Ostumgehung: Deutliche Schlappe für BI

balkenAls das abschließende Ergebnis feststeht hat Christian Janele Das Thon-Dittmer-Palais schon verlassen. Er muss eine bittere Niederlage verdauen: Fast 80 Prozent der Regensburger haben dem Ansinnen der BI „Wohngerechtes Verkehrskonzept” nach einer Einhausung der Osttangente eine Absage erteilt. Selbst am Brandlberg, wo die direkten Anlieger der zukünftige Straßen wohnen, stimmte die Mehrheit der Wähler mit „Nein”. Im gesamten Stadtgebiet gab es lediglich 5.129 Ja-Stimmen. Entsprechend groß ist die Enttäuschung bei den Unterstützern der BI, von denen sich aber nur wenige bei der Wahlveranstaltung eingefunden haben. Janele (Foto unten) gibt sich wortkarg und machte die „einseitige Berichterstattung” für den Wahlausgang verantwortlich. Wenig später verlässt er die „Wahlparty”. Betretene Gesichter auch bei den Stadträten Gero Kollmer (CSB) und Eberhard Dünninger (ödp). Sie haben sich im Vorfeld der Abstimmung für eine Einhausung ausgesprochen.janele11 Freude dagegen bei der Stadtspitze und dem Gros der knapp 50 anwesenden Bürger. Sozialbürgermeister Joachim Wolbergs und SPD-Fraktionschef Norbert Hartl sind schon vor Beginn der Wahlveranstaltung im Thon-Dittmer-Palais. Als die ersten Prognosen kommen und sich der Trend für eine klare Ablehnung des Bürgerentscheids bestätigt, mischt sich auch Hans Schaidinger nebst Gattin Edelgard unter die Anwesenden, verkündet an einem der Stehtischchen die laufenden Prognosen und schaut zunehmend zufriedener drein. Einen „Schaidinger-Malus” hat es bei dieser Abstimmung nicht gegeben.trio „Ich hatte ein schlechtes Gefühl, aber das bestätigt sich nie”, meint Hartl und grinst. „Wenn das durchgegangen wäre, hätte man in dieser Stadt überhaupt nix mehr machen können.” Einigen Stadträten, die sich für die Einhausung ausgesprochen haben, will Hartl eine Passage in seiner Haushaltsrede am kommenden Donnerstag widmen. CSU-Stadtrat Rudolf Eberwein und der Vorsitzende der Siedlervereinigung Josef Mös, schütteln ein paar Hände, lächeln in die Runde und beschließen dann: „Jetzt kauf ma uns a Halbe.” Um kurz nach sieben ist die Wahlveranstaltung beendet. Rund ein Viertel der Wahlberechtigten hat sich an der Abstimmung beteiligt; eine Quote, die ähnlich hoch liegt wie beim letzten Bürgerentscheid zur Stadthalle am Donaumarkt. In den betroffenen Gebieten im Stadtnorden lag die Beteiligung bei rund 40, in der Innenstadt dagegen teilweise unter zehn Prozent. In der nördlichen Amberger Straße gab es mit 94 Prozent die deutlichste Absage für die BI, am Brandlberg mit 44,1 Prozent die größte Zustimmung. „Dieses Ergebnis ist eine Rehabilitierung aller Bürgerentscheide der Vergangenheit”, sagt Altbürgermeister Walter Annuß (SPD). „Die Leute sind vernünftig und entscheiden der Sache wegen, auch wenn das einige Politiker nicht wahrhaben wollen.”

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Kommentare (105)

  • Stukturfaktor

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    Der Ausgang der BI ist ein tolles Zeichen dafür, dass direkte Demokratie doch funktioniert. Die Bürger sind eben doch in der Lage, seriöse Argumentation gegen doppelmoralische Scheingründe abzuwägen und zwangsläufige Konsequenzen abzuschätzen. Mitleid für Janele & Co empfinde ich deshalb kaum. Das kommt eben dabei heraus, wenn man versucht, die Gemeinschaft aller für höchst egoistische Zwecke vor den Karren zu spannen. Ich hoffe nur, dass dieses Ergebnis eine Mahnung an zukünftige Initiativen ist, diesem Beispiel nicht nachzueifern. Sonst sehe ich äußerst schwarz für die Glaubwürdigkeit unserer Demokratie und die kann sie momentan mehr als gut gebrauchen.

  • Reitberger Josef

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    Es ist vollbracht! Die Regensburger Bürgerinnen und Bürger haben sich in ihrer Mehrheit nicht vor den Karren des Herrn Janele spannen lasssen.
    Wir als Anlieger der Staße Im Gschwander und sicherlich auch alle anderen verkehrsgeplagte Bürger/innen des Nordens sagen danke allen , die zum Erfolg beigetragen haben.
    Josef Reitberger

  • Konradsiedler

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    Das von den 7000 Unterschreibern am Ende nur etwas mehr als 5000 mit der gleichen Zielrichtung abgestimmt haben zeigt deutlich, dass entgegen aller Dementis wohl doch einige Stimmen „gefangen“ waren… Über eine einseitige Berichterstattung braucht sich der Herr Janele auch nicht beschweren. Er war es doch, der sich zuletzt ganz Seiten als Werbeanzeigen gekauft hat!

  • Yeswedidit

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    Jetzt, in Zeiten, wo die öffentlichen Zuschüsse für die Städte und Gemeinden in geringerem Umfang fließen werden, ist es gut zu wissen, dass ein Projekt wie der Ausbau der Osttangente nun doch ausgeführt werden kann.
    Die Ausgaben für die BI waren reine Steuergeld-Verschwendung, man hätte es lieber an eine Hilfsorganisation für Haiti spenden sollen. Dort haben die Menschen andere Sorgen als Eindeckelungen von zweispurigen Strassen.

  • von Speckulant

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    „In der nördlichen Amberger Straße gab es mit 94 Prozent die deutlichste Absage für die BI“
    DANKE:
    Wir Konradsiedler werden auch alles daran setzen und voll dafür kämpfen, dass der Bau der „Sallerener Regenbrücke“ so schnell wie möglich realisiert werden kann.
    Wir waren nämlich in der Amberger-Strasse direkt vor Ort und plakatierten hier, die Schilder für „Nein“ zum Bürgerentscheid, in dieser kurzen Zeit waren wir entsetzt: Unmenschlicher hoher PKW und vor allem LKW-Verkehr mit unerträglichem Verkehrslärm, das schon an Körperverletzung grenzt.
    Deshalb werden wir uns auch bei einem nächsten Bürgerentscheid für einen raschen Ausbau der „Sallerner Regenbrücke“ einbringen und alles daran setzen, dass dieses schon längst notwendige Bauvorhaben realisiert werden kann.

  • von Speckulant

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    Die FDP, hat sich wie immer, wenn es bremslich wird, in so einer wichtigen Sache für den Bürgerentscheid, es war ja nicht anders zu erwarten, wie immer „Souverän“ herausgehalten: Aber Danke an den „Freien Wählern“ , die sich gegen diesen Bürgerentscheid ausgesprochen haben.

  • Andreas

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    Die Überschrift gefällt mir gar nicht. Das war doch kein Fußballspiel! Die Bürger haben eine vernünftige Entscheidung gefällt. Man sollte aufhören, Sachentscheidungen mit persönlichen Siegen oder Niederlagen zu verbinden.

  • Altstadtfreund

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    Auch das „Stadtautobahn“-Gefasel zur Nordgaustraße sollte man nicht überschätzen:

    So doof sind wir Bürger gar nicht!

  • Norbert Steiner, CSB

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    Das Ergebnis ist demokratisch zustande gekommen und muss von jederman so hingenommen werden. Die Herren Dres. Scheubeck und Vielberth, die am Zeitlberg wohnen haben sich sicherlich gefreut, was Ihnen auch zu gönnen ist. Die Annoncen zahlt indirekt der Steuerzahler mit!
    Nach Eröffnung der Strasse wird man das Ergebnis sicherlich nochmals genauer ansehen.
    Schlimmer hingegen war heute die Ankündigung der Staatsregierung über weitere Schulden von 800 Mio Euro in Sachen Bay. Landesbank. Diese sollen ganz auf die Kommunen und die Beamten abgewälzt werden.
    Verursacherprinzip sollte auch hier Geltung haben.

  • grace

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    @ Altstadtfreund am 25. Jan 2010, 09:21 Uhr

    Was meinen Sie mit:

    “Stadtautobahn”-Gefasel zur Nordgaustraße ?

  • Marion Puhle

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    Die Entscheidung ist gefallen. Das mag dem Einen oder Anderen missfallen, aber so ist es nun mal in einer Demokratie. Was nicht zu akzeptieren ist, ist der Stil der Politk. So bezichtigt Herr Wolbergs in der MZ( heutige Ausgabe ) „Es hat sich gezeigt, dass die Menschen sich nicht anlügen lassen. Denn was da von der BI erzählt wird, das waren Lügen“.
    Es zeigt sich hier ganz deutlich, dass Herr Sozialbürgermeister Wolbergs, nur dann frohlockt, wenn sich die Meinung der Stadtspitze durchsetzt. Im Übrigen waren solche oder ähnliche Äußerungen gegenüber der BI Donaumarkt und auch gegen die Flüchtlingsorganisationen von Seiten des Herrn Wolbergs gefallen. Ein solcher Politikstil ist inakzeptabel.
    OB Schaidinger frohlockt und äußert “ „In Richtung BI sagte er, die habe für jeden erkennbar, die Grenzen überschritten, was fair und ordentlich ist.“
    Ausgerechnet der OB ergießt sich hier mit den Worten der Fairness. War es auch fair, als Sie dem Kauf der HGAA zustimmten und 3,75 Milliarden Euro leichtsinnig in den Sand setzten? Fair und ordentlich schaut anders aus, Herr OB.

    Derartige Äußerungen, vergiften das Klima und machen deutlich, dass unterschiedliche Meinungen zum gleichen Thema nicht legitim sind, wenn es darum geht, wirtschaftliche Interessen durchzusetzen. Vordergründig und deshalb habe ich auch mit Ja gestimmt, ist die Gesundheit. Es wird sich herausstellen, ob gesundehitliche Einschränkungen mit der Fertigtellung der Ostumgehung zu erwarten sind, warten wir es einfach ab.

    Marion Puhle

  • CO

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    Auch wenn wir nicht in Zahlen und Statistiken gewonnen haben, in Sachen Weitsicht, Verstand und Fairness sind die BI und Ihre Anhänger ganz klar der Sieger. Die Lüge die Ostumgehung wäre nicht gebaut worden, die idyllische Fotomontage mit 3 kleinen Autos anstatt dem Schwerlastverkehr der auf die Anwohner zukommt, der Egoismus vieler Leute „Hauptsache der Lärm ist bei mir weg, ist mir doch egal was mit den anderen ist“, die lächerlichen Argumente der Pro-Ostumgehung „Das Naturschutzgebiet bleibt geschützt ohne Einhausung“ (???!!), das reine Eigeninteresse der Haselbacher Firmen, die Aroganz, die an den Tag gelegt wurde von den Gegnern, das Schoßhünchenverhalten einiger Politik-Schleimer, …usw…usw… im Herzen haben wir gewonnen. Und die betroffenen Anwohner die mit Nein gestimmt haben werden sich noch seeeehr wundern. Und alle anderen Regensburger die nicht betroffen waren und mit „Nein“ gestimmt haben werden sich auch wundern, wenn unsere willkürlichen Politiker ihnen ein Großbauprojekt vor die Wohnung setzten, natürlich OHNE auf die Gesundheit und Lebensqualität der Bürger zu achten… In diesem Sinne, armes Regensburg, armes Deutschland.

  • domiNO

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    CO nicht vergessen die Mächen, die die BI aufgetischt hat:
    Mautflüchtlinge, die zwischen A93 und A3 einen Riesen-Umweg in Kauf nehmen, um als Schleichweg durch diese plakatierte Stadtautobahn fahren,
    die Einhausung in Bad Abbach für 3000 KFZ, die aber ein ganz normaler Tunnel ist, … Übertreibungen hats auf beiden Seiten gegeben, aus meiner Sicht war die BI diejenige, die mit weniger Fakten gearbeitet hat, ist aber auch egal.

