Archiv für 18. Juni 2010

Behalten Sie uns in guter Erinnerung! Wir werden Sie nicht vergessen! Adieu und vielleicht auf Wiedersehen. Leben Sie alle wohl!“ Selten sieht man Hans Schaidinger in so emotionaler Stimmung. Mit tränenerstickter Stimme verabschiedet der Oberbürgermeister die Division Spezielle Operationen aus Regensburg. Dann steht er stramm, salutiert und hebt mit ergriffenem Blick das Haupt gen Himmel. Am Ende des Abends ist die über 50 Jahre währende Bundeswehr-Tradition in Regensburg Geschichte. Die Spezialeinheit zieht weit fort – ins ferne hessische Stadtallendorf . Allem Kampf und Einsatz des Stadtoberhaupts zum Trotz.

„Am Anfang von Regensburg stand das Militär“, wäre für Schaidinger der passende Anfang einer Stadtgeschichte. Von den Römern über die bayerischen Stammesherzöge und das Kaiserreich spannt er den Bogen bis heute – dem Ende des Militärs in Regensburg. Eine „verständnisvolle, ja unterstützende Haltung“ zur „Transformation“ der Bundeswehr zur „Einsatzarmee“ erhofft Schaidinger sich von der Gesellschaft. Er weiß wohl – als ehemaliger Zeitsoldat: Krieg geht uns alle an.

Die Bürgerinnen und Bürger Regensburgs, da ist sich der Oberbürgermeister sicher, stehen aber ohnehin „mit Verstand, aber noch mehr mit Sympathie und Herz hinter“ den Soldaten, „waren und sind Ihnen dankbar für Ihren Dienst“.

„Ich danke Ihnen, Herr General, und in diesen Dank schließe ich besonders auch Herrn General Fritz ein, dass es Ihnen ein Anliegen war, sich von den Bürgerinnen und Bürgern mit einem besonderen militärischen Zeremoniell zu verabschieden“, hat Schaidinger seine Rede begonnen. Lange, vielleicht zu lange wird man nun kein solches Großereignis mehr mitansehen dürfen, wie es am Donnerstagabend vor dem Regensburger Dom über die Bühne gegangen ist.

Beim letzten großen Zapfenstreich hat die Bundeswehrtruppe alles aufgeboten, was zu einem zünftigen Abschied gehört. Marschmusik, Stahlhelm und Fackelzug präsentieren die 500 Soldaten unter den Augen von König Ludwig I., der stumm auf seinem Sockel thront. 2.500 Zuschauer sind gekommen, um das Spektakel zu verfolgen.

Sieben von ihnen werden wegen ungebührlicher Zwischenrufe a la „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ bereits zu Beginn der Veranstaltung vorübergehend in Gewahrsam genommen. Dann kann das Abschiedszeremoniell störungsfrei über die Bühne gehen. Adieu!

„Moloch der Ausnutzung“ – ein MZ-Austräger klagt an

Mit 13 hat er zum ersten Mal die Mittelbayerische Zeitung verteilt. Später arbeitete Thomas Reitemeyer mal als Fahrer, mal als Austräger für die Presse-Zustellgesellschaft Oberfalz (PZO) – Logistiktochter des MZ-Verlags, an der auch der Neue Tag in Weiden beteiligt ist. Reitemeyer ist einer von knapp 3.600 Beschäftigten in dem Unternehmen. Von den Arbeitsbedingungen hat der […]

Misstöne zum Haus der Musik

Nach seinem König-Ludwig-Projekt will Klemens Unger nun auch für das Haus der Musik Mäzene finden. „Ich werde der Verwaltung künftig untersagen, an solchen Debatten teilzunehmen. Das demotiviert meine Mitarbeiter.“ Sichtlich angefressen beschloss Hans Schaidinger am Donnerstag die Diskussion um die Förderanträge für das neu aufgelegte Konjunkturprogramm des Bundes für Welterbestätten. Zwölf Millionen Euro schwer sind […]

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