugt ist, keinen Wahn zu haben. Fehlende Krankheitseinsicht (allerdings eben in dieser, fachlich korrekteren Formulierung) ist jedoch durchaus ein Aspekt des psychopathologischen Befundes, der in einem umfassenden Gutachten nicht vernachlässigt werden darf.

  • Thik

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    @student
    „Eine Unterbringung in der Forensik geht über eine “Schutzmaßnahme” [für die Gesellschaft] weit hinaus: …“

    Es geht hier darum, was ein Grund ist, jemanden einzuweisen. Das ist völlig unabhängig davon, ob derjenige therapierbar ist.

    „Fehlende Krankheitseinsicht (allerdings eben in dieser, fachlich korrekteren Formulierung) ist jedoch durchaus ein Aspekt des psychopathologischen Befundes, der in einem umfassenden Gutachten nicht vernachlässigt werden darf.“

    Man kann alles mögliche umfassend begutachten lassen. Wenn der Gutachtenauftrag darin besteht, festzustellen, ob ein Wahn vorliegt, sind Bemerkungen über Gott und die Welt zwar möglich, aber deplaziert.

  • Luchs

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    Es ist sicherlich wohltuend für Frau Haslbauer, öffentliche Unterstützung und Zuwendung zu erhalten. Ob allerdings eine, als exhumierte Amy Winehouse verkleidete und „maoistisch-stalinistische, sadistischen Gelüste“ unterstellende Nina Hagen der Rechtsfindung und objektiven Auseinandersetzung dienlich ist, ist wohl zu bezweifeln.

  • Dubh

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    Thik: „aber wer tatsächlich eine Gefahr für die Allgemeinheit ist, den muss man von dieser fernhalten, “

    Ihrer Definition von Gemeingefährlichkeit folgend, müssten wenigstens ein Drittel aller Autofahrer, von Zweiradfahrern völlig zu schweigen, lebenslang weggesperrt werden.

    Als Autofahrer kann ich Leute töten, eindeutig alleine schuld dran sein, immer und generell hoch aggressiv fahren – was ja meinem Dafürhalten nach Vorsatz bedeutet, Menschen zu gefährden – und außer Bewährung wird NICHTS passieren.

    Aber, lebenslang weggesperrt gehört eben „asoziales, renitentes, arbeitsscheues Gesindel“ – so fing das 33 auch an.

    DER Tradition folgend kommen mehrfach einschlägig vorbestrafte Nazischläger in Regensburg durchaus nicht in die Forensik, auch wenn die Opfer regelmäßig krankenhausreif geprügelt wurden!

    Nee, 4 Freisprüche und 1xHaft gibt es da, Alkohol – und, Drogenabhängigkeit, Persönlichkeitsstörung – och……….

    http://www.regensburg-digital.de/picasso-attacke-vier-freispruche-und-sechseinhalb-jahre-haft/08062011/

    http://www.regensburg-digital.de/picasso-schlager-suff-heil/24052011/

    Isses nicht eigenartig, wie gänzlich verschieden „Gemeingefährlichkeit“ so definiert wird, und nicht nur von der Justiz, sondern eben auch von Bürgern – insbesondere von solchen, die sich selbst selbstverständlich ohne Fehl und Tadel sehen – was an sich schon schwer gestört ist – oder nicht?!

  • Cloud

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    Ein Psychologe, den ich kenne, sagte mir auch „in der Psychiatrie ist man ja schon krank, wenn man sagt man war nie krank.“..Auch das wird dann psychiatrisiert…Das ist dann die Krankheitsuneinsicht (weitere Diagnose). Man hat schon verloren wenn man da drinnen ist und zu dem ZEitpunkt indem du einem Psychiater vorgestellt wirst. Die nehmen dich dann nicht mehr für ernst sondern geben dir eine Diagnose. So ist die Konzeption nach der sie arbeiten..Vordiagnosen werden häufig abgeschrieben wie bei Mollath.

