SOZIALES SCHAUFENSTER

Beiträge mit Tag ‘BMW’

"Ein Prozess David gegen Goliath"

„Rote Partei“ kommt mit blauem Auge davon

Drei Aktivisten des „Arbeiterbunds für den Wiederaufbau der KPD“ standen am Dienstag wegen einer „revolutionären Aktion“ bei BMW vor dem Amtsgericht Regensburg. 

„Diejenigen, denen BMW gehört, müssten vor Gericht stehen und nicht ich.“ Die Aktion am 23. Februar hatte Folgen.

Die Einladung klingt vielversprechend. „Es ist ein Prozess David gegen Goliath. Auf der einen Seite stehen Arbeiter, Jugendliche, Revolutionäre, deren schärfste Waffe ein Flugblatt ist. Auf der anderen Seite der milliardenschwere Großkonzern BMW.“ „Kommt alle zum Prozess“, heißt es in einem beiliegenden Flugblatt. Auch beim Amtsgericht Regensburg scheint man ob solcher Aufrufe gewarnt zu sein. Zwei Justizbeamte haben sich schon kurz vor Prozessbeginn im Gerichtssaal postiert, wo die drei Beschuldigten und ihre Anwältinnen auf der Anklagebank warten. Vor sich Stapel mit Aktenordnern, ihnen gegenüber zwei ernst dreinblickende Staatsanwältinnen. Und im Zuschauerraum zu wenig Stühle, auf denen sich die gut 20 Prozessbesucher teils zu zweit nebeneinander drängen, nachdem die Richterin klar zu verstehen gegeben hat, dass man hier keine zusätzlichen Sitzgelegenheiten schaffen werde.

„Darauf können wir, darauf können Sie stolz sein.“

Stilles Job-Aus für 1.000 Unsichtbare

Rund 1.000 Beschäftigte haben Ende Oktober mit dem Ende der Nachtschicht im BMW-Werk Regensburg ihre Arbeit verloren. Weil es sich aber um Leiharbeiter handelt, wird davon kaum Notiz genommen. Für die Stammbelegschaft gab es eine Erfolgsprämie, für die Leiharbeiter warme Worte zum Abschied. Mittlerweile wird ein weiterer Personalabbau befürchtet, der erneut eine erhebliche Zahl von Leiharbeitern betreffen dürfte.

"Irritationen" über Pressekonferenz

„Lohndumping per Werkvertrag“: Kein Thema bei Tarifverhandlungen

Es war ein Schwärmen über die positive Lage der bayerischen Metall- und Elektroindustrie: Der Bayern-Chef der IG Metall war auf Stippvisite in Regensburg, um sich bei den BMW-Beschäftigten umzuhören. Schließlich stehen bald Tarifverhandlungen an. Eines scheint aber schon festzustehen: Das Problem „Lohndumping per Werkvertrag“ wird bei diesen Verhandlungen keine Rolle spielen. Noch nicht zumindest.

„Zukunft der Arbeit“

Konfliktfeld: Lohndumping per Werkvertrag

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Über Werkverträge wird dieser Grundsatz von vielen Unternehmen umgangen. Wie eine Gewerkschaft das eindämmen soll? Das ist ein zentrales Thema bei einer aktuelle Fachkonferenz der IG Metall in Regensburg. Der bayerische Bezirksleiter Jürgen Wechsler spricht von einem „heftigen Konflikt“ darüber mit den Arbeitgebern und räumt außerdem ein: „Wir als Gewerkschaft stehen da im Moment noch etwas blank da.“

Leiharbeit bei BMW

Lohndumping per Werkvertrag – mit universitärer Anleitung

Im Oktober 2011 berichtete regensburg-digital darüber, wie bei BMW die tariflich vereinbarte gleiche Bezahlung von Festangestellten und Leiharbeitern unterlaufen wird. Das Stichwort lautet „Werkvertrag“. Mittlerweile schlägt das Thema breite mediale Wellen Zuletzt beim ARD-Magazin Monitor. Fragwürdig: Namhafte Jura-Professoren stehen Unternehmen wie BMW beratend zur Seite, wenn es darum geht, gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit zu vermeiden. Motto: Wer zahlt, schafft an.

BMW: Halber Lohn für gleiche Arbeit

Eigentlich gibt es bei BMW eine klare Vereinbarung: Leiharbeiter sollen dasselbe Grundgehalt bekommen wie Festangestellte. Eigentlich. Über sogenannte Werkverträge mit externen Firmen arbeiten bei BMW Beschäftigte am Fließband für gerade 7,79 Euro die Stunde. Festangestellte verdienen etwa das doppelte Grundgehalt. Ein Regensburger hat sich nun beim Betriebsrat beschwert und damit eine kleine Welle losgetreten. Mittlerweile hat das Thema die Konzernspitze in München erreicht.

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