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Als einzige Regierungsbezirke in Bayern bieten die Oberpfalz und Mittelfranken keine anonyme Spurensicherung für Betroffene von Vergewaltigungen an. Dabei gibt es dafür einen Rechtsanspruch – und die Hemmschwelle, die Täter anzuzeigen sinkt dadurch deutlich. Podiumsgespräch im Ostentorkino.

Auf dem Podium „Abbruch nach sexualisierter Gewalt“: Helen Oppermann, Claudia Alkofer und Judith Greif (v.l.).

Fünf Jahre hat es gedauert. Seit März 2020 haben Betroffene sexualisierter oder körperlicher Gewalt einen gesetzlichen Anspruch auf eine wohnortnahe, vertrauliche Spurensicherung. Gerichtsfeste Beweise werden dokumentiert – ohne dass sofort eine Strafanzeige nötig ist.

Weil das Bundesgesetz über Verträge der Länder ausgestaltet werden musste, vergingen weitere Jahre, bis alle rechtlichen und finanziellen Lücken geschlossen waren. In Bayern steht die vertrauliche Spurensicherung in Krankenhäusern und Arztpraxen seit dem 1. November 2025 zur Verfügung. Doch in der Oberpfalz und der Bezirkshauptstadt Regensburg gibt es diese Möglichkeit bis heute nicht.

Bis 2001 auf der Nibelungenbrücke

Für Ausstellung über die 50-er in Regensburg: Adi Adler darf nach 25 Jahren aus der Holzkiste

Fast 90 Jahre ist er alt, 25 Jahre verbrachte er in einer Holzkiste auf dem städtischen Bauhof – ab Samstag gibt es den zwölf Tonnen schweren Granitadler, der über 50 Jahre die Nibelungenbrücke zierte, vor dem Historischen Museum zu sehen. Er wurde ursprünglich für die Adolf-Hitler-Brücke in Auftrag gegeben.

„Umsatz, Umsatz, Umsatz“

Bewährung wegen Betrugs: LG Regensburg verurteilt Betreiber des Handwerker‑Engels

Weil er ein System schuf, „das darauf angelegt ist, in einer Vielzahl von Fällen überhöht abzurechnen“, verurteilt das Landgericht Regensburg den Unternehmer Thomas M. zu einer Bewährungsstrafe. Er habe bei der Vermittlung von Handwerkern den Betrug mit überhöhten Rechnungen zumindest billigend in Kauf genommen.

Hinhalten statt Hilfe

Wenn sich die Rentenversicherung mit dem Übergangsgeld Zeit lässt – Existenzangst bringt Regensburgerin ins Bezirksklinikum

Nur wenige Tage nach einer beruflichen Reha wegen Depressionen erleidet eine Regensburgerin einen schweren Nervenzusammenbruch. Das dringend benötigte Übergangsgeld der Deutsche Rentenversicherung blieb zuvor aus und stürzte sie in existentielle Not. 

Im Colosseum in Stadtamhof

Rassistischer Anschlag von Hanau: Ausstellung erinnert an Opfer aus Regensburg

„Neun Hanauer Gesichter und eines aus Regensburg.“ Mit diesen Worten ist die am Samstag gestartete Ausstellung im Colosseum in Stadtamhof überschrieben. Derya Saraçoğlu verarbeitet damit ihren eigenen Verlust. Ihr Freund und Schwager Fatih Saraçoğlu ist eine von neun Personen, die am 19. Februar 2020 von einem rechtsextremistischen Attentäter aus rassistischen Motiven in Hanau ermordet wurden.

Gehorsam erforschen

Konferenz an der Uni Regensburg: Warum gehorchst du – auch gegen deinen Willen?

Von 9. bis 11. September 2026 findet eine Tagung an der Uni Regensburg und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg statt. Sie bringt Psychologie, Geschichtswissenschaft und Erinnerungskultur zusammen. Die Wissenschaftlerinnen zeigen, wie sie Gehorsam erforschen. Historikerinnen und Psychologinnen stellen sich dabei dieselbe Frage: Warum gehorchen Menschen – trotz grausamer Befehle?

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