SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 12. Juli 2019

Konzertbericht: Marky Ramone's Blitzkrieg

Eine Coverband der Superlative

Mit Superlativen sollte man grundsätzlich vorsichtig sein, sie aber wiederum auch nicht zu zaghaft verwenden, wenn sie zutreffen. Wie zum Beispiel dieser: Die Ramones sind die einflussreichste Punkband aller Zeiten. Einen Eindruck davon konnte man gestern in der Alten Mälzerei bekommen, als der dienstälteste noch lebende Ramone, Marky, mit seiner nach ihm benannten Coverband einen Parforceritt durch das Repertoire seiner seit 1996 offiziell aufgelösten legendären Hauptband bot.

Die Ramones-Legende am Schlagzeug: Marky. Foto: Baumgärtner

Marky Ramone’s Blitzkrieg nennt sich die Gruppe, der unter anderem der langjährige Bad-Religion-Gitarrist Greg Hetson angehört und dürfte – ein weiterer Superlativ – unter den weltweit vermutlich tausenden Ramones-Coverbands die bestbesetzte sein. Die nostalgischste ist sie durch ihr Hauptmitglied auf jeden Fall. Markys Aura ist außerordentlich, obwohl er kaum etwas macht. Mit einer unverkennbaren Ramones-Gedächtnismatte auf dem Kopf und Sonnenbrille im Ausschnitt sitzt der fast 67-Jährige Kaugummi kauend und ansonsten nahezu bewegungslos hinter dem Schlagzeug und treibt die Songs voran. Nicht mehr und nicht weniger.

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