Regensburg stoppt Nazi-Aufmarsch!

DSCF1153Am Samstag ist Regensburg ein Stück lebenswerter geworden. Der Nazi-Aufmarsch durch die Altstadt wurde eine halbe Stunde früher als geplant beendet. Die Regensburger und willkommene Gäste leisteten Widerstand. Die von der Polizei als „BI gegen den Moscheebau“ bezeichneten 110 Nazis konnten keinen ihrer Kundgebungsplätze erreichen. Sie wurden gestoppt. Das freut unsere Redaktion. Wir pausieren, um zu feiern. Einen Satz aus der offiziellen Pressemitteilung der Polizei möchten wir unseren Lesern aber dennoch nicht vorenthalten: Der ursprünglich vorgegebene Weg musste wegen der massiven Störungen aus den Reihen der autonomen Gruppierungen, die durchsetzt waren mit protestierenden Bürgerinnen und Bürgern und erlebnisorientierten Jugendlichen, geändert werden. Anders ausgdrückt: Es gab breiten zivilgesellschaftlichen Widerstand. Die komplette Pressemitteilung lesen Sie her: http://www.polizei.bayern.de/oberpfalz/news/presse/aktuell/index.html/102666 Dazu gibt es Einiges zu sagen. Das ist in den (moderierten) Kommentaren möglich. Eine (bebilderte) Bewertung der Redaktion  erfolgt in Kürze. Oben im Bild: Polizeidirektor Wolfgang Mache im Einsatz. Unten im Bild: Sitzblockade in der Keplerstraße. CIMG1406

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (51)

  • Student

    |

    BI gegen Moscheebau – Ich sag da eher: Scheiß Faschos! Hat Regensburg so einen vehementen Widerstand schon mal gesehen?

    Von wegen ein paar hundert linksautonome, die blockiert haben…da waren so viele schülis und ältere Leute dabei… :-)

  • Andreas S.

    |

    Regensburg – Nazis 1:0 sag ich da nur.
    Ein Erfolg für alle Leute, die zivilen Ungehorsam geleistet haben! Kein Platz für Neonazis.

  • Amelie Altenbuchner

    |

    Der Polizeidirektor Wolfgang Mache hat mir in dem Moment, als dieses Bild geschossen wurde angedroht: „Du bekommst jetzt gleich eine gscheide Watschn von mir“

  • Studentin

    |

    Es war unglaublich. Man wird es anhand von Fotografien, Videos oder Zeitungsberichten nur schwer begreiflich machen können, was da heute los war. Die Solidarität verschiedenster Menschen war in der ganzen Altstadt zu spüren. Und wie Student schon geschrieben hat, es waren eben nicht nur ‚(„gewaltbereite“) ‚linksextreme Autonome‘, sondern auch Schüler, ältere Leute, Christen, Studenten, Arbeiter, aller Nationen. Und einte ein gemeinsames Ziel: Die Nazis in jeder möglichen Art blockieren. Mit Erfolg! Das ist großartig!

  • Bernd Henneberg

    |

    Gerade bei Google Reader gefunden:
    Gestern liefen 6 Nazis über die Straße.
    von Das rote Blog von Woschod

    Gestern liefen 6 Nazis über die Straße.
    Da kam plötzlich ein Auto und überfuhr 2.
    Von welcher Marke war das Auto?
    Opel
    Und warum?
    Opel:”Wir machen Deutschlands Straßen sauberer.”
    Gehen sie über die nächste Straße.
    Kommt wieder ein Auto und überfährt wieder 2 Nazis.
    Welche marke war es diesmal?
    BMW
    Und warum?
    BMW:”Freude am Fahren.”
    Sagen sich die letzten 2 an der nächsten Straße:
    “Wir sind doch (nicht) blöd. Du gehst 5 Meter vor mir, dann kann nur einer überfahren werden,
    da Autos nicht so breit sind.”
    Falsch gedacht: Es kommt wieder ein Auto und überfährt beide.
    Welche Marke war es?
    Toyota
    Und warum?
    Toyota:”Nichts ist unmöglich”
    Und wer finanziert das alles?
    Volksbanken-Reifeisenbanken (wir machen den Weg frei)

    Kopiert diesen Text und helft bei der Aktion
    “Nazifreies Deutschland”

  • Roland Hornung

    |

    Ich hatte niemals mit einer solch großen Zahl
    ( aus einem breiten zivilgesellschaftlichen
    Spektrum ! ) von Teilnehmern an der Gegen-Demo
    gerechnet – es war grandios.
    Es waren keineswegs “ nur “ linke Grupierungen – nein: es waren so Viele aus verschiednenen politischen und gesellschaftlichen Gruppen.

    Unsere kleinen Israel-Fähnchen waren auch sehr
    beliebt:-)
    Das ist gut so, sehr, sehr gut sogar.

    D a n k e an alle Teilnehmer der Gegen-Demo für ihr so wichtiges und so richtiges gesellschaftliches Engagement, und besonders
    D A N K E an die Organisatoren um Andreas Schmal und Sarah Payer !

    Euer Roland Hornung

  • Studentin

    |

    Es war einfach unglaublich gestern. Alle Gegendemonstranten waren solidarisch miteinander, und da waren eben wirklich nicht nur Antifa-Leute oder sogenannte „(gewaltbereite) Linksextreme“ bei den Sitzblockaden. Da waren SchülerInnen, Studeten, Ältere Frauen und Männer, ChristInnen, FeministInnen, „AusländerInnen“, Deutsche, nicht-Deutsche. Und trotz möglicher Unterschiede hatten wir ein gemeinsames Ziel: Die Nazis friedlich blockieren.

