Mehr Sauhaufen als Partei

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Heiter weiter geht es heute in die nächste Runde des öffentlichen Schaukampfs zu Regensburg: CSU contra CSU. Vorneweg: Alle nun genannten Personen gehören derselben Partei an (CSU) und existieren tatsächlich (Oben im Bild: Christian Schlegl und Franz Rieger, CSU-Exponenten, Intimfeinde). Brigitte Schlee, Rudi Eberwein und Petra Betz betreten nun den Ring, um sich schützend vor Fraktionschef Christian Schlegl zu stellen. Der wurde gestern von Franz Rieger und Hermann Vanino angegriffen, weil er wiederum – namens der Fraktion – beiden eine Rüge erteilt hatte, weil die beiden sich zuvor öffentlich wegen einer fraktionsintern diskutierten Sachfrage, die in diesem Zusammenhang bedeutungslos ist, zu Wort gemeldet hatten. Alles verstanden? Nein? Dann konzentrieren wir uns einfach darauf: Die CSU besteht im Wesentlichen aus zwei konkurrierenden Teams. In der einen Ecke: Die Fraktionsmehrheit um ihren Chef Christian Schlegl. Sie hat im Stadtrat das Sagen, regiert mit und baut nach wie vor auf Hans Schaidinger. Das Schlegl-Lager.

Handicap: Mit Franz Rieger und Hermann Vanino hat man zwei von der anderen Seite in der Fraktion. Die Angst: Bei der Neuwahl 2014 ist man, mangels Mehrheit in der eigenen Partei, weg vom Fenster. Armin Gugau, fraktionsloser Stadtrat, Regensburger CSU-Chef, Rieger-Lager. Foto: ArchivHans Renter, fraktionsloser CSU-Stadtrat, stelvertretender Kreisvorsitzender, Rieger-Lager. Foto: StaudingerHermann Vanino, Stadtrat, Rieger-Lager. Foto: ArchivIn der anderen Ecke: Die Anhänger von MdL Franz Rieger und des von ihm protegierten CSU-Kreisvorsitzenden Armin Gugau. Sie stellen die Mehrheit im CSU-Kreisverband, haben damit das Sagen bei der Aufstellung der nächsten Stadtratsliste und des zukünftigen OB-Kandidaten.

Das Blöde: Im Stadtrat hat dieses Rieger-Lager nichts zu melden. In der regierenden Fraktion sitzen nur zwei Stadträte. Dann gibt es noch drei fraktionslose CSU-Stadträte (Gugau, Martina Dräxlmeier und Hans Renter) sowie immense Schnittmengen zum CSB-Stadtratsduo. Diese beiden Seiten treten sich nun auf die Zehen, wo sie nur können. Mal mehr, mal weniger öffentlich. Mal mehr, mal weniger schmutzig, aber immer mit Tendenz zu sinkendem Niveau. Der teilweise blanke Hass macht’s möglich. Jede Seite möchte dabei der Öffentlichkeit erklären, dass die anderen moralisch, politisch und menschlich verkommen sind, während man selbst Demokratie, Moral und Bürgernähe mit der Muttermilch eingesogen hat. So weit zum Setting. Gestern hat nun das Rieger-Lager – in Person von Vanino und Rieger – das Schlegl-Lager – in Person von Schlegl – blöd dastehen lassen und ihm mangelnde charakterliche Eignung, Unterdrückung der Meinungsfreiheit und Inkompetenz vorgehalten. Rudi Eberwein, Stadtrat, Schlegl-Lager. Foto: StaudingerBrigitte Schlee, Stadträtin, Schlegl-Lager. Foto: StaudingerPetra Betz, Stadträtin, Ex-Bürgermeisterin, Schlegl-Lager. Foto: Staudinger

Das Schlegl-Lager – Betz, Schlee, Eberwein – weist das heute in einer Erklärung zurück. Schlegls Kompetenz sei „unbestreitbar und sein Einsatz vorbildlich”. Die Vorwürfe von Vanino und Rieger seien „völlig unannehmbar”, „ehrenrührig” und damit „besonders verwerflich”. Freie Meinungsäußerung sei außerdem „fester Bestandteil der Diskussionskultur der Fraktion”. Intern wenigstens.

