Pfarrheim St. Emmeram

Update: Strafanzeige gegen Pfarrheim-Gruppe – Steht eine Räumung des Pfarrheims bevor?

Immer noch harren über 20 Personen im Pfarrheim aus. Foto: Archiv/Mathias Roth

Immer noch harren über 20 Personen im Pfarrheim aus. Foto: Archiv/Mathias Roth

UPDATE: Bistum stellt Strafanzeige gegen die Gruppe im Pfarrheim.

Die Räumung des Pfarrheims St. Emmeram, in dem sich nach wie vor über 20 Personen aufhalten, wird zunehmend wahrscheinlicher. Erwachsene, die das Pfarrheim verlassen, werden auf Direktive des Bistums vom Sicherheitsdienst nicht mehr reingelassen. Drei Personen wurden im Laufe der Woche von der Polizei festgenommen.

UPDATE: Das Bistum Regensburg teilte am Freitagvormittag in einer Pressemeldung mit Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch gegen die 25-köpfige Gruppe im Pfarrheim St. Emmeram zu stellen. Das Bistum sieht alle bisherigen Verhandlungen als gescheitert an und wird ab Samstag die Versorgung mit Nahrungsmitteln einstellen. ZU den Gründen äußert sich Generalvikar Michael Fuchs wie folgt: 

“Während Eltern in Not normalerweise ihre Kinder möglichst aus Auseinandersetzungen und Veröffentlichungen heraushalten, wurden diese Kinder von Anfang an benutzt als Transparent-Halter, als Foto-Objekte an der Protestfront, ja in konkreten Drohungen sogar als mögliche Waisenkinder durch Selbstmord der Erwachsenen und als mögliche Tötungsopfer. Schon der Kinder wegen muss dieses verantwortungslose Agieren der Eltern jetzt schnell ein Ende haben.“

Eine entsprechende E-Mail ging gegen Mittag bei der Leitstelle Regensburg ein. Die Strafanzeige gilt ab 14.00 Uhr. Fuchs bittet die Personen auf das Pfarrheim vor diesem Zeitpunkt zu verlassen, verkündet aber zugleich, dass auch danach das Verlassen jederzeit möglich sei. Ein Rückkehr ins Pfarrheim ist laut Fuchs ausgeschlossen.

E-Mail mit dem zu verlesenden Text an die Gruppe im Pfarrheim. Foto: Facebookgruppe "Unterstützer*innen Dom".

E-Mail mit dem zu verlesenden Text an die Gruppe im Pfarrheim. Foto: Facebookgruppe „Unterstützer*innen Dom“.

Es folgt der Artikel vom 04.08.:
Wie geht es weiter im Pfarrheim St. Emmeram? Die Antwort auf diese Frage ist aktuell immer noch ungeklärt, wenngleich die Vorzeichen zunehmend auf eine mögliche polizeiliche Räumung deuten. Nachdem das Bistum vergangenen Mittwoch der Gruppe Asylsuchender aus den Balkanländern die „geduldete Präsenz“ in der „Notunterkunft“ entzogen hatte, blieben die meisten dennoch im Pfarrheim.

Bistum verschärft Ton

Erhöht den Druck: Generalvikar Michael Fuchs. Foto: Archiv/ Staudinger

Generalvikar Michael Fuchs verwies dabei auf das Hausrecht der Kirche und kündigte als letztes Mittel eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch an, sollte die Gruppe das Pfarrheim nicht verlassen. In einem neuerlichen Schreiben bekräftigte Fuchs diesen Mittwoch seine Forderung und appellierte an die „Vernunft“ und „Verantwortung“ der Asylsuchenden. Wörtlich heißt es in dem Brief:

„Verlassen Sie jetzt das Pfarrheim, gehen Sie jetzt zurück in die staatlichen Einrichtungen und vermeiden Sie auf diese Weise, dass die staatlichen Behörden sehr bald andere Maßnahmen ergreifen müssen. Jetzt liegt es noch in Ihrer Hand.“

Das Bistum verschärft damit den Ton und das Vorgehen gegenüber der Gruppe im Pfarrheim, die sich zwischenzeitlich von den beiden bisherigen Wortführern und Hauptverhandlern Isen und Sefran Asanovski von Romano Jekipe Ano Hamburg getrennt hat. Die Rechtfertigung zum jetzigen Handeln sieht Fuchs mitunter in der, wie er sagt, immer weniger werdenden Unterstützung der Bevölkerung für die Aktion, der fehlenden Glaubwürdigkeit der Gruppe und einem durch diese Aktion entstandenen Schaden für „berechtigte[] Anliegen von Flüchtlingen in Deutschland“.

Räumen oder aushungern lassen?

Mit Fuchs’ Ankündigung ist auch eine neue Regel verbunden: Erwachsene, die das Pfarrheim verlassen, werden vom personell verstärkten Sicherheitsdienst am erneuten Zutritt gehindert. Wer draußen ist, kommt nicht mehr rein. Aus Unterstützerkreisen heißt es zudem, dass die Essen- und Wasserversorgung sowie die hygienischen Bedingungen nach und nach schlechter würden.

Bald wieder leer? Ds Pfarrheim St. Emmeram. Die Außentür ließ das Bistum mittlerweile aus "Sicherheitsgründen" aushebeln. Foto: om

Bald wieder leer? Das Pfarrheim St. Emmeram. Die Außentür ließ das Bistum mittlerweile aus „Sicherheitsgründen“ aushebeln. Foto: om

In den vergangenen Tagen kursierten immer häufiger Gerüchte einer bald bevorstehenden Räumung, sogar ein Ultimatum seitens der Bistums (Donnerstag, 15.00 Uhr) machte die Runde. Eine Räumung fand bis dato allerdings nicht statt. Die bisherige Taktik des Bistums scheint aus zunehmendem Druckaufbau und fortschreitendem Aushungernlassen zu bestehen, in der Hoffnung die Lage der Personen im Pfarrheim möge so unangenehm werden, dass sie sich nach und nach gezwungen sehen zu gehen.

