SOZIALES SCHAUFENSTER

OB-Kandidaten-Kandidaten stellen sich vor

Fröhliches Eins, Zwei oder Drei bei der CSU

Die Vorstellungsrunde der OB-Kandidaten-Kandidaten Jürgen Eberwein, Dagmar Schmidl und Astrid Freudenstein am Freitag im Kolpinghaus war der Höhepunkt der Mitgliederbefragung bei der CSU Regensburg. Man gibt sich geschlossen, freundlich und zuversichtlich, wenngleich zwischen den Bewerberinnen sichtbare Gräben klaffen.

Bewerberinnen-Kür mit Sicherheitsabstand: Dagmar Schmidl, Jürgen Eberwein, Michael Lehner und Astrid Freudenstein.

Schon wieder Gelächter. Der neue Regensburger CSU-Chef Michael Lehner hat gerade davon erzählt, wie schön es beim Bürgerfest war, wie viel Zuspruch und Interesse es dort für seine Partei gegeben habe und als er – etwas zweideutig – schließt mit „In unserem schwarzen Eck waren wir eigentlich drei Tage voll“ johlen und applaudieren die rund 100 Mitglieder, die schon seit über zwei Stunden zugehört haben. Betont geschlossen und zuversichtlich geben sich die Schwarzen heute im kleinen Saal des Kolpinghauses, während sich die drei Bewerberinnen um die OB-Kandidatur vorstellen.

Ein sichtbarer Graben

Trotz höchst unterschiedlicher Vorstellungsreden erhalten sowohl Astrid Freudenstein als auch Dagmar Schmidl und Jürgen Eberwein dafür mindestens freundlichen Applaus. Alle drei sind sie sich sicher, dass man nun – nach sechs Jahren Pause – den Oberbürgermeistersessel wieder erobern kann, alle drei kritisieren lustvoll die Bunte Koalition und jeder der drei Bewerber bedankt sich an irgendeiner Stelle zumindest pflichtschuldig bei den jeweils anderen Kandidatinnen. Dass die drei sich alles andere als grün sind, sieht man freilich dennoch. Schon auf ihren Sitzplätzen in der ersten Reihe halten vor allem Schmidl und Freudenstein einen deutlichem Sicherheitsabstand ein. Auch als die drei später vorne stehen, um sich nach ihren Reden den Fragen aus dem Publikum zu stellen, muss Lehner sie irgendwann zumindest kurz zusammendrängen, damit es auf den Fotos nicht so sehr auffällt, dass Freudenstein deutlich abseits steht.

Die Stadträtin und Bundestagsabgeordnete hat erfolgreich jene Befragung der Parteibasis ins Spiel gebracht, deretwegen die drei heute da vorne stehen. Die knapp 1.000 Mitglieder der Regensburger CSU haben schon vor geraumer Zeit Post erhalten, um sich für einen der drei Kandidaten auszusprechen. Bindend ist dieses Votum – Urnenschluss am 10. Juli – allerdings nicht. Am 12. Juli wird den gewählten Delegierten der einzelnen Ortsvereine das Ergebnis mitgeteilt. Sie sollen dann Ende des Monats entscheiden.

Hier hatte, als es um die Wahl der Beisitzer für den neuen Vorstand ging, zuletzt Schmidl die Nase vorn, knapp gefolgt von Eberwein und wieder mit etwas Abstand dahinter Freudenstein.

Die Frage aller Fragen

Entsprechend fallen auch die Antworten der drei aus, als Alt-Bürgermeister Gerhard Weber sie nach der Vorstellungsrunde fragt, ob sich die beim Mitgliedervotum jeweils unterlegenen Bewerberinnen dem auch beugen und ihre Kandidatur zurückziehen würden. Webers Wunsch ist klar: „Wer nicht einmal die Mehrheit der 1.000 CSU-Mitglieder auf sich vereinen kann, der wird auch die 160.000 Regensburgerinnen und Regensburger nicht überzeugen können.“

„Selbstverständlich werde ich dann zurückziehen, lieber Bürgermeister a.D.“, antwortet Freudenstein als erste kurz und knapp. „Wir sind ja hier nicht in Europa.“ Und wieder einmal wird gejohlt und laut applaudiert.