Wenn aber Rieger und Vanino ihr Abstimmungsverhalten nach außen tragen – das sei „ schon öfter vorgekommen” und zwar „zu Gunsten der eigenen Darstellung in der Öffentlichkeit” – müsse man sie – wie geschehen – rügen. Wer in der ganzen Diskussion so gut wie nicht mehr vorkommt, ist Hans Schaidinger. Offenbar ist er kein öffentlichkeitswirksames Aushängeschild mehr fürs Schlegl-Lager. Das Rieger-Lager beschäftigt sich dagegen verstärkt damit, gegen jene zu kämpfen, die auch nach der nächsten Wahl noch etwas zu sagen haben. Schaidinger, der Hauptverantwortliche für die Spaltung der Partei, wird spätestens dann die politische Bühne in Regensburg verlassen haben. Und als Vermächtnis hinterlässt er Regensburg einen völlig zerstrittenen Sauhaufen, der sich der Ehrlichkeit halber endlich auf zwei Parteien verteilen sollte.

Nachtrag: Nun hat sich auch noch CSU-Chef Armin Gugau zu Wort gemeldet. Er nennt Schlegl einen politischen Brandstifter. Restlicher Tenor: Schlegl muss weg.  Hier die ganze Pressemitteilung.

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Kommentare (32)

  • CSU Mitglied

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    Die CSU Regensburg ist ein Intregantenstadl, Regie führt vermutlich der Oberbürgermeister, die Hauptdarsteller sind jedem bekannt, siehe Artikel oben. Warum sollte sich da jemand von der CSU-Parteizentrale einschalten? Derjenige bzw. diejenige kann nur verlieren!

  • Herbert Wild

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    Vom Jäger zum Gejagten. So schnell kann es gehen. Ich hoffe, dass Christian Schlegl politisch genauso vernichtet wird, wie er die damaligen ehrenwerten Stadtratskollegen Dr. Fürst und Dr. Kollmer ohne Beweise und durch reine Rufmordkampagnen diskreditiert hat. Schlegl kann nur noch eines machen: freiwillig aus der Partei austreten. Den Fuß kriegt er jetzt nicht mehr auf den Boden. Zu Recht! Er ist politisch ruiniert und er hat versagt.
    Alle die in der Partei noch was werden möchten, sollten sich unverzüglich von Schlegl distanzieren. Hermann Vanino hat es als erster gecheckt und war der erste Übertreter des Schlegl-Lagers. Mal abwarten wer der Nächste sein wird. Etwa Herr Weber?
    Schlegl ist über Leichen gegangen, um seine politische Laufbahn zu forcieren.
    Die Landesleitung hat das dreckige Spiel von Schlegl durchschaut und lässt ihn nun am langen Arm in Regensburg verhungern. Das ist die Quittung der Landesleitung dafür, dass er diese bei seinem Machtkampf vor Jahren belogen und missbraucht hat. Die Damen und Herren in München haben von Schlegl die Nase voll.
    Schlegl muss dringend die Partei verlassen.

  • Ebenfalls CSU-Mitglied

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    Wer die hasserfüllte Presseerklärung von Rieger und Vanino gestern und die ebensolche Erklärung heute von Gugau liest, weiß, welche menschenunwürdige Kampagne hier gegen Schlegel durchgeführt wird. Schlegel soll vernichtet werden, wie „Herr Wild“ schreibt. Es geht nur um Rache für Fürst und Kollmer, schreibt er ebenfalls.

    Wirklich schlimm ist, dass Journalisten wie Herr Aigner der Ansicht sind, dass man mit einer derart niederträchtigen Wortwahl, wie sie gestern Rieger und Vanino angewandt haben, jemand anderen „blöd dastehen“ lassen kann. Diese fehlende Bereitschaft von Ihnen Herr Aigner kritisch die Wortwahl zu betrachten und dann auch mal deutliche Worte zu finden, lassen die politische Kultur verkommen. Das ist das eigentliche Problem. Wenn Rieger, Vanino und Gugau mit solcher Sprache Erfolg haben und Beifall von Journalisten erhalten, können wir unsere Demokratie langsam aber sicher zu Grabe tragen.

  • Gott sei Dank kein CSU-Mitglied

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    @ csu-mitglied

    ich bin wirklich froh, dass sich hier ein journalist auf keine seite schlägt. die wortwahl haben sich gugau, rieger und co doch von schadinger, schlegl und co abgekupfert. vor zwei jahren ging es gegen „zerstörerische elemente“, „rechtsradikale“, „machtgeile“ etc. etc. (zitate aus dem gedächtnis). nur weil sie jetzt die anderemn so aufführen, ist das schlegl-lager charakterlich noch lange nicht besser als die rieger-gang. und überhaupt: die politische kultur kann – was die csu anbelangt – nicht mehr verkommen. die csu ist durch und durch verkommen. aber natürlich muss man wieder heulend auf einen journalisten einprügeln, der die csu als das bezeichnet, was sie ist: ein sauhaufen!