Polizei greift Personen auf

Dass die Behörden parallel dazu tätiger werden, ist unübersehbar. Am Dienstag etwa wurde ein Ehepaar aus der Notunterkunft, das auf dem Weg ins Krankenhaus war, von der Polizei in Gewahrsam genommen und abtransportiert. Am Mittwoch wurde ein weiterer Mann von der Polizei außerhalb des Pfarrheims aufgegriffen, nach Ingolstadt gebracht und dadurch auch von seiner Familie, die sich noch in St. Emmeram aufhält, getrennt.

Spontane Solidaritätskundgebung von Dienstag auf Mittwoch

Im Nachgang an die Festnahmen am Dienstag fand in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch eine lautstarke spontane Solidaritätskundgebung von etwa 30 Abschiebungsgegnern direkt vor der Polizeiinspektion Süd am Minoritenweg statt. Im Laufe der Woche kamen bei Räumungsgerüchten immer wieder Unterstützer am Jakobstor, wo eine Dauerkundgebung mit Infostand abgehalten wird, zusammen.

Nächtliche Spontankundgebung vor der Polizeiinspektion Süd. Foto: om

Nächtliche Spontankundgebung vor der Polizeiinspektion Süd. Foto: om

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Kommentare (37)

  • joey

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    Dauerkundgebung mit infoStand:
    interessiert sich jemand für die Infos? Jemand, den die Unterstützer noch nicht kennen, also der gemeine Bürger? Ist die Veranstaltung geeignet, „die Gesellschaft zu verändern“ (Lisa Thomas)?

  • Reminder

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    Was mich an der ganzen Sache sehr wundert: Mit der Caritas hätte die Kirche deutschlands größten Wohlfahrtsverband an ihrer Seite, der mit Sicherheit über hinreichend Expertise verfügt, solche Situationen angemessen zu behandeln. Wie kann es da sein, dass die Kirche offenkundig keinen vernünftigen Kontakt zu den Leuten im Pfarrheim herstellen kann? Nach Außen wirkt es jedenfalls so, als ob von Seiten des Bistums in erster Linie Leute mit der Sache befasst wären, die inhaltlich an dieser Stelle kaum Kompetenz einbringen könnten. Es wäre jedenfalls nicht das erste Mal, dass die ‚verfasste Kirche‘ (d.h. Klerus, Pfarreien- und Bistumsverwaltung) die Expertise in den eigenen Reihen ‚übersieht‘ und sich stattdessen im unbeirrbaren Glauben an die eigene, zu allem befähigende Berufung in irgendwas verrennt. So hätte es beispielsweise im Umgang mit sexuellem Missbrauch in der Kirche in den Reihen der Caritas sicherlich ebenfalls mehr als genug Expertise gegeben, um angemessener mit den Vorfällen und den davon Betroffenen umzugehen. Ich will gar nicht wissen, wie oft die entsprechenden Fachleute angesichts dessen, wie tatsächlich damit umgegangen wurde, die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben. Und bezogen auf die Pfarrheim-Besetzer fürchte ich Ähnliches. Die Leute dort hätten wahrscheinlich gar keine so schlechten Chancen von Papst Franziskus zur nächsten Fußwaschung eingeladen zu werden. Das Bistum hingegen will sie hingegen – weil überfordert – schnellst möglich los werden. Eine Kirche, die sich auf die Lebenswelt der Menschen einlässt, für deren Wohl sie angeblich eintritt, sieht anders aus, oder?

  • Lothgaßler

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    Der Weg scheint zu Ende und aus der Sackgasse gibt es nur einen Weg raus. Wer auch immer diesen Menschen vorgaukelt es gäbe ein happy-end, der sollte sich prüfen was er hier gerade verbockt. Das Leben besteht auch aus Misserfolgen, Härten und gefühlter oder echter Ungerechtigkeit. Die Mittel zur Durchsetzung der eigenen Ziele waren ungeeignet, die Menschen wurden überwiegend nicht gut beraten und nun muss die Realität angenommen werden. Es muss verhindert werden, dass nun Verzweiflungstaten angekündigt und schlimmstenfalls auch vollzogen werden. Die Kirche kann immer noch eine Perspektive in den Herkunftsländern öffnen, nicht unbedingt durch „Auszugsgeschenke“, sondern durch Hilfestellungen für die Rückkehrer und Dortgebliebenen.

  • hutzelwutzel

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    @Reminder: Richtig, doch die Caritas tut auch nur dann im „Besonderen Jahr der Barmherzigkeit“ (gilt noch bis November 2016) etwas, wenn die finanzielle Unterstützung stimmt. Noch NIE hatte die Röm.-Kath. Kirche eigenes, angespartes Geld für irgendwelche sozialen Zwecke verwendet. Immer kam vorher oder zeitgleich der Spendenaufruf, und erst wenn die Spenden eingegangen waren kam die Hilfe.

    „Verlassen Sie jetzt das Pfarrheim, gehen Sie jetzt zurück in die staatlichen Einrichtungen und vermeiden Sie auf diese Weise, dass die staatlichen Behörden sehr bald andere Maßnahmen ergreifen müssen. Jetzt liegt es noch in Ihrer Hand.“
    ————————–
    Nicht „Opus D.i“, sondern „Opus Fuchsiensis“?

    1. Wo war oder ist eigentlich der gnädige, sich um alle Schäflein sorgende Oberhirte mit eigenenem verwandtschaftlichen Migrationshintergrund?
    2. Wie kümmert sich eigentlich die Röm.-Kath. Kirche in Tschechien um die Sinti und Roma dort?
    3. Saß da nicht beim Würstlessen die Bayerische Sozialministerin vor zwei Jahren so nah beim damaligen Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller?