    Die Ausschreitungen, die es gab, werden von den Medien natürlich sehr gepuscht. Dass die Papiertonne brannte, fand ich ehrlich gesagt auch sehr blöd. Das schürt nur Aggressionen seitens der BürgerInnen und der Polizei.
    Dass Pflastersteine herausgerissen wurden ist auch blöd, aber dass damit geworfen wurde, bezweifle ich. Dass Flaschen zerbrachen ist auch nicht weiter verwunderlich: Schließlich wurden viele der Mülleimer aus der Altstadt entfernt.
    9 der 17 Festnahmen waren wegen Vermummung laut Polizeibericht. 4 seitens der Rechtsextremen. Der Rest hätte nicht sein müssen, aber ich finde Quote spricht für sich. Ich meine: 4/110!!!!!!

    Die beschädigten Autos zahlt der Steuerzahler. Und das ist zwar im allgemeinen schei**e, aber ich hoffe, dass sich Regensburg das nächste mal zweimal überlegt, nochmal einen NPD Marsch zu erlauben!! Ich weiß, wir sind ein „Rechtsstaat“, oder versuchen einer zu sein, aber der Grund des Marsches der Nazis war ja eigentlich schon Grund genug, ihn zu verbieten.

    Ich habe wirklich etwas gespürt gestern, ein Zucken ging durch Regensburg! ich bin immer noch elektrisiert!

  • peter sturm

    |

    ich finde es geradezu aberwitzig, dass die polizei von einer „bi gegen den moscheebau“ spricht.
    eine solche gibt es in regenburg nicht! das zutreffende wort heißt nazis.
    bei mir überwiegt aber heute die freude, über die unerwartet vielen couragierten regensburger, die diesen hässlichen aufmarsch stoppen konnten.

  • Bernd Henneberg

    |

    Zitat Hornung:Unsere kleinen Israel-Fähnchen waren auch sehr
    beliebt:-)
    Das ist gut so, sehr, sehr gut sogar
    Israel gegen Nazis, OK. Israel und Faschismus?
    Ist nämlich keine Meinung! Sondern?

  • Roland Hornung

    |

    @ Bernd Henneberg

    Ja, in Israel werden faschistische Tendenzen natürlich besonders misstrauisch beobachtet – und jede Regung von NPD und DVU. Es ist ja wohl sehr verständlich, dass die Israelis wohl besonders hellhörig sind, was Antisemitismus und Rechtsextremimismus betrifft, oder ?

    Auf völliges Unverständnis stösst es, wenn faschistische Organisationen wie beim widerlichen “ Al Quds -Tag “ zusammenarbeiten – der wurde nämlich auch von der DVU (!) beworben :-(

    Insofern machen wir – wenn möglich – bei jeder Demo gegen Rechtsextremismus und gegen Antisemitismuss mit. Denn “ Wehret den Anfängen “
    Euer Roland Hornung

  • Martin T.

    |

    Laut Polizeibericht waren von den 17 Festnahmen drei dem rechten Lager zugeordnet.
    Ich lese aus dem Polizeibericht mindestens vier Festnahmen aus dem rechten Spektrum raus.

    1:
    Wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Beleidigung wird ein 33-Jähriger Oberpfälzer aus dem rechten Spektrum angezeigt.

    2 & 3:
    Gegen 14.30 Uhr erfolgte die Festnahme zweier 57 bzw. 63 Jahre alter Männer aus den Landkreisen Cham/OPf. und Neumarkt/OPf. Nachdem die dem rechten Spektrum Zuzurechnenden jeweils Messer mit sich führten,…

    4:
    Mithilfe des Fotos eines anwesenden Medienvertreters, der das Zeigen des Hitlergrußes eines zunächst Unbekannten im Umfeld des Hauptbahnhofes dokumentiert hatte, gelang es einen 46-jährigen Tatverdächtigen zu ermitteln und festzunehmen. Ihn erwartet eine Anzeige wegen Volksverhetzung.

    Und bei den anderen mit Teleskopschlagstock, Reizgas… und nicht genauere definierten Taten, muss es sich nicht unbedingt um Nazi-Gegner gehandelt haben.

    Aber auf jeden Fall war der gestrige Tag ein Erfolg für die regensburger Menschen!!!! :-))

  • Bazi

    |

    @ Bernd Henneberg 1:
    Bist du der Audroel? Spar Dir doch so inhaltslose und dumme Kommentare. Lachst du wirklich über 10 kleine Negerleinwitze? Oder hat das einen tieferen Sinn? Mimikri?

    Ansonsten: Das war wirklich ein beeindruckendes Zeichen gegen Rechts am Samstag, aus allen Bevölkerungsgruppen.
    Ein klares Signal, das die Nazis überhauptgarnichtnicht erwünscht sind. Das Ordnungsamt muß sich überlegen, ob es für so ein Häufchen braunem Abschaum nocheinmal den Weg freimachen will. -Angesichts des imensen Sicherheitsaufwands und das am Tag der deutschen Einheit mit Hubschrauber überm Dom.
    Mal sehen ob das in der Presse auch so ankommt, die lief schließlich in Person von Mz Redakteur Waigl vor dem Nazidemonstrationszug, (Journalismus oder Schirmherrschaft?) Wenn der jetzt morgen die NeoNazis (Bi gegen Moscheenbau) nicht beim Namen nennt….dann könnte man schon ins Grübeln kommen: Stundenlang das Skinhead Pack mit dumpfen Parolen im Nacken … das muß schon ein prägendes Erlebnis sein. Dabei soll man den Nazis doch garnicht soviel Aufmerksamkeit schenken. Er wird also von den Gegendemonstranten schreiben und nicht von den Gesprächen der Nazis: (Hast du schon mal Brause geschnupft…blabbla und übelster Volksverhetzung.)
    Vielleicht liege ich da auch ganz falsch, aber gespannt darf man schon sein.
    Ein spannender Artikel könnt es ja werden, quasi Sozialstudie der Neonazis, aber jede Wette, das im Endeffekt nur der Polizeibericht kopiert wird?
    Ich mag der Euphorie ja keinen Abbruch tun, aber das muß schon mal gesagt werden:
    Chanzenloses: 1:0 aber kein Sieg auf ganzer Linie, denn da gibt es noch andere gesellschaftliche Kräfte, die arg schwächeln.
    Wetten Das?