  • CO

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    @Domino:

    Mautflüchtlinge sind vielleicht nicht das Hauptproblem, aber sie sind möglich. Schlimmer sind die LKW, die den täglichen Stau beim Pfaffensteiner Tunnel und am Uniberg vermeiden wollen und nun schön durch die Wohngebiete donnern.

    Der Abbacher Tunnel war in der Tat kein sehr schlauer Schachzug, aber auch hier wurde der Verkehr aus der Innenstadt (dem Markt) herausgenommen um Anwohner zu schonen. Durch den natürlichen Tunnel wird niemand zusätzlich mit Lärm belastet, was bei der Ostumgehung sehr wohl der Fall ist. Aber klar, extra aufgeschüttet wurde der Berg natürlich nicht. In der Tat nicht sehr schlüssiges Argument.

    Die oft kritisierte Abbildung der lärmenden Autobahn war plakativ gemeint, wie ja mehrfach betont wurde. Prinzipiell kann man eine Übertreibung unterstellen, aber dass sich alle daran aufgehängt haben (und teilweise hier das einzige Argument sahen, warum die BI so böööse ist) ist albern. Im Gegenzug darf man sich natürlich (zugegebenermaßen) dann auch nicht über die schamlose Untertreibung der Stadt-Fotomontage beschweren. Beides ist extrem übertrieben. Wobei mir die Autobahnsituation noch realistischer erscheint. Aber gut, 1:1.

    Das Schlimme ist aber, dass es eigentlich nicht darum gehen sollte wer die besseren Märchen erzählt, sondern es geht darum, dass hier nun viele viele Bürger schamlos geopfert wurden. Ein Schutz wäre möglich gewesen, für die Bewohner des jetzigen Nord-Durchgangsverkehr UND für die Anlieger der neuen Straße. Nun wurde aufgrund Wirtschaftsinteressen eine Minderheit bewusst geopfert und geschädigt (gesundheitlich und finanziell), aber wie gewisse Firmenbosse oder Vereinsvorstände etc. ja schon (frei zitiert) sagten: „Was solls, ist doch nur eine Minderheit! Die darf man opfern. Hauptsache ICH hab den Dreck weg und hauptsache ICH spare mir Zeit und Geld für meinen Lieferverkehr.“ Es hat hierbei doch keiner an die Anfahrtszeiten der Mitarbeiter gedacht… wie lächerlich! Aber wie Sie schon sagen, jetzt ist es egal… das Ding ist durch, ich bin nur entsetzt über den Egoismus, die Blauäugigkeit, Dummheit, Gutgläubigkeit und Käuflichkeit von einer vielzahl der Regensburger Bürger. Geld regiert die Welt. Naja, ich gehe jetzt noch ein wenig saubere Luft schnuppern, bevor die Baumaschinen anrollen. Schade dass mich meine Stadtväter nicht schützen wollten. Für SOWAS brauch ich keine Politiker die über mein Wohl bestimmen.

  • Altstadtfreund

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    @ domiNO am 25. Jan 2010, 14:00 Uhr
    Maut-Märchen sind ja auch Lieblingsthema der BI-LOS.
    Dabei will die „Leben ohne Stadtautobahn“ gar nicht.
    Die wahre Stadtautobahn ist ja die innerstädtische A93.
    Und die soll im Gegenteil dicke Staus kriegen.
    Die breite Nordgaustraße ist ebenso weit weg von einer Stadtautobahn
    wie die schmale Ostumgehung.
    Schon mit ihrem Namen hat die BI die Lüge zum Programm erklärt.
    Und auch über das Programm wird demokratisch abgestimmt.

  • peter sturm

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    ich möchte mich bei herrn janele bedanken.
    sein scheitern hat aufgezeigt, dass das instrument bürgerentscheid auch von einem geldigen immobilienmakler nicht zu beschädigen ist.

  • sundown

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    @ CO

    wer so auf den Bauch fällt sollte die Schuld nicht bei anderen suchen, sondern der Wahrheit die Ehre geben.

    Die BI könnte keine einzige ihrer Behauptungen belegen und daran lag es.

    Und der grüne Immoblienmakler, dessen Partei gegen die Straße ist konnte nicht besonders glaubhaft verkaufen, dass ausgerechnet er in dieser Frage von der Parteilinie abweicht.

    Wer jetzt den schlechten Verlierer gibt und die Schuld bei anderen, z.B. den Medien sucht, obewohl er selbst seitenweise Desinformationsanzeigen gekauft hat, dem fehlts an Kritikfähigkeit.

    Und noch ein Wort zu den „geldgierigen und egoistischen“ Unternehmern in Haslbach. Jeder unternehmern hat Arbeitnehmer und jeder Arbeitnehmer hat Familie. Wer ein Unternehmen oder einen Unternehmer zu verunglimpfen sucht sollte sich nicht gerade die verantwortungsbewussten Mittelständler in Halsbach aussuchen. Damit trifft man nämlich auch die Mitarbeiter dieser Traditionsunternehmen, die sich mit Ihrem Arbeitgeber identifizieren.

    Frei nach Karl Valentin muss man sagen, die Unternehmer sind nicht auf Regensburg angewiesen, aber Regensburg ist sehr wohl auf seine Unternehmer angewiesen (siehe Gewerbesteuer. Tragende Säule sind gerade solche Mittelständler, wie die in Haslbach).

  • otto reicher

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    @sundown:
    Sie haben Recht! Zitronenfalter falten ja auch Zitronen.

  • Manfred Veits

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    Falsche Weichenstellung

    Ich unterstreiche die Aussagen von „CO am 25. Jan 2010, 14:41 Uhr“.

    Eine Kampagne der Angst unter der „Führung“ des Esser-Monopols, eine von der MZ unterlassene Aufklärung über die künftigen
    juristischen Hintergründe der finanziellen Förderung der Einhausung (EU-RL) und eine Bürgerschaft, die in ihren jeweiligen Quartieren Egoismus statt gemeinschaftliche Solidarität übte – mehr braucht es nicht, um in R. die falschen Weichen in die Zukunft
    zu stellen.

    Wie im 2.Jahrzehnt des 21.Jahrhunderts eine moderne Mobilitäts-Infrastruktur aussehen sollte, das kann jedeR nachlesen auf
    http://www.lnv-bw.de/presse_archiv/pr081018-ZK-Forum.pdf

  • Bert

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    @veits

    Sorry, Herr Veits, aber „kampagnen der Esser-Presse“ gab’s auch bei den Donasumarkt-Entscheiden: Nur haben die nicht gewirkt. Die Regensburger sind weitgehend kampagnenresistent.

  • Basti

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    @Veits:

    „eine Bürgerschaft, die in ihren jeweiligen Quartieren Egoismus statt gemeinschaftliche Solidarität übte“

    Das klingt für mich, als hätten die entfernten Stadtteile die Anwohner des Brandlbergs überstimmt. Aber die BI hat doch sogar dort verloren!

    Also haben doch alle Quartiere gemeinschaftlich und solidarisch den Antrag der BI abgelehnt!

    Welch seltene Einigkeit in unserem manchmal zerstrittenen Städtchen! :-)

  • Bernd Henneberg

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    Hallo Peter wir sind einer Meinung, auch wenn ich der Meinung bin die Einhausung ist notwendig.
    Die Werte der Messungen der Zukunft werden uns recht geben!

  • Bernd Henneberg

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    und das Lügenkonstrukt der Reaktinäre entlarven

  • Bernd Henneberg

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    scheiß o

  • Bernd Henneberg

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    scheiß o, Nachtrag

  • grace

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    Die Anwohner von drei innerstädtischen Routen des (LKW-)Transitverkehrs wehren sich zu Recht, jeweils die A…-Karte zu ziehen.

    Jeweils diesen gesundheitsschädlichen, weil lärm- und feinstauberzeugenden Verkehr nach dem St. Florians-Prinzip und dem des geringsten Widerstandes der anderen Variante zuzuschustern ist keine ordentliche, zukunftsorientierte Verkehsrpolitik.

    Ich hoffe, man schafft es, eine weiträumige, ordentliche Umfahrung von Regensburg zu realisieren. Das wäre endlich mal ein grosser Wurf, der nicht Klientel bedient, sondern das ALLGEMEINWOHL im Fokus hat.

    Aber bei den uns ggwärtig vertretenden Politikern habe ich wenig Hoffnung, dass es irgendwann mal eine Stadtentwicklung geben wird, die nicht bloss der Gewerbesteuer nachjagt und die Bürger dabei als Kollateralschaden links liegen lässt.

  • CO

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    Die Aussage mit „selbst Brandlberg hat mit NEIN gestimmt“ hier im Bericht ist doch Unsinn! Der Wahlbezirk 14 hat natürlich nicht nur Brandlberg sondern auch die Posener Straße und weite Teile westlich der Bahnlinie (auch die Sandgasse, wie mir scheint) beinhaltet… Brandlberg hatte keinen eigenen Wahlbezirk. Und hier haben mit Sicherheit 99,99 % mit JA gestimmt. Und die handvoll Trottel die was anderes gestimmt haben sind Schoßhündchen vom Schaidinger oder *****kriecher vom Mös. Wer am Brandlberg (direkt) wäre sonst so dämlich gewesen?

  • domiNO

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    @grace
    aha die LAndkreisbürger sollens ausbaden, weil sich die Regensburger nicht einigen?

  • domiNO

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    @co
    so viele haben nicht abgestimmt, dass bei 99,,99 % Ja noch ne Handvoll Trottel übrig geblieben wären – rechne doch mal selbst und denk vor allem darüber nach, weshalb nicht mal alle über 6000 Unterstützer des Volksbegehrens mit Ja gestimmt haben

  • CO

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    @Domino: Nachddem es am Brandlberg gerade mal +- 100 Haushalte sind kann ich schon davon ausgehen, dass 200-300 Stimmen aus dem Wahlbezirk 14 von den Brandlbergern stammen… waren ja immerhin 1224 von 2823 Stimmen in diesem Bezirk, davon über 500 mit JA.

    @Breuer: Wäre interessant, ob Sie genauso reden würden, wenn Sie betroffen gewesen wären. Klar ist der Pro-Kopf-Betrag zu hoch… ist leider so. Nur, Gesundheit ist unbezahlbar, von jedem einzelnen Menschen… und daher wähle ich bewusst den Ausdruck: Die betroffenen Bürger wurden dem Geld wegen bewusst „geopfert“. Ich glaube nach wie vor, würde ein Herr Schaidinger + 1 bis 2 Parteikollegen am Brandlberg wohnen hätte es urplötzlich gaaaaaanz andere Möglichkeiten gegeben… (ohne dass ich es beweisen kann:) dann wären Verkehrsprognosen z.B. nicht so hingedreht worden, dass es keinen Lärmschutz gibt sondern dann wären halt ein paar Autos mehr gefahren im Jahr 2020.

  • Barbara Junghans

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    @sundown

    Ich kann Ihre Argumente nur unterstützen.
    Marion Puhle und CO haben ganz offentsichtlich keine Ahnung von dem, was sie schwätzen. Klar gibt es „So-ne“ und „Solche“, aber es sind gerade die mittelständischen Unternehmen, die die Arbeitsplätze sichern und die mit ihren (teils langjährigen!!!) Mitarbeitern an einem Strang ziehen, damit ihre Firmen weiter existieren können. Wer also meint, den Klassenkampf neu beleben zu müssen, der sollte sich lieber einen anderen Spielplatz für seine antiquierten Ansichten über die Motive suchen, die einen Unternehmer bewegen, diese oder jene Entscheidung zu treffen. Er ist sich nämlich sehr wohl bewußt, dass alle in einem Boot sitzen und dass es allen schadet, wenn man dieses zum Kentern bringt.

