SOZIALES SCHAUFENSTER

Schadstofffreiheit muss erst schriftlich bestätigt werden

Luther-Turm: Sprengung ist noch nicht genehmigt

Am 23. Februar soll das Hochhaus am Ernst-Reuter-Platz gesprengt werden. Die Stadt Regensburg hat bereits eine entsprechende Verfügung erlassen. Bei der Gewerbeaufsicht wartet man allerdings noch auf eine schriftlich Bestätigung der Schadstofffreiheit – insbesondere in punkto Asbest. Nur dann darf gesprengt werden.

Soll am 23 Februar gesprengt werden: der Luther-Turm am Ernst-Reuter-Platz. Foto: as

Seit 51 Jahren steht das Kepler-Hochhaus auf dem Ernst Reuter-Platz in Regensburg. Doch am 23. Februar wird der 1969 von Architekt Werner Wirsing errichtete Luther-Turm Geschichte sein. Für diesen Termin, Sonntag, 11 Uhr, hat das Evangelische Siedlungswerk die Sprengung des ehemaligen Studentenwohnheims anberaumt. Erst nachdem das Gelände komplett frei ist, wird die Fläche per Erbpachtvertrag für 99 Jahre an die Stadt Regensburg übergehen. Vorerst soll dort die Übergangslösung für den geplanten Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) eingerichtet werden.

Parteien haben Pläne für irgendein Gebäude

Was danach dort passiert, ist nach dem Scheitern der Pläne für ein Kultur- und Kongresszentrum noch völlig unklar. Die CSU will laut aktuellem Wahlprogramm ein „Multi-Use-Gebäude“ mit Tagungsräumen bauen, die SPD schlägt ein „Bürgerhaus mit Raum für bürgerschaftliches Engagement und Kultur“ vor, im Programm des Wolbergs-Wahlvereins Brücke ist von einer „öffentlichen Infrastruktureinrichtung“ die Rede, der Spitzenkandidat selbst sprach in der Vergangenheit von einem „Haus der Künstlichen Intelligenz“, aus dem „oben Bäume wachsen“ sollten, und die Grünen wiederum sprechen von „vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten, an deren Ausarbeitung alle Bürger*innen beteiligt werden müssen“.

Kurzum: Eine wirkliche Idee nach dem Abbruch dort langfristig entstehen soll, gibt es nicht. Forderungen, das Hochhaus zu sanieren, waren ohne nähere Untersuchungen in diese Richtung abgelehnt worden – unter anderem mit dem Argument Asbestbelastung.

ESW: „Nur noch mineralische Bausubstanz“

Für die bevorstehende Sprengung allerdings scheint das im Gebäude verbaute Asbest kein Problem darzustellen. In der Vergangenheit war das Evangelische Siedlungswerk (ESW) in Nürnberg als zuständige Bauherrin wenig auskunftsfreudig in Sachen Asbestentsorgung. Trotz mehrfacher und hartnäckiger Nachfragen blieb es zunächst bei Allgemeinplätzen, denen zufolge „Schadstoffe ordnungsgemäß nach entsprechend gesetzlichen Regularien entsorgt werden“ würden und man sich „sicher sein“ könne, „dass wir dem Schutz der Bevölkerung hier einen sehr hohen Stellenwert geben“.

Im Vorfeld der Sprengung des Wirsing-Turms nennt man nun doch ein paar Details mehr. Das Fazit vorneweg: „In dem Lutherhaus befindet sich zum Zeitpunkt der Sprengung nur noch die mineralische Bausubstanz (z.B. Beton).“ Insbesondere asbesthaltige Baustoffe seien in sogenannten „Schwarzbereichen“ mit Unterdruck, Mehrkammerschleusen und Filteranlagen ausgebaut worden, „um jegliche Faserfreisetzung nach außen zu unterbinden“.

Schadstofffreiheit bisher nur mündlich bestätigt

Die Regierung der Oberpfalz, über das Gewerbeaufsichtsamt zuständig für die Überwachung des Ausbaus von asbesthaltigen Bauteilen und die bevorstehende Sprengung, verlässt sich hier auf die Aussagen des Evangelischen Siedlungswerks bzw. des von ihm beauftragten Schadstoffbüros, das die Arbeiten begleitet und überwacht habe.

