Müller – ein Fiasko für die katholische Kirche

Die katholische Kirche hat vergangene Woche den Negativpreis „Verschlossene Auster“ verliehen bekommen. Die unabhängige Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche würdigte damit die mangelnde Offenheit gegenüber der Presse in Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal. Vorsitzender Thomas Leif: „Es wurde vertuscht, verleugnet und verheimlicht. Die katholische Kirche respektiert den Anspruch der Öffentlichkeit auf frühzeitige und vollständige Information nicht und widerspricht damit ihren eigenen Werte-Postulaten nach Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit.“

In seiner Laudatio widmete SZ-Journalist Heribert Prantl den Preis „in pars“ insbesondere Gerhard Ludwig Müller, Bischof von Prantls Heimatdiözese Regensburg. „Was Wackersdorf für die CSU war, ist Bischof Müller für die katholische Kirche: ein Fiasko.“ Müller hatte wiederholt die Berichterstattung zum Missbrauchsskandal kritisiert, Nazi-Vergleiche gezogen, Journalisten kriminelle Energie und „antikatholische Propaganda“ unterstellt. „Man möchte den heiligen Franz von Sales zu Hilfe rufen: nicht für die Journalisten – sondern für einen maßlosen und uneinsichtigen Episkopus“, so Prantl. Müller verkenne, „wie Journalismus funktioniert; er verkennt, wie Aufklärung funktioniert“.

Am Rande erwähnt Prantl auch den Rechtsstreit der Diözese mit unserer Redaktion (mehr dazu am Ende des Artikels): „Der Evangelist Johannes war der erste Kommunikationswissenschaftler. Und das bedeutet vor allem: Kirche ist Kommunikation. Ohne Kommunikation gibt es keine Mission, keine Klarheit, keine Wahrheit. Unterdrückung von Kommunikation ist daher nicht Mission, sondern Demission. Wenn beispielsweise das Bistum Regensburg gegen das Online-Portal Regensburg Digital klagt, wenn es Kritiker zum Schweigen bringen will, und sich die deutsche Bischofskonferenz weigert, dazu eine Stellungnahme abzugeben, dann mag das zwar juristisch zulässig sein, aber es ist eine Demission.“ Das Regensburger Ordinariat hat flugs auf die Laudatio von Prantl reagiert.

Während in letzter Zeit eher Positivmeldungen und betont joviale Fotografien des Regensburger Kirchenfürsten den Internetauftritt des Bistums geprägt hatten wurden nun, „aus aktuellem Anlass und erneuten in der Öffentlichkeit getätigten Aussagen“ zwei ältere Ergüsse des Bischofs auf die Startseite zurückberufen. Und so kann der interessierte Katholik sich nun erneut über die „kriminelle Energie“, „missbrauchte Pressefreiheit“ und „Hetze“ von Journalisten gegen die katholische Kirche informieren. Erneut wird die Berichterstattung zum Missbrauchsskandal mit der Reichsparteitagsrede von NS-Propagandaminister Joseph Göoebbels in Verbindung gebracht. Hier möchte man Gerhard Ludwig Müller das Schlusswort von Prantls Laudatio besonders an Herz legen: „Ich habe mit dem Heiligen Franz von Sales begonnen; mit ihm will ich meine Rede jetzt auch beschließen. Dieser heilige Franz von Sales ist nämlich nicht nur Patron der Journalisten. Er ist auch Patron der Gehörlosen. Als solchen möchte man ihn bitten, sich doch der katholischen Kirche anzunehmen.“ Und in pars Gerhard Ludwig Müller.

Die Diözese hat wegen eines Kommentars eine Einstweilige Verfügung gegen unsere Redaktion erwirkt. Wir hatten in Zusammenhang mit der Geldzahlung an die Opfer des pädophilen Priesters Peter K. (Viechtach, Riekofen) eine Einschätzung getroffen, die in den Augen der Diözese eine „bösartige Unwahrheit“ darstellt.

Nachdem wir einen Spendenaufruf gestartet hatten, um gegen diese Verfügung vorgehen zu können, gingen bislang 10.244, 41 Euro von weit über 300 Spendern ein (Mehr dazu). Laut einer mündlichen Auskunft des Landgerichts Hamburg hat die Diözese zwischenzeitlich Klage eingereicht. Nun warten wir seit mehreren Wochen auf einen eine schriftliche Bestätigung. Bislang haben wir für Gerichts- und Rechtsanwaltskosten 2.231,41 Euro ausgegeben.

Eine Summe, die wir ohne die breite Solidarität nicht hätten schultern können. Unter anderem Stefan Niggemeier, Richard Gutjahr, die Fachzeitschriften Journalist und BJV-Report sowie B5 aktuell und das NDR Medienmagazin Zapp haben ausführlich über die Auseinandersetzung unserer Redaktion mit der Diözese berichtet. Regional ist dazu ein Artikel in der Tageszeitung Der Neue Tag erschienen.

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Kommentare (55)

  • Joachim Datko

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    Religionen indoktrinieren!

    Zitat : „„Der Evangelist Johannes war der erste Kommunikationswissenschaftler. Und das bedeutet vor allem: Kirche ist Kommunikation.“

    Wanderprediger, wie der geschichtliche „Jesus“, falls es ihn überhaupt gegeben hat, versuchen den Menschen ihre Weltsicht einzuprägen. Es geht nicht um Kommunikation als Gedankenaustausch, sondern um Gleichschaltung. Die Priester einer Religion haben die Aufgabe die Inhalte möglichst konform zu vertreten. Religionen prägen ihre Mitglieder, wie ein Siegelstempel das Wachs. Es gibt „Siegelstempel“ für alle Religionen. Wenn jemand sagt, er sein katholisch, dann ist er aus meiner Sicht katholisch gestempelt.

  • numerius

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    Zitat von Datko

    „Wanderprediger, wie der geschichtliche “Jesus”, falls es ihn überhaupt gegeben hat, versuchen den Menschen ihre Weltsicht einzuprägen. “

    Der offenkundigst Unterschied zwischen Jesus und Datko ist der, dass man von Datko weiß, dass es ihn wirklich gibt.
    Ansonsten unterscheidet sich Datko von keinem Wanderprediger der letzten zwei Jahrtausende, denn er versucht genau wie diese allen Anderen seine Weltsicht einzuprägen.

  • Mathilde Vietze

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    Als gläubige Katholikin freue ich mich sehr darüber, daß unser „Hirte“ von namhaften Journalisten
    „aufs Korn“ genommen wurde. Mal ganz abgesehen davon, daß ihm jeglicher Blick für die Realität
    fehlt, ist er auch völlig unbeleckt von Einsicht und Selbsterkenntnis. Und – um von seinen Fehlern
    und Unzulänglichkeiten abzulenken, versucht er, kritische Journalisten als Kirchenfeinde zu diffa-
    mieren. Er fühlt sich und die wenigen, die noch zu ihm halten, umzingelt von einer gottlosen Meu-
    te, die nichts anderes im Sinne hat, als ihm, dem Unfehlbaren am Zeug zu flicken.
    Ein paar einfältige alte Frauen, die glauben ein „geweihter Herr“ dürfe sich alles erlauben, ausge-
    nommen, gibt es kaum noch einen vernünftigen Christen, der ihm das abnimmt.
    Daß Glauben und Amtskirche zweierlei Paar Stiefel sind, weiß heute jedes aufgeklärte Vorschulkind.

    So und jetzt bin ich gespannt, wer mich nun wieder – natürlich im Namen des Herrn – mit Dreckkübeln
    zu bewerfen versucht.

  • Helmut Matias

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    Nur den Heribert Prantl als „Aufhänger“ anti B. Müller herzunehmen ist sehr einseitig. Prantl war schon immer ein mutiger Querkopf. B. Müller ist auch ein solcher. Diese Menschen bräuchten wir in der Politik auch ! Wir wünschen uns doch (nur) einen aalglatten Bischof nach dem Muster unserer Berufspolitiker.
    Ich habe meine Meinunganti B.M. nicht geändert. B.M. sollte in einem Kloster untertauchen. Er ist ungeeignet für diesen Job.
    Wer hat denn von uns schon den Mut unsere Ansichten lange Zeit zu vertreten? Vielleicht ist B.M. als Mensch ganz anders? Ich weiß es nicht, weil ich nicht persöhnlich kenne . MfG

  • Veronika

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    Na, ja, hat ja so kommen müssen! Recht geschieht ihm, aber …
    Wir sollten seine Mitarbeiter nicht ganz aus den Augen verlieren. Ich habe mich über Bischof GLM, wie man diesen in Priesterkreisen nennt, mittlerweile etwas näher informiert. Da kommt er wirklich „ganz gut“ weg. Privat ist GLM „sehr in Ordnung“, wenn mann ihn „persönlich trifft“. Deshalb wohl auch diese Aktion „Dem Bischof begegnen!“, welche man als Hohn in sich verstehen kann. Wer ihm, im Kreise seiner diözesanen Bewacher begegnet, der ist schon lange vorher beim Bischof in eine bestimmte Schublade gesteckt worden.
    Das er, GLM, jetzt nicht Kurienkardinal geworden ist, hat er auch diesen, seinen vermeintlichen Freunden zu verdanken! Dafür haben die ihn aber jetzt für alle Zeiten in Regensburg „am Hals“. Wenn dann die Klage gegen R-Digital einmal vorüber ist, denke ich dass es im BOR (Ordinäriat) sehr interessant werden wird, denn Bischof GLM soll durchaus auch etwas „aufbrausend“ sein.