    gez: Duldrael

  • Bernhard Segerer

    |

    Ein toller Erfolg in zweierlei Hinsicht – ein (personen-)starkes und breites Bündnis gegen rechts auf der Gegendemo und mutiges Stören/Verhindern der Nazi-Demopläne durch zivilen Ungehorsam, Sitzblockaden und wohl auch aktive Gegenwehr! Damit hoffe ich ist Regensburg als Aufmarschplatz der braunen erst mal gestorben (nachdem diese am unsäglichen „Bayerntag“ schon Morgenluft gewittert hatten). Ich hoffe diese erfolgreiche Doppel-Strategie wird auch in Zukunft viele Anhänger und Mitwirkende finden!

  • Bazi

    |

    nochwas , dassß (entschuldight die Rechtschreibfehler) ich anmerken wollte:
    Wenn man dieses Neonazihäufchen so sieht und sich ausmalt wie stark es wohl vom Verfassungsschutz unterwandert ist, wird einem echt schlecht.
    gez.Bazi

  • Bernd Henneberg

    |

    Überleg doch mal was die Faschisten hier versuchten: Sie wollten den Islam denunzieren, weil das zur Zeit ein Vogue ist. Und überleg Dir mal was Israel mit dem Islam (ich weiß nicht wie ich das ausdrücken soll) vor hat?
    Zumindest nichts Gutes?!

  • Bernd Henneberg

    |

    en vogue

  • Bernd Henneberg

    |

    war nur eine Verbesserung um die Note 6 bei der Versetzung zu verhindern

  • Roland Hornung

    |

    Israel hat mit “ dem Islam “ bestimmt nichts
    vor. Im Gegenteil, es gibt in Israel ( im Gegensatz zu vielen arabischen Ländern ) Religionsfreiheit. Ausserdem ist Israel ein
    sekularer Staat.

    Wenn man jetzt – aus welchen dubiosen Gründen auch immer – Israel mit Nazis in einen Topf werfen will, wie das von äusserst dubiosen Kreisen leider manchmal geschieht, ist das übelste und widerlichste Geschichtsklitterung und Dämonisierung. Gerade gegen solche Verunglimpfungen haben wir ja gestern demonstriert !

    Es ist eines der übelsten und zur Zeit häufigsten antisemitischen Klischeés aus dem dumpfen Sympathisantenkreis der modernen Antisemiten, Israel in die Nähe von Nazis zu rücken, um das eigene Versagen zu entschuldigen und zu “ entsorgen „.

    Das weiss man inzwischen und das lernt man auch in guten Antisemitismus-Seminaren, z.B. von der FES ( Friedrich-Ebert-Stiftung ) – sehr empfehlenswert ( und leider auch sehr notwendig ! ).
    Nie wieder Faschismus – nie wieder Antisemitismus ! Auch nicht unter dubisosen Deckmäntelchen.

  • Paul Florian

    |

    Nazis blamieren sich in Regensburg

    Zu der erfolgreichen Demonstration gegen Rechts in Regensburg, mit über 7000 TeilnehmerInnen und den gleichermaßen erfolgreichen Blockaden, erklärt Florian Paul, Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstandes der bayerischen LINKEN:

    Die Regensburgerinnen und Regensburger, als auch die angereisten Antifaschistinnen und Antifaschisten aus ganz Bayern, haben am Samstag eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie mit Nazis grundsätzlich umgegangen werden sollte: Sie wurden mit Scham und Schande aus der Stadt geschmissen.

    So konnte neben der erfolgreichen Demonstration mit über 7000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, zu der rund 50 Organisationen aufgerufen hatten, auch die Demonstrationsroute der Nazis mehrfach blockiert werden. „Die vielfältigen Aktionen zivilen Ungehorsams haben ihr Ziel nicht verfehlt“, so Paul.

    Die angereisten Nazis konnten weder ihre Zwischenkundgebung, noch Ihre Abschlusskundgebung wie geplant durchführen. Schon der Start der Nazis verzögerte sich um über eine Stunde, weil rund 400 Menschen am Sammelpunkt am Bahnhof lautstark ihre Meinung kund taten, darunter zahlreiche Familien mit Kindern und ältere Menschen.

    „Es war eine toller Beweis gelebter Demokratie, wie eine solch große Anzahl verschiedener Menschen unterschiedlichster Herkunft, Religion und Alters, gemeinsam gegen Rassismus, Faschismus und Antisemitismus auf der Straße waren!“, freute sich Paul nach der Demonstration.