  • Aktenzeichen XY

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    zu GRACE „Ich hoffe, man schafft es, eine weiträumige, ordentliche Umfahrung von Regensburg zu realisieren. Das wäre endlich mal ein grosser Wurf, der nicht Klientel bedient, sondern das ALLGEMEINWOHL im Fokus hat.“
    Das hat doch das Großraumgutachten von Prof. Kurzak lang und tief versucht. Warum knüpfen Sie da nicht an?

    Verzeihung, aber ich habe den Verdacht, da steckt ein Hauch von Rote-Khmer-Umerziehungsstrategie hinter: Damit die anderen sich Ihrer Vorstellung von Mobilität anschließen, sollen die durch eine Stau- und Schadstoffhölle gehen (Unfall- und Krebstote sind Kollateralschäden). Deshalb verhindern Sie alle Verkehrsprojekte, die um die „nötige“ Hölle herumführen könnten ….

  • Baneesha Mt. Batrial

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    Mein Gott ist das primitiv was der Wolbergs von sich gibt. Da kann er ja gleich zur CSU überwechseln.

    Scheinbar ist zwischen ihm und dem Hartl ein Primitivitätswettbewerb ausgebrochen, wer wohl am dümmlichsten poltern kann.

  • Sebastian Wild

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    Ich würde jetzt nicht die Notwendigkeit einer Einhausung bestreiten. Aber Fakt ist doch das wir so noch 2011 endlich eine Ostumgehung bekommen werden. Hätte der Bürgerentscheid andersherum geendet, dann hätten wir noch etliche Jahre drauf warten müssen, denn dann hatte das ganze PLanungsverfahren inkl. neubeantragung der Fördergelder neu gestartet werden müssen.

    Anscheinend waren viele der selben Meinung wie ich, nämlich lieber das Ding jetzt mal bauen und für Verkehrsentlastung sorgen. Eine Einhausung kann man ja auch noch nachträglich bauen.

    Das eine Umgehung dringend nötig ist dürfte wohl auch unstrittig sein. Aber auch die A93 wurde ja erst nachträglich eingehaust, warum sollte das da dann nicht auch möglich sein?

  • Baneesha Mt. Batrial

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    Wenn alles gelogen war – dann sollen doch die Argumente widerlegt werden. Aber nicht mit Schaidinger- oder sonstigem Politikergeschwätz sondern mit Unterlagen. Die aber hat die Stadt trotz Antrag auf Akteneinsicht nicht rausgerückt. Warum wohl.

  • Wolfgang K.

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    Ich möchte hiermit Herrn Janele herzlich danken, wie er sich für die Bürgerinnen und Bürger eingesetzt hat ist absolut vorbildlich und verdient höchsten Respekt. Von ihm können sich die Stadträte eine Scheibe abschneiden.

  • Altstadtfreund

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    mir auch eine Scheibe, bitte!

  • Wolfgang K.

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    Ich möchte hiermit Herrn Janele herzlich danken, wie er sich für die Bürgerinnen und Bürger eingesetzt hat, ist absolut vorbildlich und verdient höchsten Respekt. Von ihm können sich die Stadträte eine Scheibe abschneiden.

  • domiNO

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    @co langsam wirds peinlich: 99,99% heißt, unter 10.000 abgegebenen Stimmen war 1 dagegen.
    Wieviele Brandlberger haben abgestimmt, wenn 99,99 % mit ja gestimmt haben und eine Handvoll, z.B. 5, mit Nein? Eben, mindestens 49.995 Stimmen mit Ja, soviele waren aber in ganz Regensburg nicht mal beim Abstimmen, geschweige denn, hätten mit Ja gestimmt.

  • Marion Puhle

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    Liebe Frau Junghans,
    kann es sein, dass Sie sich hier anmaßen, über unterschiedliche Denkweisen zu urteilen?
    Es ist doch offensichtlich, dass in Regensburg seit Jahren die Wirtschaft bedient wird und die Interessen der BürgerInnen hinten an stehen.
    Ein wesentiiches Interesse der Menschen muss die Gesundheit sein, oder sind Sie dafür, dass die Krankenkassen durch Hörschädigungen, Schlafstörungen usw. noch mehr belastet werden? Zahlt dies dann auch die hochgelobte Wirtschaft?
    Es ging bei diesem Bürgerentscheid nicht um die Frage, ob die Ostumgehung gebaut wird oder nicht, sondern lediglich wurde zur Abstimmung gestellt, ob 18 Mio für eine Einhausung aufgebracht werden können, nicht aber darum, die Ostumgehung zu verhindern, dass steht außer Frage.
    Ich bin der Meinung, dass eine Einhausung durchaus Sinn macht, um die Lärmbelästigung einzudämmen, nicht mehr und auch nicht weniger, Frau Junghans. Mir persönlich geht die Gesundheit vor wirtschaftlichem Interesse und das darf auch gesagt werden.
    Marion Puhle

  • Joachim Datko

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    Und wer trägt die Kosten der Abstimmung?
    ===
    Zitat : „Ich möchte hiermit Herrn Janele herzlich danken, wie er sich für die Bürgerinnen und Bürger eingesetzt hat, ist absolut vorbildlich und verdient höchsten Respekt. … Wolfgang K. am 25. Jan 2010, 18:16“
    ===
    Das ist zu dick aufgetragen, schließlich sind wohl auch hohe Kosten verursacht worden. Er mag sich für Ihre Interessen eingesetzt haben, dem Ergebnis der Abstimmung nach aber nicht für „die Bürgerinnen und Bürger“.

  • Basti Voltaire

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    „Ich bin der Meinung, dass eine Einhausung durchaus Sinn macht, um die Lärmbelästigung einzudämmen.“ (Marion Puhle)

    Dieser Meinung bin ich natürlich auch.

    Man darf sich aber nicht nur fragen, ob die Investition von 18 Mio Euro in ein Projekt Nutzen stiftet, sondern man muss zusätzlich überlegen, ob es andere Projekte gibt, die für den selben Betrag mehr Nutzen stiften – die Mittel sind ja begrenzt!

    „Das Bessere ist der Feind des Guten.“ (Voltaire)

    Spielstand:

    Puhle – Voltaire 0:1

    ;-)

  • Max Hutzler

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    Die Erleichterung der Anwohner der Amberger Straße und weiterer derzeit Betroffener kann ich verstehen. Aber im Sinne von nachhaltiger, ökologischer und gesundheitsbewusster Verkehrsplanung in unserer Stadt kann diese Entscheidung grundsätzlich Niemanden freuen. Es ist höchst besorgniserregend, dass wir mehrheitlich immer noch bereit sind, eine Infrastruktur zu schaffen, für immer mehr motorisierten Individualverkehr. Dabei lassen wir uns damit abspeisen, dass dessen rundum schädlichen Auswirkungen lediglich der minimalste Schutz entgegensetzt wird. Ein einfacher Lärmschutz ist minimalster Aufwand! Was ist das für eine zukunftslose Verkehrsplanung, die die Einen bevorteilt indem sie die Anderen benachteiligt aber Alle zunehmend belastet? Diese Konzeption ist doch außerordentlich rückwärts gewandt. Gleichzeitig köchelt der ÖPNV, dessen Effektivierung Abhilfe schaffen könnte, auf Sparflamme vor sich hin. Wer spricht noch von einer Stadtbahn mit Einbeziehung der Region? Regensburg böte beste strukturelle Voraussetzungen dafür. Und sage mir ja keiner mehr, dafür fehlten die Mittel. Vor dem Hintergrund der aktuellsten Ereignisse im Finanzsektor wäre Unverschämtheit dafür eine viel zu nachsichtige Bezeichnung.

  • Manfred Veits

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    Après nous le déluge – so könnte man das Kurzfrist-Denken der „Wirtschaftsweisen“ dieser Stadt bezeichnen

    Zur beispiellosen Erfolgsgeschichte des Auto-Mobils (besser des Verbrennungsmotors) der letzten 100 Jahre: noch nie hat eine menschliche Erfindung binnen so kurzer Zeit systematisch so viel Schaden angerichtet – in Asien wird derzeit die Todesglocke für den blauen Planeten eingeleutet, was die Lebensbedingungen der Menschen anbelangt …

    Ein Zitat:

    „Es betrifft die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit, hervorgerufen durch die unsinnige, immer mehr überhandnehmende Automobilraserei.
    Es kann nicht länger zugesehen werden, wie diese Fahrzeuge (…) die Staats- und Gemeindestrassen occupieren.“
    (aus einem Schreiben Aargauer Gemeinden an den Großen Rat, Schweiz, 1907)

    Meine beide bereits eingestellten – verlinkten – Beiträge zeigen auf, dass die Stadtentwicklung in R. eine der 60er-Jahre ist, rückwärtsgewandt, wirtschaftsergeben und im Zweifel (schleichend) tödlich – halt menschenfeindlich.

    Offenbar wird auch die Unfähigkeit von Verwaltung und Politik – seit Beginn der 80er Jahre – und im Wissen um die Folgen der Wiedervereinigung (siehe „Westumgehung=Stadtautobahn) in großen Zusammenhängen und langfristig zu denken und zu handeln. Erneut wurde ein „TOR“ geöffnet, um einen weiteren Stadtteil a la longue mit krankmachendem, tödlichem Vekehr zu fluten. Die verkehrliche „Sintflut“ wird den Stadtnorden über kurz oder lang überkommen, weil Straßen Autos anziehen und die Begierden NACH MEHR wecken – ohne freilich eine Änderung zum Guten. Denn das System ist „krank“.

    P.S.
    Natürlich haben es der Stadtrat und die dort verbliebenen verantwortlich Handelnden bzw. Gewählten in der Hand, auf der Grundlage der ab 30.06.2012 geltenden Gesetzeslage die Fördermöglichkeiten für(!) eine Einhausung – ohne dann geltende Grenzwerte – zu erarbeiten und einen ergänzenden Stadtratsbeschluss zu fällen. Einen Versuch ist es allemal wert und ein Zeichen dafür, dass eine am allgemeinen Wohl interessierte Politik jedenfalls noch Lebenszeichen aussendet.

    Ich befürchte allerdings, dass sich die „Opposition“ zu einem aufklärerischen Agieren nicht in der Lage sieht.

  • domiNO

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    @veits
    ich verstehe Sie nicht. ERst fordern Sie, die BÜRGERINNEN und BRER in die Entscheidungsfindun einzubeziehen, und nun, wo diese mehr als deutlich abgestimmt haben, fordern Sie, dass der Stadtrat sich über das Wählervotum hinwegsetzt.

  • Andreas

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    @Manfred Veits
    Selbstverständlich haben Sie in einem Punkt recht: Die Verkehrspolitik (und nicht nur die) in Regensburg ist in keinerlei Hinsicht innovativ und zutiefst provinziell. Was sich da RVV nennt, ist kein wirklicher Verbund. Wenn man schon nicht in der Lage ist, selbst innovative Konzepte zu entwickeln, sollte man wenigstens mal von Anderen (beispielsweise Karlsruhe) lernen.

    Allerdings halte ich es für unsinnig und sogar kontraproduktiv, das Auto allgemein zu verteufeln oder gar die allgemeine Sinnfrage zum Automobil mit der Sachentscheidung zur Einhausung der Ostumgehung zu verknüpfen.

    Auch wenn Sie es nicht gerne hören mögen: Für viele Menschen, besonders auf dem Land, bedeutet es ein Stück mehr Freiheit, ein Auto zu besitzen. Erst der unvernünftige Gebrauch in quantitativer und qualitativer Hinsicht macht aus dem Auto eine Bedrohung.

    Von der „Flutung“ eines Stadtteils kann beim Bau einer Umgehung wohl keine Rede sein. Eher ist das Gegenteil der Fall.

    Allerdings schließe mich ihrer Ansicht an, dass man die tatsächlichen Belastungen nach der Fertigstellung der Ostumgehung messen sollte und ggf. weitere Baumaßnahmen zum Lärmschutz anschließt.

