SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 18. Juni 2009

Ungeachtet einer teilweise emotionalen Diskussion hat der Kreisvorstand der Regensburg-CSU sich am Dienstagabend zu einer einstimmigen Empfehlung durchgerungen: Es sollen „unverzüglich“ Gespräche aufgenommen werden, mit dem Ziel Armin Gugau, Hans Renter und Martina Dräxlmaier in die Stadtratsfraktion aufzunehmen. Eineinhalb Stunden wurde verhandelt, um diese Empfehlung abzugeben. Damit liegt der Ball im Feld der Stadtratsfraktion. Und aus dieser Fraktion gehören acht Mitglieder auch dem Kreisvorstand an und haben die entsprechende Empfehlung unterstützt, unter ihnen der Fraktionsvorsitzende Christian Schlegl. Die Frage ist, ob Schlegl es schaffen wird, auch die Hardliner in der Fraktion von einer Aufnahme der drei zu überzeugen. Zu ihnen zählt etwa der ehemalige Fraktionsvorsitzende Herbert Schlegl und nicht zuletzt der Oberbürgermeister. Scheiden dürften sich die Geister dabei insbesondere an der JU-Vorsitzenden Martina Dräxlmaier, die wegen ihrer schaidinger-kritischen Äußerungen 2007 nicht in die Fraktion aufgenommen wurde. Entsprechend vorsichtig ist Schlegl auch mit seiner Wortwahl. „Ich kann nicht irgendwelche Bedingungen nennen, die unter Umständen falsch interpretiert werden. Das rate ich auch jedem anderen.“ Am Montag soll die erste Verhandlungsrunde stattfinden. Schlegl nennt drei Themenkomplexe die „hinter verschlossenen Türen“ geklärt werden sollen: Die Stabilität innerhalb der Fraktion, das Verhältnis zwischen Renter, Gugau Dräxlmaier und der Fraktion und das Verhältnis zum Oberbürgermeister. Insofern dürften auch Verhandlunsrunden innerhalb der Fraktion selbst notwendig werden. Da wundert es nur wenig, dass Schlegl meint: „Eigentlich habe ich von diesen Personaldebatten langsam die Schnauze voll.“

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