    Die Route der Nazis musste mehrfach geändert werden, jedoch ohne Erfolg, da diese immer wieder von rund 600 Antifaschistinnen und Antifaschisten blockiert werden konnte. Die Abschlusskundgebung musste Willi Wiener, Organisator und Kopf der rechtsextremen NPD in Regensburg und seine rund 80 angereisten Nazis schließlich auf Höhe des „Eisernen Stegs“ neben Mülltonnen abhalten und nicht wie geplant an der Don-Juan-Statue am Zieroldsplatz. Im Anschluss wurden sie, unter massiver Polizeipräsens und Begleitung von AntifaschistInnen, westlich der Altstadt zurück zum Bahnhof begleitet.

    „Der Einsatzleitung der Polizei kann ein völliges Versagen bescheinigt werden. Die Demonstration der Nazis hätte erst gar nicht gestartet werden dürfen. Es hätte bekannt sein müssen, dass sich rund 600 Menschen auch nach der Kundgebung am Neupfarrplatz den Nazis in den Weg stellen wollten. Die Gegebenheiten in Regensburg sind bekannt: enge Gassen und grundsätzlich mehre Zugänge zu den wichtigsten Plätzen und Straßen der Stadt. Völlig blamabel wäre es daher gewesen, hätte man sich zur Räumung von hunderten Menschen entschieden, um 80 Nazis den Weg frei zu machen!“, so Paul.

    Neben völlig skurrilen Situationen – so durften die Polizeieinheiten, die die Nazis aus der Stadt geleiten mussten, fast die gesamte Strecke vom Eisernen Steg bis zum Gebäude der Mittelbayerischen Zeitung rückwärts laufen (rund 1km) – kam es gegen 19:00 Uhr am Hauptbahnhof auch wieder zu willkürlichen, und brutalen Übergriffen des bayerischen USK und im Verlauf der Blockaden auch zu planlosen Pfeffersprayeinsätzen .

    „Das USK verhält sich regelmäßig wie staatlich finanzierte Hooligans und hat sich auch heute wieder derart daneben benommen, dass selbst eine Kennzeichnungspflicht an dem Verhalten dieser Einheit vermutlich nur wenig ändern würde. Das USK muss aufgelöst werden und seine Beamten unterschiedlichen, anderen Einheiten zugeführt werden, im Idealfall nach einem grundsätzlichen Eignungstest für den Polizeidienst, denn an dieser Eignung kann nach dem heutigen Tag erneut ernsthaft gezweifelt werden.“, so Paul abschließend.

  • Huaba Zenzi

    |

    So. Jetzt aber mal Bilanz: wer war jetzt gewalttätig ? Die Nazi – Dödel oder die linken Chaoten ?

    Das fehlt in dem Bericht, Herr Aigner. Ist unsere Demokratie durch einen gewaltbereiten – korrigiere: gewalttätigen – Mob zu schützen ? Wo bleibt die Distanzierung zu diesen Ausschreitungen ? Oder ist das in Ordnung ? War das ein Nazi – Pflaster das aufgerissen, Nazi – Autos, die beschädigt wurden ? Nazi – Polizisten, die beworfen wurden ?

    Ich finde es okay, dass Ihre Grundtendenz links ist, das ist Ihr Recht. Aber als Journalist sollte man auch diesen Aspekt berwerten.

    Prof. Hornung, ich habe grossen Respekt vor Ihrem persönlichen Engagement und Ihrer hohen Integrität. Ich verstehe es daher nicht, dass Sie sich auf dieses Spiel einlassen, denn es ist ein falsches.

  • Paul Florian

    |

    @Martin T.
    bei den 13 Festnahmen aus dem sog. „Linken Spektrum“ – übersetzt: Aus dem Spektrum, die gegen die Nazis an dem Tag auf der Straße wahren, waren 9 wegen angeblicher Vermummung (dies wird oft bereits durch tragen einer Sonnenbrille und einer Mütze als gegeben angesehen). Selbst wenn dies so war: So lange die Polizei nicht dagegen einschreitet, wenn Nazis mit Teleobjektiven Portraitfotos und Videoaufnahmen von Demonstranten machen und diese im Anschluss auf einschlägig bekannten Internetseiten in Steckbriefform veröffentlichen, ist eine Vermummung legitimer Selbstschutz, auch wenn es sich um einen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz handelt. Auch die Gerichte geben in letzter Zeit AntifaschistInnen regelmäßig Recht, das Vermummungen in solchen Zusammenhängen legitim sind. (so z.B. Urteil Amtsgericht Rotenburg vom 25. Juli 2005, Aktenzeichen: 7 Cs 9/05)
    Aus einer anderen Urteilsbegründung:
    „Nach alledem kann bereits (sic!) festgestellt werden, dass der objektive Tatbestand des § 17a Abs. 2 Nr. 1 VersammlG nicht gegeben ist, denn diese Vorschrift setzt voraus, dass die Vermummung angelegt wird, um die Feststellung der Identität (durch die Strafverfolgungsbehörden) zu verhindern. Dies war hier gerade nicht der Fall, so dass die Angeklagte mit der gesetzlichen Kostenfolge freizusprechen war.“
    (Amtsgericht Tiergarten vom 21. 04.2005, Aktenzeichen: 256 Cs 947/04)

  • Silvia Gross, Theologin

    |

    Gestern war ein guter Tag für Regensburg. Wir haben unser buntes, durch alle Zeiten schon immer mulitkulturelles Regensburg bewahrt und den braunen Bodensatz nicht zum Zuge kommen lassen. Beeindruckend war die große friedliche Gegendemonstration mit 7000 Menschen unterschiedlicher gesellschaftlicher und politischer Couleur. Fast noch beeindruckender jedoch war die Blockade am Nachmittag, die die geplante Route und die Kundgebung der NPD verhinderte. Unzählige Bürgerinnen und Bürger (viele davon spontan), nicht nur der schwarze Block oder die Antifa, verhinderten die Neonazis. Wir haben die Braunen ausgestanden und ausgesessen. Gemeinsam. Pfarrer, Kirchenvorstände, Lehrer, Schüler, Hausfrauen, Verkäufer – Regensburger eben, nicht nur die Antifa. Gemeinsam haben wir gezeigt, dass Wir Regensburg sind. Und dass wir unsere Straßen nicht freigeben für braunes Gift.