  • Aktenzeichen XY

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    Passt Beitrag vom 25. Jan 2010, 17:25 Uhr auch zu den Herren Veits und Hutzler?
    Alle Verkehrs-„Vorschläge“ und „Visionen“ sind nur Alibi, sollen gar nicht machbar sein?

    Hoch lebe die Anarchie.

  • victor lustig

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    wieder einmal lässt sich bei den politischen „grössen“ eine abgrundtiefe verachtung demokratischer prozesse feststellen -hier dazu die aussage von norbert hartl:

    „Wenn das durchgegangen wäre, hätte man in dieser Stadt überhaupt nix mehr machen können.”

    die initiative der bürger stört also die gut eingefahrene und abgeschmierte maschinerie der parteien.

    ich halte es für wichtig und in einer demokratie völlig angemessen, daß bürger die initiative ergreifen, unterschriften sammeln, ihre idee zur abstimmung frei geben und auch haushoch durchfallen.

  • Barbara Junghans

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    @ marion puhle

    Sie werden lachen – ich bin tatsächlich so dreist, meine Meinung über die Denkweise von Leuten auszusprechen, die ihre eigenen Anschauungen zum Maß aller Dinge erheben und Tatsachen nicht sehen wollen, die nun mal da sind. Die Frage der Finanzierung einer „Einhausung“ durch den Staat wurde hier schon lang und breit erörtert. Aus diesem Grund stand also das Projekt „Ostumgehung“ auf der Kippe. Das ging anscheinend an Ihnen vorbei.
    Wenn also Firmen diese Ostumgehung als notwendig für ihren Weiterbestand ansehen, dann geht es nicht darum, dass deren Besitzer sich mit Hilfe des Geldes fremder Leute mästen, sondern für sich und ihre Mitarbeiter eine Basis des Fortbestehens sichern.
    Offensichtlich haben sich daher auch wesentlich mehr Bürger mit dem Projekt identifizieren können.
    Zum Thema Lärmschutz kann ich nur anmerken, dass dieser immer wieder von der Gewerbeaufsicht kontrolliert und in den Betrieben sorgfältig wahrgenommen wird. Die Gehörschäden holen die, vor allem jungen, Leute sich ganz woanders, da sprechen sie mal mit einem HNO-Arzt.
    Und noch etwas: was mich an ihrer Argumentation am meisten stört, ist das ständige Einprügeln auf „DIE Wirtschaft“. Wenn jemand ohne Arbeitsplatz leben kann, dann nur, weil der Steuerzahler ihn mit seinen Kröten unterstützt. Und das gilt auch für die Menschen mit Migrationshintergrund, für die Sie sich so einsetzen. Sie sollten also daran interessiert sein, dass möglichst wenige Unternehmen pleite gehen oder abwandern und möglichst viele Leute auf Grund einer geregelten Tätigkeit mit ihren Steuern dazu beitragen.

  • Max Hutzler

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    @Andreas
    Was die „Qualität“ der Verkehrspolitik in Regensburg angeht, sind wir uns schnell einig. Zum weiteren noch ein paar Bemerkungen.
    Es gibt keine reinen Sachfragen völlig losgelöst von Sinn oder Zweck. Der Sinn – aus meiner Sicht Unsinn – um den es bei der Entscheidung Einhausung geht, ist nicht primär, betroffene Anwohner zu entlasten (das ist ein willkommener Nebeneffekt zu Lasten Anderer s.u.), sondern den Vorrang des umweltschädlichen motorisierten Individualverkehrs aufrecht zu erhalten bei geringstmöglichen Kosten. Diese Denkweise ist das Gründübel der vorherrschenden Verkehrs- und Mobilitätsplanung in Regensburg und darüber hinaus. Darin ist auch die Verbindung zur aktuellen Entscheidung zu suchen. Und deswegen werden für den ÖPNV keine richtungsweisenden Konzepte gefördert und angepackt. Stattdessen müsste man sowohl im aktuellen Fall als auch grundsätzlich endlich realistisch einbeziehen, wie teuer uns dieser Irrweg ökologisch und damit volkswirtschaftlich letztendlich kommt. Wie wir sehen, ist eine solche Politik aber leider (noch) mehrheitsfähig.
    Es hat nichts mit Verteufelung des Autos zu tun, wenn man begründet der Auffassung ist, dass es in seiner derzeitigen Form als bevorzugtes Verkehrsmittel veraltet und nicht zukunftsfähig ist. In Bezug auf den Gebrauch eines Autos ist mir auch der Begriff Freiheit ein viel zu großes Wort. Nebenbei bemerkt, sicher freut es die PR-Strategen der Autobranche, wenn diese mentale Verlinkung funktioniert. Sie arbeiten hart genug dafür. Also belassen wir es doch lieber beim Wort Mobilität. Die kann man zweifellos viel verträglicher gestalten. Auch in der Fläche sind dabei große Fehler gemacht worden. Denken Sie nur an den immer noch nicht ausgestandenen börsenfixierten Privatisierungswahn, der z. B. vor unserer Hautüre im Bayerischen Wald zur Stilllegung vieler sog. Nebenstrecken geführt hat. Kurzum, es wird doch politisch einiges getan, um Attraktivität, Annehmlichkeit und Zuverlässigkeit der öffentlichen Verkehrsmittel nicht zu steigern sondern durch weiteren Straßenbau strukturelle Zwänge auszuüben. Das wiederum wiegt die Autohersteller in solcher Sicherheit, dass sie uns sogar diese innovationslosen spritvernichtenden Ungeheuer präsentieren können, die derzeit die Straßen verstopfen und selbst für die meisten Parkbuchten zu überdimensioniert sind. Das Auto wird weiter eine Rolle spielen. Aber es ist auch das allerbeste Beispiel dafür, wie nötig ein rasches Umdenken in Mobilitätsfragen ist.

  • Weber

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    @ Max Hutzler – 25. Jan 2010, 22:27 Uhr

    Stadtbahn?

    Ja dann nutzen Sie doch die wenig ausgelasteten Gleise zwischen Wutzlhofen, Hauptbahnhof und evtl. Sinzing: Alle 5 min ein Schienenbus?

    Da Schiene und Straße direkt nebeneinander liegen, haben wir fast ideale Testbedingungen. Da wird der SCHIENENbonus sicher der Straße den halben Verkehr abgraben … Oder wieviel meinen Sie?

  • peter sturm

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    „Und sage mir ja keiner mehr, dafür fehlten die Mittel. Vor dem Hintergrund der aktuellsten Ereignisse im Finanzsektor wäre Unverschämtheit dafür eine viel zu nachsichtige Bezeichnung.“
    da haben sie vollkommen recht herr hutzler.
    ein transrapid von der FH direkt in die MR wäre damit ein leichtes gewesen.

  • Marion Puhle

    |

    Liebe Frau Junghans,
    mich werden Sie nicht umstimmen können. Ich vertrete diese Meinung schon immer, dass die Gesundheit Vorrang vor wirtschaftlichen Interssen haben muss. Das höchste Gut was wir besitzen ist nun einmal die Gesundheit. Man sollte daher schon gründlich abwegen, was zumutbar ist und nicht. Ich habe in meinen Ausführungen niemals bestritten, dass die Ostumgehung wichtig ist, aber bitte mit der nötigen Sorgfalt.
    Und noch etwas Frau Junghans! Würde man Flüchtlingen von Anfang an eine Arbeitserlaubnis erteilen, was wir mitunter seit Jahren fordern, würden diese selbstverständlich auch in die Sozialkassen einzahlen und den Steuerzahler entlasten.
    Ich hoffe das Sie Ihre Energie dazu verwenden, sich für Arbeitserlaubnisse der Flüchtlinge einzusetzen, damit das Gejammer endlich einmal ein Ende findet, Flüchtlinge seien Sozialschmaarotzer.
    Marion Puhle

  • Jurist

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    Jetzt muss ich hier mal -entgegen meiner sonstigen Gewohnheit- Frau Junghans in Schutz nehmen. Frau Junghans hat Menschen mit Migrationshintergrund zu keinem Zeitpunkt als Sozialschmarotzer hingestellt, sondern betont, dass sie Arbeitsplätze brauchen (in der Wirtschaft, wo sonst!). Wenn Frau Puhle der Gesundheit Vorrang einräumt, wünsche ich ein gutes Gefühl beim Hungern. Auch Landwirtschaft gehört nämlich zur Wirtschaft. Und wenn kein Geld erwirtschaftet wird, kann keiner was kaufen: Weder etwas zu essen noch etwas für die Gesundheit!

  • Manfred Veits

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    Die auch für die Angst-Kampagne verantwortliche Tageszeitung berichtete, dass mit der Fertigstellung des Ausbaus der „Ostquerung“ Ende 2012 zu rechnen sei.

    Zu diesem Zeitpunkt gilt dann bereits die neue gesetzliche Regelung, wonach u.a. ab 30.06.2012 keine (!) Grenzwerte für Lärm etc. mehr gelten. So gesehen, bestünde eine verantwortliche Politik bereits darin, heute für morgen zu planen.

    Die Brandlberger und andere Betroffene könnten dann umgehend Anträge stellen, die ihren Gesundheitsschutz betreffen.

    Grundsätzliches dazu auf
    http://www.autogeschichte.info/autos-und-umwelt.html

  • sundown

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    Also wenn ich die Weltuntergangsszenarien einiger Diskutanten hier so sehe stellt scih mir die Frage: Warum lebe ich eigentlich noch?

    Aufgewachsen in Zeiten von Holz- und Kohleheizungen, Kaminen ohne Abgasfilter, Autos ohne Katalysator, LKW´s ohne Dieselrussfilter, mit Blick auf die Dampflokomotiven am Lokschuppen beim Güterbahnhof, Ein-Scheiben-Wohnungsfenstern, Durchgangsverkehr in der gesamten Stadt (weils die Autobahnen in und um Regensburg noch nicht gab). Eigentlich müßte ich längst tod sein. durch Abgase und Feinstaub vergiftet, durch Lärm ein nevöses psychisch gestörtes Wrack.

    Aber wie ist es wirklich? Hurra ich lebe noch, die Luft ist sauberer als noch vor wenigen Jahren, die Autos sind leiser als früher und meine statistische Lebenserwartung ist deutlich gestiegen.

    Es gab schon immer Propheten die den Weltuntergang am nachsten Donnerstag nach Vollmond um 11.24 Uhr angekündigt haben.

    Genauso ist es hier, Die autos, die auf der Osttangete fahren werden würden auch ohne Osttangete in der Stadt unterwegs sein – oder glaubt hier irgendjemand, dass einer bloß wegen der Osttangente nach Regensburg fahren wird. Die autos wären dann halt in der Ambergerstraße, der Sandgassse oder weiß der Teufel in welcher Seitenstraße des Stadtnordens man sonst noch von A nach B kommt.

    Die ganze scheinheilige Diskussion und das Beklagen des St. Floriansprinzips, nach dem die in der Konradsiedlung oder in Sallern am Sonntag abgestimmt haben sollen dient nur dazu, davon abzulenken, das es den BI Initiatoren auch nur um die eigenen Interessen auf dem Rücken eben jener Konradsiedler und Sallerner gegangen ist.

  • Marion Puhle

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    Um was geht es hier eigentlich. Gesundheit hinten anstellen oder alles Erdenkliche tun, um
    Gesundheitsschäden möglichst gering zu halten. Auch die Wirtschaft muss dafür Sorge tragen, dass die Menschen gesund bleiben, das ist das A u. O. Wenn die Menschen erkranken, so wird auch die Wirtschaft nicht davon profitieren. Denn kranke Menschen belasten die Krankenkassen und somit sind wir Alle gefordert für diese Kosten aufzukommen, oder?
    Marion Puhle

  • sundown

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    @ Puhle

    hat das jemand bezweifelt?

    Aber was spielt die Osttangente dabei für eine Rolle?