Länger braucht Dagmar Schmidl um auf „Herrn Weber“ zu erwidern. Dessen Frage sei nicht mit Ja oder Nein zu beantworten. Zwar sei es „wunderbar“, ein Votum einzuholen, auch wenn sie diesem zunächst kritisch gegenübergestanden sei. „Aber wissen Sie, wir betreiben schon seit Monaten Vorwahlkampf und wählen Delegierte.“ Letztere seien die „Leistungsträger der Partei“, stünden später auch hinter einem, kurzum: Es sei einfach besser, erst einmal das Ergebnis abzuwarten.

Ähnlich äußert sich Eberwein, der allerdings einschränkt, dass er es bei einem „deutlichen Ergebnis“ mit „entsprechender Beteiligung“ „nicht ausschließen würde“, zurückzuziehen. Doch auch diese beiden werden mit freundlichem Beifall bedacht. Auf erkennbare Ablehnung stößt heute keine der drei.

„Liebe Freunde“, „lieber Gott“ und Franz Josef Strauß

Astrid Freudenstein merkt man bei ihrer Rede an, dass sie Bundestagserfahrung hat. Sie steigt ein mit einer persönlichen Anekdote, verteilt Seitenhiebe gegen die Fridays für Future-Demonstranten, die an diesem Tag eine Menschenkette um die Altstadt gebildet haben, verteilt Dank an den Vorstand und ihre Gegenkandidaten, von denen sie Eberwein im Verlauf ihrer Rede sogar persönlich anspricht und führt immer wieder die Anrede „liebe Freunde“ im Mund. Ihre Bereitschaft zur Kandidatur nennt sie eine „Herzensentscheidung“, sie wolle nun „daheim anpacken“ und „etwas bewegen“. „Die CSU wird jetzt nicht so blöd sein, jetzt nicht durchzuziehen und diese Wahl zu gewinnen.“ Mit ihr.

Es folgt ein Verweis auf ihre Regensburger Herkunft, das Herz ihres Vaters für den SSV Jahn, darauf, dass sie „schon immer viel, hart und gern gearbeitet“ habe – ob nun beim Bodenwischen am Kapfhammer Volksfest oder als Leiterin der Zentralabteilung beim Bundesverkehrsministerium, wo ihr 600 Leute unterstellt und sie für die Korruptionsprävention (Gelächter) zuständig gewesen sei.

Freudenstein streicht ihre Kompetenzen beim Umgang mit einer großen Verwaltung heraus – diese unterliege entweder der Gefahr, nichts zu tun oder das zu tun, was sie wolle. In ihrer Rede fehlen weder Franz Josef Strauß noch „der liebe Gott“ noch der derzeit suspendierte Oberbürgermeister, den sie als „Grüß-Gott-August“ bezeichnet. Was dabei herausgekommen sei, sehe man ja aktuell. Sie hingegen werde sich der Verwaltung widmen und „die Korruptionsprävention auf den neusten Stand bringen“, was erneut von Gelächter quittiert wird.

„Wir können, wollen und werden gewinnen.“

Sehr konkret benennt Freudenstein Projekte, die sie im Fall ihrer Wahl in Angriff nehmen will, geißelt den Zustand der Altstadt und die in ihren Augen dafür verantwortliche Bunte Koalition. Sie fordert mehr Sicherheit, Sauberkeit und weniger Radfahrer („Und ich glaube, dass wir wieder über Schonzonen für Fußgänger sprechen müssen. Die De-Facto-Abschaffung der Fußgängerzone – und ich darf das sagen, weil ich fahre so viel Fahrrad – ist meines Erachtens in Regensburg gescheitert.“). Dafür aber die Zugänglichkeit für den motorisierten Individualverkehr. Ein Punkt übrigens, der – inklusive des Koalitions-Bashings – alle drei Bewerber eint. Sie streift alle wesentlichen Politikfelder, spricht dazwischen kurz Bundestagskollegen Peter Aumer an, der in der ersten Reihe sitzt, und verweist auch ansonsten auf ihr politisches Netzwerk in Berlin. Man könne bei vielen Dingen etwas machen, „wenn man die Durchwahl kennt und sich beim Gesprächspartner nicht erst vorstellen muss“.

