„Der Papst tut’s auch!”

Ist da der Wunsch der Vater der Nachricht? Nicht zum ersten Mal wird gemeldet, dass Bischof Gerhard Ludwig Müller Regensburg verlässt. Als Erzbischof von München und Freising wurde er schon gehandelt und musste schließlich Bischof Marx den Vortritt lassen. Von einer Wegbeförderung nach Rom war zuletzt im April die Rede. Dementis papst(„haltlose Gerüchte”) folgten. Müller blieb. Heute gab es eine Neuauflage. Dieses Mal berichtet der Bayerische Rundfunk über einen Wechsel in den Vatikan. Müller soll Nachfolger von Kurienkardinal Walter Kasper werden und zum Präsidenten des Rates zur Förderung der Einheit der Christen ernannt werden, munkeln „gut unterrichtete Kirchenkreise”. Das Bistum Regensburg scheint nicht zu diesen Kreisen zu gehören. Man wisse davon nichts, heißt es aus der bischöflichen Pressestelle. Selbst „gut informierte römische Kirchenkreise” wissen davon nichts, wie wiederum die katholische Nachrichtenagentur kath.net „erfahren” haben will. Als Fazit bleibt der Wunsch bei manchen Katholiken, den der Forum-Schreiber „Endlich” auf der Online-Seite einer Lokalzeitung folgendermaßen formuliert: „Eigentlich habe ich ihm gewünscht, dass ihn der Teufel holt – aber wenn es jetzt der Papst ist, tut’s das auch.” Foto: Philipp Starzinger

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Kommentare (11)

  • Harlachinger

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    Könnte es sein, dass Kardinal Kasper so intelligent ist und merkt, welchen Spaltpilz sich Benedetto mit der Prälatur für die stockkonservativen Anglikanern, die Frauenordination und Homosexuelle im Amt ablehnen, einfängt? Vielleicht bescheunigt ein Stirnrunzeln dessen Amtsverzicht. Vielleicht hat „Joseph“ mit „Georg“ am heißen Telefon darüber aus Langeweile geplaudert. Und Georg kann ein solches Mini-Dogma nicht unverkündet lassen. Und Wachter wir das zukünftigen Ökumene-Universalgenie noch unter Druck setzten, dass der das Bronze-Denkmal für Benedikt und den Dom-Parkplatz für Georg in Partizipation an der päpstlichen Universalgewalt doch noch durchsetzen wird. Dr. h.c. multorum Gerhard Ludwig passt gut nach Rom. Sicher wird er noch Zeit finden Vorlesungen zu halten dort, wo die Exorzisten ausgebildet werden. Wo an heiligem Ort der Teufel los ist, das weiß doch Benedikt selber haarscharf. Wo man den Bock zum Gärtner macht, da kann man auch den Teufel mit Beelzebub austreiben (Lk 11,15).

  • Veronika

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    Oh je, oh je!!! Aber nicht wegen GLM, der nach Rom wechseln soll, sondern wegen allen Denjenigen die sich in dessem Windschatten ein schönes – vielleicht allzu schönes – (geistliches) Leben aufgebaut hatten. Wo werden die alle landen, die rund um den Bischof herum, diesen ohne dessen Wissen immer wieder in ärgste Bedrägnis brachten und diesen immer wieder gegenüber dem Vatikan in ein so schlechtes Licht stellten, dass man ihn dort eigentlich gar nicht mehr hätte wollen dürfen?

  • Gläubige Katholikin

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    Mir ist aus glaubwürdiger Quelle bekannt, daß
    damals Kardnl Wetter 3 x nach Rom flog und den
    Papst inständig bat, Müller nicht nach München
    zu berufen. Ehe unser Bistum Regensburg nun
    ganz vor die Hunde geht, wäre es wirklich gut,
    wenn wir Müller endlich loskriegen würden.
    Es kommt zwar in der Regel „nix Besseres nach“,
    aber bei uns kann es nur besser werden.

  • Huaba Zenzi

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    Ob es in Rom auch Chaotendemos gibt wo der Bischof für die Errichtung von Moscheen mitmarschieren kann ?

    Braucht man anderswo als in Doofgermanien „nützliche Id…ianer“ ?

  • Arbeiterstimme

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    Gläubige Katholikin:
    Der Ablauf war etwas anders. Die Problematik liegt nicht bei Müller. Seine Heiligkeit spielt in dem Spiel nicht korrekt, was aber auch nicht verwunderlich ist.
    Ich hörte bei der Einweihung eines Ladens in Regensburg Card. Ratzinger (weihte mit Weihwasser) sagen: Unser Herr Jesus würde heute sagen, dass er auch hier gerne verweile.
    Ob das Jesus wirklich gesagt hätte???? Ratzinger wußte es eben.
    Und noch eines: Der „neue“ für Regensburg steht fest.