„Gemäß der Aussage der Bauleitung des Abbruchunternehmens gegenüber dem Gewerbeaufsichtsamt sind die Ausbauarbeiten der schadstoffbelasteten Produkte und Gegenstände im Wirsing-Turm abgeschlossen“, heißt es auf Nachfrage. „Die Schadstofffreiheit wird nach Abschluss der Arbeiten insbesondere auch in Bezug auf Asbest durch das Schadstoffbüro festgestellt.“ Derzeit wartet man allerdings noch darauf, dass Bauleitung und Schadstoffbüro, die (uns gegenüber mündlich versicherte) Schadstofffreiheit nun auch schriftlich bestätigen.

„Sprengung erst, wenn Bestätigung vorliegt“

Dazu finde diese Woche noch eine abschließende Begehung statt. „Eine Sprengung erfolgt erst, wenn diese Bestätigung vorliegt“, so die Auskunft der Regierung.

Der Absperrplan der Stadt Regensburg für den Tag der Sprengung.

Bei der Stadt Regensburg, die laut eigener Auskunft für all das nicht zuständig ist, geht man davon aus, dass all das reibungslos klappen wird. Bereits am 22. Januar hat man eine Verfügung zum Tag der Sprengung erlassen. Zwischen 9 und 12 Uhr wird 23. Februar großräumig abgesperrt, rund 200 Anwohner müssen evakuiert werden, die Balkone des Hotels Maximilian dürfen während der Sprengung nicht betreten werden.

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Kommentare (27)

  • Ida Fromm

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    Wirklich interessant wäre wie viel Euro sich das ESW Nürnberg gegenüber der Abschreibung spart? Was hat der Bürger davon außer einem Riesenbumbs und einer gewaltige Staubbelastung.

  • Lothgaßler

    |

    Die Politik hat nun 99 Jahre Zeit sich zu überlegen, was mit der Fläche geschehen soll. Vielleicht sollte das Stadtgartenamt schon mal Pläne für eine langjährige Zwischennutzung erarbeiten: Tulpenbeete, Flieder, Rollrasen. Aber bitte keine Bäume, die müssen ja wieder abgesägt werden. Parkplätze oder Dixiklos als Infrastruktureinrichtung wären auch schön.
    Gibts im Erbpachtvertrag ein Sonderkündigungsrecht, falls die Fläche nicht binnen einer gewissen Frist bebaut wird? Falls ja, wäre es erste Bürgerpflicht eine Bebauung über diese Frist hinaus zu verhindern.

  • Prof. Dr. Achim Hubel

    |

    Sollte in dem Stahlbetongerippe des Wirsing-Hochhauses noch Asbest enthalten sein, darf eine Sprengung auf keinen Fall durchgeführt werden. Sollte kein Asbest mehr enthalten sein, besteht auch keine Gefahr der Asbestverseuchung mehr.

    Im Wahlprogramm verschiedener Parteien ist aber bereits wieder von einem Neubau an der gleichen Stelle die Rede. Während die SPD an „ein Bürgerhaus mit Raum für bürgerschaftliches Engagement und Kultur“ denkt, plädiert die CSU für ein „Leuchtturmprojekt“ auf dem Kepler-Areal. Sie denkt an ein neues Hochhaus an der gleichen Stelle und in der gleichen Höhe wie das noch bestehende, mit einer Aussichtsplattform und einem Café auf der Dachterrasse, weil man von da oben eine gute Aussicht auf die Altstadt hat, außerdem mit einer Touristeninformation im Erdgeschoss, einer Belle Etage für Kultur im ersten Stock, und unterschiedlichen Räumen in den Obergeschossen, z.B. für Tagungen, wie Frau Dr. Freudenstein beim Neujahrsempfang der CSU hinzufügte.

    Erst hat die CSU mit den meisten anderen Stadträten dem Abbruch des Luther-Turms zugestimmt, und jetzt plädiert sie an der gleichen Stelle für ein neues Hochhaus! Bei dem gegenwärtigen Hochhaus handelt es sich um ein Bauwerk des berühmten Architekten Werner Wirsing, von dem viele Gebäude bereits unter Denkmalschutz stehen. Die Regensburger Altstadtfreunde und viele andere Bürgerinitiativen haben im Kampf gegen das geplante RKK immer wieder versucht, das Hochhaus zu erhalten und einer neuen Nutzung zuzuführen. Es entstand gleichzeitig mit den ersten Gebäuden der Universität Regensburg und ist wie diese eine Stahlbetonkonstruktion der Zeit um 1970. Da die Unigebäude im Bauunterhalt lange vernachlässigt worden sind (wie das Kepler-Hochhaus leider auch), müssen sie jetzt grundlegend saniert werden. Aber hier ist noch niemand auf die Idee gekommen, ein Unigebäude in die Luft zu sprengen und durch einen gleichen Neubau zu ersetzen. Wie die Erfahrung lehrt, kommen Abbruch und Neubau immer teurer als die Sanierung eines Bauwerks aus der Zeit um 1970/80.

