Streik: „Die Beschäftigten sind nicht alle Oberbürgermeister”

streikDer Winterdienst fiel nicht aus. An den ganztägigen Warnstreiks der städtischen Beschäftigten beteiligten sich in Regensburg zwar mehrere hundert Menschen: vom städtischen Bauhof über das Stadtgartenamt und die Straßenreinigung, bis hin zu Stadttheater, Klärwerk und der allgemeinen Verwaltung. Die Beschäftigten des Wasser- und Schifffahrtsamtes legten den Schiffsverkehr auf der Donau für mehrere Stunden lahm. Schnee wurde aber trotz alledem geräumt. Die Gewerkschaft ver.di fordert für die Angestellten im öffentlichen Dienst fünf Prozent mehr Gehalt. Die Arbeitgeber lehnen dies ab und verweisen auf die schlechte Wirtschaftslage. Sie fordern eine Nullrunde für die kommenden zwei Jahre. Oberbürgermeister Hans Schaidinger hatte jüngst im Stadtrat eine Forderung nach fünf Prozent mehr als „im Haushalt nicht mehr darstellbar” bezeichnet. Für Donnerstag hatte ver.di nun zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen. „Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind nicht alle Oberbürgermeister, sondern die vielen kleinen Indianer”, hält Alexander Gröbner vom ver.di-Bezirk Oberpfalz dem entgegen, als er im Streiklokal in der Alfons-Auer-Straße vor gut 200 Anwesenden spricht. „Wer Banken stützt, das schwarze Loch bei der BayernLB verursacht hat” und Hoteliers Milliarden über das Wachstumsbeschleunigungsgesetz zuschanze, dürfe anschließend nicht die Beschäftigten zu Ausfallbürgen für eine desaströse Politik erklären. Die FDP bezeichnet Gröbner in diesem Zusammenhang als „Bananenrepublikpartei”. Eine Gehaltserhöhung stärke Kaufkraft und Binnennachfrage, ergänzt Otto Biederer vom Personalrat der Regensburger Stadtverwaltung. „Das allein ist wirtschaftlich vernünftig und finanzpolitisch machbar.” Biederer ist Mitglied der Verhandlungskommission von ver.di. Am 10. Februar steht die nächste Tarifrunde mit den Arbeitgebern an.

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Kommentare (9)

  • Joachim Datko

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    Öffentlicher „Dienst“ Raubritter an der Gesellschaft

    Zitat : „„Das allein ist wirtschaftlich vernünftig und finanzpolitisch machbar.”“

    Wir sollten uns nicht vom „öffentlichen“ Dienst ausrauben lassen. Es geht auf Kosten der Menschen, die die Steuern und Abgaben dafür zahlen.

    Es ist schlecht, wenn Menschen ihr gesamtes „Berufsleben“ in Behörden verbringen.

  • Stohderer

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    selten so einen undifferenzierten Unsinn gelesen, Herr Datko, hier geht es nicht um Kaminkehrer…

  • Neuromancerr

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    Dito Stohderer!
    Aber wenns nicht zu lang ist finde ich Datkos Beiträge immer recht erheiternd!
    Trotzdem sollte er keine Kolumne bekommen.

  • peter sturm

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    „Öffentlicher “Dienst” Raubritter an der Gesellschaft“
    im sozialkundeunterricht haben sie wohl gefehlt.
    herr datko, sie sind wirklich zum kotzen.

  • Waldorf

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    +Wir sollten uns nicht vom “öffentlichen” Dienst ausrauben lassen. Es geht auf Kosten der Menschen, die die Steuern und Abgaben dafür zahlen.+

    Der Datko hat doch recht. Wenn die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst ehrenamtlich (= vergelte es Gott im jenseits) tätig wären, würden die Personalausgaben drastisch sinken und „die Menschen bräuchten nicht mehr so hohe Steuern und Abgaben zahlen“. Man könnte doch auch doch auch in Kindergarten, Schule, Krankenhaus, Feuerwehr, Behörden 1-Euro-Jobber einsetzen.

    *Es ist schlecht, wenn Menschen ihr gesamtes “Berufsleben” in Behörden verbringen.*

    Genau. Die Verwaltungsangestellten sollten regelmäßig „raus“ aus den Behörden und bei Banken oder Versicherungen arbeiten müssen, damit sie lernen, wie man gesetzliche Bestimmungen „kreativ“ i. S. seiner Firma auslegt und Kunden über den Tisch zieht.

  • Joachim Datko

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    Zwei Beispiele zu für mich unnützem öffentlichen „Dienst“

    Zu „Waldorf am 05. Feb 2010, 07:07“

    – Stadttheater : Jede Karte wird mit 77 Euro subventioniert.
    Siehe:
    http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=3090&pk=29029

    – Durchsetzung unnötiger Schornsteinfegertätigkeit ( Schaden bei einer Erdgasheizung, die keinen Schornsteinfeger benötigt, über 60 Euro jährlich)

  • Waldorf

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    +- Durchsetzung unnötiger Schornsteinfegertätigkeit ( Schaden bei einer Erdgasheizung, die keinen Schornsteinfeger benötigt, über 60 Euro jährlich)*

    und da isser wieder, unser aller „Schornsteinfeger-Datko“:)

  • Bernd Henneberg

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    Lasst doch den armen Herrn Datko sein Spielzeug. Er hat ja gar kein Problem mehr mit dem Kaminkehrern. Er war nämlich der Erste, der sich einen „freien Kaminkehrer“ suchte und ihn auch fand. Ratet mal wer sich darüber ordentlich gefreut hat? Sein alter Kaminkehrer!

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