  • Joachim Datko

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    Katholisch – Mittelalter?

    Zu Arbeiterstimme am 24. Okt 2009, 11:26
    „Seine Heiligkeit“
    ===
    Das ist meiner Ansicht nach tiefstes Mittelalter.
    ===

  • Veronika

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    Ja, Ja, der GLM lässt die Herzen so mancher Katholikin/ so manches Katholiken im Bistum höher schlagen. Wer sich da alles öffentlich in den Medien zu Wort meldet und näheres kommentieren will. Lustig wirds auf alle Fälle, sollte die Diözese tatsächlich einen neuen Bischof bekommen, denn dann würde GLM als Kurienkardinal in Rom endlich mal erfahren, wie übel ihm einige seiner eigenen qua Amt, aber keinesfalls in pectore Getreuen seit seinem Amtsantritt in Regensburg mitgespielt haben.
    Ob da ein normales „Donnerwetter“ aus Rom reichen wird?, wenn GLM dann endlich mitbekommt, wie man ihn just zu Regensburg „aus den eigenen Reihen“ für jedes höhere Amt „disqualifieren“ wollte, weil man ihm bestimmte Informationen, die er sogar noch auf den Tisch, jedoch niemals zu lesen bekommen hatte, vorenthalten hat?
    Freuen wir uns auf die „Bescherung“, die diesmal sicher noch vor dem Heiligen Abend kommt.

  • vitus

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    @Veronika

    ja genau, und Sie sind die Sprechstundenhilfe des Bischofs, dass Sie da so gaaaanz heiße Informationen haben? Ha ha immer peinlich diese Wichtigtuer.

  • Veronika

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    Lieber Vitus,

    da hat sich leider nix mit Wichtigtuer und so „heiss“ sind die Informationen auch nicht. Aber die letzten Jahre haben – soweit ich dies mitverfolgen konnte – gezeigt, dass hier ausser dem Bischof nie irgendjemand etwas „angestellt“ hat. Dabei gibt es in der Niedermünstergasse und im Obermünsterzentrum so viele (geistliche) Personen, die sich die Dinge, die man immer wieder dem Bischof angelastet hat, ebenfalls hätten von Amts wegen angelegen sein lassen müssen. Aber wenn man bei uns Laien „lieb Kind sein will“, dann lässt man halt einfach den eigenen Bischof „ins Messer laufen“, oder?
    Apropos „Sprechstundenhilfe“: Vielleicht aber ist der Bischof just deswegen bei den eigenen Geistlichen nicht sehr beliebt, weil der diesen (scheinbar auch den „Höheren“) bei diversen Gelegenheiten immer wieder zeigt, wer der Bischof ist, und dies v.a. auch in pucto „finanzieller Aufsicht“ oftmals sehr deutlich zu erkennen gibt. Da „kommt“ es natürlich immer gut, wenn man uns lieben Laien den Bischof vorsichtshalber mal „madig“ macht.
    Aber lieber Vitus, Sie werden es sicher noch erleben: Was in Regensburg von geistlicher Seite gegen den eigenen Bischofs ins Feld geführt wurde, wird für die Agierenden, oder sollte man lieber sagen „Agitativen“? – keinerlei Ruhm nach sich ziehen. Auch in der Kath. Kirche kommt man auf eine solche Weise zu keinem höheren Kirchenamt.

  • Josef

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    Ich verstehe die Aufregung um den Bischof eigentlich nicht. Ein Blick ins Kirchenrecht lehrt, die kath. Kirche ist per se keine demokratische Organisation. Wem das nicht passt, kann jederzeit aus der Kirche austreten. Als Steuerzahler hätte diese Diskussion nur Sinn, wenn diese Planstelle „Bischof“ komplett wegfallen würde und der Freistaat Bayern sich einen Mann in B – Besoldung sparen könnte. Da der bayerische Steuerzahler aber mit Sicherheit wieder einen Regensburger Bischof von Rom vor die Nase gesetzt bekommt, ist diese Diskussion überflüssig.

  • Joachim Datko

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    Doppelter Schaden für mich als Steuerzahler? Ich würde die katholischen Bischöfe auf Hartz IV setzen.
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    Zu „Josef am 27. Okt 2009, 09:00“

    „Als Steuerzahler hätte diese Diskussion nur Sinn, wenn diese Planstelle “Bischof” komplett wegfallen würde und der Freistaat Bayern sich einen Mann in B – Besoldung sparen könnte.“
    ===============================================
    Ich fürchte, dass der katholische Bischof Müller eine Rente bekommt, wenn er geht.

    So könnte der Schaden für mich als Steuerzahler doppelt sein, eine hohe Rente für den jetzigen Bischof und ein extrem hohes Gehalt für den nächsten katholischen Bischof.
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    Ich kann vor der CSU nur warnen, sie meiner Ansicht nach Lobby-Partei der katholischen Kirche.

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