    @Lothgaßler:
    Richtig, aber wir werden auch in Bayern in den nächsten zwanzig Jahren noch erheblichen Flüchtlingszustom haben. Diese werden auch sog. „Wirtschaftsflüchtlinge“ sein, nachdem über 50% (Ich rechne über 70%) der deutschen Rüstungsexporte aus Bayern über direkt „belieferte“ Staaten in die Krisengebiete dieser Welt gelangen.

    Wir werden uns als ändern, oder Krieg gegen Flüchtlinge führen müssen. Davor bewahre uns auch der christlich-katholische Gott, denn da werden 2000 PolizistInenn mehr (zu den/ mit den bereits bestens aufgestellten fünf bis sechs Sondereinsatzkontingenten paramilitärischer Sicherheitskräfte – natürlich als Ersatz für die Wehrpflichtarmee aufgestellt und bestens über WTD-erprobte Erfindungen ausgestattet) nicht helfen.

    Es gibt auch Zeiten in denen die hochgelobte Militärstrategie eines „von Clausewitz“ nicht mehr greift.

  • Magnus

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    Mich wundert das alles nicht.
    Die Gruppe der Asylsuchenden bestätigen nicht nur jedes gängige Klischee, das man gegenüber dieser Volksgruppe haben könnte, sie fördern auch noch den Unwillen in der Bevölkerung, sich für wirklich Schutzbedürftige einsetzen zu wollen. Also jenen, die aus Verzweiflung, Not und auf der Flucht vor Krieg zu uns gekommen sind.

    Die hier genannte Gruppe macht in erster Linie wirtschaftliches Interesse geltend. Angebliche Verfolgung in ihren Heimatländern können sie ebensowenig nachweisen wie einen Funken Willen, sich hier in Deutschland integrieren zu wollen. Das zeigen bereits die Drohungen zur Selbsttötung, das zeigen die Bedrohungen gegenüber Mitarbeitern der Kirche, das zeigt der Versuch, den Rechtsstaat zu erpressen, bei dem sie Unterschlupf finden wollen.

    Ich wohne am Herzogspark und gehe täglich auf dem Weg an der Schottenkirche in der Innenstadt. Sympathisanten für die Gruppe Asylsuchender habe ich am Stand der Unterstützer noch NIE gesehen!

  • hutzelwutzel

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    @Magnus:

    „Mich wundert das alles nicht.
    Die Gruppe der Asylsuchenden bestätigen nicht nur jedes gängige Klischee, das man gegenüber dieser Volksgruppe haben könnte, sie fördern auch noch den Unwillen in der Bevölkerung, sich für wirklich Schutzbedürftige einsetzen zu wollen. Also jenen, die aus Verzweiflung, Not und auf der Flucht vor Krieg zu uns gekommen sind.“

    Beginnen wir damit im reichsten Land dieser Erde uns nur für die von uns so qualifiziert „wirklich Schutzbedürftigen“ einsetzen zu wollen, dann hätten die Aliierten damals wirklich rigoros den Morgenthau-Plan durchziehen, weiterhin alle schuldigen Nazis nicht in Ämter gelangen, sondern standrechtlich erschießen sollen.
    So schnell vergißt man in Deutschland, mehr noch in Bayern die nicht einmal 100 Jahre zurückliegende Vergangenheit.

    „Die hier genannte Gruppe macht in erster Linie wirtschaftliches Interesse geltend. Angebliche Verfolgung in ihren Heimatländern können sie ebensowenig nachweisen wie einen Funken Willen, sich hier in Deutschland integrieren zu wollen. Das zeigen bereits die Drohungen zur Selbsttötung, das zeigen die Bedrohungen gegenüber Mitarbeitern der Kirche, das zeigt der Versuch, den Rechtsstaat zu erpressen, bei dem sie Unterschlupf finden wollen.“

    Die „Bedrohung zur Selbsttötung“ kam meinen Informationen zufolge von einer einzigen Person, einem Vater. Man kann Leute auch derart stressen, dass diesen so etwas über die Lippen kommt.

    Integrationsunwillig? Dann sollten wir mal zusehen, dass wir die Vorgaben für eine Integration festlegen. „Christlich-abendländische Grundwerte“ bzw. deren Befolgung taugen dafür nicht, da diese nicht bestimmt, nicht verifizierbar sind, und auch nur den christlichen Kirchen Legitimation verleihen sollen.

    „Ich wohne am Herzogspark und gehe täglich auf dem Weg an der Schottenkirche in der Innenstadt. Sympathisanten für die Gruppe Asylsuchender habe ich am Stand der Unterstützer noch NIE gesehen!“
    —–
    Wundert mich nicht, denn aus ganz Regensburg hört und laß ich seit der Flüchtlingskrise zur Berichte zu Aggressionen gegen Flüchtlingsunterkünfte. Noch nie hörte oder laß ich – außer hier – etwas kritisches gegen die sexuellen Mißbrauchsfälle kath. Geistlicher, oder bemerkte irgendeine „Willkommenskultur“.
    Könnte es sein, dass Regensburg langsam aber sicher „Reichshauptstadt“ werden will?

  • hutzelwutzel

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    @Magnus (nicht Albertus, oder? ;-))

    Apropos „Volksgruppe“. Sie meinen sicherlich Sinti oder hier Roma?
    Zu Volksgruppen habe ich ein ganz besonderes Verhältnis, seit ich in Tschechien mal davon hörte und selbst erlebte, wie Mitglieder der Volksgruppe der „Heimatvertriebenen“ fast den Garten eines denen fremden Anwesens geplündert hätten. Dies mit den Worten „Das hat uns gehört!“.
    So viel zum Verhalten von „Volksgruppen“ deutscher Prägung, wobei die Sudetendeutschen – wenn ich mich nicht irre – keine Deutschen, sondern Tschechen waren, und aufgrund Agitation deren Führungselite gegen die Staatsführung aus dem Land vertrieben wurden.