  • Schere im Kopf

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    Versteh ich das richtig und kann denn das war sein:
    Die Mz hat also gleich garnichts geschrieben?
    Typisch: Klatsch und Belanglosigkeiten gehen natürlich immer!

  • Klerikale Pappnase

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    @ Stefan Aigner
    Mensch, Maier! Herr Aigner, Sie engagierter Beobachter des rechten Szene. Paul Josef Goebbels schrieb sich der Mann, den Sie da in Ihrem Artikel erwähnen. Das hätte Ihnen aber nicht passieren dürfen! Aber das Schlimmste an der Sache ist: keiner Ihrer Leser hatt’s gemerkt. Auch nicht die Berufsbesorgten und Dauer-Nazijäger. Bei Joachim Datko wundert’s nicht, aber die rote Mathilde Vietze, die hätte es bemerken müssen.

  • Querleser

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    Sieh an: Das Ordinariat hat seinen Mitarbeiter Dr. Veit Neumann los geschickt, um auf kath.net eine Replik auf Prantl zu veröffentlichen:
    http://kath.net/detail.php?id=27425

  • Veronika

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    Soll man das von Herrn Dr. Neumann auf kath.net wirklich überhaupt noch kommentieren?
    Ich habe es dort getan, und kann hier nur zusätzlich ergänzen: Die Kath. Kirche in Deutschland zeigt sich immer mehr als DAX-Konzern, der nur des Geldes wegen den „guten Ruf“ nicht verlieren will. Von Gott, Gebet, oder gar eigener (nicht von Dritten geforderter) Demut ist hier nichts zu spüren.
    Könnte es sein, dass man sich wie schon immer mal, ganz einfach nur vor der Finanzkraft der Araber (nicht dem Islam per se) fürchtet? Dann sollte man es wenigstens sagen, anstatt dauernd nur die Medien zu kritisieren. Wir haben eben (Gott sei Dank!) nicht mehr so viele MedienvertreterInnen, die nur „nachbeten“. Die Kath. Kirche in Deutschland hat aber genügend eigene (direkte und indirekte) Medienorgane, dass man die paar wenigen deutlich berichtenden eben einfach DEMÜTIG ertragen muss.

  • Veronika

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    Übrigens: Ab heute abboniere ich nicht nur wieder die Süddeutsche Zeitung, sondern werde dafür auch besonders werben! Herr Dr. Prantl und dessen ehrlichen, offenen Worte sind es mir wert, und sollten es allen anderen, an demokratischer Presse Interessierten ebenfalls wert sein.
    Wenn sich das „Fiasko“ nicht selbst einmal zu Wort meldet, dann ist er eben selbst schuld, wenn so Manches aus den Fugen gerät. Da kann man dann nur noch sagen: KK? Ade! Ad multos annos!

  • Vuvu-Zela

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    Danke Querleser für den guten Hinweis.
    Exzellente Replik von Dr. Veit Neumann! Auf hohem intellektuellen und journalistischen Niveau.

    Ein Fiasko für die von ihren ideologischen Scheuklappen stark eingeschränkten „Netzwerk Recherche“ sind in der Tat:
    Prof. Dr. Thomas Leif, Vorsitzender von „Netzwerk Recherche“, der Mitte der 80er Jahre Chef der kommunistischen Vorfeldorganisation „Deutsche Jugendpresse eV“ war , die im Verfassungsschutzbericht 1985 erwähnt war, und Dr. Heribert Prantl, der übrigens als Beirat der Humanistischen Union angehört.
    Also nichts weiter als die üblichen linke Kirchenhetzer….
    Vorschlag von Dr. Veit Neumann “ Wenn es in Zukunft wieder einmal um die Vergabe einer „verschlossenen Auster“ gehen sollte, wäre statt dessen zu überlegen, ob eine solche Vergabe nicht gleich unter der Patronage des heiligen Hypocritius stehen sollte … “ ist daher von den Granden der „Netzwerk Recherche“ zu beherzigen

  • Vuvu-Zela

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    Manch Atheist glaubt vom Darwins Chimpansen abzustammen, gel Veronika?. (Was viele nicht wissen: Charles Darwin selber war Theologe und glaubte an Gott.) Andere Atheisten glauben Richard Dawkins egoistischen Genen. Und viele hoffen nach ihrem Tod, doch irgendwie, irgendwo weiter zu leben, sei es auch als Cece-Fliege. Alles also nur eine Glaubensfrage? Was glaubt wohl Veronika?

  • grace

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    Ich möcht dann lieber eine Fliege als eine Vuvuzela sein.
    Wenn ich mir das so bildlich vorstelle, wie…

  • Vuvu-Zela

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    Wie Grace? Eine gemeine Eintagsfliege???

  • Thomas

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    Ach Vuvu-Zela, wenn Sie außer billiger Polemik nichts zum Thema beizutragen haben, schweigen Sie doch lieber.

  • Vuvu-Zela

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    Verehrter Thomas, wir leben in einem freien Land. Die Meinungsäußerung ist angeblich frei. Frei bis auf den Kommentarbereich von regensburg-digital. Hier herrscht nämlich Meinungsfreiheit nur für diejenigen, die sich in höchst polemischen und abfälligen Beiträgen zum Thema Katholische Kirche und vorallem über den von ihnen verhaßten Bischof Gerhard-Ludwig Müller äußern…. So dann bleibt schön untereinander, und kloppft euch gegenseitig auf den Schultern voll Bewunderung über eueren abfälligen Postings über Bischof und Kirche weiterhin. Nichts als Bashing…

  • Vuvu-Zela

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    und noch was Thomas: Sie wollen das ich schweige?
    Ich frageSie: Was haben sie den für eine Vorstellung über die Freiheit? Vorallem über die Freiheit des Anderen? Ist es in Ordnung „Andersdenkende“ zu beschimpfen , etc. etc…?

    Voltaire,der immerhin mit seinem Ausspruch das Prinzip der Meinungsfreiheit geprägt hat, würde Ihnen folgendes sagen
    „Ich bin nicht Eurer Meinung, aber ich werde darum kämpfen, dass Ihr Euch ausdrücken könnt.“

    bin gespannt wie lange dieser Beitrag noch hier überlebt?!

  • Veronika

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    @Vuvu-Zela:

    Danke für die „Aufklärung“! Ich bin Katholikin, was nicht heisst dass man Darwin nicht seine Erkenntnisse lassen muss! Richtig erkannt: Darwin war Theologe! In der Vergangenheit gab es viele Theologen, die – ich sag mal nicht „die Röm.-Kath. Kirche“, aber einige Kirchenfürsten die sich „intelligenter“ fühlten und die Macht behalten wollten – von solchen Leuten drangsaliert, schikaniert, und … Ja, genau, sogar ermordet wurden! Ob nun in deren Auftrag, oder durch diese selbst, ist wohl unbeachtlich genug!
    ———
    Hier geht es meines Wissens um den Bischof von Regensburg, der als „Fiasko“ bezeichnet wurde. Ich stand bis vor Kurzem 150%ig hinter diesem Bischof. So langsam aber dünkt es mich, dass er wirklich nicht weiss, was in seiner Diözese los ist, und schon gar kein Interesse hat, dort zum Wohle der gesamten Röm.-Kath. Kirche etwas zum Besseren zu ändern. Ich meine hier nicht die Forderungen von „Wir sind Kirche“, sondern höchst problematische, innerkirchliche Sachen.
    Wenn er scheinbar nicht will, ist dies grds. auch in Ordnung, denn dann wird es wohl in Kürze einen weitaus grösseren Skandal geben, als wir diesen für die Röm.-Kath. Kirche bislang zu verbuchen hatten.

  • maddin

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    mir scheint der/die mumu-zela is genauso paranoid wie unser hr. schornsteinfeger. aber lassen wir voltaire stehen. wohl an, wackerer wandersgesell.