  • Herbert Wild

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    @Ehemals CSU-Mitglied:
    Das was jetzt passiert ist nicht im Ansatz so menschenunwürdig, als dass was Schlegl und Schaidinger vor zwei Jahren mit Dr. Fürst und Dr. Kollmer veranstaltet haben. Zwei ehrenhafte CSU-Stadträte dermaßen in den Dreck zu ziehen und mit Lügen fertig zu machen. Das scheint unser ehemals CSU-Mitglied alles zu vergessen. Sie messen hier mit zwei unterschiedlichen Maßen.
    Die Zeiten haben sich geändert. Schlegl wird in Regensburg nichts mehr. Wie schon erwähnt hat auch die Landesleitung Schlegl gewaltig auf den Kicker.
    Schlegl hat sich über die Jahre hinweg ins Abseits manövriert und muss jetzt die Konsequenzen tragen. In München wird keiner nur einen Finger krum machen für Christian Schlegl. Im Gegenteil, die freuen sich. Da die wissen, dass die Dreckkampagne, die Schlegl vor zwei Jahren gegen Dr. Fürst und Dr. Kollmer fuhr, erlogen und erstunken war.
    Mit Schlegl kann die Regensburger CSU nicht funktionieren, also muss er aus dieser raus. Entweder freiwillig oder durch einen demokratischen Prozess innerhalb der Partei. Schlegl ist für eine christsoziale Partei nicht haltbar.
    Dr. Rieger und Herr Gugau ist nun endlich der Geduldsfaden gerissen. Sie waren lange genug nachsichtig mit Schlegl. Die jetztigen Reaktionen sind völlig angemessen.
    Die Regensburger CSU sollte nun mit vereinten Kräften gegen Christian Schlegl vorgehen und ihn zurechtweisen.
    Schlegl jetzt als Opfer darzustellen, so wie sie es tun Ehemaliges CSU-Mitglied, ist heuchlerisch und falsch. Sie wissen ganz genau, dass Christian Schlegl derjenige ist, der die größte Schuld auf sich geladen hat.
    Dr. Rieger und Gugau haben nun die schwere Aufgabe, die CSU wieder in ruhiges Fahrwasser zu führen, was diese auch gerne tun würden. Aber mit einem Schlegl an Bord wird dies nicht gelingen. Aus diesem Grund soll Schlegl aus der Partei verscheinden. Er würde sich und der gesamten Landes-CSU einen Gefallen tun.

  • Johannes Mühlbauer

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    „Und als Vermächtnis hinterlässt er Regensburg einen völlig zerstrittenen Sauhaufen, der sich der Ehrlichkeit halber endlich auf zwei Parteien verteilen sollte.“

    Selten einen so ehrlichen und richtigen Satz zur CSU gelesen. Ich erachte es schon lange für einen demokratisch und politisch unhaltbaren Zustand, dass die Partei im Stadtrat von einer Gruppe (Fraktion) vertreten wird, die nicht die Meinungen und Mehrheiten in der Partei abbildet. Dies Partei habe ich aber gewählt – und nicht diese offenbar gleichgeschaltete Fraktion.

    Ehrlich wäre nun, wenn Schlegl und seine Anhänger aus der CSU austreten und als eigene, slebständige Gruppe / Fraktion agieren. Dann könnte der Bürger wenigstens genau trennen, wer welche politischen Vorstellungen verwirklichen will. Beim derzeitigen CSU-Wirrwarr kennt sich ja keiner aus. Aber wahrlischeinlich fürchtet Schlegl gerade diesen Schritt, würde doch seine Machtgeilheit, die er auf Kosten von Fraktion und Bürgerschaft auslebt, offenkundig werden.

    Da Schlegl dieses Schritt aus den genannten Gründen scheut, sollte die Partei mal dessen Ausschluss prüfen. Nicht aufgrund erfundener Rechtsradikalismusvorwürfe (auch wenn Schlegl selbst auch mit Vorwüfen wegen einer braun angehauchten Vergangenheit konfrontiert wurde), sondern ob der Tatsache, dass dieser der Gesamt-CSU allein ob seiner puren Existenz keinen Gefallen tut.

  • CSU Mitglied

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    @Herbert Wild
    Sicher glauben Sie nicht einmal selbst, was Sie da schreiben. Aber dieses Forum dient ja auch zur internen Motivation und Feindbildpflege im „Wir rächen Fürst-Lager“. Gutes Beispiel sind die „Zitate aus dem Gedächtnis“ von dem Gott sei Dank kein CSU Mitglied, die allesamt falsch sind. Diese Wortwahl wurde eben bewusst nicht gewählt. Es wurde nur eine Sammlung an schriftlichen Zeugenaussagen und schriftlichen Dokumenten (Ju-Zeitung) vorgelegt, damit sich jeder selbst ein Bild machen kann. Der damaligen Ministerpräsident Dr. Stoiber sprach von „bealstbarem Material“. Sie nennen es jetzt banal „Lügen“. so gehen die Meinungen halt auseinander. Ich teile die Ansicht von „Ebenfalls CSU-Mitglied“. Der hasserfüllte Wortlaut von Rieger, Vanino und Gugau spricht für sich und damit keinesfalls für sie.