    DAs Gefühl, dauernd als wahnhafter Depp dargestellt zu werden und nicht ernst genommen zu werden obwohl es Fakten und Beweise für Aussagen gibt, ist mit Sicherheit nicht gut. Auch nicht gut ist es, wenn einem dann eine Ärztin dauernd nach den Diagnosen frägt, weil sie selbst nicht mehr weiß, was sie aufschreiben soll, da sie selbst checkt, man ist normal..“Tut mir leid ich kann halt nur psychiatrische diagnosen machen, Fehlbehandlung kann ich nicht aufschreiben..Welche Diagnosen hatten wir denn jetzt immer?“. Gott sei DAnk gibt es dann auch unabhängige Ärzte und Psychologen die erkennen dass man gesund ist.

  • Cloud

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    Man stelle sich diese Situation vor: (passiert häufig im wahren Leben)…. Männer geraten in STreit mit ihren Ehefrauen, schlagen sie nicht aber drohen ihnen und schreien sie an..Männer drücken Gefühle häufig in Aggressivität aus. (ich habe lange gebraucht um das zu checken)…Das ist jetzt keine Wertung, sondern eine Beobachtung…. Ich habe den Eindruck bevor die weinen, schreien sie manchmal eher oder werden aggressiv….Wie gesagt keine Abwertung….

    So Mann streitet mit Frau, weil die ihn beispielsweise betrogen hat. Er wird ihr gegenüber laut, bedroht sie…Sie zeigt ihn an, erzählt sie hat ANgst vor ihm blabla…. Häufig kommen dann Psychiater, sehen die Situation auf Papier. Sie stellen den Mann Fragen, stufen den Mann dann als gemeingefährlich ein…JEDER kann mal lauter werden oder ausflippen…JEDER …. Ich frage mich auch wie es sein kann dass ein Mann JAHRELANG (Regensburg digital berichtete) in der Psychiatrie landet weil er einen Kontolleur geschlagen hat (Fahrzeugkontrolle war das glaube ich, kann mich aber auch irren)….. Dieser mann kann auch vollkommen harmlos sein. Es war halt ne Situation wo der ausgeflippt ist …Sicher für GEwalt gibt es NIE eine Entschuldigung NIE…..Ich toleriere keine körperliche Gewalt in keinster Weise, nur wieso ist er dann so lange in der Psychiatrie?? JEtzt kommt er wahrscheinlich noch aggressiver raus, weil er zugepumpt wird mit diesen Drogen… Jetzt ist er dann wirklich ne BEdrohung für sich oder die Allgemeinheit…
    Gefängnis wäre besser oder Bewährung ….. alles OHNE „MEDIKAMENTE“!!!!

  • Cloud

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    Es wurde mal ein Rat gegeben, dass es am besten ist, gegenüber Psychiatern immer zu schweigen, weil man mit ihnen nicht reden möchte…. Gerd Postel der eigentlich Postbote ist, wurde jahrelang in der Psychiatrie als Oberarzt beschäftigt sagte da hatte er darüber mal ne Diagnose erfunden „autistische Psychose…“ Diese Diagnose wurde dann so in den Befund eingetragen und von Kollegen akzeptiert… Autistische Psychose gibt es gar nicht als F-Diagnose…. Selbst das wird psychiatrisiert wenn man sagt „ich möchte mit Ihnen nicht sprechen…“

    Gerd Postels Mutter suiziderte sich auf Grund einer Medikation eines Psychiaters. Er wollte herausfinden wie wissenschaftlich die Psychiatrie ist und hat sich als Psychiater ausgegeben..Er wurde im BKH jahrelang beschäftigt und ist zum Oberarzt ernannt worden…Man kann von ihm halten was man will Hochstapler, Feigling etc…

    http://www.gert-postel.de/

  • Cloud

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    Vorsitzender Richter am BGH Armin Nack lobt Postel:

    Zur „Schuldfähigkeit“:
    BGH: Armin Nack, Vorsitzender Richter des 1. Strafsenats am Bundesgerichtshof, zum Begriff der Schuldfähigkeit.
    Am 31. Mai 2012 in Passau auf Einladung der studentischen Fachzeitschrift Der Jurist.

