SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 9. Juni 2010

Es war mit eines der größten Polizeiaufgebote bei den Demos für eine bessere Bildungspolitik in diesem und im letzten Jahr. Unnötig groß für die etwa 300 Schüler und Studenten, die am Mittwoch durch die Regensburger Innenstadt zogen. Ein Demonstrant, der mit seiner Kamera filmende Polizeibeamte seinerseits filmte, wurde kurzfristig eingekesselt. Nach lautstarken Sprechchören ließen die Beamten ihn aber gewähren. Die Teilnehmer beteiligten sich mit ihrer Demonstration an dem bundesweiten Aktionstag „Bildungsstreik“, an dem – den Organisatoren zufolge – insgesamt 70.000 Menschen teilgenommen haben. Mehr Mitbestimmung, Abschaffung der Studiengebühren lauten die zentralen Forderungen für die Hochschulen. Eine „Änderung der Denkweise“ im Bildungssystem forderte eine Rednerin vom Siemens-Gymnasium Albrecht-Altdorfer-Gymnasium bei der Kundgebung am Domplatz. Anstatt nur auf „Leistung, Leistung, Leistung“ zu setzen müsste an Schulen eine kritische Denkweise, Selbständigkeit und individuelle Förderung in den Mittelpunkt des Unterrichts rücken. „Bildung dient nicht allein der Vorbereitung auf die Bedürfnisse der Wirtschaft.“

„Zu faul oder unfähig“

Knapp zwei Jahre ist es her, dass Stadtrat und Stadtverwaltung Regensburg ein Bauvorhaben in der Von-Brettreich-Straße in der Nähe der Bischofshof-Brauerei erfolgreich verhindert haben. Investor Ferdinand Schmack wollte dort – erstmals 2005 – mehrere Wohngebäude errichten. „Nicht genehmigungsfähig“, lautete das Urteil der Stadtverwaltung. Am Dienstag wurde nun doch eine Genehmigung erteilt – für einen anderen Investor und unter einigen Ausfälligkeiten des Oberbürgermeisters.

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