  • Vuvu-Zela

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    Veronika:
    „innerkirchliche Sache“
    Was meinen Sie denn damit? Meinen Sie vielleicht die theologisch nicht potenten Religionslehrerchen, die während des Religionsunterrichts ihre Privatmeinung als unfehlbare Lehre „verkündigen“, oder die andere unzufriedenen Kirchenbeamten, die sich einerseits kirchlich fett alimentieren lassen, hintenherum dann doch nebenberuflich über Kirche und Bischof schimpfen und herziehen? Das ist in der Tat ein Skandal…

    Und übrigens, was erwartet Veronika von diesem Bischof? Sollte er während seiner Visitation einer Pfarrgemeinde die Katholische Se xualmoral revolutionieren und Kondome verteilen, gleich danach den Zölibat aufheben und die Pfarrgemeinderatsvorsitzende heiraten, als nächstes dann gleich das Frauenpristertum einführen und seine neue Frau gleich „durchweihen“. Wären dann Veronika und die anderen Genossen zufriedener? Glaube kaum. Sie haben dann nichts mehr, wogegen sie protestiern könnten. Ihr wollt im Prinzip eine andere „deutsche“ Kirche, die eigentlich in dieser Form schon längst gibt: die protestantische od. evangelische Kirche. Die Protestanten haben ja schon die ganze Pallette: verheiratete Pfarrer und Pfarrerinnen, geschiedene und sogar mehrfach geschiedene, wiederverheiratete, homosexuelle und lesbische, in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften lebenden Pastoren usw. Den Papst haben sie ja auch nicht, Pille und Kondome konsumieren ist ja erlaubt. Also , die alternative ist schon da! kOMISCH NUR, daß trotzdem die evangelische Kirchen ziemlich leer da stehen.
    Nun dem Bischof mit >>“wohl in Kürze einen weitaus grösseren Skandal“ << zu drohen, wird die katholische Kirche auch nicht zum Sturz bringen. Es gibt mittlerweile auch genug Menschen, die der ätzenden Kirchenkritik und der medialen "Kirchenskandäle" die Nase voll haben.
    Die SZ wird sich hüten davon, Statistiken über die Zahl der gekündigten Abos zu veröffentlichen. Sie weiß wohl warum…

  • Vuvu-Zela

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    Genosse „maddin“,
    der persöhnlichen Diskreditierung durch Unterstellung von psychischen Krankheiten („genauso paranoid wie unser hr. schornsteinfeger“) des Andersdenkenden haben sich schon verschiedene totalitäre Ideologien bedient. Aber so ist es nun mal, wenn maddin argumentativ nicht mehr weiterkommt, holt er seine (stalinistische?) „Psycho-Keule“ heraus, um unbeliebte Kommentatoren-Kollegen schlicht und einfach mundtot zu machen…. Tolle Leistung maddin!

  • Thomas

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    Meine Güte Vuvu-Zela,

    wollen Sie denn nicht verstehen? Niemand will, dass Sie schweigen, wenn Sie wirklich etwas zum Thema beizutragen haben. Aber das ist in ihrem Fall leider fast ausschließlich eine polemische, pauschale Beschimpfung oder Denunziation. Der Bischofskritiker, der Protestanten, der Andersdenkenden.

    „Religionslehrerchen“ – „Genosse maddin“ – „Aber so ist es nun mal, wenn maddin argumentativ nicht mehr weiterkommt, holt er seine (stalinistische?) “Psycho-Keule” heraus, um unbeliebte Kommentatoren-Kollegen schlicht und einfach mundtot zu machen“ – „Manch Atheist glaubt vom Darwins Chimpansen abzustammen, gel Veronika?“

    Alll das sind Zitate von Ihnen. Sie wollen mir jetzt nicht ernsthaft erzählen, dass diese NICHT polemisch sind.

    Sie stufen die Deutsche Jugendpresse als kommunistische Vorfeldorganisation ein? Nur weil sie politisch links ist? Absurd.
    Und Prantl werfen Sie linke Hetze vor, weil er sich in der Humanistischen Union engagiert? (Die übrigens, wie sie vielleicht wissen, vor dem Landgericht Berlin am 13. April 2010 gegen Bischof Müller gewonnen hat.) Das ist noch absurder.

    Wissen Sie was, Vuvu-Zela: Ich bin selbst Christ. Und ich schäme mich für Menschen wie sie, die versuchen, jegliche Kritik plattzuwalzen und nicht erkennen, welchen Bärendienst sie ihrer Kirche damit erweisen.

  • Vuvu-Zela

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    Wie gütig, wie gütig Thomas!
    Zitate aus dem Zusammenhang zu reißen, ohne Berücksichtigung der vorangegangenen Beiträgen ist auch eine Technik, unliebsame Kommentatoren an den „Pranger“ zu stellen, um sie schließlich doch zum Schweigen zu bringen. Gel Thomas? Nur:

    1. Der Kommentarbereich der regensburger-digital ist ja auch nicht dafür berühmt berühtigt, daß die Beiträge hier allesamt unkritisch, liebenswürdig, freundlich und friedfertig, verständisvoll-empatisch etc. etc.etc. …sind. Vielmehr wird hier richtig „auf den Putz “ (vorallem auf dem unliebsamen und gehassten Bischof Müller) gehaut, und bei genauerer Hinschauen entpuppt sich dann doch fast jeder zweiter Beitrag als irgendwie polemisch. Nur mancher Beitrag, das nicht „in die selbe Richtung“ -wie die große Mehrheit sich das wünscht – polemisiert, wird dann angeblich billig, sogar „paranoid“. Und dann fühlt sich auch Thomas beleidigt…

    2. Das Hinweisen auf öffentlich bekannte und auch zugängliche Fakten, würde ich ja eher als informativ statt denunziatorisch bezeichnen, geehrter Thomas. Immerhin: Die “Deutsche Jugendpresse eV” war im Verfassungsschutzbericht 1985 erwähnt. Für ein bißchen links sein, wird man doch nicht gleich im Verfassungsschutz erwähnt. Oder?
    3. Die HU ist ja auch bekanntlich nicht gerade für ihre kirchliche, insbesondere katholische Lobbyarbeit in Erscheinung getretten. So auch Prantl nicht.

    4. Geehrter Thomas: Auch eine „Vuvu-Zela“ darf ihr demokratisches Recht nutzen, und mal
    Kritik wiederum kritisch zu hinterfragen. Was dann wiederum noch nicht gleich „Kritik plattzuwalzen“ bedeutet. (Das war eher eine Spezialität gewisser ideologisch-totalitären Systemen). Eine „Vuvu-Zela“ auch wenn sie furchtbar nervtötend sein kann, ist sie weit enfernt davon ein alles plattmachende Dampfwalze zu sein. Deshalb haben Sie Thomas schließlich doch einen Grund , nachdem Sie meinten, für mich sich schämen zu müssen, stolz auf mich zu sein: Schließlich bin ich auch nur wie Sie nur kritisch!

    5. Geehrter Christ Thomas: Karl Rahner hat vor wenigen Jahrzehnten geschrieben: „Die Kirche ist eine alte Frau mit vielen Runzeln und Falten. Aber sie ist meine Mutter. Und eine Mutter schlägt man nicht.“
    Sicherlich auch in der Kirche kann es Scheitern geben. Aber jeder Versuch, als Christ privat zu leben, geht an der Tatsache vorbei, dass Gott sich bereits entschieden hat, in der Welt öffentlich zu sein. Die Mutter Kirche hat in der Tat viele Runzeln auf der Stirn und Falten im Gesicht. Aber sie ist dennoch unsere Mutter, und eine Mutter liebt man, mag sie noch so alt und grau sein. Glaube kann man sich nicht privat ausdenken, man muß ihn erleben.

    5. Wenn man zur Diskussion zurückfinden möchte, fangen wir z. B. bei dem sehr guten Hinweis auf die Replik auf Prantl von Querleser an.

  • Veronika

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    @Vuvu-Zela:

    Danke für die fast schon seitenlangen Ausführungen, aber …

    1. “innerkirchliche Sache”
    Dieser Bischof kam, meinen mitunter sehr guten Informationen zufolge nach Regensburg, um hier einmal klare Worte zu finden. Was unter seinem Vorgänger (möglicherweise) geschehen war, kann (und darf) ich hier nicht schreiben.
    Mit Religionslehrern hat dies nichts zu tun. Mit „Kirchenbeamten“ schon eher. Da stimme ich Ihnen insofern zu, als diese nicht über Kirche und Bischof schimpfen, sondern gem. deren Auftrag offene Worte finden sollten.

    2. Was erwartet Veronika von diesem Bischof?
    Das unter 1. Erwähnte umzusetzen, da sonst der Röm.-Kath. Kirche erheblicher Schaden zugefügt werden könnte. Hier geht es meiner Information zufolge um Sachen, die zwangweise schon bald in der Öffentlichkeit diskutiert werden müssten, um nicht noch grösseren Schaden zu provozieren. Wir sprechen hier von kirchenrechtlich sehr bedeutsamen Dingen, die so nicht einfach totgeschwiegen, sondern aufgearbeitet werden müssen, da mutmasslich eine ganze Reihe von Gläubigen davon betroffen sind.