    Deshalb startet die Stadt München mit einer Kampagne, in der es um die Schonung von Ressourcen und die Vermeidung von Bauschutt geht. Es geht um das Recyceln von Hochhäusern: Investoren reißen ein Hochhaus nicht mehr ab, sondern entkernen es bis auf das Betongerippe, das sie dann wie einen Rohbau ausstatten und gestalten, so dass optisch ein ganz neuer Bau entsteht. Siehe den Link:

    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-architektur-bau-1.4779832

    Folglich kann man allen Verantwortlichen der Stadt nur zurufen: Lasst um alles in der Welt das Luther-Hochhaus erst einmal stehen! Alle Gebäude drum herum können ja abgerissen werden – und dann wäre genügend Platz für den provisorischen ZOB. Man könnte einen Wettbewerb ausschreiben für Architekten, die Erfahrung bei der Sanierung solcher Betongebäude haben. Man könnte hier ein wunderbares „Bürgerhaus“ einrichten, mit Gastronomie, Café, Bücherei, Touristeninformation, mit Räumen für Zusammenkünfte aller möglichen Vereine, für Proben von Musikgruppen, mit Büros mit Service-Angeboten für uns Bürger, mit größeren Räume für Konzerte, Vorträge, Podiumsdiskussionen, Laientheater oder Kunstausstellungen usw.

    Glaubt die CSU, dass ein neues Hochhaus an dieser Stelle viel schöner werde als das jetzige? Wenn man betrachtet, was in Regensburg in den letzten Jahren an großen Gebäuden entstand (z.B. Marinaquartier, Candis, Dörnberg, Stobäusplatz) kann man nur feststellen, dass diese Klötze noch viel hässlicher sind als das vergleichsweise filigrane Kepler-Hochhaus, erst recht nach dessen behutsamer Sanierung.

  • Julian86

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    Herr Prof. Hubel, ich hoffe doch schwer, dass Sie als Stadtrat kandidieren. Vernunft gepaart mit Wissen und Erfahrung sind bei der Kommunalwahl gefragt.

  • Jakob Friedl

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    Ich habe 2018 beim Gassenfest bereits 2 Stockwerke des Luther-Hochhauses nachgebaut um Fotos von der eng von Bäumen eingewachsenen Forum-Architektur des Kepler-Campus zu präsentieren. Der Kepler-Campus bildete rund um das Hochhaus eine sehr große Oberfläche und lud nach allen Seiten hin dazu ein betreten zu werden – konnte jedoch leider nie öffentlicher Raum sein.
    Die Intention meiner „vollcornform“ Kunstaktionen 2017 & 2018 war es eine Diskussion um die Möglichkeiten, die die bestehende Bausubstanz für eine Kultur- und Sozialentwicklung bot, zu unterstützen. Eine Nutzung des ansonsten leerstehenden Gebäudes, ob nun auf Dauer oder für eine gewisse Zeit, hätte auch Erkenntnisse darüber generieren können, welche Bedürfnisse ein zukünftiges oder renoviertes Gebäude an dieser Stelle befriedigen muss – um Fehlplanungen zu vermeiden. Bürgerbeteiligung in Form von Engagement und Experimenten hätte über einen längeren Zeitraum hinweg vor Ort stattfinden und Früchte tragen müssen.
    http://europabrunnendeckel.de/?p=7317

    Besser und billiger wäre es gewesen vor Ort Kultur zu entwickeln, mit der Substanz weiterzuarbeiten und z.B. Extentionen aus Holz, Dachgärten und Brücken zu bauen und das Gebäude über Projekte und fliegende Bauten mit den hintersten Winkeln der Stadt in Verbindung zu bringen. Der übereilte Abriss des Keplerareals ist auch eine große Verschwendung von „grauer Energie“ und so auch aus ökologischen Gesichtspunkten abzulehnen.
    Inhalte: https://ribisl.org/keplerareal/

    Schönes Video zum Themenkomplex Keplerbau, graue Energie und Klimawandel mit einer Ansprache von Greta Thunberg und Musik von Roman S: https://youtu.be/BR7I4mQPZBY

    Was die Zukunft bringt? Erst einmal eine große Depression. Viele der Zukunftsvisionen der wahlkämpfenden Parteien erscheinen angesichts des Abrisses und der damit besiegelten Chancen als eigenartig deplatziert. Erst abreißen und dann wieder neu bauen?

