Mit dem Floß auf Anti-Atom-Tour

robin-wood„Wir wollen die Energiewende in Deutschland – und Atommeiler sind dem im Wege“, sagt Robin Wood-Aktivistin Steffi Thiemig. Weil dem so ist, ist eine Crew der Umweltschützer Anfang Juli mit einem selbstgebauten Holzfloß zu einer fünfwöchigen Anti-Atom-Tour durch Bayern aufgebrochen. Vergangenes Wochenende landete das Robin-Wood-Floß – die Robina Wald – am Regensburger Donauufer an. Am Eisernen Steg entrollten die Aktivisten mit Unterstützung von Greepeace Regensburg ein Transparent mit der Aufschrift „Mal richtig abschalten. Atomkraft? Nein Danke!” Robin Wood hat seine Anti-Atom-Tour mit Blick auf die Bundestagswahl am 27. September gestartet. „Wir wollen jetzt mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch kommen und mit ihnen diskutieren, wie wir zusammen den Umstieg auf erneuerbare Energien voranbringen können“, so Thiemig. Auch die Regensburger hätten insofern Grund, ihren hiesigen Energieversorger zu verlassen. Die REWAG gehört zu rund einem Drittel zum Energiekonzern E.on, der an allen fünf AKWs in Bayern und den „Schrottreaktoren” Krümmel und Brunsbüttel beteiligt ist. Allein in deutschen Atomkraftwerken gab es Robin Wood zufolge seit 1974 über 5.600 Störfalle, mehr als die Hälfte davon in den sieben ältesten Meilern und im AKW Krümmel. Am 5. September findet in Berlin eine große Anti-Atom-Demo statt.

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Kommentare (3)

  • Atomstrom kostet 2 Euro/kwh

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    Ein hochinterssanter Link. Danke, Frau/Herr Zimmermann!

  • Altstadtfreund

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    Das tut dem Verein der Altstadtfreunde sicher weh: Wie kann man nur eine Zierde des Welterbes teilweise verdecken?? Man stelle sich einmal das Bild ohne Transparent und ohne Steg vor.
    Nein, wie obzön nackt dann die Altstadtfront wäre. Eindeutig könnte man dann das Ensemble der Patriziertürme vom Keplerhaus, Rathaus und Runtingerhaus wahrnehmen – Dr. Greipl bewahre!

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