SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 8. September 2020

Am 7. September 1995 wurde Klaus Peter Beer in Amberg von zwei Neonazis ermordet. Richard Lorenz und Dieter Müller schlugen und traten den Busfahrer bewusstlos und warfen ihn anschließend in die Vils, in der er ertrank. Der Grund war Beers Homosexualität. Diese passte nicht in das Weltbild seiner Mörder. Das neugegründete Bündnis gegen das Vergessen (BgdV) hat es sich zur Aufgabe gemacht, an Beer weiterhin zu erinnern. Denn die Stadt selbst hülle sich auch 25 Jahre nach der Tat in Schweigen, wie das Bündnis kritisiert. Eine Aufarbeitung und ein offizielles Gedenken bleiben bis heute aus.

Das Bündnis gegen das Vergessen fordert ein dauerhaftes Gedenken in Amberg zu installieren, etwa in Form einer Straßenbenennung. Foto: BgdV

„Der Politik des Verdrängens und Ignorierens entgegentreten“ steht auf einem der Transparente am Montagabend auf dem Amberger Marktplatz. Rund 70 Menschen nehmen an der Mahnwache zum 25. Todestag von Klaus Peter Beer teil. Auf einem weiteren Transparent wird ein „Klaus-Peter-Beer-Platz“ gefordert, andere Teilnehmer halten die Worte „RECHTEN TERROR STOPPEN“ hoch. Die Botschaften sind klar: „Rechte Gewalt ist nicht weit weg“, erklärt Stefan Dietl. Er ist Teil des BgdV, dem Gewerkschaften, Parteijugendverbände und antifaschistische Initiativen angehören.

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