    Übrigens: Nicht nur das Hochhaus ist von Werner Wirsing, sondern auch das Keplerwohnheim und der dazugehörige Campus. Es handelt sich um ein Ensemble und so machte es auch keinen Sinn nur das Hochhaus unter Denkmalschutz stellen zu wollen. „Verwendung der Planzeichnungen von Werner Wirsing mit freundlicher Unterstützung durch das Architekturmuseum der TU München / Pinakothek der Moderne“ http://europabrunnendeckel.de/?p=7475

  • XYZ

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    Tagesheiliger am 23. 02 ist Petrus Damianus, Kardinalbischoff von Ostia. Um 1050 herrschte grosser Missbrauch beim Kauf geistlicher Ämter, was er im Auftrag des Papstes durch neue Wahl-Regeln abstellte. Es möge sich daher der Stadtrat andächtig und im Gedenken an die kommende Wahl versammeln und der Regensburger Bischoff vorher noch viel Weihwasser sprengen, damit alles gut gelinge samt neuem Haus.

  • XYZ

    |

    Das eigentliche Keplerhaus und alte Hausburg nahe der Donau sollte auch mal abgerissen werden. Dort starb der Astronom als er seine Mutter vor der Hexenverfolgung retten wollte. Dann wurde gnadenhalber später ein anderes Gebäude nach ihm benannt aber leider kein Observatorium oben darauf gebaut, dann stände es unter Denkmalschutz.

  • XYZ

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    Bei einer kontrollierten Sprengung insbesondere zu prüfen: die Konstruktionspläne – etwa Stahlbeton ? Besonders widerstandsfähig. Die nähere Umgebung – doch etwas beengt?Bebauung nördlich. Erschütterungen – welcher Untergrund? Friedhöfe und römische Relikte. Alles geprüft? Keinerlei Mitteilungen. Dann macht es wumms-bumms . . .

  • XYZ

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    Eher ein amüsanter Faschingsscherz, zur Satire förmlich herausfordernd . . .

  • Zuschauer

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    Es ist ein großes Glück, dass sich die Liegenschaft nicht für eine Schiffanlegestelle eignet.

  • Joachim Datko

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    Für mich ist der Busbahnhof in Innenstadtnähe wichtig!

    Ich würde einen Teil des Geländes zur Erweiterung des Busbahnhofs verwenden und einen Teil für eine Bepflanzung mit Bäumen, um den Alleengürtel an dieser Stelle zu erweitern. So würde der Nahverkehr noch attraktiver.

  • Walter Braun

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    Erweiterung Busbahnhof und Alleengürtel erweitern?
    Wenn die Bäume 99 Jahren gedeihen werden sie wohl wieder umgelegt?
    „Back to the beginning.“

  • Julian86

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    Begrüntes Haus ohne Fassade / Asbest und Krebs

    Die FAZ liefert uns – in Ergänzung des Hubel´schen Inputs – ein herrliches Bild eines Hauses, das die Phantasie ankurbelt.
    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/wie-architekten-aus-fassaden-einen-eigenen-raum-machen-16624258.html.

    Wie misst man Asbest (Output) unmittelbar nach der Zündung der Sprengung?
    Lesen hier Ingenieure/Techniker mit, die darüber Bescheid wissen, ob und ggf. wie man „in Explosion befindlichen“ und später mit dem herabrieselnden, vom Wind weg getragenen Staub ggf. vermengten Asbest (Spuren/Fasern) messen/feststellen kann, jedenfalls in sensiblen Bereichen (Kinderhort/Schulen)?

    Gibt es bei der Entkernung des Gebäudes überhaupt den Status: Asbestfrei wirklich?

    Eine Zusammenfassung aus dem Fachblatt Oncogene über die Gefährlichkeit der Asbest-Fasern, Wissensstand 2018
    https://www.aponet.de/aktuelles/forschung/20180309-krebs-warum-asbest-so-gefaehrlichist.html

  • Tobias

    |

    Was mich doch sehr wundert: Man sprengt das Gebäude auf dass… Moment mal. Also, ich habe einen Flyer von der Diakonie selber, auf dem das Ensemble angepriesen wird (Mieten usw) als Kopie, aber leider am Rechner, nicht am Tablet, auf dem ich gerade tippe, dort heißt es, der graue Turm sei das Lutherhaus und das weiße Gebäude kam erst später. Sprengt man nun einfach auf das Weiße Gebäude* drauf?! Oder kommt ein Power-Abriss binnen 10 Tagen?

