Archiv für 20. Juli 2010

Heute hat der Weber Manfred mal wieder allen gezeigt, wo in Bayern der Hammer hängt. Die EU will die Lebensbedingungen von Asylbewerbern europaweit angleichen und verbessern. Das passt vor allem der CSU so gar nicht. Und weil der Weber Mane es weit gebracht hat, seit einem Weilchen für die CSU im Europaparlament sitzt und dort ganz fürchterlich wichtig ist, hat er den Eurokraten in Brüssel mal so richtig die Meinung gegeigt. „Wir als CSU sagen: Das geht die EU-Kommission schlicht nichts an“, hat der Hoffnungsträger aus dem Landkreis Kelheim der dpa ins Mikro geplärrt. Wie wir in Bayern unsere Ausländer behandeln, hat der 38jährige gemeint. Da will die EU diesen Asylbewerbern doch tatsächlich humanere Lebensbedingungen zugestehen. Ja wo kämen wir denn da hin! Wissen die in Brüssel überhaupt, was das kostet? Und wenn’s menschenwürdig wird – dann bleiben die womöglich alle noch da! Das geht nun wirklich nicht, wissen der Mane und seine christlichsozialen Mannen. Da ist doch die bayerische Variante viel besser: Wenn man die Asylanten schon nicht abschieben kann, steckt man sie halt in Lager und macht’s ihnen recht ungemütlich. Und wenn man schon ihre Existenz sichern muss, dann höchstens mit Essenspaketen aus heimischer Produktion. Bloß kein Bargeld. So macht man das! Dass die Verbesserungen gar nichts Besonders sein sollen, wie letzte Woche noch ein Sprecher der EU-Kommission gemeint hat, ist doch Blödsinn. Dass das schlicht „der UN-Kindercharta und der EU-Grundrechtecharta entspricht“, brauchen die in Brüssel uns in Bayern nun wirklich nicht zu erklären. Erstens geht das die EU nichts an, hat der Mane richtig bemerkt. Und zweitens sind das unsere Asylanten. Über deren Grundrechte befindet die CSU und nicht irgendwelche Menschenrechts-Fuzzies. Prost! P.S.: Manfred Weber ist stellvertretendes Mitglied im Unterausschuss für Menschenrechte.

Jahrelanges Trauerspiel

Unter keinem guten Stern steht der Gedenkstein für die Opfer des KZ-Außenlagers Colosseum in Regensburg Stadtamhof. Nach fast eineinhalbjähriger Diskussion hatte der Kulturausschuss im September 2009 immerhin beschlossen, den bis dahin versteckt stehenden Stein um 90 Grad zu versetzen und so besser sichtbar zu machen. Es dauerte erneut ein dreiviertel Jahr, bis dieser Beschluss Mitte […]

Mädchen betatscht: Strafbefehl gegen Pfarrer

Wegen sexuellen Missbrauchs von drei Mädchen hat das Amtsgericht Tirschenreuth einen Strafbefehl gegen den beurlaubten Stadtpfarrer von Erbendorf (Diözese Regensburg) erlassen. Gegen August M. wurde darin eine Bewährungsstrafe von zehn Monaten verhängt. Zudem soll er einen nicht näher genannten Geldbetrag an eine gemeinnützige Einrichtung bezahlen. Anfang April war bekannt geworden, dass M. im Grundschulunterricht ein […]

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