    3. „Nun dem Bischof mit >>”wohl in Kürze einen weitaus grösseren Skandal” << zu drohen, wird die katholische Kirche auch nicht zum Sturz bringen. Es gibt mittlerweile auch genug Menschen, die der ätzenden Kirchenkritik und der medialen "Kirchenskandäle" die Nase voll haben."

    Ich verweise auf Punkt 2 und bedauere hier nicht deutlicher werden zu können. Aber sicher kennen Sie (mutmasslich im klerikalen Stand) auch gewisse kirchenrechtliche Vorschriften, welche es einem lange Zeit verbieten, bestimmte Sachen beim Namen zu nennen. Letztlich aber ist es nicht meine Sache, sondern die Sache Derer zu Rom. Da ich aber davon weiss, werde ich es vielleicht abschliessend mit meinem Gewissen ausmachen, und …

    4. "Die SZ wird sich hüten davon, Statistiken über die Zahl der gekündigten Abos zu veröffentlichen. Sie weiß wohl warum…"
    Nun ja, die SZ wird auch bei Abo-Kündigungen nicht untergehen, wobei ich eher vom Gegenteil ausgehen möchte. Für meinen Teil lasse ich mir die SZ nunmehr wieder nachsenden, was mir vorher zu umständlich gewesen ist. Wer das SZAbo wegen deren Berichterstattung – oder gar Herrn Dr. Prantl – kündigt, der hat den Sinn der Medien, des Journalismus in deren Gesamtheit wohl gar nicht verstanden.

    Meine/ Die Röm.-Kath. Kirche bzw. Gläubige sollen nur nicht zu sauer sein, wenn bestimmte Dinge einmal offen angesprochen werden. Wenn man daran denkt, dass wir sonst wohl nie erfahren hätten, dass auch ein Papst-Bruder Kinder handgreiflich gezüchtet haben soll.
    Ist eben auch nur ein Mensch, ein mit Fehlern behafteter Mensch. Nicht mehr, nicht weniger! Gott sei Dank! Aber die Wahrheit muss eben einmal ausgesprochen werden!

  • Veronika

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    Da muss ich doch gleich noch etwas los werden, weil es mir schon geraume Zeit Kopfzerbrechen bereitet:

    @Vuvu-Zela:
    Ihr „mit >>”wohl in Kürze einen weitaus grösseren Skandal” << zu drohen," ist interessant" Damit verorte ich Sie letztlich vollends auf Klerikerseite, denn den Terminus "drohen" immer zu verwenden, wenn jemand auf etwas hinweisen, also davor warnen will, kann eigentlich nur Klerikern (zumeist im höheren Kirchenamt) einfallen.
    So etwas ist (straf-)rechtlich keine Drohung, es erfüllt noch nicht einmal kirchenrechtlich diesen Tatbestand. Es ist ein Hinweis, und Hinweise solcher Art mögen manche unserer "Kleriker in Deutschland" wohl nicht hören. So wie die seit Januar bekannt gewordenen Dinge meinen Informationen zufolge schon vor Jahren immer wieder als "Drohungen" dieser Art abgetan worden sind.
    Aber weil ich gerade dabei bin, und es schon lange wieder einmal schreiben wollte: Diese Klage der Diözese Regensburg gegen R-Digital wird – wie auch immer diese ausgehen mag – für das Ansehen des Bischofs und der Diözesanleitung insgesamt ein schlimmes Ende nehmen. So, wieder so eine "Drohung", aber wer glauben manche Kirchenvertreter, wer diese in der Bundesrepublik Deutschland, in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Gemeinschaft überhaupt sind? Wir haben keinen Kirchenstaat, und werden auch nie einen bekommen. Mit solchen Verhaltensweisen, die ich gerne als "überheblich" und "egoistisch" bezeichne, wurde es schon versemmelt, den sog. "Gottesbezug" in die Europäische Verfassung zu bekommen. Macht ruhig so weiter, dann seid Ihr, nicht die Röm.-Kath. Kirche oder gar Jesus Christus, so unbedeutend dass Ihr wegen dieser Tatsache in die Kirchengeschichte eingehen werdet.
    Das Verhältnis von Gläubigen zu deren Diözese, zu deren Oberhirten beruht auf Vertrauen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie dieses Vertrauen dadurch gestärkt werden kann, wenn nicht der sog. "Obere" auch einmal einen Schritt zurückgehen kann, stattdessen klagen und "unter Druck setzen" muss.

  • Vuvu-Zela

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    Veronika,
    sie täuschen sich: ich bin nur eine einfache weibliche und zugegebenermaßen manchmal nervtötende „Vuvu-Zela“. Meines Wissens nach gibt´s zur Zeit auch keine mutmassliche weibliche „Vuvu-Zelas“ im klerikalen Stand.

    Sie deuten mit Ihren geheimnisvollen Informationen skandalöses an: der Bischof soll dies und jenes tun , sonst passiert dies und jenes…. etc. etc. Das klingt schon irgendwie nach Bedrohung. Und auch wenn ihre Informationen so skandalös sein sollten, daß diese der Kirche einen großen Schaden verursachen würden, sollten sie stimmen, so ist es sogar Ihr Pflicht als gläubige Katholikin, diese Infos zumindest an verantwortlichen Stellen in Rom bekannt zu machen. Es geht schließlich nicht um Schadensbegrenzung meines Erachtens, sondern um die Wahrheit und die Wahrhaftigkeit der Kirche und vorallem den Seelenheil seiner Gläubigen. Ich persönlich habe keine Angst um Skandale. Jeder Skandal beseitigt letzendlich einen Mißstand und verbirgt auch eine Chance zum Aufbruch.

    Übrigens: Ich möchte Ihr Glauben im Journalismus nicht erschüttern. eS GIBT ABER AUCH sTUDIEN; DIE MEDIAL KAUM erwähnung finden, die belegen, daß z. Z. Journalismus auch in Vertrauenskrise steckt. Die Journaille ist auch ziemlich Wirtschaftsabhängig, und auch interessengeleitet. .. Journalisten sind eben auch keine Götter, sondern auch Menschen, die genauso fehlerhaft sein können, wie jeder Priester natürlich auch.

  • Thomas

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    Liebe Vuvu-Zela,

    niemand bestreitet, dass es eine Krise des Journalismus gibt. Fast bundesweit gehen die Auflagen und Reichweiten von Zeitungen oder Rundfunkangeboten zurück. Wobei die von Ihnen verhasste SZ mit einer vergleichsweise stabilen bis leicht steigenden Auflage eine sehr positive Ausnahme ist. Sie können diese Zahlen übrigens jederzeit öffentlich nachlesen: unter http://www.ivw.de . Mit der von Ihnen unterstellten Geheimhaltung ist es also nicht weit her.

    Der Unterschied zur katholischen Kirche ist: Die Probleme/Fehler des Journalismus werden öffentlich diskutiert – auf http://www.bildblog.de zum Beispiel oder auf den Medienseiten der allermeisten Tageszeitungen (ich arbeite selbst für eine solche). Und das ist der Unterschied: Der Journalismus setzt sich selbst mit seinen zweifellos vorhandenen Fehlentwicklungen selbst auseinander. In der Öffentlichkeit.

    Von der katholischen Kirche kann man das nicht behaupten. Diese stellt sich – leider – keinerlei Diskussionen, schweigt, beschwichtigt oder versucht, die Probleme hinter ihren eigenen Kirchenmauern zu lösen (wenn überhaupt). Man hält sich für unantastbar.

    Dass dies heutzutage – wo sich dank WWW jede Information rasend schnell verbreitet – kein angemessenes Krisenmanagement mehr ist, sollte eigentlich auch dem weltfremdesten Kirchenfürsten klar sein. Und so verspielt die katholische Kirche leider – mutwillig oder aus Ignoranz – Vertrauen und Glaubwürdigkeit.

  • Ultramontanus

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    @ Veronika(28.07.03.50h)

    Was haben Sie da herausgefunden: „daß auch ein Papst-Bruder Kinder handgreiflich gezüchtet haben soll“??

    H.H.Georg Ratzinger ein Reproduktionsbiologe?! Wenn das stimmt, dann müssen Sie schleunigst das entsprechende Fachdekanat der hiesigen Universität und das Nobelpreis-Komitee von Ihrer Entdeckung benachrichtigen, denn das wäre ja der naturwissenschaftliche Knaller. Ein Priester der Kirche Gottes tritt in die Reihe seiner naturwissenschaftlich mit Erfolg tätig gewesenen Vorgänger ein, mit der händischen (Auf-)Zucht von Menschen und dann noch Papst-Bruder; das wär’s für unser Weltkulturerbe, die „Mittelbayerische“ und alle, die gerne und häufig Regensburg als Boomtown-Nabel der Welt behaupten! Auch die Nachwuchspro-
    blematik der autochthonen Bevölkerung Deutschlands wäre damit gelöst: sofort die NPD informieren!