  • domiNO

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    @wild
    wieso soll Weber das Lager wechseln? Wenn soar Vanino als Sympathieträger des Gugau-Rieger-Lagers gebracht wird, sollte man nicht vergessen, warum er eine Stadtratspause.
    Egal, wie oft Sie Ihre Phrasen wiederholen, Kollmer und Fürst sind aus der Partei ausgetreten, um dem Ausschlussverfahren zuvorzukommen, in dem dann die Beweise auch vorgelegt worden wären.
    Ich bleib dabei, dass Rieger sich endlich um die Belange Regensburgs im Landtag kümmern sollte als eine Dauerfehde mit der CSU-Fraktion zu führen.

  • werner

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    Peinlich, was Schlegl und die CSU-Fraktion jetzt ablassen. So etwas hat Regensburg nicht verdient. Im Land- oder Bundestag hätten diese schon längst Rücktrittsforderungen auf dem Tisch. Die sind eigentlich nicht mehr tragbar.

  • CSUler

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    Jetzt hat sich auch noch Petra Betz zu Wort gemeldet und stellt sich schützend vor Christian Schlegl.
    Frau Betz hat ebenfalls über mehrere Jahre Ihre Mandatsbeiträge an den CSU-Kreisverband nicht im vollem Umfang bezahlt ober gern die Annehmlichkeiten einer 3. Bürgermeisterin gerne in Anspruch genommen! Sie hat ebenfalls vergessen, dass Sie dieses Amt nur bekam, weil 1200 CSU-Mitglieder brav ihre Beiträge bezahlten und sich für Sie in den Wahlkämpfen unentgeldlich einsetzten! Das ist nun vorbei gemäß der Aussage von H. Schlegl“… Vertrauen muß man sich neu verdienen“.

  • Engagierte Bürgerin

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    Ist das nun eine politische Partei oder ein
    Kindergarten?

  • Manfred Veits

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    Soll-Bruchstelle Donaumarkt

    Die „mit der Muttermilch eingesogene“ Demokratie ist bei vielen CSU-Aficionados/-as ausgetrocknet.

    Um zu diesem Ergebnis zu kommen, reicht allein ein Blick auf den Donaumarkt-Deal 2005. Die seinerzeit durch Schaidinger und Konsorten (die zustimmenden Mitglieder des damaligen Aufsichtsrats der Stadtbau GmbH)verschwendeten bis zu 1.5 Millionen Euro bedürfen nach wie vor der demokratischen und zivilrechtlichen Kontrolle, wozu zunächst der Stadtrat und – falls dieser weiterhin untätig bleibt – der SOUVERÄN (Bürgerbegehren) zuständig ist.

    Aufsichtsräte haften für ihr Tun und Unterlassen bereits bei einfacher Fahrlässigkeit, mit ihrem ganzen privaten Vermögen und 5 Jahre (Verjährung) lang.

    Der Millionen-Deal am Donaumarkt eröffnet eine Soll-Bruchstelle innerhalb der CSU. An ihr werden sich die Demokraten/Aufrechten/Mutigen von jenen zu distanzieren haben, die für das „Gesetz des schwarzen Filzes“ stehen.

    Zu empfehlen ist die Einrichtung eines kommunalen Prüfungsausschusses, der die zeitnahe (Verjährung droht 2010 !!) Beauftragung einer außerbayerischen, auf kommunale Korruption spezialiserte Anwaltskanzlei mit der Prüfung des Donaumarkt-Deals vorzubereiten hat. (Ähnlich dem Geschehen bei der HSH Nordbank bzw. der BayernLB).

    Den Prüfungsauftrag selbst hat dann der Stadtrat zu erteilen. Bei einer ordnungsgemäßen Abstimmung (Frage: Wer ist für(!) diesen Antrag?) wird dann der Bürger erkennen können, wer in der Domstadt der „Verwahrlosung der Demokratie“ (Meierhofer, Stadtrat und MdB) entgegenwirkt und FÜR den Prüfungsauftrag sichtbar seinen Arm zur „JA“-Abstimmung hebt.