    Das Verkehrsaufkommen und damit die Schadstoffe und der Lärm ist Stadtnordern werden mit und ohne Osttangente anfallen und die Schadstoffe (Abgase) entstehen mit und ohne Tunnel.
    Wir diskutieren hier um ein Null-Summen-Problem.

  • Stohderer

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    zu geringe Denktiefe – wie bei so vielen hier -, natürlich gibt es mehr Verkehr, da sich die Mautflüchlinge / Abkürzer das AB-Kreuz sparen und wir in Rbg / Opf / Bayern nicht in der Lage / willens sind, die Mautflucht nachhaltig zu verhindern!
    Verkehr als Freiheit zu Lasten anderer und zum Wohle der nutznießenden, ist es das?

  • CO

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    Lärm ist auch gesundheitsschädlich, nicht nur die Abgase. Lärm = Stress und Stress = ungesund! Abgesehen vom deutlichen Minus der Lebensqualität. Die Sandgassler etc. hatten Glück, sie werden entlastet, aber alle Anwohner der NEUEN Straße werden BElastet und das wäre zu verhindern gewesen, wurde es aber nicht.

  • sundown

    |

    @ CO

    Falsch lieber CO.

    Die Lärmsituation wird durch die neue Straße nicht schlechter, weil das Mehr durch die Straße durch ein Weniger bei der Bahn und den Lärmschutz an der Brücke ausgeglichen wird.

    Ganz im Gegenteil die Lärmwerte werden in der Konradsiedlung sogar deutlich sinken und am Brandlberg schlimmstenfalls gleich bleiben, selbst ohne die Tausendpfund-Mauer, die gebaut wird wenn das neue Wohngebiet kommt.

    Das es mit dem Wohngebiet ziemlich schnell gehen kann dürfte auch klar sein, da die beiden Koalitionsparteien sich öffentlich bereits mehrfach für dieses Baugebiet ausgesprochen haben.

    Beim Deckel wären die Konradsiedler die dummen gewesen, weil Ihnen der Bahnlärm erhalten geblieben wäre.

    Eigentlich wird die jetzige Planung eine Win-Win-Situation wenn das Baugebiet nebst Lärmschutz noch dazukommt.

  • Marion Puhle

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    an sundown:
    ich würde vorschlagen, wir diskutieren hier mal über Möglichkeiten, wie wir Umwelt- u. Gesundheitsschäden nachhaltig verbessern können. Lärm kann mitunter zu schweren gesudheitlichen Einschränkungen führen. So wäre doch eine Einhausung wirklich eine gute Lösung gewesen, oder?
    Die wirschaftlichen Interessen mit den Interessen der BürgerInnen zu verbinden, dass hat mir bei der Auseinandersetzung um die Ostumgehung gefehlt.
    Dies wäre auch eine Möglichkeit gewesen,um unterschiedliche Auffassungen zu einem guten Ergebnis zu führen, anstatt sich Anfeindungen auszusetzen, oder?
    Marion Puhle

  • domiNO

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    @strohderer
    welche Abkürzung von A93 zu A3 soll denn über dieses neue Stück Osttangente laufen?
    Kleiner Tipp, die Trasse, welche in den 80ern diskutiert wurde, ist längst verbaut sowohl in Zeitlarn als auch in Regenstauf, wenn Sie es nicht glauben, kaufen Sie doch die Grundstücke an Ihrer Traumtrasse (Janele vermittelt sie gerne), und v.a. kaufen Sie massiv im Bereich der zur Abstimmung gestellten Trasse- die bräuchte dann nämlich wirklich mindestens 4 Spuren und einen Deckel und bekäme so viele Autos wie von der BI bereits genannt wurden. Aber seien Sie nicht traurig, wenns ne Fehlspekulation werden sollte, weil in den letzten Jahren die A93 und A3 inklusive Kreuz leistungsfähiger ausgebaut wurden!

  • Barbara Junghans

    |

    @Jurist

    danke für ihre klärenden Worte an Fr. Puhle und das zusätzliche Argument mit dem „Hungern“.
    Wer kein Geld verdient, kann auch keins ausgeben – wer hat dann welchen Vorteil?
    Zum Thema Gesundheit: ich habe mir nach einer lebensbedrohlichen Operation in kleinen Schritten meine Gesundheit durch viel Eigeninitiative wieder zurück erobert. Ich weiß also deren Wert sehr wohl zu schätzen – da brauche ich nicht eine Belehrung durch Frau Puhle! Allerdings bin auch ich, siehe „sundown“ aufgewachsen in einer Zeit, in der alle möglichen Schlote rauchten, inclusive der Zigaretten, die in meinem engsten Familienkreis konsumiert wurden. Das hat allerdings mit meiner Erkrankung nicht das Mindeste zu tun, weshalb ich immer etwas skeptisch bin bei der Aufzählung gesundheits- oder lebensbedrohlicher Risiken.

  • domiNO

    |

    bin grad am Überlegen was der CO so alles schreibt, da gehts um Anwohner der neuen Straße im Vergleich zu den Anwohnern der Sangasse, also die direkte Nachbarschaft. Also wenn nun die Fakten auf dem Tisch sind und jemand baut da an die nicht eingedeckelte Straße, die eigentlich gar nicht dafür gedacht ist, um den Verkehrsfluss mit so vielen Grundstücksausfahrten nicht zum Erliegen zu bringen. Da muss er schon heftige Druckmittel haben, dass ihm sowas genehmigt wird. Dass der sich dann noch benachteiligt fühlen kann, versteh ich nicht.

  • Marion Puhle

    |

    an junghans.
    Damals hat man die Risiken für die Gesundheit durch Feinstaub, Lärmbelästigung, Umweltschädigungen usw. nicht weiter hinterfragt, weshalb auch unsere Umwelt heute in einem hohen Maße geschädigt ist. Mittlerweile ist das hinreichend bekannt und deshalb sollte die Politik und auch die Wirtschaft dies nicht ignorieren. sondern daran arbeiten, gesundheitliche Einschränkungen möglichst zu vermeiden.
    Marion Puhle

  • Stohderer

    |

    @domiNO
    da braucht es sicher keinen neuen Anschluss (Rosenhof ff und Lappersdorf) um Zeit – wenn sich’s auf Westumgehung und / oder dem Kreuz trotz „Ausbau“ staut – und / oder Maut zu sparen…wir werden es ja sehen!

    Grundsätzlich: Wir sollten eigentlich g’scheiter worden sein, um uns über zunehmenden Verkehr zu freuen und dafür die Straßen zu „verbreitern“, in diesem Zusammenhang sollen die Bemühungen dahin gehen, z.B. den Verkehr aus den Städten herauzuhalten (Citymaut?).
    Kann nur hoffen, dass die Sprit-Preise mit anziehender Konjunktur wieder kräftig steigen, auch auf die Gefahr hín, dass mein Joghurt aus Hamburg dann das doppelte kostet. Denn leider ist es ja nicht möglich, die Schäden und Belastungen an der Umwelt nach dem Verursacherprinzip umzulegen!

  • CO

    |

    @Sundown

    „Die Lärmsituation wird durch die neue Straße nicht schlechter, weil das Mehr durch die Straße durch ein Weniger bei der Bahn und den Lärmschutz an der Brücke ausgeglichen wird.“

    Ich pfeiff auf den Bahnlärm. Das ist ja genau das Lächerliche daran sich bei sowas nach irgendwelchen Tagesdurchnittswerten in dB zu richten… was hab ich denn davon, wenn 20x am Tag für 15 Sekunden der Lärm weniger schlimm ist weil ich die Bahn nicht mehr höre, dafür aber 23 Stunden und 55 Minuten lang der Lärm der Straße vorhanden ist.
    Die Aussage vom Hartl und hier im Forum, die Brandlberger hätten noch „Glück“ weil jetzt alles besser ist (die 23 Std. 55 Minuten in denen die neue bislang nicht vorhandene Straße lärm produziert, der auch TROTZ irgendwelcher Grenzwerte nunmal DEFINITV da ist, werden besser mal nicht erwähnt) ist doch sowas von schwachsinnig!!! Jetzt kein Lärm, später mit Umgehung OHNE Einhausung den ganzen Tag Lärm und selbst die 300 Sekunden am Tag in denen ich den Zug zukünftig nicht mehr höre darf ich mir die Autos und den Schwerlastverkehr anhören… na danke!!!! Wie BLAUÄUGIG kann man denn eigentlich sein???? Eine Einhausung hätte dies vermeiden können, aber ne Minderheit kann man ja opfern, und der OB wohnt da auch nicht…
    Sorry, mir ist die Diskussion hier zu flach, mache Leuten WOLLEN einfach nicht denken… Bringen tuts eh nichts mehr sich hier aufzuregen, weil der Zug abgefahren ist. Ich wünsche alle Regensburgern, die mit NEIN gestimmt haben, dass Sie ne Abflugschneise neben den Garten bekommen sollen und sich auch nur 20% für sie einsetzten, dass das nicht geschieht… Gute Nacht, bin raus! Das ist mir zu flach hier.

  • Max Hutzler

    |

    Ich spare mir jetzt jede Differenzierung und mache eine simple Gleichung auf:
    Straßenbau hat Präferenz. Mehr Straßen verursachen mehr Straßenverkehr. Mehr Straßenverkehr verursacht mehr Emissionen an Lärm und Schadstoffen. Mehr Lärm und Schadstoffe beeinträchtigen Lebensgrundlagen und -qualität.

    Das ist die Reduzierung des Prinzips, dem gehuldigt wird, auf das Wesentliche. Man kann es selbstverständlich viel breiter entfalten und mit stichhaltigen Untersuchungen belegen. Aber so finde ich es ganz einprägsam. Da weiß doch jeder Mensch, wofür oder wogegen er sich entscheidet. :-)

  • sundown

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    @ Hutzler

    nicht die Straße verursacht den Verkehr.

    Den Verkehr erzeugen Menschen, Menschen wie sie und ich und unsere Nachbarn usw.

  • Max Hutzler

    |

    @sundown
    So schwer ist es doch nun wirklich nicht, lieber Herr sundown. Hier geht es darum, die fatale Sogwirkung eines Anreizsyytems und seiner Auswirkungen zu skizzieren. Ich weiß schon, dass die allermeisten Fahrzeuge von Menschen gelenkt werden :-)

  • Aktenzeichen XY

    |

    @hutzler

    ALLE wollen mobil sein! Was konkret kann dazu wo wie verbessert werden? Sparen Sie nicht so an Differenzierung.
    Alibi-Begriffe wie „Stadtbahn“ helfen nicht weiter.
    Also Radln oder – wenn zu weit oder Wetter zu schlecht oder selber nicht fit – verurteilt zum Daheimhocken?

  • Stohderer

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    jetzt kommen wir langsam auf den Punkt, es gibt kein Recht auf Mobilität (auch nicht für Waren/Güter!), das ist einfach nur Luxus, den es in der guten alten Zeit auch nicht gab und den wir uns bald sowieso nicht mehr leiseten können aufgrund Resourcenknappheit und Kampf mit den Folgen der Klimakatastrophe, dann wird wieder geradelt, so ist es…oder was es sonst noch für sinnvolle Alternativen gibt, wenn der Zwang erst mal da ist!

  • Max Hutzler

    |

    @Aktenzeichen XY
    Natürlich sind Stadtbahnen mit ihren enormen Beförderungskapazitäten eine konkrete Alternative. Das führen Städte wie Freiburg oder Karlsruhe ganz praktisch vor. Radeln, ganz vortrefflich für die Gesundheit! Sie sprechen es ja schon selbst an. Wenn Sie sich wirklich näher mit Alternativen beschäftigen wollen, achten Sie doch darauf, dass z.B. das EBW oder auch attac, der ADFC etc. oft aufschlussreiche Veranstaltungen dazu anbieten. Auch im Internet können Sie wunderbar recherchieren. Die Themen hier auszubreiten, würde wirklich den Rahmen sprengen.