Den wesentlichen Kritikpunkt ihrer Gegner, nämlich, dass sie mit der Regensburger Politik nur wenig am Hut habe, schließlich handelt Freudenstein (ohne diese Kritik zu erwähnen) mit Verweis darauf ab, dass sie elf Jahre im Stadtrat sitze und verschiedene Ausschüsse kenne, schon Ortsvorsitzende war und dass sie die Telefonsprechstunde der Fraktion maßgeblich angeregt habe. Mit einem „Wir können, wollen und werden gewinnen“ schließt sie und bekommt donnernden Applaus und Bravo-Rufe. Nur knapp hat sie die 20 Minuten Redezeit überzogen. Dagmar Schmidl macht sich bereit.

„Ungeduld und ein Hang zum Perfektionismus“

Die Stadträtin hat eine Power-Point-Präsentation mitgebracht, die stellenweise wie die Bewerbungsmappe für ein Vorstellungsgespräch wirkt. „WIR.in.Regensburg“ lautet ihr mit Rot gelayouteter Slogan. „Wir spielen auf Sieg.“ Folie um Folie arbeitet Schmidl ab: Ihren Lebenslauf („ein Regensburger Kindl“, eine Anwältin mit einem Blick auf die Probleme bei Wohnen und Verkehr), ihre Vereinszugehörigkeiten und Vernetzungen innerhalb der Stadtgesellschaft. Auch ihre Stärken und Schwächen listet Schmidl auf einer eigenen Folie auf. „Ungeduld und ein Hang zum Perfektionismus“, ist da auf der Leinwand zu lesen.

Eingestreut in die Präsentation werden Zitate von Michael Lehner über Markus Söder bis hin zu Dieter Nuhr. Bei ihren „Visionen für Regensburg“ ist sie die einzige, die etwas tiefer in das Thema „Wohnen“ einsteigt und mehr präsentiert als zuvor Freudenstein, die nur „bauen, bauen, bauen“ als Rezept genannt hatte. Auch der Schwerpunkt Umwelt erfährt bei Schmidl einen deutlich höheren Stellenwert.

„Cooler Spontaner Umweltbewusster“

Immer wieder wird – in schlecht lesbarem rot – auf Anträge verwiesen, mit denen sie im Stadtrat die Initiative ergriffen hat, irgendwann merkt Schmidl aber, dass ihre Zeit knapp wird. Eine Folie zum Thema Soziales wischt rasch vorbei, zu schnell, als dass man das flankierende Zitat von Jaques Tati hätte lesen können. Die Vorbereitung des Kommunalwahlkampfs und der Wahlkampf selbst müssen noch abgearbeitet werden, während die Stadträtin immer schneller redet.

„Cooler Spontaner Umweltbewusster“ – dafür stehe die CSU, sagt Schmidl, begleitet vom entsprechend designten Schriftzug auf der Folie hinter ihr. Vier Minuten hat sie am Ende überzogen. „Der Applaus wird ja nicht mitgerechnet“, sagt sie mehrfach in Richtung des mahnend blickenden Michael Lehner. Auch der Abschlusbeifall für Schmidl ist laut, kaum merklich verhaltener als bei Freudenstein. Eberwein tritt ans Podium.

„Fällt Euch ein großer Wurf ein?“

Der Kripobeamte hat ein paar DINA 4-Seiten vor sich liegen, nur gelegentlich, bei manchen Sprechpausen, fällt auf, dass er abliest. Eberwein arbeitet sich vor allem am politischen Gegner ab. Den „inhaltslosen Wahlkampf“, mit dem Joachim Wolbergs Oberbürgermeister geworden sei, der SPD, die sich „selber zerlegt“, dem „Hype“ um die Grünen, dem er sich später noch widmen werde, und der Bunten Koalition, die nichts zuwege gebracht habe. „Fällt Euch ein großer Wurf ein?“, fragt er in die Runde. Statt einer Antwort wird zustimmend geklatscht. Die CSU hingegen spiele auf Sieg, sei „geschlossen und selbstbewusst“. Auch das gefällt.