  • maddin

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    @Vuvu

    Einfach nur putzig :)

    Übrigens, das Forum hier lässt sehr wohl jeden zu Wort kommen – jeden. Dies sieht man auch an diesem Thread. Und nur weil nicht jeder Ihrer Meinung ist, bedeutet dies noch lange nicht, dass Sie Recht haben. Also belassen wir es beim von Ihnen zitierten Voltaire – Sie dürfen, so lange Sie wollen, liebe einfache, weibliche, nervtötende vuvu-zela :)

    made my day.

  • Vuvu-Zela

    |

    maddin
    der Großzügige

    oh wie gütig, oh wie gütig, daß Maddin erlaubt „einfacher weiblichen wenn auch schon nervtötenden“ Kommentator-Kollegin zu Wort zu kommen. Er ist wirklich viel großzügiger als der Moderator hier, der schon einige meiner Beiträge zu einem anderen Artikel gelöscht hat. Manche Meinungen sind dann doch nicht erwünscht oder stören bestimmte „Kreise“… So stimmt dann maddins Behauptung: „Übrigens, das Forum hier lässt sehr wohl jeden zu Wort kommen – jeden.“ -doch nicht ganz…. Wenn er Recht hätte, hätte er Recht, drrr maddin.
    Vielleicht geht´s maddin um das Recht haben. Mir geht´s ja eigentlich auch um das Recht haben, nur ein bißchen anders, und zwar -diesmal- im orwellschen Sinn nämlich:
    “Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.” – George Orwell

  • Immanuel K. Anti

    |

    Mulier tacet in ecclesia.

    Paulus: 1. Kor. 14,34

  • Vuvu-Zela

    |

    Geehrter Thomas

    1. Sie empfehlen mir:
    „Fast bundesweit gehen die Auflagen und Reichweiten von Zeitungen oder Rundfunkangeboten zurück. Wobei die von Ihnen verhasste SZ mit einer vergleichsweise stabilen bis leicht steigenden Auflage eine sehr positive Ausnahme ist. Sie können diese Zahlen übrigens jederzeit öffentlich nachlesen: unter http://www.ivw.de .“

    Nun ich habe nachgeslesen und festgestellt, daß die Zahlen zumindest für die Suedeutsche ihre Annahmen nicht bestätigen. So z. B die Ausgabe Süddeutsche Zeitung (Mo-Fr)
    Titel-Nr.: 1986, IVW-Nr.: 1481200000, ZIS-Schlüssel: 101689
    in Tageszeitungen 2/2010 Verbreitung 428.498
    1/2010 Verbreitung 435.493
    Es ergibt sich ein Minus von -1.61% !!!
    Ebenso beim Verkauf 2/2010: 418.897 Verkauf 1/2010: 427.871
    Ein Minus von -2.10% .
    Abonnementen ebenso 2/2010 : 296.745 1/2010: 301.502 . Ein Minus von -1.58%
    Den Rest können Sie gerne unter: http://daten.ivw.eu/index.php?menuid=1&u=&p=&detail=true
    studieren. Ich nehme an, daß Sie als Journalist nicht die Zeit hatten, sich genauerdiese Zahlen anzuschauen….

    2. Die Probleme/Fehler des Journalismus werden öffentlich diskutiert aber nicht nur auf von Ihnen angegebenen http://www.bildblog.de , sondern auch auf diese Seite : http://www.suedwatch.de/blog/
    Wärmstens allen Sueddeutsche Zeitungs-Fans zu empfehlen!

    3. Und zu Ihrer Kritik, daß die katholischen Kirche sich keinerlei Diskussionen stellt, „schweigt, beschwichtigt oder versucht, die Probleme hinter ihren eigenen Kirchenmauern zu lösen (wenn überhaupt). Man hält sich für unantastbar.“ -,empfehle ich ihnen, lesen Sie mal die Gegenrede von Matthias Kopp hier: http://www.netzwerkrecherche.de/Projekte/Verschlossene-Auster/Verschlossene-Auster-2010/Gegenrede-2010/
    Empfehlenswert auch: http://www.kath.net/detail.php?id=27425

  • Vuvu-Zela

    |

    Selbst ein Nachfolger des großen I. Kant sollte richtig zitieren.

    Versio iusta dicit:
    mulieres in ecclesiis taceant (1 Cor 14,34).

    Fortasse importantior est mulieres loqui in publico. (Tuba pediludii dixit / Das sagt Vuvu-Zela.)

    K.anti capit?
    Translatio: Versteht das K.anti?
    Si non capis, nuntium facias!

  • Veronika

    |

    @Vuvu-Zela:

    Danke für die Informationen! Sie haben aber in Ihrer ersten Antwort mit dem Begriff „Drohung“ genau das betont, was in der Kath. Kirche Deutschland leider immer wieder bemerkbar ist: Man ist sich selbst „gut genug“! Man will keine Vorschläge etc.. Man will auch gar nicht wissen, was bei den Priester überhaupt los ist.
    Die Dinge hat jemand meines Wissens schon vor gut zwei Jahren nach Rom gegeben. Ich habe bis jetzt von meinen Bekannten aus dem priesterlichen Dienst der Diözese R. nichts gehört, was auf eine Aufarbeitung hinweist.
    Wissen Sie: Da nicht im kirchlichen Dienst, als nur „einfache Gläubige“ mit derzeit viel Frust wegen der Kath. Kirche Deutschlands als Ganzer, kann ich es mir eigentlich sogar leisten, die mir bekannten Dinge nicht der Presse, sondern allen denjenigen Organisationen zur Verfügung zu stellen, welche, nennen wir es einmal ganz vorsichtig „nicht so gut auf die Katholische Kirche zu sprechen sind“. Vielleicht würde sich dann etwas tun?
    Für meinen Teil bin ich es jedenfalls mehr als leid, dass die Kath. Kirche Deutschlands in der Bundesrepublik Deutschland die zweite Macht im Staate darstellen will.

  • maddin

    |

    @vuvu,
    sagen Sie Ihre Meinung, nur zu. Hier wird Sie keiner hindern. Ausser die Redaktion hat was dagegen was nicht in meinem Ermessen liegt.

    Trotzdem, Immer wieder erfrischend Ihr Getröte zu vernehmen – vorallem zum Wochenende. Darauf einen dreifachen Rosenkranz.

  • Vuvu-Zela

    |

    Veronika

    1. Katholische Kirche Deutschland gibt´s nicht. Es gibt in Deutschland meines Wissens keine „Nationalkirchen“. Die Katholische Kirche ist bekanntlich universell, zwar hat sie z. Zeit einen deutschen als Papst, aber das war´s auch schon.

    2. Veronika, Sie können ihre „Gerüchte“ streuen, wo sie wollen. Nur – (für den Fall, daß sie tatsächlich katholisch sind) – sollten sie es bedenken:
    -Gerüchte-Streuen können eine irreversible Rufschädigung für den Betroffenen zur Folge haben:
    „Das Recht auf guten Ruf ist in der Würde eines jeden Menschen verankert.“
    Rufschädigung ist eine schwere Sünde, die schlimmstend Fall kirchenrechtlich sogar zur Exkommunikation führen kann.
    Den Rest müssten sie selber mit ihrem Gewissen ausmachen.
    Aber Vorsicht: Es gibt ja auch das IRRENDE Gewissen!