    (Selbst ein solches, allein demokratisches und dem „Duckmäusertum“ (Dr. Schulz)entgegenwirkendes Abstimmungsverfahren wurde unter dem Regime Schaidingers trotz vielfacher Rügen auch durch die Regierung zu Grabe getragen, was bereits allein ein erschreckendes Zeugnis über das demokratische Selbstverständnis im Rat der Stadt liefert.)

    Wohlan!

    Die nicht vermeidbare demokratische Selbstreinigung der CSU kann und wird auch in unserer Bürgergesellschaft die Frage nach den in der Verfassung verankerten Werten stellen. Ein WEITER-SO wird es nicht geben können.

  • Anwohner

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    Etwas offtopic, aber weil wir gerade bei „Sauhaufen“ sind.
    Vor kurzem stank’s ja mal wieder gewaltig in der Stadt. Wir wurden schnell beruhigt, das sei kein Gas, der Schuldige wurde auch bald entdeckt.
    Nur, was war’s denn jetzt?
    Mir ist schon klar, dass nicht alles was stinkt gleich giftig sein muss, aber interessieren würde es mich dann doch.

  • Norbert Steiner, CSB

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    An „Schaifenoper“:
    Stimmt, ich war dabei. Die Besprechung hierzu fand kurz nach der Wahl von F. Viehbacher im Hotel „Jägerwinkel/Obb“. Anwesend waren vier Personen: 1 sehr bekannter Regensburger, Albert Schedl, F. Viehbacher und ich. Die „Unterbringung“ von Hans Sch. war erforderlich, da eine Übernahme durch Gerold Tandler in die CSU-Landesleitung aus mir nicht mehr bekannten Tatsachen scheiterte.
    Leider kenne ich den Verfasser „Schaifenoper“ nicht. Er soll sich mal melden!

  • CSU Mitglied

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    Unbekannter Verfasser Schaifenoper,
    danke für Ihre Auskünfte, die offenabr fundiert sind. H. Schaidinger war in der CSU der Wahlkampfleiter oder -zuarbeiter für H. Viebacher, dass ist in CSU-Kreisen bekannt und ist dann irgendwie Beamter im Höheren Dienst bei der Stadt Regensburg geworden. Derjenige denkt böses wer dahinter CSU-Filz vermutet.

  • Norbert Steiner, CSB

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    Herr CSUMitglied.
    Natürlich kann man den Vorgang als „Filz“ bezeichnen. Ohne die Tätigkeit, die sehr problematisch war, wäre er nie in die Stadtverwaltung gekommen. Als sog.Wahlkampfleiter stand er unter meiner Weisung. Die gesamte Abrechnung zu Rudolf Winkler lief über mich. Schaidinger hat es mir alleine zu verdanken, dass er auf diesen „Posten“ kam, den ich nicht annehmen wollte. Ich Idiot habe Schaidinger, der nach seiner Ausbildung bloß (im wahrsten Sinne) dastand, vorgeschlagen. Es war meine größte Dummheit!

  • Schwarzmeertanker

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    Ich finds einfach nur peinlich:
    Das Verhalten von Herrn Dr. Rieger und Herrn Vanino war ungünstig. Fraktionsinterna über die Presse zu diskutieren war nicht klug.
    Aber die Reaktion der Fraktion war mindestens genauso unpassend um nicht zu sagen dumm.
    Das kommt davon, wenn man zu lange an der Macht ist. Normalerweise heißt es „Opposition ist Mist.“ Hier bedeutet Opposition „Besinnung, Reinigung und Neuformation.“ Die CSU wird sich darauf einstellen müssen, sowohl in Regensburg Stadt als auch auf Landesebene.
    Das Ergebnis der Bundestagswahl ist die letzte Warnung vor der Opposition und dem Absturz auf Landesebene.
    Ich wünsche allen, dass sie zur Besinnung kommen und gute Besserung.

  • Werner

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    Vom OB und von der CSU-Fraktion kommt nichts mehr, was die Stadt Regensburg weiterbringt. Alles bleibt liegen (FOS Stadthalle Osttangente, Sallener Brücke, Jahnstadion und und und) und wenn dann doch mal was entschieden wird, wie die einseitige Sperrung der Thundorfer Straße (Ursprung stammt aus der Ära Meier, also nichts Neues), werden handwerkliche Fehler gemacht. Schlegl sollte sich mal Gedanken machen, ob er seinen ohnehin schlechten Ruf nicht wenigstens auf diesem niedrigen Niveau halten will, anstatt ihn noch weiter in den Dreck absinken zu lassen. Mit diesen Äußerungen ist er wiedermal abgesackt.
    Ich meine: Für Regensburg ist er und seine Fraktion nicht mehr tragbar

  • rosa rakete

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    München wird sich die Sache ansehen und dann dem Sieger die Hand schütteln. Die 7 Zwerge hoffen aber noch auf eine Rettung aus München, um im Rahmen eines Kompromisses noch ihren politischen Hintern retten zu können, der jetzt absolut verloren scheint. Dass man mit diesen ohne Druck noch einen Frieden schliessen könnte, nachdem sie ein stasireifes Dossier mit erfundenen Rechtsextremismusvorwuerfen vorgelegt haben, halten sie selbst für ausgeschlossen. Das war zu hoch gepokert.

