SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 24. Februar 2010

strothotteAn der Universität Regensburg stehen die Zeichen auf Sturm. Breits am Montag haben die verbliebenen protestierenden Studenten den Kompromiss mit der Universitätsleitung aufgekündigt und erneut mit einer Rund-um-die-Uhr-Besetzung des Hörsaals H2 begonnen. Damit habe man auf „die fehlende Gesprächsbereitschaft der Hochschulleitung” reagiert. Die ursprünglich vereinbarten inhaltlichen Diskussionsrunden waren nur sehr schleppend in Gang gekommen. Immer wieder hatte Rektor Thomas Strothotte abgesagt. Weiteres ausschlaggebendes Ärgernis sei gewesen, dass Strothotte verlangt hatte, den Hörsaal H2 bereits am kommenden Mittwoch anstatt Ende März gesäubert zu übergeben. „Wir waren immer dialogbereit. Es ist offensichtlich, dass sich der Rektor mit den Problemen an unserer Uni gar nicht auseinandersetzen will“, heißt es in einer am Montag verschickten Presseerklärung. Der erneuten Besetzung folgte heute ein Ultimatum des Rektors. „Ich fordere die noch im Plenum anwesenden Personen daher auf, diese Aktionen (sprich Vollbesetzung) zu beenden und den H2 sowie die Flächen im ZH (zentrales Hörsaalgebäude, Anm. d. Red.) bis heute abend 21 Uhr gesäubert zu übergeben. Einen Aufenthalt nach 21 Uhr heute abend betrachte ich als rechtswidrig. Die Universität behält sich alle zivil- und strafrechtlichen Schritte vor.” Damit scheint sich die Frage nach einer Räumung nun doch zu stellen. Von den Besetzern im Plenum war zu hören, dass man nicht bereit sei, den Hörsaal freiwillig zu verlassen.

Sondergesetze und respektlose Behandlung

In dem kleinen Zimmer drängeln sich Medienvertreter, Asylbewerber und Angehörige von Flüchtlingsorganisationen. Normalerweise wohnen auf den vielleicht 18 Quadratmetern vier Personen, heute sind es über 20, die sich hier getroffen haben. Die BI Asyl und das Regensburger Flüchtlingsforum haben zum Pressegespräch in die „Gemeinschaftsunterkunft” Plattlinger Straße eingeladen. Anlass ist der vor kurzem beendete Hungerstreik in […]

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