SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 14. September 2020

"Ziviler Ungehorsam" als Kunstaktion

Keine Ruhe bei Jahninsel-Debatte

Eine Protestaktion gegen das mittlerweile geltende Betretungsverbot auf Jahninsel und Grieser Spitz ruft Polizei und Ordnungsamt auf den Plan. Diese nehmen Personalien auf und drohen mit Bußgeldern. Zur Silent Disco als Form des zivilen Ungehorsams hatte im Vorfeld eine Regensburger Künstlerin aufgerufen.

Innerhalb der Lichtfelder tanzten die Ungehorsamen mit Abstand und geräuschlos. Nach und nach nahm die Polizei die Personalien auf. Foto: bm

Freitagabend, 23 Uhr. Auf der Jahninsel und dem Grieser Spitz herrschen Ruhe und Ordnung. Bereits am Dienstag zuvor trat das im Stadtrat beschlossene Betretungsverbot auf Jahninsel und Spitz ab 23 Uhr in Kraft. Doch ein paar Entschlossene wagen sich trotz eines drohenden Bußgeldes um kurz nach elf auf die Wiese unterhalb der Zufahrtsrampe zur Steinernen Brücke. Mit Knicklichtern werden größere Rechtecke gelegt, die in Abstand zu einander eine Art Tanzfläche darstellen sollen. Dann setzen sich die insgesamt neun Personen Kopfhörer auf und starten die Playlist auf ihrem Smartphone.

Zu dieser Silent Disco als Form zivilen Ungehorsams hatte einige Tage zuvor Juso-Mitglied und Künstlerin Lena „Milla“ Müller (EchoPark) über Social Media und Plakataushang aufgerufen. Eine Protestaktion gegen das „sinnfreie Betretungsverbot“ und ein Zeichen gegen „mangelnde Gestaltungsideen“ sollte es werden, hatte Müller im Vorfeld erklärt.

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