Nach Obduktion

Toter nach Polizeieinsatz: Ursache weiter unklar

Die Identität des Mannes, der am Sonntagabend bei einem Polizeieinsatz verstarb, ist geklärt: Es handelt sich um eine 31-jährigen Regensburger. Weswegen er zu Tode kam, ist weiter unklar.

Nach wie vor herrscht keine Klarheit zu der Todesursache des Mannes, der Sonntagabend bei einem Polizeieinsatz zwischen Grünthal und Regensburg gestorben ist. Während Beamte versucht hatten ihn an den Füßen zu fesseln, sei dieser plötzlich bewusstlos geworden und habe „letztlich aufgehört zu atmen“, hieß es bislang. Reanimationsversuche seien erfolglos geblieben. Die gestern durchgeführte Obduktion habe bislang „keine eindeutige Todesursache“ ergeben, hat Oberstaatsanwalt Thomas Rauscher nun am heutigen Dienstagvormittag mitgeteilt.

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„Ein Herzinfarkt und ein Versterben infolge unmittelbaren Erstickens konnten ausgeschlossen werden. Abgesehen von Haltespuren an den Armen des Verstorbenen ergaben sich auch keine Hinweise intensiver Gewalteinwirkung.“

Weitere Ergebnisse erst in einigen Wochen

Geklärt werde derzeit noch, ob der Mann, der mittlerweile als 31-jähriger Regensburger mit deutscher Staatsangehörigkeit identifiziert wurde, unter dem Einfluss von Drogen oder Medikamenten stand. Auch die medizinische Vorgeschichte des Toten sei Gegenstand der Ermittlungen, heißt es weiter. Ein Ergebnis sei allerdings erst „in mehreren Wochen“ zu erwarten.

Im Vorfeld des Einsatzes hatte der Mann nach bisherigen Ermittlungen offenbar einen 28-Jährigen mit einer Eisenstange attackiert und am Kopf verletzt. Anschließend flüchtete er. Als eine Polizeistreife ihn auf der Brandlbergerstraße zwischen Grünthal und Regensburg stellen konnte, habe der 31-Jährige sich heftig gewehrt. Ein Polizeibeamter sei dabei verletzt worden. Mit Unterstützung einer weiteren Streife sei dann versucht worden, den Mann, der bereits an den Händen gefesselt war, auch an den Füßen zu fesseln. Dabei starb er aus bislang ungeklärter Ursache.

Gegen die eingesetzten Polizeibeamt/innen bestehe nach wie vor kein konkreter Tatverdacht, so Rauscher weiter. Die Vorermittlungen mit Unterstützung des LKA dauern an.

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