  • Anderer Student

    |

    Ich finde die Naivität vieler Bürger bedauerlich. Ich bin selbst aktiv gegen Neonazis, allerdings ist mir der unreflektierte „Hurra Islam“-Tenor zuwider. Wenn man für Demokratie, Gleichheit und Menschenrechte eintritt sollte man auch einmal den Koran sowie die Scharia lesen, denn dort ist mitnichten eine pluralistische und freiheitliche Gesellschaft als Ideal beschrieben.

    Auch muss die Frage gestellt werden warum einige Finanziers der geplanten Moschee in Regensburg fragwürdigen islamistischen Organisationen zumindest nahestehen. Hier werden von der breiten Masse die Augen geschlossen, frei nach dem Motto „Egal, wird schon gutgehen, Hauptsache man ist tolerant“.

    Nein, ich bin kein „Maulwurf“ der Rechten, aber ich mache mir Sorgen über die Gefahr von Rechts ebenso wie über die Gefahr von anderen gesellschaftlichen Strömungen.

    Die Tatsache, dass Kritik an Moscheebau inzwischen schon ganz generell als Kennzeichnen von „Neonazis“ und „braunem Abschaum“ (Zitat aus einem anderen Kommentar hier) dargestellt wird, beunruhigt mich. Menschen zu generalisieren und in einen Haufen zu werden ist niemals eine gute Idee.

    Man muss Kritik am Islam ernstnehmen und dabei die Spreu (Neonazis) vom Weizen (berechtigte Sorgen demokratischer Bürger) trennen. Alles andere ist ebenso Hetze und Propaganda wie diejenige, gegen die 7000 Leute gestern demonstriert haben. Die Deutschen tendieren dazu von einem Extrem ins Andere zu pendeln. Auch ad absurdum getriebene Toleranz und politische Korrektheit kann zu einem Gedankenkäfig und Maulkorb für den Geist führen. Man sollte vor lauter (berechtigtem) „Kampf gegen Rechts“ nicht vergessen dass nicht jeder „Rechte“ ein „Nazi“ ist. Ebensowenig wie jeder „Linke“ ein Kommunist oder Marxist ist.

    Differenzierung ist angesagt, nicht Pauschalisierung.

  • Schröck Hans

    |

    @Differenzierter Student
    Diese Diskussion um den angeblichen „Hurra-Islam-Tenor“ habe ich gestern in der Keplerstraße auch führen müssen, als mir das Transparent zu Hilfe kam, auf dem auch der Islamismus abgelehnt wurde. Was soll denn das bitteschön für eine ad absurdum getriebene Toleranz sein, wenn Leute links vom Wiener die Religionsfreiheit verteidigen? Was die Finanziers anbelangt: Solange Bischof Müller nichts dagegen hat, daß ihm die Atheisten seine Apanage bezahlen, wollen wir uns doch nicht über die private Finanzierung der Kultstätte einer Weltreligion streiten. Daß deshalb bei uns die Scharia eingeführt wird, ist ebenso unwahrscheinlich, wie wenn die von Militärgeistlichen in Afghanistan betreuten Soldaten dem Taliban die andere Backe hinhalten – soviel zur praktischen Umsetzung von Glaubensinhalten!
    Das schöne am gestrigen Tag war für jemanden, den man früher „nach drüben“ schicken wollte, daß die Verteidigung der freiheitlichen Grundordnung immer mehr eine Aufgabe der Zivilgesellschaft wird und das Geschenk der Demokratie auch gemeinsam mit Menschen verteidigt werden kann, die ansonsten keine dicken Freunde werden. Den Rest (Pädophilie,Ehrenmorde,Holocaust-Leugnung etc.) regeln die Strafgesetze.

  • eduard buchinger

    |

    ân @all

    Ja was macht den der Polizeidirektor W. Mache,
    da auf dem Foto -mit den jungen Mädels. Die
    haben ja sichtlich Angst vor dem behelmten „guten
    Onkel in Uniform.“ ;-(
    Ob sich der Herr Mache, einen solchen „Einsatz“ auch gegen „ausgewachsene Neonazis zutraut?“ Ich befürchte: Wir haben, auch aufgrund des Städtischen Unterlassens eines sogen. Verbotsversuches, bald
    wieder die Pflicht etwaiges, dann genau zu beobachten!“

    Beste Grüße E.B.

  • Native

    |

    Begeistert!
    Das war wie in einem klassischem Western. Vor der Stadt versammeln sich die Desperados um sie und ihre Bürger zu terrorisieren. Gibt man die Stadt kampflos frei und wartet bis das Spektakel vorüberzieht, hoffend anschließend wieder zur Tagesordnung überzugehen? Nein! Eine mutige Bürgerwehr bildet sich aus allen Vertretern und Vertreterinnen dieser Stadtgesellschaft und zeigt diesem Pöbel an wen sie da geraten sind um sie geteert und gefedert aus der Stadt zu jagen. Und da war kein angeheuerter Revolverheld wirksam, da war die kollektive Abscheu und eine gemeinsame Verantwortung für das Zusammenleben in unserer Stadt spürbar.

