SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 14. Juni 2010

Bis zum Jahr 2013 steigen die Gebühren für eine Platz in städtischen Kindergärten und Horten in Regensburg um gut 20 Prozent. Das teilten die beiden Bürgermeister Gerhard Weber (CSU) und Joachim Wolbergs (SPD) am Vormittag bei einer Pressekonferenz mit. Der Löwenanteil der Erhöhung erfolgt zum kommenden Jahr mit einem Anstieg von 15 Prozent, jeweils drei Prozent folgen 2012 und 2013. Ebenfalls bereits 2011 werden auch die Kosten für Mittagsverpflegung sowie Spiel- und Getränkegeld um rund 20 Prozent angehoben. Weber bezeichnet die Erhöhung als „alternativlos“ und begründete diese in erster Linie mit höheren Personalkosten. Diese sind seit 2006, damals stand die letzte Gebührenerhöhung ins Haus, um ebenfalls rund 20 Prozent gestiegen. Verantwortlich dafür sind weniger die gestiegen Tariflöhne der Angestellten, sondern ein veränderter Betreuungsschlüssel, aufgrund dessen 53 neue Stellen geschaffen wurden. Gestiegene Energiepreise tun ihr Übriges: „ Würden wir die Kosten komplett auf die Eltern umlegen, müssten wir die Gebühren in Kindergärten um 30, bei den Horten um über 40 Prozent erhöhen“, so Weber. Das sei „selbstverständlich nicht zumutbar“, die nun bevorstehende Erhöhung aber „unvermeidlich“, um eine bessere Kostendeckung bei den Betreuungseinrichtungen zu gewährleisten. Aktuell kosten die städtischen Kindergärten und Horte jährlich 11,6 Millionen Euro. Etwas mehr als die Hälfte davon trägt die Stadt, ein Viertel kommt vom Freistaat, den Rest übernehmen die Eltern, deren Anteil nun steigen wird. Der des Freistaats nicht. Schmackhaft gemacht werden soll diese Erhöhung den Eltern mit einem neuen Fördermodell. Für Alleinerziehende und Familien mit mehr als einem Kind sollen Horte und Kindergärten dadurch billiger werden. Konkret werden für Alleinerziehende bzw. Familien ab dem zweiten Kind 50,40 Euro vom anrechenbaren Einkommen abgezogen. Bürgermeister Wolbergs, der mehrere Rechenbeispiele präsentierte, bezeichnet die Erhöhung gekoppelt mit dieser Regelung als „super Vorschlag“. „Wir werden dadurch gerechter und können die Kostendeckung für unsere Einrichtungen erhöhen.“ Die Stadt rechnet damit, dass gut ein Drittel der Eltern von diesem Fördermodell profitieren werden. Ab 2013 kostet ein städtischer Kindergartenplatz, je nach Betreuungszeit, monatlich zwischen 79 und 145 Euro, bei Horten liegt die Spanne zwischen 103 und 121 Euro. Die Kosten für Mittagsverpflegung liegen ab 2011 monatlich bei 50 bzw. 55 Euro. Heute Abend sollen die Elternbeiräte der städtischen Einrichtungen über die Kostensteigerung informiert werden. Dann fehlt nur noch die Zustimmung des Stadtrats.

Des Rattenfängers beste Freunde: Gurkentruppen und Wildsauen

Am 8. Juni 2010 unterhielten sich der Moderator Stefan Parrisius und Dr. Michael Weigl zusammen mit Zuhörern live in einem Studio des Bayerischen Rundfunks (Zum Mitschnitt der Sendung). Auslöser für das Thema des Tagesgesprächs auf Bayern2 waren die derzeitigen Verbalinjurien der „zwei kleinen Kinder“ FDP und CSU: „Gurkentruppe gegen Wildsau, kann man so zusammen regieren?“ […]

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