    3. Sie sagen:
    „Für meinen Teil bin ich es jedenfalls mehr als leid, dass die Kath. Kirche Deutschlands in der Bundesrepublik Deutschland die zweite Macht im Staate darstellen will.“

    Geehrte Veronika noch einmal: „die Kath. Kirche Deutschlands“ gibt´s nicht! (Die Hauptstadt eines Katholiken liegt -im übertregenen Sinne – eher in ROM.)
    Und zu ihrer obigen Aussage: sie ist eine der typischen langweiligen Floskeln. die man regelmäßig aus einer bestimmten ideologischen Ecke hört.
    Bleiben wir aber mal bei den „Deutschen“: Die von Jürgen Habermas schon vor Jahren diagnostizierte „Neue Unübersichtligkeit“, in dem kaum jemand sicher ist, wofür er eigentlich eintreten soll, treibt die Deutschen in neurotisch anmutende Identitätsfindungen. Man meint wenigsens zu wissen wogegen man ist: Gegen die pppööösssse Kath. Kirche.
    Heute wird es der gesamte Blasphemie- und Skandalbedarf dieser Gesellschaft fast ausschließlich auf Kosten der katholischen Kirche befriedigt. Im Sinne der Religionssoziologie Niklas Luhmanns hätte diese Identifikation der katholischen Kirche mit dem Bösen schlechthin fast schon religiösen Charakter, es ist die Art von „Komplexitätsreduktion“, die nach Luhmann Religionen leisten. Hat man einmal den archimedischen Punkt aus dem heraus man die Welt erklären zu können meint – die Unheilsmacht der kath. Kirche- wird alles klar und beruhigend eindimensional…. Und langweilig.
    Die Katholische Kirche ist weder die zweite noch die X-te Macht im Lande, sie hat aber eine wichtige Funktion für die pubertierenden und „vaterlosen“ ,- da Mutti Merkel nicht mal den Guido bändigen kann-, Deutschen: Und zwar die Funktion des Protestobjektes. Und wenn der deutsche Michel donnernd aus seinem Ohrensessel dem Papst (Heiligen Vater) und dieser ganzen Kath. Kirche so richtig die Meinung sagen kann, dann ist das eine subtile Form der Gewaltprophylaxe, und damit eine effektivere Aggressionsabfuhr als der schönste Ehekrach…

  • Veronika

    |

    @Vuvu-Zela:

    Danke für die erneute Info! Ich habe ja schon darauf hingewiesen, dass man gewisse Dinge immer wieder als „Gerüchte“ abzutun pflegt. Deshalb bin ich ja ernsthaft im Überlegen, ob man die Dinge eben nicht lieber Organisationen zur Verfügung stellt, die mehr damit anzufangen wissen. Man kann den Teufel ja auch durch den Beelzebul austreiben.

    Zum Thema „Universalität der Kirche“ empfehle ich Ihnen die Diskrepanz zwischen der Deutschen Abteilung der Kath. Kirche und der Kath. Kirche in Lateinamerika, Afrika, oder sonstwo (ohne staatliche Förderung) zu betrachten.
    Nicht böse sein, aber ich möchte mich wie gesagt nicht länger mit derartigen Dingen auseinandersetzen (müssen). Ich bin nur vom Regensburger Bischof mittlerweile sehr enttäuscht. Das ist aber auch schon Alles!

    Die wichtigste Aufgabe der Kath. Kirche sehe ich in der Verkündigung des Wortes Gottes, in Wahrheit und Wahrhaftigkeit! Für alle anderen Dinge kann auch der Staat sorgen, oder will jemand ernsthaft behaupten, dass Staatsbürgerinnen und -bürger (auch Priester in Deutschland sind ja solche) immer jemand brauchen, der sie an der Hand nimmt? In dieser Hinsicht ist leider sogar dem IBKA, dem Internationalen Bund der Atheisten und Konfessionslosen zuzustimmen.

  • Veronika

    |

    @Vuvu-Zela: – kleiner Zusatz:

    Das mit der „Exkommunikation“ ist so ein „Haudrauf-Argument“, oder? Das wird man wohl auch allen Denjenigen bei Bedarf gesagt haben, welche schon vor Jahren die seit Januar zu Tage gekommenen Dinge benannt haben und geklärt wissen wollten?

    Denken Sie einfach mal an den Ausspruch Jesu Christi mit dem Kind und dem Mühlstein. Gut dass die althergebrachten Mühlen abgeschafft sind, und es keine Mühlsteine mehr gibt. Man hätte diese die letzten Wochen und Monate sehr gut gebrauchen können. Leider aber sind mittlerweile auch alle Bäche kananalisiert worden.
    Fangt jetzt an, den Leuten das Schweigen mit der „Exkommunikation“ nahezubringen, und die Kath. Kirche wird schon bald eine gesellschaftliche Randgruppe darstellen! Lassen wir es einfach unseren Herrn Jesus Christus entscheiden.

    Übrigens, zu: „Es gibt keine Kath. Kirche Deutschland“: Dann gibt es wohl auch keine Kath. Kirche in Amerika?
    Wieso geht jetzt dann eigentlich der Vatikan im Fall eines McMurray dazu über, von vielen Dingen nichts gewusst haben zu wollen, wenn doch in Rom (Wie auch ich meine!) mehr oder weniger die „Zentrale“ ist?

    Man könnte jetzt wohl stundenlang philosophieren, ob nun der Vatikan nur geistliches, geistlich-juristisches, oder einfach nur „Zentrum“ ist. Aber lassen wir das, denn es führt nicht weiter, so lange das „Zentrum“ nicht wieder Jesus Christus ist, der in überaus grosser Nächstenliebe und Selbstaufopferung das getan hat, was manche seiner Nachfolger einfach nicht machen wollen. Ich möchte den kath. Geistlichen der Neuzeit sehen, der sich auch nur ein halbes Jahr unschuldig für einen anderen Menschen einsperren liesse. Ich meine jetzt, im 21. Jahrhundert! Nein, da wird gegen Medien geklagt, als müsste man das Erbe Jesu Christi verteidigen. Leute, dieses Erbe lässt sich nur mit Demut und Bescheidenheit verteidigen, durch Diejenigen die ein hohes Amt innehaben und dennoch demütig und bescheiden gegenüber jedem Menschen sind.

  • Vuvu-Zela

    |

    1.“ …den Leuten das Schweigen mit der “Exkommunikation” nahezubringen..“
    Rufschädigung wird übrigens auch strafrechtlich verfolgt, sie ist also auch vom Gesetz her nicht in Ordnung. Ob ihre Infos der Wahrheit entsprechen oder nur Gerüchte aus Hören-Sagen sind, kann und will ich nicht beurteilen. Diese interessieren mich ehrlich gesagt wenig. Sollten es aber tatsächlich nur Gerüchte sein, ist ja meine Pflicht als Katholikin, darauf hinzuweisen, daß Gerüchtestreuen durchaus eine schwere bis sehr schwere Sünde sein kann. Es geht dabei nicht darum „den Leuten das Schweigen mit der “Exkommunikation” nahezubringen“ , sondern den Leuten die Wahrheit zu sagen, nämlich, daß jede Handlung Folgen hat, die sie zu bedenken sollten.
    Wenn sie der Meinung sind, diese angebliche Infos „Organisationen zur Verfügung“ stellen zu müssen, die angeblich mehr damit anzufangen wissen.: Tun sie, was sie nicht lassen können.
    Seit Jahrhunderten wird mit schöner Regelmäßigkeit vorhergesagt, daß die katholische Kirche bald untergeht. Sie wird auch diesmal nicht untergehen…

    2.Mühlsteine- nun sind wir wieder beim Thema

    Die Kirche ist heilig, aber auch sündig in vielen ihrer Mitglieder. Bedauerlicherweise passieren auch innerhalb der Kirche Fehler: ihre Mitglieder haben mitunter skandalösen Schwächen und machen Fehler. Se xueller Missbrauch ist mit Sicherheit im Fall katholischer Geistlicher besonders tragisch und verletzend aufgrund des Anspruches, welches das Amt des Priesters in der Nachfolge Christi erhebt. Aber das Problem des Kindesmißbrauchs nur auf katholische Priester zu fokusieren ist heuhlerisch.
    Von den rund 15.000 Kindesmißbrauchsfällen (Landeskriminalämter rechnen mittlerweile mit über 200.000 Fällen jährlich) die PRO JAHR staatsanwaltlich in Deutschland erfasst werden, spielten sich die wenigsten in einem kirchlichen Rahmen ab. Die meistens Kindesmißbrauchsfällen in der kath. Kirche, die nun medial einem täglich serviert wurden und werden, passierten vor 30-50 Jahren. In Zeiten, in denen der „Europagrüne“ Daniel Cohn-Bendit am Abend des 23. April 1982 in einer Diskussions-Sendung auf dem französischen Fernsehsender „Antenne 2“ u. a. Sätze wie diese von sich gibt: „Wissen Sie, wenn ein kleines fünf-fünfeinhalbjähriges Mädchen sie auszuziehen beginnt, ist das fantastisch. Es ist fantastisch, weil es ein Spiel ist, ein wahnsinnig erotisches Spiel.“ In Zeiten, in denen der „Spiegel“ sehr wohlwollende Artikel zum Thema Pädophilie schrieb (siehe Juli 1980). Das waren mal wirklich „tolle“ Zeiten, so schreibt Alice Schwarzer, führende Feministin Deutschlands auf ihrer Homepage: „Die 68er gaben den alten Verhältnissen einfach einen neuen Namen: „Was heute endlich als Mißbrauch benannt wird, hieß bei ihnen „Kinderliebe“ und Pädophile waren „Kinderfreunde“. Es wurde den Kindern unterstellt, sie selber wollten es doch auch so, sie hätten „se xuelle Bedürfnisse“, ganz wie die Erwachsenen. In Deutschland konnte man unwidersprochen die „freie Liebe“ mit Kindern fordern. Gerichtsgutachter wie Prof.Helmut Kentler empfahlen in wissenschaftlichen Studien, straffällige Jugendliche „bei pädagogisch interessierten Pädophilen unterzubringen“. „Ideologisch führend waren 68er, etliche von ihnen waren auch in der tonangebenden „Deutschen Gesellschaft für Se xualforschung“ aktiv, wie der Sozialpädagoge Professor Helmut Kentler.“ „Es war in der Tat die Zeit, in der die SPD/FDP-Regierung im Nachklapp zur großen Se xualstrafrechtsreform 1980 auch den § 176 ersatzlos streichen wollte – den Paragraphen, der den sexuellen Mißbrauch von Kindern unter Strafe stellt.“
    Die Feministin Alice Schwarzer fügt hinzu: „Kaum zu glauben, aber wahr: Die Zeitschrift „Emma“ war zunächst die einzige Stimme, die sich dagegen erhob.“
    Frau Schwarzer zitiert aus den deutschen Medien: „Der machte Front von taz (»Pädophilie ist ein Verbrechen ohne Opfer«) bis Quick (»Die süßen Lolitas«).“
    Die Streichung des Paragraphen 176 konnte verhindert werden: hätte „Emma“ damals nicht protestiert, gäbe es heute in Deutschland noch nicht einmal mehr ein Gesetz, das den Mißbrauch von Kindern verbietet.“
    Sexuelles Mißbrauch ist also mehr als nur ein „katholisches“ Problem, es ist viel mehr ein gesamtgesellschaftliches Problem….