  • semmeldieb

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    Der Ofen war für mich aus, als die Tötung eines Kindes im Falle der Nichterfüllung von Forderungen angedroht wurde, und er bleibt auch aus. Dass hier nicht von Seiten der Behörden eingegriffen wurde, ist für mich ebenso unverständlich wie die Fortsetzung der Unterstützung dieser Gruppe. Wohlgemerkt dieser Gruppe – nicht der allgemeinen Kritik.

  • hutzelwutzel

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    @semmeldieb:

    Allgemeine Kritik kostet auch nichts. ;-)
    Wie bereits geschrieben, kann man Leute – hier einen Vater in Blick auf dessen Kinder- durchaus auch reitzen, bis solche Worte fallen. Niemand versteht die übrigens besser als die Oberpfälzer (habe ich mir sagen lassen).
    Eigentlich hätte ja ein kollektiver Selbstmord angedroht werden müssen, dann hätten die Behörden eingreifen – die Leute vor sich selbst schützen – und die Sache für die Diözese Regensburg weichgespült beenden können.
    Jetzt aber steht die rechte Hand des Bischofs im Blickfeld, und es könnte ihm im Nachhinein seine Dozententätigkeit auf Kephas.tv „kosten“.
    Der Liebe kapiert auch nicht, dass man ihn – so Kirchenkreise – lieber heute wie morgen aus der Führungsriege einer Diözese weghaben will.

  • Tobias

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    @hutzelwutzel:
    Hören Sie doch bitte mit diesem Unsinn auf.
    Keiner der auf dem Foto abgebildeten stammt aus dieser Zeit, noch tu‘ ich das (Baujahr 1990). Warum sollten die illegalen Dombesetzer sich auf etwas berufen können, was gar keine Relevanz mehr hat? Dieser Schuldkult und die Sippenhaft mag zwar vielen Menschen noch in den Köpfen herumschwirren, die in den 50ern, 60ern und 70ern in die Schulen gingen und dort entsprechend geformt wurden. Aber seit dem ich die Grundschule 1997 besuchte wurde uns so ein Stuss nicht mehr eingehämmert. Wir sind alle tolerant und offen, wir sind „reich“ aber ungleichmäßig verteilt (und die Kirche ist wirklich die, die extrem viel besitzt), das dürften Sie nicht vergessen, aber dann muss man dem „modernen“ Deutschland, das es ja sein soll, auch mal diesen Blödsinn der historischen Schuld aberkennen. Mahnen ist gut, Fordern und ins Jahr 2016 noch so argumentieren falsch.

    Ansonsten: Auf dem Bild zur Polizei im Minoritenweg (?, sieht zumindest so aus). Wann geht noch einmal die Sonne unter? Dort ist es stockfinster, selbst die kleinen Kamerasensoren von Smartphones mit bedacht. Diese sogenannten Aktivisten sollten wirklich mal einer Arbeit nachgehen.

  • Magnus

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    @hutzelwutzel:
    Sie wollen mir doch wohl nicht ernsthaft rechtes Gedankengut unterstellen, nur weil ich anderer Meinung bin als Sie! Ich habe mein Leben lang für eine liberale und offene Gesellschaft gelebt und dementsprechend gewählt. Ich gehe auf die Strasse, wenn es um Ausländerfeindlichkeit geht, wenn es um Rechte für Akzeptanz anders Denkender und Fühlender geht.

    Ich glaube mir allerdings ein Bild darüber machen zu können, was in der einen Richtung falsch und in der anderen richtig läuft. Wenn „ein Vater“ droht, sich mit seinem Kind zu töten, dann ist das im hier vorliegenden Fall sicherlich nicht stressbedingt. Sie setzen das Fehlverhalten dieses Vaters somit gleich mit dem Verhalten vieler anderer Flüchtlinge und Asylsuchenden. Dass Sie hier Äpfel mit Birnen verwechseln und dann auch noch die große Nachkriegs-Moralkeule herausholen, spricht für Ihren Mangel an Argumentation, aber nicht für Sie.

  • Nemo Udeis

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    „Noch nie […] bemerkte [ich] irgendeine ,Willkommenskultur‘.“
    Und warum? Weil die Menschen, die sich z.B. auf Pfarreiebene in der Flüchtlingsarbeit engagieren, nun mal keine Pavillons aufstellen, keine Transparente kleben, keine Diskussionen in Online-Foren führen, sich nicht den ganzen Tag irgendwo hinhocken können (und dafür auch noch Geld kriegen) und ihr Engagement – im wahrsten Sinn des Wortes – nicht an die große Glocke hängen. Dafür haben sie nämlich keine Zeit.
    Sie kümmern sich vielmehr direkt um die als Flüchtlinge anerkannten Menschen, die ihre Hilfe brauchen, heißen sie willkommen, organisieren Wohnungen für die Familien, kümmern sich um Möbel, machen Begleitung bei Behördengängen, kümmern sich um die Kinder, damit die Eltern sich um Arbeit bemühen können, organisieren Begegnungsveranstaltungen, um die Menschen mit ihrer neuen Heimat vertrauter zu machen und vieles mehr.
    Und die Flüchtlinge? Sie freuen sich, sind dankbar, und geben Ihrerseits das zurück, was sie können: Freundlichkeit, eine Einladung zum Mittagessen oder dadurch, dass sie (sowohl Christen als auch Muslime) gerne mitarbeiten, wenn in der Gemeinde Hilfe gebraucht wird.
    Wo es das gibt? In einer katholischen Pfarrgemeinde. In Regensburg. Seit vielen Monaten.
    Und warum man davon vielleicht nichts bemerkt?
    „Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten. Dein Almosen soll verborgen bleiben und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“ (Mt 6,1.4)

  • Anna Breitenbacher

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    Die Strafanzeige und die (vermutliche) Räumung sind die einzigen richtigen Konsequenzen. Diese ganze Besetzungsgeschichte war ein einziges, erbärmliches Schauspiel!