  • Matthias Beth

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    Innerparteiliche Demokratie ist in Deutschland für alle Parteien, auch für die CSU, vorgeschrieben. Alle Entscheidungen müssen von den Parteimitgliedern oder durch von Parteimitgliedern gewählte Delegierte in Wahlen und Abstimmungen getroffen werden, so einfach ist dass. Die CSU in Regensburg hat dank einiger führenden Köpfe, die glauben sich noch in der Ära von Franz Josef Strauss zu befinden alles Vertrauen verspielt.

  • Gott sei Dank kein CSU-Mitglied

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    Ich lach mich krank! Endlich hat die CSU einen Nothelfer gefunden. Im heutigen Wochenblatt verkündet de5r Herausgeber Herbert Zelzer, dass sich das Wochenblatt als „Moderator“ in der CSU versteht. Super! Spätestens jetzt kann man die CSU-Berichterstattung des Wochenblatts in die Tonne treten.

    Bin mal gespannt, wie weit die CSU mit dem Moderator Zelzer kommt. Wer wie Zelzer zu elf Monaten auf Bewährung und 200.000 Euro Geldstrafe wegen schwerer Untreue verurteilt wurde (Da floss Schmiergeld für Anzeigenaufträge), ist dort allerdings genau richtig. Insofern scheint da gerade zusammenzuwachsen, was zusammen gehört. Wird das Wochenblatt-Logo jetzt schwarz?

  • Johannes Mühlbauer

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    Zustimmung, „Gott sei Dank kein CSU-Mitglied“.

    Ich habe mich bislang immer über die Berichterstattung des Wochenblattes gefreut, da dieses einen etwas anderen Blick auf die Ereignisse warf, als die „Mittelmäßige“. Damit ist es wohl vorbei.

    Zelzer mag als Privatmann tun und denken was er will. Wenn er aber neuerdings seine Redakteure anweist, Artikel mit einer bestimmten Intention zu schreiben, so verkommt das Wochenblatt wieder zu dem niveaulosen Anzeigenblatt, von denen es tausende gibt und die sowieso ungelesen im Müll verschwinden.

    Das letzte scheinbar unabhängige Printmedium in Regensburg hat die freie Berichterstattung in der Domstadt zu Grabe getragen und dieses hohe Gut der „Spezlschaft“ zwischen Zelzer und Schlegl geopfert.

    Für den Beobachter bleibt nur der Schluss, dass Christian Schlegl von einen weiteren Straftäter unterstützt wird und dass sich in seinem Umfeld überproportional viele Personen häufen, die entweder wegen Vermögensdelikten verurteilt wurden (Zelzer) oder dieser verdächtig sind (Schadidinger, Weber, Welnhofer).

    Widersprechen muss ich „Gott sei Dank kein CSU-Mitglied“ nur in einem Punkt: Das Wochenblatt-Logo wird nicht „schwärzer“, sondern höchstens dicker werden. Und vielleicht kommt ein veruntreuter Geldschein hinzu.

  • CSU Mitglied

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    Der neue Moderator für die innerparteilichen Probleme der CSU Regensburg, ist nach Darstellung des Wochenblattes nun dessen Geschäftsführer H. Zelzer.
    Da trifft sich der richtige Personenkreis, ein H. Zelzer, Verurteilt zu elf Monaten auf Bewährung und 200.000 Euro Geldstrafe wegen schwerer Untreue, und ein H. OB. Schaidinger und ein Bürgermeister Weber, welche über Jahre Ihre Mandatsbeiträge nicht im vollem Umfange an den CSU Kreisverband entrichteten, und damit ca. 1200 CSU Mitglieder, die brav Ihre Beiträge zahlten, betrogen haben. Die Kasseenberichte der jeweiligen Kassiere gegenüber den Deligierten sind damit alle nicht korrekt!

  • domiNO

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    @…kein CSU-Mitglied
    ein Moderator wird man nicht, indem man sich selbst als solcher bezeichnet, man muss von den eiden Seiten auch akzeptiert werden.
    Zur Verdeutlichung: Selbstverständlich bin auch ich bereit, zwischen dem Nebenerwerbsanwalt, der auch noch MdL ist, und seiner Fraktion zu moderieren.