    3. Enttäuschung über Bischof Müller
    Ich weiß es nicht, womit Bischof Müller sie so enttäuscht und gekränkt hat. Nur vergessen sie bei aller Kränkung und Selbstgerechtigkeit nicht, daß auch ein Bischof nur ein Mensch ist. Gnade und Vergebung sind urchristlichen Tugende. Wer vergibt, der liebt. Wer liebt, ist frei. Haß macht nicht frei!

  • Thomas

    |

    In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 3.8. ist ein sehr lesenswertes Interview mit Bischof Müller. Es ist ein Musterbeispiel für die Betriebsblindheit und Weltfremdheit dieses Herrn. Empathie für die Missbrauchsopfer sucht man in seinen Zeilen vergebens, stattdessen wird mit größtenteils bizarren (Schein-)Argumenten Mixa verteidigt und jede substantielle Kritik abgeblockt. Selten habe ich etwas Enttäuschenderes (und Entlarvenderes) gelesen.

  • Tommy

    |

    @vuvu-zela
    Ihre katholischen „Pflichten“ sind in diesem, also den Artikel betreffenden, Falle nun leider nicht relevant. Momentan besteht in diesem Land ein sog. Grundgesetz und ein darauf basierendes Strafgesetzbuch etc.pp.
    Sollten Sie irgendwelche Schwierigkeiten mit einer Organisation haben, die eventuell Ihren Glauben vertritt, dann klären Sie diese Dinge doch bitte mit/oder in Ihrer religiösen Vereinigung.
    Hören Sie gleichzeitig bitte damit auf, jedem kritischen Menschen, Ihre „innerkirchliche“ Sicht der Dinge angedeihen zu lassen. Es ist eben nach GG, auch wenn Ihnen das vielleicht nicht gefällt, eines jeden Menschen freie Entscheidung, welcher Religion er sich anschließt (oder auch nicht).

    Sollten Sie allerdings interessiert daran sein, Debatte, Argument und Auseinandersetzung zur Rolle, zum Verhalten und zur Aktualität der katholischen Kirche in den von regensburg-digital geschilderten Fällen zu führen, dann legen Sie doch bitte endlich los. Bringen Sie also ein konkretes Argument zu den hier geschilderten Tatsachen.
    (Um mich zu wiederholen: Ihre innerkatholischen Streitigkeiten sind in diesem Falle vielleicht nicht von erstem Interesse. Oder anders: Seien Sie doch bitte so gut und setzen Sie sich einmal damit auseinander, dass nicht alle Menschen Ihrem Glauben und Ihrer religiös-politischen Organisation angehören.).

    Ihre bisher gebrachten „Argumente“ waren in der Regel tendenziös, weit ab vom Thema und (Sie entschuldigen das social-media-deutsch) schwer copy-and-paste-lastig.
    Jede dritte Mitteilung Ihrerseits zielte dann darauf hinaus, der sehr freien Kommentarszene auf regensburg-digital, Unfreiheiten zu unterstellen. Kaum wurde Ihre Mitteilung nicht vollauf geteilt, war der ganze Laden hier schon unfair, unfähig und nicht in der Lage mit Ihnen zu diskutieren.

    Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Ich bin weder in der Lage noch willig, mit Ihnen hier über Ihre antibolschewistischen Zahlen und Ihre pseudogeschichtlichen Weisheiten zu diskutieren (Evtl. trifft mensch sich dazu einmal an einem anderen Ort).
    Ich möchte nur sehr gerne, dass Sie die Kommentarspalte von regensburg-digital einfach mal zur Kenntnis nehmen.

  • maddin

    |

    Thomas, Thomas, wie können Sie nur, das ist doch die übliche Hetzerei der „Medien“ gegen unseren Oberhirten.

    Ich habe das Interview ebenfalls gelesen – der beste Satz war für mich
    „Und die damals tätigen Ordensschwestern können die Vorwürfe so nicht bestätigen.“

    Ja dann :)

    Jeder darf sich seine Meinung bilden, und seinen Bischöf mögen oder nicht.

    In diesem Sinne, schönen Tag und bitte:

    Vuvu übernehmen Sie. Over

  • Erich Tolli

    |

    @ Thomas vom 3. August 2010 um 22:37 Uhr
    Ja, Müller hat sich wieder einmal „entlarvt“ – a never ending stroy? Allerdings war die Kritik der drei SZ-Redakteure nur an wenigen Punkten „substantiell“. Teilweise habe ich den Eindruck, dass Bf. Müller durch das Interview „rehabilitiert“ bzw. ihm eine Bühne geboten wurde.

    Zu Müllers Befürchtung, es sehe so aus, als würden er und seine Bischofskollegen vom bayrischen Staat „bezahlt“, fiel den SZ-Redakteuren nur ein, auch vom „Raub“ durch die Säkularisation 1803 zu sprechen. Daraus entstand dann eine Steilvorlage für Müller: es gehe ihm mit der angedachten Änderung des Konkordats „an erster Stelle um die die Freiheit der Kirche“. Müllers Freiheit ist und bliebe selbstredend abgesichert durch ein eigenes „Besoldungssystem“, das nur aus staatlichen Mitteln entstehen könnte. (Es sieht aber nicht nur so aus, der Freistaat bezahlt tatsächlich und nicht nur die Bischöfe jeden Monat!)

    2008 hetzte Müller noch, die Deutsche Reichskirche sei 1803 „auch durch die Schläge des Napoleonischen Imperialismus“ zusammengebrochen. Im o.g. Interview sprach er von „einer Beraubung der Kirche durch die absolutistischen Fürstenstaaten“.
    Der Vollstrecker und Profiteur der Säkularisation in Bayern (1802-1803) war der christliche Wittelsbacher-Herzog und spätere Von-Napoleons-Gnaden-König Max Joseph, der Schluss machte u. a. mit Müllers Vorgängern, den absolutistischen Fürstbischöfen (Ausnahme Dalberg). Die daraus entstandenen Verträge wurden von der römischen Kurie nicht ohne Eigennutz anerkannt.

    Während des Pontifikalamts anlässlich der Umstellung des Kg.-Ludwig I- Standbildes (9.5.10) predigte der bischöfliche Geschichtsverdreher Müller von „der christlichen Religion als Quelle wahrer Humanität“ bzw. vom angeblich davon geprägten Selbstverständnis des Königs Ludwig I. Gerade aber dessen ganzer Reichtum und Hof stand tatsächlich im unmittelbaren Zusammenhang mit den Räuberbanden und dem Raub, die Müller ansprach.

    Die ganze Problematik von Müllers vielfach vorgetragenen NS-Bezugnahmen, seine wiederholten Presseschelten und die von ihm angestrengten gerichtlichen Verfahren wurde ausgeblendet – bloß in der Überschrift wird diese noch angedeutet. So gesehen, kann sich Bf. Müller weiter ungestört in einer Verfolgungssituation „wie 1941“ fühlen. Die SZ-Redakteure haben ihm einen Bärendienst geleistet.

  • Thomas

    |

    Das mag alles sein. Nur: Es war ein Interview. Interviews werden hierzulande üblicherweise autorisiert – vermutlich auch bei der SZ. Und deshalb ist es umso bemerkenswerter, dass ein solch haarsträubend dummes, gefühlskaltes, verharmlosendes und an den Fragen vorbeigehendes Interview offenbar von Bischof Müller abgesegnet wurde.

