SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 29. September 2020

Vor rund 13 Jahren wurde in Regensburg die Stolpersteininitiative des Evangelischen Bildungswerkes ins Leben gerufen. Diese macht es sich seitdem zur Aufgabe, das Projekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig Stück für Stück zu erweitern. Am Montag verlegte dieser im Gedenken an Opfer der NS-Euthanasie-Programme neun weitere Stolpersteine im Stadtgebiet sowie eine Stolperschwelle auf dem Gelände des Bezirksklinikums.

Seit 1992 verlegt Gunter Demnig Stolpersteine als Gedenkorte für die Opfer des Nationalsozialismus. Foto: bm

Über 200 sind es mittlerweile in Regensburg. Mehr als 75.000 sollen europaweit in den vergangenen Jahren verlegt worden sein. Mit seinem 1992 begonnenen Kunstprojekt der Stolpersteine leistet der Kölner Gunter Demnig einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur. In Handarbeit – laut Demnig als Gegensatz zur maschinellen Menschenvernichtung in den Konzentrationslagern – wird jeder einzelne Gedenkstein angefertigt und Name, Geburtsjahr, (falls bekannt) Deportationsdatum und Todesort in eine Messingplatte geschlagen.

Mit einer Stolperschwelle wurde am Montag nun auf dem Gelände der ehemaligen “Heil- und Pflegeanstalt Karthaus-Prüll” und heutigem Bezirksklinikum eine weitere Gedenkstätte eingeweiht. Zuvor wurden im Stadtgebiet neun Stolpersteine für Opfer der NS-Krankenmorde (Aktion T4) verlegt.

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