Thematisch widmet Eberwein sich lediglich zwei Bereichen – Wohnen und Verkehr. Bei ersterem seien vor allem die „die Leistungsträger“, Normalverdiener, auf der Strecke geblieben, klagt er. Das müsse die CSU anders machen. Schließlich gebe es wegen des Wohnungsmangels immer mehr Einpendler und deshalb brauche man Straßen – Sallerner Regenbrücke, Hafenspange. Doch da passiere gerade überhaupt nichts. Ebensowenig beim Radverkehr. Die Querung über den Grieser Steg nehme die Bunte Koalition nicht in Angriff, „weil es ideologisch problematisch sein könnte“. Auch beim ÖPNV sei „nix baureif“ und es gehe „nix weiter“.

Als Eberwein sich gerade der verfehlten Personalpolitik widmet und mit Kenntnis von Zahlen wuchert, kommt eine erste Anmerkung. Er rede zu leise heißt es. Gut, dann lauter weiter. Nochmals zurück zu Wohnraum und Verkehr. Als er Peter Aumer ansprechen will, wegen Verbesserungen beim ÖPNV, schaut Eberwein auf einen leeren Stuhl. Der Abgeordnete musste kurz vorher gehen – seine Anwesenheit ist heute auch bei der Bürgermeister-Nominierung in Nittendorf gefragt.

Das Problem mit der Redezeit

Es gebe „sicher noch zahlreiche andere Felder“, zu denen man etwas sagen könne, Wirtschaft zum Beispiel („Ohne Moos nix los.“), aber seine Redezeit sei ja heute begrenzt, fährt Eberwein fort. Im Vorbeigehen kritisiert er die Fehler der Koalition bei der Kreativwirtschaft. Außer einem „städtisch geförderten Café“, dem Degginger, sei da ja nichts passiert. Den Mittelstand und die Handwerksbetriebe müsse man stärken, fügt er wenig später noch zum Punkt Wirtschaft an. Dabei wolle er es „jetzt einmal belassen“, auch wenn Kinderbetreuung, Inklusion und Soziales natürlich auch wichtige Themen seien. Aber – die begrenzte Redezeit.

Es folgen ein paar Seitenhiebe auf die Grünen („Absurd, dass diese Partei andere als Populisten bezeichnet.“) und schließlich kommt Eberwein zu der wichtigen Frage: „Warum ich?“ Er sei geradlinig, ehrlich, ruhig, pragmatisch und engagiert. Bei der Polizei habe er schon seit Jahren Führungsverantwortung, kenne sich mit Verkehr und öffentlicher Sicherheit aus und genieße im „vorpolitischen Raum“ eine hohe Akzeptanz. Er wolle „mit Euch“ vieles bewegen, dazu beitragen, dass es in Regensburg vorwärts gehe, liest er dann mit etwas erhöhter Geschwindigkeit noch vor und schließt mit dem Witz, demzufolge er einer sei, der noch mit dem Flugzeug in Urlaub fliege. Freundliches Lachen, ebenso der anschließende Applaus. Eberwein ist als einziger in der vorgegebenen Redezeit geblieben.

„Die beste Partei der Welt“

Bei der anschließenden Fragerunde bleibt Kritik oder allzu Verfängliches aus – abgesehen von Gerhard Webers Neugier, ob die Kandidaten denn zurückziehen würden, wenn… Stattdessen ist immer wieder von Dank die Rede, davon, dass die Regensburger CSU „die beste Partei der Welt“ in der „schönsten Stadt der Welt“ sei und dass man es schon schaffen werde, die sechsjährige Regierungsabstinenz nun wieder zu beenden.

Michael Lehner bei der Abgabe seine Stimmzettels – das Ergebnis wird am 12. Juli den Delegierten präsentiert.

