SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 30. November 2009

eisenberg1„Es ist abgesperrt, damit die Polizeifahrzeuge hier parken können.“ Mehr erfahren die Anwohner im auf Nachfrage nicht, die am Montagabend aufgefordert werden, ihre Autos umzuparken. Das Parken auf dem Seitenstreifen ist untersagt, es sei mit „gravierenden verkehrsbedingten Behinderungen“ und „temporär damit einhergehender Lärmbelästigung“ zu rechnen, heißt es auf einem Zettel der Regensburger Polizei, den Bewohner von Alter Nürnberger und Schwandorfer Straße am Abend im Briefkasten finden (Fotos vom Dienstagmorgen). Was unter Journalisten bereits am Vormittag die Runde macht, hat sich hier noch nicht herum gesprochen: Am Dienstag findet die Tatrekonstruktion im Fall Eisenberg statt. „Unumgängliche Aktion“ „Bereits ab den frühen Morgenstunden werden bauliche Tätigkeiten erfolgen“, heißt es weiter auf dem Zettel. Der Vorhof zu dem Gebäude, in dem der 24jährige Student erschossen wurde, wird mit einem Überbau versehen. Sichtschutz für die Polizisten, die an der Rekonstruktion teilnehmen: dieselben acht Beamten wie am 30. April. Auch ein Raum wird eingerichtet, in den die Bilder der Tatnachstellung live übertragen werden: für Staatsanwaltschaft, Polizei und Gutachter. Die Öffentlichkeit ist nicht zugelassen. Die Straße wird bis auf Höhe des Schelmengrabens gesperrt. Seit dem späten Abend sichern mehrere Polizeifahrzeuge den Tatort ab. Bis Dienstagabend soll das Procedere dauern. „Wir setzen auf Ihr Verständnis zu dieser unumgänglichen Aktion!“, schließt das Anschreiben an die Bewohner. eisenberg2

Nachhaltig kurzsichtig

Nachhaltig. Ein viel gebrauchtes Wort in der Politik. Die Stadt Regensburg bildet da keine Ausnahme. Zwölf Jahre hat das Prinzip der Nachhaltigkeit die Politik von Oberbürgermeister Hans Schaidinger und der damals noch satten CSU-Mehrheit bestimmt. Davon gaben und geben zahlreiche Lippenbekenntnisse Zeugnis, ebenso wie die städtischen Publikationen. Einige Beispiele: Bürgersteige in Regensburg müssen „mit nachhaltig abstumpfenden Mitteln“ […]

Hitzige Diskussion im H2

Am Sonntagabend entbrannte eine hitzige Diskussion im Hörsaal 2 der besetzten Universität Regensburg. Ausgangspunkt des Streits war die mögliche Entsendung von Delegierten nach Erlangen, wo am 1. Dezember ein überregionales Vernetzungstreffen aller streikenden Universitäten stattfinden soll. Das Plenum teilte sich daraufhin grob in zwei Gruppierungen, wovon die eine Delegierte befürwortete, während die andere darauf beharrte, […]

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