  • Neonazifeind

    |

    BI, hatte früher die Bedeutung Bürger Initiative. Heute wohl Blöden Initiative. Bullen Ideologie oder Bayern Ideologie wird es nicht bedeuten, oder?
    Eine Anfrage beim PP Oberpfalz sollte Auskunft geben.

  • werner

    |

    „Guter Tag Für Regensburg“?
    Ich lese hier komische Kommentare. Da ist man begeistert, spricht von einem guten Tag für Regensburg, von vehementen Widerstand, stellt den Polizeidirektor auf die böse Seite und und und….! Ist das wirklich ein guter Tag für Regensburg gewesen? Sind Straßenschlachten für Regensburg gut? Wo bleibt der Aufruf gegen die Linken? 13 Festnahmen bei den Linken, 4 bei den Rechten! Ich erwarte zumindest, daß sich die Veranstalter auch von dem linken Treiben distanzieren

  • Hans Weber

    |

    Aus dem Polizeibericht:

    Insgesamt erfolgten 17 Festnahmen. Davon betrafen 13 Personen aus dem linken Spektrum und vier Angehörige des rechten Lagers.

    Schlußfolgerung:
    Die gewaltbereiten Demonstraten waren im Lager der Gegendemonstarion zu finden. den ich kann mir nicht vorstellen, dass Linke und Autonome bei dem rechten Aufmarsch mitmachten!

  • Uwe Fritz

    |

    Sei es wie es ist!
    Von ca. 5.000 Gegendemonstranten waren 13, also 0,34% böse.
    Von 110 Dummköpfen waren 100% faschistisch und vier Subjekte Oberdummköpfe, also 3,64% dazu noch straffällig.
    Das ist ein beachtliches Verhältnis.
    Ergo von 5110 Demonstranten waren 123 böse, passt doch.
    Da distanzieren wir uns gerne davon.
    Basta!!!

  • Roland Hornung

    |

    @ Uwe Fritz

    Z u s t i m m u n g ! :-)

  • Bernhard Segerer

    |

    Man kann geteilter Meinung darüber sein, inwiefern Gewalt ein zulässiges Mittel beim Kampf gegen Nazis ist. Es gibt verschiedene Formen des Widerstands und in diesem Zusammenhang ist mir vor allem erst mal die Tatsache des Widerstands überhaupt wichtig. Wer die Auseinandersetzung mit Nazis „gewaltbereiten“ AntifaschistInnen überlässt, hat aber kaum ein Recht sich anschliessend darüber zu beschweren. Denn je breiter die „bürgerliche“ Front gegen Nazis ist desto weniger ist man auf jene „Chaoten“ angewiesen, die wenigstens Entschlossenheit und Mut beweisen. Also and alle Krtiker: stellt/setzt euch das nächste mal selbst in die erste Reihe – ob ein Widerstand gegen Nazis, wie auch hier wieder geschehen, in der Presse als Auseinandersetzung zwischen extremistischen Jugendlichen banalisiert werden kann oder nicht liegt einzig an der mehr oder minder zahlreichen Beteiligung „bürgerlicher“ Kräfte. Man kann sich nicht dem gemeinsamem Kampf entziehen und sich anschliessend über die Art beschweren, wie dieser Kampf von denen die ihn stellvertretend für einen selbst auf sich genommen haben, geführt wurde.

  • grace

    |

    Die Regensburger Bürger haben Zivilcourage bewiesen und den Nazis eindrucksvoll klargemacht, dass sie UND ihr Gedankengut jetzt und in der Zukunft in Regensburg unerwünscht sind.
    Grossartig!

  • native

    |

    Es war ein guter Tag für Regensburg und für die Demokratie. (mir egal wer das kritisiert)

    Wo waren da Straßenschlachten? Diese Frusthandlungen weil es nicht zugeht wie in Berlin oder Hamburg? Keine brennenden Barrikaden bedeutet auch kaum Erwähnung in den Hauptnachrichten. Aber das braucht auch keiner der aus der richtigen Überzeugung (von denen es auch mehrere gibt) dabei war.

    Dass es trotz gewaltbereiter linker Chaoten zu keinen größeren Exzessen kam, ist den couragierten Bürgerinnen und Bürgern zu verdanken die einzelnen Vermummten ein paar Ohrfeigen androhten wenn sie nicht sofort aufhörten aus unseren Reihen Steine und Flaschen auf unbewachte Polizeiautos zu werfen. (geschehen Ecke Maximilian-Hotel als das braune Pack im Geleitschutz in den Petersweg abbog).

    Fremde Chaoten und getarnte Nazis in der Stadt waren zumindest an den Bierflaschen nicht ortsansässiger Brauereien erkennbar.

    Stolz bin ich auf meine Kolleginnen und Kollegen, meine Freunde und Bekannte die aus Stadt und Region an diesem Tag teilnahmen. Stolz auf die vielen Schülerinnen und Schüler und generell die jungen Menschen, die zeigten wie sich diese Gesellschaft entwickelt wenn wir einst in Rente gehen. Von wegen Spassgesellschaft und verlorene Generation. Hier begegnete ich den zukünftigen Eliten.
    Ich dankbar unserer Polizei, die die die gewaltlose Waffengleichheit herstellte. Eine Androhung(!) von ein paar saftigen Watschen ist in Bayern keine Bedrohung, sondern lediglich ein klares Aufzeigen nicht zu überschreitender Grenzen. (für alle Preußen in unserer offenen Stadt)

    Wo Unrecht zu Recht wird (Demo-Genehmigung der NPD), wird Widerstand zur Pflicht! Ein anschaulicheres Beispiel (Bild der Sitzblockade) dieses alten Sprichwortes hat es an diesem Tag nicht gegeben.
    Mein Tag der deutschen Einheit hätte nicht schöner enden können.