  • Aktenzeichen XY

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    @ Stohderer am 27. Jan 2010, 17:29 Uhr

    Frau Puhle weiß, wem das Recht auf Mobilität fieserweise vorenthalten wird.
    Bereits wer von Hartz4 lebt, hat das Recht.
    Es gab das Recht auch immer.
    „Alte“ Technik war nicht immer „gut“ für die Umwelt, vgl. Brennholzöfen.

    Wer Umwelt vor Mobilitätsschäden schützen will, muss ganz sicher anfangen beim Fliegen
    und beim steuerfreien Flugbenzin
    und Druck auf die EU und die Zielländer der EU-Flugreisen organisieren.
    Konzentriert – nicht alles gleichzeitig.
    Dicke Bretter bohren!

    @ Max Hutzler

    Nix „konkret“. Konkret wäre, wenn Sie verständlich machen, wo die Irrtümer und Verbesserungsmöglichkeiten in den Stadtbahnstudien renommierter Experten für Regensburg sind. Auch der VCD-nahe Stadtbahnpabst hatte die angesehen. Vermutlich steht beim VCD noch seine Stellungnahme. Tenor: Vorhandene Schienen nutzen!
    Werden Sie wirklich konkret.
    Dazu können Sie auch unten stehende Fragen zur Stadtbahn an der Konradsiedlung beantworten.

  • Max Hutzler

    |

    @sundown
    Das ist wirklich mal eine Neuigkeit, dass die Beispiele der Leistungsfähigkeit von Stadtbahnen in Karlsruhe oder Freiburg „nix konkret“ sondern scheinbar imaginär sein sollen. :-)

  • Aktenzeichen XY

    |

    Wozu Worte im Mund umdrehen?
    Ein Plan für Regensburg ist für UNS konkreter als einer für die Freiburger Umstände.
    Die Planer für Regensburg kannten die Karlsruher und Freiburger Systeme und Umstände und kamen auch deshalb zu dem Ergebnis, es passe für unsere Umstände nicht.
    Wie gut kennen Sie die Studien für Regensburg und die Stellungnahme des „Stadtbahnpapstes“ für den VCD überhaupt?
    Warum weichen Sie, Herr Hutzler, dann pauschal auf andere Städte aus?
    Kneifen?

  • Marion Puhle

    |

    Jetzt wird es aber langsam wirklich kindisch.
    Es ist allemal besser den ÖPNV zu nutzen und somit den Menschen die Mobilität von A nach B zu ermöglichen. Wenn Sie auf das Sozialticket anspielen, dann vertrete ich die Meinung, dass sozial schwächere Menschen vom gesellschaftlichen Leben nicht ausgegrenzt werden sollen und dürfen.
    Aber zurück zum eigentlichen Thema. Ich habe so den Eindruck, als müsste man die Umweltthemen wieder neu erfinden.
    Neue Straßen bedeuten immer mehr Verkehr, folglich wird die Umwelt auch mehr belastet.
    Eigentlich sollte das Credo sein, den Verkehr aus der Stadt zu verbannen. Erlangen ist hier wirklich ein sehr gutes Beispiel. Stattdessen entscheiden sich offensichtlich die Menschen für mehr Umweltbelastung,höheres Verkehrsaufkommen und Lärm.
    Ich setze mich lieber auf mein Fahrrad und entlaste die Umwelt.
    Marion Puhle

  • Stohderer

    |

    was solls, die Straße wird gebaut – warum nicht gleich vierspurig? – und wir werden sehen, wie sich das auswirkt und ob dann noch der eigentliche „Highway“ – vierspurig zum Lappersdorfer Kreisel – nötig ist. Nachbar Reitberger hofft wohl darauf, dass damit das Projekt Regenbrücke hinfällig ist, wobei – er bekäme ja eine „Einhausung“!
    Ich bleibe dabei und habe scheinbar Gleichgesinnte, der Verkehr muss raus aus der Stadt und nicht rein, wozu man eher einen kompletten Ring um das kleine Regensburg herum bräuchte.
    Der (Stadtbahn-) Zug ist wohl seit langem abgefahren, jetzt gibt’s Buspuren als Ersatz, wir leben halt in einer Kleinstadt mit einem zugehörigen kleinstädtischen (kurzfristigen – 4 Jahre – und Tellerrand-begrenzten?) Denken. Es hat auch niemanden gekümmert, als z.B. die Gleise nach Wenzenbach und weiter abgebaut wurden anstelle über eine S-Bahn nachzudenken. Das wird sich rächen und dann heisst’s wie – auch bezüglich Regensburger Straßenbahn – so oft „hätten wir doch…“
    Aber lieber wird das Geld in den Individualverkehr gesteckt, anstelle in den öPNV, der sowieso Schwierigkeiten hat, kostendeckend zu sein und daher (sinnvollerweise weil „sozial“ – Definition sozial?…) gesponsert werden muss, ganz abgesehen von Sozialtickets wegen wachsender Armut. Natürlich muss es bezahlbaren öPNV geben, weil z.B. Auofahrer älter werden und dann als Rentner Bus&Bahn benötigen anstelle neuer Straßen!

  • Barbara Junghans

    |

    So sehr ich unserem Stadtoberhäuptling eine saftige Niederlage gegönnt hätte – es hat sich nun mal eine überwältigende Mehrheit der Bürger für die Osttangente mit einem konventionellen Lärmschutz entschieden – also nicht OHNE diesen, wie die BI immer wieder zu suggerieren versuchte. Es bringt also gar nichts, wenn Fr. Puhle und Herr Hutzler den Untergang des Abendlandes voraussagen. Es sei denn, sie dächten an eine völlige Umstellung auf Pferd und Wagen als Transportmittel. Da sehe ich bei größeren Entfernungen schon gewisse Schwierigkeiten. Man müßte für diese Variante halt die alten Poststationen wieder neu beleben. Und dann würden sie sich vielleicht über die Pferdeäpfel aufregen, die diese Tiere hinter sich zu lassen pflegen.
    Der Individualverkehr, der hier vielfach so verteufelt wird, kann nur denen ein Dorn im Auge sein, die in der Stadt wohnen und mit dem ÖPNV oder dem eigenen Fahrrad mobil sein können. Das Argument, Radfahren sei ja so gesund, gilt wohl nur für Leute, die körperlich fit sind. Falls sie das nicht sind, müssen sie halt zu Hause bleiben und ihre sozialen Kontakte abbrechen und ihre kulturellen Bedürfnisse ersatzlos streichen. Ich habe lange genug auf dem Land gelebt, um zu wissen, was es heißt, sich nach dem Fahrplan der Bahn richten zu müssen, dabei 15 Minuten Fußweg bis zum Bahnhof einzukalkulieren plus 15 Minuten Bahnfahrt und anschließend nochmal ca. 10 Minuten bis zur Schule oder dem Ort einer Veranstaltung – und das bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit. Natürlich kann man auf das alles auch verzichten. Es ist ja nicht lebenswichtig.

  • Jurist

    |

    Es ist zwar sehr erfreulich, dass sich einige hier Gedanken zu einem tragfähigen Verkehrskonzept machen, die Argumente sind zum Teil aber schon grotesk. Ein leistungsfähiger ÖPNV ist für eine Stadt wie Regensburg sehr wichtig. Hier kann man sicher noch einiges verbessern. Auch die Stadtbahn ist eine Überlegung wert. Nicht umsonst wurde die Nibelungenbrücke so breit gebaut. Hier wurde die Option Stadtbahn bereits berücksichtigt. Auch gute Radwege sind wichtig. Auch hier kann man noch einiges Verbessern.
    Denoch bleiben dann immer noch viele, die (zum Glück) in die Stadt müssen. Wir könnten natürlich auch die Innenstadt sprengen, dann hätten wir kein Problem mehr mit den Leuten, die da hin wollen. Also bleibt am Ende die Frage, wo die Leute fahren sollen, die nicht mit ÖPNV oder Rad fahren können. Auf den Straßen durch die Wohngebiete oder auf Umgehungsstraßen mit Lärmschutz? Ich bin für die zweite Variante. Wer einfach keine Straßen mehr baut, weil die angeblich Verkehr erzeugen, ignoriert die Realität. Wer in der Stadt arbeitet und im Landkreis wohnt, muss halt nunmal fahren. Wir könnten natürlich auch die Arbeitsplätze in der Stadt reduzieren…

  • Stohderer

    |

    Liebe Frau Junghans und wer sich sonst angesprochen fühlt, ganz richtig erkannt, es wird rückwärts gehen, z.B. mit astronomischen Kraftstoffpreisen, so sicher wie die Wirtschaft nicht nur wachsen kann (mathematisch nicht möglich, wie unser Matheprof. – Kriegsgeneration und sicher kein Linker! – mal
    erklärt hat). Oder anders ausgedrückt, die Bäume wachsen nicht in den Himmel!
    Die Einsicht fehlt noch, leider global, wie man bei dem Klimaproblematik sieht, von der alle – direkt oder indirekt ob arm oder reich – betroffen sind. Werden auf den Malediven noch Straßen geplant?
    Ganz recht, dann werden wir oder jedenenfalls unsere Kinder vielleicht wieder „mit dem Pferdefuhrwerk reisen“ mangels bezahlbarer Alternativen, denn wenn etwas wächst, dann sind es alle möglichen Kosten aufgrund unseres rieseigen Resourcenverbrauchs in jeder Hinsicht, das wird durch die aufstrebenden Länder, an denen wir zudem kräftig verdienen wollen, nur beschleunigt! Dann ist Geld auch wieder nur noch ein Tauschmittel und keien Ware mehr….Aber die warnenden Fachleute sind ja nur Spassverderber….
    Aber vielleicht glauben Sie sich auf der Gewinnerseite und haben wie so viele (zuviele?)entsprechend bewahrend oder freiheitlich gewählt :(
    „Aber wir können eh nix ändern, es kommt wie es kommt….“ und „Irgendwie wird es schon
    weitergehen…“
    So, genug OffTopic…

  • Stohderer

    |

    @ Jurist: gut erkannt, das ist hier ja das Problem, der fast fehlende öPNV ins nahe Umland, weil der als offensichtlich unrentabel abgebaut wurde und der Individualverkehr (auch dank Lobbyarbeit) per Straßenbau bevorzugt wurde!
    Aber der Markt wird’s richten :))

  • Marion Puhle

    |

    an junghans,
    ich beschwöre nicht den Untergang des Abendlandes herauf, lediglich habe ich zu Bedenken gegeben, dass durch immer mehr Verkehr, Umweltbelastung, Lärm usw. die Menschen krank werden. Gesundheit muss vor wirtschaftlichen Interessen Vorrang haben. Das die Wirtschaft ein Interesse am Bau der Ostumgehung hat, ist unbestritten. Demnach wäre es nur antändig, sich auch an den Kosten zu beteiligen, d.h. für Lärmschutzmaßnahmen einzutreten. Bekannt ist auch, Frau Junghans, das die hohe Feinstaubkonzentration, wie in anderen Städten auch, zu gesundheitlichen Problemen führt. Lärm erzeugt Stress und mit den Umweltschäden wurde sich hnreichend befasst.
    Es ist also durchaus eine Diskussion wert, sich darüber Gedanken zu machen, wie man den Verkehr eindämmen kann bzw. wie Umweltschäden, Lärm und Feinstaubbelastung reduziert werden können. Was die Ostumgehung anbelangt, so wäre dem entstehenden Lärm mit einer Einhasung genüge getragen worden.
    Der ÖPNV ist noch ausbaufähig und dient den Menschen, die leider nicht mehr mit dem Fahrrad fahren können und wegen anderer gesundheitlicher Porbleme keinen Fußmarsch hinlegen können. Nur müssen die Preise so getaltet werden, dass sie für Jedermann/frau auch erschwinglich sind, nicht mehr und auch nicht weniger habe ich hier zum Ausdruck bringen wollen.
    Marion Puhle

  • Expat

    |

    Ein paar Anmerkungen…

    Liebe Regensburger, packt mal Eure Koffer und besucht den Rest der Welt. Ich bin geschäftlich viel in Asien unterwegs, und als gebürtiger Regensburger finde ich diese provinziellen Kleinkriege nur noch merkwürdig. Deutschland und damit auch Regensburg konkurriert mit Ländern, die in 10 Jahren Metropolen aus dem Boden stampfen, dagegen wirkt München lächerlich klein. Damit müssen wir konkurrieren – denn diese Beamten und Gutmenschenmentalität (Lärmschutz, Wer Straßen säht…, usw.) wird schnell ein Ende finden, wenn in 20 Jahren der Zug in Wirtschaft und Technologie abgefahren ist und die jungen und leistungsfähigen weg sind. Zurück bleiben alte, verelendete Nörgler und Besserwisser, die sich wegen jeder popeligen kleinen Straße die Köpfe einschalgen. (Wahlweise kann man auch Stadthalle, Hochhaus etc. einsetzen). Diese intellektuelle Wohlstandsverelendung führt in eine hässliche Zukunft. Und komme man nun bitte nicht mit Phrasen wie der mangelnde Umweltschutz / Menschenrechte etc. in andern Regionen. Die Globalisierung ist – auch durch die Krise – um einiges beschleunigt worden und die Welt wartet nicht auf uns. Es ist an der Zeit, dass sich die Einstellung bezüglich Wirtschaft, Innovation, Verkehr und Technologie drastisch ändert, ansonsten können wir einpacken.

