SOZIALES SCHAUFENSTER

Beiträge mit Tag ‘Antifaschismus’

„Seit sechs Jahren gedenkt die Stadtgesellschaft am 23. April allen Opfern des Nationalsozialismus“, heißt es in einer Presseerklärung der Stadt Regensburg im Vorfeld des diesjährigen Gedenkwegs, der aufgrund der Corona-Pandemie in Form eines virtuellen Rundgangs stattfindet. Doch ganz richtig ist diese Aussage nicht. Schon lange bemühten sich einzelne Regensburgerinnen und Regensburger um ein würdiges Gedenken der Opfer – ohne die Stadt. Eine kleine Geschichte der Regensburger Gedenkpolitik

Das ehemalige KZ-Außenlager ist Ausgangspunkt des antifaschistischen Gedenkwegs. Foto: Archiv/Roth

Als am 23. April 1945 US-Truppen das Konzentrationslager Flossenbürg in der nördlichen Oberpfalz befreiten und noch am gleichen Tag die Donau überquerten, war auch in Regensburg das Ende des Krieges gekommen. Wenige Tage später war die Stadt unter alliierter Kontrolle. Deshalb wird in Regensburg am 23. April im Rahmen eines Gedenkwegs der Opfer des Nationalsozialismus gedacht – dieses Jahr Corona-bedingt digital.

„Trotz der aktuellen Einschränkungen unserer Bewegungs- und Versammlungsfreiheit dürfen wir den 23. April 1945 als den Tag des Kriegsendes in Regensburg nicht aus unserem Gedächtnis streichen“, teilt Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer in der Presseerklärung der Stadt mit und bedankt sich darin bei den Mitarbeitern der Verwaltung sowie den Kooperationspartnern für die Umsetzung des virtuellen Gedenkwegs auf der städtischen Homepage.

Dahinter verbirgt sich letztlich nichts anderes als eine Sammlung von Texten, die unter den sechs Stationen des antifaschistischen Gedenkweges die Geschichte der Stadt während der NS-Zeit beleuchten. Dass es dieses Wissen überhaupt gibt, ist dabei insbesondere dem persönlichen Interesse mancher Bürger und den Ursprüngen des Gedenkweges in der Zivilgesellschaft zu verdanken.

AfD bei der Kommunalwahl

„Der AfD das Wasser abgraben“ – Experte klärt über die Regensburger Kandidaten auf

Seit Anfang Februar sind die Wahllisten zur Kommunalwahl auf der Internetseite der Stadt Regensburg einsehbar. Seitdem ist auch offiziell klar, dass die AfD in Regensburg mit insgesamt 20 Personen antreten wird. Am Mittwochabend lieferte der Rechtsextremismusexperte Jan Nowak auf Einladung der Initiative gegen Rechts eine Einordnung der Liste und nahm dabei auch die „demokratischen Parteien“ in die Pflicht „keine Normalisierung der AfD“ zuzulassen.

Welle der Solidarität mit der VVN

„Verfassungsschutz“ kostet Antifaschisten die Gemeinnützigkeit

Seit mehr als 70 Jahren existiert die VVN-BdA in Deutschland. Als Vereinigung der Überlebenden des Nazi-Regimes gegründet, versteht man sich bis heute als wichtiger antifaschistischer und demokratischer Akteur der Zivilgesellschaft. Insbesondere in der deutschen Erinnerungs- und Gedenkstättenkultur hat der Verein viel geleistet. Nun entzog die Berliner Finanzverwaltung dem Dachverband die Gemeinnützigkeit. Grund: Die Überwachung des Landesverbands durch den hiesigen „Verfassungsschutz“. Die Begründungen hierfür sind jedoch fragwürdig. Nun luden Mitglieder der VVN zur Pressekonferenz.

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