  • It's higher to be a bayer

    |

    Da haben sie Recht, die Ortsansässigen Dimpfelmoßers waren bis auf einige bauernschlaue Sprüche allesamt gewaltfrei.
    Diesen Part haben wie üblich die Kollegen aus Franken übernommen. (Das liegt bekanntlich NICHT in Bayern)
    Die Gegendemonstration war friedlich. Am HBF sind allerdings friedliche Demonstranten vom SEK überrannt worden. (Übrigens alles gefilmt von einem Kollegen bei der MZ, wer kümmert sich um dieses Material?)

  • Franke

    |

    Ist ja ziemlich witzig, wie manche hier meinen mutige junge AntifaschistInnen, die vielerorts Motor für die Sitzblockaden waren (es gab am Samstag sogar mehr als 4), kollektiv als „Chaoten“, „feige“ etc beschimpft werden!

    Zum Glück hat das Zusammenspiel zwischen lokalen und angereisten Antifas, BürgerInnen, StudentInnen etc. am Samstag IN DER REALITÄT besser geklappt als hier im Internet!

  • Bernhard Segerer

    |

    Hallo Franke – bitte zu beachten, das „Chaoten“ steht bei mir in Anführungszeichen, ebenso wie „bürgerlich“!!
    Um also Missverständnissen vorzubeugen: Danke an die Antifa, durch deren mutiges Vorbild sich wohl auch einige andere erst getraut haben, selbst aktiv zu werden! Und Danke auch an alle (!) anderen, die Widerstand geleistet haben, egal wie. Ein Hoch auf die Solidarität gegen die Faschisten!

  • native

    |

    Ist da wer beleidigt?

    Vorausschickend: Die Szene am am Hauptbahnhof kenne ich leider nicht.

    Ich kenne (gesichtsweise) die Vertreter der örtlichen Antifa. Ich hatte kein Problem neben ihnen zu sein, weder bei der Demo noch als ich bei einer Blockade vorbeikam. (hab nicht gesessen, komme nicht schnell genug hoch wenns pressiert) Ich hab dort keinen vermummten Steinewerfer, keinen sinnlosen Krawallmacher und keinen Feigling gesehen.
    Es wurden von der Antifa witzige und (privatmeinung)blöde Sprüche skandiert. Der Mut dieser nun mal chaotisch gekleideten und frisierten Jungen und Mädchen ringt mir durchaus Respekt, wenn auch für das Äußere keine Begeisterung ab. Ich nehme mal an das dies so eingepreist ist.

    Aber ich habe ein Problem wenn öffentliches Eigentum (ich habs bezahlt) zerstört wird. Ich bitte mir das nachzusehen.
    Ich habe ein Problem Polizistinnen und Polizisten als meinen Feind anzusehen, schließlich ist sie/er ein von mir bezahlter Angestellter, die an dieserm Feiertag lieber Zuhause bei ihren Familien wären, als hier in einer fremden Stadt ihre/seine Haut zu Markte zu tragen.
    Ich habe ein Problem mit der Zerstörung von Privateigentum da ich kein linker Chaot bin.

    Ich werde nicht versuchen sinnlosen Krawall und mutwillige Zerstörung nicht als solchen zu bezeichnen.

    Fühlt sich sonst noch jemand auf den Schlips getreten oder nicht hinreichend gewürdigt?

    Soll das das Ergebnis dieses Tages gewesen sein? Unsere Unterschiede rauszukehren und die Verdienste der Partner dieser großartigen Aktion kleinzureden?

    Jetzt weis ich warum Clint Eastwood in seinen Western die Stadt verlässt und nach dem Showdown, ohne sich umzudrehen in die untergehende Sonne reitet.

  • Sebastian Wild

    |

    Wenn jemand ein Video der grandiosen Gegendemo möchte, möge er sich bei mir melden.

  • Franke

    |

    beleidigt?

    Ich? :-)

    Um Himmels willen nein!
    Wieso auch nach so einem tollen Wochenende!

    Ihre Unverschämtheit allerdings scheint keine Grenzen zu kennen. Zuerst schimpfen Sie und dann beschweren Sie (!!) sich, dass gespalten wird. Ich werde Sie da jetzt aber nicht weiter bei unterstützen, da ich hochzufrieden bin ohne Menschen in Schubladen zu stecken, vielen Dank! :-)

    Schöne Grüße aus Franken

  • Stefan D. Christoph

    |

    @werner: Woher Sie die 13 Festnahmen bei den Linken nehmen ist mir rätselhaft. Die Rechnung „nicht bei den Rechten aufgeführt = Links“ geht jedoch logisch nicht auf. Wo die Straßenschlachten gewesen sein sollen frage ich mich auch? Ist hier etwa ein übereifriger Charivari-Hörer am Werk?