Einige Delegierte werfen gleich ihre Wahlzettel in die große Metallurne, die hinten in der Ecke steht. In großer Runde sitzt man dann noch im Biergarten hinterm Kolpinghaus, wenn auch nicht so voll wie beim Bürgerfest.

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Kommentare (14)

  • Empörer007

    |

    Apropo, 3 Bewerberinnen, hat der „Gender-Irrsinn“ nun auch aus dem Bewerber, Hrn. Eberwein, ein gestandener CSU-Mann, etwa eine Frau gemacht??

  • Stefan Aigner

    |

    @Empörer

    Apropos „Kandidaten“: Hat dieser Irrsinn aus Dagmar Schmidl und Astrid Freudenstein Männer gemacht? Wir variieren in unseren Texten die grammatischen Geschlechter – ganz einfach. Da gibt es nix zum Empören.

  • gustl

    |

    Frau Schmiedl diszipliniert sich geradezu wie ein Schulkind vor dem strammen Michael Lehner (hatte der seine Reichkriegsflagge dabei?), während Frau Freudenstein sich mit hochgezogenem Auge wohl gerade an die Parteiausschlussforderung von Michael Lehner wegen seiner rechten Umtriebigkeiten und Herr Eberwein über seinen Wechsel zur AfD nachdenkt.

  • Lutherer

    |

    Nix zum Empören: schade!

    Ich glaube dass es der CSU auch wichtig ist, die Geschichten um Schaidinger, Fürst und Schlegel loszuwerden – keiner von den Herren wurde offensichtlich genannt (@aigner???). Das geht nur mit neuen Gesichtern und Personen. Auch ist kein Filz dabei – zumindest nicht merklich.

    Alles gestandene Leute. Ich glaube die OB Wahl ist offen wie nie.

  • Meier mit "ei"

    |

    @Lutherer:
    Die Geschichten um Schaidinger, Fürst und Schlegel wird man vielleicht los, wenn man es in Bayern schaffen würde, nicht nur SPD- Leute vor den Wahlen vor Gericht zu ziehen sondern auch CSUler!
    Schon merkwürdig, wie man, so könnte man es fast meinen, je nach Parteizugehörigkeit ein bestimmtes Tempo an den Tag legt!

  • Einfädlerin

    |

    Thema: Wohnen:
    Die drei Aspiranten waren doch, soviel sollte bekannt sein, im Stadtrat als über den Erwerb der ca 1400 Wohnungen, die der Parteiobere Söder zum äußerst umstrittenen Verkauf anbot. Nur EIN Stadtrat stimmte dagegen.
    Die 3 , so die Presse, konnten sich nicht aufraffen, dieses spezielle Regensburger Thema den Parteimitgliedern zu erläutern und darzulegen, weshalb sie den Verkauf nicht zu verhindern suchten.
    Wäre es nicht besser gewesen sich vor diesem Parteigremium zu entschuldigen?

  • Matthias Beth

    |

    Ich geh davon au, dass den CSU-Mitgliedern bekannt ist, dass unter den Bewerberinnen und dem Bewerber eine fleißige Dossierschreiberin ist, die nicht davor zurückschreckt überall Rechte Umtriebe in der Regensbuger CSU zu erkennen und diese medienwirksam zu publizieren. Unteranderem auchdie Kriegsflagge der kaiserlichen Marine, welche bis 1918 bestand, rechtes Symbol und NS-Gedankengut, bei dem jetzigen Kreisvorsitzenden Herrn Michael Lehner. Der muss es anscheinen schon vergessen haben was ihm diese Dame unterstellte.

  • Mr. T.

    |

    Matthias Beth, das hat er sicher nicht vergessen, aber er muss Frau Freudenstein zähneknirschend erdulden und wird einen Teufel tun, ihr das mit dem Dossier anzulasten. Der Schuss würde gewaltig nach hinten losgehen. Das würde er nicht noch einmal (politisch) überleben.