  • Bert

    |

    @expat

    Sie sprechen wohl von Regionen wie „China“. Zum Glück folgt man dort Ihrem Rat und betrachte „Menschenrechte“ als „Phrase“. Vielleicht sollten wir auch klüger werden und protestierende Studenten mit Panzern plattwalzen, Querulanten und Nörgler wegsperren und – wenn sie gar nicht spuren – einen Genickschuss in Erwägung ziehen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Wäre das die richtige Einstellung? Sorry für die „Gutmenschenmentalität“, aber Sie haben einen ausgemachten Vogel.

  • Barbara Junghans

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    @ Puhle
    Nein Frau Puhle, über die Ursachen der Umweltbelastung sind sich die Gelehrten durchaus nicht so einig, wie Sie das hier darstellen. Auch ist es NICHT NUR die Wirtschaft, die an der Osttangente interessiert ist. Das beweisen doch die Zahlen der Abstimmung. Können oder wollen Sie das eigentlich nicht kapieren? Wir können uns natürlich von allen Errungenschaften der Technik, auch die der modernen Medizin verabschieden und wie die Amish People in Amerika leben. Ich glaube kaum, dass dies der Vorstellung der überwiegenden Mehrheit der Menschen entspricht, auch wenn Sie darin vielleicht Ihr Glück finden würden.

  • Expat

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    @Bert
    Sie haben mich wohl mißverstanden, was ich aus Ihrer Wortwahl schließe.

    Ich will das was in China passiert nicht gutheißen. Das ändert aber nichts an den Tatsachen. Egal ob in China Menschenrechte eingehalten werden oder nicht – die Konkurrenzsituation ist da! Und diese ist auch nicht aufzuhalten, da aus meiner Sicht die Globalisierung durch den Westen forciert wurde und nun ein unumkehrbarer Prozess geworden ist.

    Es geht als darum sich dem Wettbewerb zu stellen um mithalten zu können. Und genau darum ging es mir bei dem Wort Phrase: der (ein)gebildetet Wohlstandsbürger schreit sofort auf, wenn die richtigen Stichworte fallen, aber zu einer rationalen Betrachtung ist er nicht fähig. Man muss die eigene Situation bewerten, Argumente abwägen und dann zu einem Ergebnis kommen und das auch umsetzen statt jahrelang völlig unproduktive Diskussionen zu führen, mit denen sich der Rest der Welt nicht aufhält.

    Meine Gegenfrage lautet dann also: Wie wollen Sie im Wettbewerb bestehen – also konkret wie stellen Sie sich einen Wirtschaftraum wie Regensburg in 10 bis 20 Jahren vor und sie sollten sich die Frage stellen, ob Unternehmen wie BWM, Siemens, Continatal, Infineon, Osram etc. dann noch da sind (Standortfrage) und wenn nicht, wovon dann unser Gemeinwesen finanziert wird ohne Steuereinnahmen und Arbeitsplätze.

    Dazu muss ich unbequeme Zeitgenossen nicht behandeln wie Sie es formulieren – aber in einem demokratischen Diskurs muss auch die Handlungsfähigkeit gewahrt bleiben. Was jetzt mein Kommentar mit „plattwalzen“ und Genickschuss“ zu tun hat erschließt sich nur Ihrer Polemik.

  • Max Hutzler

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    @Aktenzeichen XY
    Noch einmal und zum letzten Mal. Es geht um ein nachhaltiges und ökologisch ausgerichtetes Mobilitätskonzept für Regensburg, das die Politik als Zukunftserfordernis sträflich vernachlässigt. Ich bin der Meinung, dass darin eine Stadtbahn aufgrund ihrer Vorteile (Beförderungskapazität, Schnelligkeit, Umweltfreundlichkeit etc.), die gut verbunden und abgestimmt ist mit dem schon bestehenden (teilweise zu reaktivierenden) Schienennetz, eine sehr wichtige Rolle spielt. Dazu kommen der Ausbau des Radwegenetzes, das Busnetz, Sammeltaxis, die Verkehrs- und Lärmberuhigung von Wohngebieten. Den Belangen des ÖPNV und umweltverträglichen Fortbewegungsarten (Fahrrad, Fußgänger) ist dabei eindeutig Vorrang zu gewähren gegenüber dem motorisierten Individualverkehr.
    Ich kenne keine stichhaltigen Einwände technischer, topographischer, sozialer oder sonstiger Art, die in diesem Zusammenhang eine Stadtbahn in Regensburg unmöglich erscheinen ließen. Ihre grundsätzliche Effektivität ist in schon genannten Städten längst nachgewiesen. Von sog. Päpsten jedweder Fachrichtung (Sie nennen nicht einmal den entsprechenden Namen) und deren sog. Unfehlbarkeit halte ich nichts. Zum “Kostenargument“ habe ich mich hier schon geäußert! Wenn Sie selbst schlagende Gegenargumente haben, liegt es doch an Ihnen, diese vorzubringen. Im Grundsätzlichen müssen wir zwangsläufig verbleiben, weil hier nicht der Raum ist für detaillierte Aufsätze zum „Für und Wider in Machbarkeitsstudien zu einer Regensburger Stadtbahn“.

    Sie müssen ja nicht meiner Meinung sein. Und ich will auch nicht den Letzten überzeugen. Ich bin mir aber sicher, dass sich mit einer Perspektive, wie ich sie darstelle, die Zukunft von Mobilität unverhältnismäßig verträglicher für Alle und auch ökonomisch aussichtsreicher gestalten lässt, als mit einem schlichten „weiter so wie bisher“. Für Detailfragen brauchen wir u. U. erfindungsreichen Ingenieurgeist und planerische Kreativität. An beidem mangelt es nicht. An progressivem politischem Gestaltungswillen, der diese Talente fordert und lenkt, sehr wohl. Ihre Alternativen haben Sie bisher noch nicht benannt.
    Amüsant finde ich, dass jemand von „kneifen“ spricht, die/der sich mit „Aktenzeichen XY“ der Jahreszeit gemäß eine Art Faschingslarve vor das Gesicht hält.

    Kleiner Nachtrag zu Frau Junghans: Wer meine Ausführungen aufmerksam liest, entdeckt darin ein zukunftsoptimistisches Aufbruchsszenario weg vom bisher praktizierten Althergebrachten mit erheblichem Innovations- und Investitionspotential. und kein Untergangsgemälde. Haben Sie bemerkt, dass Umwelttechnologie boomt? Und Vorsicht, verwechseln Sie bitte nicht die gängige Performance des motorisierten Individualverkehrs mit Modernität. Ein bis zwei Tonnen mittels fossilem Brennstoff zigmal zu beschleunigen, herunterzubremsen und wieder zu beschleunigen um ein Menschlein von A nach B zu bringen, das ist technologisch und bezüglich Energieeffizienz so was von veraltet, dass darauf fast eine Replik nicht mehr lohnt.

    An den Verfasser des jüngsten Beitrages habe ich nur zwei Fragen: „Sind Sie bei Ihren Weltreisen auch im pleite gegangenen Emirat Dubai vorbeigekommen? Und kommt in Ihrer Wahrnehmung das bis zum Platzen beschleunigte Finanzwesen vor, das einzig der Staat sprich Steuerzahler auf Kosten immenser zukünftiger Entwicklungsmöglichkeiten vorläufig retten konnte?“ Da sollten wir in Zukunft doch wohl besser was Gescheiteres machen, oder?

  • Expat

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    @Max Hutzler
    Nein, in Dubai war ich nocht nicht. Und richtig, die Finanzkrise ist eine Katastrophe – man sollte aber nicht übersehen, dass diese von den Konsorten Brown, Schröder und G.W.Bush und deren Eingriffe in die Finanzgesetzgebung nicht unwesentlich mitverschuldet wurden. Die Krise in der Automobilindustrie ist selbst verschuldet – eben weil es geradezu primitiv ist 2 Tonnen Stahl + Mensch per Verbrennungsmotor durch die Gegend zu schieben.

    Ach ja, die Bankenkrise kostet hunderte Milliarden, die abdiskontierten Renten- und Pesionsansprüche in den nächsten Jahrzehnten Billionen! Dagegen sind die aktuellen Ausgaben Peanuts. Und mein Ansatz ist, dass wir produktiver und leistungsfähiger sein müssen, damit wir diesen Berg an Belastungen in den nächsten Jahrzehnten meistern können.

  • Max Hutzler

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    @Expat
    :-) …wie käme ich dazu, Schröder zu verteidigen? Man nennt ihn „Genosse der Bosse“. Da scheint doch eine bedeutend größere Affinität zu dem Denken zu bestehen, das Sie skizziert haben.

    Klingt imposant, ihre Zahl zum Pensions- und Rentenaufkommen. Aber diese Ansprüche haben sich die berechtigten Menschen sauer verdient. Und Volkswirtschaftlich müssen Sie dem auch mal die privaten Vermögensbestände gegenüberstellen. Da sind wir auch im Bereich von Billiönchen. Dann sieht das Ganze schon nicht mehr so dramatisch aus.
    Trotzdem: Innovation tut not. Da haben Sie recht. Allerdins lege ich, s.o., Wert auf Qualität im beschriebenen Sinne.

  • Stohderer

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    Es wachsen auch Asien und Indien die Bäume nicht in den Himmel oder in Dubai die Gebäude und dort werden leider natürlich die gleichen Fehler gemacht wie bei uns (Lessons learned?), nur viel schneller und es gibt schlussendlich weniger Nutzniesser als Geschädigte, z.B. durch chemieverseuchte Flüsse o.ä. Und von den Folgen bzw. Kosten der Klimakatstrophe werden diese Länder nicht verschont, im Gegenteil!
    Diese Schwellenländer nehmen ihrerseits uns bzw. unser Verhalten als Argument, nichts tun zu wollen. Vielleicht sollen wir auch den Sprit subventionieren wie in China, unser neues Vorbild
    Totschlagargument Globalität und Wettbewerb, um nicht handeln zu müssen…deswegen kommt es, wie es kommen muss!
    Vielleicht können wir das noch beschleunigen wie unser Wachstum per Gesetz in D…
    Überhaupt: Wer glaubt bei dem Winter noch an eine Erderwärmung?
    Ham wir glacht(bis uns das Lachen im Halse stecken geblieben ist :-()

  • Aktenzeichen XY

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    Stadtbahnchancen für Regensburg analysierte die Expertengruppe TransVer mit Prof. Kurzak sowie die INTRAPLAN Consult GmbH. Beide Gutachten auf städt. Seiten verlinkt.
    Beide fast krampfhaft bemüht, eine Stadtbahn für Regensburg zu rechtfertigen.
    Doch Stadtbahn ist so unwirtschaftlich, dass keine Subventionen bezahlt würden.
    Die schwerwiegenden Nachteile für Kunden aufgrund des unvermeidlichen Ersatzes von Busverkehr wurden nicht analysiert.