  • Vuvu-Zela

    |

    @Tommy
    Tommy warum agieren Sie (oder reagieren Sie?) denn nun so heftig?
    Sind Sie der Sprecher „der sehr freien Kommentarszene auf regensburger-digital“ oder sogar der Sonderbeauftragter zum (Einseitigen-)Überwachung von vorgebrachten Argumenten und Tatsachen?
    Oder gerieren Sie sich nur so?

    Zitat @Tommy: „jede dritte Mitteilung Ihrerseits zielte dann darauf hinaus, der sehr freien Kommentarszene auf regensburg-digital, Unfreiheiten zu unterstellen. Kaum wurde Ihre Mitteilung nicht vollauf geteilt, war der ganze Laden hier schon unfair, unfähig und nicht in der Lage mit Ihnen zu diskutieren.“

    Na ja , egal ob sie nun beauftragt oder ob aus inneren Antrieb diese Funktion übernommen haben, ihre Zählkunst ( … „jede dritte Mitteilung Ihrerseits …“, s.o.) ist ja wirklich bewundernswert. Deshalb könnten sie ja bitte auch die Stellen aufzählen, wo ich denn den „ganzen Laden hier schon unfair, unfähig und nicht in der Lage mit Ihnen (d,h, mit mir;))… ) zu diskutieren“ bezeihnet habe? Sollten Sie keine solchen Stellen finden, sind ihre Behauptungen nichts weiteres als tendenziöse Unterstellungen…

    Interessant auch Ihre angedeuteten Maßstäbe für „akzeptable“ , nicht „tendenziöse“ Argumenten und Tatsachen „auf der sehr freien Kommentarszene auf regensburg-digital“:
    – ein wichtiges Merkmal ist danach, daß diese von „der sehr freien Kommentarszene auf regensburg-digital“ wohl auf geteilt werden müssen, und fast noch wichtiger(!) sie dienen vor allem der Selbstbestätigung und Bestätigung des gemeinsamen Weltbildes der Mitglieder dieser „sehr freien Kommentarszene auf regensburger-digital“.
    [hier O-Ton Vuvu-Zela: Wie frei ist nu die „sehr freie Kommentarszene auf regensburg-digital“?]

    Da ich leider-leider diesem gemeinsamen „Weltbild der „sehr freien Kommentarszene auf regensburg-digital“ nicht entsprechen kann und will, kann ich Ihrer Empörung mein einfühlsames Verstehen entgegenbringen.

    Nun hätte ich aber auch eine Bitte an Sie. Tommy:
    Seien Sie doch bitte auch so gut und setzen Sie sich einmal damit auseinander, dass es Vuvu-Zelas gibt,
    die nicht dem Mainstream der „sehr freien Kommentarszene auf regensburg-digital“ anpassen wollen.
    Hören Sie aber gleichzeitig bitte damit auf, jedem kritischen Vuvu-Zela, Ihre “inner-regensburger-digital-szenliche” Sicht der Dinge angedeihen zu lassen.
    I

  • Immanuel K. Anti

    |

    Catholicism is believing
    what someone does want
    us to believe, the rest is
    heresy.
    Regensburg-klerikal.de

    „Töröööö!!!“ (Benjamin Blümchen)

  • Vuvu-Zela

    |

    @Imannuel Blümchen K.anti

    „When people stop believing in God, they don’t believe in nothing — they believe in anything.“
    — GK Chesterton

    Und das schrieb der Katholik JRR Tolkien seinem Sohn:
    „Aus der Dunkelheit meines Lebens, aus so vielen Enttäuschungen stelle ich die eine große Sache vor Dich hin, die es auf Erden zu lieben gibt: das allerheiligste Sakrament. Dort findest Du Abenteuer, Ruhm, Ehre, Treue und das wahre Verhältnis zu allem, was Dir lieb ist auf Erden.“ Und das schrieb JRR Tolkien

  • Veronika

    |

    @Vuvu-Zela:

    Meinen höchsten Respekt! Dies meine ich ehrlich! So konsequent wie Sie verfolgt wohl kaum jemand die Praxis, welche die Kath. Kirche in Deutschland in diese Krise gestürzt hat, und welche diese Kirche (die sich ja nicht selbst geschaffen hat, sondern die von Jesus Christus eingesetzt wurde) wohl schon bald in einem anderen Licht erscheinen lassen wird.

    Interessant an Ihren ganzen Ausführungen ist nur, dass scheinbar immer nur Andere gegenüber der Kath. Kirche (Deutschland) Gerüchte streuen. Die Kirche selbst scheint hier in deren geistlichen Gliedern völlig unfehlbar zu sein.

    Wie ja bereits angesprochen, ich möchte keine Gerüchte streuen, keine Verleumdungen anbringen usf.. Deshalb habe ich diejenigen Dinge, welche ich bei der KKD bedenklich finde auch gleich an die Konkurrenzkirche Scientology geschickt. Sollte sich was rausstellen, wird es die ganze Welt erfahren. Sollte sich hier nichts ergeben, dann danken Sie Gott, denn SC (die ich übrigens persönlich überhaupt nicht mag und als verfassungsfeindlich einstufe) muss ja sowieso aufpassen, was diese veröffentlichen. Also können Sie davon ausgehen, dass – ich denke nach umfassender Nachprüfung – schon etwas rauskommen wird.

  • Veronika

    |

    @Vuvu-Zela: Scherz beiseite! Leider wurde der Kommentar noch nicht freigegeben, so ist mir meine Überraschung nicht gelungen, Vuvu-Zela zu einem „ganz bösen“ Kommentar zu bewegen. Natürlich würde ich niemals etwas an Scientology weitergeben, aber wenn die KKD so weiter macht, wird sie dieser fragwürdigen Institution mit ebenfalls einem Kreuz als Signum immer ähnlicher.

  • W.Müller

    |

    Verehrter Herr Bischof Müller
    Das Mittelalter ist vorbei, auch wenn es sich in Regensburg und Passau etwas länger gehalten hat, Dank ihres rigiden Herrschaftsanspruchs, der vor Allem Gehorsam aller Schafe in ihrem Machtbereich durchgesetzt hat. Die unzähligen äußerst negativen Beiträge im Internet und der Presse über ihre Person, zeichnen ein schreckliches Bild von Ihrer Person und haben unzählige Menschen veranlasst, der katholischen Kirche den Rücken zu kehren. Auch Bischof Mixa hat einen großen Beitrag dazu geliefert. Leider weiss ein großer Teil ihrer Schäflein noch nicht, dass es den Paragraphen der Blasphemie nicht mehr gibt, sonst hätten sie diesen schon längst gegen die Schreiber ( Gotteslästerlich etc.) kritischer Kommentare angewendet. Jetzt bleibt ihnen nur noch die Abmahnung um kritische Menschen finanziell zu schädigen.
    In der Zwischenzeit meiden immer mehr junge Menschen den Priesterberuf, (Da hilft auch kein Dauerbeten in Passau) da die ehmals pädophilen Kandidaten, wegen des massiven Vorgehens der Allgemeinheit gegen diese Schweine, fehlen. Nach München zu kommen wie es vorgesehen war, (die Journalisten hatten sich schon auf die Skandale mit Ihnen gefreut) haben Sie sich nicht getraut und die Stelle dem weltoffenem Bischof Marx überlassen oder überlassen müssen. Die Regensburger Bevölkerung hatte sich schon so gefreut, Sie endlich los zu werden, nachdem Beschwerden über Sie im Vatikan Nichts genutzt haben.
    Bedenken Sie, in Deutschland herrscht Meinungsfreiheit und demographie und Niederbayern gehört nun mal zu Deutschland auch wenn man in ihrer Diözese noch Teufelsaustreibungen vornimmt und die Piusbrüder immer noch ihr Unwesen treiben dürfen.

    Freundlichst
    W.Müller

  • W.Müller

    |

    Bitte um Korrektur Tippfehlerteufel von demographie in Demokratie bei meinem heutigen Beitrag

    besten Dank
    W.Müller

  • Iris soumer

    |

    Die Bibel ist ein Buch um die Massen zu kontrollieren. Es funktioniert bis heute einwandfrei, jemand sagt die Wahrheit über die KK der wird mundtod gemacht.

    Alle Macht an Herrn Aigner damit er als Sieger für uns hervorgeht!

  • Seppl

    |

    @ Iris soumer

    das haben alle Religionen so an sich. Und trifft daher nicht nur auf die Bibel sondern auch auf den Koran und andere „heilige Bücher “ zu.
    Aber das hat nichts mit dem Thema zu tun, sprich die Bibel kann nichts für das Verhalten der katholischen Kirche.

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