SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 8. Juli 2020

Sitzt seit Dezember in Untersuchungshaft: der Angeklagte Christian F.

In Kombination können sie tödlich wirken: Zwei Medikamente, die in den sterblichen Überresten von Maria Baumer „eindeutig identifiziert“ wurden. Unklar bleibt die Dosis. Fragen wirft auch ein Blackout auf, den die 26jährige keine zwei Wochen vor ihrem Verschwinden hatte. Die Verteidigung von Baumers früheren Verlobten stellt die These in den Raum, dass sie eines der Medikamente freiwillig zur Schmerzbehandlung eingenommen haben könnte.

Lorazepam und Tramadol – dass Maria Baumer diese beiden Medikamente bei ihrem Tod im Blut hatte, möglicherweise in hoher Dosierung, scheint nach dem vierten Verhandlungstag im Mordprozess gegen ihren früheren Verlobten festzustehen. Das eine ein starkes Beruhigungsmittel, das andere ein Opiat – in Kombination können beide tödlich wirken. Man erleidet einen Atemstillstand. Die Staatsanwaltschaft wirft Christian F. vor, die 26jährige mit diesen beiden Wirkstoffen betäubt und getötet zu haben. Im September 2013 hatten Pilzsammler die sterblichen Überreste der 2012 als vermisst gemeldeten jungen Frau in einem Waldstück bei Bernhardswald entdeckt. Erst 2019 konnten durch verbesserte Untersuchungsmethoden die beiden Wirkstoffe in Haaren und zwei Kleidungsstücken von Maria Baumer nachgewiesen werden.

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