SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 9. November 2009

architektenoscar„Sie sanieren den Haushalt nicht, wenn die Stadt ein Jahr lang keine Broschüren mehr druckt”, erklärte Oberbürgermeister Hans Schaidinger bei der CSU-Pressekonferenz am Montag mit Blick auf die angespannte Regensburger Finanzlage. Einsparungen in solch geringer Höhe seien kein adäquates Mittel, um die Geldknappheit zu bewältigen, so der OB. Weshalb die Stadt deshalb einen ihrer drei Kulturförderpreise gestrichen hat, ist – nicht nur angesichts dieser Aussage – kaum zu erklären. Die eingesparte Summe liegt bei 1.500 Euro. Das ist ein nicht erwähnenswerter Bruchteil des städtischen Haushalts, der bei rund 500 Millionen Euro liegt. Der Arbeitskreis Kultur nennt die Einsparung denn auch eine „blamable, kulturfeindliche Maßnahme”. Das Preisgeld habe, verglichen mit anderen Städten, ohnehin kaum mehr als symbolischen Charakter, so der Vorsitzende Eginhard König. „Umso beschämender wirkt die Kürzung einer Förderung, die jungen Künstlern und neuen Gruppen zugute kommen soll.” Stadtrat Jürgen Huber (Grüne) nennt die Streichung ein „fatales Signal” für die Kulturszene. „Die Regensburger Grünen waren und sind der Meinung, dass die Kultur nicht der erste Bereich sein kann, bei dem gespart wird, während fragwürdige Vorhaben wie die Sallerner Regenbrücke oder das RKK am Ernst Reuter Platz weitergetrieben werden, was ein Vielfaches kostet.“ Seit 1971 wird der Kulturförderpreis der Stadt Regensburg in drei Kategorien vergeben, künftig nur noch in zwei. Auf der anderen Seite: Die Stadt streicht nicht nur Preise, sie führt auch neue ein. In diesem Jahr wurde erstmals ein Architekturpreis vergeben. Dafür gab es allerdings kein Geld, sondern drei „Architektur-Oskars” (Foto).

FOS/BOS: „Befreiungsschlag” Nibelungenkaserne?

Unter dem Eindruck der jüngsten Steuerschätzung, aber auch der Schülerproteste für einen Neubau der FOS/BOS fand am vergangenen Wochenende die Klausur der Regensburger CSU statt. Wie sehen der Haushalt und vor allem das Investitionsprogramm in den kommenden Jahren aus – darüber habe man „in intensiver, aber angemessener” Form diskutiert, so Fraktionschef Christian Schlegl. Abgesehen von […]

Sparzwang: Ersatzbrücken liegen auf Eis

„Wenn alle mit Umwegen leben können, bin ich der letzte, der für eine Ersatzbrücke kämpft.” Am Rande der Pressekonferenz zur CSU-Klausur am Montag (mehr dazu in Kürze) legte Oberbürgermeister Hans Schaidinger klar: Das Thema Ersatztrasse für die Steinerne Brücke ist auf absehbare Zeit vom Tisch. Wesentlicher Grund dafür ist – neben den zu erwartenden Widerständen […]

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