    Und @native hat die Aversion gegen die Polizei ja auch ihre Gründe, auch wenn zugegeben einige hier übermotiviert waren. Natürlich sollte es bei so einer Demonstration nämlich vor allm gegen die Nazis und nicht gegen die Polizei gehen.
    Wenn ich jedoch am Bahnhof stehe und sehe wie unsere Staatsdiener, die übrigens auch von meinen Steuergeldern bezahlt werden, kleine vierzehnjährige Mädels aus heiterem Himmel zu Boden werfen und dann mitnehmen; dann kann ich so etwas schon verstehen.
    Und ich frage mich für was meine Steuergelder ausgegeben werden, wenn ich meine Bekannten auf dem Nach-Hause weg zum Bahnhof begleite und diese dann noch zwei Stunden nach der Nazidemo nicht eingelassen werden um ihren Zug zu erreichen. Und das wegen dreißig Hanseln deren zerebraler Zustand nur wenig über dem von Wachkomapatienten liegt.
    Auf eine Nachfrage hin muss man sich von seinem „Freund und Helfer“ dann freilich auch noch blöd anmotzen lassen.
    Einen Angestellten von mir hätte ich nach dem Tag fristlos gekündigt…

  • Uwe Fritz

    |

    @ Roland Hornung

    D A N K E

    Ich bin froh das es zu keinen ernsthaft Verletzten auf allen Seiten gekommen ist!
    In Regensburg soll und darf diese Brut nicht gedeihen
    Leider versuchte die Polizei den Bürgerwillen zu brechen und Gott sei Dank hat sie das nicht geschafft. Die Macht hat das Volk und so wird es hoffentlich immer bleiben.
    Unschöne Bilder musste ich dennoch sehen.
    Unsere Jugend ist so schlecht nicht!

  • Monika Hendlmeier

    |

    @Stefan D. Christoph
    Die Zahl 13 Festnahmen bei den „Linken“ findet sich in diversen Presseberichterstattungen, u.a. auch in der „Donaupost“, die die Festnahmen genau aufschlüsselt:

    Zitat von: http://www.idowa.de/donau-post/container/container/con/634405.html

    Insgesamt erfolgten 17 Festnahmen. Davon betrafen 13 Personen aus dem linken Spektrum und vier Angehörige des rechten Lagers.

    Im Einzelnen bedeutet dies:

    Ein 20-Jähriger aus Schwabach wurde gegen 11:15 Uhr bereits am Bahnhof festgenommen, nachdem er einen Teleskopschlagstock mit sich führte. Dort erfolgte zudem zeitgleich die Festnahme einer ebenfalls 20-jährigen Frau aus Nürnberg. Sie hatte ein Reizgas bei sich.

    Wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Beleidigung wird ein 33-Jähriger Oberpfälzer aus dem rechten Spektrum angezeigt. Ferner ein 25-jähriger aus dem nördlichen Lk. Regensburg, wegen eines Verstoßes nach dem Versammlungsgesetz.

    Gegen 14:30 Uhr erfolgte die Festnahme zweier 57 bzw. 63 Jahre alter Männer aus den Landkreisen Cham/OPf. und Neumarkt/OPf. Nachdem die dem rechten Spektrum Zuzurechnenden jeweils Messer mit sich führten, werden sie wegen Verstößen nach dem Versammlungsgesetz angezeigt.

    Neun zwischen 17 und 24 Jahre alte Teilnehmer des autonomen linken Spektrums, werden angezeigt weil sie ihr Gesicht vermummt hatten, ein Verstoß nach dem Versammlungsgesetz.

    Ein 17-jähriger Jugendlicher aus Regensburg wird wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt.

    Mithilfe des Fotos eines anwesenden Medienvertreters, der das Zeigen des Hitlergrußes eines zunächst Unbekannten im Umfeld des Hauptbahnhofes dokumentiert hatte, gelang es einen 46-jährigen Tatverdächtigen zu ermitteln und festzunehmen. Ihn erwartet eine Anzeige wegen Volksverhetzung.

    Alle Festgenommenen kamen nach der kriminalpolizeilichen Bearbeitung wieder auf freien Fuß.

  • Bert

    |

    Der Donaupost-„Artikel“ ist einfach die kopierte Pressemitteilung der Polizei.

  • Stefan D. Christoph

    |

    @Monika: Nun gut, das mit den Zahlen lass ich mal gelten. Wobei mich dennoch interessieren würde welche dieser bösen linken Straftaten das kleine Punkermädel dann verbrochen hat um unvermittelt und aus heiterem Himmel (nachdem die Nasen schon längst weg waren!) von einem USK-Trupp zu Boden gerammt und dann mitgezerrt zu werden.

  • kein nachwuchsregisseur

    |

    Wenn jemand ein Video der grandiosen Gegendemo möchte, möge er sich bei mir melden.

    Von Sebastian Wild am 05. Okt 2009, 16:58 Uhr

    da gibt es also nazis, die die Beteiligten der Antinazidemo photografieren wollen um anschließend „Steckbriefe“ im Internet zu verbreiten. Und hier wird im Rausche der Begeisterung wie von ner Hochzeit ein Filmchen verscherbelt. Dabei sollte jeden klar sein, dass dieses Material Menschen die an der Demo beteiligt waren in Gefahr bringen könnte, sei es durch die Nazis, sei es durch andere Gruppierungen die ein Interesse an den konkret Beteiligten haben.
    Also aufhören damit und nachdenken.

  • Uwe Fritz

    |

    @ kein nachwuchsregiseur

    Es stand nirgends geschrieben das Herr Wild Profit mit dem Video machen wollte. Auf die Persönlichkeitsrechte der Propagandisten wird Herr Wild sicher geachtet haben.

    Hallo Sebastian,

    ich hätte gerne ein Video von Dir, am besten auf DVD.

    Herr Stefan Aigner hat meine Comdaten und ist befugt, diese an Dich weiterzuleiten.
    Ich habe schöne Fotos von der armseligen Abschlusskundgebung. Lass uns mal tauschen.

  • Stefan D. Christoph

    |

    @Uwe: Ich glaube es geht hier weniger um die Persönlichkeitsrechte der Naziwürschteln, sondern um vielmehr die der AntifaschistInnen die auf einem Video der Gegendemo zu sehen sein werden.

Kommentare sind deaktiviert