  • Argusauge

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    Da wäre doch noch der nette Hr.Seehofer, der ja nun mal verkünden lässt es wäre ihm ein Anliegen, nun doch mit der regensburger CSU ein klärendes Gepräch zu führen.

    Hr. Seehofer, nicht reden. Handeln Sie endlich und bereiten den Boden für einen personellen Neuanfang nach gründlicher Reinigung. Am Besten … naja, Rücktrittsforderungen soll es ja schon gegeben haben…

    Was der Hr. Z. nimmt weiss ich nicht, aber das Zeug scheint Wirkung zu haben. Hätte ich auch gerne, dann sähe man sicher die Spezln und die damit verbundenen Affären in einem rosa Lichtchen

    @domiNO

    domi .. NO !!!

  • Adalbert Singhuber

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    Seehofer kommt – wenn er denn kommt – mindestens zwei Jahre zu spät.

    Das Kind „Regensburger CSU“ ist schon in den Brunnen gefallen. 2007, zu Beginn der Auseinandersetzungen hätte man noch etwas retten können. Zum jeztigen Zeitpunkt halte ich dies für ausgeschlossen, dazu sind die Fronten zu verhärtet, die Kränkungen waren zu groß.

    Dass sich jetzt beide Gruppierungen hinstellen werden und sagen: „Ja, wir unterstützen die Vermittlung“, ist offensichtlich eher der medialen Wirkung als dem Wunsch nach einem offenen Austausch geschuldet.

    Seehofer muss aufpassen. Er kann nur mit in den Brunnen fallen, aber nichts gewinnen. Gleiches gilt auch für Herrn Zelzer.

  • Argusauge

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    Sicherlich wäre dies vor Jahren notwendig gewesen. Und hätten sich einige Herren von ihrem Machtstreben lösen können und der Verjüngungsprozess wäre mit frischen, neuen kreativen Kräften gestartet, dann wäre diese unsäglich zerfahrene Situation überhaupt nicht aufgekommen. Nun wird der Weg mit Schmerzen und Leiden zu Ende gegangen werden müssen.

    Wenn die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, dann war vorgestern deren „Beerdigung“ diesbezüglich.

    Wir alle können nur hoffen,dass endlich Ruhe einkehrt und wieder angepackt und konstruktiv für diese Stadt und deren Bürger gearbeitet wird. Denn wir alle haben eine solide Lokalpolitik ohne Filz und Vetternwirtschaft verdient. Und ohne Ja-Sager Fraktionen und Abnickern in der Verwaltung.

  • Mündiger Bürger

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    Seehofer soll bloß in München bleiben!

    Wenn Seehofer sich jetzt viel zu spät in Regensburg einmischen will, dann facht er durch seine qua Amt bestehende öffentliche Wirkung das Feuer in der Regensburger CSU erst richtig an. Dass er sich dabei die Finger verbrennt, scheint mir das geringste Problem und ist mir ehrlich gesagt egal. Schlimmer ist, dass die Protagonisten im Zuge des neuen öffenltichen Interesses noch heftiger aufeinander einschlagen werden und unsere Stadt ein weiteres Mal in überregionalen Medien negativ auffällt. Gut ist das für Regensburg sicherlich nicht, aber das scheint Seehofer egal zu sein.

    Die einzige Lösung im CSU-Streit ist eine Aufspaltung der Regensburg CSU. Dann kann man wenigstens mit offenem Visier den Wettstreit der politischen Idden führen und der Wähler also Souverän kann entscheiden, welchem „Lager“ er folgen möchte.

    Allerdings muss sich Schlegl hierzu schnell entschließen, eine eigen Liste zu gründen. Denn dies braucht Zeit und die Liste muss sich durchsetzen. Daher sollte er möglichst bald, zusammen mit seinen Anhängern eine eigene Liste gründen und dann diese im Stadtrat als Fraktion vertreten. Interessant wäre dann tatsählich, wie viele CSU-Fraktionskollegen ihm folgen und wie der politische Meinungskampf zwischen der neuen „Schlegl-Fraktion“ und der „Rest-CSU“ dann mit offenem Visier ausgetragen wird.