    Und „ja“, die Skeptiker hatten recht: Der Freistaat Bayern bzw. das Bistum Regensburg hätten bereits am ersten Tag der Dombesetzung die Besetzer durch die Polizei abführen lassen sollen. Erpressung und widerrechtliche Forderungen dürfen in keinster Weise akzeptiert werden!

    Den Fehler, den ich der Diozöse zum Vorwurf mache, ist dass sie sich wochenlang von den sog. Schutzsuchenden, deren Organisation durch Romano Jekpie sowie von den politisch weit mehr als nur linkslastigen „Aktivisten“gruppen auf der Nase herum tanzen haben lassen.

    Erpressung gegen den Staat und das Nichtakzeptieren von rechtlichen Beschlüssen zeigen jedem, dass eine Integrationsbemühung von vornherein nicht vorhanden war.

    Ich kenne in meinem Umfeld keinen einzigen, der sich positiv über diese Besetzungsgeschichte äußert. Im Gegenteil: Die meisten Reaktionen sind nicht zitierfähig…und das gilt übrigens auch gegen die üblichen Verdächtigen von Linksaußen mit ihren Mahnwachen und sonstigem Pi-Pa-Po. Man hat den Eindruck dass alles, was Deutschland irgendwie schaden würde, von diesen Gruppen vorbehaltlos unterstützt wird.

  • Reminder

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    Tja, wie hätten wir ihn denn gerne den Flüchtling, Asylsuchenden oder wie auch immer wie diese Menschen betiteln mögen? Ein wenig boshaft zugespitz formuliert schleicht sich bei mir mitunter schon der folgende Eindruck ein: Es sollte schon irgendwie der humanistisch gebildte Lyriker und Pen-Clubvorsitzende sein, oder? Der Normalo, der am Ende nicht nur nicht überdurchschnittlich Intelligent ist oder am Ende sogar noch übel riecht, da kommenoffenbar viele ins Grübeln, ob der unsere Unterstützung wirklich verdient. Das ist wohl ein wenig wie bei der Werbung der Kinderhilfswerke: Solang die dunkelhäutigen Kinder, klein, pausbackig sowie großäuigig (und weit weg) sind, finden wir sie niedlich und unterstützenswert. Wenn sie dann als Teenager oder Erwachsene mangels Perspektive (weil die Spenden meist auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind) vor unserer Tür stehen, sieht das häufig schon wieder anders aus.

    Es stimmt schon, wir haben selbst schon genügend ‚Einheimische‘, die aus Sicht des Mainstream unangenehm aus dem Rahmen fallen (und von denen man sich so schön positiv abheben kann), da hält sich die Begeisterung für ‚Auswärtige‘ naturgemäß in Grenzen. Mit den Grundrechten ist das aber tendenziell schon so wie mit der Schwangerschaft: Entweder sie gelten für alle oder für niemanden. Ein bischen schwanger geht nicht.

  • MartinB

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    @Reminder
    In Regensburg ist eine angesehene Person der Justiz – fast hätte ich gesagt deutschen Leichtathletik –, einer von den Caritas Oberen.

  • Reminder

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    Ich weiß nichts Näheres über den Hintergrund der Menschen im Pfarrheim.

    Ich weiß aber, dass Roma (und Sinti) grundsätzlich in keinem Land besonders gute Karten haben. Speziell aus dem ehemaligen Jugoslawien ist es zwar in früheren Jahren Einigen gelungen, sich ‚getarnt‘ als normale Jugos eine Existenz bei uns aufzubauen. Sie legen aber häufig keinen besonderen Wert darauf, als Roma identifiziert zu werden und wollen z.B. auch nicht mit den Roma aus Rumänien oder anderen osteuropäischen Ländern in Verbindung gebracht werden, die in den Fußgängerzonen häufig als Bettler in Erscheinung treten oder unseren illegalen ‚Arbeitsstrich‘ mit Personal versorgen.

    Wenn man weiß, unter welchen Bedingungen die zuletzt genannten Roma mitunter ‚leben‘ (kann man das überhaupt so nennen?), verwundert es nicht, dass sie das tun. Aber wer will das schon wissen? Rumänien gehört ja beispielsweise zur EU. Da gibt es per Definition keine Diskriminierung/Verfolgung, als auch keinen Asylgrund. Sonst hätte man das Land (und andere) ja gar nicht in die EU aufnehmen dürfen. Aber wie war das nochmal mit den Häusern der Roma, die man angezündet hat, um dann auf die zu schießen, die das brennende Haus verließen? Wie gingen die Ermittlungen aus? Gab es Strafverfaren und Verurteilungen? Who cares? Alles so weit weg. Alles Wirtschaftsflüchtlinge.

    Und die Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien sind mehrheitlich sichere Drittstaaten. Was macht man da, wenn einem der gleichberechtigte Zugang zum Bildungs-, Gesundheits- und Sozialsystem oder zum Arbeitsmarkt verwehrt bleibt?

    Die EU hat sich die schizophrene Situation ja auch in diversen Förderprogramme mehr oder minder eingestanden (z.B. http://ec.europa.eu/justice/discrimination/roma/index_en.htm). Nenneswerte Veränderungen haben sich daraus aber noch nicht ergeben.