    * Wenn ich noch einen RD-Beitrag sehe, suche ich den Wisch mal raus und lade ihn auf imgur hoch. Dieses Hin- und Her von Kepler-Areal, -Turm, -ensemble und -gebäuden ist schwer außeinanderzuhalten.

  • R.G.

    |

    @Julian
    Asbest UND ANDERE SCHADSTOFFE = Messung durch Hausstaubmessung = Staubsaugerbeutel mit Inhalt bei speziellem Umweltbüros messen lassen (Anleitung gibt es bei den enstprechenden Anbietern).

    Das Problem bei Sprengungen ist, dass von sonst nicht lungengängigen Materialien winzigkleine Staubpartikel erzeugt werden, die so doch schaden können.

  • Mathilde Vietze

    |

    Ich hoffe inständig, daß ein Mann wie Dr. Hubel n i c h t für den Stadtrat kandidiert.

  • Lothgaßler

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    @Mathilde Vietze:
    Sie sind ja SPD-Insiderin, und deshalb brennt mir eine Frage auf der Zunge: Was haben sich die SPDler dabei gedacht, als sie die Erbpacht mit den Evangelischen abgenickt haben? Der Schlamassel war abzusehen. Und warum muss nun, nachdem niemand weiß wie es weitergeht und was dort entstehen soll, dieses im Grunde entkernte und für die Neunutzung bereitstehende Gebäudeskelett gesprengt werden? Sprengen muss nur der, welcher weiterhin große Hallen für Kongresse oder Konzerte haben will. Alle anderen Nutzungsideen würden sich ins vorhandene aber neugestaltete Gebäude integrieren lassen.

    Bevor nun einer meint Sprengung und Neubau (was auch immer) komme billiger: Warten wirs ab und ziehen wir in 10 bis 20 Jahren Bilanz. Ich erwarte kein Ersparnis, das wäre aus Sicht der Wirtschaftsförderung und der Bauwirtschaft auch unsinnig ;-) Und ich erwarte auch keine von der Bausubstanz höherwertige Bebauung, das Dingens soll mit Absicht keine 100 Jahre stehen.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Lothgassler“ – Ich nehme doch an, daß Sie sich informiert haben und jetzt wissen,
    daß hier keine „große Halle“ hinkommt, sondern ein – dringend erforderlicher – Bus-
    bahnhof.

  • Markus Frowein

    |

    @ Mathilde Vietze (13. Februar 2020 um 19:23)

    Der von Ihnen betitelte „Busbahnhof“ ist nur ein „Interims-Busbahnhof“ (Temporär).
    Natürlich ist es, nachdem die Bindungsfrist des Bürgerbegehrens (heißt es so?) dann
    abgelaufen ist, viel einfacher, eine „Halle“ auf einen Busbahnhof zu stellen, statt erst
    ein Hochhaus abreißen und sich langfristig mit vielen Bürgern anlegen zu müssen.

  • Prof. Dr. Achim Hubel

    |

    @mathilde.vietze
    So schlecht informiert könne Sie doch wirklich nicht sein, um nicht zu wissen, dass der Busbahnhof auf dem Kepler-Areal nur provisorisch errichtet werden soll, bis der endgültige Busbahnhof östlich des Hauptbahnhofs fertig ist. Vielleicht lesen Sie mal im Wahlprogramm Ihrer eigenen Partei nach, was man sich dann wünscht: „Nach Wegfall der Nutzung als vorläufiger ZOB sehen wir am Ernst-Reuter-Platz eine öffentliche Nutzung. Wir können uns an dieser Stelle ein Bürgerhaus mit Raum für bürgerschaftliches Engagement und Kultur vorstellen.“ Es wäre meines Erachtens sinnvoll, das Betongerippe des Luther-Hochhauses vorläufig stehen zu lassen, bis man sich für eine Lösung entschieden hat. In ein solches Gerippe kann man nämlich sehr viel einbauen… Und das wäre dann eine Schonung von Ressourcen und die Vermeidung von Bauschutt, sollten Sie so etwas für wichtig halten. Der provisorische Busbahnhof hätte auch mit dem Betongerippe genügend Platz.