  • Jonny Walker

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    Fraktion, lateinisch: fractio bezeichnet einen Bruch oder Bruchteil.
    Schlegl hat es geschafft diesem Wort seine ursprüngliche Berechtigung zu geben. Er ist der Führer des Bruchteil und merkt gar nicht mehr das die „normalen“ CSUler ihm nicht mehr aufrichtig folgen.
    Freudenstein und Vanino sind der Anfang, die anderen trauen sich nicht so recht und nicken in gewohnter Manie jeden noch so großen Scheiß ab. Hinter vorgehaltener Hand erfährt man Dinge, die ein Schlegl, Schaidinger und Co nicht für möglich halten und das ist gut so. Die Landesleitung setzt sich mit Politikern wie Herrn Rieger auseinander und nicht mit Leichtgewichten die populistisch ein Eingreifen fordern.
    Der Stein des Anstoßes war die provisorische Einbahnregelung Thundorfer bis Keplerstraße.
    Die Busse sollen in beide Richtungen fahren dürfen und werden durch ?Ampeln?? mittels Positionsschleifen im Fahrbahnbelag gesteuert.
    Wer weiß was da noch an Kosten anfallen? Das so viele Busse diese Trasse nutzen ist per se ein Schwachsinn, der RVV sollte diesbezüglich eine Kosten Nutzen Analyse durchführen, besser durchführen lassen.
    Für mich ist dieses Unterfangen ein dummer Schnellschuss ohne die Zustimmung des Souveräns und der Kaufleute. Die Folgen wurden höchstwahrscheinlich orakelt.
    Der Ortsvorsitzende Altstadt hat die Pflicht hier etwas zu sagen. Der Freudenstein hätte in ihrem Stadtteil auch etwas sagen müssen, tat es leider nicht und heute wissen wir, wie mit pflichtbewussten Parteifreunden umgegangen wird. Die abgehängten Stadtamhofer haben es mit ihrem Wahlergebnis gezollt. Das ist natürlich Schaidinger und Schlegl völlig egal. Schlimmer noch, diese Bürger wurden noch verhöhnt, Herr Cerull kann ein Liedchen davon singen.
    Dass sich die Betz, die Schlee und der Eberwein hinter Schlegl und Schaidinger stellen verwundert keinen wirklich. Die meisten wissen aber, dass die Basis nicht mehr hinter Schaidinger und Co steht. Die, die noch was werden wollen, werden das sinkende Schiff frühzeitig verlassen. Der Kapitän, ein zahnloser Tiger und der Steuermann rettet niemand mehr.
    Die CSU wird wieder eine Bürgerpartei werden und für das Wohl der Stadt eintreten. Die Frage ist letztlich, wie sehr zerstört und ausgeblutet wird unsere Stadt 2014 sein.
    Glücklicherweise hat Weber noch ein wenig politischen Anstand und Verantwortungsbewusstsein. Herr Damminger und Herr Dr. Schörnig werden hoffentlich auch wachsam sein.
    Die SPD unter Hartl und Wolli scheiden bei Verantwortung völlig aus. Es bleibt zu hoffen dass deren Basis einmal bis Übermorgen denkt.
    Um diesen ganzen Unsinn entgegenzutreten müsste eine BI ins Leben gerufen werden!
    Leider habe ich zu wenig Zeit, sonst würde ich das selbst übernehmen.

  • Rennumstischeck

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    @ Johnny Walker

    Wie sollte denn die BI heißen ? Mit welchem Grundgedanken antreten ?

    Und was sollte dann letztendlich rauskommen ?

    Eine Verhinderung von Wolli oder Schlegl? Alternativ Jobs für die abgewählten Granden als Busfahrer in der Thundorfer ?
    Auf alle Fälle sollte sich einmal ein Bürgerbegehren zu den letzten Grundstücksgeschäften der Stadt finden, um diesen Saustall mal öffentlich zu machen.

    Take the lead Johnny, I’ll walk with you !

  • Schmitt

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    „Das so viele Busse diese Trasse nutzen ist per se ein Schwachsinn, der RVV sollte diesbezüglich eine Kosten Nutzen Analyse durchführen, besser durchführen lassen.“
    Würden Denkmalschützer ihre Aufgabe ernst nehmen (mit Greipl oder Morsbach darf man da nicht rechnen), müssten sie begrüßen, wenn 1 Drittel der Busse verschoben werden an die Kanalschleuse (Westtrasse) und die Keplerstraße entlasten. Das Gezeter einiger Stattamhofer entspricht dem St.Floriansprinzip. Flüsterleise dagegen vertreten Altstadt-CSUler aller Lager die Feinstaub- und Lärminteressen der Anwohner von Keplerstraße, Goldene-Bären-Straße und Weißes-Lamm-Gasse . Der Einbahnstraßenstreit täuscht Aktivität vor.

  • Christian contra Christian | Regensburg Digital

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    […] eine willkommene Gelegenheit, um – wie in den einst noch offen kriegerischen CSU-Tagen – auf die „mangelnde charakterliche Eignung“ Schlegls oder eine nicht hinreichende Unterstützung durch die Basis […]

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