    Ja, unter den Roma – speziell unter denen, die Asyl bei uns beantragen – gibt es recht wenige Akademiker. Patriachales Denken ist keine Seltenheit. In einigen Familien wird bereits seit Generationen kaum etwas anderes als Aussichtslosigkeit (mit all ihren ‚pitoresken‘ Begleiterscheinungen) vererbt. Dessen ungachtet laufen aber beispielsweise in den angesagten Clubs die Balkanbeats immer noch recht gut. Mit Ihrer Kultur/Musik machen jedoch nur selten Roma das (relativ) große Geld. Kommt einfach besser an, wenn die wohlerzogenen, weißen Jungs Balkan spielen und sich dann vielleicht spaßeshalber auch noch als ‚Zigeuner‘ verkleiden.

    So wie es offenbar auch viele in der Kirche viel netter finden, nur vom Helfen zu reden, statt es wirklich zu tun, wenn man mal tatsächlich unmittelbar Gelegenheit dazu hätte.

  • El

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    Hier ein Film von Spiegel-TV, der gut Hintergründe und Komplexität der Problematik aufzeigt.
    Interessant zu sehen : Die gelungene Integration von 600 Roma in Berlin – mithilfe eines katholischen (!) Trägers

    http://www.spiegel.tv/filme/magazin-vom-28122014/

  • Regensburgerin

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    U.a. Meinung hat nichts mit Herzlosigkeit zu tun.
    Es ist einfach eine Frechheit, fremdes Eigentum zu besetzen und mit allem möglichen zu drohen.
    Da tritt eine gut ernährte und gestylte Blondine in den Medien auf und redet frech daher.
    Der Staat ist verpflichtet die Bürger zu schützen.
    Ca. 90 % der Regensburger Bürger sind gegen die Besetzung der Kirche.
    Diese Herrschaften gehören sofort und zwar sofort ausgewiesen.
    Sie kommen aus einem Land in dem man mit Saatgut selbst Felder bestellen kann, um sich zu ernähren. Es gibt dort genügend Flächen und Wasser.
    So haben auch unsere Flüchtlinge nach dem Krieg überlebt.
    Wir zahlen keine Steuern, um Faulheit zu unterstützen.
    Davon haben wir schon genügend Deutsche (siehe Albertstrasse oder Arnulfsplatz), die ins Elend abgerutscht sind. Das reicht.
    Man geht in der Stadt keine 100 Meter, ohne nicht um Geld angebettelt zu werden.
    Das ist unerhört.
    Was passiert eigentlich, wenn die Kirchenbesetzung klappt.
    Wann kommen die nächsten Kirchen dran.
    Was dürften wir uns in deren Herkunftsländern erlauben ?

  • Mr. T

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    Regensburgerin, gerade bei der kath. Kirche von fremden Eigentum zu sprechen, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Woher kommt denn deren „Eigentum“? Ansonsten tun Ernährungszustand, Kleidungsstil und Haarfarbe der Personen nichts zur Sache, sie offenbaren höchstens Vorbehalte. Woher kommen die 90% oder ist das nur eine äußerst subjektive Einschätzung auf der Basis der eigenen Meinung? Mit dem Argument, dass man sein eigenes Essen anbauen soll, könnte man auch alle Leistungsempfänger hier abspeisen – inklusive Rentner und auch Rentnerinnen. Mit so einem Blödsinn kann man sich natürlich aus jeglicher Solidarität stehlen. Kirchenbesetzungen wie sie es nennen, ansonsten Kirchenasyl genannt, hat schon sehr oft geklappt. Trotzdem sitzen nicht alle 60 Millionen Zuflucht Suchenden in unseren Kirchen rum. Was wir uns in deren Herkunfstländern erlauben dürften? Da gings uns wohl dreckig – genauso wie den Menschen, die deswegen aus diesen Herkunftsländern flüchten. Und schon sollten auch sie sehen, dass sie nicht zum Spaß oder wegen kostenloser Stütze hierher flüchten.

  • joey

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    @Mr.T.
    Kirchenasyl hat deswegen geklappt, weil man es recht diskret abgewickelt hat. Das ist nicht gerecht, aber es geht beim vorwiegend evangelischen Kirchenasyl nicht um Gerechtigkeit, auch nicht um Humanität, sondern um Schleimerei vor dem Landesbischof – und ein paar gutmenschliche Gemeindemitglieder fühlen sich am Sonntag wohl, wenn eine Iranerin als neue Christin in den Bänken sitzt.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Regensburgerin“ Vielen Dank für Ihre Beiträge. Ich bin gespannt, wieviele
    jetzt wiedr über mich herfallen.

  • Jacques Bressot

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    @Mr. T.
    …dass man sein eigenes Essen anbauen soll, könnte man auch alle Leistungsempfänger hier abspeisen – inklusive Rentner und auch Rentnerinnen.
    Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass die meisten Deutschen Rentnerinnen und Rentner im Gegensatz zu jenen, denen sie hier Soziale Ansprüche zugestehen wollen , ein Leben lang Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Ein altes Sprichwort sagt „ohne Fleiß kein Preis „

  • hutzelwutzel

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    @Tobias
    5. August 2016 um 15:53 | #
    ———-
    Hatte ich geschrieben, dass sich diese Flüchtlinge hier – und Flüchtlinge sind diese, ob nun aus wirtschaftlichen oder kriegsbezogen wirtschaftlichen Gründen – sich auf die von mir genannte Vergangenheit und erst seit einigen Jahren wieder aufkeimenden Revanchismus (Ich denke so nennt man das ;-)) berufen wollen?
    Sorry!

    @Magnus:
    ——————
    Ich wollte Ihnen keinesfalls rechtes Gedankengut unterstellen, denn mittlerweile erkenne ich auch, dass die Leute welches solches in sich Tragen seit einiger Zeit ganz anders agieren.