  • Peter

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    Nina ist die Beste !!!!!!! YEAH!

  • Peter

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    An Herrn: Student sagte am 16. Juli 2014 um 19:43 Uhr

    Sie erzählen den gleichen Unfug den die Ärzte und die korrupten Richter erzählen. Ihr Argument mit der angeblich „fehlenden Krankheitseinsicht „lässt sich auch wunderbar auf Sie selber anwenden. Sie halten sich doch selber sicherlich für „nicht geisteskrank“, richtig?

    Tja, dann fehlt Ihnen halt einfach die nötige Einsicht…..

    Und was ihre Unterstellungen und Unwahrheite über Frau Haslbauer betrift: Auch hier versuchen Sie die selben Tricks unserer verbrecherischen Justiz, es gibt nämlich keinerlei Beweise für eine angebliche „Gefährlichkeit“, es ist ihre private Fantasie und die der umstrittenen Klinik (eine profitorientierte Firma). Frau Haslbauer wurde auf Grundlage eines „Gutachtens“ eingesperrt, und dieses Gutachten beruft sich auf Zeugen – die gar nicht existieren.

    Wünsche einen schönen Tag.

  • Student

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    @Thik

    Sie schreiben: „Es geht hier darum, was ein Grund ist, jemanden einzuweisen. Das ist völlig unabhängig davon, ob derjenige therapierbar ist.“

    Das trifft nicht zu. Eingewiesen wird nur, wer krank ist. Und wer krank ist, ist – in aller Regel – therapiefähig. Die von Ihnen erwähnte Schutzfunktion erfüllt dagegen das Gefängnis ausreichend und es gäbe – wenn man Ihrer Argumentation folgen würden – keinerlei Grund, psychisch kranke Straftäter in der Forensik behandeln zu lassen, da sie ja – Ihnen zufolge – dort nicht hingeschickt würden, um behandelt, sondern nur um weggesperrt zu werden. Wäre dem so, bräuchten wir keine Forensik, sondern nur Gefängnisse. Aber dem ist nicht so, ergo liegen sie daneben.

    Ferner schreiben Sie: „Man kann alles mögliche umfassend begutachten lassen. Wenn der Gutachtenauftrag darin besteht, festzustellen, ob ein Wahn vorliegt, sind Bemerkungen über Gott und die Welt zwar möglich, aber deplaziert.“

    Ein umfassender psychopathologischer Befund (zu dem die Beurteilung der Krankheitseinsicht gehört) ist sicherlich nicht „Gott und die Welt“ sondern essentieller Bestandteil eines psychiatrischen Gutachtens. Bitte informieren Sie sich erst mal ein bisschen besser über die Materie, bevor Sie sich unqualifiziert äußern.

  • Veronika

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    Ist nicht auch das Sozialministerium für Psychiatrien etc. zuständig?

    Dann hätte ich hier was von der früheren Sozialministerin Haderthauer. Die dürfte doch diesen Posten innegehabt haben, als Frau Haslbauer in die Psychiatrie kam:

    http://muschelschloss.wordpress.com/2014/07/14/haderthauer-prozess-serie-gegen-medien

    Dann bitte schön über diese Prozesse berichten, denn so etwas ist ja wohl das Allerhöchste und kommt gleich hinter dem seligen Gerhard – ohne Ludwig – Müller.

  • Student

    |

    @Peter

    Unfug erzählen leider vielmehr sie, denn dass ich argumentiert hätte, dass die Überzeugung, nicht geisteskrank zu sein, belegen würde, dass man geisteskrank ist, trifft nicht zu. Wo hätte ich bitte so etwas behauptet? Natürlich ist dem nicht so, das wäre ja auch absurd, deswegen ist mir nicht ganz klar, weshalb sie mir einen solchen Unsinn unterstellen wollen.