    Ich weiß ja nicht, warum Sie mich so hassen, dass Sie die inständige Hoffnung formulierten, ich solle ja nicht für den Stadtrat kandidieren. Was haben Sie eigentlich für ein Demokratieverständnis? Wünschen Sie sich einen genormten Stadtrat, der alles einstimmig entscheidet? Aber keine Angst: ich werde garantiert nicht für den Stadtrat kandidieren!

  • R.G.

    |

    Ein Busbahnhof ist definitiv eine versiegelte Fläche.

    Wer war das nochmal, der kürzlich meinte, es sollten versiegelte Flächen ÜBERBAUT werden DÜRFEN?
    Fällt jemandem der Name des Herrn ein?

    Das Keplerreal ist definitiv nicht ausreichend genug versiegelt, um etwas richtig Großes hinbauen zu dürfen. Deshalb weg damit und versiegeln, versiegeln, versiegeln!
    Bauend auf das Kurzzeitgedächtnis.

  • Mathilde Vietze

    |

    Kommentar gelöscht. Bitte nicht persönlich werden.

  • Mathilde Vietze

    |

    Sehr geehrter Herr Dr. Hubel, ich bin bestens informiert darüber, daß hier „nur“ ein
    Interims-Busbahnhof entsteht. Und das ist besser, als dieser potthässliche Turm, der
    ja nun – Gott sei Dank – gesprengt wird. Außerdem hasse ich niemanden, den ich mir
    nicht im Stadtrat wünsche. Ihnen alles Gute!

  • Markus Frowein

    |

    @ Mathilde Vietze (14. Februar 2020 um 08:27)
    „… dieser potthässliche Turm …“

    Sowohl die evangelische Kirche, als auch die Stadt Regensburg, haben sich wirklich
    Mühe gegeben, den Turm so hässlich wie möglich aussehen zu lassen. Mit Absicht?
    Derartige Hässlichkeit lässt sich leicht mit Farbe und/oder Verblendern ausbessern,
    außer man will unbedingt, dass jeder diesen hässlichen Schandfleck entsorgen will.

  • Mathilde Vietze

    |

    Werter Markus Frowein, Ihre Meinung zu diesem Thema ist zu tolerieren. Sie werden
    aber verstehen, daß es in der Stadtgemeinschaft auch Leute gibt, die hierzu eine
    andere Meinung haben dürfen. Ihnen ein frohes Wochenende und einen schönen
    Faschingszug.

  • Reinhold Breuer

    |

    Träumen wir uns ins Jahr 2035 am Dauer-ZOB mit Stadtbahn:

    Alle zentralen Endstationen von Bussen sind umgebaut für Kurzhalt+Weiterfahrt (Die Endstationen liegen entweder am Rand der Innenstadt, der Stadt oder des Regio-Verkehrsraums, was den Anteil umsteigefreier Relationen erhöht und in km messbar MIV zu ÖV verlagert hat – erste Ansätze dazu standen schon im RNVP 2.2.1. Ebenso verlagert sind teure Busbereitstellungsplätze. Kreisräte ergriffen hinsichtlich von Regiolinien öffentlich die Initiative). Das brauchte teils mehr peripheren Bushalteplatz dort, wo er günstiger verfügbar ist, und gewann zentralen Platz, wo er wertvoller ist. Die Anzahl der Stops von Tram+Bus am ZOB ist 2035 infolge großer Fahrgastkapazität der Tram deutlich gesunken, also noch weniger Halteplätze, noch kürzere Entfernungen beim Umstieg, wobei der Umsteigeanteil ja ohnehin schon sank mit den Durchmesserlinien statt Endstationen.

    Der Interims-ZOB und die vorher geplanten 8 Bushaltestellen auf der Galgenberg-ÖV-Brücke wurden so zwar entbehrlich, aber die Brücke dennoch gebaut, um mehr Fläche renaturieren zu können. Dies war vorbereitet worden mit Ideenwettbewerb zur Parkentwicklung („Arrondierung Alleengürtel- Entré vom HBF“).

    Ausgeträumt: „Auflösung einiger zentraler Regiobus-Endstationen“ könnte auch als zusätzliche Maßnahme ergänzt werden zum städtischem Masterplan https://www.regensburg.de/fm/121/masterplan-regensburg-11-2018.3605627.pdf , um MIV-Verlagerung zu prüfen, die auf Straßenabschnitten mit gesetzwidrigen Abgaswerten wirkt.

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