    @Nemo Udeis:
    —————
    Dann wäre es an der Zeit diesen Leute eine Stimme zu geben, und über diese entsprechend zu berichten. Auch sollte sich die Stadt- und Kreisbevölkerung deutlichst von irgendwelcher Fremdenfeindlichkeit distanzieren. Der aktuelle Fall hier ist durchaus nicht bestens dafür geeignet. Es bietet sich aber jede gegebene Möglichkeit an, sich weltoffen, tolerant und hilfsbereit zu zeigen, und dies – vor allem weil die Fremdenfeinde die Medien zu übernehmen scheinen – auch medial darzustellen.

    @Anna Breitenbacher:
    ———
    Mann hätte die Leute hier sicher sofort aus dem Dom abführen und abschieben lassen können. Doch der Dom ist heilig, und die Kath. Kirche hätte hier nicht gut ausgesehen.
    Also hatte man die fein „aus der medialen Schußlinie“ gebracht, und bis zu den großen Sommerferien abgewartet.
    Jetzt will man – ohne finanzielle oder sonstige Notwendigkeit dasselbe machen. Finde ich nicht schön.
    GV, Bischof und Domherren können doch mit diesen 25 Leuten eine Lösung suchen, anstatt diese durch die Staatsgewalt abführen zu lassen.

    Am Geld liegt es sicher nicht, da alle Vorgenannten pro Monat so viel pro persona verdienen, dass jeder davon locker 10 Flüchtlinge versorgen könnte.
    Wo ist die vielbeschworene christliche Barmherzigkeit? Wo sind die „christlich-abendländischen Grundwerte“?

    In den Paragrafen finden mal alle diese vorgenannten Dinge nicht!!!

    Ich denke wir werden schon bald erleben, wie die christlich katholische Kirche mit deren eigenen Christen umzugehen gedenkt, wenn es denen ans Eingemachte geht!

  • hutzelwutzel

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    @Mr.T. / Regensburgerin:
    —-
    Ich darf Ihnen Mr.T. zustimmen, auch wenn es egal ist. Aber wo waren denn die christlichen Kirchen, als der Sozialstaat bei uns eingeführt wurde`Ich meine verschwunden bzw. auf der gegenüber liegenden Seite, der Seite der Leute die diese Einführung nicht wollten.

    Wir haben diesen Sozialstaat jetzt nicht zuletzt dank der SPD und Kanzler Schröder nur noch rudi ;-) – mentär (Wortspiel begriffen?), und an die christlichen Kirchen outgesourced was das Geldverdienen damit betrifft.
    War es ein Plan um uns vor Flüchtlingen zu „schützen“, und die Re-Missionierung voranzutreiben?
    Mir erscheint seit Jahren, dass wir uns hier in Deutschland in bestimmter Weise immer wieder „arm rechnen“, um unter uns bleiben zu können. Geld verdienen wir aber mit dem „Ausland“, fast ohne nennenswerten Anstieg der Binnenkonjunktur.

  • Regensburgerin

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    Oh es gibt hier mittlerweile zwei „Regensburgerinnen“?

    Obiger Kommentar ist nicht von „mir“ ;).

  • Nemo Udeis

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    @hutzelwutzel
    Das Bibelzitat nicht verstanden? Diese Helfer wollen einfach keine große Öffentlichkeit. Denen reicht ein „Vergelt’s Gott“. Ganz einfach.

  • hutzelwutzel

    |

    @Nemo Udeis:

    Hilft aber trotzdem nicht weiter, denn:

    1. Entweder sind diese Helfer generös und finanzieren dies wirklich und vollumfänglich
    aus der eigenen Tasche, dann sollte man deren Engagement dem hier nur geringen
    Engagement derjenigen Gruppen und Organisationen gegenüber stellen, die mit
    Staatsgeldern ein großes Bohai machen, anstatt wirklich zu helfen.

    2. Oder es sind Leute die – direkt oder indirekt – mit Staatsgeldern helfen, dann sollte
    dies auch sehr deutlich an die Öffentlichkeit, denn man sollte mittlerweile zwischen
    „Ehrenamt“ und „Ehren im Amt“ unterscheiden.

    Ich glaube nicht, dass außer ein paar Millionären und ein oder zwei Milliardären in der Oberpfalz wirklich jemand in der Lage ist effektiv im Staatssinne zu helfen. Und diese hoch Begüterten halten sich – weil diese ja gar nichts von der Not wissen ;-) – sowieso fein raus.
    ————-
    Helfen könnten hier die christlichen Kirchen mit deren Organisationen, doch wenn der Staat vermeintlich „Nein“ sagt (> Asylrecht ???), wird nicht geholfen. Da geht man wie immer staatskonform in die Ecke.
    Respekt, größten Respekt für das Polizeipräsidium Regensburg, das die Strafanzeige des Generalvikars einer Deutschen Katholischen Diözese aufgenommen hat, und diese nach Eingang und Dringlichkeit bearbeitet.
    Sollten die Leute wirklich ab Samstag kein Essen mehr bekommen haben, würde ich hier Verantwortliche der Diözese, bzw. die Leute die das angeordnet haben, ebenfalls juristisch zur Verantwortung ziehen lassen.
    Nicht einmal ein Vermieter kann und darf Leute auf solche Art und Weise des eigenen Eigentums verjagen. Die Kirche darf es?
    Schade, leider wieder ein Punkt, den man dieser auf Mitgliederfang (nicht wegen des Geldes, sondern wegen des Einflusses auf den Staat) ausgerichteten Vereinigung anlasten muß.
    ich mache es jetzt ruhig mal vom Ausgang dieser Sache abhängig, ob ich noch nächste Woche aus diesem Verein austreten werde. Irgendwann reicht es ja trotzdem, sich mittlerweile auch noch in die Konten und Finanzanlagen reinsehen zu lassen.