    Alles was ich feststelle ist, dass Wahnerkrankungen typischerweise mit der Überzeugung einhergehen, an keinem Wahn zu leiden bzw. nicht krank zu sein. Es gibt da allerdings eine Vielzahl an Abstufungen: z.B. den Mann, der sich vom Geheimdienst verfolgt fühlt und hinter der Einweisung in die Psychiatrie ein Komplott jenes Geheimdienstes vermutet. Der hätte weder Krankheitsempfinden noch Krankheitseinsicht. Dann könnte man als weiteres Beispiel die Frau nehmen, die sich freiwillig in neurochirurgische Behandlung begibt, weil die NSA ihr einen Sender ins Gehirn implantiert hat, der ihre Gedanken steuert, und den sie ihn gerne entfernt hätte. Diese Frau hätte zwar Krankheitsempfinden (sie geht ja zum Arzt), aber keine Krankheitseinsicht (denn sie glaubt, eine andere Erkrankungen zu haben, als die tatsächlich bestehende). Und dann gäbe es als dritten Fall den chronisch Schizophrenen, der seinen Psychiater aufsucht, weil die Stimmen im Kopf mal wieder lauter und unangenehmer werden – dem würde man Krankheitsempfinden und -einsicht zuschreiben. Zwischen diesen drei Patientenbeispielen bestehen – wie sie hoffentlich erkennen – grundsätzliche Unterschiede, auch in Bezug auf die zu erwartende Kooperation im Rahmen ihrer Behandlung. Daher ist die Information über Krankheitseinsicht und -empfinden durchaus von Relevanz in der psychiatrischen Beurteilung, z.B. hinsichtlich der Prognose. In Bezug auf eine Diagnose ist dieser Parameter alleine natürlich völlig wertlos, dazu benötigen Sie noch weitere Befunde (und ich gehe davon aus, dass es die bei Frau Haslbauer auch gab).

    Was meine angeblichen „Unterstellungen und Unwahrheiten über Frau Haslbauer“ angeht: ich bin mir nicht bewusst, irgendwelche Unwahrheiten geschrieben oder irgendetwas unterstellt zu haben – ich kenne die Dame schließlich nicht und habe mich in meinen Bemerkungen auf den Bericht von Regensburg digital bezogen. Sollte Regensburg digital irgendwelche Unwahrheiten (z.B. bzgl. der Vorstrafen und der von ihr begangenen Körperverletzungen) geschrieben haben, dann müssen Sie sich bitte an Herrn Aigner wenden. Ich gehe einfach mal davon aus, dass der Bericht im großen und ganzen zutrifft und habe lediglich meine – sehr zwiespältigen – Gedanken bzgl. der Entlassung aus der Forensik angesichts der aus dem Bericht bekannten Informationen geäußert.
    Natürlich gibt es auch keine „Beweise“ für eine Gefährlichkeit, aber Hinweise scheint es doch sehr wohl reichlich zu geben (wenn ich den Informationen im Bericht mal unterstelle, zutreffend zu sein: eine jahrelange Vorgeschichte immer wieder aggressiven Auftretens bis hin zur Körperverletzung!). Und diese Hinweise sollte man denke ich schon zumindest ernst nehmen und nicht ignorieren. Bei einem Wiederholungssexualstraftäter würden Sie das doch sicherlich auch fordern, oder?

    Auch Ihnen einen schönen Tag.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Rudolf Winzen: Sie haben als einer der wenigen einen
    wirklich ernstzunehmenden Kommentar geschrieben.
    Ich weiß, daß es in Regensburg eine Reihe von Leuten
    gibt, die e r n s t h a f t bemüht sind, Ilona Haslbauer
    zu helfen. Das gestaltet sich allerdings deshalb ziemlich
    schwierig, weil sie – möglicherweise aufgrund schlechter
    Erfahrungen – ein Feindbild nach dem anderen aufbaut.
    Ob allerdings Nina Hagen, die eigentlich nur wieder einen
    Anlaß braucht, um sich selbst darzustellen, eine echte
    Hilfe für Ilona Haslbauer ist, wage ich zu bezweifeln.
    Da sollte Ilona sehr vorsichtig sein.