  • Eingeborener

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    Welcher ,Seitenhieb‘ auf fridays for future kam denn von Freudenstein?
    Bisher las ich nur,dass Seehofer mitmarschiert wäre, wäre er noch Schüler (jetzt ist er wohl zu verreist dafür?), und vom KVors. Lehner lese ich (ebenfalls MZ) ,dass die Fridays-SchülerInnen Arbeitsplätze gefährden (oder wohl ehrlicher gemeint den Profit seiner Klientel), wenn.sie die Altstadt Autofrei machen.

  • Bernd

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    Endlich Lösungen!

    „Bauen, bauen, bauen!“

    Gute Nacht, Regensburg.

  • Wintermute

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    Du meine Güte, ich mußte den Satz nochmal lesen, da ich es einfach nicht verstehen wollte: Frau Freudenstein will weniger Radfahrer und mehr Autos in der Innenstadt – und die anderen KandidatInnen sehen das genauso. Die wollen den bereits zu Stoßzeiten real existierenden Verkehrsinfarkt noch größer machen. Das ist ja ein interessantes Konzept. Mal sehen, ob Freudensteins gute Drähte ins Verkehrsministerium was gegen den Stau ausrichten können, haha. Wie soll das denn behoben werden? An den Hauptverkehrsstraßen die erste Reihe Häuser wegreißen, um noch mehr Straßenspuren hinzubauen? Da können wir ja gleich in der D.-Martin-Luther-Str. anfangen, z.B. beim neuen Rathaus und den Sitzungssaal zu Straßen machen ;-)

    „Häuser zu Straßen“ – das wäre doch ein schöner Titel für ein neues CSU-Programm. Aber: Halt. Sie wollen ja auch das Wohnungsproblem lösen. Ach so. Hat jemand gesagt wie? Ach ja. Bauen, bauen, bauen. Na wenn das so einfach ist, bitte. Und an allem ist die bunte Koalition sowieso schuld. Hat nicht irgendwie die lange Zeit CSU unter Schaidinger zumindest einen Teil der Probleme mit verursacht, wie zum Beispiel durch das Verschachern an Bauträger? Ich finde es aus CSU-Sicht eh etwas gewagt, dass sich die KandidatInnen über den Spendenskandal lustig machen.

    Und auch der Seitenhieb auf FfF zeigt eher, dass die zugrunde liegenden Probleme weder ernst genommen und erst recht nicht angepackt werden, das dürfte an alle KandidatInnen gehen. Klare Haltung zeigt da auch Reichskriegsflaggen-Lehner, der den wirtschaftlichen Ruin der Altstadt wegen ein wenig Verkehrsberuhigung an die Wand malt.

  • Horst

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    „Cooler, Spontaner, Umweltbewusster“ – das denen das nicht selbst peinlich ist. Aber die scheinen allgemein nicht mehr viel zu merken.

  • peter

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    zitat:
    “ Die Querung über den Grieser Steg nehme die Bunte Koalition nicht in Angriff, „weil es ideologisch problematisch sein könnte“.“

    problematisch daran ist die höhere idiotie, auf dem griesser spitz von brückenhöhe (unter welcher die schiffe in die schleuse einfahren können müssen) auf bodenniveau (des spitzes) in spiralen hinuterfahren können zu müssen.

    hatte nicht just die 7-haus gmbh das ende der maffeistrasse in besitz (was SEHR WESENTLICH mit OB schaidinger zu tun hat)
    könnte man einfach gerade weierfahren und die ganze breite des donauarmes (in dem keine grossen schiffe fahren) nutzen um in einem sanften abstieg, geradeausfahrend in der maffeistrasse zu landen-

    das wäre kostengünstiger und würde das griesser spitz nicht verschandeln-
    geht aber so nicht-

    es ist die einzige sinnvolle forderung die 7-.haus gmbh zur herausgabe des entsprechenden grundstücksteils zu bewegen-

    also tut was liebe CSUler

  • gustl

    |

    Mit der Nominierung von Astrid Freudenstein als OB-Kandidatin spricht sich die Basis gegen ein weiteres Abdriften nach Rechts und gegen Michael Lehner aus.

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