    @MartinB:
    5. August 2016 um 18:24 | #
    „In Regensburg ist eine angesehene Person der Justiz – fast hätte ich gesagt deutschen Leichtathletik –, einer von den Caritas Oberen.“
    ————————
    Ist doch in Ordnung und beachtenswert. Glauben Sie nur nicht, dass es diese Person damit einfacher hat, sich in der Caritas durchzusetzen.

  • Monika

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    Frau Breitenbacher, die Ignoranz, die aus ihrem Kommentar (inhaltlich wie auch rechtschreiblich) spricht, ist dazu angetan, bei mir Wut auszulösen. Sie sollten bedenken, dass aller Reichtum und Wohlstand, den wir genießen, darauf aufbaut, dass wir andere Völker unterdrückt und ausgebeutet haben und dies in der Gegenwart noch tun. Auch wenn die Zusammenhänge sehr komplex sind, haben wir als demokratische Bürger Pflicht, uns zu informieren und über das Erfahrene nachzudenken. So einfach wie Pegida die Welt darstellt, ist sie nicht.

  • Gotthold Streitberger

    |

    ich erinnere an meinem Kommentar vom 3. 8 . auf eine RD-Meinung vom 2.8. „…Sehr bedauerlich ist, dass der Anlass des Protestes , das verzweifelte Schicksal der Betroffenen , das Konstrukt „Sichere Herkunftsländer“, die verkürzten Asylverfahren und die schrecklichen Abschiebelager Bamberg und Ingolstadt/Manching in der aktuellen öffentlichen Debatte viel zu wenig wahrgenommen und kritisiert werden. Auf den homepages von Bayerischen Flüchtlingsrat, Pro Asyl , dem kirchlichen Hilfswerk Renovabis und vielen anderen ist dazu viel dokumentiert …“ zur aktuellen Situation siehe PM von BI Asyl und BFR http://biasyl-regensburg.de/kein-aushungern-der-fluechtlinge-im-pfarrzentrum-st-emmeram-in-regensburg/

  • Mathilde Vietze

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    Zu „Monika“ Warum greifen Sie Frau Breitenbacher so unfair an?
    Die „Dombesetzer“ und ihre Helfershelfer sind die besten Wahl-
    kampfhelfer für das AfD- und Pegida-Gesockse.

  • semmeldieb

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    Frau Vietze, da muss ich Ihnen wieder einmal zustimmen. Nur die Beschimfpung sollten Sie weglassen. Das mag emotional gerechtfertigt sein, aber es ist nicht hilfreich.

    Sie müssen mit diesen Leuten weiterhin auf diesem Planeten leben, in diesem land, in dieser Stadt. Aggro hilft nicht.

    Überzeugen, reden, handeln – das hilft.

  • auch_ein_regensburger

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    @ Jacques Bressot
    Ach, das waren die aus dem Dom? Noch einmal: Auch Angehörige anderer Volksgruppen als Ihrer eigenen sind Individuen und nicht dafür verantwortlich zu machen, was andere Mitglieder Ihrer Volksgruppe treiben. Mal ganz abgesehen davon, dass Sozialbetrug nicht unbedingt eine exklusive Eigenschaft der Roma ist. Das gibt es wirklich überall und auch keineswegs nur bei denen, die nichts haben.

    Um es noch deutlicher zu machen: Ihrer eigenen „Logik“ nach müsste es für Sie dann auch in Ordnung sein, wenn Sie selbst öffentlich als Kinderschänder, Mörder oder Vergewaltiger bezeichnet werden. Es gibt schließlich genügend Deutsche (oder Franzosen?), die solche Verbrechen begehen. Und das gilt dann ja schließlich für alle. Oder etwa doch nicht?

  • Jacques Bressot

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    Kommentar gelöscht. Lassen Sie es einfach.

  • keinMenschistillegal

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    „Das harte Herz der Kirche“ titelt die SZ von heute, 10.8.16 über das Verhalten der Regensburger Kirche gegenüber den Roma, und schreibt so ziemlich alles, was ich erwartet hätte, dass rd schreibt. Warum an euch nicht nur der Abtransport der letzten Roma-Gruppe vorgestern vorübergegangen ist , verstehe ich nicht. Sehr schade.
    Da ich zufällig bei der letzten Pressekonferenz von Polizei und Roma-Unterstützern am Jakobstor vorgestern Abend dabei konnte, noch ein paar Infos:
    Bemerkenswert fand ich, dass der Polizeisprecher auf die Frage des BR, ob denn die dauerhafte 4-wöchentliche große Präsenz der Polizei Tag und Nacht wirklich nötig gewesen sei, lapidar antwortete, man habe ja nie gewusst, was so alles passieren könne. Also etliche zehntausend EURO Kosten – ich habe zeitweise 10 Mannschaftswägen der Polizei dort gesehen – einfach mal so präventiv. Wow, der Staat hat’s.
    Zur anschliessenden Pressekonferenz der Roma-Unterstützer ergänze ich zur Berichterstattung in MZ und SZ:
    Dort wurde mitgeteilt, dass die restlichen Roma gebeten hatten, bei ihrem Abtransport möge wegen der Kinder keine uniformierte Polizei dabei sein. Was abgelehnt wurde. Flüchtlingskinder erfreuen sich in Deutschland einfach besonderen Polizei-Schutzes. Desweiteren liessen die Roma ausrichten , dass die Info der Kirche, sie hätten gedroht, sich und ihren Kindern etwas anzutun, falsch sei. Sie hätten gesagt, wenn man sie abschiebe, könne man sie genauso gleich in Deutschland umbringen.
    In der SZ 10.8. lese ich eben, dass die Anerkennungsquote in den bayerischen Balkan-Abschiebezentren binnen 1 Jahres Null gewesen ist. Kein einziger Flüchtling wurde anerkannt.

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