  • Student

    |

    @Mathilde Vietze

    Interessant, dass Sie für das Verhalten von Ilona Haslbeck – dem Bericht zufolge immerhin auch wiederholte Körperverletzung – offenbar nicht „nur Abscheu“ empfinden können – ganz im Gegensatz zu dem Fall der jungen Dame, die aufgrund ihrer Erkrankung „nur“ Sonnenschirme und mutmaßlich auch einige Kunstwerke in Brand steckte, ohne dass dabei Menschen zu schaden kamen, und bzgl. deren Verhalten Sie sich entsprechend äußerten.

    Sie brauchen sich auch nicht die Mühe machen, mir zu erklären, weshalb sie hier einen meines Erachtens eher unpassend scheinenden Unterschied machen (ich glaube ja, Abscheu ist bei beiden Betroffenen reichlich unangebracht). Denn wie Sie schon einmal festgestellt haben: Diskussionen zwischen Ihnen und mir führen nicht sehr weit. Sie dürfen stattdessen gerne einfach eine Ihrer üblichen, abwertenden Äußerungen loswerden (dass die meisten Kommentatoren hier keine ernstzunehmenden Äußerungen von sich geben ist ja auch mal wieder ein schönes Beispiel dafür); tun Sie sich keinen Zwang an.

  • Rudolf Winzen

    |

    @ Dubh: Warum sagen Sie das nicht gleich? Die Welt ist größer als Regensburg, soziale Initiativen gibt es überall. Und übrigens liegt Taufkirchen/Vils in Oberbayern, deshalb ist es naheliegend, dass sich auch ein Münchener Verein um Ilona Haslbauer gekümmert hat: siehe http://www.netz-m.de .

  • Thik

    |

    @student

    „Das trifft nicht zu.“

    Das bestreite ich.

    „Eingewiesen wird nur, wer krank ist.“

    Eingewiesen wird zum Schutz. Von Anderen und ggf. der Person vor sich selbst.

    „Und wer krank ist, ist – in aller Regel – therapiefähig.“

    In aller Regel, heißt also es ist nicht zwingend so.

    „Die von Ihnen erwähnte Schutzfunktion erfüllt dagegen das Gefängnis ausreichend …“

    Der gewöhnliche Strafvollzug ist nicht für den Umgang mit nicht steuerbaren Irren ausgelegt. Auch Gefangene sind Teil der Allgemeinheit und haben ein Recht darauf, geschützt zu werden.

    „Ein umfassender psychopathologischer Befund (zu dem die Beurteilung der Krankheitseinsicht gehört) ist sicherlich nicht “Gott und die Welt” sondern essentieller Bestandteil eines psychiatrischen Gutachtens.“

    Für die Frage ob jemand gemeingefährlich ist, reicht dem Gericht ein gutachterliche Antwort auf eben diese Frage. Alles andere ist bestenfalls Zierwerk, schlimmstenfalls irreführend.

  • Mathilde Vietze

    |

    Eine höfliche Frage an „Herrn Student“ – Darf ich auch
    künftig ohne Ihre Erlaubnis denken und schreiben, was ich
    möchte, oder haben Sie bereits die Vormundschaft über
    mich übernommen?

  • Natalie Hamann

    |

    Die Forensik ist privatisiert, so auch das Isar-Amper Klinikum in Taufkirchen. Wie konnte man das zulassen?!?!

    Gutachter machen sich zum Mittäter und der Beihilfe zum Menschenraub schuldig, da sie helfen, die Betten zu belegen, in dem sie unschuldigen Menschen Wahnstörungen u.a. diagnostizieren. Richter übernehmen die Gutachten und die psychiatrische Industrie dankt!

