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Das „Bündnis für die Zukunft des Keplerareals“ hat den renommierten Verwaltungsrechtler Dr. Thomas Troidl beauftragt, eine einstweilige Anordnung gegen die Stadt Regensburg zu erwirken. Das Ziel: Kein Abriss des Hochhauses, bevor es ein Sanierungsgutachten gibt. Der Architekturkreis fordert derweil, die Bürgerbeteiligung zur Zukunft des Areals wiederaufzunehmen, für das die Stadt derzeit ohnehin kein Konzept habe.

Das Hochhaus am Ernst-Reuter-Platz wurde 1967 unter Regie des Architekten Werner Wirsing errichtet

Für die Bunte Koalition im Rathaus ist die Debatte eigentlich beendet. Das machten die Vertreter von SPD, Freien Wählern, Grünen und FDP kürzlich auf einer Pressekonferenz deutlich. Tenor einerseits: Pläne für ein Kultur- und Kongresszentrum in Regensburg wird es – angesichts der deutlichen Ablehnung beim Bürgerentscheid – auf absehbare Zeit nicht mehr geben. Andererseits: Das Hochhaus auf dem Keplerareal wird definitiv abgerissen. Dazu habe sich die Evangelische Pfrüdestiftung in einem Erbpachtvertrag mit der Stadt verpflichtet. Man brauche die freiwerdende Fläche für einen Interims-Busbahnhof während der Bauarbeiten für einen ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof), so die Argumentation.

"Grundsätzlich neu verhandeln"

RKK-Gegner und -Befürworter wollen Wirsing-Bau (zumindest vorerst) erhalten

Gegen den Abriss des Hochhauses auf dem Ernst-Reuter-Platz regt sich zunehmend Widerstand. In einem fünfseitigen Brief nimmt das „Bündnis für die Zukunft des Keplerareals“ die Argumente der Stadt pro Abbruch akribisch auseinander. Doch auch der Architekturkreis Regensburg fordert, dass „die Zukunft des Ortes grundsätzlich neu verhandelt werden“ müsse.