    @ Max Hutzler , 14:33 Uhr: „Im Grundsätzlichen müssen wir zwangsläufig verbleiben, weil hier nicht der Raum ist für detaillierte Aufsätze zum „Für und Wider in Machbarkeitsstudien zu einer Regensburger Stadtbahn“. ???

    Überzeugend: Kein Platz für irgendein Argument zu einer der fundierten Studien, aber ellenlange Ausflüchte. In der Schreibzeit hätten Sie sich schon ein wenig sachkundig machen können.

  • Max Hutzler

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    Ich sagte ja:
    Ich kenne keine stichhaltigen Einwände technischer, topographischer, sozialer oder sonstiger Art, die in diesem Zusammenhang eine Stadtbahn in Regensburg unmöglich erscheinen ließen.
    :-) Was Sie hiermit wieder mal eindrücklich untermauert haben

  • Marion Puhle

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    an junghans:
    es steht hier doch außer Frage, dass die Abstimmung vom vergangenen Sonntag zu akzeptieren ist. Ich akzeptiere das sehr wohl. Ich hätte mir nur gewünscht, dass die Politik und auch die Wirtschaft ihre Hausaufgaben machen. D.h. Ökonomie und Ökologie in Einklang bringen, nicht mehr und auch nicht weniger.
    Wenn Sie die Zeitungen lesen, werden Sie lesen können, dass die Zunahme von Hauterkrankungen, Allergien, Hautkrebs oder überhaupt Krebserkrankungen zu nehmen und das alleine ist schon alarmierend genug. Ich bin der Meinung, dass wir Alle gefordert sind, Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen. Sie werfen da immer wieder neue Themen auf, die aber am eigentlichen Thema vorbeigehen. Die Ostumgehung kann und soll auch kommen, aber es muss erlaubt sein, die Politik und auch die Wirtschaft daran zu erinnern, dass es mitunter ihre Aufgabe ist, zur Reduktion von Schadstoffen, Feinstäuben; Lärmreduzierung und Klimakillern bezutragen. Biser vermisse ich das schmerzlich. Die Kosten im Gesundheitswesen explodieren, weil immer mehr Erkrankungen die Ärzteschaft vor Rätsel stellen und das ist unbetritten.
    Marion Puhle

  • Reinhold Breuer

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    @ Manfred Veits am 27. Jan 2010, 07:57 Uhr
    Da Sie begrüssen würden, wenn ich mein Wissen einbringe:
    Logisch und rechtlich kann ich Ihrer Argumentation für 2012 aus mehreren Gründen nicht folgen.
    Die nächste Chance für die Brandlberger sehe ich leider erst, wenn eine wesentliche Änderung der neuen Straße gem. 16. BImSchV. geplant wird oder erhebliche, nicht voraussehbare Nachteile eintreten.

  • Barbara Junghans

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    @ Max Hutzler

    Sie sprechen im Zusammenhang von einer Stadtbahn von „Innovations- und Investitionspotential“. Wer soll da eigentlich investieren? Glauben Sie wirlich, dass ein Unternehmer, der noch alle Tassen im Schrank hat, in eine Stadtbahn investiert, wenn er sieht, wie „begeistert“ der ÖPNV angenommen wird? 5-8 Leute in einem Bus, in dem 50 Platz hätten. Für diese paar Hanseln wird teurer Sprit vergeudet und die Umwelt verpestet. Glauben Sie im Ernst, dass das bei einer Stadtbahn anders wäre? Das können Sie doch vergessen!

  • domiNO

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    interessante Diskussion hier, sie hat zwar nichts mehr mit dem Artikel zu tun, trotzdem gefällt sie mir.
    Meine Meinung: Wir hatten in Regensburg schon mal das Problem, dass viele ÖPNV-Systeme verwendet wurden und deshalb uwirtschaftlich waren: Bus parallel zu O-Bus und Tram.
    Damit sich die beiden letztgenannten – wie übrigens alternativ auch die Stadtbahn- rechnen, braucht man eine Netzmindestgröße, in der auch eine gewisse Anzahl von Einheiten verkehren, um den Wartungsaufwand und die notwendige Reserve optimieren zu können. Das gibt die derzeitige Nachfrage nicht her. Regensburg hat nun mal im Ggs. zu Karlsruhe etc keinen Siedlungsbrei ringsum, deshalb sollte man mit solchen Vergleichen auch vorsichtig sein. Bevor weiterhin die Stadtbahn so propagiert wird, kann man ja mal getrost abwarten, wie sich die Fahrgastzahlen mit dem S-Bahn-ähnlichen Verkehr des Regensburger Sterns – bedient von der Hamburger Hochbahn – entwickeln.

  • anton s.

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    Wenn wir hier schon eine Stadtbahndiskussion anfangen sollten wir uns vielleicht auf eine Begriffsdefinition verständigen.

    Was ist eine Stadtbahn?

    Die einen scheinen darunter eine Art S-Bahn auf den vorhandenen Bahngleisen zu verstehen.
    Die kommt mit dem Ausbau der sog. Regensburg Stern in nächster Zeit so wie so. Der Haltepunkt Burgweinting war der zweite Schritt nach dem Haltepunkt Prüfening. Was jetzt fehlt ist der Haltepunkt Walhalla Allee/Eisstadion und ggf. ein Stopp in Haslbach/Wutzlhofen.

    Andere sind Straßenbahnromantiker, die sich an ihre Kinderzeit und die schnuckelige Straßenbahn vom Domplatz durch die Goliathstraße und die Neue Waag Gasse nach Prüfening zu erinnern scheinen. Ein solches Straßenbähnchen steht übrigens im RVB Betriebshof Markomannenstraße.

    Worum gehts beim Begriff Stadtbahn also eigentlich?

    Wer eine Stadtbahn auf neuen Schienenwegen will sollte mal über die Linienführung nachdenken und sich fragen, in welchen Teilbereichen hier eine vom Individualverkehr unabhängige Führung in einer eigenen Trasse möglich ist und wie sich die Oberleitung ins Welterbeensemble Altstadt einfügt. Man sollte aber auch mal die Kosten für den Fahrweg (Schienen – Oberleitungen) und für die Fahrzeuge bedenken und dann abwägen, ob nicht ein verbessertes Bussystem flexibler und genau so effizient sein könnte, z.B. kürzere Taktzeiten, Nachtlinien, Schnelllinien, Mehr Busspuren, Ringlinie statt Tangentiallinien (nicht jeder Bus muss in die Albertstraße) usw.

    Das wäre mal ein richtig interessantes Diskussionsfeld.

    Übrigens die Hinweise auf Freiburg oder Karlsruhe sind nicht besonders hilfreich, weil beide Städte die Straßenbahn nie abgeschafft haben, d.h. die konnten vorhandenes erneuern und erweitern und mußten nicht ggf. Regensburg bei 0 anfangen.

  • Reinhold Breuer

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    @Anton S.
    Danke. Ohne Ihren Beitrag hätte ich mich nicht beteiligt.
    Zur Verbindung zur Ostumgehung: Herr Mistol träumte davon, 16.000 Autofahrern pro Tag ein attraktiveres Angebot zu machen als eine neue Straße, anscheinend eine Stadtbahn: http://www.gruene-stadtrat-regensburg.de/

    Wo sind die städt. Infoseiten zum Regensburg Stern? Wie werden Anschlüsse vom und zum Bus koordiniert – durch Anschluss an / Verbindung zum RVV-Leitsystem?
    Sind inzwischen alle Regiobusse im Leitsystem?

    Ich rege zu prüfen an, ob es effizient ist, die Linien i.d.R. am zentralen Umsteigepunkt umkehren zu lassen. Wo es gelingt, 2 halbwegs „gegenüber“ liegende Linien über den bisherigen Umsteigepunkt hinweg zusammenzufassen, senkt das den Umsteigebedarf. Dann könnte man z.B. von Burgweinting nach Hainsacker durchfahren oder – was viel häufiger sein dürfte – man könnte von Burgweinting kommend nur 2-3 Stopps über den bisherigen Endpunkt hinaus fahren, ohne umzusteigen. Alternativ denkbar wäre im Beispiel auch der Umkehrpunkt Steinweg.

    @AktenzeichenXY
    Stadtbahn-Nachteile sehe ich so: ALLE Trambahn-Studien für Regensburg gehen aus vom Ersatz des stärksten Busverkehrs durch Stadtbahnen. Der Wegfall von Bussen – durch wenige Stadtbahnzüge ersetzt – verschlechtert Regensburger ÖPNV für uns Kunden.
    Große Züge fahren seltener als Busse (Wartezeiten).
    Sie decken nicht so gut die Fläche ab mit der Folge von längeren Fußwegen zur Haltestelle und von der Ausstiegsstelle.
    Höherer Umsteigebedarf von denjenigen Bussen, die dann nur noch Zubringer zur Stadtbahn sind, und zu denen, die Feinverteiler am Ausstiegspunkt sind, senkt die Anschlusssicherheit und den Komfort und verlangsamt die Fahrt.

    Mistols Annahme eines statistisch umstrittenen „Schienenbonus“ fehlt die inhaltliche Begründung.

    Busse bremsen und beschleunigen besser, sind schneller und sicherer.
    Nicht nur die Einrichtung, auch jede Änderung einer Schienenstrecke braucht aufwändige Gleis- und Oberleitungsarbeiten. Gleistypisches Kurvenquietschen nervt Anwohner.

  • Max Hutzler

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    Interessant, wie sich die Diskussion jetzt entwickelt. Auch wie Vorteile und Nachteile bestimmter Systeme abgewogen werden. Das ist alles wichtig und richtig. Ist es aber überhaupt möglich, ein theoretisch perfekt und bis ins letzte stimmige Detail ausgearbeitetes System zu präsentieren und es 1 zu 1 umzusetzen? Ist das die fehlende Grundlage, weswegen wir hier in Regensburg nicht richtig weiter kommen? Nein. Ich glaube, dass das ursächliche Problem die politische Stimmung in dieser Stadt ist. Noch so gute Experten können noch so gute Pläne liefern. Wenn nicht klar ausgesprochen ist, dass der ÖPNV absoluten Vorrang haben soll, bekommen wir keine Stadtbahn, behalten dafür ein unbefriedigendes Bussystem und der (etwas hochtrabend bezeichnete) S-Bahn-Stern wird enttäuschen. Wir werden uns aber weiter drüber austauschen, was denn nun das Allerrichtigste vom Richtigen ist. Planung und Technik sind nur Diener des Wollens. Ich kann auch damit leben, wenn sich ein optimiertes Bussystem für den Stadtbereich kombiniert mit bestehenden Schienensträngen als das Beste erweist. Das Bewußtsein und die Lobby für den Fortschritt des ÖPNV fehlen in Regensburg. Die sind in Karlsruhe stärker, die sind in Freiburg vorhanden und in anderen Orten, die man als Beispiele heranziehen kann. Deswegen funktioniert es dort auch! Wenn das klar ist, dann sind die Größe der jeweiligen Speckgürtel, des Netzes etc. zwar immer noch sehr wichtig, sie werden aber nicht mehr als absolute Hindernisse gesehen, endlich anzupacken. Dazu erlebe ich Regensburg insgesamt immer noch als viel zu selbstbezogen und dadurch -pardon- provinziell.
    Ich habe lange genug im nördlichen Speckgürtel gelebt, um zu wissen, dass dem ÖPNV die Attraktivität und Überschaubarkeit fehlt, um in die Region hinaus mit dem Auto konkurrieren zu können. Auf deren Realisierung wollte ich nicht mehr warten und bin in die Stadt gezogen. Hier treffe ich nun auf ein exklusives Bussytem, das sozusagen gerade mal das Nötige abdeckt. Man muß die überlegene Attraktivität des ÖPNV wollen, sonst wird man sie nie erreichen.

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