    Der Rubel muss rollen! Deshalb vergreift man sich in der BRD an 200.000 Menschen jährlich.
    Siehe: http://youtu.be/oPuICM9yXtE

    Unglaublich aber wahr.

    Es ist höchste Zeit, die Augen und Herzen zu öffnen!

  • Student

    |

    Eine höfliche Rückfrage an “Frau Vietze” – Darf ich auch
    künftig ohne Ihre Erlaubnis denken und schreiben, was ich
    möchte, oder haben Sie bereits die Vormundschaft über
    mich übernommen?

  • Stefan Aigner

    |

    @Student
    @Mathilde Vietze

    Künftig werde ich Ihre Privatscharmützel löschen.

  • Bernhard

    |

    Es muss doch jedem klar sein diese psychiater sind die größten sozialschmarotzer im Land. Die schauen das ihre Klink voll ist und gut belegt ist und kassieren bei Gerich extra. Der Steuerzahler unterhält die se Kaffesatzleser. Die können keine einzig diagnose beweisen. Gert Postel berichtet: „Auf die Stelle hatten sich 39 Ärzte beworben, acht kamen in die engere Wahl und mussten vor der Berufungskommission des Ministeriums einen Vortrag halten.“ Postel sprach über „Die pseudologia phantastica – die Lügensucht im Dienste der Ich-Erhöhung – aus der psychoanalytischen Diagnostik am literarischen Beispiel der Figur des Felix Krull“. Und erinnert sich, dass sein Vortrag geradezu glänzte vor Ästhetik, bei dem, was nur er wusste. „Die Psychiatrie ist ein Fach, das von Wortakrobatik lebt“, erklärt Postel. Als Thema seiner Doktorarbeit gab er die „Kognitiv induzierte Verzerrung in der stereotypen Urteilsbildung“ an. „Das ist eine Aneinanderreihung leerer Begriffe.“ Der Vorsitzende habe geantwortet: „Das ist ja interessant, Sie werden sich bei uns sicher wohlfühlen.“ Zwei der Bewerber seien gar habilitiert gewesen. „Und der Postbote hat die Stelle bekommen.“

    http://www.focus.de/wissen/mensch/psychologie/tid-15095/falsche-aerzte-gert-postel-das-kann-auch-eine-dressierte-ziege_aid_423648.html

  • Student

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    @Bernhard

    Gert Postel ist ein verurteilter Hochstapler. Hochstaplerei ist mitnichten ein auf die Psychiatrie begrenztes Phänomen: auch in der Chirurgie war z.B. ein Christian E. lediglich mit Realschulabschluss als Operateur tätig (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hochstapler). Und nicht nur in der Medizin, auch in der Finanzwirtschaft, in der Musik und natürlich nicht zuletzt im Bereich der Liebe (Heiratsschwindler) gab und gibt es seit Jahrhunderten immer wieder – aufgrund ihres souveränen Auftretens – höchst erfolgreiche Hochstapler. Gerade im medizinischen Bereich ist die Schädigung anderer, die solche Menschen durch ihren Betrug in Kauf nehmen, besonders verantwortungslos, gefährlich und verwerflich.

    Am Fall Gert Postel besonders interessant ist allerdings, wie viele Menschen ihm selbst nachdem er als eigensüchtiger, aufgeblasener Betrüger entlarvt worden ist, immer noch auf den Leim gehen und seinen Aussagen Glauben schenken. So wie Sie.

    Der Fehlschluss, den Sie ziehen, lautet: „Eine Branche, in der ein Betrüger wie Postel selbst Fachleute blenden kann, hat gar keine ernstzunehmende Substanz sondern besteht nur aus Betrügern, daher ist dieser Blender dort auch an der richtigen Stelle und fällt nicht auf“.

    Tatsache ist: auch in vielen anderen Branchen (wie gesagt z.B. auch in der Chirurgie) ist es ausreichend begabten und skrupellosen Betrügern möglich, die Leichtgläubigkeit und Vertrauensseligkeit ihres Umfelds zu missbrauchen und – zumindest eine zeitlang – unerkannt ihren Verbrechen nachzugehen. Das macht die Chirurgie (ebenso wie die Psychiatrie) und die ganzen anderen Branchen, in denen erfolgreich betrogen wird, deshalb noch lange nicht zu weniger ernstzunehmenden Gebieten.

    Dass Gert Postel nicht früher aufgefallen ist, ist sicher sehr bedauerlich. Sein Verhalten zu verklären und seinen Aussagen einseitig soviel Gewicht beizumessen, wie Sie das tun, ist naiv.

  • Bronischewski

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    In Schussenried sitzt Herr K. seit 27 Jahren !!! in der geschl. Psychiatrie…

    Wenn man in Konstanz Station 70 anruft darf man nicht mit den Patienten telefonieren. Haus 70 ist die Aufnahmestation…

  • El

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    @ Mathilde Vietze,

    Nina Hagens Art und Musik ist nicht jedermensch’s Sache.

    Allerdings hat sie in Ilonas „Fall“ doch sehr viel bewirkt – und nicht nur in diesem.

    Frau Hagen hat im Internet eine große Unterstützergemeinschaft geschaffen, die Ilona im ganzen letzten Jahr den Rücken gestärkt hat.

    Ilonas großes lyrisches Talent wurde gewürdigt ; viele ihrer Werke sind veröffentlicht worden – auf Facebook, im Donaustrudel und auf Lesungen bzw. Konzerten von Nina Hagen.

    Die Wirkung dieser Unterstützung ist deutlich wahrnehmbar an Ilona Haslbauer.

    Daß Menschen nach 7 Jahren Weggesperrt-Sein Hilfe brauchen, versteht sich ganz von selbst.

  • Mathilde Vietze

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    Zu El: Es ist sehr leicht, vom „grünen Tisch“ aus von Hilfe
    zu sprechen. Ich hoffe auch, daß Ilona freikommt, habe
    jedoch meine Zweifel, ob diejenigen, die sie – solange sie
    noch „drinnen“ ist – so vollmundig unterstützen, ihr auch
    dann zur Seite stehen, wenn sie entlassen ist.
    Es genügt nicht, ihr nun zu sagen „jetzt nimm‘ Deinen
    Koffer und geh‘ heim“ und sie dann sich selbst überläßt.
    Wenn Ilona nach ihrer Entlassung nicht von echten Freun-
    den aufgefangen wird, bin ich nicht sehr hoffnungsvoll.
    Schöne Reden und Absichtserklärungen allein sind da
    wenig hilfreich.

  • cloud

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    ICh will niemanden zu nahe treten aber nur weil jemand Arzt ist heisst es nicht dass er weiss wie sich eine MEdizin auf meinen Körper auswirkt Früher waren Psychiater nicht Ärzte erst später haben sie es geschafft sich Ärzte nennen zu können..

    .Ein MEdikament kann sich auf jeden Körper unterschiedlich auswirken…..

  • El

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    Mathilde Vietze

    Die Leute haben nicht nur Grünes-Tisch-Engagement getätigt – da wurde regelmässig telefoniert, Pakete mit den notwendigen Dingen geschickt, recherchiert, protokolliert, mit Anwälten kontaktiert usw. usf.

    Vielleicht helfen nicht alle im UnterstützerInnenkreis ; jedoch bin ich ganz sicher, dass das Engagement nicht abreisst.

    Wenn Nina Hagen extra von Berlin nach Landshut reist, wird sie doch im Zug nicht an einem Grünen Tisch gesessen haben – oder doch ?

    was meine Person anbelangt, so habe ich stundenlange Berichte getippt.
    Würde Ilona wieder nach Regensburg kommen, so wäre ihr meine Unterstützung jedenfalls gewiss.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu El: Also, Ihnen und Ihren Freunden nehme ich die uneigennützige Hilfsbereitschaft voll und ganz ab, aber glauben Sie wirklich,daß eine Nina Hagen genauso „ge-
    strickt“ ist, wie Sie.
    Für die ist es doch eine großartige PR-Schau, nachdem
    sie beinahe schon in Vergessenheit geraten wäre.

  • UT

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    Ich kann Frau Vietze und EL beruhigen, weil Ilona zu ihrer Familie in P gehen, will fürs erste zumindest
    Ohne Nina Hagen ( den Kontakt hat Ilona meines Wissens selber hergestellt) und auch der Entwicklung im Fall Mollath
    wäre es wohl nicht so schnell gegangen.
    Vor wenigen Jahren noch war niemand vom Donaustrudel bereit auch nur einen Finger für Ilona zu krümmen. „Keiner sitzt umsonst“ wurde mir des öfteren gesagt, wenn ich nach einem Besuch in Taufkirchen dort vorsprach. Zeitweilig wurde ihr nicht einmal der Donaustrudel zugeschickt.
    Aber seit Nina Hagen will jeder dabei sein bei den Unterstützern

  • El

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    @ UT das habe ich auch schon gehört.

    Dr. Doris Simon war zusammen mit Pater Clemens jahrelang alleine auf weiter Flur, was das Engagement für Ilona Haslbauer anbelangt.
    In dem Unterstützerkreis ging es sicher einigen mehr darum, sich in Nina Hagens Ruhm zu sonnen, als tatsächlich um die Person Ilona . Das hat mich auch sehr abgeschreckt.

  • Mollath will in Revision | Regensburg Digital

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    […] hat Mollath über den Münchner Anwalt Adam Ahmed, der unter anderem auch die kürzlich entlassene Psychiatrie-Insassin Ilona Haslbauer vertritt, Revision einlegen […]

  • Sabine Behördenwillkür

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    Einladung zur 3 Länder Demo

    Grundrechte u. Menschenrechte, sind immer ein zu halten,
    gegen Behördenwillkür u. Justizwillkür
    Jugendämter, Psychatrie, Jobcenter, Betreuung, unschuldig im Knast usw.

    Deutschland, Österreich, Schweiz lasst uns gemeinsam kämpfen
    am Freitag, den 1. Mai u. Sonntag 3. Mai 2015
    in München am Karlsplatz
    Beginn: jeweils 13 Uhr Ende: frühestens 19 Uhr Aufstellung ab 11 Uhr
    Am Samstag den 2. Mai 2015 an der Münchner Freiheit, oberhalb vom Forum
    Vom Hauptbahnhof mit U Bahn zu erreichen,
    Sage nein zu Kinderraub, Entrechtung der Familien, Zerstörrung von Familien, Frühsexualisierung, Freiheitsberaubung, Entführung, Psychoterror, Körperverletzung, ADHS Ritalin,
    Wir verlangen Kontrollmöglichkeiten, durch die Öffentlichkeit !
    Klage gegen Justizkorruption u. unfaire Gutachten , schon gar nicht von GWG unter Dr. Salzgeber u. IGF Institut Gericht u. Familie Service unter Dr. Ballof, die falsche Gutachten am Fließband machen.
    Schnell wird man als krank, als erziehungsunfähig erklärt !
    Eltern sind keine Verbrecher ! Wir lieben unsere Kinder !
    Sie holen eure Kinder, teils ohne Gerichtsbeschluß.
    Hol dir keine Hilfe vom Jugendamt, du wirst sie nie wieder los !
    Kinderseelen werden traumatisiert.
    Wir sind hier, wir sind laut, weil man unsre Kinder klaut,
    wir sind hier, wir sind laut, weil man unsre Freiheit raubt,
    wir sind hier, wir sind laut, weil man unsre Zukunft verbaut

    Opfer, Geschädigte können sich unter jugendamtdemo@gmx.de melden

    https://www.facebook.com/events/1376886012618125/

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